SJ.Jporf
Weitere Sauverbandsspiele im Basketball.
Am gestrigen Freitagabend nahm die Spielrunde im Basketball der Gruppe Gießen in der $)alle des BfB.-Reichsbahn ihren Fortgang. Zum Austrag kamen die Begegnungen des Männerturnvereins gegen Spieloereinigung 1900 und To. Heuchelheim gegen Poli^eisportoerein Gießen. Die Spiele standen unter Der Leitung des Gausachwarts Mohr (Gießen). Die Fortsetzung der Runde erfolgt bereits am kommenden Sonntagvormittag.
Mto. Gießen — SpVgg. 1900 Gießen 28:18 (12:9).
Ueberraschend gut fand sich die Mannschaft der Spielvereinigung 1900 Gießen zusammen und konnte sogar anfangs in Führung gehen; langsam nur
kamen die Männerturner ins Spiel und hatten alle Mühe, den Vorsprung aufzuholen. Erst in der zweiten Spielhälfte kam die regelmäßige Trainingsarbeit der Männerturner zur Geltung. Sie gestalteten das Feldspiel etwas überlegen und konnten bis zum Schlußpfiff eine Ueberlegenheit mit weiteren Korbwürfen sicherstellen.
Io. Heuchelheim — Polizeisporloerein Gießen 27:15 (15:7).
Schon der Altersunterschied beider Mannschaften war für den Spielausgang ausschlaggebend; man kann schon sagen, daß die Mannschaft der Polizisten fast ausnahmslos ihrem Alter entsprechend für eine Altersklasse in Frage käme. Dennoch hätte das Ergebnis bei einigermaßen Glück der Polizisten im Korbwurf wesentlich günstiger lauten können, denn der Kampf bot fast gleichwertiges Feldspiel.
GerÄ-Mnnschastskamp e der Schulen.
Die Schulen des Kreises tragen jetzt als Abschluß der Winterarbeit Wettkämpfe im Geräteturnen aus. Es ist natürlich nicht zu vermeiden, daß die Klassenstärken innerhalb der Gruppen verschieden groß sind. Einer größeren Auswahl in den großen Klassen steht bessere Uebungsmöglichkeit in den kleineren Klassen gegenüber. Die Wettkämpfe sind nicht nur ein Leistungsvergleich, sondern vor allen Dingen soll der für den Winter vorgesehene Uebungs- stoff, der die Wettkampfübungen enthält, Anregung zu intensiver turnerischer Arbeit geben.
Als Richtzahl für die Stärke der Mannschaften wurden 75 v. H. der kleinsten Klassen bestimmt. An den Geräten werden Einzelübungen geturnt und von Kampfrichtern gewertet. Jeder Wettkämpfer kann an jedem Gerät 4 Leistungspunkte erreichen. Die Leistungspunkte der Mannschaft an jedem Gerät werden innerhalb der Kampfgruppe in Kampfpunkte umgerechnet und so die Gesamtpunktzahl und der Rang ermittelt.
Erfreulich ist die Einsatzbereitschaft, mit der die Jugend die gestellten Aufgaben zu erfüllen sucht. Ganz besonders ist dies bei der Gemeinschaftsübung festzustellen, bei der verschiedene Hindernisse zu überwinden sind und die benötigte Zeit in Kampfpunkte umgerechnet wird. Wer sieht, wie hier jedes Kmd alles hergibt, der erfaßt den Sinn der Wettkämpfe, Einsatzbereitschaft und Mannschaftsgeist zu wecken, Eigenschaften, die dann später sich zum Wohle unseres Volkes auswirken werden.
Unter diesen Voraussetzungen konnte auch der Wettkampfleiter, Kreissportlehrer Mohr mit Recht den Kindern sagen, daß ihre Arbeit nicht nur ihrer Klasse und ihrer Schule, sondern dem Wohle unseres Volkes gilt.
Dieser Tage traten die Mädchen des Bezirkes Gießen-Sta'dt in 3 Kampfgruppen nach dem Alter
getrennt an. Die Kämpfe hatten folgendes Ergebnis:
INädchen, 8. Schuljahr.
Mannschaftsstärke 15: Geräte: Barren, Reck, Pferd, Bock: Pestalozzischule I, M. 1. Mannschaft, 42 Punkte; Schillerschule la, 36 P.; Oberschule f. M. 4a, 34 P.; Schillerschule Ib, 34 P.; Oberschule f. M. 4b, 26 P. Oberschule f. M. 4c, 26 P.; Pestalozzischule I, M. 2. Mannschaft, 13 Punkte.
Alädchen, 7. Schuljahr.
Mannschaftsstärke 18, dieselben Geräte: Schillerschule 2c, 37 P.; Goetheschule 2 M., 34 P.; Oberschule f. M. 3c, 31 P.; Schillerschule 2b, 31 P.; Schillerschule 2a, 30 P.; Oberschule f. M. 3a, 24 P.; Oberschule f. M. 3b, 12 Punkte.
Mädchen, 6. Schuljahr.
Mannschaftsstärke 16, dieselben Geräte: Schillerschule 3a. 36 P.; Schillerschule 3b, 32 P.; Goetheschule 3 M., 31 P.; Oberschule f. M. 2a, 22 P.; Oberschule f. M. 2c, 19 P.; Oberschule f. M. 2b, 14 Punkte.
Am vergangenen Donnerstag trafen sich dann die Mädchen des Bezirks Gießen-Land in der Reuen Pestalozzischule zum Wettkampf, der folgendes Ergebnis hatte:
7. und 8. Schuljahr.
Mannschaftsstärke 15, geturnt am Reck, Barren und Pferd: Wieseck, 1. Mannschaft, 35 P.; Lich 24 Punkte; Großen-Linden 24 P.; Watzenborn-Steinberg 20 P.; Heuchelheim 19 P.; Wieseck, 2. Mannschaft, 17 P.; Allendorf (Lahn), 6 Punkte.
Mädchen, 6. Schuljahr.
Mannschaftsstärke 11: Wieseck 25 P.; Heuchelheim 19 P.; Großen-Linden 18 P.; Watzenborn-Steinberg 10 P.; Lich 7 Punkte.
Handball im ASRL.-Kms Gießen.
Wer angenommen hat, der Ausgang des vorsonntägigen Treffens „Barbara" gegen Luftwaffe sei von ausschlaggebender Bedeutung für die zukünftige Gestaltung der Tabelle der Staffel IV der Bezirksklasse gewesen, so ist zunächst noch von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Fest steht zwar, daß Der MSV. einen-Schritt weitergekommen ist; vorerst aber hat Der Mio. Gießen Die Spitze noch inne unD wirD sie wahrscheinlich auch nur nach Kampf abgeben. Die Luftwaffe Dagegen liegt nach ihrer überraschenDen RieDerlage mit 3 bzw. 2 Punkten im Rückstand und kann normaler Weise nur durch unvorhergesehene Umstände den Anschluß an die Spitzengruppe behaupten. Die übrigen Mannschaften nehmen an dem Geschehen keinen wesentlichen Anteil mehr; sie sind abgeschlagen und können ihr Augenmerk nur noch auf eine Verbesserung ihrer Positionen richten. Aehnlich liegen Die Dinge im Bereiche Der Staffel V. hier beherrschen Hörnsheim unD LützellinDen nach wie vor Die Situation und sollten auch von keiner Mannschaft Daran gehindert werden.
Die Spiele des Sonntags können nun für die Gestaltung Der Tabelle in Der Staffel IV von großer Bedeutung sein, hier treffen Barbara und Mto. Gießen zusammen. __________________
MSV. Barbara Gießen — Mto. Gießen Luftwaffensportverein — Tv. Heuchelheim Ockershausen — 1860 Marburg Lützellinden — Niedergirmes Garbenheim — Katzensurt.
MSV. Barbara — Mto.
Barbara — Mto.! wieder einmal ein Lokalkampf in Gießen! Diesmal ein Spiel zweier führender Gießener handballmannschaften! Die Entscheidung für Den Staffelsieger sollte am Sonntag auf Dem Sportplatz Des MSV. Barbara fallen. Zwei gleichstarke Mannschaften, Die nur ein Punkt in Der Tabelle trennt, stehen sich gegenüber. Wer wirb Sieger werben, wer wirb biesrnal zu ben beiben wertvollen Punkten kommen? Noch führen Die Mtv.er, gefolgt von bem sonntäglichen Gegner, bie Tabelle an. Die Mannschaft ber Männerturner konnte in Der VorrunDe eine ausgezeichnete Figur abgeben unD sofort mit Beginn Der RunDe bis heute bie Tabellenführung halten. Trotzbem glauben wir aber kaum, baß sich bie Mannschaft am Sonntag burchsetzen kann! Stark ersatzgeschwächt muß bie Elf am Sonntag ben Kamps aufnehmen.
Anbers sieht es bei ber Platzmannschaft aus! Erst am letzten Sonntag konnte sich Der MSV. Barbara gegen Die spielstarke Mannschaft Der Lust-
daß Die Mannschaft jetzt stärker geroorDen ist, aber für ben Verbleib in ber Bezirksklasse leiber zu spät. Die Elf verfügt über ungeheuren Kampfgeist, gepaart mit Schnelligkeit. Die Grünweißen wissen, baß Der Gegner zu Überraschungen fähig ist unb haben mieberum eine starke Mannschaft gestellt. Es spielen: Gottschalk, Leutheüser I., Schöller, Krämer, Lukaschewski, Kramer, Berlebach, Gobglück, Heß, Gorrissen unb Wunberlich. Mit Diefer Mannschaft, bie eingespielt ist unb schon wieberholt ihr Können unter Beweis stellen konnte, hofft man im Lager ber Grünweißen auf einen Sieg.
Aufstiegspiel zur Bezirksklasse.
Großen-Linden I — SV. 1920 Lollar I.
Am Sonntag empfängt Großen-Linbens I. die gleiche des SV. 1920 Lollar zum ersten Aufstiegsspiel zur Bezirksliga. Die junge Elf Der Platzbesitzer, Die zum erstenmal an solchen Spielen teilnimmt, steht hier vor einer sehr schweren Aufgabe, Denn hier muß sie zeigen, ob ihre Neroenkraft ausreicht. Dieser Belastungsprobe standzuhalten. In Dieser Beziehung haben ihnen Die Gäste, Die schon einmal Der Bezirksliga angehörten, vieles voraus. TrotzDem geht Die Mannschaft unentmutigt an Die schweren Kämpfe. Wie Das Spiel ausgeht, ist im voraus
roaffe knapp Durchsetzen. Auch bie Aufstellung Der Mannschaft ist wesentlich günstiger als Die Der Gäste.
Die Luftwaffe Darf Die Begegnung mit Heuchelheim keineswegs auf Die leichte Schulter nehmen. Die Turner sinD geraDe in letzter Zeit roieDer eifrig bei Der Sache unD haben recht schöne Ergebnisse erzielt. Es ist also — wenn Die Flieger gewinnen wollen — größte Vorsicht am Platze, Damit es nicht abermals zu einer Ueberraschung kommt. In Ockers- Hausen wirD es vermutlich Den ersten Sieg Der Platzbesitzer geben.
LützellinDen wirD, soweit sich auf Den ersten Blick übersehen läßt, Den Gästen aus NieDergirmes kaum eine Chance zum Siege lassen. Die beiDen Neulinge stoßen in Garbenheim aufeinanDer. Diesmal wirD es einen Sieg Der Einheimischen geben, Die gerade in letzter Zeit eine langsame aber stete Formverbesserung an Den Tag legen.
Die Spiele Der 1. Kreisklasse gewinnen jetzt mehr unD mehr an BeDeutung DaDurch, Daß nunmehr Der Kampf um Den begehrten 2. Platz eingesetzt hat. Denn es steigen zwei Vereine auf, so Daß sich Die Anstrengungen lohnen.
Nicht minder interessant ist es in der Staffel I der 2. Kreisklasse. Nach dem kampflosen Punktgewinn des To. Londorf über Die 2. Mannschaft Des Mtv. Gießen ist LonDorf Damit Staffelsieger. Es kann von keiner Mannschaft mehr eingeholt werDen. Da vorgesehen ist, auch Die jeweiligen Tabellenzweiten mit in Die Aufstiegspiele zu nehmen, geht Der Kampf nunmehr um Den zweiten Platz. Es treten an:
To. Atzbach — To. Holzheim
To. Dutenhofen — Tv. Dillenburg Tv. KrofDorf — Mtv. Gießen II To. Lich — Luftwaffe II.
Das Spiel in Atzbach gewinnt um so mehr an BeDeutung, als es einmal Holzheim Den enDgültrgen Sieg, 3um anderen aber auch Atzbach Die weitere Teilnahme bzw. aussichtsreiche Bewerbung um Die beiDen ersten Plätze bringen kann. — Nicht weniger aufschlußreich wirD Das Zusammentreffen von Dutenhofen und Dillenburg werden. Gewinnt Dutenhofen, so hat es immer noch Aussichten, in die Entscheidung einzugreifen. Lich ist in letzter Zeit wieder stark nach vorne gekommen und sollte auch gegen die Flieger gewinnen.
Spiele
Gew.
Unentsch.
Verl.
Pkte.
Mto. Gießen
8
7
0
1
14:2
MSV. Barbara
8
6
1
1
13:3
Luftwaffe
9
6
1
2
13:5
Heuchelheim
9
4
0
5
8:10
1900 Gießen
9
3
1
5
7:11
1860 Marburg
8
1
1
6
3:13
Ockershausen
7
0
0
7
0:14
Staffel V.
Spiele
Gew.
Unentsch.
Verl.
Pkte.
Hörnsheim
8
7
0
1
14:2
LützellinDen
6
5
1
0
11:1
Katzensurt
6
3
0
3
6:6
Garbenheim
8
4
0
4
8:8
NieDergirmes
9
4
0
5
8:10
Wetzlar
8
0
1
7
1:15
Tv. Münchholzhausen ausgeschieDen.
Steinberg vor
Das einzige für Sonntag vorgesehene Meisterschaftsspiel Steinberg — 1900 erhält seine Bedeutung dadurch, daß von dem Ausgang die Meisterschaft abhängt. Denn gelingt Den Teutonen ein Sieg, Dann ist an ein Aufholen nicht mehr zu Denken. Selbst wenn Die beiDen letzten Spiele gegen VfB.-R. unD Wetzlar verloren gehen, besitzen Die Steinberger Das bessere Torverhältnis unD Damit Den Meistertitel.
Die anDeren Mannschaften Der Bezirksklasse bestreiten Die zweite ZwischenrunDe ber Tscham - mer-Pokalspiele. Die Paarungen finb:
VfB.-R. — Ehringshausen Wetzlar — Naunheim Sinn — Frohnhausen.
Im ersten Spiel treffen Die Leute Des WalDsport- platzes auf Den Ueberraschungssieger Der ersten ZwischenrunDe.
Die Begegnung Wetzlar — Naunheim trägt lokalen Charakter unD demzufolge besondere Anziehungskraft. Nach Dem AbschneiDen Des vergangenen Sonntags — beiDe Mannschaften erlitten Nie- Derlagen in Den Punktekämpfen — ist eine Voraussage sehr schwer.
Auch bei Dem Treffen Sinn — Frohnhausen ist ein Typ für Den Sieger sehr ungewiß, Da auf Der einen Seite Der Platzvorteil unD auf Der anDeren Seite das bessere Können vorhanDen ist.
„Teutonia" Steinberg -1900 Gießen
Zu einem erbitterten Kampfe um Die Meisterschaft Dürfte es am kommenDen Sonntag auf Dem Sportplatz an Der Neumühle kommen. Geht es Doch Darum, wer Meister Der Diesjährigen RunDe wirD. Es stehen sich hier zwei Mannschaften gegenüber, Die an sich ziemlich gleichwertig sein Dürften. Bis jetzt ist es Den Teutonen noch nicht gelungen, auf eigenem Ge- länDe Die Gäste in einem VerbanDsspiel zu schlagen. Es wirD Deshalb auch am kommenden Sonntag einen hartnäckigen Kampf geben, Denn 1900 trägt sich auch noch mit Meisterschafts-Hoffnungen. Die Gäste verfügen über 'ne Els, bei Der Die Abwehr Das Glanzstück ist. Dies beweist allein schon Das Torresultat. Allerdings bedeutet Der Sturm auch für Die Dereinsleitung ein Schmerzenskird, zumal man auch fast jeDen Sonntag auf anDere Leute zurückgreifen muß. Die Mannschaft Der Teutonen wirkt, in Der Gesamtheit gesehen, geschlossener. Vielleicht Dürfte man hier Dem Sturm ein kleines Plus zuschreiben, Denn in Den vergangenen Spielen konnte öfters gerade Der Sturm mit einer fabelhaften Spielweise gefallen. Diese beiden Faktore, Gießens Abwehr unD Steinbergs Sturm, werben wohl im großen unD ganzen Das Spielgeschehen Diktieren. Das Vorspiel in Gießen konnten Die Teutonen in ganz überzeugender Weise gewinnen, aber
Dies soll kein Anlaß zu Der Behauptung sein, Daß Steinberg auch morgen wieDer Den Sieg baoonträgt. Wir hoffen, Daß es einen sportlich hochstehenden und harten Kampf gibt, aus Dem Der Bessere als Sieger hervorgehen mag.
Zu Dem morgigen Spiel werDen folgenDe Vertretungen genannt:
Steinberg: Happel, SchmanDt, Fett, SchmiDt, HeDerich, Fritsche (?), Lang, Däublin, SchmanDt, Haus, Buß.
1900 : Herbst (3/116), Pankok (2/116), Lippert (2/116), Rensing, Quick, Schäfer, Rost (2/116), Krämer, Hormel (2/116), Löbsack, Heuser.
VfB.-Reichsbahn I. — Ehringshausen L
WieDer einmal tritt Die Mannschaft Der Sport- gemeinDe Ehringshausen auf Dem Walbsportplatz an. Diesmal geht es nicht um Die Punkte, fonbern um Den weiteren Verbleib in Den Pokalspielen. GeraDe Die Gäste waren es, Die Die Blauweißen aus Dem Rennen warfen, unD man kann getrost behaupten.
Geschichten ans aller Welt.
(NachDruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)
Vogelspinne bringt einen Zug zum Stehen.
AS. Kalkutta.
Wegen einer Vogelspinne hat ein indischer Bahn- oorsteher einen Eisenbahnzug in Der Nähe Der Station Naihati angehalten. Hier war beim Einlaufen eines Zuges aus Dem närDlichen LanDbezirk unter ben Reisenben eines Wagens eine Panik ausgebrochen, bie währenb ber Fahrt ben Wagen verlassen hatten unb sich auf Trittbrettern unb ben Plattformen gufammenbrängten. Die Ursache ber Panik war ein giftiges Insekt, bas sich wahrscheinlich schon länger in Der Holzverschalung verborgen gehalten hatte, Durch Die Erschütterung Der Fahrt her- oorgetommen war und einige Der ReisenDen bebroht hatte. Der Zug mußte angehalten werben, ba bie Gefahr eines größeren Unglückes beftanb. Unter Beobachtung aller Vorsichtsmaßnahmen würbe bann Der Waggon vom Zugpersonal Durchsucht unb Die Vogelspinne getötet. Nach längerem Aufenthalt konnte Der Zug seine Fahrt nach Kalkutta fortsetzen, wo er mit zweistünDiger Verspätung eintraf.
Ans Spiel wird Ernst.
B. HollywooD.
Eine aufregenDe Szene ereignete sich währenb Der Aufnahmen zu einem Film „Beau Geste“ in Puma in Arizona. Der irische Filmstar Brian Donlevy hatte als Offizier ber französischen Legion bie Aufgabe, auf seinen fianbsmann Ray Lmillanb während eines Kampfes mit Arabern auf einem Außenposten in ber Wüste zu schießen. Lmillanb brang zur „Selbstverteibigung" mit einem Bajonett auf ihn ein, aber statt baß bie Waffe, wie es bie beste Theaterüberlieferung verlangt, zwischen Donleoys Körper unb Arm hinburchging, traf sie seine Brust über den Lungen. Die Legionssolbaten sahen entsetzt, wie plötzlich aus Dem Spiel Ernst geroorDen war, unb Gary Cooper unb anbere Filmstars stürzten herbei, um Donlevy zu helfen. Nach Anlegung eines Notverbanbes rourbe ber verwunbete Schauspieler zum Mma-Hospital gebracht. Glücklicherweise
zeigte sich, baß keine Lebensgefahr vorhanben war, aber er mußte boch im Krankenhaus bleiben. Donlevy scheint sich baran gewöhnen zu müssen, baß es ihm im Film schlecht geht. In seiner nächsten Rolle in bem Film „Union Pacific" muß er sich mit einer langen schweren Ochsenpeitsche burchprügeln lassen — zwei anbere Schauspieler hatten bereits banfenb ad- aelehnt, biefe Rolle zu übernehmen, bie er nun spielen will.
Die Lokomotive im Eßzimmer.
Ndz. Buenos Aires.
Ein Unfall befonberer Art hat sich in La Plata zugetragen, wo bie Bewohner breier Häuser mit fassungslosem Staunen zusehen mußten, wie eine Lokomotive bie Mauern ihrer Behausungen einbrückte, um sich im Innern nieberzulasfen. Es war bie Lokomotive eines regelrechten Personenzuges, bie vorübergehend abgehängt war. um Wasser aufzunehmen. Während des Wasseraufnehmens kam bie Lokomotive ins Rollen, unb ber Maschinist hatte nicht so lange Beine, baß er sie roieber einholen konnte, zumal ber kurze Rest ber Strecke etwas abschüssig war. Die Gleise enbeten offiziell an zwei Puffern, bie aber nicht von soliber Bauart waren, denn bie Lokomotive legte sie wie Strohhalme um. Dann rannte sie in bie Hausmauer, bereu Stärke ihrem weiteren Freiheitsbrang aUerbings ein Enbe setzte. Nur burch ein Babezimmer unb einen benachbarten Raum setzte sie ihre Fahrt noch fort, mitten im Eßzimmer blieb sie stehen. Die Verwüstungen in bem Hause waren ungeheuer, unb auch bie benachbarten beiben Gebäude bekamen etwas ab. Einige Personen wurden verletzt, glücklicherweise aber nicht schwer.
Hartnäckige Gäste.
Ndz. Oslo.
Ein starker Elch, ben zur Weihnachtszeit bie bittere Not aus seinem Wilbrevier zu ben Menschen getrieben hatte, ist seitbem zum täglichen Besucher ber Gärten bes norwegischen Stäbtchens Furnes geworben. Den Einwohnern rourbe ber Gast halb
recht unangenehm, weil er schweren Schaben an ben Obstbäumen anrichtete. Er würben mit Lärm-Instrumenten verjagt, kam aber immer roieber. Enb- lich erlaubte bie Behörbe ben Abschuß, unb vor einigen Tagen würbe ber König ber Wälber zur Strecke gebracht. Jetzt zeigt sich aber, baß bie Gartenbesitzer mit ber Elchjagb nichts erreicht haben. An bie Stelle bes starken Elches sinb jetzt als tägliche Gäste mehrere anbere getreten, bie vorher wohl aus Furcht vor bem Starken fein Aesungsgebiet mieben. Die neuen Gäste finb zwar schwächere Elche, aber sie finb noch hungriger als ihr Vorgänger.
Italienische Höpenickiade.
AS. R o m.
Das Kassationsgericht in Rom hatte unlängst einen Fall in letzter Instanz abzuurteilen, ber burch seine Begleitumstänbe an bie Affäre bes „Hmpi- manns von Köpenick" erinnert. Im Dezember 1938 fuhren vor ber Pfarrkirche von Digliano d'Asti zwei prächtige Kraftwagen vor, Denen zwei Männer entstiegen. Der eine trug bie Uniform eines Felb- webels ber Carabinieri, ber anbere die Uniform ber Miliz. Die beiben Uniformierten ließen ben Orts- pfarrer, Umberto Torchio, rufen, ber gleichzeitig Kassierer ber landwirtschaftlichen Sparkasse bes Ortes war, und erklärten ihm in barschem Tone, daß die Behörden Kenntnis von groben Unregelmäßigkeiten in ber Kasfenführung erhalten hätten. Sie seien daher beauftragt, bie Bücher nachzuprüfen unb ihn, ben Pfarrer unb Kassierer, gegebenenfalls zu verhaften. Der eingeschüchterte Dorfgeistliche wagte kaum zu widersprechen; die Nachprüfung ergab Denn auch Die besagten „Unregelmäßigkeiten" in Der Kassenführung, unD Die beiDen Uniformierten „beschlagnahmten" Darauf Die Bücher nebst Kasseninhalt, BargelD unD Wertpapiere. Nach Dieser „AmtshanDlung" benutzten Die beiDen „Beamten" einen unbewachten Augenblick, um in ihre Kraftwagen zu springen unD in höchster Geschwin- Digkeit Das Weite zu suchen. Der Polizei gelang es jeboch nach kurzer Zeit, Die beiDen Spitzbuben aus- finbig zu machen, bie vom Schwurgericht in Assisi zu je zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt mürben Das römische Kassationsgericht verwarf jetzt bie Berufung, bie bie Gauner gegen Dieses Urteil eingelegt hatten, so Daß sie ihre zwölf Jahre abzubrummen haben.
Ereignisreiches Hochzeitsfest.
Ndz. Wien.
In Der Rosegger-SieDlung in VäsenDorf fanD bei. Der Familie Karl T. ein Hochzeitsfest statt, Das allen Gästen sicherlich befonbers lange in Erinnerung bleiben wirD. Als nämlich Die Gäste am zweiten Tage Der Feier einen gewissen Höhepunkt ber Stimmung erreich hatten, kam es zu einem Streit, ber schließlich in eine Schlägerei ausartete, Karl T. rourbe schwer verletzt. Die Gäste zogen bann ab. Balb barauf kehrten sie jeboch wieder mit Bierflaschen und Stöcken bewaffnet zurück, drangen erneut in bie Wohnung ein, worauf bie Tätlichkeiten abermals begannen. An biefer festlichen Schlägerei beteiligten sich sieben Personen. Sie alle würben entroeber burch Messerstiche ober Stockschläge ober Bierflaschen verletzt. Sogar mehrere kleine Kinber, bie sich in ber Wohnung befanben, würben burch bie Glassplitter gesührbet. Mit biesem Ergebnis endete die Hochzeit von Dösendorf. Der Gemeindearzt unb bas Amts-, gericht haben nun bas letzte Wort.
Der wandelnde Eierkuchen.
AS. Belgrab.
Ein sonberbarer Zweikampf rourbe auf bem Marktplatz ber kroatischen Stabt Sissak geführt. Er enbete bamit, baß einer ber Kämpfer in einen lebenben Eierkuchen umgeroanbelt rourbe. Der Marktaufseher Mirko Zwetischanin unb bie Marktfrau Sawka Mraowitsch waren schon seit längerer Zeit in Streit. An biesem Tage entstaub aus de- leibigenbem Wortwechsel eine Schlägerei. Frau Sawka lanbete einen wohlgezielten Schlag auf bie Nase ihres Gegners, bie zu bluten begann. Dieser versetzte mit einem Stock ber kriegerischen Marktfrau zwei so heftige Schläge, baß sie wilb aufbrüllte. In ihrer Wut ergriff sie von einer Bäuerin, die nichts Boses ahnenb vorbeizog,' einen großen Korb mit Eiern unb warf ihn bem Gegner an ben Kopf. Er stürzte unter ber Last nieber unb mußte aus Der Eierspeise herausgezogen werDen, um nicht zu ersticken.
Sprechstunden der
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach-, mittag geschlossen.


