Ausgabe 
4.3.1939
 
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den. sind Stahlstücke vom Durchmesser eines Ober­armes.

Die Banken unterhalten in ihren Tresoren eine Abteilung, die ausschließlich für die Kunden da ist. Es handelt sich um Fächer, ähnlich den Sckließ- fächern bei der Post, um sogenannteSafes , für die der Kunde einen Schlüssel bekommt. Sein Sicher­heitsfach kann der Kunde aber nur in Anwesenheit eines Bankbeamten öffnen, der seinerseits erst mit einem besonderen Schlüssel das Schlüsselloch für den

Schlüssel des Kunden freilegt. Auch für die Banken selbst ist es Grundsatz, daß der Tresor nur in An­wesenheit zweier Beamter geöffnet werden darf. _

Aus all dem es find hier nur gedrängte Abrisse aus dem Bankbetrieb gegeben geht hervor, daß bei den Geldinstituten auch in unserer Stadt die Begriffe: Dienst an der deutschen Wirtschaft, Dienst am Kunden und Derantwortungsbewußtsein? voran­gestellt sind und ihr ganzes Wirken bestimmen. N.

Grundsätze uni» Aufgaben staatlicher Wirtschastslenkung "

Die AbteilungBerufserziehung und Betriebs- fühvung" der DAF. setzte gestern (imBurghof") die VortragsreiheGegenwarts- und Zukunfts­fragen der deutschen Wirtschaft" fort. Nach der Eröffnung durch Abteilungsleiter Müller sprach Dr. Strathus (Berlin) über das Thema: Grundsätze und Aufgaben staatlicher Wirtschafts­lenkung". Der Redner stellte voraus, daß die Wirt- schastslenkuna sich als Notwendigkeit erwiesen habe, da das bisherige Wirtschaftssystem liberalistischer Prägung, versagte. Das bedeute nun nicht, daß alles gelenkt werden müsse, was Wirtschaft heiße! Staat­liche Wirtschaftslenkung dürfe nicht zur Planwirt­schaft werden. Nationalsozialistisches Bestreben sei es, mit geringsten Lenkungsmaßnahmen das Größte zu erreichen. Der eigenen Initiative dürfe dabei niemals die Kraft genommen werden. Der Satz: die Wirtschaft müsse sich selbst überlassen werden", habe keine Geltung mehr. Zwar habe sich in Jahr­zehnten vor hem Kriege d-ie Wirtschaft selbst regeln können, Krisen seien zu Zeiten kraftvoller Entwick­lung der Wirtschaft wenig zu spüren gewesen, eine Stabilität sei aber auch damals nicht gewährleistet gewesen. Nach dem Kriege habe dasfreie Spiel der Kräfte" gar gründlich Schiffbruch erlitten, der Preis sei nicht mehr Regulator gewesen, sondern sei Manipulationen unterworfen worden, der Zins habe seine Steuerungskraft für die Wirtschaft ver­loren und noch andere Elemente der Wirtschafts­steuerung seien bedeutungslos geworden.

Demgegenüber sei ein neues Generalrezept für die Steuerung der Wirtschaft aber auch noch nicht entdeckt, sei vielleicht auch nicht nötig. Die national­sozialistische Wirtschaftsführung habe instinktiv rich­tig gehandelt. Für die deutsche Wirtschaft sei es wichtig, die erreichte Vollbeschäftigung zu stabili­sieren, Reibungs- und Kräfteverluste zu vermeiden.

der Gefahr einer Derbürokratisierung der Wirtschaft aus dem Wege zu gehen und kräftig den frischen Wind einer gesunden Konkurrenz wehen zu lassen.

Deutschland sei in der neuen Wirtschaftsform an­deren Ländern bereits weit voraus. Die Form der Preispolitik habe dabei stets im Mittelpunkt ge­standen. Der Spekulation wurde der Boden ent­zogen.

In feinen weiteren Darlegungen wandte sich der Redner den neuen Formen des Kapitaleinsatzes zu und besprach insbesondere die anregende Finanz- gebahrung des Reiches durch Kreditausweitung, durch finanztechnische und kreditwirtschaftliche Maß­nahmen. Er betonte aber dabei, daß es vom Staat nicht gewollt sei, den Geld- und Kapitalmarkt zu beherrschen. In Fortführung der Gedanken über den Kapitaleinsatz sprach der Vortragende sodann über dietotale Jnvestitionsplanung" als einen Kern­punkt der Wirtschaftslenkung und ließ an Hand von Zahlenmaterial die hohe Bedeutung einer Jnoesti- tionsplanung für die deutsche Volkswirtschaft er­kennen. Er betonte, daß gerade durch eine sorg­fältige Jnvestitionsplanung Rückschläge vermieden werden könnten und eine Atmosphäre der Beruhi­gung, eine Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Verhältnisse, Platz greife.

Abschließend bemerkte der Redner, daß das ge­samte Problem der Wirtschastslenkung noch Neuland sei, durch das noch keine bequemen Straßen führten. Die hier erwachsenen Aufgaben seien groß und schwer, groß sei aber auch das Verantwortungs­bewußtsein im Reichswirtschaftsministerium.

Der Vortrag wurde mit größter Aufmerksamkeit verfolgt. Abteilungsleiter Müller schloß den Abend.

Aus der engeren Heimat.

Gemeinderatssihung in Schotten.

c. Schotten, 2. März. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden die neuberufenen Rats- Herren, Otto Heil, Heinrich Kromm VI. und Heinrich Rebscher in ihr Amt eingeführt. Der Bürgermeister begrüßte und beglückwünschte sie und wies auf ihre bedeutungsvolle Aufgabe hin, die dauernde Fühlung der Verwaltung mit allen Schichten der Bürgerschaft zu sichern, den Bürgermeister eigenverantwortlich zu beraten und den Maßnahmen der Stadtverwaltung in der Bevölkerung Verständnis zu verschaffen. In feierlicher Form erfolgte die Vereidigung und Heber- reichung der Ernennungsurkunden. Ortsgruppen­leiter Zeschky richtete für die Partei Begrüßungs- löorte und Wünsche an die neuen Ratsherren, in deren Auftrag Ratsherr Otto Heil in trefflichen Worten dankte und tatkräftige Mitarbeit in der Ge­meindeverwaltung zusicherte.

Der Bürgermeister gab alsdann über die Finanz­lage der Stadl eine eingehende Uebersicht und be­richtete über einen günstigen Abschluß der 1937er Stadtrechnung, die in Kürze vorgelegt wird und die Grundlage für den neuen, bald zur Vorlage gelan­genden 1939er Gemeindevoranschlag bildet.

Auch der Haushalt für das laufende Rech­nungsjahr 1938 bietet dank einer vorsichtigen Wirtschaft ein günstiges Bild, lieber den Stand des Krankenhauses, seine Rechnung und dauernde gute Belegung wurde berichtet, desgleichen über die all­gemeine Vermögens- und Schuldenlage der Stadt.

Von den Vorhaben und Maßnahmen, die die Stadt in diesem Jahr durchführen will, seien erwähnt: eine allgemeine Verschönerungsaktion, Herrichtung verschiedener Plätze und Anlagen, die in Verbindung mit der Ortswaltung von KdF. geplant ist, Aufstel­lung von Bänken, Freilegung von Fachwerkhäusern, zu denen die Stadt Zuschüsse gibt. Die Straße um Rathaus und an der Kirche wird mit Kleinpflaster versehen, ferner noch ein anderes Stück Straße mit Kleinpflaster belegt, lieber Jbie Nidda dem Bahnhof gegenüber wird eine Brücke geführt. Die Siedlung an der Laubacher Straße wird weiter betrieben und eine Reihe Siedlungsbauten dort errichtet. Hierfür muß eine Straße nach der Badeanstalt neu erbaut werden, desgleichen ein Stück Wasserleitung und Kanalisation. Das Rathaus, der stolze Fachwerkbau, die Zierde der Stadt, soll einen neuen Anstrich erhal­ten. Für das HJ.-Heim wird wie in den Vorjahren ein weiterer Betrag von 2000, RM. zurückgestellt. Mit den vielen sonstigen Projekten, Feldbereinigung, Schaffung von Bauernhofreiten, Sport- und Schwimmbadanlage u. dgl. m. wird sich der Ge­meinderat noch besonders befassen müssen. Eine Reihe von Fragen wurde noch besprochen und die Sitzung mit einem Treugelöbnis für den Führer geschlossen.

Schwerer Derkehrsunfall in Grünberg

12jahriger Junge verunglückt.

+ Grünberg, 3. März. Am Freitagnachnüt- iag gegen 16 Uhr ereignete sich hier ein Ver- kehrsunfall. Auf der Alsfelder Straße wurde gleich nach, der Kurve am Stadtausgang ein Rad­fahrer, der 12jährige Hermann Porth von hier, von einem Alsfelder Bierauto beim Ueberholen so unglücklich getroffen, daß er mit seinem Rade vor das rechte Hinterrad des Autos zu liegen kam. Durch sofortiges Halten des Lastautos wurde der Junge nicht überfahren, sondern nur etwas geschleift. Der bedauernswerte Junge wurde dabei verletzt und mußte durch die Frelwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Gießen in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Nach ärztlicher Unter­suchung mußte ein Beckenbruch, eine innere Verletzung und eine Gehirnerschütte­rung festgestellt werden. Die polizeilichen Ermitt­lungen über die Schuldfrage wurden sofort aufge­nommen.

Wieder zwei jüdische Steuerbetrüger.

LPD. D a r m st a d t, 2. März. Der Jude L ü b in Griesheim wurde durch Unterwerfungsverhandlung vom Finanzamt Darmstadt-Lattd wegen Umsatz-,

Einkommen- und Gewerbesteuerhinterziehung mit einer Geldstrafe von 22000 Mark belegt.

LPD. Frankfurt a. M., 2. März. Der Jude Dr. Salomon Adler in Frankfurt a. M. wurde wegen Hinterziehung der Einkommensteuer mit 800 Mark Geldstrafe bestraft.

Das schwere DerkehrSunglück

in Frankfurt.

Lpd. Frankfurt a. M., 3. März. Das Ver­kehrsunglück in der Kronprinzenstraße, über das wir gestern bereits beridjteien, hat zwei Todesopfer gefordert. Bei den tödlich Verunglückten handelt es sich um den 28jährigen Erich G o e d i ck e aus Chemnitz, der das Motorrad steuerte, und feinen Beifahrer, den 24jährigen Ludwig Weiß aus Frankfurt a. M.

lieber den Hergang des Unglücks teilt uns die Verkehrspolizei noch mit: Das 'Motorrad fuhr aus Richtung Schauspielhaus durch die Kronprinzen­straße nach dem Hauptbahnhof. An der Haltestelle Ecke Weserstraße mußte der Motorradfahrer stop­pen, weil hier ein Zug der Straßenbahn hielt. Als die Straßenbahn weiterfuhr, konnte sie der Motor­radfahrer zunächst nicht überholen, weil hinterein­ander drei Autos parkten. Kurz vor der Einmün­dung der Elbe- in die Kronprinzenstraße gelang es dem Motorradfahrer, an dem Straßenbahnzug vor­beizukommen. Unglücklicherweise streifte er dabei einen dort haltenden Kraftwagen. Dadurch, geriet die Maschine ins Schleudern und direkt vor den in Richtung Hauptbahnhof fahrenden Straßenbahnzug. Gleichzeitig kam aus der entgegengesetzten Richtung ein Straßenbahnzug, der nach dem Schauspielhaus zu fuhr. Das Motorrad geriet zwischen die beiden Straßenbahnzüge und wurde zertrümmert. Als kurz darauf die Straßenbahnen hielten, lag das Motor­rad hinter dem Anhänger des in Richtung Schau­spielhaus fahrenden Zuges, der Beiwagen in Höhe des Triebwagens. Der Motorradfahrer Goedickc war auf der Stelle getötet worden. Weiß, der im Beiwagen saß, wurde in bewußtlosem Zustand ab­transportiert und starb kurz darauf. Die beiden Wagenführer der Straßenbahn trifft an dem Un­fall keine Schuld.

Ein gewerbsmäßiger Abireiber.

Es bleibl bei acht Zähren Zuchthaus.

LPD. Hanau a. M., 3. März. Wegen gewerbs­mäßiger Abtreibung ist im Dezember vorigen Jahres vom Schwurgericht der zuletzt in Büdesheim (Oberhessen) tätig gewesene 42jährige Dr. Otto Kon­rad Schmelzer zu achtJahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Die von ihm eingelegte Revision ist in dem Beschlußoer­fahren des Reichsgerichts als völlig unbegründet ab­gewiesen worden.

Kreis Büdingen

00 Klein - Linden, 2. März. Die Ge­meindegruppe Klein-Linden des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland hatte ihre Mitglieder und Freunde zu einer Versammlung in den Saal der Gastwirtschaft Zur Burg" eingeladen. Der örtliche Vertreter für den Dolksbund, Schuchard, richtete herzliche Be­grüßungsworte an die Teilnehmer, Studienrat 2 e y b o l d (Gießen) sprach sodann über das Thema Deutsche in aller Welt und ihre Leistungen". An Hand von Lichtbildern, die Studienrat Sch w a r z (Gießen) zeigte, konnte man den Fleiß und den zähen Aufbauwillen unserer Volksgenossen jenseits der heimatlichen Grenzen erkennen Ortsgruppen» leiter Dr. Crößmann sprach dem Redner Dank aus und wies noch einmal auf die Bedeutung des VDA. im neuen Deutschland hin Einige neue Mit­glieder wurden gewonnen. Die Veranstaltung war von Liedern, Gedichtvorträgen und Musikstücken der zweiten Klasse unserer Volksschule umrahmt.

* Alten-Buseck, 4. März. Der hiesige Alt- bürgtrmeifter Körber kann am heutigen Sams­tag, 4 März, in geistiger und körperlicher Frische seinen 9 4. Geburtstag feiern. (Wir beglück­wünschen.')

cZ Steinbach, 2. März. Der Obst- und Gartenbauverein veranstaltete einen Rund- gang durch die Baumstücke unserer Gemarkung. Obstbauinspektor R e n t s ch (Friedberg) erörterte an Beispielen, die die Obstbaumstücke boten, manche Frage des Obstbaues und zeigte eine Reihe von ab­stellbaren Fehlern auf. Das Ergebnis des Rund- ganges ließ erkennen, daß in unserer Gemarkung schon manches für den Obstbau geschehen ist. daß aber auch noch einiges zu tun übrig bleibt. In einer Schlußbesprechung faßte der Rundgangsleiter noch einmal alle Beobachtungen zusammen.

* Garbenteich, 2. März. Der Gesangver- einFrohsinn" hielt in seinem Vereinslokal Zum weißen Roß" sein 61. Stiftungsfest ab. Der- emsführer Wahl sprach einleitend über die hohen kulturellen Werte, die im deutschen Lied verankert liegen. Er gedachte des Führers und der großen Ereignisse des Jahres 1938. Die im Laufe des Abends vorgetragenen Chore ließen erkennen, daß der Chor des Vereins sich in seinen Leistungen auf beachtlicher Höhe bewegt und in Ehrenchormeister Harnisch (Steinberg), einen ausgezeichneten Di­rigenten hat. Im Verlaufe des Abends gelangte auch ein Volksstück zur Aufführung. Die Kapelle Schäfer (Garbenteich) sorgte für ausgezeichnete Unterhaltungsmusik.

<£ Leihgestern, 2. März. Die bäuer­liche Bezugs - und Absatzgenosse nsch a f t hielt ihre ordentliche Hauptversammlung im Löwen" ab. Nach der Begrüßung der zahlreichen Genossenschaftler durch den Vorsitzenden des Auf­sichtsrats, Wilhelm Jung V., hielt Dr. Hahn von der Pflanzenschutzstelle einen Vortrag über den Kartoffelkäfer. Die Vorbeugungs- und Bekämpfungs­maßnahmen gegen diesen immer weiter vordringen- den Schädling führte er den Anwesenden im Film vor. Hierauf trug Direktor Otto Heß den Jahres­bericht vor, dem zu entnehmen war, daß die Ge­nossenschaft sich in ansteigender Linie bewegt. Eine Dämpfanlage ist im vorigen Jahre neu erworben worden. An Weizen wurde durch die Genossenschaft 2506 Zentner abgeliefert. Der Mitgliederstand be­trug am Jahresende 1938 246 Genossen. Die Jahresbilanz, vom Rechner Heinrich Sern vor­getragen, ergab in den beiden Verteilungsstellen und dem Lager einen Gesamtumsatz von 120 561,05 RM., und damit ein Mehr gegen das Vorfahr von 2000 RM. An Rückvergütung wurden durch die beiden Verteilungsstellen 1650 RM. gezahlt. Dem Rechner wurde für seine gewissenhafte Geschäfts­führung Dank abgestattet und ihm Entlastung er­teilt. Die Beschlußfassung über die Gewinnverteilung erfolgte gemäß dem Vorschlag des Vorstandes, der je die Hälfte zum Reservefonds und zur Betriebs­rücklage überwies. Der Revisionsbericht, vom Vor­sitzenden des Aufsichtsrats vorgetragen, gab zu Be­anstandungen keinen Anlaß. Die ausfcheidenden Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt, mit Ausnahme des Otto Wagner I., der gebeten hatte, von seiner Wiederwahl abzusehen. Ein gemüt­liches Beisammensein schloß sich an.

s. Lang-Göns, 4. März. Am nächsten Mon­tag, 6. März, kann Frau Anna Elisabeth B e p p - ler ihren 8 2. Geburtstag feiern. Frau B e p p l e r, die immer gesund und schaffensfreudig war, ist zur Zeit an der Grippe erkrankt. Wir wün­schen baldige Genesung und viel Glück im neuen Lebensjahre.

# Allendorf (L a h n), 2. März. Der hiesige Landwirtschaftliche Konsumverein hatte in die Wirtschaft Hörr zur Jahreshauptver­sammlung eingeladen. Der Aufsichtsratsvorsitzende, Fr. L u h, eröffnete die Versammlung. Der im ver­gangenen Jahre verstorbenen Mitglieder Karl Euler und Artur Kurmann wurde in wür­diger Weise gedacht. Den Geschäftsbericht erstattete sodann der Rechner Steinmüller. Die Bilanz schließt in Aktiven und Passiven mit 7962,07 RM., und die Gewinn- und Verlustrechnung in Aufwen­dungen und Erträgen mit je 2882,59 RM. ab. Der Bruttogewinn aus dem Warenverkehr belief sich auf 2682,59 RM. Der Geschäftsbericht wurde von der Versammlung gutgeheißen. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Für das aus­scheidende Vorstandsmitglied Heinrich Heep wurde Ludwig Weiß V. in den Vorstand berufen. Für das ausscheidende Aufsichtsratsmitglied Karl Becker und das verstorbene Mitglied Arthur K u r m a n n wurden Karl Henkelmann und Ludwig Sten- g e I in den Aussichtsrat berufen. Im weiteren Ver­lauf der Versammlung wurde die Umbenennung des Vereins beschlossen. Der Verein firmiert in Zukunft als Warengenossenschaft. Der Reingewinn des vergangenen Geschäftsjahres wurde dem Re­servefonds zugeschrieben. In lebhafter Aussprache wurde die Durchführung der Feier des 50jährigen Bestehens im nächsten Jahre erörtert. Direktor Hch. Rees richtete zum Schluß den Avpell an die Mit­glieder, der Genossenschaft auch in Zukunft die Treue zu halten.

T Dorf-Gill, 1. März. In unserem Ge­meindesaale fanden mehrere Veranstaltungen statt, die sehr zahlreich besucht waren. Unsere Krieger- kameradschaft hielt ihren Jahresappell ab. Sieben Kameraden, die 40 und mehr Jahre dem Verein angehörten, konnten Führer - Bilder, mit einem Dankschreiben des Reichskriegerführers Reinhard überreicht werden. Anschließend wur­den durch den Kameradschaftsführer Jung zwei Filme norgeführt, die sehr beifällig aufgenommen wurden. Vorgestern abend veranstaltete unser G e - fangoereinHeiterkeit" einen Liederabend m Gunsten bes Winterhilfswerkes. Auch die Kapelle schäker (Garbenteich) verschönerte den Abend durch den Vortrag mehrerer Musikstücke. Rund ^0 Mark konnten dem W H W. zur Verfügung ge­stellt werden. Der Zellenwalter der NSV. sprach allen Mitwirkenden Dank aus.

ooEberstadt,2. März. Der hiesige Gesang­vereinL i e d e r k r a n z" hatte seine Mitglieder mr Generalversammlung in das GasthausZum Wer" eingeladen Nach der Begrüßung durch den Vereinssührer H. M ü Her und nach einem Chor­lied erstattete zunächst Rechner Alles den Kassen­bericht, der mit einem Ueberschuk abschloß. Der Tätigkeitsbericht zeugte von reger Arbeit im ver- aangenen Jahr und von wertvoller Leitung des Chores d'u-ch Lehrer Andres. Im weiteren Ver­laut der Versammluna zeichnete der Chrenpräsibent Afthiirgermeister Gärlach, die Sänger August ^eHina. Ernst Knorr, Hermann Heim, 'v;*nrb Weisel, Hermann Engel, Heinrich Müller und Wilhelm D ü r i n a e r mit dem sil- hern-n Ehrenr"ichen für regelmäßigen Singstunden­besuch au<;. Mit einem Lied sand die Versammluna ihren Abschluß Eine Familienfeier, bei der noch manche^ Lied aefunge wurde, schloß sich an. Auch an humorvoller Unterhaltimg fehlte es nicht

(T) Nonnerot h, 2 März. Um den Stand der Einsatzbereitschaft der hiesigen Selbstschutzkräfte im zivilen Luftschutz sestmstell-m land unter Leitung des (Bemeinbegrunoemührers Meckel unb d'y Ausbildungsleiters Hild eine Luktichutnibung statt. Der Hebung folgte im Beisein aller tätig ge­

wesenen Selbstschutzkräfte eine Besprechung im Sit­zungssaal der alten Schule. Gemeindegruppenführer Meckel würdigte Haltung und Tätigkeit aller an der Hebung Beteiligten und fand Worte besonderer Anerkennung für den hohen Stand der Luftschutz­ausrüstung der Untergruppe Nonnenroth. Dank der verständnisvollen Leitung des Luftschutzes durch Bürgermeister Koch ist der Selbstschutz im Besitz von zehn Gasschutzanzügen und zehn Luftschutz­helmen, außerdem hat jeder der drei Blocks eine neue Bahre und jeder der Luftschutzkeller eine Luft­schutzapotheke mit Schienen für Arm- und Bein­brüche. Die benötigten Einstellspritzen stellen die privaten Besitzer zur Verfügung. Zum Schluß über­reichte Gemeindegruppenführer Meckel bem Unter» gruppenführer Ploch als Anerkennung für vor­bildliche Mitgliederwerbung und Organisationsarbeit die reich bebilderte Geschichte des Reichsluftschutz­bundesFünf Jahre Reichsluftschutzbund". Ein kameradschaftliches Beisammensein schloß sich der ge­lungenen Hebung an

+ Grünberg, 2. März. Am Mittwochnachmit­tag fand hier imRappen" eine gut besuchte Handwerkeroersammlung statt, die von Kreishandwerksmeister Stühler (Gießen) geleitet wurde. Herr Bouverat (Frankfurt) hielt einen aufklärenden Vortrag über das am 22. Dezember 1938 erlassene neue GesetzAltersversorgung des deutschen Handwerks". Das Interesse der Teilneh­mer zeigte sich auch in den zahlreichen Anfragen, die von dem Redner beantwortet wurden.

+ Grünberg, 3. März. Unter dem Vorsitz seines Direktors Konrad Trinkaus hielt der Viehversicherungsverein in der Wirt­schaft Böß seine Generalversammlung ab. Die Mit-

KrümenktSt

gliederzahl beträgt 58, die insgesamt 333 Stück Rindvieh im Werte von 74 920 Mark versichert haben. Vierteljährlich wird der Wert des Viehes durch Taxation neu festgestellt. Für beste Kühe soll über den Betrag von 400 Mark nicht hinausgegan­gen werden. Die vom Rechner Karl Schäfer vor- getragene Rechnung wies eine Einnahme von 1287,67 Mark und eine Ausgabe von 1536,84 Mark auf, so daß noch ein Betrag von 269,15 Mark zu decken verbleibt. Die zu deckenden Viehschäden be­trugen im abgelaufenen Jahre 1420 Mark, worin ein Betrag von 493 Mark aus dem Vorjahre ent­halten ist.'Beilltzer sind: Karl Werner, Gmrg Ful-> bat, Heinrich Werner II. unb Sebastian Riebmann.

*Queckborn, 2. März. Der Gesangverein I u g e n b t r e u e" trat bieser Tage mit einer größeren Winterveranstaltung an bie Oeffentlichkeit. Am Samstagabenb fanb im Saal bes Gastwirts Görnert ein Konzertabenb statt, ber sehr gut besucht war unb von Vereinsführer Bück eröffnet würbe. Unter ber Leitung von Chormeister Nico­lai (Großen-Buseck) brachte ber Chor im Laufe bes Abenbs manches Lieb zum Vortrag unb bewies gute Schulung. Die Darbietungen würben mit reichem Beifall ausgenommen. Den Höhepunkt bes Abenbs bilbeten zwei Aufführungen für Chor unb Orchester. Die Kreiskapelle trug durch einige musikalische Dar­bietungen zur weiteren Verschönerung des Abends bei.

Kreis Bübingen.

= Babenhausen I, 28. Febr. An ber hiesigen Volksschule, zu ber auch bie benachbarte Ge- meinbe Bellmuth gehört, kommen zu Ostern 11 Schüler (6 Knaben unb 5 Mäbchen) zur Ent­lassung. Die Zahl ber aufzunehmenden Schulrekruten steht noch nicht fest.

Q Babenhausen I, 3. März. Als ber Schreinermeister Heinrich Kämmerer von hier mit einem Sarg unterwegs war, ben er nach bem Nachbarorte Wippenbach bringen wollte, wurde er auf ber Lcmbstraße von einem Schlaganfall betroffen, ber feinen sofortigen Tob zur Folge hatte. Daburch würbe dieser Sargtransport zugleich zum letzten Lebensweg bes flei­ßigen Hanbwerkers. Unter allgemeiner Anteilnahme würbe er gestern zur letzten Ruhe bestattet.

ORunbfunfproaramm

Sonntag, 5. März.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Römisch - katholische Morgenfeier. Ansprache: Dr. Vogt, Kassel. 8.50: Deutsche Meister. Einlage:Gott wohnt nur in stolzen Herzen." 9.45: Dichter unserer Zeit. 10: Chorgesang. 10.30: Wie schön ist so ein Feiertag! Frohsinn auf. Schallplatten. 11.30: Albert Bauer, Bilbnis eines Dichters. 12.05: Musik am Mittag. 13: Das Mikrophon unterwegs. 13.15: Musik am Mittag (Fortsetzung). 14: Für unsere Kinder: Kasperlstunbe. 14.30: Uns gehört ber Sonntag! Ein

Auf der Zugend:

Die Zehnjährigen zu uns

Reigen sorgloser Melodien. 15.15: Volkstum und Heimat.Kampf um bie Heimaterbe." Hörfolge. 16: Nachmittagskonzert. Einlage 17 bis 17.10: Sportereignisse bes Sonntags. 18: Des Volkes Seele lebt in seiner Sprache. Hörfolge mit Musik. 18.30: Hochzeit machen... Sieh, bas'Gute liegt so nah! (Eine luftige Unferhaltungsstunbe. 19.30: Sport­spiegel bes Sonntags. 20: Nachrichten. 20.10: Richarb-Wagner-Konzert. In ber Pause:Aus ben Briefen Richarb Wagners." 22: Nachrichten. 22.20: Sportbericht. Boxmeisterschaften Gau 13 im Hippo- brom zu Frankfurt a.M.*22.30 bis 24: Unterhaltung unb Tanz.

THonfag, 6. März.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In ber Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Nur Kassel: Nachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für ben Garten unb bie Zimmerpflanzen. 10: Schulfunk. Kinber- lieberfingen, Lieberblatt 11. 10.30: NSDStB. und bie beutsche Hochschule. Deutsche Stubenten sehen England. 11.40: Ruf ins Land. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert 14: Nach­richten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch 16: Nach­mittagskonzert. Einlage 17 bis 1710: Neues für ben Bücherfreunb. 18: Hier spricht ber Jurist:Staats­angehörigkeit unb Reichsbürgerschaft". 18.10: fiebern biges Museum. 18.20: Auf gut deutsch. 18.30: Eulespiegel auf bem Dorfe. Ein fröhliches Stellbich- ein von länblichen Schelmen unb Käuzen. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher 20: Nachrichten. Grenzecho. 20.15: Stuttgart spielt auf. 22: Nachrichten. 22.20: Kamerab wo bist du? 22.35 bis 24: Nachtmusik unb Tanz.