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4.8.1939
 
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Nr. 180 Erstes Blatt

189. Jahrgang

Freitag, 4-August 1939

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

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polens Wiedergeburt- eine deutsche Waffentat!

Am 6. August 1915 wurde die Hauptstadt Polens durch die siegreich nach Osten vorrückenden deutschen Divisionen von der zaristischen Herrschaft befreit Nicht lange danach hatte auch der letzte russische Gendarm und Kosak den polnischen Lebensraum verlassen.

Wir erinnern uns dieses Tages, weil die polnische Presse aus Anlaß der 25. Wiederkehr des Tages des Kriegsausbruchs eine Haltung zeigt, die uns gerade­zu herausfordert, einmal jener Zeit zu gedenken, die die Wiedergeburt des polnischen Staates und die Befreiung Polens vom russischen Joch sah.

Es ist kein Zweifel, daß wir ausgerechnet auf Warschau zu sprechen kommen. Denn einmal ift Warschau die Hauptstadt des Landes, deren Eroberung ein Zurückfluten der zaristischen Truppen bis hinter Brest-Litowsk auslöste, und zum anderen fällt diese Eroberung genau wie der Kriegs­ausbruch in die ersten Augusttage. Mag vielleicht angesichts der gegenwärtigen polnischen Mentalität für unseren östlich^ Nachbarn keine Veranlassung bestehen, sich des Ereignisses zu erinnern, das sich für Polen als Folge des Kriegsausbruchs und der siegreichen Oftfeldzüge des Deutschen Reiches ein» stellte, so wollen wir es nicht unterlassen, auf diesen Tatbestand hinzuweisen, um nicht von den Polen Dank zu heischen ein völlig hoffnungsloses Be­ginnen, sondern weil sie in vielen ihrer Zeitungen eine Lesart über Kriegsausbruch und Lehren für die Gegenwart verzapfen, die ihre Zurückweisung ver­dient.

Da finden wir imExpreß Poranny" im An- schluß an eine Verherrlichung des Versailler Diktats iote Forderung, daß man, falls es zu einem neuen ;Krieg käme, Deutschlands militärische Kraft endgültig Ibrechen müsse. Ganz abgesehen davon, daß wir Polen micht bedrohen, vielmehr die Polen diese Bedrohung «aus ihren Exzessen dem Reich und allen Volks- ideutschen gegenüber herleiten, war es die militärische lKraft Deutschlands, ohne die das heutige selbstän- idige Polen einfach undenkbar ist. Es klingt ganz »gewiß in polnischen Ohren nicht schön, zu hören, daß deutsche Krieger die russischen Armeen vernichteten, Daß deutsche Geschütze die russischen Zwingburgen zerbrachen und das siegreiche Deutschland Pate des «viedererstandenen Polens war. Das sind geschicht­liche Begebenheiten, die man auch durch Verschwei­gen nicht aus der Welt schaffen kann, an die aber peber rechtlich Denkende erinnern muß, wenn er sieht, wie nun der Nutznießer der deutschen Waffenerfolge und des vergossenen deutschen Soldatenblutes einen oolitischen Kurs, belastet mit überchauvinistischen Forderungen, steuert, der eines Tages geradeweg :n einen neuen Krieg münden muß. Daß die Polen ßu ihrer Befreiung selbst nichts beigetragen haben, üßt sich ebensowenig leugnen. Es ist ihre und nicht unsere Schuld. Lediglich Pilsudski und ein paar tau- >end Freiwillige stellten sich an die Seite der Mittel- mächle, das polnische Volk selbst blieb träge zu Hause, um, kaum befreit, schleunigst Sympathien für die­jenigen Staaten zu entdecken, die gar nicht daran gedacht hatten, im Rahmen der damaligen Ein- !°reisung Deutschlands an das Schicksal der Polen M denken. Für sie waren die Polen höchstens ein lleil des gesamtrussischen Volkskörpers, dazu da, Soldaten für den Zaren gegen Deutschland zu ttellen. Ein edler Charakterzug offenbarte sich bei Weser Gelegenheit also nicht, wie ja auch die Polen !oen Zusammenbruch der Mittelmächte benutzten, Lm sich schleunigst nichtpolnische Gebiete anzu- hgnen, ein Vorgang, an dem heute Europa und !»as Zusammenleben der Nationen noch krankt.

Eine andere polnische Zeitung, der Krakauer Ku­rier, wärmt die Kriegsschuldlüge auf und nennt Deutschland den Weltfeind Nr. 1, der 1914 die Welt n den Krieg getrieben habe. Dann folgt einWehe, 2ehe, wehe..." falls sich derartiges wiederholen ullte. Abgesehen von dem Unsinn, daß Deutschland !;en Weltkrieg entfesselt habe, sollten die Polen mgentlich Dankhymnen anstimmen, daß es zum Kriege kam, wobei es ihnen auch heute völlig I gleichgültig sein kann, welche Ursachen Vorlagen: Wer nein, man fühlt sich verpflichtet, für ein Nie- rZerschlagen und Ausbrennen Deutschlands einzu- reten, um dafür einen wohlwollenden Blick der ^inkreisungsbemokratten einzuhandeln. Welch schlech­ten Dienst man sich selbst damit leistet und daß man eigentlich damit bescheinigt, wie unwert man t-ar, ausgerechnet durch deutsche Waffen die natto- tnle Freiheit zurückerhalten zu haben, begreifen die §»errfchaften im Osten nicht.

Sie fordern ein neues Versailles, sie fordern eine lerntd)tung des deutschen Volkes, eben weil es Urnen peinlich ist, ihre Freiheit aus deutscher Hand ehgegengenommen zu haben. Fordern können sie Del, erfüllen werden sich indessen diese Wünsche acht. Denn wenn irgendwo deutsches Schicksal zur Isbatte stehen sollte, dann spricht Deutschland selbst eh entscheidendes Wort mit, das, sollte auch Polen irit von der Partie sein, dieser durch Deutschland ^freiten und erst wieder existenzfähig gemachten slmtion nicht gefallen dürste. Eins können" wir ben falen aber heute sagen: hätten wir 1914 geahnt, 05s sich einst Polen uns gegenüber herausnehmen tjürbe, wir hätten uns mit unseren Waffenerfolgen begnügt und den Polen selbst überlassen, mit den aussen fertig zu werden. Polen ist für uns jeden- rffls eine Lehre für die Zukunft, die uns nicht k-ran hindern wird, mit stolzem und starkem LÄbstbewußtsein daran zurückzudenken, daß unser ahicher Nachbar ein Nichts geblieben märe, hätte Jqtf Deutschland wieder aus ihm einen selbstän- J'Ijen Staat gemacht.

Jitue Haßmahnahmen gegen Deutsche.

Posen, 3. Aug. (DNB.) Die Schließung deut- Molkereien geht weiter. So ordneten die Be- -ö'den neuerdings die Schließung der Genossen-

schastsmolkereien in Jannowitz, Wongrowitz und Rogowo an. Die Jannowitzer Molkerei verarbeitete täglich rund 10 000 Liter, die Wongrowitzer 8000 und die Molkerei in Rogowo etwa 6000 Liter Milch. Insgesamt sind damit in der letzten Zett bereits 14 deutsche Genossenschaftsmolkereien und eine Reihe deutscher Prioatmolkereien geschlossen worden.

Ferner wurde in Rogowo das Kolonialwaren­geschäft des Volksdeutschen Erich Schlerff geschlos­sen. Vor einigen Tagen ist bereits das Kolonial­warengeschäft des Volksdeutschen Emil Schlerff in Znin geschlossen wordön.

Die dem Volksdeutschen Sekel gehörende Bäckerei in Miczkowo, Kreis Schubin, ift auf Anordnung des Starosten wegensanitärer Mängel" geschlossen worden. Die Bäckerei wurde von dem Volksdeutschen Bäckermeister Tempel geführt, der durch die pol­nische Maßnahme mit seiner Familie existenzlos ge­worden ist.

n Könitz sind sechs deutsche Bäckermeister wegen Mängel in ihren Betrieben" zu Geldstrafen ver­urteilt worden. Diese Mängel wurden nur bei den sechsdeutschen" Bäckermeistern von Könitz festge-

D^m Volksdeutschen Gastwirt Cpting in Kotzowo ist mit Wirkung vom 1. August die Konzession für Branntwein entzogen worden. Vor einigen Wochen hatte man das ganze Haus mit deutschfeindlichen Inschriften und Zerrbildern beschmiert.

Jetzt ist auch die von dem deutschen Wohlfahrts-

London, 3. August (DNB.) Die außenpolitische Aussprache des Oberhauses drehte sich am Donnerstag hauptsächlich um die englisch- japanischen Verhandlungen. Wenn auch zurückhaltend, so brachten doch die meisten Redner ihre Sorgen darüber zum Ausdruck, daß England einen neuen und gefährlichen Weg im Fernen Osten beschritten habe.

Lord Snell, der die Aussprache im Namen der Opposition eröffnete, beklagte sich darüber, wie wenig man von der Regierung über die gro­ßen außenpolitischen Fragen erfahre. Halifax solle eine Interpretation der in Tokio zustandegekom- menen englisch-japanischen Formel geben. Die stän­digen Enthaltungen wegen des Ganges Der Mos­kauer Verhandlungen seien in Anbetracht der Schnelligkeit, mit der man sich in Tokio auf eine Formel geeinigt habe, umso bedauerlicher. Lord Cecil verlangte, die britische Regierung solle Ja­pan gegenüber nicht nachgeben. Lord Davies (liberal) wünschte, daß ein Minister nach Moskau gesandt werden solle. Lord Samuel (Oppositions- liberaler) befaßte sich mit Danzig, ohne aber etwas Besonderes dazu sagen zu können.

Lord Halifax

schloß im Namen der Regierung die Aussprache ab. Zu der in Tokio zustandgekommenen Formel er­klärte er, von verschiedenen Seiten sei gesagt wor­den, daß England etwas getan habe, was -'s vor­her verbannt habe. Das sei jedoch nach seiner An­sicht völlig falsch. Alles, was die britische Regierung getan habe, sei, in der Formel die Tatsachen so festzustellen, 'mie f i e nach Ansicht der Re­gierung seien, und sie habe versucht, einen praktischen Weg zu finden um mit der Lage in Tientsin fertig zu werden. Die Regierung bemühe

bunid eingerichtete Ferienkolonie in Alt-Floetenau, Kreis Bromberg, auf Anordnung des Starosten mit sofortiger Wirkung geschlossen worden. Auch in die- jer Ferienkolonie, wie in den schon geschlossenen Ko­lonien in Hirschdorf und in Zinsdorf, fanden deut­sche erholungsbedürftige Kinder minderbemittelter Ettern sorgfältig Pflege und Betreuung. Das Verbot erfolgte mit Rücksichtauf die nicht entsprechenden sanitären Verhältnisse". Weiter enthielt das Ver­botsschreiben des Starosten den Satz:Diese Ent­scheidung bedarf, da dem freien Ermessen der Be­hörden überlassen, keiner Begründung."

England hetzt Polen aus.

Polen darf nicht im geringsten nachgeben."

London, 3. August. (DNB.) Einen sehr bezeich­nenden Beitrag zur englischenScharfmache- r e i gegenüber Polen liefert derM anchester Guardia n", der mit einer Neuauflage alter Hetz­meldungen die Polen zu überzeugen sucht, daß sich dieLage ständig verschlechtert". In Warschau, so fährt das Blatt fort, müsse man sich jetzt entscheiden, ob es nicht notwendig sei, eine endgültige Warnung an Berlin auszusprechen:Bis hierher und nicht weiter!" Dann wird den Polen die Hölle heiß ge­macht mit angeblichenbedrohlichen militärischen Maßnahmen Deutschlands", die sich diesmal nicht nur auf Danzig und Ostpreußen, sondern auch auf die deutsch-dänische Grenze und sogar auf die Slo­wakei und Ungarn erstrecken sollen. Polen dürfe aber auch nicht im geringsten nachgeben.

ßch um eine Lösung der augenblicklichen Schwierig­keiten, ohne dabei die Beziehungen zu C h i n a z u verletzen. Er wisse nicht, ob man dies erreichen werde. Das hänge nicht allein von England ab, sondern auch von der Haltung der chinesischen Regierung, und wie weit die japanischen Behörden in China bereit seien, einen Unterschied zu machen zwischen der lokalen Frage und den allgemeinen Streitfragen. Dann beschwerte er sich über das Anwachsen der a n t i b r 111 j d) c n Stimmung im Fernen Osten. Auf die Zu­sammenarbeit mit USA. und Frankreich eingehend sagte Halifax, die britische Regierung sei sich der Wichtigkeit dieser Zusammenarbeit bewußt, pnd sie habe diese Regierungen stets über ihre Absichten und Taten unter» richtet. Abschließend sagte er zu diesem Komplex, er glaube nicht, daß es unmöglich sei, eine Lösung zu finden, die für China gerecht sei und gleichzeitig den Interessen der anderen Mächte Rechnung trage.

Sodann befaßte er sich mit den Moskauer Verhandlungen und erklärte, die Dasis der brittschen Außenpolitik sei die enge Zusammen­arbeit mit Frankreich und die Verteidigung der gemeinsamen Interessen gewesen, und von diesem Standpunkt aus habe die britische Regierung ihre Garantien an Polen und Rumänien gegeben. Ohne Zweifel habe sie damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit Sowjetruß­lands geliefert. Die Dreierverhandlung sei eine komplizierte Ausgabe, die unvermeidlich zu gewissen Meinungsverschiedenheiten führen müsse. Es sei kein Geheimnis, daß die britischen und franzö­sischen Vorschläge zum Themaindirekte Angriffe" der Sowjetregierung nicht umfassend genug er­schienen seien, während die von der Sowjetrcgie- rung gesuchte Formel der britischen und sranzö-

| England damals und heute.

Die erste und wesentliche Tatsache heißt Macht, Überlegenheit, Vorherrschaft nenne man es, wie man will. Ich kümmere mich keinen Deut darum, welches dieser Worte man wählt nenne man es meinetwegen ,Abrakadabras wenn es nur die Substanz erfaßt." (Joe Chamberlain vor Beginn des Burenkrieges, zittert nachDie Chamber­lains" von Sir Charles Petkie.)

Joe Chamberlain, der Begründer dcr poli­tischen Dynastie der Chamberlains, war der Vater des jetzigen englischen Ministerpräsidenten Neville Chamberlain. Die zitierten Worte, die er zur Ein­leitung des Burenkrieges gesprochen hat, zeigen ihn als Mann von einer raubtierh asten Griffigkeit. Aber immerhin: er war ein vollsaftiger Kerl, der wußte, was er wollte, und der ein deutliches Bild von Gegenwart und Zukunft feines Volkes im Innern und nach Außen hatte.

Und nun lese man eine Rede, die sein Sohn Neville Chamberlain im Unterhaus unter dem Druck einer arroganten und verantwortungslosen Oppo­sition immer wieder über das gleiche Thema halten muß: Wie vorsichttg muß sich der englische Erst­minister zwischen den Gegensätzen hindurchschlängeln, wie muß er Rücksichten nach links und nach rechts nehmen, als hätte er den Bruch roher Eier zu fürchten, wie sehr ist bei ihm das Gefühl turm­hoher Ueberlegenheit und souveräner Allgewalt ge­wandelt zur Routine?! Gewiß, auch in dieser Rou­tine liegt manchmal noch ein Schimmer der alten Eleganz, aber der Schimmer ist nicht mehr das Licht.

Unser aller Denken kehrt in diesen Tagen zurück zum Ausbruch des Weltkrieges, seitdem ein Viertcl- jahchundert vergangen ist. Im Jahre 1914 amtierte als französischer Botschafter in dem damaligen Petersburg Maurice Paleologue. Er hat lesens­werte Erinnerungen über seine Erfahrungen am zaristischen Hose bis zum Ausbruch der bolsche­wistischen Revolutton geschrieben, die auch seinem Wirken ein Ende setzte. Selbstverständlich, cs ist ein Franzose, der über diese Dinge schreibt; ein Fran­zose außerdem, der das Wort und die Darstellung der Dinge mit künstlerischer Virtuosität beherrscht und der darum nicht in allen Einzelheiten wörtlich genommen werden darf.

Auf den ersten Seiten dieser Erinnerungen er­zählt ccher Paleologue, wie ängstlich der letzte Zar Nikolaus II. anläßlich des Besuches des fran­zösischen Präsidenten unmittelbar vor Kriegsaus­bruch immer und immer wieder die Frage auf das heikle Thema brachte, ob denn nun auch England wirklich und wahrhaftig an der Seite Rußlands und Frankreichs in den Weltkrieg eingreifen werde.

So groß war das britische Ansehen und das Ge­schick der Londoner Diplomatie, daß England zwar die Einkreisung 1904/07 im Hintergrund zuwege brachte, sich aber gleichzeitig die Hände soweit frei- hielt, daß es noch im letzten Augenblick bestimmte, in welche Waagschale es das Schwergewicht seines Einflusses legen werde. Als dann die Nachrickft von seiner Kriegserklärung eintraf, feierten die Russen ihren ersten großen Sieg.

Aber feine englische Motte erschien in Der Ostsee ober im Schwarzen Meer, wie verheißen worben war. Am 24. Dezember 1914 notiert Paleologue in ein Tagebuch:Der Stillstand der russischen Ope- rationen ist nicht durch die Uebermacht ber deut­schen Kräfte, fonbern nur auf den absoluten Man­gel an Artilleriemunition und Gewehren bedingt. Der Großfürst Nikolaus ist verzweifelt und bemüht

fischen Regierung in einer anderen Beziehung als zu weitgehend erschienen sei. Wie am Vortage der Ministerpräsident im Unterhaus, so unterstrich auch Halifax vor den Lords das feste Vertrauen der britischen Regierung zu ben Sow­jets. Auch seine Auslassungen über Polen, Danzig usw. unterschieden sich in nichts von ben Aus­führungen Chamberlains.

Das Oberhaus schloß bie Aussprache, um sich bis zum 3. Oktober in bie Ferien zu begehen.

England ist halsstarrig.

Die Wirtschaftsbesprechungen in Tokio vorläufig eingestellt.

Tokio, 3. Aug. (Ostasienbienst bes DNB.) Wie halbamtlich verlautet, sind die W i r t s ch a f t s - desprechungen im Rahmen ber Tokioter Konferenz wegen ber bisher unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Par­teien eingestellt worden, bis England die Weiterführung der Besprechungen vorschlägt. Hiesige politische Kreise führen diese einstweilige Vertagung aus bas kürzliche demonstrative Vorgehen ber Ver­einigten Staaten bei ber Kündigung bes Handels- oertrages zurück, bas England zu seiner hals- starrigen Haltung gegenüber ben japanischen Forderungen veranlaßt habe. Wie bie politischen Kreise weiter erklären, beabsichttgt London anschei­nend, die Tokioter Besprechungen lediglich auf die Erörterung politischer Fragen zu beschränken. Gleichzeitig versuche England die USA. und Frank­reich zur Behandlung der wirtschaftlichen Fragen hinzuzuziehen mit ber Begrünbung, baß beide Staaten mit ben Wirtschaftsproblemen Chinas eng verknüpft feien.

Ehrenzeichen für Arbeiter an den deutschen Befestigungsanlagen.

Der Führer hat burch Verorbnung vom 2. August zum sichtbaren Ausbruck seines Dankes unb seiner Anerkennung für Verbienste um bie Anlage unb Errichtung bes Deutschen Schutzwalles bas .Deutsche Schutzwall-Ehrenzeichen" gestiftet, dessen beide Seiten unser Bild zeigt. DasDeutsche Schutzwall-Ehren­zeichen" wird an der linken Brustsette an einem Band getragen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Gorgen der Lords um den Kernen Osten.

Oer englische Außenminister bestätigt die Zusammenarbeit mit LlGA. und Frankreich.