Ausgabe 
4.1.1939
 
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Stalins Machtkampf.

Oer Jahresbericht der Reichsbahn.

Zinssatz für 30-Tage-Gelder von 2Vz auf 2 v. 5). herabgesetzt. Die bisherigen um V2 v. H. höhe­ren Sätze waren seit 24. November 1938 in Kraft.

RM. für Beschaffungen, Lieferungen und ~ r .

sonstige Arbeitsaufträge ohne die Löhne für die £ (CinttCVfÖhflU IH XCWjUfl. eigenen Bahnunterhaltungs- und Werkstättenarbei-

zusätzliche Einnahme erwächst, werden nun einmal

tierzucht für den Kleinsiedler und somit für die

schränkungen, besonders des Sonderzugverkehrs,

dungen'en Mördern totgeschlagen und in die Wolga

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ein Gegner sind.

So ist die Bilanz überall negativ und es gibt heute Sachkenner wie den ehemaligen stellver­tretenden Volkskommissar Albrecht, der setzt sein WerkDer verratene Sozialismus" im Nibelungen- Verlag, Berlin, veröffentlicht hat, die der Auf­fassung sind, daß, vom Standpunkt der inneren Ent­wicklung aus gesehen, die in der Stalinschen General­linie der Partei festgelegte Ueberinduftrialisierung naturnotwendig zum Zusammenbruch des Sowset- regimes in einer unabwendbaren gewaltigen Wirt­schaftskatastrophe führen muß.

Für den unvoreingenommenen Beobachter aber bleibt ein unaufgeklärter Rest. Heißt es nicht, daß das Regime große wirtschaftliche Erfolge zu ver­zeichnen habe? Und dennoch werden die große Not, das Elend, der Hunger von der Sowjetpreffe selbst cingestanden? Werden nicht die Erfolge der Land­wirtschaft gerühmt und dennoch hungert das Land? Bringt nicht die Presse Nachrichten über , das glückliche Leben der kollektivierten Bauern in dem freiesten Lande der Welt" wie reimt es sich hiermit, daß nach einem Eingeständnis des engsten Mitarbeiters Stalins und seines Freundes Ordscho­nikidseruhig einige zehn Millionen Bauern aus- qerottet werden können, die die schlimmsten Klassen­

schaft". Ein Chaos!

In der Partei verstand zwar Stalin, die Grup­pen und Personen gegeneinander auszuspielen und, seine eigene Macht sicher zu verankern, doch liegen immer neue Zeugnisse dafür vor, daß die dauernden Richtungskämpfe ein ideologisches Durcheinander ge­schaffen haben, das den kleinen Mann zwingt, nur noch dem zu folgen, der das Basonett führt. In der unmittelbaren Umgebung des Diktators gibt es nicht einen einzigen führenden Funktionär der letzten Jahre, der eines natürlichen Todes gestorben wäre, durch Gift, durch den Dolch oder den Genickschuß sind sie alle Dserschinski und Menschinskl, Kirow, Jagoda, Kamenew, Sinowjew und Rykow, Tuchat- schewski, Jakir und Uborewitsch, Pjatakow, Rosen- golz, Gamarnik. Orlow und Wiktorow usw. usw. umgekommen, Opfer eines Regimes, das die Inkar­nation politisch organisierten Gangstertums ist. Von den lebenden Funktionären aber umlauern einige, wie Kaqanowitsch, den. Diktator selbst, bereit auch ihm den Todesstoß zu versetzen, wenn er eine Bloße -eigen sollte, während die anderen willenlose Voll­strecker in der Hand derer sind, die die meisten Aus- i sichten bieten. Mit welchen Mitteln hier gearbeitet wird, haben guck die deutschen Kommu­nisten erfahren, so K l a r a Z e t k i n . auf die von ihrer eigenen Schwiegertochter im Auftrag der

an SBöro^piv« .......... - -

geblieben ist? Er hat alle seine Kameraden verraten und dem Henkersbeil ausqeliefert wird ihm selbst das Sckickftl erspart bleiben? Es ist jedenfalls nicht anzunehmen, daß die heute noch Überlebenden Kom­mandeure nach allem, was vorgefallen ist, noch das Vertrauen in die Stabilität ihrer Existenz und die Zukunft ihres Landes und des Regimes haben kön­nen sie warten und zittern um ihr Leben. Sta­lin glaubte, die Armee genau so behandeln zu kön­nen'wie seine Varteileute kaum wird sie^sickdas aber auf die Dauer bieten lassen. Er hat sich Tod­feinde geschaffen in der Armee die nurauf den Tag" wartet, den Tag, an dem sich sein Machtkampf endgültig zu seinen Ungunsten entscheiden wird.

nicht vermeiden.

Der Abschluß des Jahres 1938 zeigt für das Alt­reich ein befriedigendes Bild. In der Ostmark hat die Angleichung der höheren österreichischen Tarife an hie niedrigeren Sätze des alten Reichs­gebiets und anderseits die Heraufsetzung der Löhne und Gehälter auf den höheren reichsdeutschen Stand zu einem starken Absinken der Einnah­men und einem beträchtlichen Ansteigen der Aus-

der Ostmark und den dadurch ausgelösten steigenden Verkehr dieser Einnahmeverlust in den nächsten Jahren wesentlich gemildert wird. Vor ernste Fra­gen stellt den Finanzdienst der Reichsbahn die Häufung dringlicher Aufgaben, wie sie sich neben den regelmäßigen großen Aufwendungen für die Erhaltung und Weiterentwicklung der Reichs­bahnanlagen und die Schuldentilgung vor allem aus der notwendigen Ergänzung und Vermeh­rung des Fahrzeugparks, der Fortfüh­rung der begonnenen Bautet (Nord-Süd-8-Bahn in Berlin, Elektrisierung der Strecke HalleLeipzig Nürnberg, Bauten des Rhein-Ruhr-Programms), der Jndüstrieverlagerung, der Verkehrsumschichtung, der Durchführung des Vierjahresplans und nament­lich aus der Umgestaltung deutscher Städte (Berlin, München, Nürnberg, Hamburg) und aus der Ein­gliederung der Eisenbahnen der deutschen Ostmark und des Sudetenlandes ergeben. Auch bei straffster

wegen Mangels an Betriebsstoffen und Ersatzteilen. Der Wald, das große russische Nationalgut, ist unter der Axt des schonungslosen Ausbeuters soweit dezi- miert, daß er nur noch für fünf Jahre diesen wert- vollen Rohstoff bieten kann und die gewaltigsten Sägewerke aus dem europäischen Norden schon jetzt nach Sibirien verlegt werden müssen. Der Ausschuß in allen Produktionsarten erreicht 50, ja 75 Prozent. Der Bauer kann sich heute keine einfache Pflugschar und die Bäuerin keine Kasserolle kaufen, das Korn verkommt auf dem Halm, und die Kartoffel fault in der Erde. Acht Millionen Stämme des besten Nutz­holzes treiben als herrenloses Gut ins Weiße Meer und werden dort als willkommene Beute von den Norwegern und Schweden aufqefifcht das sind nur einige wenige Beispiele bolschewistischerWirt­

finanzieller Disziplin wird die Reichsbahn diese Vorhaben nicht mehr aus eigenen Mit­teln finanzieren können. Die Gestaltung ihrer Ka­pitalrechnung verlangt vielmehr gebieterisch die In­anspruchnahme des Kapitalmarktes.

Der Reichsminister des Innern Dr. Frick hat dem Abt des Stiftes Tepl bei Marienbad Dr. Gilbert Helmer, der am 2. Januar feinen 75. Geburtstag feierte, die herzlichsten Glückwünsche übermittelt. Dr. Gilbert Helmer hat sich um die Deutscherhaltung des Egerlandes, insbesondere der

gaben geführt, fo daß hier die Rechnung mit einem nicht unbedeutenden Fehlbetrag abschließt. Es ist

Widersacher, die er besitzt, gegen den Volkshaß. der sich gegen das Regime empört, und um die Siche­rung seiner Macht das ist das, was ihm letzt auf

und in seinem Bericht feststellte, daß die vom Kon­greß zur Unterstützung Notleidender bewilligten Gelder in zahlreichen Fällen den Not- hilfezwecken entzogen und für politische Zwecke verbraucht worden seien, gibt als Mahlausgaben Summen bekannt, die eine erstaun­

liche Höhe erreichten. Die Untersuchung ergab, daß die Bewerber um 37 Senatssitze während der Ur­wahl und der Hauptwahlkampagne insgesamt 1 416 000 Dollar ausgegeben haben. Ein republika­nischer Senator verausgabte allein 159 000 Dollar.

Oie italienischen Landarbeiter in Deutschland.

feinde sind?"

Man wird den Sowjetdingen nur gerecht, wenn man ausdrücklich feststes: Alle Richtungen und alle führenden Persönlichkeiten des Bolschewismus, die Rechten wie die Linken, Stalin wie Trotzki, sind sich einig über die Basis und das Ziel des Bol­schewismus. Sie glauben, daß eine Einheit der Völ­ker in all ihren Schichten unmöglich sei und daß daher die Macht durch eine Schickt, das Proletariat, ausgeübt werden müsse. Sie glauben damit an den erbarmungslosen Klassen- kamps und verlangen die physische Vernich­tung aller anderen Schichten, wie er in der Sowjetunion schon zum allergrößten Teil durch­geführt ist. Sie glauben aber auch daran, daß die Aufrichtung des Kommunismus in einem Lande eine Unmöglichkeit fei, und erstreben das Endziel die Wel Revolution, die Auflösung aller Völker und Staaten und die Errichtung einer bol­schewistischen Welt-Sowjet-Union. Der Weg dazu führt nach der Lehre Lenins, die auch Stalin über­nommen hat, über den neuen gewaltigen Welt­krieg, dessen Vorbereitung sowohl die Agitations­und Organisationsarbeit der Komintern wie die Diplomatie Finkelsteins, das gewalttge Jnduftriali- sierungsprogramm und die Aufrüstung der roten Armee dienen. Das ist die Grundhaltung des Bol-

R 0 m, 3. Jan. (Europapreß.) Mussolini empfing den Präsidenten des faschistischen Verbandes der Landarbeiter, den Abgeordneten A n g e l i n i. Der Abgeordnete berichtete ihm über den achtmonatigen Aufenthalt von 31 071 Landarbeitern im befreunde­ten Deutschland. Sie seien hauptsächlich in großen und mittleren landwirtschaftlichen Betrieben be- schäfttgt worden. Die von den Arbeitern ihren Fa­milien überwiesenen Ersparnisse erreichten insgesamt 68 Millionen Lire. Die deutschen Behör­den und die deutschen Bauern hätten wiederholt ihre Bewunderung für die Leistungsfähigkeit, den Fleiß und die Disziplin der italienischen Landarbei­ter zum Ausdruck gebracht. Die Arbeiter seien voller Genugtuung über ihre Behandlung und die Aner­kennung des kameradschaftlichen Geistes, dem sie überall im deutschen Volke begegnet seien.

100 Ausweisungen aus dem O!sa-Äebiet.

K a 110 w i tz , 3. Jan. (DNB.) Im Zusammenhang mit einem Handgranatenanschlag auf ein polnisches Gasthaus in dem Grenzort Schömberg im Olsa-^ Gebiet, bei dem das Besitzerehepaar schwer verletzt I wurde, hat das Kattowitzer Wojewodschaftsamt neue Ausweisungen tschechischer Staats­bürger vorgenommen. Am Montag mußten 100 Tschechen aus den KreiseckTeschen und Freistadt das polnische Staatsgebiet innerhalb von 24 Stunden verlassen. In Zukunft soll jeder bewaffnete Zwischen­fall im Olsa-Gebiet mit der Ausweisung von 100 tschechischen Staatsbürgern gesühnt werden, um eine baldige Beruhigung im Olsa-Gebiet zu erreichen.

Kleine politische Nachrichten.

den, die den von-der Regierung in Aussicht genom­menen Kurs in der Mnderheitenpolittk einfach abotieren." Hunderte von volksdeutschen Bauern wurden polizeilich und richterlich verhört, weil sie entweder dem Dolksbund beigetreten waren ober auch nur seinen Kalender gekauft hatten. DerVöl­kische Beobachter" fährt fort:Dabei waren die Bewohner eines Dorfes gezwungen, bis zum näch­sten Oberftuhlrichter einen Weg von 20 (!) Kilometer zurückzulegen. Für die Volksdeutschen wird es ein geringer Trost sein, wenn wieder einmal die Ver­antwortung für die Drangsalierungen den Poli­zisten zugeschoben werden sollte. Gedient ist ihnen und dem deutsch-ungarischen Einvernehmen nur mit energischen Maßnahmen der Re­gierung." Ungarn zählt nach der Eingliederung der ehemals tschecho-slowakischen Gebiete rund zehn Millionen Menschen, von denen fast 20 v. H. nicht- ungarischer Nattonalitöt sind; in Ungarn wohnen 600 000 Volksdeutsche, fast 500 000 Slowaken, 120 000 Südslawen, 50 000 Ukrainer und 20 000 Rumänen, wozu dann noch 600 000 Juden kommen. Die Ungarn, die für die schlechte Behandlung ihrer in andern Staaten als völkische Minderheit leben­den Landsleute äußerst empfindlich sind, sollten sich darüber klar werden, daß eine gerechte Dolks- gruppenpolitik rm eigenen Lande die beste Waffe des Ungartums in der Vertretung der ungarischen Minderheitenrechte im Ausland ist.

E n Landesverräter hingerichtet.

Berlin, 4. Ian. (DRV. Funkspruch.) Die Instizpressestelle beim Volksgerlchls- h 0 f teilt mit: Der am 19. September 1938 vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte 43jährige Rudolf Szories aus Leipzig ist heute morgen hin gerichtet worden. Der wiederholt vorbe­strafte Verurteilte war aus Furcht vor neuer Be­strafung nach Frankreich geflohen, um sich zur Fremdenlegion zu melden. Er wurde dort jedoch dem Spionagedienst zugesuhrt. In dessen Auftrag unternahm er es, eine deut­sche Garnison und Verteidlgungs- i anlagen an der deutschen West grenze L auszuspahen. Als der Verurteilte bei seiner

Kostspielige Wahlkampagne in USA. auf Kosten Notleidender.

N e u y 0 r k, 4. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der Se- natsausschuß, der die Ausgaben für die Wabl- i Campagne bei den letzten Senatswahlen untersuchte

Don Eugen Russow.

Seit auf einem Sechstel der Erdoberfläche durch den unglücklichen Ausgang des Weltkrieges die asiatische Lehre des Bolschewismus herrscht, und der Geist der Zerstörung und Vernichtung Triumphe feiert, ist Rußland, das man schon früher in Westeuropa nicht immer verstand, vollends für viele ein Rätsel geworden. Hörte man vor zwanzig Jahren, daß dies der Ausgangspunkt und die Ge­burtszelle eines neuen politischen und gesellschaft- lichen Systems sein soll, das von hier aus feinen Siegeszug in andere' Länder antreten und eines Tages sich die gan3e Welt untertan machen soll, so haben die Jünger dieser Lehre seitdem einen Pflock nach dem anderen zurückstecken müssen und sehen heute ein, daß durch die Ereignisse der letzten Jahre ihre Aussichten gleich Null geworden sind. Sollte eine mächtige autarke Wirtschaft aufgebaut werden, durch deren Dumping-Angriffe auf die na­tionalen Wirtschaften anderer Länder die Verelen­dung verbreitet und die Masse in die 2Irme eben dieser neuen Lehre getrieben werden sollte, so weih man heute authentisch, daß die Bevölkerung des eigenen Landes bitterste Not leidet, die Industrie nicht entfernt den Bedarf decken kann und gerade das eingetreten ist, was man den anderen zufügen wollte, nämlich zunehmende Verelendung unt> machf end e Armut. Sollte man schließlich durch die Schaffung einer unbesiegbaren Armee, die im Notfälle zugunsten desWeltproletariats einzugreifen hätte, sich den letzten Faktor zur Siche­rung der Weltunterjochung zulegen, so ist es heute nirgends mehr ein Geheimnis, daß diese Armee durch die furchtbare Dezimierung ihres Kommando- bestandes ihre Schlagkraft zum guten Teil eingebüßt hat, daß die Kommandeure die Lage völlig durchschauen und nur noch durch ihr glänzendes materielles Auskommen, das sie um mehrere Stufen von der allgemeinen Not des Lan­des trennt, bei der herrschenden Gewalt gehalten werden. Der Zwischenfall von Tschankufeng, an der mandschurischen Grenze, hat bewiesen, daß die roten Truppen für eine nach europäischen Grundsätzen aufgebaute moderne und kampfkräftige Armee kaum

Der Führer der 600 000 ungarländischen Deut­schen, Dr. Franz Basch hatte mit einigen seiner Landsleute eine grundsätzliche Unterredung mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Imredy, der in einem Weihnachtsartikel neuerdings eine erträgliche Behandlung der nationalen Minderheiten, insbe­sondere der Volksdeutschen, versprochen hatte. Es ist verständlich, daß sich die Volksdeutsche Abordnung unter Führung von Dr. Basch und der ungarische Ministerpräsident geeinigt haben, für die Dauer der Verhandlungen keine Mitteilungen an eine weitere Oessentlichkeit gelangen zu lassen. Gerüchtweise hört man aber, daß das ungarische Innenministerium jetzt endlich die Vereinssatzung desVolksbundes der Deutschen in Ungarn" genehmigt habe. Auch soll derDeutsche V 0 l k s b 0 t e ", das Organ Der ungarländischen Volksdeutschen, von nun an nicht mehr alle fünf Wochen (!), sondern all­wöchentlich erscheinen. DerVölkische Beob­achters veröffentlicht eine Drahtung aus Budapest, welche dem geduldigsten Leser klarmacht, daß die offizielle ungarische Regierungspolitik nun auch zur bindenden und unabdinglichen Richtschnur der un­teren Verwaltungsorgane gemacht werden muß. Wir lesen da:Aus allen deutschen Siedlungs­gebieten laufen Beschwerden ein über Uebergriffe der Gendarmerie und der untergeordneten Behör­

den Fingern brennt. . x

Alle drei Pfeiler seiner Macht, Partei, Armee und Wirtschaft, sind brüchig geworden. Wenn dem Phan­tom der Industrialisierung Milliarden von Rubeln und Dutzende Millionen von Menschenleben geopfert worden sind, wenn ein Frondienst aller buchstäblich aller 170 Millionen Russen errichtet und mit einer Grausamkeit durchgeführt wird, die ihres­gleichen in der Geschichte sucht, wenn ein erbar­mungsloser Raubbau an Mensch, Maschine und Na­turschätzen proklamiert wurde, der Moskau binnen kurzem aus aller Not herausführen und die Welt ihm gefügig machen sollte, wenn man das Brot den Kindern wegnahm und es ausfuhrte, um dafür Ma­schinen und Kanonen kaufen zu könen wenn man gewaltige Werke errichtete und ihnen alles an Geld und Blut und Leben opferte, was mit Hilfe der GPU. möglich war, so hat es sich gezeigt. daß das alles vergebens gewesen ist. Die teuersten Mosckinen verkommen unter der Hand ungelernter Arbeiter ober in Wind und Wetter hingeworfen oder

chnitt auf den Tariftonnenkilometer errechnet. Er betrug jetzt 3,53 gegen 4,56 RM. im Jahre 1929. Der Bericht stellt daher fest, daß seit 9 Jahren ein Absinken der Erträge um 21 bis 22 v. H. erfolgt sei. Damit ist aber nur eine statistische Feststellung getroffen, denn schließlich gehört auch die Tarif­politik zu den st a a t l i ch e n Problemen.

Daß die Mehrerträge im wesentlichen durch neue Aufwendungen aufgezehrt wurden, versteht sich von selbst, ist aber auch der völligen Ausnützung des Apparates zugute gekommen. Die Zahl der G e - f olgschaftsmitglieder hat sich im Altreich um*70 000 vermehrt, dazu tarnen die Eisenbahner Oesterreichs und des Sudetenlandes, so daß sich der Personalbestand auf 900 000 Köpfe gesteigert hat. Allein die Zahl der Versorgungsemvfänger erhöht sich um 100 000. Für Gehalts- und Lohnzahlungen, Renten usw. benötigt die Reichsbahn jährlich etwa 3 Milliarden RM. oder 250 Millionen RM. im Monat an baren Auszahlungen, die über den Ver­braucher an die deutsche Wirtschaft wieder zurück­fließen. Der deutschen Wirtschaft sind nach über­schlägiger Berechnung 1938 insgesamt rd. 1,7 Mrd.

Der vorläufige Jahresrückblick der Deutschen Reichsbahn über 1938 steht stark unter der Wir­kung der großen Veränderungen, die durch den An­schluß Oesterreichs und des Sudetenlandes vor sich gegangen sind. Die Organisation, die Tarife, der zwischenstaatliche Verkehr, das Bauwesen und viele andere Kapitel legen davon Zeugnis ab. Daß die Reichsbahn trotz dieser großen Anforderungen ihren festen finanziellen Status behalten hat, zeugt von der Solidität des geschäftlichen Unterbaues. Im Alt­reich allein steigerte sich der Personenverkehr um 80 v. H., der Güterverkehr um 11 v. H. über bas Jahr 1937 hinaus. Damit finb die Leistungen der Dorkriegsjahre ebenso übertroffen, wie das Ergeb­nis der Hochkonjunktur, da der Personen- und Ge­päckverkehr 1300 Mill. RM., der Güterverkehr aber 3,1 Milliarde RM. erbringen. Das sind beim Per­sonenverkehr 9,5 v. H. mehr als im Vorjahre, beim Güterverkehr 6 v. H. Zunahme. Man sieht, daß die Eisenbahn trotz des Kraftwagens ihre volle Bedeu-

Stabschef Lutze gibt bekannt:Zum Geburts- t a g, zum W e i h n a ch t s f e st und zum I a h res- wechsel sind mir aus allen Gauen, aus der SA-, aus der Parteigenossenschaft und aus allen Kreisen der Bevölkerung Glückwünsche in so großer Zahl zugegangen, daß ich mich außerstande sehe, dafür einzeln zu danken. Ich erwidere insbesondere die mir übermittelten Wünsche zum Jahreswechsel auf bas beste unb banke auf diesem Wege für alle mir erwiesenen Aufmerksamkeiten herzlichst.

Dem durch seine Angriffe gegen die Freie Stadt Danzig, das Deutsche Reich und Volk und die na­tionalsozialistische Bewegung bekannten Dr Rausch- ning ist, wie das Deutsche Nachrichtenbüro mel­det, durch Beschluß des Senats die Danziger Staatsangehörigkeit entzogen worden.

Die B a n k v 0 n F r a n k r e i ck hatdenl Diskont- saß von 2V2 auf 2 v. H. und den Satz für Vorschüsse auf Wertpapiere von 3V: auf 3 v. H. sowie den

Maße zum Ziel gesetzt. Denn die hauptsächlichen Grundlagen für eine erfolgreiche Siedlerwirtschaft, die auch die Gewähr bietet, daß der Familie eine

ftanbsroert der in Großdeutschland gehaltenen Hühner beziffert sich auf 250 Millionen RM, der der Ziegen auf 79 Millionen RM., der Kaninchen auf 56 Millionen RM. und der Bienen auf rund 150 Millionen RM. Dementsprechend sind auch die Erzeugungswerte dieser fast ausschließlich in der Kleinsiedlung gehaltenen Nutztiere außerordentlich groß. Sie beziffern sich bei den Hühnern auf rund 600 Millionen RM., bei Ziegen auf 215 Millionen RM., bei den Kaninchen auf 118 und bei den Bie­nen auf 242 Millionen RM.

Diese wenigen Ziffern mögen genügen, um die Bedeutung der Kleintierzucht eindeutig klarzulegen. Daß diese Ziffern noch im gewaltigen Umfange steigerungsfähig sind, liegt auf der Hand. Allerdings geht es nicht ohne die notwendigen Er­fahrungen, die sich der Kleinsiedler hinsichtlich Aus­wahl der richtigen Nutztiere, der zweckmäßigen Fütterung, der sorgfältigen Haltung, der geeigneten Ställe usw. erwerben muß. Der Erwerbung solcher Erfahrungen, ohne die ein? wirtschaftliche Kleintier­haltung einfach nicht möglich ist. dient die 5.Reichs- k l e i n t i e r s ch a u , die der Reichsnährstand und der Reichsverband für Kleintierzüchter mit seinen Reichsfachgruppen in der Zeit vom 6. bis 8. Januar 1939 in Leipzig (Messehallen 7, 8 unb 9) auf einer 35 000 Ouadratmeter großen Fläche oeran». stattet. Auf biefer großen Schau werden neben 13 300 Stück Geflügel aucy 12 000 Kaninchen zu sehen sein, unter denen sich allein 100'1 Angora­kaninchen befinden, die während der Ausstellung öffentlich geschoren werden, um den Nutzen gerade dieser Tiere für die Wollerzeugung praktisch vorzu­führen. Auch Ziegen, Pelztiere, Seidenraupen, Hunde, Katzen unb Kanarienvögel werden auf die­ser Schau in reichlicher Anzahl vertreten sein. We­gen der Winterruhe der Bienen wird die Neichs- fachgruppe Imker auf einer 6000 Quadrat­meter großen Fläche die größte aller bisherigen imkerlichen Ausstellungen zeigen, die im besonderen eine Lehr-, Erzeugungs-, Bienenwohnungs- unb Geräteschau enthält.

Loyale Llngornheuische.

tung behalten hat.

Eine alte Klage ist, daß die Einnahmen aus bem Verkehr im Durchschnitt, also pro Kilometer, im Absinken begriffen finb. Die aus ozialen unb anderen Gründen erforderlichen Aus­nahmetarife führen dazu, daß die Reichsbahn den erhofften Mehrgewinn nicht herauswirtschaftet, ob­wohl auch das Reich ein Interesse baran hat; denn bie Reichsbahn liefert aus ihren Betriebserträgen an das Reich eine Abgabe, die 1938 immerhin 460 Millionen RM. ausmachte. Sie war diesmal um 47 Mill. RM. höher als im Jahre 1937. Die Durch-

fchnittseinnahme für einen P e r s 0 n e n k i l 0 -! zu hoffen, daß durch die wirtschaftliche Erschließung meter betrug 2,38 RM. gegen 3,02 im Jahre ""---"*

1929. Beim Güterverkehr wird dieser Durch-

ter der Reichsbahn zugeflossen. Dieser Betrag Die Förderung der Kleinsiedlung und der damit wird sich in den kommenden Jahren durch die Ein-! zusammenhängenden wirtschaftlichen Ausnutzung des gliederung der Ostmark- und Sudetenlandbahnen Bodens hat sich der deutsche Siedlerbund und der voraussichtlich noch erheblich erhöhen. > Reichsbund deutscher Kleingärtner im besonderen

. Der Einmarsch der deutschen Truppen in Ostmark ' ' r ' ' ~ v ' ""

und Sudetengau, die mit äußerster Tatkraft vor­wärts getriebene wirtschaftliche Erschließung dieser bisherigen Notstandsgebiete und namentlich der be- schleunigte Ausbau der deutschen Westbefestigungen j durch Gartenbau und Kleintierhaltung gebildet, haben, zusammen mit dem gegen das Vorjahr ohne- Welche Bedeutung im besonderen Maße die Klein- bies gesteigerten Verkehr, die Reichsbahn vor Auf-' tierzucht für den Kleinsiedler und somit für die gaben gestellt, die nur unter Anspannung aller 1 Nahrungsversorgung des gesamten deutschen Volkes Kräfte unb dank dem vorbildlichen Einsatz und der! hat, dafür mögen die nachstehenden wenigen Zahlen hmgebenden Arbeit aller Gefolgschaftsmitglieder1 Zeugnis ablegen.

gemeistert werden könnten. Dabei ließen sich freilich! Allem die Erzeugnisse der Kleintierzucht haben, gewisse Schwierigkeiten in der Wagenstellung unb ) einen jährlichen Erzeugungswert von der Verkehrs- unb Betriebsabwicklung sowie Ein-; rund 1,2 Milliarden RM. oder 10 v. H. der gesam- schränkungen, besonders des Sonderzugverkehrs, ien landwirtschaftlichen Jahresproduktion. Der D e»

fchewismus. .

Freilich muß ungeschminkt auch ein anderes fest- gestellt roerben: Wenn wir eingangs auf ben Gegen­satz zwischen ben Wunschbildern auf ben einen unb ben praktischen Ergebnissen auf der andern Seite hingewiesen haben, so steht heute eindeutig fest, daß -----.. .

ber Bolschewismus sich nicht nur weiter denn je von,GPU. ein Mordanschlag verübt wurde, unb Max ber Erreichung eines Zieles befindet, sondern baf) [3, ber. einmal unbequem geworben, von ge- bie Grunblagen seiner Macht im Innern sei- bungenen Mörbern totgeschlagen und in die Wolga nes Tt utter Staates s e! b st bedroht sind, geworfen wurde. Wer wird je das Schuldkonto Sta- Nach Berchtesgaden und München hat Moskau schon fins erforschen können? Von ben durchschnittlichen bie Konsequenz aus der neuen Lage gezogen, indem Parteileuten aber pflanzt sich der Haß gegen Das es sich beinahe vollkommen von der politischen Bühne Regime auf bas parteilose Volk über unb. wirb Eurovas zurückgezogen hat, und in der Tat ist I einst furchtbare Eritte hatten München die größte unb schwerstes Mord war auch das Mittel in der Armee Niederlage gewesen, die Moskau nach dem Sieg umnach ohen" zu drängen. D:e besten Führer |ino bes Nationalsozialismus in Deutschland erlitten hat.! ermordet, verkommen im Elend sind lhre Frauen Zwar wird die Komintern noch lange nicht ihr und Kinder, ihre Freunde und Kameraden. Wenn es Spiel verloren geben, jetzt richten sich ihre Angriffe im Mesen ber bolschewistischen Herrschaft liegt daß besonders gegen Frankreich. Aber Stalins Kampf alle führenden Männer eines ^waltsamen Todes gegen den Niedergangs Innern,^geg^n dw vielen W muffen, - ^an^mirb Z-^^^^^^^'bad,°g^^ße Verbienste erworben.