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SA.-Gruppenkämpfe in Kassel
1.
Gießener SA. vor der Abfahrt am Bahnhof Gießen. (Bild: Standarte 116.)
tagein und tagaus, Mo-
erneut bewußt, gleich den Sturmabteilungsmännern, die in der Kampfzeit ihren Weg fest entschlossen weitergingen und ihr Ziel verfolgten, bis sie mit dem Siege belohnt wurden. Der Marsch stockte damals nie, weil das Ziel klar erkannt wurde, und er wird deshalb heute erst recht nicht ins Stocken geraten.
Wer Gelegenheit hatte, bei der Abfahrt der Wettkämpfer nach Kassel ihnen in die Augen zu schauen und ihre Entschlossenheit zu beobachten, der mußte feststellen, daß diesem SA.-Mann der Dienst am eigenen Volke die höchste Genugtuung für seinen selbstlosen Einsatz bedeutet und daß für ihn der Wahlspruch gilt, daß man nicht lebt um des Mitlebens willen, sondern daß man lebt, um mitzu- kämpfen.
der ersten Sekunde an darauf bedacht, mit seiner fabelhaften Linken den pendelnden Gegner auf Distanz zu halten und so die gefährliche Halbdistanz zu vermeiden. Schon den ersten richtigen Schlagwechsel löste Schmeling mit einer Rechten, die nicht ohne Wirkung blieb. Als Heuser erneut anstürmte und sich in den Nahkampf verbissen hatte, kam die schnelle Entscheidung. Mit einer kurz gestarteten, wuchtigen Rechten traf Schmeling seinen Gegner in der 61. Sekunde hart am Kinn, stöhnend fiel Heuser zu Boden, kraftlos Arme und Beine von sich gestreckt. Griese zählte ... fünf, sechs, sieben ..immer noch lag Heuser am Boden, aus!
Auch nach der letzten Zahl war der Bonner noch völlig benommen und ohne Besinnung. Als Schmeling schon von den Photographen und seinen Freunden im Ring bestürmt und gefeiert wurde, bemühten sich die Betreuer immer noch um den Titelverteidiger. Erst nach einigen Minuten kam Heuser wieder zu sich. Nur mit Mühe konnte er aus dem Ring geschafft werden.
Handgranatenweitwerfen, ÄL A:
Scharf. Simon (25/81) 70,77; 2. SA.-Mann Wagner (4/87) 65,12. 6X100-Meter-Pendel° staffel, Kl. A (für Nachrichten): 1. St. 88 1:21,4; B Pioniere: 1. St. 81 1:40,0; C Reiter: 1. Reiterst. 49 Frankfurt 1:23,8. 200 Meter: 1. SA.-Mann Huth (14/98) 21,4; 2. Rof. Henkel (22/81) 21,6. Mannschafts-Fünfkampf (1/8): 1. St. 63 13831 P.; 2. St.81 9633 Punkte. Weitsprung, Kl. A: 1. Scharf. Hassinger (4/63) 6,86 Meter; 2. Scharf. Scheller (1/418) 6,62 Meter. 2 0 X V2 =• Runde-Hindernis st affe l: 1. St. 81 13:10,6. 4 X 400 Meter: 1 St. 63 3:33,8. 4 X 1 00 Meter: 1. St. 63 44,5. Schießen, Mannschafts, kampf: 1. St. 63 6979 Ringe. Führerkampf, Einzel: 1. Osturmf. Werkhäuser (Brigade 49) 372 R., Mannschaftswertung: 1. Brigade 49 4310 Ringe. Pistolenschießen, Einzel: 1. Osturmf. Weiß (Gruppenstab) 653 Ringe, Mannschaftswertung: 1. Stab der Gruppe Hessen 1757 Ringe. KK. - Schie - ß en : 1. Otruppf. Braunertz (83) 324 Ringe. 10 0- mal-100-Meter-Staffel: 1. Brigade 49 29:08,5 Minuten.
not für Monat und Jahr für Jahr in dem Dienst der SA.-Einheiten betrieben wird. Nach dieser und nach keiner anderen Struktur ist nur ein ständiger Einsatz auf sportlichem und wehrsportlichem Gebiet möglich.
Wenn jetzt die Sieger der Standartensporttage der vielen Mannschafts- und Einzelwettbewerbe als Vertreter ihrer Standarte in Kassel zusammen mit den Siegern der übrigen 25 Standarten um den Gruppenbesten kämpften, dann dürfte ihnen die Erinnerung an den harten Einsatz, den die Leistung des Wettkampfgegners von ihnen forderte, die Verpflichtung zu höchstem Ansporn sein. Den vielen Kämpfern, deren Einsatz nicht mit dem Siege belohnt werden konnte, wird die Verpflichtung zum unbeirrbaren Weiterschaffen und Weitermarschieren
Handball-Endspiele um die „Deutsche"
l a u f (1 Führer, 3 Mann): 1. St. 418 338; 2. St. 98 334 Punkte. 100- Me ter - Lauf, Kl. A: 1. Rof. Henkel (22/88) 11 Sek.; 2. SA.-Mann Huth (14/98) 11,1 Sekunden; Kl. B: 1. Scharf. Nieman (11/116 Gießen) 12,2 Sek.; Kl. E: 1. Rof. Schenk (32/234) 13,1 Sekunden. 40 0 Meter Hindernislauf, Kl. A: 1. Rof. Seibert (Pi. 87 Limburg) 51,5; 2. Trupps. Hohlbein (4/63 Frankfurt) 51,5. 300 0- M e t e r - L a u f, Kl. A: 1. SA.-Mann Kraus (1/88) 9:37,4; 2. Sturmm. Schloßhahn (3/167) 9:37,5. Kugel st oßen, Kl. A: 1. Scharf. Simon (25/81) 14,14; 2. Scharf. Blum (25/81) 13,48 Meter.
Jakobs, 38,14 Meter.
3000-Meter <= Hindernislauf. Mannschaftswertung, Klasse A: 1. Stand. 98, 11:41,0, 2. Stand. 81, 12:09,5; Klasse B 1. Stand. 83, 13:13,6.
Handgranatenweitwurf, Klasse A: 1. Stand. I. 33, 53,63 Meter, 2. Stand. 81, 53,22 Meter; Klasse B, Einzelwertung: 1. SA.-Mann Strobel (13/166), 60,07 Meter; Klasse B, Mannschaftswertung: 1. Stand. 98, 49,99 Meter.
Speerwerfen, Klasse A, Einzel: 1. Rottenführer Matheim (4/63 Frankfurt), 45,58 Meter, 2. SA.-Mann Schulze (1/81), 45,05 Meter.
Hammetwurf, Klasse A: 1. Rottenführer Hermann (Pi. J./ll), 42,53 Meter, 2. Rottenführer Balke (Pi. 3711), 31,98 Meter.
Gewichtheben: Bantam:. 1. Rottenführer Großmann (7/83), 440 Pfund; Feder: 1. Sturmmann Zingel (25/81), 445 Pfund; Leicht: 1. Sturmmann Mühlberger (25/81), 510 Pfund; Mittel: 1. SA.-Mann Handel (7/83), 490 Pfund; Halb- schwer: 1. Scharführer Brencher (13/167), 425 Pfund; Schwer: Rottenführer .Kehl (25/81), 525 Pfund.
Wehrmannschaftskampf (1 Führer, 36 Mann): 1. St. 83 469,2; 2. St. J 33 436,8. SA.- Führerkampf, Kl. A: 1. Oscharf. Stäuber (23/234). Platzz. 17; 2. SA.-Führer Menn (Brigade 48 Marburg), Platzz. 18; Kl. B: 1. SA.-Führer Geyer (21/) 33), Platzz. 9; Kl. C: 1. Otruppf. Wal- pert 7/83, Platzz. 5. R a d f a h r st r e i f e (1 Führer, 8 Mann): 1. St. 81 Frankfurt 313,67; 2. J 11 Marburg 294,52. Große Straßen st affel: 1. SA.-Brigade 147 Gießen 29:07; 2. SA.-Brig. 48 29:08,6. Mannschafts - Orientierungs
110 Meter Hürden: 1. Glaw (D) 14,6; 2. Thomsen (Dä) 14,8; 3. Edvin Larsen (Dä) 15,0.
Hochsprung: 1. Martens (D) 1,91 Meter; 2. Langhoff (D) 1,91 Meter; 3. Poul Otto (Dä) 1,85 Meter.
Weitsprung: 1. Lindemann (D) 7,16 Meter; 2. Helger Hansen (Dä) 7,05 Meter; 3. Kegel (D) 6,69 Meter.
Stabhochsprung: 1. Ernst Larsen (Dä) 3,90 Meter; 2. Thomsen (Dä) 3,80 Meter; 3. Bautenheimer CD) 3,70 Meter.
Kugelstoßen: 1. Beyer (D) 14,78 Meter; 2. Dr. Sievert (D) 14,52 Meter; 3. Frode Moesgaer (Dä) 13,53 Meter.
Diskus: 1. Fritsch (D) 45,87 Meter; 2. Dr. Sievert (D) 45,85 Meter; 3. E. Jensen (Dä) 45,47 Meter.
Schweden staffel: 1. Dänemark (Skrydstrup, Jen- fen, Bock, Rose) 1:58; 2. Deutschland (Rohrssen, Blazejezak, Fehring, Hasenclever) 1:58,2.
Gesamtftand: 1. Deutschland 101 Punkte; 2. Dänemark 79 Punkte.
SA.-S1andarle 116 bei den Gruppenwettkämpfen in Kassel
leistung des Tages war der Rekordlauf von Fekle r s m a n n über 5000 Meter in 14:34,6 Min. Der Hamburger hat mit dieser Leistung den vor einem Jahr von Max Syring (Wittenberg) in Königsberg oufgeftellten Rekord von 14:41,4 Min, um fast sieben Sekunden unterboten. Herauszuheben sind noch der 110-Meter-Hürdenlauf von Glaw in 14,6 Sek. und die Hochsprunghöhe von 1,91 Meter, die Martens und L a n g h o f f gemeinsam übersprangen. Die Ergebnisse.
100 Meter: 1. Skrydstrup (Dä) 10,7; 2. Fehring (D) 10,8; 3. Holger Hansen (Dä) 10,8.
400 Meter: 1. Blazejezak (D) 49,6; 2. Ole Dorph Jensen (Dä) 49,9; 3. Hasenclever (D) 50,0.
800 Meter: 1. König (D) 1:56,1; 2. Emanuel Rose (Dä) 1:56,9; 3. Steinbach (D) 1:57,1.
1500 Meter: 1. Körting (D) 3:58,4; 2. Seiden- schnür (D) 3:58,6; 3. E. Rantil (Dä) 3:59,6.
5000 Meter: 1. Fellersmann (D) 14:34,6 (Deutscher Rekord); 2. Martin Jensen (Dä) 14:59,6; 3. Zismer (D) 15:06,6.
Als vor wenigen Wochen Gießen über ein Wochenende sein Gepräge durch die Sportkampftage der Standarte 116 erhielt, als aus ollen Teilen des Standartcnberei- ches die SA.-Führer und -Männer im ritterlichen Wettstreit ihre Leistungsund Einsatzfähigkeit unter Beweis stellten, dürfte wohl dem letzten Zweifler Klarheit darüber gekommen sein, daß es der SA. — dieser ältesten und traditionsreichsten Gliederung der Partei — mit ihrem vom Führer übertragenen Erziehungsauftrag sehr ernst ist. Solche Leistungsproben können nicht aus dem Erdboden gestampft werden, d. h. sie fordern als Voraussetzung die ständige, zielstrebige Ausbil- dungs- und Erziehungsarbeit, wie sie nun einmal
Die Frage nach dem Sieger des Europameisterschaftskampfes im Schwergewicht zwischen dem Titelverteidiger Adolf Heuser und Max Schmeling wurde am Sonntagnachmittag in der Stuttgarter Adolf-Hitler-Kampfbahn mit einer kurzen Rechten des'Exweltmeisters sehr schnell beantwortet. Schmeling hat durch diesen sensationellen Ko.-Sieg bewiesen, daß seine sportliche Laufbahn noch keineswegs zu Ende ist und daß er auch in Zukunft als Europas bester Schwergewichtler anzusehen ist.
Der Kampf hatte vor allem in Süddeutschland ütne ungeheure Spannung ausgelöst. Die für dieses Ereignis besonders hergerichtete Kampfbahn war von rund 65 000 Zuschauern besucht Das ungewisse Wetter in den letzten Tagen hatte sich ungünstig ausgewirkt. Hundert Sonderzüge aus allen Gauen des Reiches und Tausende von Omnibussen und Privatwagen mit allen möglichen Erkennungszeichen des Inlandes und des benachbarten Auslandes brachten die Besucher herbei.
Unter den Schlachtenbummlern sah man alles, was zum äußeren Rahmen einer derartigen Veranstaltung gehört; Ministerialrat Dr. Metzner als Führer des deutschen Boxsports, die Altmeister Hans Breitensträter, Franz Diener, Hein Müller, sowie die Garde der Herausforderer des Stuttgarter Siegers, den deutschen Meister Walter Neusel, Ex- «uropameister Heinz Lazek und Arno Kölblin. An der Spitze der Vertreter von Partei und Staat stand der Hausherr, Gauleiter und Reichsstatthalter Murr.
Schmelings vernichtende Rechte.
Die vielen Mahnungen, die dem deutschen Meister oller Klassen rieten, zum Kampf gegen Heuser bereits „angewärmt" in den Ring zu kommen, hatte Schmeling befolgt. Nach der langen Vorstellunos- reihe der früheren deutschen Meister im Berufsböx- sport und einer kurzen Ansprache von Ministerialrat Dr. Metzner begann der Kampf.
Kaum hatte der Berliner Ringrichter Otto Griese das Kommando „Ring frei!" gegeben, da stand Schmeling auch schon in der Mitte des seilumspannten Vierecks. Heuser kam geduckt aus seiner Ecke heraus und versuchte sofort, sich an leinen 17 Zentimeter größeren Gegner heranzu- jchieben, trommelte seine kurzen Haken auf den Körper Schmelings, wurde aber mit einer kurzen Rechten aus dem Nahkampf vertrieben. Heuser schien nicht besonders zuversichtlich zu sein, denn im Gegensatz zu seiner sonstigen Kampfesweise stürmte er nicht wild auf seinen Gegner ein, sondern landete seine Schläge vorsichtiger. Schmeling war von
Die sportlichen und wehrsportlichen Einzel- und Mannschaftskämpfe der SA.-Gruppe Hessen nahmen am Samstag unter Teilnahme von rund 3000 Kämpfern auf den Kasseler Plätzen der Hessen- Kampfbahn und der Waldauer Wiesen ihren Anfang. Schon die Dorkämpfe brachten ganz hervorragende Leistungen, obwohl ein Gewitterregen am Vormittag die Laufbahnen erheblich in Mitleidenschaft gezogen hatte. Unter den zahlreichen Ehrengästen der Partei, des Staates und der Wehrmacht sah man auch den SA.-Obergruppenführer und Frankfurter Polizeipräsidenten B e ck e r l e, der den Kämpfen seiner SA.-Männer mit großer Anteilnahme folgte. Nach den Leichtathletik-Vorkämpfen des Nachmittags bildeten Vorführungen der Pionier- und Nachril^eneinheiten der Standarte 83 Kassel und ein großer Straßenstaffellaus den würdigen Abschluß des Tages.
6000 Zuschauer erlebten am Sonntag zum Abschluß der Sportwettkämpfe der SA.-Gruppe Hessen auf der Kasseler Hassenkampfbahn noch einmal spannende Kämpfe. Neben zahlreichen Vertretern von Partei, Staat und Wehrmacht sah man auch wieder SA.-Obergruppenführer B e ck e r l e, der sich an den guten Leistungen seiner SA.-Männer freuen konnte. Mit einer kurzen Ansprache von Obergruppenführer Beckerle, der noch einmal die beachtlichen Leistungen würdigte, dem Sieg-Heil aus den Führer und Großdeutschland sowie dem Gesang der Nationalhymnen schloß die große sportliche Kundgebung der SA.-Gruppe.
Besonderes Interesse löste am Sonntagnachmittag das Handball-Spiel auf der Hessenkampfbahn zwischen einer Mannschaft der Wehrmacht (5./JR. 15) und der Elf der SA.-Gruppe Hessen aus. Die SA.-Männer, die bei der Pause noch 2 :1 geführt hatten, unterlagen zum Schluß den Soldaten äußerst knapp mit 3 : 4 Toren.
Oie Ergebnisse:
Wettkämpfe der SA.-Gruppe Hessen: (Klasse A: 18—32 Jahre, B: 33—40 Jahre, C: über 40 Jahre).
4 0 0 - Meter -Hindernislauf, Klasse A, Mannschaftswertung: 1. Stand. 83 Kassel, Durchschnittszeit 1:14,9, 2. Stand. 254 Lauterbach, 1:22,6; Klasse B: 1. Stand. 222 Friedberg, 1:37,3; Klaste B, Einzelwertung: 1. Truppführer Gabriel (3/83), 1:253.
3 0 00 Meter, Klasse A, Mannschaftswertung: 1. Stand. 83 Kassel, 10:33,8, 2. Stand. 145 Büdingen, 10:35,4; Klasse B: 1. Stand. 88 Dillenburg, 10:24,3; Einzelwertung, Klasse B: 1. Rottenführer Willführ (Nachr. I. 33), 10:11,00.
Kugel st oßen, Klasse A: 1. Stand. 81 Frankfurt, 12,15 Meter, 2. Stand. 234 Bebra, 10,79 Meter; Klasse B: 1. Stand. 234, 9,24 Meter; Klasse B, Einzelwertung: 1. Truppführer Wengenroth (81), 11,82 Meter.'
Weitsprung, Klasse A, Mannschaftswertung: 1. Stand. I. 33 Wetzlar, 5,76 Meter, 2. Stand. 88, 5,75 Meter; Klasse B: 1. Stand. 63 Frankfurt, 4,88 Meter; Klasse B, Einzelwertung: J. Oberscharführer Wagner (234), 5,61 Meter; Klasse C, Mannschaftswertung: 1. Stand. 99, Res., Frankfurt, 4,94 Meter; Einzelwertung: 1. Obertruppführer Angstmann (99), 5,31 Meter.
Deutscher Mehrkampf, Klasse A: 1. SA.- Mann Ebeling (98 Hanau), 846 Punkte, 2. Rottenführer Peter (I. 33), 838 Punkte; Klasse B: 1. SA.-Mann Weinbach (2/J. 33), 736 Punkte; Klasse C: 1. Oberscharführer Södler (7/254), 612 Punkte.
10 000 Meter, Klaffe A: 1. SA.-Mann Walter (13/222 Friedberg), 36:54; 2. SA.-Mann Guckes (23/166 Bad Homburg), 38:54,3; Klasse B: 1. Rottenführer Willführ (11/3. 33), 36:43,8.
3000-Meter-Hindernislauf, Klasse A: 1. SA.-Mann Schnarr (23/98), 11:03,8, 2. Oberscharführer Hänel (14/98), 11:03,9; Klasse B: 1. SA.-Mann Wambach (2/J. 33), 11:29,5.
Steinstoßen, Klasse B: 1. Rottenführer Hermann (Pi. I. 11 Marburg), 7,82 Meter; Klasse C: 1. Truppführer Schröder (44/83), 7,53 Meter.
Hochsprung, Klasse A: 1. Rottenführer Jakobs (418 Fulda), 1,74 Meter, 2. Rottenführer Petri (21/3. 33), 1,63 Meter.
Diskus, Klaffe A: 1. Scharführer Simon (25/81 Frankfurt), 39,84 Meter, 2. Rottenführer
Schmelings Vlitzsieg in Stuttgart
Europameister Heuser in 11 Sekunden entthront.
gewann den Kampf verdient aufgrund seinei? größeren Erfahrung und der körperlichen lieber* legenheit aller Spieler der Meisterelf.
Der beste Mann des Feldes war der Torwart Wendt, dem die Leipziger ihren Sieg zum großen Teil verdankten. 3m Angriff der Sachsen gefielen Rechtsaußen Göllner und'Mittelstürmer Jungmann. In der Läuferreihe überragte Mittelläufer Dossin. Die beiden Verteidiger Lange und Schünzel machten von ihrer Körperkraft starken Gebrauch und unterbanden die Angriffe der Lintforter oft durch Klammern. Die Mannen vom Niederrhein kämpften etwas unglücklich. Im Felde spielte die Elf zeitweise überlegen, doch konnte sich der Angriff gegen die harte Leipziger Abwehr durchsetzen. Dazu hatten die Lintforter noch großes Pech, da der ausgezeichnete Mittelläufer Prizigoda verletzt wurde und zeitweise dem Kampf als Zuschauer 'beiwohnte; später wirkte er nur als Statist mit. Bei den Rheinländern gefielen vor allem Körvers im Tor und bis zu feiner Verletzung Prizigoda.
Lintfort hatte zunächst etwas mehr vom Kampf und ging schon nach fünf Minuten durch Brünt- gens II in Führung. Ein Weitwurf d-es Halbrechten Prasser sorgte in der 15. Minute für den Ausgleich. Derselbe Spieler brachte die Leipziger in der 24. Minute in Front. Sofort nach Beginn der zweiten Halbzeit schied Prizigoda verletzt aus. Leipzig nutzt diesen Vorteil geschickt aus und erhöhte durch Bad- ftübner und Prosser auf 4:1. Dann ließen Olejniczak für Lintfort und Badstübner für Leipzig je einen Dreizehnmeterwurf aus. Eine schöne Einzelleistung von Jungmann brachte den Sachfen das fünfte Tor. Lintfort kam in der 14. Minute durch Ladage und in der 20. Minute durch den gleichen Spieler (Drei- zehnmeterwurf) auf 3:5 heran, aber die Leipziger warfen erneut ihren Angriff nach vorn und erzielten kurz daraus durch Göllner das sechste Tor. Vier Minuten vor Schluß stellte dann Brüntgens II das Endergebnis heä-.
Die Mannschaften spielten in folgender Aufsteh hing: MTSA. Leipzig: Wendt; Lange, Schünzel; Schreck, Mossin, Schumann; Göllner, Prosser, Jungmann, Höfer, Badstübner. c— Lintforter S V.: Körvers; , Seigner, Brüntgens I; Wutschik, Prizigoda, Mnmot; Grosch, Meister, Ladage, Brüntgens II, Olejniczak.
Endlich VsR. Mannheim.
Zum fünften Male standen die Frauen des badischen Handballmeisters DfR. Mannheim am Sonntag im Endspiel um die „Deutsche". Viermal scheiterten sie mehr oder minder knapp. Und auch diesmal sah es zunächst so aus, als ob die Pechsträhne nicht abreißen würde. In der Vorschlußrunde wurde die Mittelstürmerin Frl. Förster verletzt und schien für die nächsten Wochen außer Gefecht gesetzt. Schließlich war sie doch zur rechten Zeit wieder auf dem Poften und konnte den entscheidenden Kampf gegen den Tod. Eimsbüttel, den dreifachen Deutsche Meister, mitmachen.
Im Sta-hion zu Duisburg traten die beiden Mannschaften am Sonntag vor dem Endkampf der Männer zum Entscheidungskampf an. Rund 35 000 Zuschauer, unter ihnen Reichsfachamtsleiter, Brigade führ er Herrmann, wohnten dem Spiel bei. Nach spannendem Kampf siegte der DfR. 7:5 (2:4) und sicherte sich damit zum erstenmal den Titel eines Deutschen Meisters.
Die Aufstellungen der beiden Mannschaften waren:
DfR. Mannheim: Winter; Bechold, Hauk; Welz, Zell, Schiestl; Kehl, Bauer, Förster, Ofer, Fuchs.
Tod. Eimsbüttel: Gatermann; Steußloff, Schmidt; Siemer, Höhn, Aust; Wambacher, Schmoldt, Jobst, Knoop, Junker.
MTSA. Leipzig zum drittenmal Meister.
Nach dem Spiel der Frauen begann im Stadion zu Duisburg vor 35 000 Zuschauern der Endkompf der Männer um die Deutsche Handballmeisterschaft. Die Begegnung wurde für die Tausende, die die Tribünen füllten, zu einer kleinen Enttäuschung. Die Leipziger, die sich durch einen 6:4-(2:l-)Sieg über den Lintforter SV. zum drittenmal hintereinander den Meistertitel sicherten, spielten zeitweise außerordentlich hart. Der Schiedsrichter Rogge (Berlin) griff nicht sofort energisch ein, so daß es hin und wieder unschöne Szenen gab. Der Titelverteidiger
Mresappell des MTV. Gießen
Der Männerturnoerein hielt am Samstag im „Andres" seine Mitgliederversammlung ab. Nach einleitenden Ausführungen allgemeiner Art kam bei^. Dereinsführer Karl Müller zu seiner inhaltsvollen und erfreulichen Jahresrückschau; sein Bericht brachte im wesentlichen den verwaltungsmäßigen Aufbau des NSRL. und dessen neue Gebietsgliederung; fachliche Ausführungen kennzeichneten den Leistungsstand der einzelnen Abteilungen und brachten noch einmal die zahlreichen Erfolge des Vereins in Erinnerung. In umfassenden Richtlinien veranschaulichte der Vereinsführer die nunmehr fast vollzogene Neugestaltung des eigenen Sportplatzes und stellte damit dessen volle Betriebsfähigkeit in nahe Aussicht. Sein Bericht klang aus mit dem Dank an alle und mit der Mahnung zur weiteren treuen Mitarbeit zur Leibesertüchtigüng.
Zu Einzelheiten übergehend folgten die Fachberichte feiner Mitarbeiter; auch sie sprachen von einer lebhaften Betätigung, gekrönt mit zahlreichen Erfolgen. Der Bericht von Margret Seim, die zur Zeit in Hildesheim an den Reichswettkämpfen für Frauen im Zehnkampf teilnimmt, zeichnete einen erfolgreichen Jahresabschluß der Turnerinyen- abteUung. In längeren Ausführungen sprach H. Becker über das Handball- und Basketballspiel und brachte besondere Wünsche der Spielabteilung vor. Er erwähnte den ausgezeichneten Verlauf des Hallenhandballturniers, gab verschiedene klare Hinweise für den weiteren Ausbau seiner Abteilung, betonte die erfreuliche Entwicklung des Basketball- Ipieles und wies auf die baldige Fertigstellung des Basketballfeldes und der Tennisanlage hin. Seine Worte fanden allseitiges Verständnis und sicherten ihm auch für das kommende Jahr weitgehendste Unterstützung zu. Eine Rückschau über die leichtathletischen Erfolge schloß die Sonderberichte der Fachwarte.
Der durch die Rechnungsprüfer einwandfrei befundene Kassenbericht des Kassenwartes Georg Dreher unterstrich die gute Vermögenslage des Vereins. Er betonte erfreulicherweise auch die im letzten Jahre wieder bescheidenen Anforderungen der verschiedenen Abteilungen und die allgemein geübte Sparsamkeit. So wurde auch sein mit Vorsicht aufgestellter Voranschlag einstimmig angenommen, ohne die drängenden Aufgabeä zu vernachlässigen.
Gern erteilte die Versammlung die nachgesuchte Entlastung des Vereinsführers und feiner Mitarbeiter. Besonderer Dank wurde dem Kassenwart Dreher für seine nunmehr 20jährige Rechnertätig- teit zuteil. Karl Hußke nahm das Amt des inzwischen ausgeschiedenen Oberturnwartes an, fein Stellvertreter wurde Heinrich I s h e i m. Nachdem unter Verschiedenes u. a. einige Neuanregungen besprochen waren, klang die Versammlung nach dem üblichen Abschluß mit einem kameradschaftlichen Zusammensein aus.


