4./5. Marz 1Q50
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)
Nr. 54 vierter Blaff
Wtz
■
i
=8 ES*
I
4
H -
x | |
. •'Ä- 1
wo;-!
JM
....../ ,i
i
4
HW
- ...............'
M
|
.'■ ' ' W -sJ
F t
* *w
Ä
r* ch
III
| %* ■ x:
■
aJb&
1-: :.♦
Ein Blick in den vorbildlichen Kassenraum der Handels- und Gewerbebank.
\w& As ;
Ein besonderer Raum im Tresor ist den Kunden-„Sases" gewidmet.
Ein Blick m einen Esfekten-Tresor.
MW Wi
Sie modernste Errungenschast der Sicherungstechnik: Das elektrisch geladene, gelenkige Sicherheitspendel.
handelt werden, die meist noch am gleichen Tage versandt werden.
Die Eisekten-Abteilungen beschäftigen sich insbesondere mit Börsenaufträgen zum An- und Berkaus.von Wertpapieren. Zu diesem Zweck wird von den größeren Geldinstituten zu den Börsen in Frankfurt a. M. und in Berlin eine ständige
Die Gießener Geldinstitute stellen für unsere heimische Wirtschaft Einrichtungen von großer Bedeutung dar. Die Abwicklung der Geldgeschäfte der Wirtschaft im Kleinen wie im Großen ist nicht denkbar ohne die Arbeit dieser Institute, die gerade jetzt im Dritten Reich mehr denn je im Dienste der Wirtschaft stehen, nicht Selbstzweck sind, sondern das
Aufbauwerk fördern. Viele Volksgenossen stehen im Dienst der Geldinstitute, wirken als Fachkräfte an verantwortungsvollen Posten, denn wo es um Geld geht, muß genau gearbeitet werden. Die Arbeit scheint dabei auf den ersten Blick und auf'den äußeren Eindruck hin Büroarbeit schlechthin zu sein — das ist sie auch —, sie hat aber ihren eigenen Rhythmus, ihre eigene Terminologie. Im Laufe eines Arbeitstages gilt es, eine Fülle der verschiedenartigsten Geschäftsvorgänge zu erledigen.
Wenn der Arbeitstag beginnt, dann muß die eingegangene Post schon vorliegen, so daß möglichst frühzeitig mit ihrer Bearbeitung begonnen werden kann. Die Post wird in der Posteingangsstelle zunächst sortiert, nach Wertsachen und gewöhnlichen Sendungen geordnet und, nachdem die Direktion Kenntnis von den Eingängen genommen hat, auf die einzelnen Abteilungen verteilt. Es gibt Banken, bei denen es Grundsatz ist, jeglichen Posteingang noch am gleichen Tage zu erledigen Diese rasche Erledigung geschieht in erster Linie im Interesse des Kunden.
Das Bankwesen unterscheidet innerhalb des Betriebes eine Reihe von Hauptabteilungen. Da gibt es die Kasse, die Korrespondenz, die Buchhaltung, die Wechsel-Abteilung, die Scheck-Abteilung, die Devisen- und Dokumenten-Abteilung, die Effekten- Abteilung, die Kupon- und Sortenkasse und das Sekretariat. Jede Abteilung hat ihre besonderen Aufgaben, und die Direktion sichert das Zusammenwirken.
Im K a s s e n v e r k e h r ist das Hauptbestreben wohl bei allen unseren hiesigen Geldinstituten darauf gerichtet, den Kunden schnell abzufertigen und ihm Wartezeit zu ersparen. Bei der Commerz- und Privatbank finden wir für diesen Zweck eine Registrierkasse vor, ähnlich der in Ladengeschäften, die alle Kassenvorgänge aufnimmt und schnellste Abfertigung ermöglicht. Die Kassenvorgänge werden sogleich in der Buchhaltung verarbeitet und im Konto des Kunden verbucht. Da sich der bargeld- lose Zahlungsverkehr in stetig ansteigender Richtung bewegt, müssen pro Tag viele hundert Schecks be-
drahtliche Verbindung aufrechterhalten. Die Aufträge gelangen dadurch noch am gleichen Tage des Eingangs an die Börse. Don dort werden dann auf gleichem Wege die neuesten Nachrichten über die Entwicklung der Kurse und die Stimmung an der Börse übernommen. Zu den Aufgaben der Effekten-Abteilung gehört auch die Beratung des Kunden über die zweckmäßige Anlage seiner Vermögenswerte.
Die wichtigste Abteilung des Instituts ist das Sekretariat. Es ist geradezu der Kopf des Betriebs. Vom Sekretariat aus werden z. B. sämtliche Kreditangelegenheiten behandelt, die eine sorgfältige Bearbeitung und Ueberwachung erfordern. Nach dem Reichsgesetz über das Kreditwesen sind die Ban-
’-m : -
Der Tresor wird immer nur in Anwesenheit zweier Beamten geöffnet. Die Tür ist 80 Zentner schwer.
ken heute veranlaßt, noch mehr als früher ihr Kreditgebaren zu handhaben. Das Gejetz fchreibt unter gewissen Voraussetzungen zwingend Die Vorlage der Bilanzen der kreditsuchen den Kundschaft vor. Die Bank muß aber auch aus sich heraus auf einer Prüfung der Bilanzen bestehen, weil sie als Verwalterin des ihr anvertrauten Geldes darauf achten muß, daß die Gelder möglichst ohne Risiko angelegt werden. Zu den Aufgaben des Sekretariats gehört ferner das Konsortialgeschäft (Zusammenschluß von Banken zu einem (größeren! Geschäft), die Neuemission von Anleihen, Kapitalerhöhungen von Aktiengesellschaften usw. Jede der Abteilungen hat also ihre speziellen Aufgaben.
Ein Arbeitstag bei Gießener Geldinstituten
Umschau in Tresoranlogen.
Selbstverständlich, daß in unseren Gießener Geldinstituten die zeitgemäßen Einrichtungen den Bedürfnissen der ungemein gesteigerten wirtschaftlichen Entfaltung entgegenkommen. Alle Institute haben für die Bedienung der Kunden große und modern eingerichtete Kassenräume zur Verfügung. Auch die universellen Buchungs- und Rechenmaschinen sind überall zu finden, und sie sind unentbehrliche Helfer im Geschäftsbetrieb geworden.
*
Ein solches Institut ist auch nicht denkbar ohne Tresoranlagen. Sie sind eine teure' (dabei nicht einmal wirtschaftliche), aber unbedingte Notwendigkeit. Werte, die der Bank übergeben werden, müssen oft über Jahr und Tag gesichert aufbewahrt werden können. Sie müssen vor jedem noch so raschen oder raffinierten Zugriff der gewiegtesten „Spezialisten" sicher sein. Und nach dem neuesten Stand der Sicherungstechnik sind sie es auch! Wir sahen die Tresore der Bezirkssparkasse, der Handelsund Gewerbebank und die großen über zwei Stockwerke ragenden Tresoranlagen der Commerz- und Privatbank. Diese Tresore sind Massen von Stahl und Beton. Sie sind auf großen Betonmengen funda- mentiert, und das Gewicht zählte, wenn es sich exakt feststellen ließe, nach Hunderten von Tonnen. Dabei stehen diese Tresore nur bedingt im Zusammenhang mit den Gebäuden, die sie bergen. Vielmehr befindet sich bei einigen Banken zwischen Tresor und Mauerwerk des Hauses ein Gang, der zu Nachtzeiten von einem Wächter begangen wird. Durch diese Anlage könnte sofort festgestellt werden, wenn der Tresor von außen her angegriffen würde. Die Hauptsicherungseinrichtungen sind aber an den
Tresortüren angebracht. Die Türen stehen zu Zeiten der Nacht oder an dienstfreien Tagen unter raffiniert ausgeklügelten elektrischen Sicherungsanlagen, die sofort wütenden Alarm schlagen, wenn bei eingeschaltetem Strom unbefugte Hände die Türen berühren oder gar mit Gewalt gegen sie vorgehen wollen. Der „letzte Schrei" auf diesem Gebiet ist das „A l a r m p e n d e l", ein überaus empfindliches und in mehreren Gelenken bewegliches Metallgerät, das wir in einem unserer Bilder zeigen. Jegliche Berührung beantwortet das Gerät mit einer Alarmierung im Haus und — bei der Polizei! Auch eine Temperaturerhöhung, wie sie zum Beispiel durch einen Schneidbrenner hervorgerusen würde, versetzt das Pendel in Aufregung und in Funktion. Eine Vorstellung von der Empfindlichkeit dieses Sicherungsgerätes kann man sich aber erst dann machen, wenn man hört, daß einmal in der Tresor- Anlage der Commerz- und Privat-Bank ein Nachtfalter, der sich dorthin verirrt hatte, mit dem Pendel karambolierte und dadurch die 'Alarmanlage auslöste. Diese Tatsache läßt daraus schließen, daß es selbst für den gewiegtesten Spezialisten ein aussichtsloses Beginnen ist, sich einer solchermaßen geschützten Tresoranlage mit Hoffnungen auf einen erfolgreichen Angriff auch nur nähern zu wollen. Die Güter der Kunden, die Werte der Bank liegen also sicher!
Die Türen der Tresore wiegen bis zu 80 Zentner. An manchem Tresor findet inan Doppeltüren und zwischen beiden noch ein Stahlgitter. Die Schlösser der Tresore sind Kunstwerke und Meisterstücke ihrer Art. Die Riegel, die durch die Schlösser bewegt wer-
(Ausnahmen (5J: Neuner, Gießener Anzeiger.)
*
iw -W
Vas Möchm Marie.
Noman von Walther üloepffer.
Copyright by Carl Äuncker Verlag,^ctlinWss
11. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Wir müssen umkehren!" rief Paula Gieseke, und .Holl nickte. Sie hielt mit ihren starken verarbeiteten .Händen Ruder und Großschot, und ihre Friesen- iaugen waren noch heller und blauer als sonst. Sie besaß eine dunkle Altstimme, die weithin über das Wasser schwang, und der Sturm riß ihre blonden chalblangen Haare waagerecht nach hinten.
„Ja, kehren wir um", pflichtete Holl bei und machte sich Vorwürfe, daß er der Urheber dieser '.Teufelsfahrt gewesen war. Maxie kauerte mit verängstigten Augen im Boot, von Flottfein war nicht mehr die Rede. Die Lage war nicht ungefährlich, idas Schiff tanzte, ritt auf den Wellen, sank in ldunkelgrün gläserne Täler.
Plötzlich schrie das Mädchen:
„Was hak der Bub?!" -
Das Mannderl war schneeweiß im Gesicht, schlang den einen Arm um den Mast und erbrach sich. !Jhm war schon die ganze Zeit her nicht gut gewiesen, und nun rebellierte eben der Magen.
Paula warf einen bestürzten Blick auf den Knaben und hatte ein paar Sekunden lang nicht acht «auf Ruder und Segel. Schon war das Unglück [fertig. Es geschah alles so schnell, daß sie später 'Mühe hatte, sich zu erinnern. Die „Liefet II", eben mach hoch auf einem Wellenberg, machte einen Ihastigen Satz in die Tiefe, legte sich auf die Seite, «die Mastspitze berührte das Wasser, und dann stram- ppelten vier Menschen ums nackte Leben.
Paula tauchte dem sinkenden Buben nach Holl hielt Umschau nach Maxie, die bereits dem Ufer zu- sschwamm, das zum Glück nur einige hundert Meter «entfernt war.
„Kannst du dich halten?" schrie er.
„Jawohl", schrie sie zurück. Er hatte Sorgen ■Degen des Vorfalls damals am Lido, aber das Mädchen griff ganz wacker aus. Holl bekam den Mund voll Wasser, spuckte und sah die Segellehrerm mit dem Reimar-Dieter auftauchen. Er schwamm Liu die beiden zu, nachdem er den treibenden Ret
tungsring aufgefischt hatte, und half Paula das Kind nach dem umgekippten Boot bringen.
„Geht das nicht unter?"
„Nein. Hat Schotten. Wir müssen den Bub fest- binden. Er ist mir zu schwer. Mannderl, armer Bub, hast du viel Wasser schlucken müssen?"
„Laß nur, Paula; es geht schon wieder", klapperte das Mannderl mit den Zähnen und kämpfte gegen eine Ohnmacht.
„So, danke", sagte die Gieseke zu Holl. „Aber jetzt müssen Sie dem Fräulein nach, daß dem nichts passiert. Und dann gleich telephonieren", keuchte sie und zog sich an dem Boot in die Höhe.
„Können Sie sich solange halten?"
„Ja.- Aber machen Sie so schnell wie möglich."
Holl gab ihr zur Sicherheit noch einen weiteren Strick in die Hand, unentwegt Wasser tretend, und dann stieß er sich ab. In mächtigen Stößen arbeitete er sich Maxie nach. Es schien ihm, als ob der Sturm ein wenig nachließe und die Wellen kleiner würden. Kurz vor dem rettenden Ufer holte er Maxie ein.
„Na, geht's noch?"
Das Mädchen Maxie, erschöpft und ausgepumpt, gab keine Antwort und bewegte automatenhaft die Glieder. Aber bei Holls dröhnendem Anruf floß eine warme Glückswelle durch sie hin und verlieh ihr neue Kraft. Schorfchi ist da, das ist gut, jetzt form es nicht mehr schief gehen, dachte sie voll Erleichterung.
Sie wateten zusammen an den Strand, verschnauften eine kurze Weile, eilten durch einen park- ähnlichen Garten und läuteten an der dazugehörigen Villa Sturm. Ein erschrockenes Dienstmädchen wies ihnen ftumn\ den Apparat in der Diele. Holl verlangte die ,/Neue Post", fluchte, weil das ewig dauerte, und schrie alles Nötige in den Trichter. Dabei machte er einen kleinen See auf den schönen Läufer aus Turkestan und gestikulierte erregt mit den Händen. Dann stürmte er mit Maxie ohne viel Dank und Abschied hinaus und gewann die Aiphalt- chaussee, die am See entlang zwischen Landhäusern in den Ort führte. Bestürzte Leute blickten ihnen nach und riefen sich aufgeregte Worte zu. Maxies feuchter Segeldreß klebte beängstigend plastisch um ihre Formen und von geringelten Löckchen war nicht mehr die Spur.
„Schweinstrab, Maxie! Immer fest laufen, sonst gibt es Lungenentzündung", feuerte er sie an.
„Jetzt kann ich aber bald nicht mehr", jammerte sie.
„Nimm dich zusammen; wir müssen so schnell als möglich ins Hotel. Schon wegen deinem Pater, der in Sorge sein wird. Hoffentlich ist die Rettungsmannschaft inzwischen schon losgezittert. Es ist nur gut, daß die Paula den Korkring hat —"
„Laß mich ausschnaufen", stammelte sie außer Atem.
„Mein armer ,Bobs< hat Pech mit dem Wasser."
„Mich siehst du die nächsten fünf Jahre nur noch ii» der Badewanne", schwor sie.
Als sie endlich anlangten, klatschnaß und von allen Seiten umringt, lief Hegemann ganz außer Fassung seiner Tochter entgegen. \
„Was war denn los? Hast du dir wehgetan? Gott, sind das Sachen!"
„Mir fehlt gar nichts, Paps. Beruhige dich. Wir sind in eine Bö gekommen und das Boot ist gekentert. Ihr müßt sofort die Paula und den Buben holen. Herrgott, ist denn noch niemand weg?"
„Doch. Tinser. Mit einem Motorboot."
„Dann »ft es ja in Ordnung. Ich bin schrecklich müde und will mich gleich hinlegen", seufzte Maxie zwischen den beiden Herren und bekam eine wohltätige kleine Ohnmacht.
Als Tinser aus dem Büro der Geschäftsleitung trat, wo er über das Argentiniengeschäft Bericht abgestattet hatte, stieß er auf den Hausmeister, der im Flur eine schadhafte Glühbirne auswechselte. Gieseke war mit einer blauen Arbeitsschürze angetan und hemdärmelig.
„Fleißig, Herr Gieseke?"
„In so einem Betrieb gibt es immer zu tun. Ich denke, Sie sind mit Hegemann ins Seesham, Herr Baron?"
War ich auch. Hier bin ich bloß auf einen Sprung, dienstlich, verstehen Sie. Ich habe riesigen Dusel gehabt. Sie, das muß ich Ihnen erzählen. Vielleicht trinken wir ein Glas Wein zusammen in der Kantine, wenn es Ihre Zeit erlaubt?" Tin- !>r strahlte über das ganze Gesicht, wozu ihn das Ergebnis des heutigen Vormittags vollauf berechtigte. Sein Anzug, von einem der namhaftesten Wiener Schneider gebaut, strahlte mit.
Daß er den alten Hausmeister so familiär zum Wein einlud, hatte seine Gründe. Einmal besaß Tinser, seiner lebhaften Wesensart entsprechend, ein ziemlich reges Mitteilungsbedürfnis und dann war
Gieseke eben nicht der nächstbeste Hausmeister, sondern ein alter Mitarbeiter von Hegemann, eine Art Vertraucnsperson im Betrieb.
Gieseke war jetzt fertig, stieg mit der schadhaften Birne von der Leiter und sagte geschmeichelt:
„Ehrt mich sehr, Herr Baron. Zeit nehme ich mir eben. Aber in der Kantine ist der Wein nicht besonders gut. Ich weiß da in der Nähe ein kleines Beisel, wo es einen hervorragenden Tropfen Erlauer Burgunder gibt, Bißchen teuer, so'n Erlauer, aber dafür auch mit großem .E' geschrieben."
„Einverstanden. Wir nehmen meinen Wagen. Mensch, Gieseke, denken Sie mal an, ich habe das erste Geschäft hinter mir! Und was für ein Geschäft! Kommen Sie, wir wollen das begießen."
„Ich muß mich erst ein wenig zurechtmachen, Herr Baron."
„Ich warte unten solange. Da fällt mir etwas ein. Haben Sie nicht eine Tochter? So eine blonde zwischen fünfundzwanzig und dreißig?"
„Eine Tochter? Ich? Nein", stotterte Gieseke unsicher. Diese Unsicherheit siel Tinser natürlich auf. „Wie kommen der Herr Baron auf so etwas?" fragte Gieseke.
„Ich habe kürzlich ein Fräulein getroffen, das wie Sie heißt", erwiderte Tinser nachdenklich.
Der Hausmeister ging auf den Gesprächsstoff nicht weiter ein und murmelte, er wolle jetzt seinen Rock holen.
Als er dann neben Tinser in dem wunderschönen Wagen „Pourquoi pas“ saß und sich bequem in die Polster zurücklehnte, dachte er: Patente Leute, diese Oesterreicher; gar nicht stolz. Mit diesem Tinser hak der Chef einen guten Griff getan. Ich werde das gelegentlich mal anbringen.
Herr von Tinser hingegen, der in einer Art Glückseligkeit durch lauter rosarote Wolken steuerte und ein bißchen unvorschriftsmäßig um die Kurven brauste, dachte: der Himmel hat mir diesen Gieseke in den Weg geschickt. So viel Erfolg mag der Kuckuck bei sich behalten. Mit denen in der Direktion, mit diesen steifen Oelgötzen, kannst du ja nicht reden. Die wollen bloß Zahlen hören, andauernd Zahlen. Und wenn du astronomische Ziffern vor sie hinstellst, sie verziehen auch noch lange nicht die Visage. Kann übrigens gar nichts schaden, wenn ich den alten Gieseke ein bisserl hofiere. Der hat beim Alten einen schweren Stein im Brett.
(Fortsetzung folgt!)


