Ausgabe 
4.1.1939
 
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Nr. 5 Erste? Blatt

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189. Jahrgang

Mittwoch, 4-Zanpat 1939

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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dem Präsidenten des Staatsrates, f) i t a n u m a,

Fürst Konoe erklärte über die Gründe seines

SPANIEN

er-

Junta

England und die spanische Frage

abs. London, 3. Januar.

einen hoch aufragenden, von wenigen Ba.nnen be- ue-lt öe5 Kabinetts in Frage gestellt worden, tmh nnrhfirh hrinnri ein ebenes Ge- -TM« des neuen Rabit

christliche Europa symbolisch darstellen. Wenn der Spanier wehmütigen Herzens von Algeciras nach dem schon lange verlorenen Felsblock hinüberblickt, dann sieht er in seiner Phantasie einen ruhen­den Löwen vor sich. Andere vergleichen ihn mit einem menschlichen Leichnam, der auf einem Leichentuch liegt. Daher im Spanischen der volks- tümliche Name El Euerpo der Körper.

Unter dem Felsen von Gibraltar versteht man eine schmale Halbinsel, die sich von der Südwest­küste Spaniens südwärts erstreckt. Sie umfaßt

wies im Foreign Office darauf hm, eme Jnteryl^ rung des Zerstörers und seiner Mannschaft fei nach dem internationalen Kriegsrecht solange unzulässig, als die spanischen Parteien nicht die Rechte von kriegführenden Staaten besäßen.Star berichtet, die spanische Frage werde vorder Abreise C h a m b e r l a i n s n a ch R o m Gegenstand einer Beratung des sog. inneren Kabinetts (bestehend aus Chamberlain, Lord Halifax, Schatzkanzler Sir John Simon und Innenminister Sir Samuel Hoare) tm Laufe der nächsten Woche sein.

länder infolge der nicht zu unterschätzenden Bedeu. tunq für die Sicherung des Seeweges nach Indien aufs stärkste befestigen, wieder unter ihre Herrschaft

Minister war, steht in engen Beziehungen zu hiranuma. Lr ist ebenso wie Graf Sakai Mitglied des Oberhauses und Führer des sog. Landesverteidigungsverbandes-.

Japanische Forlschrilte in Tiordchina.

zurückgetreten. Der Entschluß wurde in der kabinettssihung am Mittwochmorgen gefaßt, nach­dem in tagelangen vorbereitenden Besprechungen

- - ua im Jahre wichtigste Punkt der Pyrenäen-Halbinsel in f ter im folgenden Jahre Hand einer fremden Macht tft. Xrofc aller Der uche - °°N Gibraltar,, wo gelang es «nen Ä tat S<; »Xn Lebe®.

Tokio, 4. Jan. ^DNB. Funkspruch. Osiasien- bienft.) wie die japanische Nachrichtenagentur Domai meldet, ist das Kabinett Konoe

Cotolan So/,

Lhamberlains Aomreise.

-Italienische Betrachtungen.

u. 6. Rom, 3. Januar.

An den Gäulen des Herkules.

Don Or. Jeffel, Malaga.

Das Seegefecht vor Gibraltar, in dem der bolschewistische ZerstörerJasS Luis Diez" von nativn-alfpanischen Streit­kräften zum Sinken gebracht wurde, lenkte die Aufmerksamkeit auf die geographische Kuriosität des Gibraltar-Felsens.

Die Zusammensetzung des neuen Kabinetts hangt von der Entscheidung des neuen Mi­nisterpräsidenten ab, doch vermutet man, daß ein großer Teil der bisherigen Minister durch neue Männer erseht wird, wie von unter­richteter Seite verlautet, soll die neue Regie­rung etwa folgendermaßen aussehen: Minister­präsident Baron hiranuma, Außenmini­ster A r i t a, Kriegsminisier I t a g a k i, Ma- rineminister H a s e g a w a , Innenminister Shio-no und Landwirtschaftsminister Sa­kai. Der als künftiger Ministerpräsident ge­nannte Baron hiranuma ist 73 Jahre alt. Er Ist Jurist und wurde im Jahre 1907 Bize- justi Minister im Saionji-Kn inett, 1923 war er Iustizminister. Bon 1926 bis 1936 war er Vizepräsident des Geheimen Staatsrates, da­nach Präsident, hiranuma steht entschieden der nippon.sti^chen Bewegung nahe und war Füh­rer der aktivistischen Kokuhonkai. Admiral h a - segawa, gegenwärtig Stationschef in Poku- suka, war früher Flottenchef und während des Ehinakonfliktes eine Zeitlang Ehef des China- Geschwaders. Shiono, der bisher Justiz-

11/0,1 Europa fonkt

^lieber die gewaltige moderne Befestigung weiß ein'harmloser Reisender natürlich nichts, denn die militärische Zone auf der Höhe des Berge?. wird streng bewacht und darf auch von den Emwohnern nicht betreten werden. Dadurch, daß viele große Touristendampfer nach dem Fernen Osten den Ha­fen anlaufen, herrscht dort zuweilen ein starker in­ternationaler Verkehr, der sich durch die E große Hauptstraße ergießt. Hauptsächlich trifft man na türlid) Engländer und Amerikaner, die m dem Freihafen die zollfreien Waren zu sehr billigen Preisen einkaufen. Besonderen Ruf gemeßen tee Seidenwaren. In der Hauptstraße befindet sich em Geschäft neben dem anderen mit zahlreichen bunten Sachen. Am Eingang steht gewöhnlich em Araber mit einem Fez und lockt die Passanten zum Kaufen an. Die offizielle Sprache in Gibraltar ist natur das Englische, aber die Bevölkerung hat sich auch ihre spanische Muttersprache erhalten, und m weiser Zurückhaltung haben die Engländer me den Ver sucht gemacht, die Einwohner zu anglisieren. Zahl­reiche Besucher kommen auch tm Winter, um hier das köstliche milde Kttma zu gemeßen und Ab­flüge in die Umgebung zu machen, was heute te- sonders dadurch erschwert wird, daß die spanisch- Grenze aufs strengste gesperrt ist.

eine seltsame Entführung an der Grenze Indochinas.

Hongkong, 3. Jan. (Europapreß. Funkspruch.) Nach einem japanischen Bericht aus Hanoi, der Hauptstadt Französisch-Jndochinas, haben bewaffnete chinesische reguläre Truppen am 29. Dezember v. I. den Kanzler des japanischen General­konsulats in Hanoi, an der Grenze des franzö­sischen Verwaltungsbezirks Tonkin und der chlnesi-

kurzen beutereichen Eroberungsfeldzug tm 710 landeten die Araber i- abermals auf der Landzunge von .

der Anführer alle Schiffe verbrennen ließ, um seine Gefolgsleute zur Eroberung des vor ihnen liegen­den Landes zu zwingen. Auf dem Fe sen wurde em Kastell gebaut, das für den Notfall die Verbin­dung mit Afrika Herstellen sollte. Der .bisherige Name Mons Calpe wurde verwandelt in das ara­bische Gibel-Tarik, woraus sich Gibraltar ent­wickelt hat. Der siegreiche General Tank drang ms Land ein und besiegte das christliche Heer in ter denkwürdigen Schlacht bei Terez de la^Fronterc. Die mohammedanische Herrschaft dauerte nahezu acht Jahrhunderte, bis die S p a n i e r endlich wie­der ihre Kräfte sammelten, um die Mauren nach zahlreichen Schlachten langsam aus dem Lande zu

die anglikanische Kirche der Heiligen Dreieimakett zur Kathedrale der Diözese gemacht wurde. Als.Um- schlag'hafen hat es an Bedeutung verloren, feit die Ladungen direkt an ihren Bestimmungsort gebracht werden. Aber es ist, wie auch der Weltkrieg bewie­sen hat, äußerst wichtig als K o h l e n st a 11 o n und Anlegehafen für.die Kriegs- und Hantelsmarlne Die Tonnagezahl hat durch die Ausdehnung der I Handelsbeziehungen mit Spanien Marokko und dem

nuruiiaien uuf ipuiu|u^>u - o Roque. Dann nahm sie sehr schnell zu und erreichte 1931 über 17 000 Einwohner.

Dieses geopolitisch so wichtige Gibraltar kann veiständlicherweise auf eine reiche Geschichte zuruck- blicken. Die alten G r i e ch e n nannten den Felsen von Gibraltar und den gegenüberliegenden Monte Hacho bei Ceuta d i e Säulen des H - r k u l e 5. Für sie begann hier das unendliche Weltenmeer. Die Phönizier fuhren schon um ^00 v. Chr. nach hier und gründeten Kolonien tm sudllchen Spanien, wobei auch die Stadt Garteia entstand, in der ausschweifende Orgien zu Ehren ^ Son­nengottes Baal, der später nut Herkules ldentt si- üert wurde, stattfanden. Spater kam die Stadt den Besitz der Karthager dann der R o m e r nnb Dandalem. Das mächtige ariam che Komg- 2 das 418 non den Visigoten gegründet ««. verweichlichte später ^wfolge °°n Tnlungen

innen-und außenpolitischeLage .......er verwickelter geworden. Er habe oft 1 befürchtet, daß seine Fähigkeiten der gegenwärtigen Lage nicht gewachsen seien, aber der Ernst ter Zeit habe einen Kabinettswechsel bis heute nicht gestattet. Der Chinakonslikt sei nun in ein neues Sta -bium eingetreten, unb bie Regierung müsse nunmehr alle Kräfte v e r e i n i g e n Jur ten Aufbau einer neuen Ordnung und die Aufrecht­erhaltung eines dauernden Friedens in Oftafien. Er sei überzeugt, daß es dringend notwendig sei, das Vertrauen des Volkes durchs F e st l e g u n g neuer politischer Richtlinien unter einem neuen Kabinett zu heben. Die unerschütter­liche, grundsätzlich Politik der Regierung nn Chma- konflikt sei bereits festgelegt und vorn Kayer ge­billigt worden.Nachdem ich", so schloß Fürst Ko­noeso die schwere Verantwortung hierfür über­nommen hatte, fühle ich mich beschämt, daß meine Fähigkeiten nicht ausreichen, um meine Aufgaben durchzuführen. Das ist der Grund für den Rücktritt meines Kabinetts." f ,.

In politisch interessierten Kreisen Tokios glaubt man, die in den letzten Monaten geplanten a t i o- nale Mob.ilisierun g", die das Ziel hatte, eine geschlossene Einheitspartei herzu­stellen, sei zunehmend auf den Widerstand d er Parteien gestoßen, den aktivistische Kreise durch Auflösung des Reichstages hatten befei- tiaen wollen. Der Innenminister Admiral Sue- tüqu soll diese auch innerhalb des Kabinetts be­fürwortet haben, dadurch sei aber die Geschlossen-

Iten werde Sie lehnen jedoch eine Verknüpfung des spanischen Problems mit anderen in Rom zur Er­örterung kommenden Angelegenheiten, rme sie von einem Teil der französischen und englischen- Presse angestrebt werde, rundweg ab.

D6rCorriere della Sera" spricht von einer Mit­te l m e e t r e g e l u n g als notwendiger Folge des Abkommens von München, da der Zusammenbnich von Versailles eine Neuordnung erfordere. Zwischen England und Italien selbst seien die wichtigsten

standenen Felsen und nördlich davon ein ebenes Ge­lände, welches die Verbindung mit Spanien her­stellt. Politisch sind Großbritannien und Spanien noch durch eine neutrale Zone getrennt. Der bri­tische Grund und Boden umfaßt nur 1,2 Ouadrat- kilometer. Die Felsspitze ist 420 Meter hoch Nach Ansicht der Geologen waren Europa und Afrika früher miteinander verbunden, bis in vorgeschicht­licher Zett ein Einbruch erfolgte, der die heute 21 Kilometer brette Straße schuf, die zunächst wegen der zahlreichen Riffe und Sandbanke sehr schwer schiffbar war. Eine starke Strömung in der Mitte, die vom Atlantischen Ozean in das Mittelmeer fließt und nördlich und südlich zwei andere Strö­mungen in entgegengesetzter Richtung haben erheb­lich dazu beigetragen, die Straße zu vertiefen und zu verbreitern. Heute kann man sich kaum noch vor­stellen, daß der nackte Felsen im Altertum mit i einem Urwald bestanden war, der jedem Seefahrer religiöse Ehrfurcht einflößen konnte, wie sich ein antiker Schriftsteller äußert.

Eine Besonderheit dieses Felsengebietes sind die berberischen Rebhühner und Affen, die nur hier in Europa vorkommen und deshalb unter be­sonderem Schutz stehen. Vor allem die Affen rufen «in allgemeines Interesse hervor. Sie sind die wah­ren Herren des Felsens, seit es weder den Mauren, noch den Spaniern und Engländern gelungen ist,! sie aus ihrem Besitztum zu vertreiben. Es geht die feaae sie seien vom Berberland in A'nka durch einen natürlichen Tunnel unter der Wasserstraße gekommen, durch den auch ihre Toten zurückbesor- dert werden, da man niemals ein Skelett von ihnen gefunden hat. Sie genießen in Gibraltar eine ähn­liche Stellung wie der Ibis in Aegypten und der Storch in Holland. Bei Ostwind kann man sie ge­wöhnlich auf der Westseite des Felsens beobachten, »0 sich dann schnell eine neuner,g° Volksmenge °°r- ..... ---------

^Stadt erstreckt sich am westlichen Abhang ^rnen im

des Felsens und ist durch ^ate? 1753 nur 1800 Menschen, weil beim Ein-

Wohnviertel geteilt. Die nördliche State lst bei Engländer 1704 die 6000Eöpfige Einwoh-

tem stärker bevölkert und auch wlchtlsterdurch e rucken v< p2 auswanderte naa) dem

Geschäftsstraßen. In engen Reihen ziehen sich nÄrhncbpn auf spanischem Boden gelegenen San

Wohnhäuser am ziemlich steilen Bergabhang em-1 nördlichen aus IPamiajei^ Prreidite

per. Zahlreiche Treppen dienen als Verbindung | zwischen den parallelen Straßen, von denen me höchste 90 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Alle Häuser werden überragt von einem maunttyen Hurm ter 741 vollendet wurde und zahlreiche Spu­ren der späteren Angriffe und Belagerungen auf-- meift Der 'üdliche Stadtteil ist malerischer, well die meisten Häuser inmitten eines Gartens liegen Von dort hat .man einen herrlichen Rundblick aus | bie Stadt, das Meer und die spanischen und afrika­nischen Berge. Der östliche Teil des Felsens ist un­bewohnt mit Ausnahme eines kleinen Fischerdorfes.

Gibraltar ist eine brltis ch e Kr o n k o l o ni e Die Erekutivgewalt liegt bet einem ftat ter 1922 eingesetzt wurde. Die gesetzgebende Gewal liegt bei dem Gouverneur, der Zugleich oberster Befehlshaber der F.siuna ist. Schon feit dem Sabre 1706 ist Gibraltar durch einen Erlaß der Königin Anna Freihafer 1842 wurde es zur City erklärt, als

Die spanische Frage ist durch die Ereignisse der letzten Wochen den Spionagezwischen.all m St. Iean-de-Luz, die nationalspanische Ofsenstve und den Zwischenfall mit dem rotspanlschen Zerstörer Jose Luis Diez" in der Straße von Gibraltar in den Vordergrund getreten. In London hat am Dienstagabend die Nachricht, daß die englischen Behörden in Gibraltar entgegen ihrer bisherigen Haltung die Freilassung der Besatzung des nach dem Seegefecht auf Grund gelaufenen rotspa­nischen Zerstörers beschlossen haben, einiges Aus­sehen erregt. Die Londoner Abendblätter berichten, die rotspanische Besatzung desJose Luis Diez werde in Kürze nach Almeria oder Valen­cia abtransportiert werden. Die Haltung der englischen Behörden in Gibraltar wird alsVor­sichtsmaßnahme" hingestellt.

In politischen Kreisen hält man es nicht für un­wahrscheinlich, daß ein Schritt, den der rotspa­nische Vertreter in London unternahm, auf die Entscheidung der englischen Behörden einen

Kabinttiswechsel in Japan.

Kürst Konoe zurückgeireien. - Baron Hiranuma als neuer Ministerpräsideni genannt. - Verschärfter aktivistischer Kurs vermutet.

schen Provinz Kwangsi, entführt. Jede Nachricht über feinen Verbleib fehlt. Der japanische General­konsul in Hanoi und die Regierung von yranzosisch- Jndochina versuchen nun, mit den chinesischen mili­tärischen Führern Fühlung zu nehmen um über das Schicksal des Entführten Klarheit zu bekommen. Der Kanzler soll von dreißig bewaffneten chinesischen Soldaten etwa zweihundert Meter vor. ter Grenze auf französischem Gebiet angegriffen und sofort aus chinesisches Gebiet verschleppt worden sein.

E>n Skaaksstmch inTWnglwg Vereitelt?

Schanghai, 3. Jan. (Europapreß.) Die in Schanghai erscheinende japanische ZeitungTainru Shimpo" veröffentlicht Gerüchte, nach tenen am Neujahrstag in Tschungking 120 Mitglieder des linken Flügels der K u o m i n t a n g p a r => tei verhaftet worden feien, da st« einen Staatsstreich in Szene zu setzen beabsichtigt hätten. Der Sohn des Gründers des neuen China, Sunycttfens, Sunfo, sei als Leiter einer neuen Regierung in Aussicht genommen worden, die sich angeblichC h i n e s i sch e S o w j e t r e g i e r u n g hätte nennen sollen. Der Bericht der sapamschen Zeitung hebt noch hervor, daß der Finanzmimster Kuna und der Leiter des nationalen Wirtschasts- ; rotes, Dr. T. V. Soong, nicht für tee neu zu . bildende Regierung vorgeschlagen gewesen stien. : Eine Bestätigung der von dem sapamschen Blatt : mietergegebenen Gerüchte liegt bisher Nicht vor.

Span - ir^nOl\ Marokko W vSolgr \__________

Peking, 3. Ian. (DNB.) Die Japaner haben bei den Kämpfen gegen die letzten chinesischen Boll­werke im Südwesten der Provinz S ch a n s i bemerkenswerte Fortschntte gemacht Nachdem sie den wichtigen Verkehrsknotenpunkt C h i u w o am 1. Januar eingenommen haben, haben sie am 2. Januar den Mamenkuan- P a ß besetzt und dort Arttllerie in Stellung gebracht. Don diesem Paß aus beherrschen sie den Hauptübergang über den H o an g h o zwischen der Provinz Schansi und der Provinz Schensi. Dieser Uebergang führt zur Stadt Y e n a n, der Basis der chinesischen roten Armee. Yenan und andere Orte im roten Gebiet wurden m den ver­gangenen Tagen von japanischen Flugzeugen folgreich bombardiert.

Von welcher Seite man auch den viel umstritte-- nen Gibraltar-Felsen betrachtet, stets ist der Anblick ein anderer. Kommt man in einem Schiff aus dem Mittelmeer, so sieht man bei klarem Wetter schon stundenlang vorher einen gewaltigen f lanaaeftreckten Berg, der wie eine Insel aus dem .........~ v , ...

ffiee? «npoMuragen Weint. Erst sehr viel später $ücff fionoe mit bet Umgebung bet Stone unb gewahrt man die Verbindung mit d e m dem Präsidenten des Staatsrates, hiranuma, Festland. Lange rät man hin und her, was wohl foroie den Mitgliedern des Kabinetts alle 3 n - die weithin leuchtende Helle kahle Fläche zu bedeu- |t a n 3 e n ben Rücktritt gebilligt hatten, ten habe, bis einem klar wird, daß dort das her- »iirn. ^Drtoe erklärte über die Gründe seines niederfallende Regenwasser aufgefangen und in Rücktritts: Der C h i n a k o n f l i k t habe allmäh- große Behälter abgeleitet wird. Schaut jnan d d n ernste Ausmaße angenommen und infolgedessen Ceuta hinüber nach Europa, so erscheint der i n n ß n a j - - r-----a««»

Felsen von Gibraltar wie ein gewaltiger Zwettur-f miger Dom, als wollte er dem Mohamedaner das 1

Je näher der Besuch des englischen Minister­präsidenten C h a m b e r l a i n und des Auhenmini. sters Lord Halifax heranrückt, um so mehr rücken auch die Fragen, die Gegenstand der englisch- italienischen Ministerbesprechungen sein werden m den Brennpunkt des Interesses. Dabei beobachten die römischen Blätter jedoch die größte Zurückhal­tung hinsichtlich eigener Stellungnahmen. Das er­höhte Interesse drückt sich lediglich m'immer um- fangreichercn Berichten der Londoner Vertreter aus. Selbst die Korsika- und Tunisfahrt des französi­schen Ministerpräsidenten D a 1 a d i e r findet eigent­lich nur insoweit Beachtung, als sie mit dem eng­lischen Ministerbesuch als ein die Londoner politische Stimmung beeinflussendes Element m Verbindung gebracht werden kann. Die Blatter betonen die Not- ntfd)6ibung btt -Ngllsth-N Wen einen 1 einet Wn^be^fp a n t i

Einfluß hatte. Der rots^amsche Vertreterbe9r römischen Besprechungen bib L I hpn mprbe. Sie lehnen jedoch eine Verknüpfung

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Die Spanier hatten gelernt, Gibraltar als den Schlüssel zu ihrem Lande anzusehen, wahrend man es heute ben Schlüssel zum. Mittelländischen Meet nennen barf. Dieser stroteglsch wichtige Punkt h-lt vierzehn Belagerungen über sich ergeben lassen müssen. 1462 belagerten ihn bu Spanier, um ihn am Tage bes fieiligen Bernhard, der h-ute noch der Schutzparton des Ortes ift von den Mauren zurückzuerobern. Während des Spanischen Erbsolge- frieges besetzte 1704 der englische General Sir ®e- otqe8 3too te unter Mithilse des

° r g v ° n fi e s s e n - D a r m st a d t das °°rl°ck°nde Gibraltar. Danach setzten die verzwe,selten Versuche ber Spanier ein, diesen so wertvollen Felsen zurück- zuerobern, denn bis aus den heutigen Tag empstw und" Man^e^n^mili!ärstcher DiIzi^li"n."Nach einem den sie es als nationale Schmach, datz der strategisch