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Kunst und Wissenschaft

Aus aller Welt

Verkehrsunfall im Westerwald.

In Hachenburg (Westerwald) ereignete sich ein Berke hrsun fall. Auf der rechten Straßen­seite schob ein junger Bursche sein Motorrad, das defekt war. Ihm half ein Kamerad. Ein Motorrad­fahrer aus Unna fuhr die beiden an, wobei der 18jährige Karl Hans Wolf den Tod fand. Auch der Motorradfahrer stürzte und blieb f ch w e r v e r- letzt auf der Straße liegen: er wurde in hoff­nungslosem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Während die Polizei die Ermittlungen aufnahm, kam ein Kraftwagen des Weges, der auch auf die Haltezeichen der Polizei nicht anhielt. Der Wagen fuhr über das am Boden liegende Motorrad, wo­durch ein Reifen platzte, und überfuhr dann den an der Unglücksstelle liegenden Toten. Eine sofort vorgenommene Blutprobe bei dem Fahrer des schließlich angehaltenen Autos ergab, daß er unter Einfluß des Alkohols stand. Wenige Minuten später wurde an der gleichen Stelle ein Motorrad­fahrer festgenommen, der ebenfalls stark be­trunken war. Beide Fahrer wurden festgenom­men und dem Gericht vorgeführt.

Fünf Menschen im brennenden Auto.

Ein aus dem Rheinland auf dem Wege nach Stutt­gart befindlicher mit fünf Personen besetzter Kraft­wagen wurde in Bergzabern von einem Lastwagen angefahren und geriet in Brand. Arbeitsmänner eilten zu Hilfe und konnten das Feuer bald löschen. Sie befreiten auch die fünf Insassen, die mit mehr oder weniger schweren Verwundungen ins Kranken­haus gebracht werden mußten.

Roch ein Todesopfer des Verkehrsunglücks bei Kettrichhof.

Bei dem schweren Verkehrsunglück zwi­schen Kettrichhof und Erlenbrunn (Pfalz) ist außer

zu erweisen. Der Dirigent der Königlichen Oper in Rom, Tullio Serafin, machte mit italiemicher Musik bekannt. Die einleitende Sinfonie zu einer Oper von Sc ar latti ist zwar schon reichlich zwei Jahrhunderte alt, da es sich aber um eine un­bekannte und unveröffentlichte Oper handelt, erfuhr das Chorspiel hier seine Uraufführung. Die übrigen Werke gehörten der Moderne an. Don ihren reprä­sentativen Vertretern wie Jldebrando P i z e t t i er­klang ein stimmungsvolles impressionistisches Con­certo alEstate und von Respighi die auch im deutschen Konzertleben beheimatete sinfonische Dich­tungDie Pinien von Rom". Dazwischen kamen Vittorio G n e c ch i mit dem Prolog zu seiner Oper ,Cassandra" und der aus Böhmen gebürtige Ita­liener Ricardo P ick-Mangiagalli mit einem Notturno e Rondo fantastico zu Gehör. Der Dirigent erwies sich als ein energischer und tem­peramentvoller Orchesterführer.

*

Zu Beginn der Festspiele gaben Reichsminister Dr. G o e b b e l s und Gauleiter Dr. R a i n e r einen festlichen Empfang im Schloßpark von Clsßheim. Die Gäste wurden durch künstlerische Darbietungen erfreut. Das Wiener Staatsopernballett tanzte zu den Klängen Straußscher Musik. Der Schloßpark bot ein festliches Bild.

Tony van Eyck als Helena.

In den letzten Vorstellungen desSommernachts­traumes" auf der Marburger Festspielbühne wird die Schauspielerin Tony van Eyck die Rolle der Helena übernehmen und damit für die plötzlich er­krankte Schauspielerin Lilo Dietrich vom Hessi­schen Landestheater Darmstadt einspringen.

den Logen sozusagen alsMozarttaum gestaltet worden mit vergoldeten Gittern, Seidenbespannun­gen an den Wänden, Kristallkronen und auserwahl- ten Möbeln. Eine besonders gründliche Umgestal­tung hat auch die Vorhalle erfahren, durch die man in das Festspielhaus tritt.

Dieser Umbau, zu dem der Führer und Reichsminister Dr. Goebbels in großzügiger Weise die Mittel zur Verfügung gestellt haben, wurde in knapp drei Monaten von Reichsbuhnen­bildner Professor Benno von Are nt, von seinen Mitarbeitern Dipl.-Inm Fritz B o r n e m a n n und den Architekten Fritz Beyer (Berlin) und Franz Spindler (Salzburg) durchgeführt. Durch die Einsatzbereitschaft aller beteiligten Arbeitskameraden und Firmen ist der Bau planmäßig vonstatten ge- ganaen, so daß der Theaterraum für die Proben der Salzburger Festspiele pünktlich bereitgestellt werden konnte.

Italienische Orchesterkonzerte in Salzburg.

Salzburg, 3. August (DKK.) Am zweiten Tag der Salzburger F e st s p i e l e rückten die Wie­ner Philharmoniker aus dem Orchestergraben des Festspielhauses, wo sie in allen Opernaufführungen Mitwirken, auf das Podium des neugestalteten und zur Staatlichen Hochschule für Musik erhobenen Mozarteums, um im ersten Akt der von ihnen be­strittenen Orchesterkonzerte ihre berühmte Kulttir und Spieldisziplin an Werken italienischer Meister

den Arbeitern Max Woytzechowski aus West­falen und Franz Anetzberger aus Regensburg nun auch der schwerverletzte 19jährige Werner H a - nisch aus Gersdorf seinen Verletzungen erlegen.

Ein Raubmörder legt ein Geständnis ab.

Der unter dem dringenden Verdacht, den Vieh- kaufmann Bader in Dyherrnfurth ermordet zu haben, in Breslau festgenommene, als Knecht bei Bader tätig gewesene Walter Wolf hat nach hartnäckigem Leugnen nunmehr ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er hat zugegeben, schon, vor längerer Zeit den Plan gefaßt zu haben, Bader zu erschießen, um sich in den Besitz größerer Geld­beträge zu setzen. Bei der Ausführung seines Pla­nes ist er äußerst raffiniert vorgegangen. Das ge­raubte und geschickt vergrabene Geld konnte wieder herbeigeschafft werden.

Brandstiftung eines Juden in Rumänien.

Im Warenlager einer Drahtfabrik in der rumä­nischen Stadt Roman brach nachts Feuer aus, das sich, von starkem Wind begünstigt, bald auch auf die Nachbargebäude ausdehnte und schweren Schaden anrichtete. Die Polizei ermittelte, daß der Brand vorsätzlich gelegt wurde, und nahm den Be­sitzer der Firma, den Juden L e i b o w i t s ch , in Haft. Leibowitsch hat früher schon mehrere Fabriken besessen, die alle das gleiche Ende fanden.

Witterungsvorhersage

für die Zeit vom 3. bis 12. August.

Herausgegeben vom Forschungsinstitut für lang­fristige Witterungsoorhersagen des Reichswetter- dienstes in Bad Homburg v. d. H. am 2. 8.1939.

Im größten Teile des Reiches wechselvolle Witte­rung, zeitweise Regenfälle, im ganzen aber doch

»Götterdämmerung'' in Gegenwart des Führers.

Bayreuth, 3. Aug. (DKK.) Rach einem spiel­freien Tag wurde am Mittwoch der erste Zyklus der Bayreuther Bühnenfestspiele mit einer vor­bildlichen Aufführung derGötterdämme­rung" in Anwesenheit des Führers zu Ende geführt. Roch einmal waren alle Kräfte zu höchster Leistung zusammengeballt. Heinz T i e t j e n s , der wieder vom Dirigentenpult aus Szene und Orchester mit durchdringendem Verständnis führte und im klaren, doch von allen mythischen Geheimnissen er­regten Ausdruck die erhabene Spannung des dra­matischen Geschehens von der Idee aus ergriff, stand wieder ein Orchester zur Seite, das erneut seinen Weltruf rechtfertigen konnte. Wie in den vorhergehenden Aufführungen zauberte das Büh­nenbild von Emil Preetorius den geheimnis­vollen szenischen Rahmen, wirkungsvoll ergänzt von der Beleuchtungskunst Paul Eberhardts. In der soliftischen Besetzung hat sich ausgenommen die zwischen Trug und Ehre schwankende Gestalt des Gunther, den Hans R e i n m a n überzeugend wiederzugeben wußte gegenüber dem Vorjahre nichts geändert. Wieder strahlte der Siegfried des Max Lorenz in unbekümmert lichter Sieghaftig- keit, und Martha Fuchs entfaltete als Brunhilds ihre reichen stimmlichen und darstellerischen Mittel zu bewunderter Größe, Ludwig Hofmann gab Die von düsterer Tragik gezeichnete Gestalt Hagens und Käthe Heidesbach war in Stimme und Ge­stalt eine lieblich erblühte Gutrune. Nachdem der erste Festspielzyklus bis zuletzt so großen Eindruck hinterlassen hat, soll auch dankbar aller Helfer am Werke gedacht werden, vor allem Friedrich Jungs, der als Leiter der Festspielchöre sich der Nachfolge Hugo Rüdels als würdig erwiesen hat, ferner Karl Kittels, des longbewährten Leiters der musikalischen Vorbereitung, und Kurt Palms, des Leiters des Kostümwesens.

Umbau des Salzburger Festspielhauses beendet.

Der Umbau des Festspielhauses in Salzburg, der mit Zustimmung des Führers im Auftrage von Reichsminister Dr. Goebbels durch Reichsbühnenbildner Professor Benno von A r e n t geplant und durchgeführt wurde, ist in die- , sen Tagen vollendet worden. Professor von Arent war vor die Aufgabe gestellt, aus dem vorhandenen Theaterraum, der mit seinen getünchten Wänden, mit seinen verbretterten Brüstungen und seiner Holz­balken-Decke so unfestlich wie möglich war, ein wirk­lich festliches Haus zu gestalten. Die Bretter - balkone find verschwunden, große barocke Stuck- brüfhingen mit Konsolen und barocken Wandarmen sind an ihre Stelle getreten. Die Holzbalkendecke mit ihren teilweise farbig abgesetzten Holz- und Bretter- füüungen hat einer schönen profitierten Stuckdecke mit einer lichten Kuppel Platz gemacht. Die Umge­staltung des Proszeniums verkleidet die früher un­schön in den Raum ragende Orgel mit über 10 Me­ter hohen Stuckornamenten. An Stelle der früher kastenförmig mit Brettern abgeschlagenen Füh­re r l o g e steht eine neue Führerloge, in der Grund­rißform leicht beschwingt, an die durch rechts und links zwei Nebenlogen anschließen.

Die Grundfarbe des Theaterraumes ist ein ge­decktes Creme, dazu kommt das Rot des Bodens, der vollkommen mit dickem Velour ausgelegt ist. Im l.Rang ist der Foyerraum vor den Zugängen zu

freundlich. Niederschläge meist Schauer oder ©e* witterregen, die, örtlich begrenzt, unter Umstanden auch heftigere Formen annehmen können. Das Auf- treten von länger dauernden Landregen oder von völlig sonnenscheinlosen ^Lagert ist jedoch sehr un­wahrscheinlich: höchstens im nördlichen Alpengebiet treten vielleicht durch Stau vereinzelte sonnenlose Tage mit langer anhaltendem Regen auf.

Sonnenscheindauer vom äußersten Westen und Nordwesten abgesehen meistenorts zwischen 60 und 80 Stunden. In Schlesien und in Kärnten teil­weise über 80 Stunden. Temperaturen wechselnd. In der Ostmark und im Protektorat Böhmen und Mähren im ganzen wahrscheinlich über dem Regel- wert, in Nordwestdeutschland eher darunter.

Eetierberichi

In der westlichen Luftströmung, die Mitteleuropa seit einigen Tagen wechselhaftes Wetter bringt, zieht jetzt eine etroas ausgedehntere Störung heran. Sie wird Westdeutschland vorübergehend zunehmenoe Bewölkung und Niederschläge bringen, ohne jedoch eine länger anhaltende schlechte Wetterpertode ein­zuleiten.

Vorhersage für Freitag: Ueberwiegend bewölkt und zeitweise Regen, Temperaturen leicht ansteigend. Oestliche Winde.

Vorhersage für Samstag: Bei wechseln­der Bewölkung mit zeitweiliger Aufheiterung wieder im ganzen freundlich.

Rundfunkprogramm

Freilag, 4. August.

5 Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk' auf. 6: Morgenspruch Nachrichten. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt das Stabsmusikkorps des Luftgaukommandos 1. In der Pause 7: Nachrich­ten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Vöglein im Tannenwald. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt das Her- mann-Hagestedt-Orchester. 10: Schulfunk. Männer um den Führer. Reichsarbeitsführer Konstantin Hierl. Mensch und Werk. Eine Hörfolge. 10.30: Rund um die Zahnpflege. Eine ebenso ernste wie heitere Unterhaltung. 11.40: Ruf ins Land. 12: Musik zum Mittag. Es spielen : Das Musikkorps eines Flakregiments. 13: Nachrichten. 13.15: Musik zum Mittag. 14: Nachrichten. 14.10: Wir blättern in unserem Aufnahme-Album (II). 16: Nachmittags­konzert. Es spielt das große Orchester des Reichs­senders Breslau. 18: Der Siegfriedstein zu Worms. 18.15: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.30: Ballettsuiten. 19: Roß und Reiter. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten des Drahtlosen Dienstes. Anschließend: Hier spricht die Reichsgartenschau. 20.15: Unter­haltungskonzert. Ausführung: Das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kürze. 22.20: Bilderbuch der Woche. 22.30: Unterhaltungs- und Volksmusik. 24 bis 3: Nachtmusik.

HauptschrifUeiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters? Emst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i. V.: Ernst Blum- schein: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. 21. VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs­preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Jllu- ftrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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