Ausgabe 
4.2.1939
 
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waren, die im Jahre 1933 noch 12 v. H. der deut­schen Gesamt e i n s u h r ausmacyten, im Iayre U37 nur noch 7,3 v. H. betragen, während der Anteil der Rohstofse von 32,5 v. 5). im Jahre 1933 auf 36,5 d. S). gestiegen ist. Umgekehrt wuchs der Anteil der Fertigwaren an der deutschen Ausfuhr von 75,1 im Jahre 1933 auf 81,2 o H im Fahre 1938 an. und in der gleichen Zeit sank der Anteil der Rohstoffe an der deutschen Ausfuhr von 10,6 auf 9,9 o. H.

Wie töricht die von ausländischen Kritikern des Bierjahresplans immer wieder voraebrachte Be­hauptung ist, wir wollten uns von Der Weltwirt­schaft abschließen, beweisen abgesehen von der ganz gegenteiligen Tendenz äußerster Ausfuhrsteiae- rung zum Zweck ausreichender Rohstoff- und Le- bensmlttelbeschaffung am besten die soeben ver­öffentlichten Zahlen über die Entwicklung des deut­schen Außenhandels im Jahre 1938. Danach ist un­ser« Gesamteinfuhr mit 5449,3 Millionen Mark im Altreich um 1,4 o. H. gegenüber 1937 gestiegen, während die Ausfuhr mit 5256,1 Millionen Mark um 9,2 v. $). geringer lag als 1937. Deutschlands Anteil am Welthandelsurnsatz ist von 9,4 v. H. im ersten Vierteljahr 1937 auf 11,5 v. H. im dritten Vierteljahr 1938 gestiegen, bewegt sich also in auf- steigender Linie, was man keineswegs von allen Ländern sagen kann, aus denen immer wieder Kritik an unseren handelspolitischen Methoden laut wird. Der Führer hat diesen Kritikern mit Recht entgegenA»h«lt^n, daß wir ja niemanden zwän­gen, mit uns Handel zu treiben, die Bereitwilligkeit, mit der so viele Länder auf den von uns notge­drungen zur Grundlage unserer Außenhandelswirt­schaft gemachten Gütertauschoerkehr eingegangen find, ist wohl der beste Beweis dafür, daß auch sie dabei auf ihre Kosten kommen und aus der wachsen­den gegenseitigen Verflechtung sich ergänzender Volkswirtschaften auch ihrerseits beträchtlichen Nutzen ziehen. Die krisenfeste Wirtschaft eines 80- Millionen-Volkes kann eben nicht ihre Anziehungs­kraft auf die Rohstoff- und Agrarländer verfehlen, trotz aller Bemühungen der Konkurrenz, Deutsch­lands mit durchaus berechtigten und maßvollen Mitteln erworbenen Anteil am Weltmarkt zu be­schneiden.

Angesichts der desonders hemmungslosen und niederträchtigen Hetze, die der Präsident Roosevelt und die jüdischen Hintermänner des Weißen Hau­ses in den Vereinigten Staaten gegen uns entfalten, wobei auch die deutschen Außenhandels­methoden im Hinblick auf die schon erwähnte wachsende Bedeutung des deutschen Außenhandels mit den süd- und mittelamerikanischen Staaten in Grund und Boden kritisiert werden, ist es recht lehrreich, sich die Zahlen anzusehen, mit denen die Vereinigten Staaten als Lieferant der deutschen Wirtschaft in der deutschen Außenhandelsstattstik des Jahres 1938 auftreten konnten. Es ergibt sich, daß wir für 122,7 Millionen Mark mehr Waren aus den Vereinigten Staaten bezogen als im Vorjahr, vor allem Mais, Weizen, Farbstoffe, Schmieröl und Schrott, während sich unsere Ausfuhr senkte, so daß also die Vereinigten Staaten aus dem Handelsver­kehr mit Deutschland einen Ausfuhrüberschuß von 255,3 Millionen Mark gegen nur 73,1 Millionen Mark im Vorjahr buchen konnten. Man hat also drüben allen Anlaß, die Hetzkampagne nicht auf die Spitze zu treiben, denn wir können zwar sehr wohl unseren Bedarf auch anderswo decken, wäh­rend zwar die Vereinigten Staaten zu den wenigen Ländern gehören, die 1938 mit einem Ausfuhr­überschuß abschlossen, aber diesen nur einer ganz außerordentlichen Drosselung der Einfuhr und dem jüngsten Währungsrückschlag zu verdanken haben. Da aber die Ausfuhrumsätze in den drei letzten Vierteljahren eine absinkende Tendenz zeigen, möchte man meinen, daß es vielleicht den am Han­del mit Deutschland interessierten Kreisen nicht einer­lei ist, ob sie einen Ausfuhrüberschuß von einer Viertelmilliarde Mark buchen können oder nicht. Von den 74,3 Millionen Mark, die im Jahre 1938 gegenüber 1937 zusätzlich für Einfuhr ausge­geben wurden, entfielen 53 Millionen auf Heber» fee, und zwar ausschließlich auf die Ver­einigten Staaten, während nur 21,4 Mil­lionen auf Europa kamen. Hier standen an der Spitze der Länder 'mit verstärkter Wahreneinfuhr nach Deutschland einmal Italien mit Obst, Kü­chengewächsen und Hanf, dann Polen mit Schwei­nen und Holz und schließlich Schweden mit Eisenerzen und Holz.

Daß man aber nicht in allen demokratischen Ländern mit ähnlicher Sturheit gegen die eigenen Interessen handelt und daß man mit dem nationalsozialisti­schen Deutschland auch auf wirtschaftspolitischem Gebiet sehr wohl auszukommen vermag, wenn man nur will, zeigt die soeben vollzogene Einigung der englischen und deutschen Kohlenindusttie über die Absatzmärkte und die Besprechungen deutscher und englischer Industrieller üoer ähnlich« Fragen wie der Besuch deutscher und französischer Kaliindustriel- l«r bei Reichswirtschaftsminister Funk. Deutschland will ganz gewiß keinen Handelskrieg, aber es muß bei seinen ihm durch die Lage aufgezwungenen und zu seiner und feiner Handelspartner Zufriedenheit arbeitenden Methoden bleiben, weil nur sie die äußerste Ausweitung der deutschen Ausfuhr ge­währleisten, die wir brauchen, um die ohne ein eigenes koloniales wirtschaftliches Entwicklungs- Gebiet zu schmale Basis unserer Rohstoff- und Le­bensmittelversorgung durch Einfuhr ergänzen zu können.Deutsches Volk, exportiere oder stirb!" so hat der Führer unsere wirtschaftliche Zwangslage formuliert und er hat versichert, daß sich die ganze Arbeitskraft der nationalsozialistischen Volksgemein, schäft unter einer zu allem entschlossenen Führung in diesem Lebenskampf des deutschen Volkes ein­setzen wird. Däs deutsche Volk^wird seinen Führer auch in diesem Ringen um seine wirtschaftlichen Lebensgrundlagen nicht enttäuschen.

Fr. W. Lange.

Zugoslowiens Mustrialisjenma

Belgrad, 3. Febr. (Europapreß.) Vor der neu gegründeten Agramer Gewerbe- und Industrie» fammer hielt der Handels- und Industrieminister K a b a l i n eine Rede über die Industriepolitik des Staates. Er führte dabei aus, daß Jugoslawien da- nach streben müsse, vom Ausland immer mehr un- abhängig zu werden. Bisher habe es landwirt- fcha ftliche Erzeugnisse und Rohstoffe ausgeführt und Fertigwaren eingc» führt. Anderen Ländern fielen dabei die bei der Verarbeitung dieser Rohstoffe erzielten Gewinne zu In Zukunft aber müsse öer Gewinn aus her Verarbeitung von Rohstoffen zu Fertig- ober Halbfertigfabrikaten der Industrie Iugo- slawiens zufallen. Jugoslawien weise jähr- lich einen Heberschuß von rund 250 000 Personen aus der Landwirtschaft aus, die in der Indu - strie untergebracht werden müßten. Die Jndustriealisierung werde keinesfalls um :eben Preis angestrebt, es müsse aber eine gesunde Grund­lage für die heimischen Rohstoffquellen und für

Veränderungen in der Luftwaffe

Berlin, 3. Jebr. (DJIB.) Der Führer hat auf Borschlag des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe mit Wirkung vom 1. Februar 1939 organisatorische Verän­derungen innerhalb der Luftwasfe genehmigt, die durch schärfste koazenlra- (io n alter Kräfte einen weiteren entschei­denden Fortschritt für den Aufbau der Luftwaffe bedeuten. 3m Zuge dieser Veränderungen werden die Luftflottenkommandos 1,2 und 3 neu gebildet. 3hre Befehlshaber führen die Dienstbezeichnung Chef der Luftflotte 1 und Befehls­haber 0 ff. Lhef der Luftflotte 2 und Befehlshaber Rord, Lhef der Luftflotte 3 und Befehlshaber W e ft Die bisherigen Luftwaffengruppen­kommandos entfallen. 3m RLN. sind als die wesentlichsten Beränderungen die Ernennung des Staatssekretärs der Luftfahrt zum Gene- r a t i nf p e k t e u r der Luftwaffe, eine wesentliche Erweiterung der Befugnisse der Dienststelle des Lhefs der Luftwehr, die Schaffung der Dienststelle des Lhefs des Ausbildungs- wesens, des Generalluftzeugmeisters und einer Luftwaffenkommission hervor­zuheben. Ferner erfolgte die Ernennung von Gen e- raten der Luftwaffe bei den Ober­kommandos tfre s Heeres und der Kriegsmarine. Alle diese Maßnahmen bienen zur Bestärkung der Llnsahbereit'chafl und Schlag­kraft der deut'chen Luftwaffe und insbesondere ihrer weiteren personellen und materiellen Bermehrung.

Ls werden ernannt: Generaloberst Milch,

Staatssekretär der Luftfahrt, unter Bcibehatt dieser Stellung zum Generalinspekteur der Luftwaffe; General der Flieger Stumpfs zum Lhef der Luftwehr: General der Flieger Kesselring zum Lhef der Luftflotte 1 und Be­fehlshaber Ost: General der Flieger F e l m y zum Lhef der Luftflotte 2 und Befehlshaber Nord; General der Flieger Sperrte zum Lhef der Luftflotte 3 und Befehlshaber West: General der Flakartillerie Rüdel zum Präsidenten der Luft- waflenkommlssion; Generalleutnant Kühl zum Lhef des Ausbildungswesens: Generalleutnant Adel zum Generalluftzeugmeister: Generalmajor Loeb zum Amtschef im Reichstustfahrtministerium: Generalmajor Kastner wird mit der Wahrneh­mung der Geschäfte eines Amtschefs im Reichsluft- fahrtministeriurn beauftragt; Generalmajor B o - gatfch zum General der Luftwaffe beim Ober­kommando des Heeres; Generalmajor Rikter zum General der Luftwaffe beim Oberkommando der Kriegsmarine: Oberst 3efchonnek zum Lhef des Generalstabes der Luftwaffe; Generalleutnant wimmer mm Kommandierenden General der Luftwaffe in Ostpreußen; Generalleutnant Keller unter Beibehalt des Ranges eines Kommandieren­den Generals zum Kommandeur der FllegerdlR ion 4; General Ritter von ©reim zum Kom­mandeur der Fllegerdlvljon 5; Generalmajor Loerzer zum Kommandeur der Fliegerdivision 2; (öeneralmilor Deizloch zum Kommandeur der Fliegerdivifon ö; Oberff puhler zum Komman­deur der Fliegerdivifon 3.

Äeutsch'ands größtes Siedlllngsbauvorhaben.

Ruvoif Heß vollrieht in Dortmund d?n ersten Spatenstich.

Dortmund, 3. Febr. (DNB.) Der Stellver­treter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, weilte in Dortmund, um den Grundstein zu einer großzügigen Siedlung für di« arbeitende Bevöl­kerung zu legen. Das Werk verdankt seine Ent­stehung der Initiative des Kreisleiters des Kreises Dortmund und der tatkräftigen Hnterftützung durch Rudolf Heß. Die Siedlung, die das größte Bauvor­haben dieser Art in Deutschland werden dürfte, wird nach ihrer Fertigstellung einen völlig neuen Stadt­teil, die Dortmunder Mittel st a d t, bilden und Zehntausenden von schaffenden Volksgenossen würdige Heimstätten in landwirtschaftlich bevorzug­ter Lage zu erschwinglichen Mietpreisen geben. Für den ersten Bauabschnitt, der sofort in Angriff ge­nommen wird und den Wohnbedarf der Halbmil­lionenstadt bis zum Jahre 1943 decken soll, ist die Errichtung von 4500 Eigenheim» und Siedlerstellen für mehr als 20 000 Menschen vorgesehen.

Auf der Fahrt zum Baugelände bereitet« die Be­völkerung dem Stellvertreter des Führers einen begeisterten Empfang. Gauleiter Josef Wagner begrüßte auf der Baustelle den Stellvertreter des Führers und sagte dann, Dortmund habe in der vergangenen schweren Zeit als bedeutendste Stadt des rheinisch-westfälischen Industriegebietes beson­ders schwer gelitten. Am Herzen liege ihm, das Problem des gesunden und vernünftigen Wohnens für die schaffenden deutschen Menschen. Es gelte nicht nur, die aus der Vergangenheit übernommene Erbschaft zu liquidieren, sondern immer Neues und Besseres in Angriff zu nehmen. Natürlich könne nicht alles auf einmal gemeistert werden. Der Füh­rer habe auf weite Sicht die Dinge besttmmt, die unser« Entwicklung gestalten sollen. Das Neue, das hier entstehe, entspreche wirklich nationalsozialisti­schem Geist. Das neue Werk werde verkünden, daß wir nicht nur gesprochen, sondern auch gehandelt haben.

Der Stellvertreter de« Führer« spricht.

Dann betrat Rudolf Heß die Rednertribüne und führte aus, mit dem ersten Spatenstich, den er heute in die traditionsreiche rote Erde Westfalens tun werde, beginne wiederum ein wahrhaft sozialistisches Werk, das Tausenden von deutschen Arbeiterfamilien nicht nur Wohnung geben, sondern eine würdige Heimstätte schaf­fen wolle, ein Werk, das in seiner Art eines der größten sei, dis bisher in Deutschland geschaffen wurden. Diese neue Stadt entstehe nicht aus dem Willen eines Industriezweiges, einer Kapitalgruppe, einer Stadt, einer Provinz, sondern nur aus dem Willen der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft. Sie werde damit zugleich Ausdruck des nationalsozialistischen Wollens und der sozialistischen Zielsetzung dieser neuen Volks­gemeinschaft sein, zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Zehntausenden ihrer Angehörigen. Denn nur

das deutsche Volk in feiner sozialistischen Gemein­schaft könne auf die Dauer jedem einzelnen geben, was zu einer würdigen Lebensführung des Deut­schen gehöre.

Weiter führte Rudolf Heß aus, wir gäben uns keinen Illusionen hinsichtlich dessen hin, was in absehbarer Zeit verwirklicht werden könne. In An­betracht der unerhörten wirtschaftlichen und militä­rischen Notwendigkeiten werde vieles nur langsam geschehen können, aber daß dennoch Schritt um Schritt der Aufbau des deutschen Sozialismus vollzogen werde, dafür feien Beweis: .Kraft durch. Freude",Schönheit der Arbeit", Hrlauberfchiffe, Erholungsbäder, Volkswagen ufw. Dafür fei aber auch Beweis der heuttge Beginn des Entstehens dieser Stadt des deutschen Sozialismus. So folge­richtig wie diese Stadt hier erbaut werde, so folge» richtig werde der Nationalsozialismus dem deutschen Volk feine Leb»nsqrundl-w"n erhalten und f»ch',rn.

Daran würden auch die Hetzer in westlichen und transozeanischen Demokratien nichts än­dern, auch wenn deren Spekutatlons- und Waffengefchäfie darunter leiden sollten. Aus englischen und amerikanischen Blättern erfuh­ren wir, daß ein führender Politiker einer De­mokratie jenseits des Großen Dosters d i e Grenzen seinesLandes nachFrank- reich oder gleich an den Rhein ver­legt haben soll. Ls kommt dabei nicht ganz klar zum Ausdruck, ob diese Grenze vor oder hin­ter unserer Destbefestlgung gedacht ist. Gedacht Ist, denn wo sie wirklich HM, d"s wissen wir. D i e Festungszone Im Westen Ist unsere Grenze und nicht der Rhein. Sie Ist und bleibt unsere Grenze, mögen sich jenseits noch so viele Rationen, sei es in tönenden Reden, sei es tatsächlich, nlederlassent Das ist dann Angelegenheit Frankreichs! Unsere Grenze liegt jedenfalls fest: hinter sie wird kein fremder Soldat seinen Fuß sehen mögen Engländer ober Amerikaner Ihre Grenzen verlegen, wohin sie wollen.

Besser als über fremde Grenzen zu verfügen, scheint es uns jedenfalls, es würde sich jeder füh­rende Staatsmann in erster Linie um das Schick­sal seines Staates und feines Volkes füm= * mern. Manche Völker haben es vielleicht in dieser Hinsicht durchaus nötiger. Wir deutschen Politiker können für uns in Anspruch nehmen, daß wir nach diesem Gesichtspunkt handeln. Es ist für uns eine größere Genugtuung, das Zeichen für produktive Arbeit im eigenen Volk zu geben, als gegen andere Völker zu Hetzen, und ich bin glücklich, daß ich heute auch hier die schönste Aufgabe' eines deutschen Poli­tikers erfüllen kann, nämlich den Auftakt zu geben für neues Schaffen, aus dem für Taufende unseres Volkes kommen wird: Glück und Friede.

die Bedürfnisse der nationalen Verteidigung geschaf­fen werden.

Die Förderung von Kohle hat in den letzten Jahren einen starken Aufschwung erfahren. Das Jahr 1929 war mit 5,6 Millionen Tonnen ein Rekordjahr, während das schwächste Jahr 1937 war mit 4,3 Millionen Tonnen. Das Jahr 1938 übertraf mit einer Kohlenförderung von 5.7 Millio­nen Tonnen selbst das Rekordjahr 1929. Gegenüber, txm Jahr 1929 stieg die Kohlenförderung des Jahres 1938 um 33 v. H. In den staatlichen Kohlenberg­werken von Bosnien wurde die meiste Kohle gefördert.

10 Kilometer vor Gerona

Barcelonas. Febr. (DNB Funkspruch.) An der katalanischen Front wurde im Westabschnitt der Ort Prat de Lusanes an der Straße Berga Dich erobert. Im Abschnitt Dich wurde das rechte Ufer des Ter - Flufses völlig gesäubert und besetzt. Der Ort Tabernola wurde genom­men. Im Küstenabschnitt setzte das Legionär­korps nach der Besetzung von Llagostera an öer Hauptstraße den Dormarsch auf Gerona fort, der Ort Eassa de La Selva wurde genommen. 3n den Abendstunden befand sich die Dorhut weniger als zehn Kilometer vor Ge­rona, dessen Einnahme vielleicht schon Samstag erfolgen wird. An der Küste drang das Leg-ionär» korps bis unmittelbar vor den großen Küftenort San Feliu de Gurols vor'

_ Wie in Perpignan verlautet beherbergt das kleine L-tädtchen F i g u e r a , wohin sich die sogenannte ..Regierung" der Sorojetfoanier geflüchtet hat, zur Zeit mehrere hunderttausend Personen, die alles

versuchen, trotz Verbotes und ttotz der Postenketten der roten Miliz, Frankreich zu erreichen. Gerona ist bereits fast völlig geräumt.

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Unsere Karte veranschaulicht den gegenwärtigen Frontverlauf des nationalspanischen Vor­marsches in Katalonien. Nachdem im mittleren Abschnitt di« Stadt Berga genommen wurde, befinden sich die Truppen des Generalissimus stellenweise nur noch 20 Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Man schätzt die in diesem Zwischenraum eingekesselten und von jedem Rückzug obgeschnittenen roten Kräfte auf 70 000 Mann. (Scherl-M.)

Ausschlüsse aus der Recchskullurkammer.

Der nationalsozialistische Staat duldet keine Verunglimpfungen.

Berlin, 3. Febr. (DNB.) Der Reichsminister für Bolksaufklärung und Propaganda, Dr. Goeb­bels, Hal den Schauspieler und Schriftsteller Wer­ner Finck, den Conferencier Peter Sachse fLurt Pabst) sowie die unter dem KamenDie drei Rulands auftretenden Helmut Buth, 2Ddh-<m Meißner und Manfred D l u g i aus der Reichs- kutturkammer ausgeschlossen. Damit ist ihnen für die Zukunft jedes weitere öffentliche Auftreten In Deutschland verboten. Der Schauspieler und Schriftsteller Werner Finck wurde bereits im Mai 1935 gelegentlich der Schließung des Kaba­rettsDie Katakombe" ernstlich verwarnt, weil er in seinen Darbietungen Einrichtungen der Partei und des Staates offen t- l i ch lächerlich zu machen versucht hatte. Trotz dieser Berroamung hat et neuerdings in fei­nem Auftreten jede positive Einstellung zum Natto- nalsozlalismus vermißen lasten und damit In der Oeffentlichkeit und vor allem bei den Parteigeno^en schwerstes Aergernis erregt. Der Conferencier Peter Sachse (Curt Babff) sowie die unter dem Barnen Die drei Rulands" auftretenben heliput Buth, Wilhelm Meißner und Manfred Dluoi find aus denselben Gründen aus der Reichs- fulturfammer ausgeschlossen worden.

Wenn mit diesem Beschluß des Reichspropaganda­ministers in Berlin einige Schauspieler, die sich hauptsächlich in der leichten Kunst des Kabaretts betätigten, aus der Reichskulturkammer ausgeschlos­sen sind und ihnen damit jedes weitere öffentliche Auttreten verboten stt, so ist damit nach langem ge­duldigem Zusehen von der Warnung zur Strafe geschritten. Wer in Berlin und wohl auch in man chen anderen Großstädten Gelegenheit hatte, bit Witze manches Conferenciers anzuhören, der wußte, daß so etwas einmal kommen mußte. Mangels eige­nenWitzes" versuchte sich diese Art des Künstler­tums in zweideutigen Anspielungen und eindeutigen Seitenhieben gegen den nationalsozialistischen Staat und seine Einrichtungen. Nun weiß jeder, daß in

SllMM fiel Elkölkung, GriMgeflA:

Man trinke kurz vor dem Zubettgehen möglichst Heiss zweimal je einen Esslöffel Klosterfrau-Melissen­geist und Zucker mit etwa der dovvelten Menge kochenden Wassers gut verrührt. Kindern gebe man die Hälfte. , ___ ,

Wer dieses ausgezeichnete Mittel erprobte, wird es bei Erkällungserscheinungen gern wieder an- wenden. Lassen Sw sich nicht erst noch einmal ron einem Anfall überraschen, sondern kaufen Sie noch heute Klosterfrau-Melissengeist. Sie erhallen ihn in derblauen Originalpackung mit den drei Nonnen in Apotheken und Drogerien in Flaschen zu 2,80, 1,65 und 0,90 Mk. sosv

Deutschland ein Witz gern gehört ittld das Lachen durchaus geschätzt wird. Dazu ist es aber nicht nötig, daß die Darbietungen der Kleinkunstbühne sich den Staat oder die Partei zur Zielscheibe ihres Witzes aussuchen. An Warnungen hat es wahrlich nicht gefehlt, aber verschiedene Ansager haben an­scheinend keine besseren Einfälle gefunden. Das spricht nicht für ihren Geist, es zeugt aber von ihrer negativen Einstellung zum Nationalsozialis­mus. Deshalb find einige von ihnen in Berlin von der Bühne verschwunden, und für andere wird das eine heilsame Lehre sein.

Haben wir noch Humor?

Dr. Goebbels gegen Entartung und Mißbrauch des politischen Witzes.

Reichspropagandaminister Dr. Goebbels nimmt unter der HeberschriftHaben mir eigentlich noch Humor?" imVölkischen Beobachter" zu den Vor­gängen Stellung, die den Minister zu der Aus­schließung einiger Berliner Kabarettkünstler aus der Reichskulturkammer veranlaßt haben. Er schreibt: Wir werden uns schützend vor das hinftellen, was wir erkämpft haben, und zwar nicht nur den Con­ferenciers gegenüber, sondern auch jenem Gesell- schaftspöbel gegenüber, der ihnen dröhnend Gefolg­schaft leistet. Man komme uns nicht mit dem Ein­wand, daß wir humorlos wären. Wir waren nicht immer im Besitz des Staates und der öffentlichen Gewalt. Auch wir standen einmal in der Opposition: und es, ist der deutschen Oeffentlichkeit wohl noch nicht ganz entfallen, daß wir es waren, die einmal einen gewissen Berliner Polizeipräsidenten mit Namen Isidor Weiß durch Witze politisch getötet haben. Wir könnten also auch so mit unseren Kri­tikern verfahren, wenn wir wollten. Aber wir wol­len nicht. Wir haben keine Lust und vor allem auch kein« Zeit, uns mit armseligen Literaten polemisch auseinanderzusetzen. Wir haben augenblicklich Besse­res zu tun. Wir wissen, wie so etwas gemacht wird. Es ist das die alte, früher meistens von Juden ge­übte Methode, Dinge des öffentlichen Lebens anzu­greifen, zu karikieren, lächerlich zu machen und zu- verhöhnen und damit in der öffentlichen Achtung herunterzusetzen.

Das haben die Juden beispielsweise meisterhaft in der kaiserlichen Zeit verstanden. Da erschienen in ihren Witzblättern Woche für Woche die Prototypen des Systems, das sie beseitigen wollten. Es waren das die Gardeleutnants, die Studenten, die Ost-Elbier und die Schlotbarone. Der intellektuelle Spießer hat solche Kost immer mit Behagen zu sich genommen. Das kaiserliche Regime schaute diesem widerwärttqen Treiben tatenlos zu, und das Ergebnis war, daß es dann, als die entscheidende Stunde kam, jämmer­lich zusammenbrach. Denn sein öffentlicher Kredit war schon so weit in Anspruch genommen und ver­braucht, daß keine Reserven mehr vorhanden waren und deshalb auch keinerlei Art von Widerstand m-hr gewagt werden konnte. Der intellektuelle Spießer steht fast immer auf der Seite der Nein­sager. Er reklamiert für sich die sogenannte Frei­heit der Meinung. Er hat zwar selbst keine eigene Meinung. Aber er nimmt für sich das Recht in Anspruch, sich eine dem Staat und der öffentlichen Anschauung entgegengesetzte Meinung von gewissen- losen und hinterhältigen Literaten vorkauen zu las­sen. Er kaut sie dann urteilslos nach und, glaubt, es fei feine eigene.

Diese Art von Publikum kennen wir. Es fetzt sich in der Hauptsache aus dem einen Prozent derN^infager zusammen, die in den vergange­nen sechs Jahren keine Möglichkeit gefunden, ein