Ausgabe 
3.11.1939
 
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Nr. 258 Lrfte? Matt

189. Mrgang

Aeitag, 3. November 1939

®r)<t)etm lüg Itch. aUtzei Sonntags und feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gtesiener ftamilienblätter Heimat ,m Bild Die Scholl» menats«Be$ngsprets.

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Befreites Posen.

Das Posener Schloß, ein Wahrzeichen der Hauptst Auf der Posener Kaiserpfalz, Die vor 30 Jahren Schwechten im romanischen Stil erbaut hat, weht stolz die Hakenkreuzfahne zum Zeichen, daß diese Stadt wieder zum Reiche gehört. Lang ist es her, feit in den trüben Herbsttagen von 1918 die Polen diese Stadt den Deutschen entrissen. Verrat und Unfähigkeit der Novembermänner waren mit im Spiele, sonst hätte sich dieses Bollwerk länger ge­halten, statt den Verlust der ganzen Provinz nach­zuziehen. Nur wenige Erinnerungen aus der Vor­kriegszeit wurden geduldet, alles Deutsche um so mehr zerstört. Das Geburtshaus des Ge­neralfeldmars challs von Hindenburg gehörte zu den wenigen Stätten, die durch eine Gedenktafel von der deutschen Zeit redeten, doch wurde das nicht etwa aus Ritterlichkeit geduldet, sondern nur deshalb, weil auch ein bekannter Na­tionalpole hier gewohnt hatte. Deshalb blieb das schlichte Haus bestehen. Jetzt ist die Erinnerung an

adt des Warche-Gaues. (Scherl-Bilderdienst-M.) den großen Heerführer erneut lebendig geworden. Er hat während des Weltkrieges eine Zeitlang im Schlosse zusammen mit Ludendorff gewohnt.

Heute bemüht sich Posen wieder, in seinen Mittelpunkten das Bild einer deutschen Stadt zu zeigen. Auf einmal stellt sich heraus, daß die deutsche Sprache, die im öffentlichen Leben zwanzig Jahre lang verpönt war, in den weitesten Kreisen ohne weiteres gesprochen und verstanden wird. Die Bauten der Stadt legen von ihrer Ge­schichte Zeugnis ab Die alten polnisch bewohn­ten Stadtteile liegen östlich der Warthe. Die ost­deutsche Kolonisatton schuf westlich die Innen­stadt mit dem großen Marktplatz und dem Rat­haus. Als nach wechseloollen Jahren Posen preu­ßisch wurde, ließ die Regierung die hochgelegene W ilh elmst ad t erstehen. Später haben sich durch die wirtschaftliche Entwicklung die Vororte mit der alten Stadt verschmolzen. 1902 wurden die alten

Festungswerke aufgehoben. In der Innenstadt war der deutsche Ursprung stets unverkennbar. Auf dem Marktplatz fühlte man sich nach Thom und Bres­lau versetzt, manche Straßenzüge schienen an irgendeine mitteldeutsche Stadt zu erinnern

Eine tüchtige deutsche Verwaltung trug gerade in dem letzten halben Jahrhundert vor dem großen Kriege zur glänzenden Entwicklung Posens bei. Oberbürgermeister Wilms wurde aus dem Rheinlande geholt, um der ostdeutschen Provinzial- hauptstadt modernes Leben aufzuprägen (er ist erst vor kurzem gestorben, sein Nachfolger, Oberbürger­meister K ü n z e r, war das letzte deutsche Stadt­oberhaupt vor der Abtrennung, er lebt noch heute in einem Berliner Vorort). 1910 wurde das aus dem 13 Jahrhundet stammende Rathaus farbig wiederhergestellt, gleichzeitig die Akademie er­baut. 1908 entstanden die großen Bauten der An­siedlungskommission, andere moderne Bauten Der Behörden, ein Theater usw. Für eine Industrie- Ausstellung der Ostprooinzen baute Poelzig den Ober schlesischen Turm.

Der neue polnische Staat fand also ein vortreff­lich aufgebautes Posen vor, als er diese Stadt in Besitz nahm. Die ehemalige Kaiserpfalz wurde zum Sitz des Staatspräsidenten, die Akademie zur Uni­versität, die Gebäude der Ansiedelungskommission wurden der Bezirksverwaltung zugefuhrt. In den Jahren der Vorkriegszeit haben die Posener Polen eine glückliche Periode durchlebt. Sie sind wohlhabend geworden, die Industrialisierung kam ihnen zugute ebenso wie die weitsichtige Siedlungs­politik des Staates. Dafür aber war der chauvi­nistische und der jüdische Teil der Geschäftswelt lebhaft beftrebt, der Stadt ein anderes Bild zu geben als es ihrer Geschichte entsprach. Man be­mühte sich, eine Art Wien oder Budapest daraus zu machen, jedenfalls, sich einenkosmopolitischen" Anstrich zu geben. Ganz ist das nicht gelungen. In der Zeit der Warschauer Herrschaft war alles andere als eitel Wonne und Zufriedenheit in der Stadt Posen. Zwar wurde eine Messe inszeniert, für die der Turmbau des deutschen Architekten Poelzig aus dem Jahre 1911 den Mittelpunkt bil­dete, es fanden Eingemeindungen statt, die eine sprunghafte Entwicklung vortäuschen sollten. Trotz­dem war vieles nur Schein und Tünche.

Die Posener Polen mögen die Deutschen besser gekannt haben, wie die Warschauer Machthaber, aber sie sind an dem Unglück des Landes deshalb nicht weniger schuld. Posen ist fast unversehrt in deutsche Hand gefallen (allerdings sind die Warthe­brücken gesprengt), doch herrscht noch bei zahlreichen Deutschen Trauer und Ungewißheit über ihre ver­schleppten Väter und Söhne. Die Bevölkerung hat sich sehr bald wieder an die gute Ordnung der deutschen Verwaltung gewöhnt, und fast möchte es scheinen, als seien die letzten 20 Jahre nur ein böser Spuk gewesen.

Oer Neichsstatthalter des Warthegaues in fein Ami eingesühri.

Giraffe und eiuheiiliche Verwaltung die Grundlage für den Neuaufbau im deutschen Osten.

Posen, 2. Nov. (DNB.) Nach mehr als 20jäh-, statthalter, der die staatliche Verwaltung in der riger Knechtschaft und einer unermeßlichen Leidens-1 Stufe des Reichsgaues als Repräsentant des Füh-

akt in das Schloß.

Die fesllichen Weisen des Kaiser-Quartetts von Haydn leiteten die Feierstunde ein. Dann übermit­telte General der Arttllerie Petze! namens des Mi- litarbefehlshabers General von Bockeiberg dem Reichsminister den Willkommengruß der Wehr­macht. Ein Chor der BDM.-Mädchen leitete dann über zur Rede von Reichsminister Dr. Frick, der u. a. ausführte:Die großen Leiden und Enttäu­schungen einer 20jährigen Trennung vom deutschen Vaterland haben den Glauben an eine endgültige Befreiung und eine neue bessere Zukunft in einem wiedererstarkten blühenden großdeutfchen Vaterland nicht zu zerstören vermocht. Was so im deutschen Herzen vorbereitet war, konnte der Führer voll­enden, indem er mit Danzig, Westpreußen, Ostober- schlesien und dem Posener Land Gebiete in das Reich zurückführte, die eine alte deutsche Kultur mit dem groddeutschen Vaterland ver­bindet. Nun gilt es, die Grundlagen für einen wirt­schaftlichen, kultischen und kulturellen Neuaufstieg zu schaffen.

In den Mittelpunkt der Neuordnung stellt die Reichsgaugesetzgebung den Reichs st atthalter. dem eine neuartige, in hohem Maße verantwort­liche Stellung übertragen worden ist. Der Reichs-

stehd Zum Schluß wünschte der Reichsmnenmini- fter dem neuen Reichsstatthalter, daß sein Wirken von bestem Erfolg begleitet sein möge und führte ihn in sein neues Amt ein.

Reichsstatthalter Gauleiter Greiser sagte bann, daß das zähe Ausharren und der unerschütterliche Glauben der Deutschen im Osten jetzt durch die Wiedervereinigung mit dem Reich belohnt worden sei.Sie, Herr Reichsminister", so fuhr der Reichs­statthalter fort,haben die feierliche Wiederver­einigung mit dem deutschen Mutterlande vollzogen In dieser Stunde ist mein Herz übervoll des Dankes gegenüber unserem geliebten Führer, der mir feine Anerkennung und sein Vertrau-m durch diese politische Berufung in so reichem Maße ge­schenkt bat. Wir alle in diesem neuen und jüngsten Teil des Reichsgebietes versprechen, daß wir alle unsere Kräfte jederzett daransetzen werden, die Er-

rers und im Auftrage der Reichsregierung führt, ist andererseits nach unten, innerhalb seines eigenen Derwaltungsbereiches, mit starken Vollmach- ten ausge stattet. Da nun gerade in den öst­lichen Gebieten die Stellung des Reichsstatthalters besonders straff und einheitlich fein muß, wird die gesamte Verwaltung in den Reichsgauen Posen und Westpreußen den Reichs­statthaltern unterstellt. Bei der räumlichen Ausdeh­nung dieses Reichsgaues war es nötig, zwischen den Reichsgau und die Stadt- und Landkreise zur Sicherung einer volksnahen und schlagkräftigen Ver­waltung Regierungspräsidenten einzu­schalten. Demgemäß sind im Reichsgau Posen drei Regierungsbezirke errichtet worden Sitz der Regierungspräsidenten, die dem Reichsstatthal­ter nachgeordnet und nicht, wie in Preußen, beff zuständigen Ministexien unmittelbar unterstellt sind, sind die Stäbte Hohensalza, Posen unb K a l i s ch. In ber Kreisstufe gliedert sich der Reichs­gau in Stadt- unb Lanbkreise. Wie der Reichsgau ist der vom Landrat geleitete Landkreis staatlicher Verwaltungsbezirk und Selbstverwal­tungskörper. Gemäß dem straffen Verwaltungsauf­bau in den Ortsgebieten sind sämtliche Son­de r b e h ö r d e n' in ber Kreisstufe ben Lanb- röten unterstellt. Die Stellung des Land­rates erhält noch daburch eine entscheidende Stär­kung, daß zwischen bem Amt des Landrates und bem Amt des Kreisleiters Personalunion be-

zett, die besonders in den vergangenen Wochen Tausende deutscher Blutopfer kostete, ist nun auch für die treuen Volksdeutschen des Posener Gebietes enbgültig der Tag der Freiheit und die Morgen­röte einer neuen schönen Zukunft angebrochen. Die Erhebung zum Rei.chsgau Warthe und die Amtseinführung von Reichsstatthalter Gauleiter Greiser durch Reichsminister Dr. F r i ck im Thronsaal des Posener Schlosses bedeutet den Ab­schluß eines Kampfes, der mit einer Zähigkeit ohne- äleichen gegen die grausamen Unterdrückungsmetho- Sen eines künstlich geschaffenen innerlich.hohlen und tdrrupten Staatswesens geführt wurde.

Der bedeutsame Tag begann mit dem Morgen­gruß der Volksdeutschen Jugend. 120 Mädel des BDM. sangen auf dem von den Hakenkreuzban­nern umsäumten Wilhelmplatz. Im reichen Fahnen­schmuck stand die Stadt und mit ihr alle Ortschaften des Warthegaues. Um 10 Uhr begaben sich Reichs­minister Dr. Frick und Gauleiter Greiser unter dem Geläute sämtlicher Kirchenglocken durch das Spalier der jubelnden Bevölkerung zum Staats­

wartungen, die der Führer uns gegenüber hegt, restlos zu erfüllen. Die hier in voller Harmonie mit der das politische Leben unserer Zeit tragenden und formenden Nationalsozialisttschen Deutschen Ar­beiterpartei zum Durchbruch kommende staat­liche Gestaltung des Gaues wird damit auch prakttsch in der Lage sein, ben beutschen Men­schen, die in biesem Raum leben werben, einen ein­heitlichen und bamit großdeutschen Lebensrahmen zu geben. An ber Wiege bieses neuen Reichsgaues steht bie ehemals preußische Provinz. Auch wir wol­len beshalb in bieser Geburtsstunbe gern anerken­nen, baß bas Preußentum ein wesentlicher Begriff und Inhalt des nationalsozialistischen Staa­tes^ ist. Auch ber Führer hat ja erst vor kurzem gesagt, baß wir ein friberizianischer Staat sind. In bieser preußischen Grunbauffas- sung wollen wir bie glühendsten Nationalisten in unserer Leibe zum beutschen Volk und bie besten Sozialisten ber Tat in ber Hingabe an bie Gemein­schaft und damit die ersten Diener bes Großdeut­schen Reiches sein."

Unter ben brausenden Heilrufen der in den Stra­ßen harrenden Bevölkerung begab sich dann der Reichsminister mit bem Reichsstattbalten und Gene­ral der Artillerie Petzel zum -Lukas-Friebhof, um bort im Ehrenhain ber von polnischer Morderbande niebergemetzelten Volksdeutschen Männer und Frauen Kränze niederzulegen.

Eröffnung der Weichselbrücke bei Araubenz

Graudenz, 2. Nov. (DNB.) Am Mittwoch fand in Graudenz die Eröffnung der neu errichteten Behelfs straßenbrücke über bie Weichsel statt. Den Graubenzern hatte, nachbem die große Eisenbahnbrücke von ben Polen gesprengt worben war, bisher nur eine einfache tief über bem Wasserspiegel des Flußbettes liegenbe Brücke zur Verfügung gestanden, die bei Hoch­wasser oder bei Eisgang kaum benutzbar sein dürfte Es wurde nun von Pionieren im Laufe von drei Wochen dieser neue Brückenbau b e - triebsfertig hergestellt und dem Verkehr übergeben. Die Brücke ist neben der Dirfchauer die größte im östlichen Operationsgebiet. Sie hat ein­spurige Fahrbahn, trägt Lasten bis zu 16 Tonnen unb ist bei etwa 9 Meter über N'ebrigwasser an­nähernd 1100 Meter lang. Die Brücke wird be-

Die neuen Reichsgaue.

Daß der nationalsozialistische Staat ein Rechts- schopfer ersten Ranges ist, das hat er wiederholt durch Taten bewiesen, die in vorbildlicher Form neues Recht schufen und dabei umstrittene Fragen gelost, die früher einfach unlösbar schienen. Sowohl staatsrechtlich als auch verwaltungsrechtlich sind An­ätze geschaffen worben, bie über unsere Zeit hinaus fortwirken werden, denn hier haben sich Recht und Rechtsformen aus der Geschichte, aus der Ueber= lieferung sowie aus Theorie und Praxis entwickelt, bie sich benn auch ausgezeichnet bewährt haben. Das gilt für bie staatsrechtliche Form bes Sube­te n g a u e s , bie nicht einfach ein Abklatsch ber Rechtsformen war, die im Altreich nach ber Macht­ergreifung geschaffen wurden. Es mußte für den Subetengau eine neue Rechtsform gefunden werden, die sowohl die Persönlichkeit des Reichs­statthalters unb seine staatsrechtliche Bedeutung klar herausstellte, als auch für bestimmte Sondergebiete wie Reichsbahn unb Reichspost, Justiz und Finanz die Reichsunmittelbarkeit vorsah.

Daß sich biete staatsrechtliche Neugestaltung sehr gut bewährt hat, bafür zeugt bie Tatsache, baß bie n.e u e n Reichsgaue in ber Hauptsache nach biesem Muster gebildet worden sind. Durch bie Schöpfung dieser Reichsgaue, der Gaue Danzig unb Posen, wird zunächst einmal zum Ausdruck gebracht, daß die früheren Provinzen Posen und Westpreußen als solche nicht wieder in ben Staats« cerbanb Preußen zurückgegliebert werben sollen. Es ist barüber hinaus eine Neugliederung vor sich gegangen, denn ber Regierungsbezirk Bromberg, ber nunmehr in ben Gau Danzig eingegliebert wor­ben ist, war früher ein Teil ber Provinz Posen. Der Warthegau, ber biete frühere Provinz Posen mit Ausnahme des Bezirks Bromberg um­schließt, wirb aus ben Regierungsbezirken Posen, Hobensalza unb Kalisch gebilbet.

Die Gauleiter haben wegen ber Reichsunmittel­barkeit der neuen Gaue besondere Aufgaben zu erfüllen, denen die staatsrechtliche Konstruktion in­sofern Rechnung trägt, als der Aufgabenkreis und bie innere staatsrechtliche Selbständigkeit erwei­tert find. Die vier Sondergebiete, die z. B. in der staatsrechtlichen Konstruktion bes Subetengaues ausgenommen sind, also Post und Bahn sowie Justiz unb Finanz, sind in den neuen Reichsgauen nicht ausgegliedert. Das war schon darum nötig, weil die neuen Gaue zwanzig Jahre lang unter Fremdherrschaft gestanden haben und die Ueberleitung auf das Reich nach und nach voll­zogen werden muß.

Sinnfällig ist an bieser staatsrechtlichen Konstruk­tion, daß sich alles im Rahmen ber Obersten Reichsgewalt vollzieht, baß also auch ber rechts- schöpferische Akt überall an bas Reichsinteresse an­knüpft. Es ist offenbar, daß es sich in bem einen wie dem anderen Fall um Uebergangsformen han­delt, denn wie bie staatsrechtliche Konstruktion des Großdeutschen Reiches sich einmal ausnehmen wird, muß sich auf Grund ber Erfahrung zeigen. Aber die Ansätze sind gleichwohl zu erkennen, wie auch heute schon feststeht, daß der staatspolitische und staatsrechtliche Gehalt dieser Schöpfung eine Groß­tat der nationalsozialistischen Idee ist. D. S.

sonders im nahenden Winter für den Fahrzeugver­kehr über die Weichsel von großer Bedeutung sein: namentlich barm, wenn ber Betrieb der Schiffs­brücken unb Fähren wegen ber Stromverhältnisie eingestellt werben muß.

Stärke die innere Front!"

Aufruf zur zweiten Reiwsstraßensammlung

Berlin, 2. Nov. (DNB ) Die Führer der ßampfformationen der NSDAP, haben zu der am nächsten Sonntag stattfindenden 5wei­ten Reichsstraßensammlung für das kriegswlnterhitfswerk folgenden ge­meinsamen Aufruf erlassen:

Im Osten und im Westen, auf dem weiten 2Heer und in der Luft haben unsere Soldaten mit höchstem Einsatz gekämpft und sich un­sterbliche Lorbeeren errungen. Es ist daher nur selbstverständliche Pflicht, wenn die Heimat den Wannern der Front in ihrem Kampf um Deutsch­lands Freiheit um nichts zurücksteht.

wenn am Samstag und Sonntaa bie Män­ner der S A. und der ff, des NSKK. und des NS.- Fliegerkorps, deren Kameraden zum größten Teil an der Front stehen, zu Dir kommen, so bew"tte durch Dein Opfer, daß Du ebenso wie die Männer an der Front z u Dei­nem Teil mit helfen willst, die Heimat geant Enalands Machtaelüste zu verteidigen. Sorge Du dafür, daß die fteimat sich der Taten der Front würdig erweist. Stärke die innere Front, gib mehr für das Kriegswinterhilfswerk!

Der Stabschef der SA.: Luhe.

Der Reichskübrer ff: Himmler.

Der fiorpsffibrer des NSKK: Hühnlein.

Der Korpsführer des NSFK.: Ehristianfen.

Der beuliae ^>eere«berickt.

(In einem Teil ber Auflage wieberholl.)

Berlin, 2.Nov. (DNB.-FunHpruch.) Das Ober­kommando der Wehrmacht feilt mit: 3m Westen nur an einzelnen Stellen schwaches Artilleriefeuer.