diesen beiden Berufen für tüchtige Kräfte sich die besten Möglichkeiten ergeben.
Ein paar Worte noch zu den Lehrberufen An Kräften für die höheren Schulen ist zur Zeit noch kein großer Mangel, er wird aber in absehbarer Zeit eintreten, da der Lehrkörper zum großen Teil Überaltert ist. Ueberaus groß ist der Mangel jedoch bei den Volksschullehrern. Hier sind schon die verschiedensten Maßnahmen ergriffen worden, um bei den hier besonders schwierigen Verhältnissen Wandel zu schaffen.
Der junge Mensch, der sich heute zum Studium entschließt, braucht sich nicht mehr, wie es noch vor wenigen Jahren der Fall war, große Sorgen um seine Zukunft zu machen. Selbstverständlich ist, wie in allen anderen Berufen, so auch gerade in den akademischen, ein Höchstmaß an Leistung notwendig. Dafür winken aber auch Aufgaben, die die Hergabe der ganzen Kraft wirklich vollauf recht- fertigen. Bü.
Vereinheitlichung -er technischen Nachrichtenmittel.
Berlin. 3. Mai. (DNB.) Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring hat dem Inspekteur der Wehrmachts-Nachrichtenverbindungen, im Oberkommando der Wehrmacht, Generalmajor Fellgiebel, im Rahmen des Vierjahresplanes den Auftrag erteilt, alle Maßnahmen zu ergreifen, welche
Generalmajor Fellgiebel. — (Scherl-M.)
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auf dem Gebiet der technischen Nach- richtenmittel für eine einheitliche A u s- r i cy t u n g aller beteiligten Dienststellen und Organisationen von Staat, Partei und Wirtschaft erforderlich geworden sind. Durch den raschen Fortschritt der Technik und durch die erhöhten Anforderungen von Behörden, Wirtschaft und Privaten sind auf nachrichtentechnischem Gebiet derartige Belastungen der Industrie ausgetreten, daß eine klare Zusammenfassung aller Aufgaben und Zuständigkeiten notwendig wurde. Da jedoch die Entwicklung noch nicht zu dem Abschluß gekommen ist, wie ihn z. B. das Krastsahrwesen aufzeigt, soll
der freien Entwicklung zunächst bis zu einem gewissen Grade freie Bahn gelassen werden. Es sollen aber schon jetzt dort, wo Typenbeschrän f u n = gen und weitgehende Normungen möglich sind, zur Entlastung der Industrie Vereinheitlichungen vorgenommen werden, die eine Rationalisierung der Produktion zum Ziele haben. Die Bedürfnisse der für die Erzeugung von Nachrichtenmitteln in Frage kommenden Elektroindustrie, auch insbesondere der R u n d f u n k - i n d u st r i e, werden nun einem solchen Ausgleich zugeführt, daß auch diese Industrie ohne zu große Belastungen Höchstleistungen in jedem Falle zu vollbringen vermag der auf Grund der allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse eintreten kann. Die Hebung der Exportfähigkeit der Industrie wird hiermit zwangsläufig erreicht.
Für die Lösung dieser Ausgabe ist der Inspekteur der Wehrmachts-Nachrichtenverbindungen im Oberkommando der Wehrmacht besonders geeignet, da gerade er auf Grund der eigenartigen Lagerung des Bedarfes an Nachrichtenmitteln die verschiedenartigen Notwendigkeiten des Bedarfes sowie die Dringlichkeiten am besten übersehen kann. Außerdem 'stehen ihm der Reichsausschuß für Leistungssteigerung und die DAF. zur Verfügung. Als Organ der Wehrmachtsführung ist er auch die berufene Persönlichkeit, welche die verschiedenartigen Forderungen der Wehrmachtsteile mit denen anderer Behörden sowie denen der Wirtschaft in Einklang bringen kann.
Eröffnung der Deutschen Buchausstellung in Korn.
Rom, 3. Mai (Europapreß). Am Mittwochvormittag ist in Rom die Deutsche Buchausstellung eröffnet worden. Botschafter von Mackensen dankte dem italienischen Minister für Volksaufklärung und Propaganda, Alfieri, für die Ueber- nahme der Schutzherrschaft, wie jede Initiative, die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien zu vertiefen, in ihm einen eifrigen Förderer finde. Den deutschen Geist dem italienischen anzunähern und die wechselseitige Freundschaft und Hochachtung zwischen den beiden Nationen zu vertiefen, sei der Zweck der Ausstellung. Minister Alfieri erinnerte daran, wie der Austausch von Wissenschaft und Kunst zwischen den beiden Ländern sich durch die Jahrhunderte hindurch vollzogen und das deutsche Buch stets Bürgerrecht auf italienischem Boden genossen habe. Zu besonderer Genugtuung gereiche es ihm, daß in Zeiten, wo die Welt von Unruhe erfüllt sei, neue und dem Ausbau dienende friedliche Beziehungen zwischen Deutschland und Italien hergestellt würden. Als Vertreter des Reichspropagandaministers Dr. Goebbels hob Ministerialdirigent Berndt die Wichtigkeit der deutschen Kulturinstitute in Italien und der italienischen in Deutschland hervor. Die Ausstellung bezeichnete er als das glückliche Ergebnis dieser Uebereinstimmung und sprach allen, die sich um das Gelingen der Ausstellung verdient gemacht haben, insbesondere aber dem Minister Alfieri den Dank Deutschlands aus.
Die Ausstellung umfaßt viertausend Bände, von den Zeiten Goethes bis auf die Gegenwart. Sie ist in achtzehn Abteilungen geordnet und enthält nicht nur Werke der Vergangenheit, sondern auch des' deutschen zeitgenössischen Schrifttums, darunter die maßgebenden
Werke über den Rassegedanken, die neue Form des deutschen Rechts, Werke der zeitgenössischen Wissenschaften, Philosophie und Literatur. Die Ausstellung verkörpert mithin das Gesicht des nationalsozialistischen Deutschlands.
Kleine politische Nachrichten.
Der Reichsminister des Auswärtigen, von Rib - bentrop, wird sich am Donnerstagabend zu einem mehrtägigen privaten Aufenthalt nach Dberitalien begeben. Der Reichsaußenmimster wird bei dieser Gelegenheit am Comer-See mit dem italienischen Außenminister, Graf Ciano, Zusammentreffen.
Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, begab sich am zweiten Tage seines Aufenthaltes in Libyen in Begleitung des Staatssekretär General Pariani und dem Generalgouverneur von Libyen, Luftmarschall Balbo, nach Feteiah, wo er die Parade über die Division „Mamarica" abnahm und anschließend nach Tobruk, wo er militärische Anlagen besichtigte, um dann über Eirene nach Benghasi zurückzuflie- gen, von wo er sich am Donnerstag nach Tripolis begeben wird.
Der König und Kaiser Viktor Emanuel III. hat dem Reichsarbeitsminister Seldte das Großkreuz des Mauricius-Ordens verliehen. Staatssekretär Dr. Krohn erhielt die Insignien des Großosfiziers des italienischen Kronorüens.
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In Valencia fand eine große Siegesparade vor General Franco statt. Die Madrider Siegesfeier soll auf den 15. Mai festgesetzt worden sein. Don italienischer Seite wird Außenminister Gras Ciano daran teilnehmen. Für Frankreich wird Botschafter Marschall P e t a i n anwesend fein.
Aus Gibraltar sind sämtliche französischen Kriegsschiffe in östlicher und westlicher Richtung zu Manövern ausgelaufen. Sie sollen nach Gibraltar zurückkehren, wenn diese beendet sind.
Das englische Schlachtschiff „Prince of Wales" ist in Birkenhead vom Stapel gelaufen. Die Taufe nahm die Schwester des Königs vor. Bei dem neuen Schlachtschiff handelt es sich um ein Schwesterschiff des im Februar vom Stapel gelaufenen 35 000- Tonnen-Schiffes „King George V.".
Der Marine-Ausschuß des amerikanischen Repräsentantenhauses hat die Gesetzesvorlage gebilligt, die einen Kredit von 6-660 000 Dollar zur Modernisierung von fünf Panzerkreuzern von je 35 000 Tonnen vorsieht.
Die japanische Luftwaffe, die feit einer Woche eine überaus rege Tätigkeit entfaltet, belegte am Mittwoch die Stadt Tschungking, in der sich das Hauptquartier Tschiang Kai-schekL befindet, mit Bomben. — Die Chinesen berichten von einem größeren Vorstoß am Norduser d e s Gelben Flusses, wo sie bisher von starken Verschanzungen der Japaner aufgehalten worden sind. *
Das polnische Lager der nationalen Einigung hat eine Aktion zum Boykott deutscher Zeitungen eingeleitet. „Kein Pole darf", so heißt es
tri einem Aufruf, „deutsche Zeitungeri halten oder lesen, ebensowenig dürfen deutsche Zeitungen in Lesehallen, Cafehäusern, Zeitungsverkaufsstanden ufm. ausliegen." In Ostoberschlesisien ist die Boy, kottaktion auf den polnischen Westmarkenverein zu« rückzuführen, der nichts unversucht läßt, das deutsch, polnische Verhältnis zu vergiften.
Der Kreuzer „Nürnberg" wird während einer Auslands-Ausbildungsreise im Mai den schwedischen Hasen G o t e n b u r g und den norwegischen Hasen Merck am Geiranger Fjord anlaufen.
Kunst und Wissenschaft.
Goelhe-TNedaille für Professor Meinhof.
Der Führer hat dem entpflichteten ordentlicheri Professor D. theol. Dr. phil. h. c. Carl M e i n h o s in Hamburg aus Anlaß der Wiedereröffnung des Ko, lonialinftitutes der Hansischen Universität in Hamburg in Anerkennung seiner Verdienste um die Erforschung der afrikanischen Sprachen und Kulturen die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. *
Meinhof, geboren 1857 in Barzwitz bei Carzin, wurde nach Reisen in Ostafrika Lehrer für afrifa* Nische Sprachen und (1909) Professor am Kolonial, injtitut in Hamburg, wo er seit 1919 als Ordinarius an der Universität wirkte. Sein Arbeitsgebiet umfaßt afrikanische Sprachen, Dichtung, Rechtsgebräuche, Religion und Heidenmission. Professor Meinhof ist Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften.
Wetterbericht
Während sich in Süddeutschland noch ungünstiges, vielfach auch regnerisches Wetter fortsetzt, hat sich in unserem Gebiet von Nordwesten her Bewölkungs- Zunahme eingestellt. Die Folge davon war in der Nacht zum Donnerstag starke Ausstrahlung, die bc sonders nach Norden hin stellenweise zu leichtem Frost Anlaß gab. Die Wiederentwicklung der von dem Atlantik ausgehenden Wirbeltätigkeit läßt für die Folge kein beständiges Wetter erwarten, doch wird der Wetterablauf' vorerst wesentlich freundlicher sein als seither, auch kann mit fortschreitender Erwärmung gerechnet werden.
Vorhersage für Freitag: Wolkig bis heiter und im allgemeinen trocken, nachts frisch, tagsüber wärmer als seither, veränderliche Winde.
Lufttemperaturen am 3. Mai: mittags 13,4 Grad Celsius, abends 8,3 Grad; am 4. Mai: morgens 4,8 Grad. Mpximum 13,8 Grad, Minimum heute nacht 2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Mai: abends 10,7 Grad; am 4. Mai: morgens 8 Grad. — Sonnenscheindauer 1,4 Stunden.
Hauptschrtftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und die Bildert Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. III. 39: 10 200. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts- druckerei R. Lange, K-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5x Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
Lichtspielhaus
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EIN TERRA-FILM nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Seiler.
Beiprogramm und Tohis-Ton-Woche
Täglich 4, 6, 8.30, Sonntag 3, 5,30, 8.30 Uhr
... herrlich, wenn sie echt sind
Samstag,den 6.Mai,8.15Uhr abends Erioflgs-forsleltag Sonntag, den 7. Mai, und Montag, den 8. Mai 2 Vorstellungen 3.30 und 8.15 Uhr.
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Wiedersehen mit einem klassisch. Circus bedeutet einen Besuch im Circus Barlay. Neu und wieder jung ersteht Nummer für Nummer.
Der alte gute und echte Circus, wie ihn unsere Väter schon liebten und wie wir ihn uns heute auch wünschen.
Das Programm ist erstklassig und die gezeigten Dressuren unerreicht. Barlay hält, was er verspricht!
Circus Barlay ist das Tagesgespräch, darum jeder einmal zum
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bekannt aus dem Film „Fahrendes Volk“ gastiert ab Samstag in
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