Ausgabe 
3.11.1939
 
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hatte. Der Botschafter gilt als Beoollmäch. t i g t e r für die kommenden Verhandlungen in Ankara.

Bewaffnetes englisches Handelsschiff an der norwegischen Küste.

Oslo, 2. Nov. (Europapreß.) In den norwegi­schen Hoheitsgewässern vor Bergen traf ein nor­wegischer Torpedojäger am Mittwoch auf einen unbekannten Handelsdampfer,

der das zweimalige Stoppsignal des norwegischen Kriegsschiffes nicht beachtete und feine Fahrt fort­setzte. Erst nach einem Warnungsschuß vor den Bug stoppte das Schiff ab. Die Untersuchung er­gab, daß es sich um ein englisches Handels­schiff ohne Namen handelte, das bewaff- n e t und mit Einrichtungen zum Minen­suchen ausgerüstet war. Nach einstündigem Aufenthalt wurde dem Schiff die. Fortsetzung seiner Fahrt mit Kurs auf das offene Meer gestattet.

wird unmittelbar nach Aufhören des Eisganaes in Angriff genommen werden, so daß diese Ostpreu­ßenstrecke über SchneidemühlDirschauMarien­burgKönigsberg im Frühjahr voll verkehrsfähig sein wird. Die zweite Ostpreuhenverbindung, die über PosenThornAllenitein nach Südostpreußen führt, wird nach. Wiederyerstellung der Thorner Weichselbrücke Anfang Februar den Verkehr wie­der aufnehmen können.

Eine weitere wichtige Verbindung ist die soge­nannte Koblenbahn (Magistrale) zwischen Ostoberschlesien und Gotenhafen, die bereits in Betrieb genommen werden konnte. Ihr kommt auch besondere Bedeutung für die Kohlen­lieferungen an die skandinavischen Staaten zu. Auch der xu erwartenden starken Zunahme im R u ß - landverkehr hat die Reichsbahn Rechnung ge­tragen, 'indem sie alle Strecken, die den Anschluß an das sowjetrussische Dahnnetz ermöglichen, be­schleunigt wiederherstellt. Die Bahnverbindung über K o w n oD ünaburg nach Sowjetrußland ist bereits im Gange.

Der Reichsverkehrsminister unterstrich die große Bedeutung der W a s s e r st r a ß e n im befreiten und besetzten Gebiet, die von hen Polen in gerade­zu unerhörtem Maße vernachlässigt wurden. Es sei ein großer Vorteil, daß nunmehr die Verwaltung des ganzen Weichsel st romes von der Quelle bis zur Mündung in einer Hand liege. In Zukunft werde die Wasserstraßenbaudirektion in Danzig für die geordnete Stromsührung der Weichsel verant­wortlich sein. Von großer Bedeutung seien der Bromberger Kanal, der eine wichtige Ver­bindung der Weichsel, Netze und Warthe mit dem Oderkanal schaffe, und der Adolf-Hitler-Ka­nal, der die Verbindung zur Donau ermögliche. Dr. Dorpmüller betonte, er habe die berechtigte Hoffnung, daß die gesamte Ernte, sowohl Rüben wie Kartoffeln, und vor allem die Kohlen­versorgung durch die Eisenbahn in vollem Um­fange bewältigt wird.

Die Wiederherstellung des Eisenbahnnetzes

im befreiten und besetzten Ostgebiet.

Berlin, 1. Nov. (DNB.) Zerstörte Brücken, aufgerissene Gleise, das waren die immer wieder­kehrenden Eindrücke auf der Besichtigungsreise des Reichsoerkehrsministers Dr. D o r p m ü l l e r durch das befreite und besetzte Ostgebiet. Die Polen hatten in ihrem primitiven Zerstörungsdrange die wichtig­sten technischen Einrichtungen fast aller Bahnhöfe zertrümmert und die Dienstgebäude aus- geplündert. In diesem verwahrlosten Zustande übernahmen die deutschen Eisenbahner? die der vor­rückenden deutschen Truppe unmittelbar folgten, das polnische Schienennetz. Ungeheure Aufgaben technischer und organisatorischer Art mußten i n kürze st er Zeit bewältigt werden. Der für die Versorgung der Bevölkerung dringend notwen­dige Güterverkehr mußte sofort ins Rollen kom­men, um die Militär- und Zivilbehörden bei ihren Maßnahmen wirksam unterstützen zu können. Der Einsatz ist belohnt worden: Auf fast allen Strecken des früheren polnischen Schienennetzes konnte der Zugverkehr wieder ausgenommen wer­

den. Ein Signalverkehr ist teilweise noch heute aus­geschlossen. Die Bahntelephonanlage, ohne die heute ein normaler Bahnverkehr undenkbar erscheint, war zunächst vollkommen unbrauchbar. Lokomotivwas- ser mußte infolge der Zerstörungen an Wasser­leitungen oft kilometerweit herangeholt und auf die verschiedensten Stationen verteilt werden. Die deut­schen Eisenbahner meisterten ihre Aufgabe in be­wundernswerter Weise, besonders die Eisen­bahnbautrupps, die in ihren Bauzügen bei der Wiederherstellung der Brücken und Gleise ein­gesetzt sind. Ihnen allen ist es zu danken, daß heute auf den meisten Strecken des früheren polnischen Netzes, teils eingleisig, teils aber auch bereits dop­pelgleisig der Eisenbahnverkehr wieder ausgenom­men werden konnte. Wichtigste Ausgabe ist die Verbindung zwischen O st preußen und dem übrigen Reich, die bereits vor 14 Ta­gen nach der Einweihung der D i r s ch a u e r Pionierbrücke über die Weichsel eingleisig aus­genommen werden konnte. Das zweite Brückengleis

Neues Dokument für Englands Alleinschuld am Kriege. Oer Krieg schon vor München von England beschloßene Sache. Ein interessanter Fund in den Geheimakten der ehemaligen Prager Regierung.

Berlin, 2. Nov. (DNB.) Amtlich wird ver­lautbart: Der Reichsaußenminister hat in seiner großen Danziger Rede in unwiderleglicher Form nachgewiesen, daß der englische Krieg gegen Deutsch­land von der jetzigen englischen Regierung seit Jahren heimlich und planmäßig vor­bereitet worden ist. Er hat in diesem Zusam­menhang darauf hingewiesen, daß Chamberlain im September 1938 nicht nach München gekommen ist, um den Krieg zu verhindern und der Welt den Frieden zu bringen, sondern um den von der bri­tischen Regierung beschlossenen Krieg nur zu ver­schieben, weil England rüstungsmäßig noch nicht fertig war. Diese Feststellung des deutschen Reichsaußenministers erfährt eine schla­gende Bestätigung durch ein in dem Archiv des ehe­maligen Außenministeriums der früheren tschecho­slowakischen Republik aufgefundenes Ge- beimdokument, das einen Bericht der Ge­sandtschaft der tschecho-slowakischen Republik in Pa­ris vom 5. 8.1938 Zahl 1075 enthält. Wec^n seiner sensationellen Bedeutung geben wir das Dokument im Wortlaut wieder:

Gesandtschaft der Tschecho-Slowakischen Republik in Paris.

Zahl 1075 / vertrl. / 38 O/D.

Eingangsstempel: Min. d. Aeußern. Kabinett des Ministers G.Z. 3124

Paris, den 5. August 1938.

Betr.: Sinn und Zweck der Mission Lord Runci- mans in Prag.

Paraphen: Dr. Jina, Krofta.

Geheim.

Herr Minister!

Masstgli hält die Entsendung Lord Run- cimans nach Prag für eine gute Sache. An­thony Eden äußerte sich in einem Gespräch mit Bot- schafter Corbin, daß nach gutem Nachdenken die Entsendung Lord Runcimans nach Prag einen guten Schritt bedeutet, denn er wird angeblich England in Mitteleuropa mehr enga­gieren, als es bisher der Fall war. Masstgli sagt, daß die Engländer wissen, daß Krieg sein wird, und daß sie sich mit allen Mitteln bemühen, ihn hinzuhalten. Er anerkennt vollkommen, daß die Entsendung Lord Runcimans nach Prag zu dem Zwecke der Beseitigung des Kon­fliktes an sich für die Tschecho-Slowakei Gefahren birgt, denn angeblich im Interesse des Zeit­gewinnes würde Lord Runciman etwas Vorschlä­gen können, was der Tschecho-Slowakei ungeheuer schädlich sein könnte. Zu diesem Urteil Massiglis führe ich weitere Informationen an, die ungeheuer lehrreich sind. Auf der kürzlich stattgefundenen Ge­treidekonferenz, die in London tagte, hatten die Engländer, die Dominions, Amerika und Frankreich eigene getrennte Besprechungen. Der französische Delegierte sprach mit den Ministern Elliott und Morrison sowie mit dem hervorragenden Sach­kenner Sir Arthur Street, der im Landwirt­schaftsministerium war und der mit einer leitenden Aufgabe im Luftschiffahrtsministerium betraut wurde. Aus den Reden, dem Verhalten und den Verhandlungen der englischen Faktorei gewann der französische Delegierte den positiven Eindruck, daß sich die Engländer für die Organisierung der Ge- treideoersorgung, nicht wegen der Ver­hütung des Konfliktes interessieren, son­dern deshalb, um den Konflikt zu gewin­nen. Die Minister Elliott und Morrison sollen beide an die Eventualitäten des Kon­fliktes glauben. Sir Arthur Street sagte.

daß in sechs Monaten er die englische Luftschifsahrt in Ordnuna haben wird. Daher legt man in England eine solche Wichtigkeit dem Gewinne von Zeit bei.

Ich führe diese Information an dieser Stelle in Verbindung mit der Entsendung Lord Runcimans nach Prag an, denn, wie ich schon gesagt habe, die Frage der Gewinnung von Zeit spielt eine bedeut­same, wenn nicht entscheidende Rolle in der Ent­sendung Lord Runcimans nach Prag.

Herzlich begrüßt Sie Ihr ergebener

O s u s k y e. h.

Herrn Dr. Kamil Krofta,

Min. d. Ausw. Angelegenheiten

in Prag.

Was ergibt sich aus diesem interesianten Dokument?

1. Während das wahre britische Inter­esse nur darin liegen konnte, in wachsendem Maße aus den Entwicklungen des europäischen Kontinents, in die England durch die törichte Außenpolitik des Jahres 1919 hineingeraten war, mehrundmehr wieder herauszukommen, legt es Eden als Wortführer und Machinator der kriegshetze­rischen Clique darauf an, England erst recht in diese Verwicklungen des Kontinents zu xiehen, ja immer neue solche Verwicklungen zu schaffen. Deshalb wird in Edens Augendie Entsendung Lord Runcimans nach Prag einen guten Schritt bedeuten, denn er wird angeb­lich England in Mitteleuropa mehr engagie­ren, als es bisher der Fall mar."

England lag gar nichts an einer wirklichen friedlichen Regelung des Konfliktes. Ls inter­essierte sichnicht wegen der Verhütung des Konfliktes, sondern deshalb, um den Konflikt

zu gewinnen". Rur den Zeitpunkt wollten sie sich ausersehen.

Englands Rüstungen waren lange vernachlässigt worden, da man sich allzulange auf das traditionelle Prestige Großbritanniens verlassen und gemeint hatte, man könne es sich leisten, mit der bloßen Drohung der britischen Macht xu bluffen. Als sich seit der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich herausgestellt hatte, daß das Groß- deutsche Reich in der Durchsetzung seiner legitimen Lebensinteressen sich nicht bluffen lasse, da setzte auf englischer Seite ein fieberhaftes R Li­st ungstempo ein. Sir Arthur Street sagte, daß er in sechs Monaten die englische Luftschiff­fahrt in Ordnung haben wird. Daher legte man in England eine solche Wichtigkeit dem Gewinnen von Zeit bei.

Nach Englands Auffassung sollte schon die t s ch e ch o - sl o w a k i sch e Frage die Möglich­keit bieten, nicht nur die Beseitigung der Unruhe­herde in Europa zu verhindern, sondern auch sich jedem Anwachsen deutscher Macht mit Gewalt ent­gegenzustellen und die englische Weltherrschaft ge­waltsam aufrechtzuerhalten. Dank der Entschlossen­heit des Führers und seines eisernen Zugreifens ist dies den Engländern in der tschecho-slowakischen Krise nicht geglückt. Um so zäher und ver­bissener haben sie sich infolgedessen in der pol­nischen Angelegenheit, die sie im Grunde nicht das geringste anging, und bei der englische vi­tale Interessen überhaupt nicht auf dem Spiele stan­den, festgelegt, um durch die Verpfändung des Wor­tes der britischen Regierung das englische Volk zu zwingen, dem deutschen Volk in den Weg zu treten. Die englische Kriegsschuld, die systematische eng­lische Vorbereitung des Krieges, der systema­tische englische Wille zum Kriege schon im Jahre 1938 hat durch dieses tsche­chische Dokument einen neuen schlagenden Beweis erfahren.

Aus dem Reich.

Keine nennenswerte Arbeitslosigkeit.

Wie Staatssekretär Dr. S y r u p , der Leiter der Arbeitseinsatzorganisation im Reichsarbeitsministe­rium, in derSozialen Praxis" mitteilt, ist im Gegensatz zum Beginn des Weltkrieges in den ersten sechs Wochen dieses Krieges keine nen­nenswerte Arbeitslosigkeit aufgetreten. Der liebergang von der Friedens- zur Kriegswirt­schaft hat auch diesmal zu umfangreichen Um­schichtungen von Arbeitskräften geführt. Er war jedoch nicht mit nennenswerten Betriebsstil­legungen verbunden. Freigestellte Arbeitskräfte konnten von den Arbeitsämtern in kürzester Frist in neue Arbeitsplätze eingewiesen werden. Die Zahl der Arbeitslosen betrug Anfang Oktober kaum die Hälfte der Arbeitslosen zur glei­chen Zeit des Vorjahres. Nur ein Bruchteil dieser Arbeitslosen war voll arbeitsfähig und außerhalb des Wohnortes einsatzfähig. Gebietlich gesehen ver­teilt sich die Arbeitslosigkeit in der Hauptsache auf die großstädtischen Bezirke. Im Gegensatz zu dieser Entwicklung trat 1914 sofort nach Kriegs­ausbruch eine ungewöhnliche Arbeitslosigkeit bei den Industriearbeitern ein. Fast ein Viertel aller In­dustriearbeiter, die nicht zum Heeresdienst einge­zogen waren, wurden durch Betriebsstillegungen

und Betriebseinschränkungen arbeitslos.

Eine frühzeitige vorbeugende Einschränkung der Konsumgüterindustrie bedeute stets die Freistellung von Arbeitskräften. Diese seien in die Industrien einzugliedern, deren Ausweitung der Krieg fordert. Umschulung könne dies erleick- tern. Es sei weiter notwendig, K r i e a s auf» träge insbesondere in jene Gebiete zu legen, in denen aus der Konsumgüterindustrie Arbeitskräfte freiwerden. Damit werde auch die Umschichtung er­leichtert. Wenn die Aufträge für eine Vollbeschäf­tigung zeitweise nicht ausreichten und zur Kurz­arbeit geschritten werden müsse, sorgten die Ar­beitsämter durch Kurzarbeiterunterstützung dafür, daß auch solche Zeiten durchgehalten werden. Es sei immer richtiger, zur Kurzarbeit überzugehen, als einen Betrieb stillzulegen.

Fristverlängerungen für die Altersversorgung des Handwerks.

Durch eine Verordnung des Reichsarbeitsmini­sters sind mit Rücksicht auf die besonderen Verhält­nisse einige Fristen für die Altersversorgung des Handwerks verlängert worden. So kann ein zur Wehrmacht einberufener Handwerker die Halbver­sicherung mit Rücksicht auf seine Lebensversicherung noch bis Ende Dezember 1939 mit der Rückwirkung ab 1. Januar 1939 beantragen. Nach dem bisherigen Recht war die Frist am 1. Oktober abgelaufen. Auch

Kriegserlebnis eines Arztes.

lieber ein Kriegserlebnis besonderer Art berichtet Oberarzt d. R. Dr. Erich Neumann im Aerzte- blatt für Berlin, nämlich über eine Entbindung zwischen d e n Fronten. Die Truppe hatte am Abend vorher das Städtchen Cz. besetzt und den Widerstand der polnischen Heckenschützen nieder- gekämpft. Am nächsten Morgen, so schreibt der Be­richterstatter, wird ein Mann in Zivil zu mir ge­führt, ein Bauer aus M, einem Dorfe fünf Kilo­meter nordwärts von Cz. Er erzählt, daß feine Frau seit drei Tagen in Wehen läge und daß kein Arzt zu erreichen wäre, da alle Zivilärzte geflohen seien. Guter Rat war zunächst teuer. So ausgezeichnet unsere Sanitätsausrüstung sonst auch ist, Instrumente zur künstlichen Entbindung führen wir nicht bei uns. Mit Genehmigung meines Abteilungsführers entschloß ich mich, die Frau zu­nächst einmal zu besuchen.

Auf dem Gehöft finde ich eine Frau in schwerster Lage. Rascheste Entschlüsse sind notwendig. Wo ist der nächste polnische Arzt? Zurück nach Cz. Der pol­nische Artz ist geflohen. Ungern gebe ich den Auf­trag, feine Wohnung aufzubrechen, um mir die not­wendigsten Instrumente zu beschaffen. Zwei ver­rostete Zangen in einem Wust von Dreck das einzig Brauchbare. Sie werden requiriert. In M. wieder angekommen, entrollt sich vor den Augen der reich­lich dreckigen polnischen Hebamme ein sichtlich un­gewohntes Bild. Instrumente werden ausgekocht, ein Tisch mit einem beinahe weißen Laken gedeckt. Die schmutzige Hebamme wird rausgeworfen. Der Sanitätsunteroffizier und mein Fahrer assistieren und bereiten die Narkose vor. In diesem reichlich eigenartigen Milieu gelang es mir, neben der Mutter auch das Kind zu retten.

Während wir nach getaner Arbeit in Gesellschaft des Bauern bei einem Schinkenbrot und einer Tasse Tee unseren Erfolg feierten, kamen aus den um­liegenden Wäldern und Höfen mehrere volksdeutsche Mädel, die uns mit Feldblumen als ihre ersten Be­freier feierten und uns erzählten, daß bis vor weni­ger Minuten noch polnische Truppen ganz in unserer Nähe gewesen seien. So wurde in diesem Dorfe das erste Volksdeutsche Mädchen im befreiten Gebiet von deutschen Soldaten zur Welt gebracht.

die Fristen für die Annahme eines vor dem 1. Juli gestellten Antrags auf Abschluß einer ßebensoer- sicberung und für die Anpassung eines ßebensoer- sicyerungsvertrages werden bis zum 31. Dezember 1939 verlängert. Die Verordnung bringt u. a. wei­terhin zur Sicherung der einheitlichen Handhabung Bestimmungen über die Bezeichnung der Bezugs­berechtigten in den Lebensoersicherungsverträgen.

Oie Winierarbeit des BOM.

Neben dem Kriegseinsatz ist im BDM. in diesen Tagen die normale Winterarbeit begonnen worden. Gerade jetzt wird der sportlichen Ertüchti­gung besonderes Augenmerk zugewandt, da sich im Weltkrieg gezeigt hat, wie wichtig im Kriege die körperliche Ertüchtigung der Jugend ist. Da der größte Teil der BDM. - Aerztinnen jetzt in Krankenhäusern und ßazaretten Dienst verrichtet, wird die gesundheitliche Sicherung der Sportarbeit verstärkt von den Gesundheitsdienstmä- d e l n übernommen. Besonders findet hier der Jahrgang der 17jähngen Mädel im B D M. - WerkGlaube und Schönheit" Verwen­dung, die alle die Gesundheitsdienstausbildung er­halten. Die Heimabende finden wie im Frie­den statt, denn auf die politische Aufklärungsarbeit wird größter Wert gelegt. Auch die Berufs- aufklärung nimmt dabei einen breiten Raum ein.

Ein besonderes Gebiet der Erziehungsarbeit im BDM. ist die Werkarbeit, die dem Kriege an- gepaßt wurde. Alle Jahrgänge arbeiten auf den Heimabenden, die Jungmädel Spielzeug für das Kriegswinterhilfswerk und die neuen Kindergärten sowie für die deutschen Familien in den Gebieten des ehemaligen Polens. Die älteren Mädel setzen Kleidungsstücke für das WHW. und die Wehrmacht instand, sie fertigen ferner Gesellschaftsspiele für die Soldaten an. Daneben läuft der praktische Kriegseinsatz weiter, die Mitarbeit rm Luft­schutz, in der NSV., in den Kindergärten, Kranken­häusern und Lazaretten. In vielen vom BDM. eingerichteten Frontwäschereien im Westen waschen jetzt Hunderte von jungen Mädeln Wäsche­stücke und Socken für die Soldaten, tue die Kame­radinnen auf den Heimabenden dann wieder stop­fen und ausbeffem.

Bis Weihnachten werden 35000 Arbeitsmaiden entlassen.

Der weibliche Arbeitsdienst konnte wegen des Krieges seinen eigentlichen Entlas- fungstermin, den 1. Oktober, diesmal nicht einhalten. Infolgedessen hat sich für rund 35 000 Maiden, die ihre Arbeitsdienstpflicht noch auf der Basis der freiwilligen Meldung abgeleistet haben, die Dienstzeit verlängert. Um aber vor allem die Interessen derjenigen Mädchen zu berück­sichtigen, die in wichtige Berufe kommen, hat die Reichsleitung des RAD. nun verfügt, daß 10 000 Maiden nach den beruflichen Gesichtspunkten bereits am 15. November zu entlassen sind. Die übrigen 25 000 kommen Weihnachten zur Entlassung. Der frei werdende Lagerraum wird sofort wieder besetzt durch Teile der ersten, nach Einführung der Arbeitsdienstpflicht auch für die Mädchen, gemusterten Jahrgänge. Ein Teil dieser Gemusterten hat also damit zu rechnen, daß die Einberufungsbefehle, die rechtzeitig zugestellt werden, nun bald kommen.

Ueber 1,6 Milliarden Zeitungen von der Post befördert.

Die Reichspost veröffentlich ihren Verwaltungs­bericht für das Ende März abgeschlossene Rech­nungsjahr 1938. Die Vergrößerung des Reiches stellte die Post wieder vor große Aufgaben. Bei der B r i e f p o st wurde mit über 7,9 Milliarden Sen«

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Mehr denn je kommt es darauf an, daß die Arbeitskraft des einzelnen erhalten bleibt und nicht durch Unfälle vermindert wird. Neven guterAllgemein» deleuchtung gehört in die Arbeltsplah-Leuchte eine 60'Watt-WLampe. Verlangen Sie in den Elektrolicht-Fachgeschäften die innenmattierten

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