Ausgabe 
4.2.1939
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 30 Erstes Matt

189. Jahrgang

Samstag, ^./Sonntag, 5. Zebruar 1939

Prüft und Verlag: vrühlsche UnIverfitStsdruckerei «.Lange in Sieben. Schristleitung und SeschSftzftelle: Schulstraße 7

i n I n -

Vizeadmiral Beatty hinauf:

neue Typen ins

verantwortungsvollen Kommandostellen

auf aus-

das An- -

... ----- Jange hatte die brüifche Oef-

fentlichkeit bereits gefordert, daßthe strong silent

griff genommen und einer zweckentsprechenden sung entgegengeführt.

pcn auf die einzelnen Jndustriefirmen verteilt wer­den sollen.

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Tert, anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. !ßereinbg.250/o mehr.

ErmShtgte Grundpreise:

Stellen:, Derelns«. gemein^ nühige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B

t e m Willen zur Zusammenarbeit politischem sowie auf wirtschaftlichem Gebiet gestattet sein, als es heute der Fall sei.

Auch der Minister für den Ueberseehandel, H u n d- s o n, beschäftigte sich in einer Rede mit Welthan­delsfragen und erklärte, auf diesem Gebiete hänge alles von gegenseitigem Vertrauen ab. Durch das deutsch-englische Kohlenabkommen sei eine seit langem offenstehende Frage bereinigt worden; er hoffe, daß man dieses Abkommen in einen sämt­liche Länder Europas umfassenden Vertrag werde erweitern können. Sollte es gelingen, auch andereJndustrien zu einer Bereinigung ihrer Meinungsverschiedenheiten zu bringen, so wäre das einer der größten vorbereitenden Schritte zu einer politischen Befriedung. Er sei der Auf­fassung, daß das Vertrauen auf künftigen Frieden in Europa ständig wachse.

und Sckleppertypen eine entscheidende Bereinigung. Ferner ist eine Geneh -

dern unbequem werden. Der Führer hat über un­sere Entschlossenheit, vor keiner Drohung zurückzu­weichen, nicht den geringsten Zweifel gelassen. Der Mangel an ausreichenden Gold- und Devisenreser­ven, ertragsreichen Auslandsanlagen und eigenen kolonialen Wirtschaftsgebieten beschränkte die deutsche Wirtschaft für Bezahlung ihrer Einfuhr auf die Devisenerlöse aus ihrer Ausfuhr. Das hat mehr und mehr dazu geführt, vor allem aus den Ländern Rohstoffe und Lebensmittel zu beziehen, die bereit waren, deutsche Waren aufzunehmen. So kam es zu einem immer ausgedehnteren Warentauschver- kehr, der mit Hilfe der Verrechnungs- und Zah­lungsabkommen sich vom Zwang zur Zahlung in Devisen weitgehend freigemacht hat. Als deoisen- armes Land sind wir eben auf Gegenseitigkeitsge- schäfte angewiesen und wir haben für unsere Lage bei einer Reihe von Ländern volles Verständnis gefunden, die gerne bereit waren, für deutsche Qua­litätswaren, namentlich industrielle Produktions­güter wie Maschinen uns im Tausch ihre eigenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse und industriellen Rohstoffe zu liefern. So hat sich die deutsche Aus­fuhr naturgemäß von den westlichen Industriestaa­ten immer mehr nach den Rohstoff- und Agrarlän- gern Südosteuropas, Borderasiens, Nordeuropas und Süd- und Mittelamerikas verlagert. Die w'rt- schaftliche Struktur dieser Länder bietet eine natür­liche Ergänzung der deutschen Wirtschaft. Nament- lich in füdosteuropäischen Ländern wie Ungarn, Jugoslawien und Bulgarien konnten wir im Hin­blick auf die Bedürfnisse unserer Landwirtschaft den verstärkten Anbau von Oelfrüchten und Mais an- regen. Auch die Förderung der Bodenschätze wurde besonders in Jugoslawien im Hinblick auf den Be­darf der deutschen Industrie verstärkt. Was Deutsch- land dafür liefert, sind vor allem industrielle Pro­duktionsgüter, die der wirtschaftlichen Erschließung der industriell noch unentwickelten Länder dienen, aber auch Fertigwaren. Aehnlich liegen die Ver­hältnisse in Aegypten, der Türkei und im Iran, wo namentlich Wolle und Baumwolle, Oele und Fette wicht'ge Ausfuhrgüter sind, während die ibero- amerikanischen Länder, die im deutschen Außenhan­del eine immer bedeutsamere Rolle spielen, Erze, Fleisch und Kolonialwaren exportieren.

Obwohl sich dieser Warenaustausckverkehr gut angelassen hat und zu beiderseitiger" Zufriedenheit Deutschlands und feiner Handelspartner arbeitet so konnten z. B. Süd- und Mittelamerika 1938 15,5 v. H. der deutschen Einfuhr decken f'ftatt 9,6 im Jahre 1932) und Südosteuropa 8,9 lstatt 5,0 im Jahre 1932) zwingt der deutsche Devisenmangel doch zu einer sorgfältigen Verbrauchslenkung. Durch Einsparungen bei der Einfuhr von Lebensmi"eln und Rohstoffen für Verbrauchsgüter konnten Ein­fuhrmöglichkeiten für den dringenden Bedarf der Produktionsgüterindustrie geschaffen werden. So hat das Institut für Konjunkturforschung festgestellt, daß der Anteil der industriellen Verbrauchsgüter an der Gesamteinfuhr von 22 v. H. im Jahre 1929 auf 15,4 v. H. im Jahre 1937 ermäßigt werden konnte. In der gleichen Zeit stieg der Anteil der Produk- tionsgüter von 14 v. H. auf 16,9. Aus dem gleichen Grunde der Devisenersparnis bedarf der deutsche Außenhandel auch nach der Richtung hin der Len­kung, daß die Ausfuhr solcher Güter bevorzugt wird, die verhältnismäßig wenig ausländische Roh­stoffe und möglichst viel deutsche Arbeit enthalten, während wir' umgekehrt vornehmlich solche Güter einzuführen suchen, in denen wenig Arbeitskosten und hohe Rohstoffanteile stecken. Auch hierüber hat das Institut für Kamunktursorschung aufschlußreiche Zahlen veröffentlicht. Danach haben die Fertig-

Der Förderung des technischen Fortschrittes diene die Planung einer großen Forschüngsanstalt, die unter Leitung von Prof. Porsche gestellt werde und den Unternehmungen zu Erprobungen zur Verfügung stehen soll. Mit der Neuordnung der Kraftfahrzeugwirtschaft aber wird gleichzeitig' ' Problem Kraftfahrzeug Schiene in

Der Admiral mit demAelson-Winki".

Admiral Lord Ehatfield, Englands neuer »Minister für Koordination der Verteidigung".

Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.

(Erld)etm täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte ©teßener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle

Monatr-vezugrprels:

Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Fernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Giehev

Postschecklonto:

Zronlfurt am Main 11688

g u n g zu tun haben. Wenn man den Versiche­rungen derJunioren-Minister" in Ehamberlains Kabinett, die seit Wochen mit leidenschaftlicher Schärfe eine Umbesetzung derlandesverteidi- gungs-wichtigen" Ministerien fordern, glaubt, so war Thomas Jnskip allen großen Erwartungen zum Trotz nicht der rechte Mann am rechten Platz. Die Einwendungen richteten sich vor allem gegen die bürokratische Form seiner Amtsführung und gegen seinen angeblichen Man­gel an Organisationstalent die erste und wich­tigste Voraussetzung für einen solchen Posten.

Premiermimster Chamberlain hat diesen Stim­men, die von weiten Kreisen der öffentlichen Mei­nung unterstützt wurden, Rechnung getragen: der bürokratische Jurist" mußte weichen an feine Stelle ist soeben derAdmiral of the Fleet" Lord Er nie Ehatfield getreten. Die Persönlichkeit dieses neuen Mannes auf einem der wichtigsten Posten des englischen Kabinetts bietet dem Premier­minister eine Gewähr dafür, daß jede Kritik per­soneller oder fachlicher Art schweigen wird. Mit keiner Persönlichkeit der heutigenAdmirality" wird -7 weit über das Offizierkorps der Flotte hinaus ein solcher Kult getrieben wie mit Admiral Ehat- sielt, demstrong silent man", demgroßen Schweiger". Er hat sich diesen Ruf nicht als Friedensadmiral" verdient, der Nimbus, der ihn im Volk und in der Flotte umkleidet, ist gegründet auf die großen Seeschlachten des Weltkrieges, in Denen er alsFlag Captain" das Admiralschiff Sion" mit der ihm eigenen unerschütterlichen Ruhe befehligte.

Schlagzeilen der englischen Presse bezeichnen Ehat- field gern als den Admiral mit dem N e 1 s o n -1 o u c h ", demNelson-Instinkt". Drei Seeschlachten des Weltkrieges bei Helgoland, der Doggerbank und am Skagerrak haben ihm diesen Ehrentitel eingebracht. Bereits kurz vor Ausbruch des Weltkrieges im Frühsommer 1914 wurde Ehatfield zumFlag-Captain" des Vizeadmirals Beatty ernannt und damit zum Kommandanten feines Flaggschiffes, des SchlachtkreuzersL i o n". Das Geschwader des Vizeadmirals Beatty stattete unmittelbar vor dem Ausbruch der Weltkriegs-Kata­strophe der russischen Flottenstation K r o n st a d t den Besuch ab, der aller Welt die engen Bmde demonstrieren sollte, die auch auf maritimem Gebiet das alliierte England und Rußland verbanden.

Lord Ehatfields Feuerprobe war die Schlacht bei Helgoland am 28. Augull 1914. In den head - lines" der englischen Prelle erschien sein Name aber erst nach der Seeschlacht an der D o g g e r b a n k am 24. Januar 1915 Seit diesem Tage gehört er zu den Großen derGrand-Fleet", als Flaggschiff-Kommandant stand er an der Seite des Vizeadmirals Beatty auf der Kommandobrücke derßion". Um 9 Uhr früh hatte dieLion" den tödlichen Angriff auf den deutschen , Blücher" eröffnet, da wurde das britische Admiralschiff selbst in der Wasserlinie getroffen und nun setzte eine Beschießung ein, deren Treffer dieLian" außer Gefecht setzte. Einzig und allem der Kaltblütigkeit des Flaggschiff-Karnrnandanten Ehatfield war es zu verdanken, daß Beatty wenigstens noch den lieber» blick über die Seeschlacht behielt. Ehatfield brachte

Die deutsch-englischen Handelsbeziehungen

Lord Halifax wünscht Vertrauen und Zusammenarbeit.

Lpd. Frankfurt a. M., 3. Febr. Dor führen- sen sich auf die Dauer die Aufgaben der Motori- cn-i-i- - K «rv r sierung weder wirtschaftlich noch militärisch lösen.

Eine noch weitgehendere Uebersetzung aber zeige Zubehör- und Ersatzteilerzeugung, --- Autohandel und die Lagerhaltung, die in ihrer Organisation einen heute nicht mehr vertretbaren Aufwand an Arbeitskraft, Material und Kapital erfordere. Die zur Zeit in Vorbereitung T ypenbereinigung wird noch im Laufe dieses Jahres ,pi Ende geführt und die Ty-

(Nachdruck verboten.) Ch. H. London, im Februar.

Sollten haben sich größere Erwartungen an einen Mann geknüpft, als an S i r Thomas Jnskip, den hervorragenden englischen Juristen und Politiker, als er vor einiger Zeit das neu er­richtete Ministerium fürEoordination of Defence" übernahm. Unter den zahlreichen mi­nisteriellen Ressorts, denen zu Lande, zur See und in der Lust die Verteidigung des englischen Empire obliegt, fiel dem neuenÄooröinationsminifter" eine besondere Aufgabe zu. nämlich die ein» h e i t l i ch e Planung und die Organisation der aweckmäßigen Zusammenarbeit zwischen sämtlichen Ministerien und militärischen Dienststellen, die mit der L a n d e s v e r t e i d i -

Die Aeuordmmg der Kraflschrzeußwirlschail

Oberst von Schell sprach in Frankfurt a. M.

London, 3. Febr. (Europapreß.) Außenminister Lord Halifax hielt in der Stadthalle von Hüll eine Rede, in der er sich ausführlich mit dem Verhältnis zwischen England und Deutschland beschäftigte. Die politische Lage bezeichnete Lord Halifax als u n - befriedigend.Wenn alle unsere Versuche mißlingen sollten", sagte Halifax,und unser Land in einen Krieg verwickelt wird, so haben wir das reine Gewissen, alles, was in unserer Macht gestan­den hat, getan zu haben, um die Katastrophe zu vermeiden. Ich gehöre nicht zu denen, die glauben, daß ein Krieg unvermeidlich ist!"

Lord Halifax kam auf die Erklärungen Adolf Hitlers im Reichstag zu sprechen, nach denen das Leben der deutschen Nation von der Ausfuhr a b h ä n g e. Diese Feststellung sei zutreffend und gelte auch für Großbritannien. Dagegen bestritt Lord Halifax die Richtigkeit der Feststellung, der letzte Krieg sei geführt worden, um Deutschland vom Welthandel auszuschließen. Deutschlands Handel habe geblüht, wenn der Handel Englands geblüht habe. Der Niedergang des deutschen Handels hätte auch Rückwirkungen auf den englischen Handel ge­habt.Warum sollten wir daher wünschen, Deutsch­land jetzt aus dem Welthandel zu verdrängen?", so fragte der Außenminister. Die englische Regierung vertrete die Ansicht, daß in einer Zeit der wirtschaft­lichen Blüte sowie des Aufbaus und Friedens der Handel in der ganzen Welt einen Auf­schwung nehmen müsse. Die Ursache der Kri­sis, unter der die Wirtschaft leide, sei die Furcht vordem Kriege. Hitler habe eine lange Frie­densperiode vorausgesagt. Nirgends hoffe man mehr als in England auf die Erfüllung dieser Prophezeiung. Der Abschluß der deutsch-eng­lischen Kohlenverhandlungen sei vor­bildlich, da er einenpraktischen Beitrag für die Zusammenarbeit zweier Nationen und ein hoff­nungsvolles Zeichen für die Zukunft" darstelle. Denn", so führte Lord Halifax weiter aus,die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und England ist nicht nur wünschenswert, sondern not5 roenbi g."

Lord Halifax betonte abschließend, daß zwischen Deutschland und England keinerlei Fragen stünden, die nicht auf dem Wege des freundschaft­lichen Meinungsaustausches beigelegt werden könn­ten. Allgemeine Beilegung der Streitigkeiten könne erst geschehen, wenn alle beteiligten Nationen von hem Wunsch beseelt seien, eine friedliche Einigung über die zur Diskussion stehenden Punkte zu errei­chen. Das heiße, Europa müsse jetzt m i t einem größeren Maß von Vertrauen und gu -

dem braun gebrannten Seemannsgesicht und dem schmalen Mund, der ebenso zu schweigen wie zu kommandieren versteht, entstammt einer Familie, Die schon seit Generationen im englischen Weltreich hervorragende Männer auf vorgeschobenem Posten stellte. Auch Admiral Ehatfield hat sich im Krieg und Frieden auf allen sieben Meeren die Stürme um die Ohren wehen lassen, wie es England von den Prominenten seiner Admiralität verlangt. Die Ernennung zumKoordinationsminister für Vertei­digung" traf ihn, als er gerade seine Tätigkeit zur Reorganisation der englischen Verteidigung dien beendet hatte. Lange hatte die briti

OerZwang zumExpori.

Der Führer hat in seiner Rede vor dem Groß- deutschen Reichstag am Tag der nationalsozialisti­schen Erhebung unsere Forderung nach Rückgabe unserer Kolonien in engen Zusammenhang gebracht mit unserer wirtschaftlichen Lage. Wir müssen 135 Menschen auf den Quadratkilometer ernähren und beschäftigen. Der Ausdehnung unserer landwirt­schaftlichen Erzeugung setzen Boden und Klima ge- wisse Grenzen. Die Beschaffung industrieller Roh­stoffe ist trotz der großartigen Erfolge unserer Wis­senschaft und Technik im Aufgabenkreis des Dier- jahresplans doch nur auf bestimmten Gebieten und in gewissem Umfang aus eigener Kraft möglich. Wir brauchen also eine Ausweitung unseres Lebens­raums, die uns im Kreislauf der eigenen Wirtschaft die notwendige Ergänzung unserer Rohstoff- und Nahrungsmittelbeschaffung gestatten würde. Das britische Weltreich, Frankreich, die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion, aber auch viele klei­nere Staaten, wie Holland, Belgien und Portugal, verfügen über diesen Raum und eine ebenso reiche wie vielseitige Ernährungs- und Rohstoffgrundlage, obwohl sie alle mit ihren Außenbesitzungen und überseeischen Kolonien kaum ein Zehntel der Volks­dichte aufweisen wie Deutschland. Da man uns aber die Rückgabe unserer Kolonien wider Vernunft und Recht unter den lächerlichsten Vorwänden verwei­gert, müssen wir einen anderen Weg einschlagen, um uns eine ausreichende Rohstoff, und Ernäh- rungsgrunblage zu sichern. Wir müssen unsere Aus- fuhr mit allen Mitteln und unter allen Umständen auf das äußerste steigern, damit wir im Austausch mit unseren Waren aus dem Ausland diejenigen Rohstoffe und Lebensrnittel hereinholen können, die wir selbst nicht oder nicht genügend besitzen oder erzeugen, aber brauchen, um Leben und Arbeit des deutschen Volkes zu gewährleisten.

Das ist die große Ausgabe, vor die wir uns ge­stellt sehen aus dem Zwang einer Lage heraus, für die wir nicht verantwortlich sind, und um so we­niger wird uns irgend etwas davon abhalten, an die Lösung dieser Aufgabe unsere ganze Kraft und unseren ganzen Willen zu setzen, gleichgültig, ob wir mit unseren Außenhandelsmethoden anderen Län-

Halifax findet Zustimmung.

London, 4. Febr. (DNB.) Funkspruch.) Die Times" und derDaily Telegraph" befassen sich eingehend mit der Rede von Lord Halifax. Die Times" schreibt unter Bezugnahme auf die Reichs- tagsreöe des Führers und die Erklärungen von Lord Halifax, verantwortungsbewußte Leute wüß­ten, daß Deutschland in jederBeziehung das Recht habe, seinen Handel zu fördern, die Einfuhr von Lebensrnitteln, Rohstoffen und ande- rcn notwendigen Waren zu steigern und die erfor­derlichen Zahlungsmittel durch Ausfuhrsteigerung zu beschaffen. Sie gingen noch weiter und gäben ZU. daß Deutschland in gewissen Teilender Welt aus geographischen und wirtschaftlichen Gründen berechtigt sei, ben größten Seither Einfuhr und Ausfuhr für sich in Anspruch zu nehmen. Sie beneideten Deutschland nicht, son­dern begrüßen das sogar. Deutschland und England seien gegenseitig die besten Kunden. Beide hätten also ein direktes Interesse daran, daß es dem anderen gut gehe. Das Blatt behauptet dann, daß weniger die Ausdehnungsbestrebungen des deutschen Handels als vielmehr dieange­wandten Methoden" Grund zur Verärgerung seien, gibt aber gleichzeitig zu, daß man von Deutschland nicht verlangen könne, sein neues Han­delssystem zu ändern.Daily Telegraph" schreibt, die deutsch-englische Einigung in der Kohlenfrage sei ein hoffnungsvolles Vorzeichen für die Zukunft, weil sie beweise, daß Deutschland und England trotz aller ideologischen Unterschiede zu beiderseiti- gemVorteil Zusammenarbeiten könnten.

Chatfield" in die Zentrale berufen würde. Jetzt ist an die Stelle des fülligen, jovialen Advokaten Tho­mas Jnskip im Ministerium fürCoordination of defence der, nüchterne, energische Seeoffizier getre­ten England hofft von ihm, daß er die frische ßuft der sieben Meere an den Regierungssitz nach Whitehall mitbringen werde.

Dr. Ley fährt nach London.

Berlin, 3. Febr. (DNB.) Reichsleiter Dr. Ley begibt sich am Sonntag zu einem dreitägigen Aufenthalt nach London, um auf Einladung des National Fitneß Komitee als Präsident des Inter­nationalen ZentralbürosFreude und A r b e i t " an ber Sitzung des Internatio­nalen Beratungskomitees teilzunehmen. Zur Erörte­rung steht die Festsetzung des nächsten Ta­gungsortes für den im vergangenen Jahre in Rom abgehaltenen WeltkongreßFreude und Arbeit". Das Programm des Londoner Aufenthaltes sieht auch einen Empfang beim Premierminister Chamberlain vor.

fast alle großen und Grundtyven im Personenkraftwagenbau, 113 Ty- - ..^offenen in der bri- pen an Lastkraftw.men und etwa 150 Kraftradtynen tischen Flotte innegehabt. Der heute 65jähxige mit I hergtzstellt. Durch diese Mannigfaltigkeit aber las-

Admiral Beattn offenbar ebenso unberührt wie

sein Flaggschiffkommandant an diesen: uuytiiuji» uei yiuicoenüigren einer ^xporiaus-

field, mit unseren , Kähnen" ist heute irgend etwas Weitung und derErfüllung vordringlicher mi- nicht in Ordnung. Gehen Sie zwei Strich näher an llitä rischer Aufgaben in der vorhandenen den Feind! Und Ehatfield manövrierte das Admi-! Organisation und den bisherigen Mitteln nicht ge- ralsschiff mit derselben Unbeirrtheit im tödlichen löst werden. Man müsse daher unverzüalich zu Feuer des Feindes, wie er sie bei Dutzenden von einer Rationalisierung von Mensch, Ma- rZlottenmanövern bewiesen hatte. Auch in diesem * terial und Geldaufwand schreiten und vor allem kritischsten Augenblick der britischen Seegeschichte das nicht mehr vertretbare Ausmaß an Son- dlieb Lord Ehatfieldthe strong silent man", derkonstruktionen beschränken. Gegen-

Nach dem Ärieoe hat Lord Ehatneld 1937 markig werden in Deutschland noch 52 verschiedene wurde er zum Earl ernannt fast alle großen und Grundtypen im Personenkraftwagenbau, 113 Ty-

. , . den Vertretern des öffentlichen Lebens, der Wehr-

bann das Wunder fertig, das völlig manövrier- j macht und Wirtschaft sprach in Anwesenheit des unfähige Schiff im Schlepp der ,Lndomitable" nach Gaulriters der Generalbevollmächtigte für bas'bie Nolyth zu retten. ! Kraftfahrwesen Oberst v an Schell über bie ber A

Und bann stand er mieber neben Vizeadmiral | Neuorbnung ber Kraftfahrzeugwirtschaft, deren Beatty auf der Kommandobrücke in der großen See«! Produktion sich in ben erften fünf Jahren bes m Skagerrak, am 1. Juni 1916. Der | neuen Reiches versechsfacht habe. Diesem un= *«..« ^«Puui ct|U Schlacht treu zer Inbefatigable" war bereits gesun-bestreitbaren Erfolg gegenüber ergebe sich bie Tat-! begriffene Typ

^te. .^''-''.n Mary^! jache, baß Deutschland in ber Erzeugung von! Laufe biefes 3ayt» d« unu uie ^y-

teilte je.n Schicksal Auf bem AdmiralsschiffLion ^Nutzkraftwagen mit einem Anteil von 16,8 pen ber Personenkraftwagen auf 25, ber Krafträber mar bereits an mehreren Stellen Feuer ausgebro- v. H. der Gesamtproduktion in der Reihe der in auf etwa 30, der Nutzkraftwagen auf rund 13 und - war in ätzenden Dampf Frage kommenden Staaten die letzte Stelle ber Dreiradwagen auf zwei bis vier beschränkt In

emgehullt, die ,ede -sicht fast unmöglich machte. Da einnehme. Heute fehlen in Deutschland rund gleicher Weise'erfahren die Erzeugung der An- Iwne eine Ordonnanz zu dem kommandierenden 100 000Nutzkraftwagen, ein Mangel, der sofortige höngertypen und der außergewöhnlich übersetzten Vizeadmiral Beatty hinauf:Sir, diePrinceß Maßnahmen zur Steigerung der Erzeugung er» Omnibus» und c " Royal ist in die Luft gegangen!" Da wandte sich forderlich mache. t...'2,t

- Die darin begründete Aufgabe könne jedoch schon migungssperre für r v » llw

Chat- angesichts der Notwendigkeit einer Exportaus- Auge gefaßt, während die noch verbleibenden Ty-

Siebener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen