waren, die im Jahre 1933 noch 12 v. H. der deutschen Gesamt e i n s u h r ausmacyten, im Iayre U37 nur noch 7,3 v. H. betragen, während der Anteil der Rohstofse von 32,5 v. 5). im Jahre 1933 auf 36,5 d. S). gestiegen ist. Umgekehrt wuchs der Anteil der Fertigwaren an der deutschen Ausfuhr von 75,1 im Jahre 1933 auf 81,2 o H im Fahre 1938 an. und in der gleichen Zeit sank der Anteil der Rohstoffe an der deutschen Ausfuhr von 10,6 auf 9,9 o. H.
Wie töricht die von ausländischen Kritikern des Bierjahresplans immer wieder voraebrachte Behauptung ist, wir wollten uns von Der Weltwirtschaft abschließen, beweisen — abgesehen von der ganz gegenteiligen Tendenz äußerster Ausfuhrsteiae- rung zum Zweck ausreichender Rohstoff- und Le- bensmlttelbeschaffung — am besten die soeben veröffentlichten Zahlen über die Entwicklung des deutschen Außenhandels im Jahre 1938. Danach ist unser« Gesamteinfuhr mit 5449,3 Millionen Mark im Altreich um 1,4 o. H. gegenüber 1937 gestiegen, während die Ausfuhr mit 5256,1 Millionen Mark um 9,2 v. $). geringer lag als 1937. Deutschlands Anteil am Welthandelsurnsatz ist von 9,4 v. H. im ersten Vierteljahr 1937 auf 11,5 v. H. im dritten Vierteljahr 1938 gestiegen, bewegt sich also in auf- steigender Linie, was man keineswegs von allen Ländern sagen kann, aus denen immer wieder Kritik an unseren handelspolitischen Methoden laut wird. Der Führer hat diesen Kritikern mit Recht entgegenA»h«lt^n, daß wir ja niemanden zwängen, mit uns Handel zu treiben, die Bereitwilligkeit, mit der so viele Länder auf den von uns notgedrungen zur Grundlage unserer Außenhandelswirtschaft gemachten Gütertauschoerkehr eingegangen find, ist wohl der beste Beweis dafür, daß auch sie dabei auf ihre Kosten kommen und aus der wachsenden gegenseitigen Verflechtung sich ergänzender Volkswirtschaften auch ihrerseits beträchtlichen Nutzen ziehen. Die krisenfeste Wirtschaft eines 80- Millionen-Volkes kann eben nicht ihre Anziehungskraft auf die Rohstoff- und Agrarländer verfehlen, trotz aller Bemühungen der Konkurrenz, Deutschlands mit durchaus berechtigten und maßvollen Mitteln erworbenen Anteil am Weltmarkt zu beschneiden.
Angesichts der desonders hemmungslosen und niederträchtigen Hetze, die der Präsident Roosevelt und die jüdischen Hintermänner des Weißen Hauses in den Vereinigten Staaten gegen uns entfalten, wobei auch die deutschen Außenhandelsmethoden im Hinblick auf die schon erwähnte wachsende Bedeutung des deutschen Außenhandels mit den süd- und mittelamerikanischen Staaten in Grund und Boden kritisiert werden, ist es recht lehrreich, sich die Zahlen anzusehen, mit denen die Vereinigten Staaten als Lieferant der deutschen Wirtschaft in der deutschen Außenhandelsstattstik des Jahres 1938 auftreten konnten. Es ergibt sich, daß wir für 122,7 Millionen Mark mehr Waren aus den Vereinigten Staaten bezogen als im Vorjahr, vor allem Mais, Weizen, Farbstoffe, Schmieröl und Schrott, während sich unsere Ausfuhr senkte, so daß also die Vereinigten Staaten aus dem Handelsverkehr mit Deutschland einen Ausfuhrüberschuß von 255,3 Millionen Mark gegen nur 73,1 Millionen Mark im Vorjahr buchen konnten. Man hat also drüben allen Anlaß, die Hetzkampagne nicht auf die Spitze zu treiben, denn wir können zwar sehr wohl unseren Bedarf auch anderswo decken, während zwar die Vereinigten Staaten zu den wenigen Ländern gehören, die 1938 mit einem Ausfuhrüberschuß abschlossen, aber diesen nur einer ganz außerordentlichen Drosselung der Einfuhr und dem jüngsten Währungsrückschlag zu verdanken haben. Da aber die Ausfuhrumsätze in den drei letzten Vierteljahren eine absinkende Tendenz zeigen, möchte man meinen, daß es vielleicht den am Handel mit Deutschland interessierten Kreisen nicht einerlei ist, ob sie einen Ausfuhrüberschuß von einer Viertelmilliarde Mark buchen können oder nicht. Von den 74,3 Millionen Mark, die im Jahre 1938 gegenüber 1937 zusätzlich für Einfuhr ausgegeben wurden, entfielen 53 Millionen auf Heber» fee, und zwar ausschließlich auf die Vereinigten Staaten, während nur 21,4 Millionen auf Europa kamen. Hier standen an der Spitze der Länder 'mit verstärkter Wahreneinfuhr nach Deutschland einmal Italien mit Obst, Küchengewächsen und Hanf, dann Polen mit Schweinen und Holz und schließlich Schweden mit Eisenerzen und Holz.
Daß man aber nicht in allen demokratischen Ländern mit ähnlicher Sturheit gegen die eigenen Interessen handelt und daß man mit dem nationalsozialistischen Deutschland auch auf wirtschaftspolitischem Gebiet sehr wohl auszukommen vermag, wenn man nur will, zeigt die soeben vollzogene Einigung der englischen und deutschen Kohlenindusttie über die Absatzmärkte und die Besprechungen deutscher und englischer Industrieller üoer ähnlich« Fragen wie der Besuch deutscher und französischer Kaliindustriel- l«r bei Reichswirtschaftsminister Funk. Deutschland will ganz gewiß keinen Handelskrieg, aber es muß bei seinen ihm durch die Lage aufgezwungenen und zu seiner und feiner Handelspartner Zufriedenheit arbeitenden Methoden bleiben, weil nur sie die äußerste Ausweitung der deutschen Ausfuhr gewährleisten, die wir brauchen, um die ohne ein eigenes koloniales wirtschaftliches Entwicklungs- Gebiet zu schmale Basis unserer Rohstoff- und Lebensmittelversorgung durch Einfuhr ergänzen zu können. „Deutsches Volk, exportiere oder stirb!" so hat der Führer unsere wirtschaftliche Zwangslage formuliert und er hat versichert, daß sich die ganze Arbeitskraft der nationalsozialistischen Volksgemein, schäft unter einer zu allem entschlossenen Führung in diesem Lebenskampf des deutschen Volkes einsetzen wird. Däs deutsche Volk^wird seinen Führer auch in diesem Ringen um seine wirtschaftlichen Lebensgrundlagen nicht enttäuschen.
Fr. W. Lange.
Zugoslowiens Mustrialisjenma
Belgrad, 3. Febr. (Europapreß.) Vor der neu gegründeten Agramer Gewerbe- und Industrie» fammer hielt der Handels- und Industrieminister K a b a l i n eine Rede über die Industriepolitik des Staates. Er führte dabei aus, daß Jugoslawien da- nach streben müsse, vom Ausland immer mehr un- abhängig zu werden. Bisher habe es landwirt- fcha ftliche Erzeugnisse und Rohstoffe ausgeführt und Fertigwaren eingc» führt. Anderen Ländern fielen dabei die bei der Verarbeitung dieser Rohstoffe erzielten Gewinne zu In Zukunft aber müsse öer Gewinn aus her Verarbeitung von Rohstoffen zu Fertig- ober Halbfertigfabrikaten der Industrie Iugo- slawiens zufallen. Jugoslawien weise jähr- lich einen Heberschuß von rund 250 000 Personen aus der Landwirtschaft aus, die in der Indu - strie untergebracht werden müßten. Die Jndustriealisierung werde keinesfalls um :eben Preis angestrebt, es müsse aber eine gesunde Grundlage für die heimischen Rohstoffquellen und für
Veränderungen in der Luftwaffe
Berlin, 3. Jebr. (DJIB.) Der Führer hat auf Borschlag des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe mit Wirkung vom 1. Februar 1939 organisatorische Veränderungen innerhalb der Luftwasfe genehmigt, die durch schärfste koazenlra- (io n alter Kräfte einen weiteren entscheidenden Fortschritt für den Aufbau der Luftwaffe bedeuten. 3m Zuge dieser Veränderungen werden die Luftflottenkommandos 1,2 und 3 neu gebildet. 3hre Befehlshaber führen die Dienstbezeichnung Chef der Luftflotte 1 und Befehlshaber 0 ff. Lhef der Luftflotte 2 und Befehlshaber Rord, Lhef der Luftflotte 3 und Befehlshaber W e ft Die bisherigen Luftwaffengruppenkommandos entfallen. 3m RLN. sind als die wesentlichsten Beränderungen die Ernennung des Staatssekretärs der Luftfahrt zum Gene- r a t i nf p e k t e u r der Luftwaffe, eine wesentliche Erweiterung der Befugnisse der Dienststelle des Lhefs der Luftwehr, die Schaffung der Dienststelle des Lhefs des Ausbildungs- wesens, des Generalluftzeugmeisters und einer Luftwaffenkommission hervorzuheben. Ferner erfolgte die Ernennung von Gen e- raten der Luftwaffe bei den Oberkommandos tfre s Heeres und der Kriegsmarine. Alle diese Maßnahmen bienen zur Bestärkung der Llnsahbereit'chafl und Schlagkraft der deut'chen Luftwaffe und insbesondere ihrer weiteren personellen und materiellen Bermehrung.
Ls werden ernannt: Generaloberst Milch,
Staatssekretär der Luftfahrt, unter Bcibehatt dieser Stellung zum Generalinspekteur der Luftwaffe; General der Flieger Stumpfs zum Lhef der Luftwehr: General der Flieger Kesselring zum Lhef der Luftflotte 1 und Befehlshaber Ost: General der Flieger F e l m y zum Lhef der Luftflotte 2 und Befehlshaber Nord; General der Flieger Sperrte zum Lhef der Luftflotte 3 und Befehlshaber West: General der Flakartillerie Rüdel zum Präsidenten der Luft- waflenkommlssion; Generalleutnant Kühl zum Lhef des Ausbildungswesens: Generalleutnant Adel zum Generalluftzeugmeister: Generalmajor Loeb zum Amtschef im Reichstustfahrtministerium: Generalmajor Kastner wird mit der Wahrnehmung der Geschäfte eines Amtschefs im Reichsluft- fahrtministeriurn beauftragt; Generalmajor B o - gatfch zum General der Luftwaffe beim Oberkommando des Heeres; Generalmajor Rikter zum General der Luftwaffe beim Oberkommando der Kriegsmarine: Oberst 3efchonnek zum Lhef des Generalstabes der Luftwaffe; Generalleutnant wimmer mm Kommandierenden General der Luftwaffe in Ostpreußen; Generalleutnant Keller unter Beibehalt des Ranges eines Kommandierenden Generals zum Kommandeur der FllegerdlR ion 4; General Ritter von ©reim zum Kommandeur der Fllegerdlvljon 5; Generalmajor Loerzer zum Kommandeur der Fliegerdivision 2; (öeneralmilor Deizloch zum Kommandeur der Fliegerdivifon ö; Oberff puhler zum Kommandeur der Fliegerdivifon 3.
Äeutsch'ands größtes Siedlllngsbauvorhaben.
Ruvoif Heß vollrieht in Dortmund d?n ersten Spatenstich.
Dortmund, 3. Febr. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, weilte in Dortmund, um den Grundstein zu einer großzügigen Siedlung für di« arbeitende Bevölkerung zu legen. Das Werk verdankt seine Entstehung der Initiative des Kreisleiters des Kreises Dortmund und der tatkräftigen Hnterftützung durch Rudolf Heß. Die Siedlung, die das größte Bauvorhaben dieser Art in Deutschland werden dürfte, wird nach ihrer Fertigstellung einen völlig neuen Stadtteil, die Dortmunder Mittel st a d t, bilden und Zehntausenden von schaffenden Volksgenossen würdige Heimstätten in landwirtschaftlich bevorzugter Lage zu erschwinglichen Mietpreisen geben. Für den ersten Bauabschnitt, der sofort in Angriff genommen wird und den Wohnbedarf der Halbmillionenstadt bis zum Jahre 1943 decken soll, ist die Errichtung von 4500 Eigenheim» und Siedlerstellen für mehr als 20 000 Menschen vorgesehen.
Auf der Fahrt zum Baugelände bereitet« die Bevölkerung dem Stellvertreter des Führers einen begeisterten Empfang. Gauleiter Josef Wagner begrüßte auf der Baustelle den Stellvertreter des Führers und sagte dann, Dortmund habe in der vergangenen schweren Zeit als bedeutendste Stadt des rheinisch-westfälischen Industriegebietes besonders schwer gelitten. Am Herzen liege ihm, das Problem des gesunden und vernünftigen Wohnens für die schaffenden deutschen Menschen. Es gelte nicht nur, die aus der Vergangenheit übernommene Erbschaft zu liquidieren, sondern immer Neues und Besseres in Angriff zu nehmen. Natürlich könne nicht alles auf einmal gemeistert werden. Der Führer habe auf weite Sicht die Dinge besttmmt, die unser« Entwicklung gestalten sollen. Das Neue, das hier entstehe, entspreche wirklich nationalsozialistischem Geist. Das neue Werk werde verkünden, daß wir nicht nur gesprochen, sondern auch gehandelt haben.
Der Stellvertreter de« Führer« spricht.
Dann betrat Rudolf Heß die Rednertribüne und führte aus, mit dem ersten Spatenstich, den er heute in die traditionsreiche rote Erde Westfalens tun werde, beginne wiederum ein wahrhaft sozialistisches Werk, das Tausenden von deutschen Arbeiterfamilien nicht nur Wohnung geben, sondern eine würdige Heimstätte schaffen wolle, ein Werk, das in seiner Art eines der größten sei, dis bisher in Deutschland geschaffen wurden. Diese neue Stadt entstehe nicht aus dem Willen eines Industriezweiges, einer Kapitalgruppe, einer Stadt, einer Provinz, sondern nur aus dem Willen der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft. Sie werde damit zugleich Ausdruck des nationalsozialistischen Wollens und der sozialistischen Zielsetzung dieser neuen Volksgemeinschaft sein, zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Zehntausenden ihrer Angehörigen. Denn nur
das deutsche Volk in feiner sozialistischen Gemeinschaft könne auf die Dauer jedem einzelnen geben, was zu einer würdigen Lebensführung des Deutschen gehöre.
Weiter führte Rudolf Heß aus, wir gäben uns keinen Illusionen hinsichtlich dessen hin, was in absehbarer Zeit verwirklicht werden könne. In Anbetracht der unerhörten wirtschaftlichen und militärischen Notwendigkeiten werde vieles nur langsam geschehen können, aber daß dennoch Schritt um Schritt der Aufbau des deutschen Sozialismus vollzogen werde, dafür feien Beweis: .Kraft durch. Freude", „Schönheit der Arbeit", Hrlauberfchiffe, Erholungsbäder, Volkswagen ufw. Dafür fei aber auch Beweis der heuttge Beginn des Entstehens dieser Stadt des deutschen Sozialismus. So folgerichtig wie diese Stadt hier erbaut werde, so folge» richtig werde der Nationalsozialismus dem deutschen Volk feine Leb»nsqrundl-w"n erhalten und f»ch',rn.
Daran würden auch die Hetzer in westlichen und transozeanischen Demokratien nichts ändern, auch wenn deren Spekutatlons- und Waffengefchäfie darunter leiden sollten. Aus englischen und amerikanischen Blättern erfuhren wir, daß ein führender Politiker einer Demokratie jenseits des Großen Dosters d i e Grenzen seinesLandes nachFrank- reich oder gleich an den Rhein verlegt haben soll. Ls kommt dabei nicht ganz klar zum Ausdruck, ob diese Grenze vor oder hinter unserer Destbefestlgung gedacht ist. Gedacht Ist, denn wo sie wirklich HM, d"s wissen wir. D i e Festungszone Im Westen Ist unsere Grenze und nicht der Rhein. Sie Ist und bleibt unsere Grenze, mögen sich jenseits noch so viele Rationen, sei es in tönenden Reden, sei es tatsächlich, nlederlassent Das ist dann Angelegenheit Frankreichs! Unsere Grenze liegt jedenfalls fest: hinter sie wird kein fremder Soldat seinen Fuß sehen — mögen Engländer ober Amerikaner Ihre Grenzen verlegen, wohin sie wollen.
Besser als über fremde Grenzen zu verfügen, scheint es uns jedenfalls, es würde sich jeder führende Staatsmann in erster Linie um das Schicksal seines Staates und feines Volkes füm= * mern. Manche Völker haben es vielleicht in dieser Hinsicht durchaus nötiger. Wir deutschen Politiker können für uns in Anspruch nehmen, daß wir nach diesem Gesichtspunkt handeln. Es ist für uns eine größere Genugtuung, das Zeichen für produktive Arbeit im eigenen Volk zu geben, als gegen andere Völker zu Hetzen, und ich bin glücklich, daß ich heute auch hier die schönste Aufgabe' eines deutschen Politikers erfüllen kann, nämlich den Auftakt zu geben für neues Schaffen, aus dem für Taufende unseres Volkes kommen wird: Glück und Friede.
die Bedürfnisse der nationalen Verteidigung geschaffen werden.
Die Förderung von Kohle hat in den letzten Jahren einen starken Aufschwung erfahren. Das Jahr 1929 war mit 5,6 Millionen Tonnen ein Rekordjahr, während das schwächste Jahr 1937 war mit 4,3 Millionen Tonnen. Das Jahr 1938 übertraf mit einer Kohlenförderung von 5.7 Millionen Tonnen selbst das Rekordjahr 1929. Gegenüber, txm Jahr 1929 stieg die Kohlenförderung des Jahres 1938 um 33 v. H. In den staatlichen Kohlenbergwerken von Bosnien wurde die meiste Kohle gefördert.
10 Kilometer vor Gerona
Barcelonas. Febr. (DNB Funkspruch.) An der katalanischen Front wurde im Westabschnitt der Ort Prat de Lusanes an der Straße Berga — Dich erobert. Im Abschnitt Dich wurde das rechte Ufer des Ter - Flufses völlig gesäubert und besetzt. Der Ort Tabernola wurde genommen. Im Küstenabschnitt setzte das Legionärkorps nach der Besetzung von Llagostera an öer Hauptstraße den Dormarsch auf Gerona fort, der Ort Eassa de La Selva wurde genommen. 3n den Abendstunden befand sich die Dorhut weniger als zehn Kilometer vor Gerona, dessen Einnahme vielleicht schon Samstag erfolgen wird. An der Küste drang das Leg-ionär» korps bis unmittelbar vor den großen Küftenort San Feliu de Gurols vor'
_ Wie in Perpignan verlautet beherbergt das kleine L-tädtchen F i g u e r a , wohin sich die sogenannte ..Regierung" der Sorojetfoanier geflüchtet hat, zur Zeit mehrere hunderttausend Personen, die alles
versuchen, trotz Verbotes und ttotz der Postenketten der roten Miliz, Frankreich zu erreichen. Gerona ist bereits fast völlig geräumt.
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Unsere Karte veranschaulicht den gegenwärtigen Frontverlauf des nationalspanischen Vormarsches in Katalonien. Nachdem im mittleren Abschnitt di« Stadt Berga genommen wurde, befinden sich die Truppen des Generalissimus stellenweise nur noch 20 Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Man schätzt die in diesem Zwischenraum eingekesselten und von jedem Rückzug obgeschnittenen roten Kräfte auf 70 000 Mann. — (Scherl-M.)
Ausschlüsse aus der Recchskullurkammer.
Der nationalsozialistische Staat duldet keine Verunglimpfungen.
Berlin, 3. Febr. (DNB.) Der Reichsminister für Bolksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, Hal den Schauspieler und Schriftsteller Werner Finck, den Conferencier Peter Sachse fLurt Pabst) sowie die unter dem Kamen „Die drei Rulands auftretenden Helmut Buth, 2Ddh-<m Meißner und Manfred D l u g i aus der Reichs- kutturkammer ausgeschlossen. Damit ist ihnen für die Zukunft jedes weitere öffentliche Auftreten In Deutschland verboten. Der Schauspieler und Schriftsteller Werner Finck wurde bereits im Mai 1935 gelegentlich der Schließung des Kabaretts „Die Katakombe" ernstlich verwarnt, weil er in seinen Darbietungen Einrichtungen der Partei und des Staates offen t- l i ch lächerlich zu machen versucht hatte. Trotz dieser Berroamung hat et neuerdings in feinem Auftreten jede positive Einstellung zum Natto- nalsozlalismus vermißen lasten und damit In der Oeffentlichkeit und vor allem bei den Parteigeno^en schwerstes Aergernis erregt. Der Conferencier Peter Sachse (Curt Babff) sowie die unter dem Barnen „Die drei Rulands" auftretenben heliput Buth, Wilhelm Meißner und Manfred Dluoi find aus denselben Gründen aus der Reichs- fulturfammer ausgeschlossen worden.
Wenn mit diesem Beschluß des Reichspropagandaministers in Berlin einige Schauspieler, die sich hauptsächlich in der leichten Kunst des Kabaretts betätigten, aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen sind und ihnen damit jedes weitere öffentliche Auttreten verboten stt, so ist damit nach langem geduldigem Zusehen von der Warnung zur Strafe geschritten. Wer in Berlin und wohl auch in man chen anderen Großstädten Gelegenheit hatte, bit Witze manches Conferenciers anzuhören, der wußte, daß so etwas einmal kommen mußte. Mangels eigenen „Witzes" versuchte sich diese Art des Künstlertums in zweideutigen Anspielungen und eindeutigen Seitenhieben gegen den nationalsozialistischen Staat und seine Einrichtungen. Nun weiß jeder, daß in
SllMM fiel Elkölkung, GriMgeflA:
Man trinke kurz vor dem Zubettgehen möglichst Heiss zweimal je einen Esslöffel Klosterfrau-Melissengeist und Zucker mit etwa der dovvelten Menge kochenden Wassers gut verrührt. Kindern gebe man die Hälfte. , ___ ,
Wer dieses ausgezeichnete Mittel erprobte, wird es bei Erkällungserscheinungen gern wieder an- wenden. Lassen Sw sich nicht erst noch einmal ron einem Anfall überraschen, sondern kaufen Sie noch heute Klosterfrau-Melissengeist. Sie erhallen ihn in derblauen Originalpackung mit den drei Nonnen in Apotheken und Drogerien in Flaschen zu 2,80, 1,65 und 0,90 Mk. sosv
Deutschland ein Witz gern gehört ittld das Lachen durchaus geschätzt wird. Dazu ist es aber nicht nötig, daß die Darbietungen der Kleinkunstbühne sich den Staat oder die Partei zur Zielscheibe ihres Witzes aussuchen. An Warnungen hat es wahrlich nicht gefehlt, aber verschiedene Ansager haben anscheinend keine besseren Einfälle gefunden. Das spricht nicht für ihren Geist, es zeugt aber von ihrer negativen Einstellung zum Nationalsozialismus. Deshalb find einige von ihnen in Berlin von der Bühne verschwunden, und für andere wird das eine heilsame Lehre sein.
Haben wir noch Humor?
Dr. Goebbels gegen Entartung und Mißbrauch des politischen Witzes.
Reichspropagandaminister Dr. Goebbels nimmt unter der Heberschrift „Haben mir eigentlich noch Humor?" im „Völkischen Beobachter" zu den Vorgängen Stellung, die den Minister zu der Ausschließung einiger Berliner Kabarettkünstler aus der Reichskulturkammer veranlaßt haben. Er schreibt: Wir werden uns schützend vor das hinftellen, was wir erkämpft haben, und zwar nicht nur den Conferenciers gegenüber, sondern auch jenem Gesell- schaftspöbel gegenüber, der ihnen dröhnend Gefolgschaft leistet. Man komme uns nicht mit dem Einwand, daß wir humorlos wären. Wir waren nicht immer im Besitz des Staates und der öffentlichen Gewalt. Auch wir standen einmal in der Opposition: und es, ist der deutschen Oeffentlichkeit wohl noch nicht ganz entfallen, daß wir es waren, die einmal einen gewissen Berliner Polizeipräsidenten mit Namen Isidor Weiß durch Witze politisch getötet haben. Wir könnten also auch so mit unseren Kritikern verfahren, wenn wir wollten. Aber wir wollen nicht. Wir haben keine Lust und vor allem auch kein« Zeit, uns mit armseligen Literaten polemisch auseinanderzusetzen. Wir haben augenblicklich Besseres zu tun. Wir wissen, wie so etwas gemacht wird. Es ist das die alte, früher meistens von Juden geübte Methode, Dinge des öffentlichen Lebens anzugreifen, zu karikieren, lächerlich zu machen und zu- verhöhnen und damit in der öffentlichen Achtung herunterzusetzen.
Das haben die Juden beispielsweise meisterhaft in der kaiserlichen Zeit verstanden. Da erschienen in ihren Witzblättern Woche für Woche die Prototypen des Systems, das sie beseitigen wollten. Es waren das die Gardeleutnants, die Studenten, die Ost-Elbier und die Schlotbarone. Der intellektuelle Spießer hat solche Kost immer mit Behagen zu sich genommen. Das kaiserliche Regime schaute diesem widerwärttqen Treiben tatenlos zu, und das Ergebnis war, daß es dann, als die entscheidende Stunde kam, jämmerlich zusammenbrach. Denn sein öffentlicher Kredit war schon so weit in Anspruch genommen und verbraucht, daß keine Reserven mehr vorhanden waren und deshalb auch keinerlei Art von Widerstand m-hr gewagt werden konnte. Der intellektuelle Spießer steht fast immer auf der Seite der Neinsager. Er reklamiert für sich die sogenannte Freiheit der Meinung. Er hat zwar selbst keine eigene Meinung. Aber er nimmt für sich das Recht in Anspruch, sich eine dem Staat und der öffentlichen Anschauung entgegengesetzte Meinung von gewissen- losen und hinterhältigen Literaten vorkauen zu lassen. Er kaut sie dann urteilslos nach und, glaubt, es fei feine eigene.
Diese Art von Publikum kennen wir. Es fetzt sich in der Hauptsache aus dem einen Prozent derN^infager zusammen, die in den vergangenen sechs Jahren keine Möglichkeit gefunden, ein


