Ausgabe 
3.8.1939
 
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Jahren betrug der Verlust an Sachwerten vier Milliarden Reichsmark infolge Brandschäden in Deutschland. Wenn man bedenkt, daß man für die

Preetz riß die Tür auf. Sein Gesicht glühte.Es seht los, Herr Doktor! Die Hebamme is schon da! Es scheint nicht so einfach zu sein. Kommen Sie rasch, Herr Doktor!"

Ein Zucken lief über Römers Gesicht.Die Pflicht ruft... Auf Wiedersehen, Herr Vallendar! Auf Wiedersehen, Eharly!" Er reichte beiden die Hand, drückte sie fest. Dann ging er hinaus, Preetz nach, der bereits unruhig auf chn wartete.

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Keine Zündhölzer in Kinderhand!

Helft Brände verhüten. Gesteigerte Vorsicht auf dem Lande.

Klärung der Flußläufe.

Eine wichtige gesundheitliche, wirtschaftliche und soziale Frage.

Altet Welten

Roman von Harald Baumgarten

Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35

32. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Charly preßte die Hände an die Schläfen und rannte los. Sie drang so plötzlich vor, daß der Feuerwehrmann, der am Portal stand, sie nicht zurückhalten konnte. Sie hörte auch nicht, wie Römer Charly! Charly!" rief. Verzweifelt, wie ein gehetztes Tier, lief sie den Hang hinunter.

Die Tür des Chauffeurzimmers stand offen. Es brannte Licht. Als sähe sie die Welt durch einen dichten, dunklen Schleier, so unwirklich waren die Eindrücke für Charly. Drüben in der Waschnische standen zwei Männer. Sie erkannte sie nicht und blieb im Türrahmen stehen.Du!" schrie sie dann auf und flog auf Vallendar zu.

Der Schauspieler saß auf dem Ruhebett. Der Sani­täter hatte ihm eine Binde um den Kopf gelegt und wusch mit dem Schwamm das Blut von seinem Gesicht. Aber seine Augen hatten schon wieder den alten strahlenden Glanz. Mit einem Arm schob er den Samariter beiseite, mit dem anderen fing er Charly auf.Charly! Charly!" Und seine Stimme bebte in Liebe, Zärtlichkeit und heißem Entzücken.

Es war ein Ton, der an ihrem Herzen riß und sie taumeln machte. Er ließ sie alles vergessen, so sehr füllte dieser Ton sie aus, und sie vermeinte, er sei immer um sie gewesen. Ihre Lippen zuckten: trockenes Schluchzen stieg in ihre Kehle.

Er nahm ihren Kopf und legte ihn an seine Brust. Es war alles so selbstverständlich. Sie liebte ihn und er liebte sie.

Na", räusperte sich der Sanitäter,bas war wohl mehr ein besserer Kratzer, Herr Vallendar. Dann bin ich also hier fertig!" Er ging lächelnd hinaus. Was man so olles erlebt! dachte er. Die Tür schloß er fest hinter sich.

Signale gellten auf. Die Feuerwehr rückte ob ...

Wer zählt die Minuten, wenn er liebt? Hier, in der schlichten Fahrerkammer, überwanden Vallendar und Charly die Begriffe von Raum und Zeit. Sie standen wie auf einer Wolke, die durch einen blauen, frohen Himmel segelte. Ihre Blicke suchten und trafen sich. Forschten: Bist du es? Ja, du bist es du!

Einmal hob Charly die Hand und fuhr ganz sanft über den Verband, der seine Stirn bedeckte, und ein Widerschein der Angst spiegelte sich in ihren Augen.

Es ist nichts!" lächelte er. Alles war vergessen, alles unwichtig geworden. Nur: Daß sie beieinander waren das war Wirklichkeit ...

Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Radieschen 8 bis 10, rote Rüben, % kg 10 bis 12 Rpf.

*

* * Verantwortungsloser Kraftfah­rer fe st genommen. Im Laufe des gestrigen Tages wurde durch die Polizei der 32jährige Edwin P l a u m aus Hartenrod (Kreis Biedenkopf) fest­genommen, der sich mit seinem Kraftwagen und zwei Fahrgästen in den Straßen unserer Stadt un­terwegs befand. Plaum, der über den Durst ge­trunken hatte, wurde aus diesem Grunde in polizei­lichen Gewahrsam gebracht. Der Wagen wurde sichergestellt. Die beiden Fahrgäste wurde auf freiem Fuß belassen.

Mr wollen Ordnung und Sauberkeit auch in der Wasserwirtschaft. Es muß endlick einmal mit der Gewohnheit gebrochen werden, daß unsere Fluß- läufe dazu da sind, um jede nur denkbare Art von Schmutz und Unrat zu beseitigen.

Bei einigem guten Willen können auch die Indu­strien trotz aller Beanspruchung im Rahmen des Dierjahresplanes Anlagen zur Vorklärung der Ab­wässer schaffen. Der Vierjahresplan erheischt ja anderseits dringend, daß alle Stoffe restlos aus­genutzt' werden. Bei der Standortwahl vieler In­dustrien hat das Vorhandensein eines klaren Wasser­laufes oftmals eine entscheidende Rolle gespielt Es kann daher nur als Undank bezeichnet werden, wenn gerade diese Fabriken sich keine Gedanken darüber machen, was die Anlieger flußabwärts mit dem verschmutzten Wasser anfangen. Daß das Grund wasser in der Nähe völlig verschmutzter Fluß- läufe beeinträchtigt werden kann, ist erwiesen.

Die Klärung der Flußläufe ist eine gesundheit­liche, wirtschaftliche und soziale Frage. Sie geht alle an, und es wird erwartet, daß sich auch jeder einzelne aus dem Gedanken der sozialen Selbstver­antwortung heraus dafür einsetzt.

hingen des Feuers aufmerksam zu machen. Zn der Schule ist es dann der Lehrer, der besonders auf dem Lande in dieser Beziehung erzieherisch auf die Kinder einwirken sollte. Das SprichwortKleine Ursachen, große Wirkungen" zeigt sich in seiner größten Bedeutung zweifelsohne bei dem kleinen, fast unscheinbaren Zündholz. In leichtsinniger Art kann es die Ursachen für die größten Brandkata­strophen sein. Und dabei sollte man nicht vergessen, daß Kinder erfahrungsgemäß vielfach selber bei den durch sie herbeigeführten Bränden schweren Schaden an Leib und Seele erleiden.

Die Tatsache, daß von 13 Bränden 11 durch Zun­gen ausgeführt werden, zeigt, wie richtig es ist, gerade die Jungen aufzuklären. In den letzten zehn

Wirsing, K kg 8 bis 9, Weißkraut 6 bis 9, Rot- kraut 15 bis 18, gelbe Rüben 10 bis 12, Spinat 20, Römifchkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 15 bis 20, qelb 17 bis 20, Erbsen 15 bis 25, Tomaten, deutsche 30 bis 50, italienische 22 bis 25, Zwiebeln 12 bis 15, Nhabarber 8 bis 10, Pilze 35 bis 50, Kartoffeln, neue K kg 6 bis 7 Rpf., 5 kg 60 bis 70 Rpf., 50 kg 5,25 bis 6 RM, Frühäpfel, % kg 28 bis 32 Rpf., Falläpfel 8, Pfirsiche 34 bis 38, Himbeeren 35 Brombeeren 50, Birnen 15 bis 40, Kirschen 25 bis 35, Stachelbeeren 10 bis 16, Johannisbeeren 15, Pflaumen 20, Zwischen 35 bis 38, Mirabellen 33, Blumenkohl, das Stück 5 bis 50, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 30, Einmachgurken 2 bis 6,

Die Menschen draußen verliefen sich. Die Autos, die gehalten hatten, fuhren wieder an.

Es klopfte an der Tür des Chauffeurzimmers.

Ihre Lippen trennten sich. Die Wolke, auf der sie durch den Himmel geflogen waren, senkte sich auf die Erde herab. Ihre Arme lösten sich. Sie standen da, benommen, etwas verlegen und ihrer selbst noch nicht sicher.

Herein!" rief Vallendar.

Langsam wurde die Tür geöffnet, und Zornack erschien...Darf ich mich endlich mit meinem rich­tigen Namen vorstellen, Herr Vallendar? Kriminal- Inspektor Windegger... Der Kerl hat geschossen?"

Ach, nur ein kleiner Kratzer!" Verblüfft starrte Vallendar den anderen an.Sie sind von der Polizei? Za, wer ist es denn dann? Wer hat denn auf mich geschossen?"

Der Kriminalinspektor gab einen Wink nach draußen.

Zwei Wachtmeister kamen näher. Zwischen ihnen stand ein blasser Mensch mit Fesseln an den Härten.

Darf ich Ihnen Herrn James Miller vorstellen? Sie kennen chn doch sehr gut als angeblichen Kriminalschriftsteller Schmitz!"

Schmitz? Schmitz, der mir während der ganzen Nacht den Inhalt seines Buches--"

Miller hat nie ein Buch geschrieben, Herr Vallendar! Er hat sich den Namen eines Schrift­stellers ausgeborgt." Windegger verbeugte sich vor Charly.Gut, daß Sie da find, Fräulein Sandner Dann hätten wir ja alle Beteiligten beisammen. Am besten wäre es, wenn Sie beide mitkämen. Herr Kriminalrat Gräupner hat die Sache über­nommen."

In der Garage begann das gewohnte Leben. Die Ausflügler kehrten heim. Im Gange war Lärm.

Dr. Römer kam in die Chauffeurstube.Bis jetzt hat man mich nicht durchgelassen. Sie sind ver­wundet, Vallendar?"

Schon erledigt, Doktor!"

Römer blickte schweigend von einem zum andern. Er sah Cbarlys strahlende Augen, sah Vallendars sieghafte Mienen... Er senkte den Kopf.

Na, dann wollen wir also!" sagte Windegger. Ein Wagen wartet draußen. Ich habe den Kri- mmalrat bereits benachrichtigen lassen."

Wenn es Ihnen recht ist, nehme ich meinen Wagen.

. 'Nein, bas geht nicht!" fiel Charly Vallendar ms Wort.

Gr lachte sie an.Dann wirst eben du fahren, Charly, du fährst ja so gern.

r Corner allein hörte es, wie Vallendar mit Charly prach. Er mußte also über die letzte Hürde fprmgen...

Doftor! Doktor Römer?" schrie es draußen im (Sang.Wo ist denn der Doktor? Er soll doch hier

Ja, bitte?" Römers Sttmme mar ein wenig unltmer.

NSG. Alljährlich werden allein auf dem Londe Nahrungsmittel im Werte von 280 Mill. RM. durch Brände vernichtet, die in der überwiegenden Mehr­zahl der Fälle durchaus vermeidbar gewesen wären. Diese durch das Feuer umkommenden Nahrungs- güter würden ausreichen, 200 000 Menschen voll­kommen zu ernähren. Allein durch Kinder, die mit Streichhölzern spielen, entstehen jährlich 5000 Brände, bas bedeutet, daß täglich 13 Brände durch Kinderhände entstehen. Das ist ein gewaltiger, un- wiederbringlicher Verlust an Scheunen, Ställen, Wohnhäusern, Möbeln, Erntevorräten und Vieh, der so leicht durch vorsichtiges Verhalten hätte ver­mieden werden können. Die Summen und Werte kann Deutschland in seinem Kampf um die Roh­stoff- und Ernährungsfreiheit auf keinen Fall ent­behren. Selbst wenn der Schaden durch eine Ver­sicherung gedeckt ist, muß doch die Volksgemeinschaft, der das Versicherungskapital zugute kommt, den Verlust tragen.

Aufgabe der Mutter ist es daher, schon das Kind im frühesten Lebensalter auf die verheerenden Wir-

Draußen quietschten die Straßenbahnen in der großen Kurve, schütterten die Autobusse. Die Schein­werfer der Autos, die über Oranienburg Heimkehr» ten, warfen manchen al einen leuchtenden Schimmer über die Fenster des Polizeipräsidiums.

Auf dem langen Flur vor der Tür Dr. Gräup- ners herrschte sonntägliche Ruhe; nur selten ging ein Beamter in irgendeines der Zimmer, wo auch heute der Dienst nicht ruhte. Charly und Vallendar saßen auf einer der Bänke, die an der Fenster feite standen. Man hatte sie gebeten, zu warten. Obwohl sie sich auf dem Flur des Polizeipräsidiums befanden, waren sie völlig ineinander versunken ...

Indessen stand Kriminalinspektor Windegger vor dem Kriminalrat.

Ausgezeichnet, Windegger, daß Sie Vallendar und Fräulein Sandner mitgebracht haben! Wir werden James Miller schon zu'einem Geständnis bringen. Im Nebenzimmer sitzen Schmal und ein gewisser Schramm, der uns gänzlich unbekannt ist; aber irgendwie muß er mit der Sache ziflammen- hängen. Natürlich leugnen die beiden. Sie hätten nur eine harmlose Landpartie gemacht. Ausgerech­net Goldzahn-Otto ... Nun berichten Sie mal!"

Als Sie mir gestern telephonisch mitteilten, daß Burd hier in Berlin einen Neffen hinterlassen habe, war es mir sofort klar, daß dieser Neffe und der Hans Schmitz, der sich für alles in der Garage so lebhaft interessierte, ein und dieselbe Person seien. Ich wollte aber so spät nichts mehr unternehmen, da ich merkte, daß sich in der Garage Alter Westen geheimnisvolle Dinge vorbereiteten ... ich ftieg also unbemerkt in meinen Wagen, ins Versteck und paßte auf. Aber es geschah nichts. Gegen Morgen wurde mir die Sache zu dumm; ich kam heraus und machte mich bemerkbar." Er schmunzelte übers ganze Gesicht. ,Zch bin überzeugt, Herr Vallendar hat mich für den nächtlichen Einbrecher gehalten. Aber ich sah noch etwas anderes. Im Lastwagen war der Mann, der sich Schmitz nannte. Ein Licht­schein fiel auf fein Gesicht, so daß ich es deutlich beobachten konnte. In diesem Augenblick erkannte ich, daß er allein wußte, daß ich ein Kriminal­beamter war, denn er starrte mich entsetzt an. Ich verschwand so schnell wie möglich. Ich wollte den Schmitz auf frischer Tat ertappen. Sonntagvormit- tag konnte er nichts unternehmen, da Huckemann sich in der Garage aufhiell und den Wagen von

Aus der engeren Heimat.

Gut besuchtesLicher Waldschwimmbad.

} ßief), 2. Aug. Welcher großen Beliebtheit^ sich das Waldschwimmbad der Stadt in allen Bevölke­rungskreisen erfreut, konnte gerade am vergangenen Sonntag wieder sestgestellt werden. Eine kleine Völ­kerwanderung setzte gegen Mittag in Richtung Waldschwimmbad ein und aus nah und fern kamen die Freunde des Bades, so daß bald der geräumige Parkplatz die vielen Autos kaum mehr fasten konnte. Es ist schon so, das Bad ist zu einer idealen Erho­lungsstätte für jung und alt geworden und auch die Stadtverwaltung hat in dieser Hinsicht alles getan, um dem Publikum den Aufenthall in diesem großen, selbst schon von der Natur so begünstigten, Bad so angenehm wie möglich zu machen. Gerade durch seine großen Ausmaße hat das Bad einen nicht unbedeutenden Vorteil gegenüber anderen Bädern, denn bei einer Besucherzahl von etwa 700 (am ver­gangenen Sonntag) konnte von einemüberfüllt" noch feine Rede sein. Die einen tummeln sich eben im Wasser, die andern haben ihre Freude an den beiden Rutschbahnen, andere bräunen sich auf dem 70 Meter langen in das Bad reichenden Steg, oder belustigen sich bei Spielen auf der großen Spiel- und Liegewiese. Gleichzeitig kann man den Klängen der Musik lauschen, da durch den Anschluß Des Bades an das Stromnetz auch eine Radioanlage zur Aufstellung gelangen konnte. Aber auch sonst wird alles getan, um den Besuchern frphe Stunden zu bereiten. Es wäre nur zu wünschen, daß der Som­mer sich wenigstens in den kpmmenden Wochen noch einmal von seiner besten Seite zeigen würde.

Entgleisung eines Personenwagens.

* Butzbach, 4.Aug. Heute morgen gegen 6.40 Uhr entgleiste beim Umsetzen von leeren Personen­wagen einer der Wagen und sperrte dabei das Gleis ButzbachBad-Nauheim. Der Wagen wurde beschädigt. Der Verkehr mußte für geraume Zeit eingleisig durchgeführt werden. Verschiedene Züge fuhren m der Auswirkung dessen mit erheblichen Verspätungen.

Oer Haushaltsplan von Lauterbach.

Lpd. Lauterbach, 2. Aug. Zn einer Rats- herrensitzung wurde der Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1939 behandelt, der in Einnahmen und Ausgaben mit 509 000 RM. abschließt., Dies bedeutet eine Steigerung um rund 84 000 RM. gegenüber dem vorjährigen Haushattsplan, die auf die Zuweisung höherer Aufgaben, auf die Einge­meindung der Orte Blitzenrod und Rudlos sowie auf das höhere Gewerbesteueraufkommen zurückzu- führen ist. Der Schuldenstand der Stadt wies bei Aufstellung des Haushaltsplanes 1938 414 000 RM. auf, bei Aufstellung des neuen Haushaltsplanes 360 000 RM. Für das Jahr 1939 sind 14 500 RM. Tilgungen vorgesehen. Das Gesamtvermögen der Stadt beläuft sich auf 2 073 000 RM. Es ist zu er­warten, daß die Arbeiten zur Vergrößerung der Oberschule im Herbst beginnen können und auch für die dringend notwendige Kreisberufsschule die Bau- genehmigung in absehbarer Zeit erteilt wird.

Landkreis Gießen

Leihgestern, 3. August. Die silberne

Vierjahresplan seinerzeit erlassenen Anordnungen der Geschäftsgruppe Arbeitseinsatz über Beschrän­kungen tn der Ausübung des Wander» und Stadt, haufiergeroerbes werden als durch die Neuordnung überf(ü|fig geworden aufgehoben. Doch werden aus­drücklich die auf Grund dieser Anordnungen seit dem 15. Dezember 1937 getroffenen Maßnahmen bestätigt. Im übrigen wird der Reichsarbeitsmini­ster ermächtigt, die neue Verordnung, die gebietlich nicht beschränkt ist, durchzuführen.

Sie Führung akademischer Grade.

Auf Grund des Gesetzes über die Führung akade- Mischer Grade vom 7. Juni 1939 hat der Reichs- Wissenschaftsminister eine Durchführungsordnung er­lassen. Ein akademischer Grad darf danach nur ge­führt werden, wenn er von der dazu befugten Stelle ordnungsgemäß verliehen worden ist und der Be- liehene hierüber eine Verleihungsurkunde oder ein Besitzzeugnis inne bat. Der Antrag auf Erteilung der erforderlichen Genehmigung zur Führung eines ausländischen akademischen Grades ist unmittelbar beim Reichswissenschaftsminister zu stellen. An Un­terlagen sind dabei vor allem das Reifezeugnis, die Stittnen- und Prüfungsnachweise sowie die Der- leihungsurkunde beizubringen. Diese Bestimmungen finden auf Ausländer entsprechend Anwendung, es sei denn, sie halten sich im Reich ausschließlich in amtlichem Auftrage oder nur vorübergehend und nicht zu Erwerbszwecken auf. Alsvorübergehend setzt der Minister eine Zeit fest, die drei Monate nicht überschreitet. Heber die Genehmigung bekommt der Antragsteller eine Urkunde. Die Vorschriften gelten nicht in den Fällen, in denen die Genehmi­gung zur Führung der akademischen Grade einer bestimmten ausländischen Hochschule allgemein er- teilt ist. .....

Heber die Entziehung eines von einer i man bi Im en staatlichen Hochschule verliehenen akademischen Gra­des, für die das Gesetz selbst die Voraussetzungen der Täuschung oder Würdelosigkeit aufftellt, entschei- bet nach der Durchführungsverordnung ein Aus­schuß, der aus dem Rektor der Hochschule und den Dekanen besteht. An Hochschulen, denen eine Unter, glieberung in Fakultäten fehlt, treten an die Stelle der Dekane zwei jeweils für fünf Jahre durch den Minffter bestellte ordentliche Mitglieder des Lehr- körpers. Auch die Entscheidung über die Aufhebung einer Entziehung erfolgt nach Anhörung dieses Aus­schusses.

Ausquartierung von Gästen.

Die Fachgruppe Beherbergungsgewerbe hat im Einverständnis mit dem Reichswirtschaftsministerium Richtlinien für die Ausquartierung von Gästen er­lassen. Wenn in einem Beherbergungsbetrieb sämt­liche Betten vergeben sind, empfiehlt es sich bei weiterer Nachfrage auf die übrigen örtlichen Be- herbergungsbetriebe zu verweisen und für die Unterbringung der Gäste bemüht zu sein. Sind sämtliche gewerblichen Betriebe belegt, so ist nichts dagegen einzuwenden, wenn die Fremden von dem Beherbergungsbetrieb in Privatzimmern unterge- bracht werden. In einer solchen Unterbringung liegt auch dann keine Uederschreitung der Gastwirischafts- erfaubnis, wenn im Einzelfalle der Beherbergungs- oertrag zwischen dem Gastwirt und dem Gatt ab­geschlossen wird. Eine räumliche Betriebsausdehnung und damit eine Abweichung von der Erlaubnis ist dagegen gegeben, wenn der Gastwirt sich die Zim­mer durch einen Mietvertrag für alle Fälle seines Spitzenbedarfs in einem gewissen Zeitraum sichert.

Gießener Dochenmarktpreije.

* G i e ß e n, 3. August. Auf dem heuttgen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, ¥> kg 1,60 RM, Matte 20 bis 50 Rpf., Käse, bas Stück 4 bis 10,

Nachmittag war der geeigneffte Zeitpunkt für ihn. Schmitz hatte bestimmt genau so gut wie ich er­kannt, daß das Schriftstück, das er zweifellos suchte, in der fahrenden Leihbibliothek sein müsse ... Am Vormittag besorgte ich mir die Adresse des James Miller und fuhr hin/7 Windegger holte sein Merk­buch aus der Tasche.Die Wirtin machte einen sehr netten Eindruck, und gottlob war sie redselig. Mil­ler hatte überstürzt und ohne Kündigung die Woh­nung verlassen. Ich wies mich der Frau gegenüber aus und erfuhr nun allerlei. Miller hatte längere Zeit bei ihr gewohnt und oft von seinem reichen Onkel in Amerika erzählt, von dem er eine große Erbschaft zu erwarten habe. In letzter Zeit aber soll er kein Geld gehabt haben. Er ging auf ine Rennplätze und versuchte dort sein Glück?

Sicher hat er Schmal dort tennengelernt", sagte Gräupner.Schmal ist ein großer Tipster."

Wahrscheinlich. Die Frau berichtete von einem Besucher, der bestimmt Otto Schmal war. Es seien auch öfters Briefe aus Amerika gekommen. In den letzten Tagen auch wieder einer, über den sich Miller sehr aufregte. Er habe in seinem Zimmer förmlich getobt. Dann zog er plötzlich fort, ohne zu kündigen."

Sind Sie auch in seiner neuen Wohnung ge­wesen?"

Es blieb mir keine Zeit, Herr Kriminalrat. Ich wollte ihn auch nicht warnen. Ich fuhr wieder in die Garage; unb was dort geschah, habe ich bereits berichtet.

Toll, daß er auf Vallendar geschossen hat!"

Der Bursche ist wie ein Wiesel. Er glitt mir zwischen den Fegern durch."

Unb Sie meinen, er habe das Schriftstück ge­funden?"

Vielleicht. Ich tteß ihm Zeit, die Bücher zu durch­suchen. Er hat alles durchstöbert. Erst bann griff ich zu."

Der Kriminalrat betrachtete ein paar Papiers auf seinem Schreibtisch.Hier ist ein Führerschein auf den Namen Hans Schmitz. Gefälscht. Sehr ge­schickt übrigens. Das war die Arbeit Schmals . < Und sonst hatte er nichts bei sich?"

Nichts, Herr Kriminalrat."

Dante, Windegger! Dann gehen Sie man nach Hause und schlafen sich aus! Sie haben ja schon ein paar Nächte geopfert ...Ich werde mir Den Burschen jetzt vornehmen. Auch den Schmal. Am undurchsichtigsten ist die Rolle, die Schramm gespielt hat. Wird wohl den ganzen Schwindel finanziert haben ... Morgen Horen Sie dann mehr. Gute Nacht, Windegger! Grüßen Sie Ihre Frau!"

Danke, Herr Kriminalrat! Morgen um acht bin ich wieder im Dienst!" Windegger ging hinaus.

Der Kriminalrat brückte auf einen Klingelknopf. Führen Sie James Miller vor!" sagte er zu dem eintretenden Beamten.

NSG. Der Leiter der Arbeitskammer Hessen-Nassau, der Gauobmann der DAF., Becker, läßt folgende ernste Mahnung er­gehen:

Die Verunreinigung unserer Flußläufe nimmt gerade in letzter Zeit wieder in erschreckendem Um­fange zu. Bedauerlicherweise stehen wir heute vor der Tatsache, daß die dem Wasser innewohnende selbstreinigende Kraft nicht mehr in der Lage ist, die Belastung durch alle Arten von Abfallstoffen zu überwinden. Die Gesundheit und Erholung un­serer schaffenden Menschen wird beeinträchtigt, die Existenz verschiedener, früher sehr beliebter Bade­gelegenheiten ist in Frage gestellt. Der Ertrag der Binnenfischerei geht von Jahr zu Jahr zurück.

Die Industrie ist, um das Flußwasser überhaupt verwenden zu können, gezwungen, kostspielige Auf­bereitungsanlagen anzuschaffen. Die Speisung von Betriebsschwimmbädern ist oftmals nicht möglich, da durch das verschmutzte Wasser gesundheitliche Schäden auftreten können. Die Gemeinden müssen teuere und immer größere Kläranlagen schaffen, weil in den Haushaltungen in unverantwortlicher Weise Abfälle der Kanalisation übergeben werden.

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verhüten",Helft Werte erhalten" gar nicht ein- Brauch wurden hier, nachdem die erste Kirmesvev dringlich genug auf dem Lande beachtet werden. s

Hochzeit tonnen am heutigen Donnerstag,

3. August, der Postschaffner Georg Held und Ehe- fr au Luise, geb. Gorlach, Bahnhofstraße 51, begehen,

verbrannten Sachwerte 200000 Wohnhäuser hätte (Wir beglückwünschen!)

bauen können, dann^kann die Parole:Helft Brände _ # Allendorf (Lahn), 2. Aug. Nach altem