Ausgabe 
4.2.1939
 
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Adam Kircher, Gießen, Bleichstraße 15, Ruf 3338!

Schuht die Zugtiere vor Frost!

der

er-

nern Londons sind die Gepäckaufbewahrungsstellen polizeilich geschlossen worden. Das dort abgegebene Gepäck wird in aller Eile einer eingehenden U n - t e r s u ch u n g unterworfen, um weiteren Anschlägen Doriubpuqpn.

2m Londoner Vorort Stoke Newton wur­den m der Nacht zum Samstag in einem Garten sieben Bomben gefunden, die mit Zeit­zündern versehen waren und in den frühen Mor­genstunden des Samstags zur Explosion kommen sollten.

Der . Daily Telegraph" berichtet, nach ihm von Scotland Pard zugegangenen Informationen seien in London und in großen Provinzstädten Eng­lands noch Hunderte von Tonnen Explo­sivstoffe, Munition und Waffen verborgen. Weiter teiltDaily Telegraph" mit, in Dublin sei man einer weitverzweigten Terrororganisation aus die Spur gekommen, von der die Attentate in Eng­land angeblich geleitet würden. Das Blatt bringt diese Organisation mit der Irischen Repu­blikanischen Armee in Zusammenhang. Zn der Nacht zum Samstag wurden in England und in der Provinz Ulster große Polizei-Auf. geböte zur Verstärkung des regelmäßigen Si­cherheitsdienstes eingesetzt, um etwaigen Atten­tätern auf die Spur zu kommen und neue An­schläge zu verhindern.Daily Herald" will von einem Ultimatum wissen, das angeblich von der Irischen Republikanischen Armee dem engli­schen Außenminister Lord Halifar am Freitag­abend verspätet zugestellt worden sei. Das Doku­ment, das vom 12. Januar datiert sei, fordere die Zurückziehung aller in Irland stationierten englischen Truppen bis zum 16. Januar. Wie er­innerlich, erfolgten am 16. Januar in England zahlreiche Bombenanschläge.

auch Gewandtheit und vor allem Schneid und Tur­nen gefördert. Am Schluß der zweijährigen Aus­bildung legt der Schüler die Unteroffizierprüfung ab, worauf er als Unteroffizier zu einem Infanterie - Truppenteil versetzt wird, Kosten entstehen durch die Ausbildung nicht. Es wird im Gegenteil Löhnung wie bei der Truppe neben freier Bekleidung, Verpflegung, Unterkunft und Heilfürsorge gewährt.

Es werden nur Bewerber vom vollendeten 17.

eine große Versammlungsaktion statt, die jede Woche einen anderen Kreis erfaßt. An der Spitze der Redner steht der Gauleiter, der am Samstag bei der Versammlungsaktion im Kreis Limburg-Unterlahn in Bad Ems in einer öffent­lichen Versammlung spricht.

Am 1. Februar sind die Beamten der neuen Reichspostdirektion Troppau von Op­peln, dem Sitz der bisherigen Aufbaustelle, nach Troppau in das Gebäude der ehemaligen Post- und Telegrafendirektion übergesiedelt. Die Reichs­postdirektion Troppau gehört neben Karls­bad und Außig zu den drei neuen Reichspost­direktionen, die in den sudetenüeutschen Gebieten errichtet werden. Die Zahl der Reichspostdirekstonen im gesamten Reich einschließlich der Ostmark und des Südetenlandes hat sich damit auf 49 erhöht.

Neue Bombenwürfe in London

llntergrundbahnhöfe schwer in Mitleidenschaft gezogen.

die Stellung von Waffentraditionsfüh­rern geschaffen. Ihre Tätigkeit beschränkt sich auf das Gebiet der Traditionspflege. Zu diesem Zweck betreuen sie bei größeren Aufmärschen usw. die Traditionsoerbände ihrer Waffen. Es sind ernannt zum Waffentraditionsführer der Jäger und Schützen Hauptmann a. D. von Arnim, der Kavallerie Generalmajor a. D. Janssen, der schweren Ar­tillerie Miior a. D. Kaiser. Für die Feldartillerie und die Pioniere steht die Ernennung noch aus. Ebenso sind bereits Traditionsoerbandsführer für die ehemaligen Angehörigen der N ach richt en - truppe, der Eisenbahntruppe und KraftfahrLruppe ernannt.

bis zum vollendeten' 20. Lebensjahr eingestellt. Die Mindestgröße beträgt 165 cm. Der Bewerber muß sich zu 12jähriqem ununterbrochenen Dienst im Heer verpflichten. Die Arbeitsdienstpflicht muß vor der Einstellung erfüllt sein. Abiturienten, Studenten und Bewerber, die bereits gedient haben, ebenso Brillenträger, werden nicht eingestellt. Weitere Ein­zelheiten können bei den Heeresunteroffizierschulen, Wehrbezirkskommandos und Wehrmeldeämtern fragt werden.

Dusgesuchte Zuaenb

für die Seeresunteroffizierscbulen.

Dom Oberkommando des Heeres wird darauf hingewiesen, daß jetzt bis zum 30. September dieses Jahres die Anträge auf Einstellung in die Heeresunteroffizierschulen für Herbst 1940 entgegengenommen werden. Da es sich hier um einen aussichtsreichen Beruf handelt, kann jungen Leuten, die Lust und Liebe zum Soldaten­beruf haben, nur empfohlen werden, sich mög­lichst bald zu entscheiden, denn die Aufnahme in die drel" Heeresunteroffizierschulen in Potsdam, Sigmaringen/Donau und Frankenstein/Schlesien ist natürlich durch die Zahl der zur Verfügung stehen­den Stellen begrenzt.

Als Unteroffizierschüler werden besonders ausgesuchte, länger dienende Frei - willige, die auf den Heeresunteroffizierschulen in zwei Jahren auf den verantwortungsvollen und vielseitigen Beruf eines Jnfanterie-Unter- o ' fizlers vorbereitet werden, eingestellt. Frisches und straffes Auftreten, das Vorbedingung für die spätere Erziehungsaufgade ist, lernt der Unter­offizierschüler im Exerzierdienst. Daneben kommt dem militärischen Unterricht be­sondere Bedeutung zu. Der Unteroffizierschüler wird auch geistig und weltanschaulich auf seine Aufgabe als Erzieher junger Deutscher vorbereitet. Ebenso wird die Allgemeinbildung durch Unterricht in Deutsch. Rechnen, Erdkunde, Geschichte und Na- kionalpolitik gefördert. Der zukünftige Unteroffizier muß über ein gewisses Können und Wisien ver­fügen, ohne das er feine Untergebenen später nicht auszubilden vermag. Im Sport wird nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit gesteigert, sondern

* Waffenifaditionsführer im lieickskrieaefbund.

Zur Pflege der besonderen Tradition der einzel- nen Waffengattungen hat der Reichskriegerführer

einem Stechen lagen Holstein und Hannover noch fehlergleich Die um %o Sekunden kürzere Zeit entschied für Holstein. Der Vorjahrssieger Ost­preußen gelangte auf den dritten Platz.

Wang-Tschingwei fährt nach Europa.

Hongkong, 3. Febr. (Europapreß.) Wang Tsching-wei, der wegen seines Eintretens für japa­nisch-chinesische Friedensoerhandlungen kürzlich aus der Kuomintang ausgeschlossen wurde und sich jetzt i n H a n o i, der Hauptstadt Französisch-Jndochinas, befindet, soll sich jetzt, wie die chinesische Zeitung Singtao Jinpao" aus Tschungking erfährt, noch Europa begeben. Wang Tsching-wei, der in Begleitung seiner Frau und seines Privatsekretärs Tsang Tschung-ming reifen soll, habe unter der Be­gründung seiner beabsichtigten Europareise in Tschunking gefordert, daß ihm sein Paß nach Hanoi geschickt werde. Er hat von der chinesischen Regie­rung die Erlaubnis erhalten, sich nach Eu­ro p a zu begeben. Paß und Reisekosten werden von der chinesischen Regierung zur Verfügung gestellt.

Kleine politische Nachrichten.

NSG. Seit dem G a u a p p e l l des Gaues Hessen- Nassau, der der gesamten Führerschaft die Richt­linien für das neue Jahr gab, findet im ganzen Gau

abs. London. 3. Februar.

Die zahlreichen Verhaftungen der letzten Wochen haben die Tätigkeit der Sprengstoffattentäter in England nicht lahmlegen können. Zwei schwere Bombenexplosionen erschütterten am Frei­tagmorgen das Zentrum des Londoner Westends In den beiden Untergrundbahnhöfen in Leicester Square und Tottenham-Court-Road kamen m wenigen Minuten Abstand Sprengladungen zur Entzündung, glücklicherweise gerade bevor der Haupt- oerkehrsstrom der Arbeiter und Angestellten in die Stadt begann. Dadurch erklärt es sich, daß anschei­nend nur acht Personen, darunter drei schwer, ver­letzt wurden.

Auf dem Bahnhof Leicester Square fand die Ex- plosion in der Gepäckaufbewahrung statt. Man nimmt an, daß es sich um eine Zeitbombe handelte, die in einem Koffer enthalten war. Die Bombe zerstörte den Gepäckraum und schleuderte große Mengen von Mauerwerk auf die Treppen, die aus dem Schalterraum auf die Straßen führen In einer Reihe von Läden, die sich in der großen unterirdischen Halle dieses zentralgelegenen tinv steigeb ah nhofes befinden, wurden sämtliche Schaufenster zertrümmert und schwerer Sachschaden angerichtet. Ein Milchmann wurde von "er Explosion auf die Straße geschleudert. Einer der Bahnbeamten wurde unter den Trümmern be­graben und in schwer verletztem Zustande geborgen.

Auch in Tottenham-Court-Road war die Gepäckaufbewahrung der Schauplatz der Explo­sion. Die Polizei hat sofort eine umfassende Unter­suchung eingeleitet. Der Bahnhof Tottenham-Court- Road ist vorläufig für den Verkehr geschlossen. In Leicester Square ist die Schließung des Bahnhofes vorläufig nicht angeordnet, weil es sich um die wich­tigste Umsteigestelle mehrerer Linien im Londoner Zentrum handelt. In allen Bahnhöfen im Jn-

Hölstein gewann den Preis des Heichsbauernführers.

Am Freitagabend wurde in der Deutschlandhalle der erste Mannschaftswettbewerb, nämlich um den Ehrenpreis des Reichsbauernführers, entschieden. Die Mannschaften waren beritten mit den besten Pferden eines Zuchtgebietes. Ostpreußen, Hanno­ver und Schleswig-Holstein waren durch je eine Mannschaft vertreten, während die vierte die übri- gen deutschen Zuchtgebiete umfaßte. Auch nach

Der Führer hat dem Bundesführer des NS- Reichskriegerbundes Generalmajor Reinhardt endgültig die Tage vom 3. bis 5. Juni 1939 für den Reichskriegertag in Kassel freigegeben.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil: ErnstBlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An- zeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 38: 10843. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- strierten-15 Pf mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1 September 1937 gültig

positives Verhältnis zum nationalsozialistischen Maat einzunehmen. Sie lachen über diese blöden, albernen Witze nur, weil sie genau so wenig von den Dingen verstehen, wie die, die ihnen diese Witze vorsetzen. Dieses parasitäre Geschmeiß, das die Luxusstraßen unserer großen Städte bevölkert, scheint nur die Ausgabe zu haben, das zu bewei­sen, mit wie wenig Verstand ein Mensch auskom­men und sogar noch Geld und Ansehen erwerben kann. Vielleicht werden die Witzemacher, nachdem ihnen die Möglichkeit genommen ist, den Klub der berufsmäßigen Neinsager zu amüsieren, nun einmal die Gelegenheit ergreifen, das Volk f e I b ft ken­nenzulernen. Dort werden sie vermutlich auch eine Antwort auf ihre Frage bekommen, ob wir denn eigentlich noch Humor haben, denn dieses Volk hat Humor, aber es handelt nach einem klaren, dem preußischen Kommiß entlehnten Grundsatz, nach dem immer nur der das Recht hat zu spotten, zu meckern oder auch mal zu schimpfen, der mit- marschiert, und daß diejenigen, die an der Straße stehen und sich höchstens einmal zu einem bescheidenen Winken aufraffen, in Sachen des Kom­miß gar fein anderes Recht besitzen, als das Maul zu halten.

Das festzustellen, ist auch Sache eines allerdings grimmigen Humors. Vielleicht verstehen es die, die es angeht; es wäre ihnen sehr dienlich. W i r haben Humor. Hätten wir ihnen nicht, wir wären längst an der Welt und an den Menschen verzweifelt. Aber bei ihnen sucht man ihn vergebens. Sie sind nur frech, dummdreist, arrogant und takt­los, und wenn es donnert, haben sie Angst wie man so sagtJudenjungenangst".

6000 kg Fahrgestell-Tragfähigkeit 100 PS Sechszylinder-Dieselmotor Fünfgang-Getriebe Schnellgang Schubübertragung durch Schubrohr und Druck kugel Doppelt untersetzte Hinterachse Abwälzfederung mit Zusatzfedern über der Hinterachse Kombinierte Druckluft­öldruck-Vierradbremse Unfallsichere selbsttätige Anhängerkupplung