Nr. 30 Erstes Matt
189. Jahrgang
Samstag, ^./Sonntag, 5. Zebruar 1939
Prüft und Verlag: vrühlsche UnIverfitStsdruckerei «.Lange in Sieben. Schristleitung und SeschSftzftelle: Schulstraße 7
i n I n -
Vizeadmiral Beatty hinauf:
neue Typen ins
verantwortungsvollen Kommandostellen
auf aus-
das An- Lö-
... ----- Jange hatte die brüifche Oef-
fentlichkeit bereits gefordert, daß „the strong silent
griff genommen und einer zweckentsprechenden sung entgegengeführt.
pcn auf die einzelnen Jndustriefirmen verteilt werden sollen.
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t e m Willen zur Zusammenarbeit politischem sowie auf wirtschaftlichem Gebiet gestattet sein, als es heute der Fall sei.
Auch der Minister für den Ueberseehandel, H u n d- s o n, beschäftigte sich in einer Rede mit Welthandelsfragen und erklärte, auf diesem Gebiete hänge alles von gegenseitigem Vertrauen ab. Durch das deutsch-englische Kohlenabkommen sei eine seit langem offenstehende Frage bereinigt worden; er hoffe, daß man dieses Abkommen in einen sämtliche Länder Europas umfassenden Vertrag werde erweitern können. Sollte es gelingen, auch andereJndustrien zu einer Bereinigung ihrer Meinungsverschiedenheiten zu bringen, so wäre das einer der größten vorbereitenden Schritte zu einer politischen Befriedung. Er sei der Auffassung, daß das Vertrauen auf künftigen Frieden in Europa ständig wachse.
und Sckleppertypen eine entscheidende Bereinigung. Ferner ist eine Geneh -
dern unbequem werden. Der Führer hat über unsere Entschlossenheit, vor keiner Drohung zurückzuweichen, nicht den geringsten Zweifel gelassen. Der Mangel an ausreichenden Gold- und Devisenreserven, ertragsreichen Auslandsanlagen und eigenen kolonialen Wirtschaftsgebieten beschränkte die deutsche Wirtschaft für Bezahlung ihrer Einfuhr auf die Devisenerlöse aus ihrer Ausfuhr. Das hat mehr und mehr dazu geführt, vor allem aus den Ländern Rohstoffe und Lebensmittel zu beziehen, die bereit waren, deutsche Waren aufzunehmen. So kam es zu einem immer ausgedehnteren Warentauschver- kehr, der mit Hilfe der Verrechnungs- und Zahlungsabkommen sich vom Zwang zur Zahlung in Devisen weitgehend freigemacht hat. Als deoisen- armes Land sind wir eben auf Gegenseitigkeitsge- schäfte angewiesen und wir haben für unsere Lage bei einer Reihe von Ländern volles Verständnis gefunden, die gerne bereit waren, für deutsche Qualitätswaren, namentlich industrielle Produktionsgüter wie Maschinen uns im Tausch ihre eigenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse und industriellen Rohstoffe zu liefern. So hat sich die deutsche Ausfuhr naturgemäß von den westlichen Industriestaaten immer mehr nach den Rohstoff- und Agrarlän- gern Südosteuropas, Borderasiens, Nordeuropas und Süd- und Mittelamerikas verlagert. Die w'rt- schaftliche Struktur dieser Länder bietet eine natürliche Ergänzung der deutschen Wirtschaft. Nament- lich in füdosteuropäischen Ländern wie Ungarn, Jugoslawien und Bulgarien konnten wir im Hinblick auf die Bedürfnisse unserer Landwirtschaft den verstärkten Anbau von Oelfrüchten und Mais an- regen. Auch die Förderung der Bodenschätze wurde besonders in Jugoslawien im Hinblick auf den Bedarf der deutschen Industrie verstärkt. Was Deutsch- land dafür liefert, sind vor allem industrielle Produktionsgüter, die der wirtschaftlichen Erschließung der industriell noch unentwickelten Länder dienen, aber auch Fertigwaren. Aehnlich liegen die Verhältnisse in Aegypten, der Türkei und im Iran, wo namentlich Wolle und Baumwolle, Oele und Fette wicht'ge Ausfuhrgüter sind, während die ibero- amerikanischen Länder, die im deutschen Außenhandel eine immer bedeutsamere Rolle spielen, Erze, Fleisch und Kolonialwaren exportieren.
Obwohl sich dieser Warenaustausckverkehr gut angelassen hat und zu beiderseitiger" Zufriedenheit Deutschlands und feiner Handelspartner arbeitet — so konnten z. B. Süd- und Mittelamerika 1938 15,5 v. H. der deutschen Einfuhr decken f'ftatt ■ 9,6 im Jahre 1932) und Südosteuropa 8,9 lstatt 5,0 im Jahre 1932) — zwingt der deutsche Devisenmangel doch zu einer sorgfältigen Verbrauchslenkung. Durch Einsparungen bei der Einfuhr von Lebensmi"eln und Rohstoffen für Verbrauchsgüter konnten Einfuhrmöglichkeiten für den dringenden Bedarf der Produktionsgüterindustrie geschaffen werden. So hat das Institut für Konjunkturforschung festgestellt, daß der Anteil der industriellen Verbrauchsgüter an der Gesamteinfuhr von 22 v. H. im Jahre 1929 auf 15,4 v. H. im Jahre 1937 ermäßigt werden konnte. In der gleichen Zeit stieg der Anteil der Produk- tionsgüter von 14 v. H. auf 16,9. Aus dem gleichen Grunde der Devisenersparnis bedarf der deutsche Außenhandel auch nach der Richtung hin der Lenkung, daß die Ausfuhr solcher Güter bevorzugt wird, die verhältnismäßig wenig ausländische Rohstoffe und möglichst viel deutsche Arbeit enthalten, während wir' umgekehrt vornehmlich solche Güter einzuführen suchen, in denen wenig Arbeitskosten und hohe Rohstoffanteile stecken. Auch hierüber hat das Institut für Kamunktursorschung aufschlußreiche Zahlen veröffentlicht. Danach haben die Fertig-
Der Förderung des technischen Fortschrittes diene die Planung einer großen Forschüngsanstalt, die unter Leitung von Prof. Porsche gestellt werde und den Unternehmungen zu Erprobungen zur Verfügung stehen soll. Mit der Neuordnung der Kraftfahrzeugwirtschaft aber wird gleichzeitig' ' Problem Kraftfahrzeug — Schiene in
Der Admiral mit dem „Aelson-Winki".
Admiral Lord Ehatfield, Englands neuer »Minister für Koordination der Verteidigung".
Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.
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g u n g zu tun haben. Wenn man den Versicherungen der „Junioren-Minister" in Ehamberlains Kabinett, die seit Wochen mit leidenschaftlicher Schärfe eine Umbesetzung der „landesverteidi- gungs-wichtigen" Ministerien fordern, glaubt, so war Thomas Jnskip allen großen Erwartungen zum Trotz nicht der rechte Mann am rechten Platz. Die Einwendungen richteten sich vor allem gegen die bürokratische Form seiner Amtsführung und gegen seinen angeblichen Mangel an Organisationstalent — die erste und wichtigste Voraussetzung für einen solchen Posten.
Premiermimster Chamberlain hat diesen Stimmen, die von weiten Kreisen der öffentlichen Meinung unterstützt wurden, Rechnung getragen: der „bürokratische Jurist" mußte weichen — an feine Stelle ist soeben der „Admiral of the Fleet" Lord Er nie Ehatfield getreten. Die Persönlichkeit dieses neuen Mannes auf einem der wichtigsten Posten des englischen Kabinetts bietet dem Premierminister eine Gewähr dafür, daß jede Kritik personeller oder fachlicher Art schweigen wird. Mit keiner Persönlichkeit der heutigen „Admirality" wird -7 weit über das Offizierkorps der Flotte hinaus — ein solcher Kult getrieben wie mit Admiral Ehat- sielt, dem „strong silent man", dem „großen Schweiger". Er hat sich diesen Ruf nicht als „Friedensadmiral" verdient, der Nimbus, der ihn im Volk und in der Flotte umkleidet, ist gegründet auf die großen Seeschlachten des Weltkrieges, in Denen er als „Flag Captain" das Admiralschiff „Sion" mit der ihm eigenen unerschütterlichen Ruhe befehligte.
Schlagzeilen der englischen Presse bezeichnen Ehat- field gern als den Admiral mit dem „ N e 1 s o n -1 o u c h ", dem „Nelson-Instinkt". Drei Seeschlachten des Weltkrieges — bei Helgoland, der Doggerbank und am Skagerrak — haben ihm diesen Ehrentitel eingebracht. Bereits kurz vor Ausbruch des Weltkrieges — im Frühsommer 1914 — wurde Ehatfield zum „Flag-Captain" des Vizeadmirals Beatty ernannt und damit zum Kommandanten feines Flaggschiffes, des Schlachtkreuzers „L i o n". Das Geschwader des Vizeadmirals Beatty stattete unmittelbar vor dem Ausbruch der Weltkriegs-Katastrophe der russischen Flottenstation K r o n st a d t den Besuch ab, der aller Welt die engen Bmde demonstrieren sollte, die auch auf maritimem Gebiet das alliierte England und Rußland verbanden.
Lord Ehatfields Feuerprobe war die Schlacht bei Helgoland am 28. Augull 1914. In den „head - lines" der englischen Prelle erschien sein Name aber erst nach der Seeschlacht an der D o g g e r b a n k am 24. Januar 1915 Seit diesem Tage gehört er zu den Großen der „Grand-Fleet", als Flaggschiff-Kommandant stand er an der Seite des Vizeadmirals Beatty auf der Kommandobrücke der „ßion". Um 9 Uhr früh hatte die „Lion" den tödlichen Angriff auf den deutschen , Blücher" eröffnet, da wurde das britische Admiralschiff selbst in der Wasserlinie getroffen — und nun setzte eine Beschießung ein, deren Treffer die „Lian" außer Gefecht setzte. Einzig und allem der Kaltblütigkeit des Flaggschiff-Karnrnandanten Ehatfield war es zu verdanken, daß Beatty wenigstens noch den lieber» blick über die Seeschlacht behielt. Ehatfield brachte
Die deutsch-englischen Handelsbeziehungen
Lord Halifax wünscht Vertrauen und Zusammenarbeit.
Lpd. Frankfurt a. M., 3. Febr. Dor führen- sen sich auf die Dauer die Aufgaben der Motori- cn-i-i- - K «rv r— sierung weder wirtschaftlich noch militärisch lösen.
Eine noch weitgehendere Uebersetzung aber zeige Zubehör- und Ersatzteilerzeugung, --- Autohandel und die Lagerhaltung, die in ihrer Organisation einen heute nicht mehr vertretbaren Aufwand an Arbeitskraft, Material und Kapital erfordere. Die zur Zeit in Vorbereitung T ypenbereinigung wird noch im Laufe dieses Jahres ,pi Ende geführt und die Ty-
(Nachdruck verboten.) Ch. H. London, im Februar.
Sollten haben sich größere Erwartungen an einen Mann geknüpft, als an S i r Thomas Jnskip, den hervorragenden englischen Juristen und Politiker, als er vor einiger Zeit das neu errichtete Ministerium für „Eoordination of Defence" übernahm. Unter den zahlreichen ministeriellen Ressorts, denen zu Lande, zur See und in der Lust die Verteidigung des englischen Empire obliegt, fiel dem neuen „Äooröinationsminifter" eine besondere Aufgabe zu. nämlich die ein» h e i t l i ch e Planung und die Organisation der aweckmäßigen Zusammenarbeit zwischen sämtlichen Ministerien und militärischen Dienststellen, die mit der L a n d e s v e r t e i d i -
Die Aeuordmmg der Kraflschrzeußwirlschail
Oberst von Schell sprach in Frankfurt a. M.
London, 3. Febr. (Europapreß.) Außenminister Lord Halifax hielt in der Stadthalle von Hüll eine Rede, in der er sich ausführlich mit dem Verhältnis zwischen England und Deutschland beschäftigte. Die politische Lage bezeichnete Lord Halifax als u n - befriedigend. „Wenn alle unsere Versuche mißlingen sollten", sagte Halifax, „und unser Land in einen Krieg verwickelt wird, so haben wir das reine Gewissen, alles, was in unserer Macht gestanden hat, getan zu haben, um die Katastrophe zu vermeiden. Ich gehöre nicht zu denen, die glauben, daß ein Krieg unvermeidlich ist!"
Lord Halifax kam auf die Erklärungen Adolf Hitlers im Reichstag zu sprechen, nach denen das Leben der deutschen Nation von der Ausfuhr a b h ä n g e. Diese Feststellung sei zutreffend und gelte auch für Großbritannien. Dagegen bestritt Lord Halifax die Richtigkeit der Feststellung, der letzte Krieg sei geführt worden, um Deutschland vom Welthandel auszuschließen. Deutschlands Handel habe geblüht, wenn der Handel Englands geblüht habe. Der Niedergang des deutschen Handels hätte auch Rückwirkungen auf den englischen Handel gehabt. „Warum sollten wir daher wünschen, Deutschland jetzt aus dem Welthandel zu verdrängen?", so fragte der Außenminister. Die englische Regierung vertrete die Ansicht, daß in einer Zeit der wirtschaftlichen Blüte sowie des Aufbaus und Friedens der Handel in der ganzen Welt einen Aufschwung nehmen müsse. Die Ursache der Krisis, unter der die Wirtschaft leide, sei die Furcht vordem Kriege. Hitler habe eine lange Friedensperiode vorausgesagt. Nirgends hoffe man mehr als in England auf die Erfüllung dieser Prophezeiung. Der Abschluß der deutsch-englischen Kohlenverhandlungen sei vorbildlich, da er einen „praktischen Beitrag für die Zusammenarbeit zweier Nationen und ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft" darstelle. „Denn", so führte Lord Halifax weiter aus, „die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und England ist nicht nur wünschenswert, sondern not5 roenbi g."
Lord Halifax betonte abschließend, daß zwischen Deutschland und England keinerlei Fragen stünden, die nicht auf dem Wege des freundschaftlichen Meinungsaustausches beigelegt werden könnten. Allgemeine Beilegung der Streitigkeiten könne erst geschehen, wenn alle beteiligten Nationen von hem Wunsch beseelt seien, eine friedliche Einigung über die zur Diskussion stehenden Punkte zu erreichen. Das heiße, Europa müsse jetzt m i t einem größeren Maß von Vertrauen und gu -
dem braun gebrannten Seemannsgesicht und dem schmalen Mund, der ebenso zu schweigen wie zu kommandieren versteht, entstammt einer Familie, Die schon seit Generationen im englischen Weltreich hervorragende Männer auf vorgeschobenem Posten stellte. Auch Admiral Ehatfield hat sich — im Krieg und Frieden — auf allen sieben Meeren die Stürme um die Ohren wehen lassen, wie es England von den Prominenten seiner Admiralität verlangt. Die Ernennung zum „Koordinationsminister für Verteidigung" traf ihn, als er gerade seine Tätigkeit zur Reorganisation der englischen Verteidigung dien beendet hatte. Lange hatte die briti
OerZwang zumExpori.
Der Führer hat in seiner Rede vor dem Groß- deutschen Reichstag am Tag der nationalsozialistischen Erhebung unsere Forderung nach Rückgabe unserer Kolonien in engen Zusammenhang gebracht mit unserer wirtschaftlichen Lage. Wir müssen 135 Menschen auf den Quadratkilometer ernähren und beschäftigen. Der Ausdehnung unserer landwirtschaftlichen Erzeugung setzen Boden und Klima ge- wisse Grenzen. Die Beschaffung industrieller Rohstoffe ist trotz der großartigen Erfolge unserer Wissenschaft und Technik im Aufgabenkreis des Dier- jahresplans doch nur auf bestimmten Gebieten und in gewissem Umfang aus eigener Kraft möglich. Wir brauchen also eine Ausweitung unseres Lebensraums, die uns im Kreislauf der eigenen Wirtschaft die notwendige Ergänzung unserer Rohstoff- und Nahrungsmittelbeschaffung gestatten würde. Das britische Weltreich, Frankreich, die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion, aber auch viele kleinere Staaten, wie Holland, Belgien und Portugal, verfügen über diesen Raum und eine ebenso reiche wie vielseitige Ernährungs- und Rohstoffgrundlage, obwohl sie alle mit ihren Außenbesitzungen und überseeischen Kolonien kaum ein Zehntel der Volksdichte aufweisen wie Deutschland. Da man uns aber die Rückgabe unserer Kolonien wider Vernunft und Recht unter den lächerlichsten Vorwänden verweigert, müssen wir einen anderen Weg einschlagen, um uns eine ausreichende Rohstoff, und Ernäh- rungsgrunblage zu sichern. Wir müssen unsere Aus- fuhr mit allen Mitteln und unter allen Umständen auf das äußerste steigern, damit wir im Austausch mit unseren Waren aus dem Ausland diejenigen Rohstoffe und Lebensrnittel hereinholen können, die wir selbst nicht oder nicht genügend besitzen oder erzeugen, aber brauchen, um Leben und Arbeit des deutschen Volkes zu gewährleisten.
Das ist die große Ausgabe, vor die wir uns gestellt sehen aus dem Zwang einer Lage heraus, für die wir nicht verantwortlich sind, und um so weniger wird uns irgend etwas davon abhalten, an die Lösung dieser Aufgabe unsere ganze Kraft und unseren ganzen Willen zu setzen, gleichgültig, ob wir mit unseren Außenhandelsmethoden anderen Län-
Halifax findet Zustimmung.
London, 4. Febr. (DNB.) Funkspruch.) Die „Times" und der „Daily Telegraph" befassen sich eingehend mit der Rede von Lord Halifax. Die „Times" schreibt unter Bezugnahme auf die Reichs- tagsreöe des Führers und die Erklärungen von Lord Halifax, verantwortungsbewußte Leute wüßten, daß Deutschland in jederBeziehung das Recht habe, seinen Handel zu fördern, die Einfuhr von Lebensrnitteln, Rohstoffen und ande- rcn notwendigen Waren zu steigern und die erforderlichen Zahlungsmittel durch Ausfuhrsteigerung zu beschaffen. Sie gingen noch weiter und gäben ZU. daß Deutschland in gewissen Teilender Welt aus geographischen und wirtschaftlichen Gründen berechtigt sei, ben größten Seither Einfuhr und Ausfuhr für sich in Anspruch zu nehmen. Sie beneideten Deutschland nicht, sondern begrüßen das sogar. Deutschland und England seien gegenseitig die besten Kunden. Beide hätten also ein direktes Interesse daran, daß es dem anderen gut gehe. Das Blatt behauptet dann, daß weniger die Ausdehnungsbestrebungen des deutschen Handels als vielmehr die „angewandten Methoden" Grund zur Verärgerung seien, gibt aber gleichzeitig zu, daß man von Deutschland nicht verlangen könne, sein neues Handelssystem zu ändern. — „Daily Telegraph" schreibt, die deutsch-englische Einigung in der Kohlenfrage sei ein hoffnungsvolles Vorzeichen für die Zukunft, weil sie beweise, daß Deutschland und England trotz aller ideologischen Unterschiede zu beiderseiti- gemVorteil Zusammenarbeiten könnten.
Chatfield" in die Zentrale berufen würde. Jetzt ist an die Stelle des fülligen, jovialen Advokaten Thomas Jnskip im Ministerium für „Coordination of defence“ der, nüchterne, energische Seeoffizier getreten — England hofft von ihm, daß er die frische ßuft der sieben Meere an den Regierungssitz nach Whitehall mitbringen werde.
Dr. Ley fährt nach London.
Berlin, 3. Febr. (DNB.) Reichsleiter Dr. Ley begibt sich am Sonntag zu einem dreitägigen Aufenthalt nach London, um auf Einladung des National Fitneß Komitee als Präsident des Internationalen Zentralbüros „Freude und A r b e i t " an ber Sitzung des Internationalen Beratungskomitees teilzunehmen. Zur Erörterung steht die Festsetzung des nächsten Tagungsortes für den im vergangenen Jahre in Rom abgehaltenen Weltkongreß „Freude und Arbeit". Das Programm des Londoner Aufenthaltes sieht auch einen Empfang beim Premierminister Chamberlain vor.
fast alle großen und Grundtyven im Personenkraftwagenbau, 113 Ty- - ..^offenen in der bri- pen an Lastkraftw.men und etwa 150 Kraftradtynen tischen Flotte innegehabt. Der heute 65jähxige mit I hergtzstellt. Durch diese Mannigfaltigkeit aber las-
Admiral Beattn — offenbar ebenso unberührt wie
sein Flaggschiffkommandant • an diesen: uuytiiuji» uei yiuicoenüigren einer ^xporiaus-
field, mit unseren , Kähnen" ist heute irgend etwas Weitung und derErfüllung vordringlicher mi- nicht in Ordnung. Gehen Sie zwei Strich näher an llitä rischer Aufgaben in der vorhandenen den Feind! Und Ehatfield manövrierte das Admi-! Organisation und den bisherigen Mitteln nicht ge- ralsschiff mit derselben Unbeirrtheit im tödlichen löst werden. Man müsse daher unverzüalich zu Feuer des Feindes, wie er sie bei Dutzenden von einer Rationalisierung von Mensch, Ma- rZlottenmanövern bewiesen hatte. Auch in diesem * terial und Geldaufwand schreiten und vor allem kritischsten Augenblick der britischen Seegeschichte das nicht mehr vertretbare Ausmaß an Son- dlieb Lord Ehatfield — „the strong silent man", derkonstruktionen beschränken. Gegen-
Nach dem Ärieoe hat Lord Ehatneld — 1937 markig werden in Deutschland noch 52 verschiedene wurde er zum Earl ernannt — fast alle großen und Grundtypen im Personenkraftwagenbau, 113 Ty-
. , . den Vertretern des öffentlichen Lebens, der Wehr-
bann das Wunder fertig, das völlig manövrier- j macht und Wirtschaft sprach in Anwesenheit des unfähige Schiff im Schlepp der ,Lndomitable" nach Gaulriters der Generalbevollmächtigte für bas'bie Nolyth zu retten. ! Kraftfahrwesen Oberst v an Schell über bie ber A
Und bann stand er mieber neben Vizeadmiral | Neuorbnung ber Kraftfahrzeugwirtschaft, deren Beatty auf der Kommandobrücke in der großen See«! Produktion sich in ben erften fünf Jahren bes m Skagerrak, am 1. Juni 1916. Der | neuen Reiches versechsfacht habe. Diesem un= *«..« ^«Puui ct|U Schlacht treu zer „ Inbefatigable" war bereits gesun-bestreitbaren Erfolg gegenüber ergebe sich bie Tat-! begriffene Typ
^te. .^''-''.n Mary^! jache, baß Deutschland in ber Erzeugung von! Laufe biefes 3ayt» d« unu uie ^y-
teilte je.n Schicksal Auf bem Admiralsschiff „Lion ^Nutzkraftwagen mit einem Anteil von 16,8 pen ber Personenkraftwagen auf 25, ber Krafträber mar bereits an mehreren Stellen Feuer ausgebro- v. H. der Gesamtproduktion in der Reihe der in auf etwa 30, der Nutzkraftwagen auf rund 13 und - war in ätzenden Dampf Frage kommenden Staaten die letzte Stelle ber Dreiradwagen auf zwei bis vier beschränkt In
emgehullt, die ,ede -sicht fast unmöglich machte. Da einnehme. Heute fehlen in Deutschland rund gleicher Weise'erfahren die Erzeugung der An- Iwne eine Ordonnanz zu dem kommandierenden 100 000Nutzkraftwagen, ein Mangel, der sofortige höngertypen und der außergewöhnlich übersetzten Vizeadmiral Beatty hinauf: „Sir, die „Princeß Maßnahmen zur Steigerung der Erzeugung er» Omnibus» und c " Royal ist in die Luft gegangen!" Da wandte sich forderlich mache. ’ t...'2,t
- Die darin begründete Aufgabe könne jedoch schon migungssperre für r v » llw
Chat- angesichts der Notwendigkeit einer Exportaus- Auge gefaßt, während die noch verbleibenden Ty-
Siebener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen


