Ausgabe 
4.1.1939
 
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Aus der engeren Heimat.

in Millionen

RM.

halle einen Unterhaltungsabend, in dessen Mittel- ! punkt die Aufführung eines Theaterstückes stand.

wg. Großen-Buseck, 4. Jan. Am heutigen

Mittwoch, 4. Dezember, seiern der hiesige Eisenbahn- erklärung des "fl ^^'/^^itsverfahren verur beamte Ludwig Bell off und Frau Annemarie, l Johann Georg Zabolitzky liegt noch nicht vor.

Wirtschaft

hat bereits uswahl ge-1

einer einen Dar-

lienischen Gesellschaft. 19.45: Der fröhliche Lautspre­cher. 20: Nachrichten. 20.15: Unser singendes, klin­gendes Frankfurt (Italiens ewige Melodien). 22: Nachrichten. 22.20: Unsere Kolonien: Der wirtschaft­liche Wert unseres Kolonialbesitzes. 22.30: Dolks- unü Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtkonzert. Bullerian Wagner Neger Schumann Brahms.

LPD. D a r m st a d t, 3. Jan. Die Justizpressestelle Darmstadt teilt mit: In der Devisenstrafsache Za- bolitzky ist sowohl von der Anklagebehörde als auch seitens der im Verhandlungstermin anwesenden Angeklagten Josef und Dr. Walter Zabolitzky gegen das Urteil der Großen Strafkammer in Darmstadt Revision eingelegt worden. Eine Rechtsmittel­erklärung des im Abwesenheitsverfahren verurteilten

Das reichsoffene Frauen-Schwimmfest in Frank­furt am Main am 21. und 22. Januar wird auch diesmal die gesamte deutsche Spitzenklasse am Start sehen, da ja die Frankfurter Veranstaltung den Charakter von offiziellen Reichs-Prüfungskämpfen trägt Das Reichsfachamt Schwimmen Y~k für die wichtigsten Wettbewerbe die Auswahl y

in Mark: Kälber a) 63 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (56 bis 59), c) 47 bis 50 (45 bis 50), d) (35 bis 40). Hämmel b2) 48 bis 52 (48 bis 52), c) 40 bis 45 (40 bis 45), d) 35 (38). Schafe a) 38 bis 41 (38 bis 42), b) 33 bis 35 (34 bis 36), c) 20 ' bis 25 (17 bis 32). Schweine a) 58,50 (59), bl) 57,50 (58), b2) 56,50 (57), c) 52,50 (53), d) 49,50 (50). Sauen gl) 57,50 (58). Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel­mäßig.

Zahlreiche Meldungen find zu den Titelkampfen der-Schiläufer des Gaues Hessen, die vom 6. bis 8. Januar in Willingen in Waldeck durchgefühn werden, eingegangen. Besonders stark vertreten sind Friedberg, Fulda, Gersfeld, Gießen, Kassel. Willingen. Daneben erscheinen aber auch die besten Kräfte aus dem benachbarten Gau Westfalen: vor allem Winterberg und Dortmund werden ihre besten Schiläufer entsenden. Aus dem Gau Hessen kommen alle Meister des Vorjahres: der Meister im Sprung­lauf und in der Kombination, Reinau, der jetzt seiner Militärdienstpflicht genügt und für das I. R. 88 Fulda startet, der Langlaufmeister Rubelma, Kassel, und die Meisterstaffel der SA.-Kampfspiel­gemeinschaft, Standarte 418. Alle werden aber sehr starke Gegner bei den Kameraden vom Sauerland finden.

Schade um den Spengler-Pokal!

Das Endspiel um den neugestifteten Spengler pokal, das am Samstag in Davos ausgetragen wurde, brach mit einem schrillen Mißklang ab Beim Stande von 1:0 für den EHE. Davos verliehen die

D Lich, 3. Jan. Der hiesige Turnverein 1860 veranstaltete am Neujahrstage in der Turn-

ged. Otto, Zeilstraße, das Fest der s 1l b c r n e n Hochzeit. Wir beglückwünschen das Jubelpaar.

ö Steinbach, 4. Jan. Am 6. Januar kann Herr Peter Hahn in guter Gesundheit seinen 7 2. Geburtstag feiern. Herr Hahn ist weiteren Kreisen, auch in Gießen, bekannt, da er ein ganzes Menschenalter hindurch die Milch von Steinbach nach Gießen fuhr. In Steinbach heißt erMilch- pcter".

+ 6 a a f e n , 3. Jan. Infolge der großen Schnee­verwehungen und der eisglatten Straßen kam es hier zu erheblichen Verkehrsbehinderun­gen. Ueberall mußten die Männer zum Schnee­schippen antreten. Trotz vorsichtiger Fahrt gerieten das Milchauto und auch ein Personenwagen auf der Fahrt, von hier nach Bollnbach in den Straßen­graben. Bei den jetzigen Witterungsoerhältnissen mußte die Holzhauerarbeit eingestellt werden.

4- Grünberg, 3.Jan. Am Neujahrstage hielt der Turnverein in der Turnhalle sein gut be=

Landmaschinen richtig pflegen.

Kurse für Iungbauern. Fahrende Werkstätten.

LPD. Im Auftrag der Landesbauernschaft Hessen- Nassau finden gegenwärtig an einer Reihe von landwirtschaftlichen Schulen im Bereich der Landes­bauernschaft Kurse der Deutschen Land-Kraft- Führerschule (Deulakraft) statt. Die Kurse sollen die landwirtschaftlichen Schüler mit der Pflege der landwirtschaftlichen Maschinen vertraut machen und ihnen zugleich zeigen, wie sie kleine Reparaturen selbst ausführen und Störungen im Betrieb besel-

Die Aufführung wurde mit dankbarem Beifall auf­genommen. Tanz und allerlei unterhaltende Dar­bietungen füllten die restlichen Stunden des Abends. Revision im Devisenprozeh Zabolitzky.

dem Vorjahre geben.

Die Volkstümlichen Mehrkämpfe 1939

Wurden die Volkstümlichen Mehrkämpfe und die Bergsportfeste bisher in der Regel nur bei großen Turnfesten abgewickelt, so ist in Zukunft dasFach- amt Leichtathleti k allein zuständig für deren Durchführung. Der Reichssportwart für den Mehrkampf, Ernst B a u e r , hat jetzt die Volkstüm­lichen Mehrkämpfe für 1939 ausgeschrieben, ine aus dem 100-Meter-Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen bestehen. Die Kämpfe können m Verbindung mit den Kreis- und Gaumeisterschaften der Leichtathleten oder den Bahnstaffeltagen ausge­tragen werden. Eine besondere Ausschreibung ergeht für die Dreikämpfe, die zusammen mit den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften am 8. und 9. Juli im Berliner Olympia-Stadion durchgeführt werden.

Reichs-Prüfungskämpfe

der Schwimmerinnen in Frankfurt.

Schmitz (Spandau), Pollack (Spandau), Heins (Magdeburg), Weber (Bayreuth).

200-m-Brust: Busse (Berlin), Wollschläger (Duisburg), Heidemann (Dessau), Pichaida (Duis­burg).

Die besten Kraul-Schwimmerinnen werden außer­dem in einer 4 X 100-m-Kraulstaffel eingesetzt, wobei die Auswahl an Ort und Stelle erfolgt.

Rosemeyers Rekord unerreicht!

5. Autopreis von Südafrika.

Auf der Prinz-Georg-Rundstrecke von East-Lon­don wurde am Montag der 5. Große Autopreis von Südafrika ausgetragen. Das Rennen, das seit dem Start der deutschen Auto-Union-Wagen im Jahre 1937 einen großen Aufschwung genommen hat, brachte nicht den erwarteten Zweikampf zwi­schen den italienischen Maserati und den englischen ERA., da die Maserati klar überlegen waren. Sie­ger wurde der Italiener Luigi Villoresi auf Mase­rati, der die 319,5 Kilometer in 1:59,36 Stunden zurücklegte und eine Durchschnittsgeschwindigkeit' von 160,3 Kilometer erreichte. Auch auf dem zwei­ten Platz endete ein Maserati mit Cortese (Italien). Der Sieger von 1936, der Italiener Dr. Mario Massacuratti, der übrigens ein Detter von Tazio Nuvolari ist, belegte auf einem Bugatti den dritten Platz. Er hatte mit 167,8 km/st die schnellste Runde gefahren.

In Südafrika hat man von den deutschen Renn­wagen viel gelernt. Auch die Tatsache, daß inan diesmal auf Vorgaben verzichtete, ist ohne Zweifel eine Auswirkung des deutschen Rennwagenbesuchs vor einem Jahre. Bernd Roserneyer, der am Neujahrstage 1937 eine seiner größten Leistungen vollbrachte und mit einer um 22 v. H. größeren Ge­schwindigkeit gegenüber dem Sieger nur Fünfter wurde, blieb unerreicht.

Hessens Schimeiflerfchasten im Waldecker Land.

troffen und folgende Schwimmerinnen nach Frank­furt beordert:

100-m -Kraul: Arendt (Charlottenburg), Halbsguth (Charlottenburg), Groth (Breslau), Pollack (Spandau), Schmitz (Spandau), Ständer (Schöne­berg), Franke (Aachen), Karnatz (Düsseldorf).

400-mKraul: Schmitz (Spandau), Groth (Breslau), Ständer (Schöneberg), Halbsguth (Char- lottenburg), Karnatz (Düsseldorf).

100-m-Rücken: Kellermann (Duisburg).

RM. Spareinlagen der Sparkassen der Ostmark, die in der ersten Aufbauzeit naturgemäß noch nicht in dem Tempo steigen konnten, wie im alten Reichs­gebiet, und rund 0,7 Mrd. RM. Einlagen bei den sudetendeutschen Sparkassen. Im G r o ß d e u t sch e n Reich werden daher die Spareinlagen bei den Sparkassen Ende 1938 etwa 19,9 M r d. R M. be­tragen. Die 20-Mrd.-Grenze wird also im kommen­den Jahre wohl bald überschritten werden. Auch bei den sonstigen Einlagen der Spar- und Girokassen hat sich das Zuwachstempo gegenüber dem Vorjahr verstärkt: sie werden sich bei einem Zuwachs um rund 380 Mill. RM. Ende des Jahres auf etwa 2,9 Mrd. RM. stellen.

14500 Eparkassenstellcn in Großdeutschland.

Durch die Ein-gliederung der Ostmark und des Su­detenlandes sind nicht nur zahlreiche wertvolle Er- zeugungsstätten zum Deutschen Reich gekommen, sondern auch der Kreditapparat hat sich hierdurch vermehrt. Allein Sparkassenstellen werden in Groß­deutschland heute etwa 14 500 gezählt. Ende' 1937 gab es im Gebiet des Altreichs über 13 900 Kassen­stellen. Zu diesem dichten Netz sind im Jahre 1938 197 Sparkassen aus dem ehemaligen Oesterreich und 156 Sparkassen aus dem Sudetenland gestoßen. Eine genaue Zahlenangabe über das Sparkassenzweigstel­lennetz in der Ostmark und im Sudetenland kann um so weniger gegeben werden, als es noch nicht fest- steht, ob und welche Zweigstellen im Zuge der Neu­gliederung zusammengelegt werden und wieviel Zweigstellen zur Bewältigung des Verkehrs neu errichtet werden müssen. Gleichwohl wird die oben­genannte Zahl von 14 500 Sparkassenstellen in Groß deutschland nicht zu hoch gegriffen sein. Naturgemäß ist das Zweigstellennetz der Sparkassen in den ein­zelnem Landesteilen ungleich. So entfällt eine Kas­senstelle in Pommern, Mecklenburg und Ostpreußen auf etwas über 100 Quadratkilometer, in Berlin und Hamburg bereits auf etwas mehr als 2 Quadrat­kilometer.

Fwd. Das Sparergebnis in 1938 wird das bereits recht günstige Ergebnis des Vorjahres wiederum, und zwar erheblich, übertreffen. In jedem Monat des Jahres 1938 auch im September waren die.Einzahlungen höher als in 1937; das günstige Sparergebnis des Jahres ist also diesmal nur auf die Mehreinzahlungen zurückzuführen. Fer­ner lagen, mit einer einzigen Ausnahme (April), die Rückzahlungen in sämtlichen Monaten des Jahres 1938 über jenen in 1937. Die erhöhte Spartätigkeit war mithin 1938 auch von einer erhöhten R ü ck- zahlungstätigkeit begleitet. Diese Entwick­lung ist jedoch in erster Linie als eine normale Folge des zuletzt gegenüber dem Vorjahr um rund 1,8 Mrd. RM. höheren Spareinlagenbestandes anzusehen, in welchem immer mehr einzelne Sparbeträge in­folge Erreichung des Sparzieles zur Rückzahlung drängen. Daneben haben sich allerdings in dieser erhöhten Rückzahlungssumme auch die besonderen Anforderungen ausgewirkt, die an die Sparkassen in den letzten Septembertagen gestellt wurden. Daß es sich hierbei nur um vorübergehende Dispositionen der Einleger zur Bargeldbeschaffung gehandelt hat, geht aus den besonders hohen Einzahlungsziffern im Oktober deutlich hervor.

Unter der Annahme, daß der Dezember 1938 einen etwa ebenso großen Einzahlungsüberschuß wie im Vorjahr erreichen wird, ergibt sich für die Spareinlagenentwicklunq im vollen Jahr 1938 fol­gendes Bild, dem zu Pergleichszwecken die Zahlen für die beiden Vorjahre zugesetzt sind:

Einzahlungsüberschuß

Zinsgutschriften

Sonstige Veränderungen

Spareinlagenerhöhung

Spareinlagenbestand

Zu diesem außerordentlich hohen Sparergebnis des Jahres 1938, welches das des Vorjahres um etwa 0,5 Mrd. RM. übertrifft, treten noch fast 1,2 Mrd.

und zeigten auch eine Gruppe humoristisches nen. Die Turnerinnen führten Hebungen an Bank vor, außerdem Keulenübungen und Walzertanz nach Melodien von Strauß. Die bictungen fanden reichen Beifall; ebenso gut gefiel ein flott gespielter Schwank.

Deutschland meidet für Helsinki.

In Helsinki ist jetzt die Meldung des Deutschen Olympischen Ausschusses zur Teilnahme an den - 12. Olympischen Spielen 1940 in Helsinki eingetroffen. Damit ist die Zahl der bisher gemeldeten Nationen auf45 angewachsen.

Deutschlands Tennisspieler gegen Schweden.

Zum dritten Male rollt in diesem Winter der Wettbewerb um den von dem tennisfreudigen schwedischen König Gustaf gestifteten Pokal ab, den Mr. G."- Pokal, wie er nach dem Decknamen des greifen Tennisspielers auch genannt wird. Diese Hallenkämpfe üben zwar keine so große Anziehungs­kraft aus wie die Tennisschlachten auf den Hart- und Rasenplätzen im Sommer, aber sie bieten dock) in jedem Winter einen interessanten Kräftevergleich zwischen unseren Spielern und den Vertretern Skandinaviens sowie den französischen Hallenspezia­listen, die den Pokal bereits zweimal gewannen, dies­mal aber von den Dänen überraschend 3:2 geschlagen wurden. Im zweiten Vorrundenkampf trifft nun Deutschland vom 6. bis 8. Januar in der pracht­vollen Tennishalle des schwedischen Ortes Sand- vikken auf den zweiten Vertreter des Nordens.

Schweden tritt ohne feinen Spitzenspieler Schrö­der an und kämpft.mit Nyström, Rohlsson, Karl- borg und Wallen. Betrachten wir auf der anderen Seite die Vertreter Deutschlands mit Henner Hen­kel, Roderich Menzel und den Ersatzspielern Hans Redl und Werner Menzel, dann scheint ein deutscher Sieg sicher zu fein. Aber die Kämpfe in der Halle, in Schweden viel beliebter als bei uns, bieten den Nordländern doch größere Chancen. Zudem dürfte Henkel, der zur Zeit seiner Dienstpflicht genügt, kein allzu ausgedehntes Trai­ning gehabt haben, und Roderich Menzel, der zum l ersten Male für Großdeutschland kämpft, wird m

Schweden seinen ersten Kamps in der Halle liefern. Trotzdem sind wir optimistisch genug, an einen deut­schen Erfolg zu glauben, der allerdings sehr knapp ausfallen dürfte. Auf jeden Fall wird es keine , Wiederholung der deutschen 0:5 - Niederlage aus

Fast 20 Milliarden RM Spareinlagen

im Zahre 1938 bei den Sparkassen im Großdeutschen Reich.

suchtes Winterfest ab. Die turnerischen Darbietun­gen brachten zwei Volkstänze und einen lustigen Polka der kleinen, sowie Freiübungen nach Volks­liedern der größeren Schülerinnen. Die Turner warteten mit Stabübungen und Barrenturnen auf ------ Tur-

5 v. H. Ewald 100,40 (100,13). Auch die amtlichen notierten Industrie-Anleihen lagen durchweg hoher, 5 v. H. Mittelstahl 100,75 (99,75), 5 v. H. Hoesch 101,50 (101), 6 v. H. IG. Farben 118,50 (118). Don Goldpfandbriefen wurden Nass. Landesbank 0,2a v. H. erhöht auf 99,75. Liquidationspfandbne,e waren gebucht und fast durchweg 0,25 bis 0,40 v. H. befestigt. Stadtanleihen zogen zum Teil etwas an, 4,50 v. H. Mainz von 28 97 (96,50).

An den Aktienmärkten ging das Geschäft im Verlaufe stark zurück, so daß sich die höchsten Kurse nicht immer voll behaupten konnten und die Entwicklung stärker uneinheitlich war Hoher lagen u. a. Rheinstahl mit 133 nach 13^,75, 2K3. für Verkehr mit 120,50 nach 119,50, Verein. Stahl mit 105,75 nach 105,50, dagegen AEG. 115,75 nach 116,25, Kaufhof 103,75 nach 104. Bei den spater notierten Papieren hielten sich Rückgänge und Er­höhungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. etwa die Waage. ...

Im Freiverkehr war die Haltung über­wiegend fester. Elsäss. Bad. Wolle 91 bis 93 (89 bis 91), Ufa 84,50 (84), Dingler etwa behauptet mit 99 bis 101, Rastatter Waggon gestrichen Geld. Tagesgeld unverändert 2,75 v. H.

Ligen können.

Mit einer eigenen Karawane kömmt die Deutsche Land-Kraft-Führerschule in die kleinen Städte, in Denen sich landwirtschaftliche Schulen befinden. Die Karawane führt Lehrgeräte aller Art, Werkbänke, Werkzeuge und vor allem Modelle landwirtschaft­licher Geräte und Maschinen mit sich. In einer großen Werkstätte werden die Geräte, Werkbänke und Modelle aufgebaut, und die Schüler der land- wirtschaftlicheii Schule kommen dann auf 14 Tage zu den Vorführungen. Damit die Junghauern an- schaulich die Eigenarten der bei der Arbeit ver­wendeten Maschinen kennen lernen, läßt der Leiter der Kurse aus dem Dorf landwirtschaftlich« Maschi­nen heranholen, besonders solche, die reparatur­bedürftig find. Verschmutzt und verrostet, wie sie vom Felde gekommen sind, werden die Maschinen in die Werkstätte eingeliefert. Eine gründliche Rei­nigung ist die erste Arbeit, dann wird Teil für Teil untersucht, und was nicht in Ordnung ist, repa­riert. Ein Lehrer zeigt den Schülern die Fehler der Maschine und erklärt, wie sie zu beheben sind.

Da höchstens 15 Jungbauern in einer Gruppe arbeiten, wird jeder mit den Handgriffen und der 1 Eigenart der Maschinen bekannt und kann bann in seiner eigenen Wirtschaft mindestens die not­wendigen kleinen Reparaturen selbst ausfuhren. Größere Reparaturen werden selbstverständlich dem

Frankfurt a. M-, 3. Jan. Die Börseiw« allgemein weiter befestigt. Seitens der Kunchchaft erfolgten Überwiegend weiter mäßige Kaufe aus den Mitteln des Zinstermins, die zwar vorwiegend am Rentenmarkt Anlage suchen, aber auch in Aktien sich in kleinem Maße fortsetzten. Die Umsatz- tätigkeit hat sich jedoch nicht stärker belebt.

Am Aktienmarkt war die Entwicklung wieder etwas uneinheitlich, im ganzen überwogen jedoch Erhöhungen. Kleine Rückgänge aus einzel­nen Gebieten resultierten aus genehmigten jüdischen Abgaben. Knapp gehalten eröffneten u. a. IG. gar' ben mit 150,25 (150,50). Hoesch mit 107,oO (108), Daimler mit 133,50 (134), Deutsche Erhol mit 121,25 (121,75), Licht und Kraft mit 131,75 (132'25) sowie Reichsbank, die 1 v. H. verloren, auf 186. Weitere Erhöhungen traten vor allem am Elektro- markt em unter Bevorzugung der rentenahnlichen Tarifwerte; RWE. 122,50 (121,50). Auch MG. weiter beachtet bei 116,25 (115,50). Hefter festen ferner Zement Heidelberg mit 148,50 (147,25), Ver­ein Deutsche Metall mit 172 (170), AG. für Ver­kehr mit 119,50 (118,50) ein

Der Rentenmarkt hatte bei lebhafter Nach­frage eine ausgesprochen feste Tendenz. Reichsalt­besitz 128,65 (127,90), Reichsbahn- DA. 122,13 (121,75), 5 v. H. Gelsenkirchen Berg 100,90 (100,oO) im Freiverkehr Kommunal- Umschuldung 92,80 192,65), 4 v H. Rentenbcmk'Aküojung 88,75 (88,50),

Abendbörse: Renten gefragt, Aktien füll.

An der Abendbörse lag das Interesse der Kund­schaft im wesentlichen am Rentenmarkt, wo sich Anlagekäufe sortsetzten. Größere Umsätze schei­terten indessen vielfach mangels passenden Ange­bots. Reichsaltbesitz gingen mit unverändert 128 65 4'/- v. H. Dresden von 1926 mit unverändert 96,75 um, ferner von Jndustrie-Obligationen 5 v,H. Thys­sen 100,75 (100,50), 5 o. H. Mühlheimer Berg mit 100,75 (100,50), 5 v.H. Gelsen Benzin mit 101, 5 v. H. Mark Komm. Hagen nut 100 6 v. H. Farben waren 0,13 v.H. höher mit 118,65 unö Reichsbahn-Vorzugsaktien mit unverändert 122,lö gesucht. Von unnötierten Renten befestigten sich Kommunal-Umschuldung auf 92,85 nach 92,80 5 v H. Ewald auf 100,50 nach 100,40 und Städte-Alt- besitz blieben mit 132 gefragt. Aktien wurden dagegen ziemlich vernachlässigt und kamen über­wiegend ohne Umsatz und wenig verändert zur Notii. Die Grundstimmung blieb im ganzen eben- falls freunbtid). Etwas b-fchigt waren u.o. S*rfW- anstatt auf 202,50 (202), B-mberg auf 135^0 (135). Rheinmetall auf 130,50 (130) und Detttfche Lino­leum. die mit 153,50 (102,50) aber noch 1 n. H. um Iler Berlin blieben. Niedriger lagen Gefsurel mit

Gießener Schlachtviehmarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteige­rungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 9 Ochsen, 6 Bullen, 30 Kühe, 35 Färsen, 114 Kälber, 52 Schweine, 12 Schafe aufgetrieben.

Preise: Ochsen 41 bis 45,5, Bullen 34 bis 42,o, Kühe 22 bis 44, Färsen 39 bis 44,5, Kälber 45 bis 62, Schafe 35 bis 47 Pf. je V2 kg Lebendge­wicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 115 bl (135 bis 149,5 kg) 1,13, b2 (120 bis 134,a kg) 1,11, c (100 bis 119,5 kg) 1,03, df (unter 100 kg) 0,97, gl (fette Specksauen) 1,13, i (Altschnei- ber) 1,11, g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,01 ^Marktverkauf: Großvieh und Schweine zugeteilt; Kälber und Schafe mittelmäßig.

Rhein-Mainische Börse.

Mttagsbörfe fester.

richtete sie an den Zeugen ein Schreiben, das bet biefem den Eindruck erwecken sollte, als sei es von der Köppener Firma verfaßt. Sie stellte darin außerdem noch eine falsche Abrechnung auf. Ferner hat die Angeklagte einer Frau in Nieder-Mörlen deren Sparbüchse eingeschlagen und Spargroschen in Höhe von 22 Mark entwendet. Die Angeklagte konnte mit ihren Einlassungen in der Hauptver­handlung nicht durchdringen, sondern sie wurde im Sinne der Anklage überführt. Wegen Verbrechens der schweren Urkundenfälschung, der Unterschlagung in zwei Fällen und des Diebstahls in einem Falle erhielt sie unter Annahme mildernder Umstände eine Gesamtgefängnisstrafe von drei Monaten.

Rundfunkprogramm

Donnerstag. 5. Januar.

129 (129,75). Von den führenden Werten blieben IG. Farben mit 150,25, Vereinigte Stahl mit 105,75 und Mannesmann mit 108,75 behauptet. Von Bank­aktien gewannen Dresdner Bank 0,25 0. H. auf 109.

Frankfurter Schlachtviehmarkt

Frankfurt a. M., 3. Jan. Auftrieb: Kälber 490, Hämmel und Schafe 497, Schweine 1345 (in der Vorwoche waren an einem Markttag aufgetrieben: 436 Kälber, 302 Hämmel und Schafe und 2527 Schweine). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht

Freitag, 6. Januar.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Von Freiburg: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 10: Schulfunk. Die deut­sche Nordpol-Expedition 1938 mit Dr. Ernst Herr­mann.. 10.30: Kniffe für die Bretter. Eine Hörfolge um die richtige Behandlung der Wintersportgeräte. 11.30: Rus ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nach­richten. 13.15: Mittagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.15: Dem Opernfreund. Aus Verdis La Traviota". Die drei Finale. 15: Kleines Kon­zert. Hausmusik. 15.30: Die glückliche Ehe, wir Frauen gestalten sie. Versuchts mal mit Geselligkeit. 16: Nachmittagskonzert. Einlage 17 bis 17.10: Programm erfüllt" Botschaft des Führers. 18: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.15: Bilderbuch der Woche. 18.30: Ein Winterabend am Hohen Meißner. Hörfolge. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Musikalischer Wunschzettel zugunsten des WHW. 20.45: Kammermusik. 22: Nachrichten. 22.20: Deutsche Meisterschaft im Eiskunstlauf, Paare. 22.30: Unterhaltungsmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert.

Fachmann überlassen.

Neun solcher Karawanen reifen durch Deutsch­land. Im Bezirk der Landesbauernschaft Hessen- Nassau werden in neun verschiedenen Städten der­artige Kurse abaehalten, der erste fand in G r ün - berg (Oberhessen) statt.

Landkreis Gießen.

6 Uhr: Präludium in e-moll, von Arnold M. Brunkchhorst, Morgenspruch: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Rat­schlage für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Die schönsten Lieder des Jahres 1938. 11.30: Ruf ms Land. 2: Mittagskonzert f. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.15: Leinwand, Variete Parkett. 15: Für unsere Kinder: Das bucklige Männlein. Eine Erzählstunde. 15.30: Un­sere Kinder machen uns Sorgen. So haben wir es auch gemacht. 16: Nachmittagskonzert. Em age 17 bis 17 10- Das Mikrofon unterwegs. 18: Aus Ar­beit und Beruf: 18.30: Volksmusik. 16.15: Aus­schnitte aus der Gründungsfeier der Deutsch-Jta-

1938

1937

1936

1300

972

309

520

461

424

125

18

83

1945

1451

796

18 011

16 066

14 615