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Duhbacker Verkehrs- und Baufragen.

Lpd. Butzbach, 3. Febr. Der Bürgermeister der ötai)t Butzbach, Dr. Mörschel, hat in einer kleinen Denkschrift Vorschläge zur Lösung aller Verkehrs- und Baufragen dargelegt. Die hauptsächlichen Mängel liegen in der Bahn- h o f s a n l a g e, in der Führung der Reichs- straße 3, in der Behinderung des Ortsverkehrs und in der bisherigen fehlerhaften Orts­planung. Das Bebauungsgebiet wurde ^nicht nur gewaltsam getrennt, sondern der alte Stadt­kern von der übrigen Entwicklung völlig abgekap­selt. Seit Jahren plant Butzbach ein Sport­feld. Wegen des Lageplatzes kommt die Stadt zu keinem befriedigenden Ergebnis. Für ein Ehrenmal stehen die Pläne und Mittel längst bereit? es fehlt aber ein rechter Standort. Der Bau eines Gemeinschaftshauses kann ebenfalls wegen der unklaren Verhältnisse nicht begonnen werden. Aehnliche Schwierigkeiten liegen bei den Bauplänen für die Siedlung und die Jugend­herberge vor. Das Gemeinschaftshaus-Projekt, das mit einem Hitler-Jugend-Heim verbunden werden soll, wird besonders großzügig angefaßt. Butzbach erstrebt ein großes Feierhaus, das zu­gleich ein Haus der Partei, der Gliederungen und der Verbände, ein wahres Haus der Volksgemein­schaft ist. Der neue Plan geht von dem Gedanken aus, daß die Bahn nach Osten zu aus der Stadt herauZgenommen und die Verbindung der Reichsstraße 3 über das jetzige Bahngelände ge­führt werden soll. Die Verlegung der Bahn aus der Stadt ermögliche über das freiwerdende Bahn­gelände den kürzesten Weg für die Durchführung der Reichsftraße zu schaffen. Eine an der schmäl­

sten Stelle noch 50 Meter breite Straße leite tn einer Länge von 1 Kilometer den Verkehr durch die Stadt. Die neue Straße werde bei Kilometer 18 beginnen und in geradem Verlauf am Süd- ostausgang der Stadt auf die alte Straße stoßen. Mit dieser Straße erhalte Butzbach eine natürliche Verkehrsader, die den Weg für eine großzügige Planung eröffne. Die geplante Ortsumgehung für Kirch-Göns und Pohl-Göns könne durch diese Straße allerdings nicht erreicht werden. Sie müsse gesondert gebaut werden, was ohne Zusammen­hang mit Butzbach leicht möglich fei.

NaudübersoU in D.amz.

800 Mark erbeutet Der Täler bereits gefaßt.

LPD. Mainz, 3. Febr. In der Nacht zum Donnerstag gegen 24 Uhr wurde ein Raubüber­fall auf die diensttuende Telephonistin der Mainzer Autozentrale im Hause Kaiser- Wilhelm-Ring 18 verübt. Der Täter veranlaßte unter dem Vorwand, wegen seiner erkrankten Frau telephonieren zu wollen, die Telephonistin zum Oeffnen der verschlossenen Tür. In diesem Augen­blick hielt ihr der Räuber eine Schußwaffe ent­gegen und zwang sie, das Geld aus dem Kassen­schrank herauszugeben. Mit der Summe von 8 0 0 Mark in Silber verschwand er.

Die Mainzer Kriminalpolizei nahm unverzüglich die Ermittlungen auf. Der Verdacht richtete sich gegen den in Rüsselsheim beschäftigten Willi Daum, der mit den örtlichen Verhältnissen der Autozentrale vertraut war. Er wurde noch im Laute des Donnerstagnachmittag an feiner Arbeitsstelle verha ftet, leugnete aber die Tat. Er gab ledig­lich zu, einen Freund, dessen Namen er nicht genau kennen wollte, zu haben, auf den die Personen­

beschreibung des Räubers paffe. Ueberrafchend schnell gelang dann die Aufklärung des Raubüber­falls. Im Laufe des Donnerstagabends wurde der Freund, der in Rüsselsheim wohnhafte 24jährige Hermann Diegelmann, gleichfalls ver­haftet. Bei der Gegenüberstellung Diegelmanns mit der Ueberfaüenen gab der Verhaftete die Tat zu. Er erklärte dabei, daß Daum ihn zu der Tat angeftiftet habe und sich während der Ausführung auch in dem betreffenden Haufe aufgehalten habe. Im Besitz des Diegelmann wurde noch die Geld­tasche mit 72 Mark gefunden. Einen großen Teil des Geldes hatte er in Dirnenfreifen ausgegeben, nachdem er sich neu eingekleidet hatte. Eine der Geldrollen will er verloren haben.

Rundfunkprogramm

Sonntag, 5. Februar.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Römisch-katholische Morgenfeier. Ansprache: Prof. Dr. Köster, St. Geor­gen. 8.50: Aus der Geschichte einer Großmacht. 9: Deutsche Meister. Johann Sebastian, Bach. 9.40: Dichter unserer Zeit: Joachim von der Goltz:Stolz und Neigung". Aus dem Roman:Der Steinbruch". 10: Chorgesang. 10.30: Wie schön ist so ein Feier­tag! Frohsinn auf Schallplatten. 11: Der Kampf ums tägliche Brot. Eine Funkfolge von Norbert Bruchhäuser. 12: Musik am Mittag. 13: Das Mikro­fon unterwegs. 13.15: Musik am Mittag (Fort­setzung). 14: Unsere Kinderstunde für groß und klein. Allerlei rauh." Märchenspiel von Irmtraud Hugin. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorg­loser Melodien. 15.15: Volkstum und Heimat.Dorf­sonntag im Markgräflerland." 16: Nachmittagskon­

zert. Einlage 17 bis 17.10: Sporterekgnifse des Sonntags. 18:Geliebte Frau." Wesen und Werk großer Künstler, gespiegelt in ihren Briefen. 18.45: Operettenalbum. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. 19.40: Deutsche und Wehrmacht-Schimeisterschaften. Die Sieger. 20: Nachrichten. 20.10:Polenblut. Operette. 22: Nachrichten. 22.20: Bericht von den Endspielen um den Mister-G-Pokal im Tennis DeutschlandDänemark. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Montag. 6. Februar.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Nur Kassel: Nachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für den Garten und die Zimmer­pflanzen. 10: Schulfunk. Kinderliedersingen. Licder- blatt 10. 10.30: Der NSDStB. und die Technische Hochschule. Fragen über die Studienberatung für den Abiturienten. 11.30: Ruf ins Land. 12: Schloß­konzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert IL 14: Nachrichten. 14.15: Lustiges Kunterbunt. 15: Für unsere Kinder: Fröhliches Basteln für unsere Fastnachtseinladung. 15.30: Politischer Scheinwerfer. 15.46: Leistungsbilanz der deutschen Wirtschaft 1938. 16: Nachmittagskonzert. Einlage 17 bis 17.10: Das Mikrofon unterwegs. 18: Hier spricht der Jurist: Wie und wann stellt man einen Strafantrag? 18.10: Umleitung über A=Dorf. 18.30: Segen ist der Mühe Preis. Jdar-Obersteiner Edelsteinschleifer erzählen aus ihrem Leben. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.45: Von Leipzig: Um­schau am Abend. Querschnitt durch das Reichsmusik­schulungslager der HI. 20: Nachrichten, Grenzecho. 20.15: Stuttgart spielt auf. Karneval. 22: Nachrich­ten. 22.20: Marschmusik. 22.30: Kamerad, wo bist du? 22.45: Spätmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert.

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