Ausgabe 
3.8.1939
 
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Nr. 179 Erstes Matt

189. Jahrgang

Donnerstag, 3. August 1939

Eichener Anzeiger

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Seiern im Großdeusschen Reich

Wehrkraft unseres 80-Millionen-

solchen Kampf restlos eingesetzt

und das verpflichtende Dermächt-

dafür, daß die Volkes in einem wird.

Berlin, 2. August. Am heutigen Todestag des verewigten Reichspräsidenten und Generalfeld­marschalls von Hindenburg legte im Auftrage des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehr­macht der Kommandierende General des I. Armee­korps, General der Artillerie von Küchler, einen Kranz am Sarge des Feldmarschalls in der Gruft des Reichsehrenmals Tannenberg nieder.

machte dem Führer Meldung. Während der Füh­rer mit seinem Stellvertreter, Reichsminister Rudolf h e ß, Gauleiter W ä ch t l e r und General Freiherrn v. waldenfels, sowie seiner Beglei­tung auf der Freitreppe desHauses der deutschen Erziehung" seinen Ehrenplatz einnahm, marschierte der Große Zapfenstreich auf.

Rach leisem Trommelwirbel erklangen die weihe- vollen Hymnen des Großen deutschen Zapfenstrei­ches und schwangen sich empor zum nächtlichen Sternenhimmel, um sich gleichsam über dem gan­zen Großdeutschen Reich zu einem gewaltigen Akkord soldatischer Gemeinschaft zu verbinden.

Wir alle, die dieser erhebenden militärischen Feier beiwohnten, empfanden es als ein tiefes Symbol, daß der Führer in dieser historischen Stunde als Garant deutschen Lebensrechtes unter seinen Sol­daten und seinem wehrhaften Volke stand.

Rach dem Vorbeimarsch des Zapfenstreiches kehrte der Führer unter den begeisterten Kundgebungen der Massen zum Hause Wahnfried zurück.

Der Führer beim Großen Zapfenstreich in Bayreuth.

Bayreuth, 3. August. (DRB.) Zur gleichen Stunde, in der in allen Standorten Großdeutsch, lands die Spielmanns- und Musikzüge mit den Ehrenkompanien der jungen deutschen Wehrmacht zum , Großen Zapfen st reich angetreten waren, formierten sich auch in der Festspielstadt Bayreuth die Truppen zu dem feierlichen mili- Hänschen Akt, um der geschichtlichen Stunde zu ge­denken, in der vor nunmehr 25 Jahren ein fried­liches und blühendes Deutschland durch das Kesiel- lreiben mißgünstiger Mächte zum größten Waffen- ggang aller Zeiten gezwungen wurde.

Tausende von Männern und Frauen säumten Um Loderschein der Fackeln den Hans-Schemm- splah, als gegen 23 Uhr der Ober ft e Befehls­haber der Wehrmacht, von Haus Wahnfried kommend, eintraf. Tosende Jubelstürme begrüßten ihn. Der Regimentskommandeur Oberst Dostler

Diese Erkenntnis . . . ,

nis des Heeres von 1914 erfüllt uns mit zähem Siegeswillen und wird uns zu unerbittlichen Kämp­fern um die Freiheit und Ehre des deutschen Vol­kes machen.

Es lebe der Führer!

von Brauchitsch, Generaloberst.

sich in den Heldengestalten eines Boelcke und Richt­hofen verkörperte, hat die deutsche Fliegertruppe vier Jahre gekämpft. Sie stritt gegen eine vielfache lieber» macht, gegen die unerschöpflichen Reserven von Mensch und Material einer Welt von Feinden. Aber wenn auch auf einen deutschen Flieger drei, fünf, ja zehn Gegner kamen die deutschen Flieger kämpf­ten mit unerschüttertem Mut, sie kämpften und sieg­ten bis zuletzt.

Dann brachte schmählicher Verrat das bittere Ende. Ein Friedensdiktat zerschlug unsere Wehr zur Luft und verbot Deutschland jede, auch die geringste Luft­verteidigung. Jedoch: Man konnte wohl die Flug­zeuge und die Motoren zerschlagen, nicht aber den deutschen Fliegergeist.

Der deutsche Fliegergeist marschierte mit der na­tionalsozialistischen Bewegung, denn im National­sozialismus erstanden ja alle die Tugenden und seelischen Kräfte, die unsere Flieger im Weltkrieg zu ihren herrlichen Taten befähigt hatten.

Der Führer schenkte dem deutschen Volk die deut­sche Luftwaffe. Und er gab mir ihren Oberbefehl. Ich habe in den vergangenen Jahren mein Bestes getan, um unsere Luftwaffe zu der größten und mächtigsten der Welt zu machen. Ihre Stärke und Einsatzbereitschaft hat nicht zuletzt die Schaffung unseres Großdeutschen Reiches ermöglicht.

Geboren aus dem Geist der deutschen Flieger des Großen Krieges, verschworen der Idee unseres Füh­rers und Obersten Befehlshabers so steht heute die deutsche Luftwaffe bereit, jeden Befehl des Füh- rres blitzschnell und mit ungeahnter Stoßkraft durch­zuführen. Unser Gedenken gilt heute dem Tag vor 25 Jahren, unser Blick aber ist voraus gerichtet in die Zukunft unseres ewigen Deutschlands.

Göring, Generalfeldmarschall.

Geschlossenheit, Einsatzbereitschaft und Tapferkeit wie 1914

Tagesbefehle an die drei Wehrmachisieile.

Auch in anderen Garnisonorten des Saarlandes fand der Große Zapfenstreich unter stärkster Be­teiligung der Bevölkerung statt. Besonders eindrucks­voll war die abendliche Feierstunde auf dem Adotf- Hitler-Platz in Saarlautern, der Stadt, die mit ihrem überwältigenden Bekenntnis bei der Saarabstimmung alle Lügen über das französische Saarlouis eindeutig widerlegte und die sich jetzt im Schutze des Westwalles sicher weiß gegen jeden feindlichen Angriff.

Prag.

Auch Prag, die alte Kaiserstadt, erlebte als Krönung jenes Tages, an dem die deutsche Wehr­macht des Eintrittes Deutschlands in den dem deut­schen Volke aufgezwungenen Kriege gedachte, den Großen Zapfenstreich. Mächtige Scheinwerfer war­fen ihre Strahlenbündel auf die einzigartigen Bau­denkmäler der Neustadt, vom nächtlichen Himmel hoben sich die Türme der alten gotischen Bauten eindrucksvoll ab. Lange vor Beginn des von vielen Pragern zum ersten Male erlebten militärischen Schauspiels strömten Tausende Deutscher und Tsche­chen vereint zu dem großen Platz vor dem Haupt­eingang der Prager Burg, die im festlichen Lichter-

An die Kriegsmarine.

Die 25jährige Wiederkehr des Kriegsbeginns ruft die Erinnerung wach an den vierjährigen hel­denhaften Abwehrkampf des deutschen Volkes gegen eine feindliche Welt. In diesem Ringen um Freiheit und Ehre der Nation bewährte sich deutsches Sol­datentum in höchster Vollendung.

Auf allen Weltmeeren kämpften von 1914 dis 1918 deutsche Seeleute. Unvergessen bleiben die Taten der Auslandskreuzer und die Tage von Co­ronel und Falkland, unvergessen der zähe und ent- sungsvolle Kampf gegen den Feind auf, über und unter dem Wasser. Unvergänglichen Ruhm erwar­ben sich unsere Unterseeboote.'In der größten See­schlacht aller Zeiten errang die deutsche Hochsee­flotte die Achtung einer ganzen Welt. Der Tag von Skagerrak wird uns Sinnbild höchster Pflichterfül­lung bleiben.

Durch dunkle Zeit hinübergerettet wurde das Vermächtnis der Toten des Großes Krieges, bis uns der Führer Freiheit von Wehr und Waffe wiedergab.

Der neu erstarkenden deutschen Kriegsmarine sind große Aufgaben gestellt. Wir werden, wenn die Pflicht uns ruft, einstehen für des Reiches Macht und Größe, getreu unserem Eid und eingedenk des heldenhaften Kämpfens und Sterbens unserer Väter und Brüder.

Wir setzen unerschütterliches Vertrauen auf die Führung des Reiches und glauben fest an die Zu­kunft unseres Vaterlandes.

Heil unserem Führer! Heil Großdeutschland!

R a e d e r, Großadmiral, Dr. h. c.

An die Luftwaffe.

Kameraden!

Heute vor 25 Jahren zog die deutsche Armee ins Feld, um die Heimat vor den rings an den deutschen Grenzen aufmarschierten feindlichen Mächten zu schützen. In dieser Armee war auch eine Flieger­truppe. Klein, wenn man sie nur in Zahlen werten wollte, aber groß, wenn wir den Geist, der sie be­seelte, als Maßstab anlegen. In diesem Geist, der

spiel bei, das machtvoll mit den Liedern der Nation ausklang.

An der Wasserkante.

Nachdem in allen Standorten Hamburgs und innerhalb der 20. Division am Vormittag in feier­lichen Appellen der Bedeutung des 2. August gedacht worden mar, fand am Spätabend ein Großer Zapfenstreich auf dem Adolf-Hitler-Platz statt, an dem drei Bataillone mit Spielleuten und Musik- Zügen teilnahmen. Nach den Märschen der alten Hamburger Regimenter und einem Fanfarenmarsch begann der Große Zapfenstreich, der in die Natio­nalhymnen überleitete. Mehr als 1000 Fackelträger und Abordnungen sämtlicher Gliederungen der Be­wegung bildeten den Rahmen zu dem grandiosen militärischen Schauspiel.

Der Feiertag der Wehrmacht hatte in der Kriegs- marinestadt Kiel Tausende von Volksgenossen am Hmdenburgufer versammelt, um Zeuge des Großen Zapfenstreiches zu sein, der von der 3. Schiffsstamm­abteilung gestellt wurde. In dieser Stunde, die mit einem Fanfarenmarsch eingeleitet wurde, und mit den Liedern der Deutschen machtvoll ausklang, ge­dachte die Kieler Bevölkerung des Weltkriegsaus­bruches, darüber hinaus aber' auch in tiefer Dank- barfeit des Mannes, der heute Deutschland wieder einig und stark gemacht hat: Adolf Hitler.

Der Gauleiter

bei der Feier in Frankfurt a. M.

NSG. Ant Mittwoch, 2. August, fand aus Anlaß der 25jährigen Wiederkehr von Deutschlands Eintritt in den Weltkrieg in der Gauhauptstadt Frankfurt am Main in Anwesenheit des Divisionskommandeurs, Generalmajor B eh schnitt, ein Großer Zapfen­streich der Wehrmacht statt, zu dem auch Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger erschienen war.

Nach dem Spielen des Zapfenstreichs, zu dem ver­schiedene Truppenteile des Standortes Frankfurt am Main angetreten waren, hielt Generalmajor Beh - schnitt eine Ansprache, in der er auf die Be­deutung des 2. August 1914 einging, an dem Deutsch­land den Fehdehandschuh der Entente ausgenommen habe. Er gedachte dabei nicht nur der tapferen Män­ner und Helden zahlloser Schlachten, sondern auch des Heldentums der Heimat, das das ganze deutsche Volk beseelte. In diesem Völkerringen sei aus den besten Tugenden der Frontgeist geboren worden, der durch den Frontkämpfer Adolf Hitler und feine Mit­streiter der Geist des neuen Reiches geworden fei. Wenn die Feinde Deutschlands heute eine ähnliche Situation wie 1914 heraufbeschworen hätten, so dürften sie nicht mehr mit dem gleichen deutschen Volk von damals rechnen. Das deutsche Volk von 1939 traue nur auf seine Kraft, die der Führer in der starken unüberwindlichen Wehrmacht und der einheitlichen politischen Führung geschaffen habe. Wer heute Deutschland angreife, treffe auf das ganze, festgefügte deutsche Volk.

Nach den Nationalhymnen erfolgte ein Vorbei­marsch, den Generalmajor B e h s ch n i t t im Beisein des Gauleiters abnahm.

Wie vor 25 Jahren: Deutschland, Deutschland über alles!

Das größte Volk Europas gedenkt mit seinen Soldaten des 2. August 1914

8!aniLerftra^e' $n freudiger Erwartung verharrte die Menge; insbesondere der zahlreich erschienenen Jugend ward diese Stunde zu einem gewaltigen Erlebnis.

Unter den Klängen des ParademarschesDie langen Kerle" zog ein kombiniertes Musikkorps vor die Prager Burg. Fackelträger marschierten in Zweierreihen auf und teilten sich dann zu einem leuchtenden Spalier.

Kurze Kommandos ertönten. General Fride - r i c i nahm die Meldung entgegen. Andachtsvolles Schweigen breitete sich über den weiten Platz, ein weiteres Kommando kündete den Beginn des Gro­ßen Zapfenstreiches an. Das Locken des Spiel­mannszuges klang auf, dumpf dröhnte der lange Wirbel des Musikkorps, nachdem dann in der Ferne die Kavallerieretraite ertönte ... Feierliche Stille. Dann das KommandoHelm ab zum Gebet!" Die Kapelle spielt den ChoralIch bete an die Macht der Liebe", ergriffen lauschte die Menge den getra­genen Klängen dieses Liedes.

Nachdem derRuf nach dem Gebet" verklungen war, ging eine Bewegung durch die Massen. Die Lieder der Nation brausten auf und wurden begei­stert von den Tausenden ausgenommen und mit­gesungen. Das Deutschland- und das Horst-Wessel- Lied klangen wie ein feierlicher Schwur, dem Daterlande die Treue zr? halten und die deutsche Soldatenehre zu wahren komme, was kommen möge. Es klang wie ein heißer Dank an den Füh­rer aller Deutschen, der die Ketten der Knechtschaft zerbrach und dem deutschen Volke wieder Stärke, Schirm und Schutz gab; es klang wie ein mächtiges Bekenntnis, jede Stunde bereit zu sein, den gleichen Weg zu gehen wie die, deren Erinnerung der 2. August gewidmet ist.

Zn der Hauptstadt der Bewegung.

In München sand der Große Zapfenstreich vor der Feldherrnhalle statt. Wie vor 25 Jahren brauste bas Deutschlandlied über den weiten Platz, aus dem am Tage des Kriegsausbruches die Münchener Be­völkerung sich zu einer imposanten Kundgebung ein- gefunben hatte. Der Kundgebung wohnte damals auch der spätere Kriegsfreiwillige Adolf Hitler bei. Denkwürdig ist der Platz aber auch durch das Mahnmal für die Gefallenen des 9. November, die mit Adolf Hitler für ein Großdeutsches Reich mar­schierten.

Punkt 21 Uhr nahten von der Ludwigstraße her die Musikkorps der Luftwaffe des Standortes Mün­chen, um dann vor der Feldherrnhalle zum Großen Zapfenstreich anzutreten. Viele Tausende von Mün­chenern wohnten dem nächtlichen militärischen Schau-

Der Führer hat uns ein klares politisches Ziel gegeben, für das wir kämpfen, und die Einheit der politischen und militärischen Führung bürgen

Berlin, 2. Aug. (DNB.) Die von Adolf Hitler in brüderlichem Geist von 1914 geeinte deutsche Na- rtion beschloß den Tag der Erinnerung an den Kriegsausbruch vor 25 Jahren mit erhebenden Feiern feiner stolzen Wehrmacht. An Men Standorten des Großdeutfchen Reiches gedach­ten junge und alte Soldaten, gemeinsam mit riesi­gen Massen ergriffener Volksgenossen, beim Großen Zapfenstreich der glorreichen Bewährung eines Dol- res in Waffen.

Groß-Berlin.

In sämtlichen Garnisonen Groß-Berlins nd seiner Umgebung wurde der Große Zapsen- reich durchgeführt. Am eindrucksvollsten war wohl tte nächtliche Feierstunde auf dem Sportplatz im Friedrichshain, dessen weites Rund bereits in den "ruhen Abendstunden von Tausenden von Berlinern imfäumt war. Mit klingendem Spiel marschierten :m 21 Uhr mehrere Kompanien des Regiments ^General Goring" unter Vorantritt der Regiments- llpelle auf dem Platz auf. Schweigend verharrten iie Tausende in Ergriffenheit und stillem Gedenken un die großen Tage vor 35 Jahren, als das deutsche ?olk geschlossen antrat, um feine Lebensrechte gegen ine Welt von Feinden zu verteidigen. Die vertraute Betragene Melodie des Liedes ,Hch bete an die iWacfjt der Liebe" leitete über zum Ende des Großen Zapfenstreiches, der mit den Liedern der Nation er- Lbend ausklang. Der Fackelzug der abmarfchieren- Isn Truppe beschloß die eindrucksvolle Feierstunde.

Wien.

In Wien erlebte die Bevölkerung am Abend --5 2- August zum ersten Male das eindrucksvolle Md feierliche militärische Schauspiel des Groyen Zapfenstreiches. Um 21 Uhr war das Musikkorps ii-s Wochbataillons Wien vor dem Dienstgebäude k'.s Heeresgruppenkommandos 5, dem ehemaligen österreichischen Kriegsministerium, flankiert von rLckelträgerir, angetreten. Der Schein der Flam- rZen umspielte das mächtige sich vor dem Gebäude erhebende Reiterstandbild des Feldmarschalls Ra- ^tzky, jener Verkörperung bester altösterreichischer LDldatentraditlon, und warf seine lodernde Gut auf te Gruppen der Offiziere, die zu beiden Seiten des Lrandblldes Aufstellung genommen hatten. Ein fym- Mfches Bild ruhmreicher Vergangenheit und stol; r Gegenwart. Nach der Meldung an den £)ber= ehlshaber der Heeresgruppe 5, Generaloberst 8 ft, nahm die großartige Weihestunde ihren An- R9- Mit Präzision und Schwung wurden die ein- enen Stücke. meisterhaft zum Vortrag gebracht -rD von den Wienern mit lebhaftem Beifall bedacht, fcr sich besonders steigerte, als zum Abschluß die ^'nannten Klänge des Radetzkymarsches aufklangen.

An der Saar.

sin Saarbrücken, der Stadt, die nach dem Mef)! des Führers zum Oktober 1938 in den West- vÄl mit einbezogen wurde, hatte sich auf dem Platz

Deutschen Front eine unübersehbare Menschen- jTige eingefunden, um den Klängen des Großen »Psenstreiches zu lauschen. Man gedachte dabei des Uuguft 1914, als Saarbrückens Sohne auszogen, °^nicht nur das Vaterland zu verteidigen, sondern «Uh die engere Heimat vor dem Einbruch feindlicher

ZU schützen. Man erinnerte sich aber auch der K Fremdherrschaft. Denn noch sind es keine . JJi Fahre her, daß der Marschtritt fremder Sol- En in Saarbrücken ertönte. Als zum Abschluß der ! joerftunbe die Lieder der Nation erklangen, war Joes nicht nur ein Bekenntnis des Dankes an den I r' der Deutschlands Grenzen wieder stark ge- ^cryt und eine starke Wehr geschaffen hat, die die rmat vor jedem feindlichen Einbruch schützt, son- » £"7 Ein Gelöbnis, in unwandelbarer Treue

tfu9rßr ZU stehen, komme, was da kommen

Berlin, 2. Aug. (DNB.) Am 2. August 1939, der vom Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht zur Erinnerung an den Beginn des Weltkrieges vor 25 Jahren zum Feiertag der deut­schen Wehrmacht bestimmt worden ist, haben die Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtsteile folgende Tagesbefehle an das Heer, die Kriegsmarine und die Luftwaffe erlassen:

An das Heer.

Soldaten!

Heute vor 25 Jahren zog das deutsche Heer in den Krieg. Niemals hat ein Heer tapferer gekämpft, mehr Opfer gebracht und größere Siege errungen als die deutsche Armee von 1914 bis 1918.

Wieder versuchen die gleichen Kräfte, die uns da­mals zum Verteidigungskampf gezwungen haben, Deutschland einzukreisen. Wir wollen den Frieden. Wenn uns aber ein neuer Kamps auf- gezwungen werden sollte, wird das Heer mit der­selben inneren Geschlossenheit, Einsatzbereitschaft und Tapferkeit wie 1914 um Deutschlands Lebens­rechte kämpfen und die Heb erlegen!) eit des deutschen Soldaten erneut unter Beweis stellen.

Aus zwei Gründen haben wir gegenüber 1914 ein entscheidendes Uebergeroidjt gewonnen:

Die Erfahrungen nach 1918 haben uns gelehrt, was es heißt, der Willkür haßerfüllter Feinde schutzlos preisgegeben zu sein.