schen Volkstums sowie der Fürsorge für deutsche Volksgenossen im Auslande belohnen. Das neue Ehrenzeichen wird wie bisher dasjenige des Roten Kreuzes in vier Stufen verliehen, die erste Stufe als Halskreuz, die zweite als Ansteckkreuz, die dritte als an der Brust zu tragendes Kreuz am Bande und die vierte Stufe als Medaille. Die Form ist der des bisherigen Ehrenzeichens des deutschen Roten Kreuzes nachgebildet. Die Verleihung erfolgt durch den Führer selbst. Dorschlagsberechtigt sind: Der Stellvertreter des Führers, der Reichsminister des Innern, der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, der Reichsarbeitsminister, der Reichsminister des Auswärtigen, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht und der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. Ordenskanzlei ist, die Präsidialkanzlei des Führers.
Glückwünsche des Auslandes zum Nationalen Feiertag.
Berlin, 2. Mai. (DNB.) Auch in diesem Jahr hat der Führer aus Anlaß des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes von zahlreichen ausländischen Staatsoberhäuptern und Regierungschefs Glückwünsche für das deutsche Volk übermittelt erhalten. Solche Telegramme gingen ein von den Königen von Aegypten, Abghanistan, Belgien und Bulgarien, den Präsidenten von Cuba und der Dominikanischen Republik, dem König von Griechenland, dem Präsidenten von Guatelama und von Finnland, dem Schah von Iran, dem Kaiser von Japan, dem Prinzregenten von Jugoslawien, dem Präsidenten von Mexiko, dem König von Rumänien, dem Präsidenten von El Salvador, dem slowakischen Ministerpräsidenten, dem Staatschef Spaniens, dem Präsidenten der türkischen Republik und dem Reichsverweser des Königreiches Ungarn. Der Führer hat hierfür im Namen des deutschen Volkes telegraphisch gedankt. Andere Länder übermittelten Glückwünsche durch ihre hiesigen diplomatischen Vertrete r so Argentinien, Brasilien, Großbritannien, der Hl. Stuhl, Nicaragua und Portugal.
Neue Auslandsaufträge
der deutschen Luftfahrtindustrie.
Berlin, 2. Mai. (DNB.) Den hohen Leistungsstand unserer Flugzeugindu- st r i e zeigen umfangreiche Aufträge, die vom Ausland erneut an die deutschen Werke gegeben wurden. Die Bücker-Flugzeugwerke in Rangsdorf bei Berlin, die seit Januar d. I. fast 100 Apparate ihrer bewährten Schulflugzeugtypen ins Ausland lieferten, erhielten neue Bestellungen aus Rumänien, Brasilien, Südafrika, der Schweiz und Schweden. Neben dem zweisitzigen Doppeldecker „Jungmann", der bereits in 21 Staaten der Welt für "Anfangs- und Kunstflugschulung eingesetzt wird, o.ehen mit diesen Lieferungen auch mehrere Flugzeuge des Kunstflugeinsitzers „I ung- meister" sowie des Kleinflugzeuges „Student" ins Ausland.
3720 Luden haben bisher Ltalien freiwillig verlaffen.
Rom, 2. Mai. (Europapreß.) Die Zahl der Juden, die bis zu dem im faschistischen Rasse
gesetz festgelegten Stichtag, dem 12. März, das italienische Staatsgebiet freiwillig verlassen haben, beläuft sich auf 3720. Die Zahl der ausländischen Juden, die nach dem gleichen Gesetz in Italien bleiben dürfen, weil sie entweder schon vor 1919 in Italien ansässig waren, mit italienischen Staatsangehörigen verheiratet oder über 65 Jahre alt sind, beträgt 933. Außerdem haben 3190 ausländische Juden um eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis nachgesucht. Davon wuwen nur 128 Gesuche genehmigt.
Oie Erwachsenenbildung.
Im Interesse einer engen Zusammenarbeit war die Reichsarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung gegründet worden. Zu ihrer Neugestaltung gibt her Reichsminister des Innern jetzt den in Betracht kommenden Behörden Richtlinien. Träger der Erwachsenenbildungsarbeit ist das Deutsche Volksbildungswerk in der NSG. „Kraft durch Freude". Die Arbeit, die von noch bestehenden Volkshochschulen, Volksbildungsvereinen, Vortragsämtern und ähnlichen Einrichtungen geleistet wird, wird von dem Deutschen Volksbildungswerk betreut. Es bedient sich zur Erfüllung seiner Aufgaben folgender Arbeitsweisen: Einzelvortrag einschließlich Dichtervorlesung, Vortragsreihe, Arbeitsgemeinschaft, Arbeitskreis, Abendlehrgang, Abendkursus, Führung, Besichtigung, Lehrwanderung, Kulturfahrt. Den Gemeinden wird empfohlen, die Arbeit des Deutschen Dolksbildungswerkes ideell und, soweit es ihre Finanzlage gestattet, auch materiell zu fördern. Die Zuschüsse der Gemeinden sind örtlich zweckgebunden. Die wichtigste Aufgabe ist die Ausgestaltung der an einzelnen Orten errichteten Dolksbildungsstätten zu leistungsfähigen Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Der Leiter der Volksbildungsstätte wird von einem Beirat beraten, in dem außer Vertretern von Partei und Behörden auch Einzelpersönlichkeiten des öffentlichen Lebens mitwirken sollen.
Die neue Äolkskartei.
Eine Verordnung des Reicbsminifters des Innern verpflichtet die Volksgenossen, die ihnen später von den Meldebehörden zugehenden Karteikarten wahrheitsgemäß auszufüllen. Nach der Verordnung dürfen sich die Fragen auf der Volkskarteikarte nur ayf die Wohnung, auf den Personen- und Familienstand, die Reichsarbe'itsdienst- und Wehrpflichtver- hältnisse, die Ausbildung und den Beruf sowie auf persönliche Fähigkeiten und Fertigkeiten beziehen. Ausdrücklich ausgeschlossen sind Fragen nach den Einkommen- und Dermögensver- h ä l t n i s s e n. Die Volkskartei dient zur Ergänzung des polizeilichen Meldewesens. Bisher sind bei den Meldebehörden die Einwohner alphabetisch registriert. Außer diesen alphabethischen Registern bestehen noch Hausregister, die darüber Auskunft geben, welche Personen als Eigentümer, Mieter oder Untermieter in einem Haus wohnen oder gewohnt haben. Die Dolkskartei soll nun zusätzlich eine Uebersicht der Einwohner nach Geburtsjahrgängen schaffen. Hierdurch sollen die immer wiederkehrenden Erfassungen der Angehörigen bestimmter Geburtsjahrgänge erleichtert werden, beispielsweise die Erfassung der impf- und schulpflichtigen Kinder, Erfassung zur Hitlerjugend, zum Reichsarbeitsdienst, zum Wehrdienst ufw. Die Aus
gabe der Dolkskarteikarte an die Bevölkerung wird erst nach Abschluß der Volks-, Berufs- und Betriebszählung, nicht vor Ende Mai stattfinden.
ArbeitSbuchpfllcht
endet beim 80. Lebensjahr.
Der Reichsarbeitsminister hat eine Anordnung erlassen, die die Arbeitsbuchpflicht in bezug auf das Lebensalter begrenzt. Die Arbeitsbücher von Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, sind danach von den Arbeitsämtern einzuziehen. Ihre Arbeitsbuchkarten sind mit den Arbeitsbüchern in die „Kartei ausgeschiedener Arbeitsbuchinhaber" zu übernehmen. Den noch arbeitsbuchpflichtigen Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, ist eine Bescheinigung auszustellen, daß der Inhaber der Bescheinigung ohne Arbeitsbuch eine Tätigkeit ausüben darf, die der Arbeitsbuchpflicht unterliegt. Die Arbeitsbücher Derftorbener können auf Antrag der Familien und die Arbeitsbücher der über 80jährigen Arbeitskräften diesen ausgehändigt werden, nachdem die Arbeitsbücher durch den Vermerk des Arbeitsamtes geschlossen worden sind. Sofern hiervon kein Gebrauch gemacht wird, sind die Arbeitsbücher nach Ablauf des Kalenderjahrs, in dem der Tod erfolgte oder das 80. Lebensjahr überschritten wurde, noch ein Jähr lang bei den Arbeitsämtern aufzubewahren und dann zu vernichten.
Um die deutsche Meisterschaft auf der Schreibmaschine.
Vom 5. bis 15. Mai 1939 wird gemeinsam von der DAF. und der Deutschen Stenographenschaft das Reichsleistungsschreiben auf der Schreibmaschine durchgeführt, dem sich das deutsche Meisterschaftsschreiben anschließt. Es werden Wettkampfgruppen sowohl für Praktiker -und Meisterschreiber, wie auch für Anfänger eingerichtet. Jeder Teilnehmer muß zwei Aufgaben lösen: 1. Anfertigung eines sauberen, fehlerlos und übersichtlich angeordneten Briefes; 2. 10 Minuten langes Abschreib en eines vorgelegten Drucktextes zur Feststellung der Schreibgeschwindigkeit. Für jede brauchbare Arbeit wird eine Leistungsbescheinigung ausgestellt. Auf die beste Arbeit in jedem Gau entfällt ein Gau preis, bestehend aus einer Fachbücherei. Die besten deutschen Maschinenschreiber und -schreiberinnen werden zum Reichsentscheid nach Bayreuth einberufen, wo der Endentscheid um die Deutsche Meisterschaft auf der Schreibmaschine und um die R e i ch s p r e i s e stattfindet. Als solche sind eine KdF.-Seereise, Wirt- schaftskundliche Studienfahrten und wertvolle Sach- gegenstände ausgesetzt.
Kleine politische Nachrichten.
Auf der Werft von Blohm & Voß wurde der Schwere Kreuzer „A d m i r a l H i p p e r" in Dienst gestellt. Kommandant des Kreuzers ist Kapitän z. S. Heye. * •
Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, hat in Auswirkung der politischen und militärischen Ereignisse des März 1939 angeordnet, daß ein Teil des Luftgaues 8 aus dem Bereich der Luftflotte 1 ausscheidet und der neugebildeten Luftflotte 4 (Wien) zugeteilt wird.
An Stelle der aus dem aktiven Wehrdienst ar» geschiedenen Generale der Infanterie L i e b m a n » bisher Kommandeur der Kriegsakademie, unk Geyer, bisher Kommandierender General de, V. AK., hat der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht den Generalleutnant R u o f f unter Beförderung zum General der Infanterie zum Kommandierenden General des V. AK. sowie Generalmajor Müller (Eugen) zum Kommandeur der Kriegsakademie ernannt. Ferner hat der Führer den Oberstleutnant W a e g e r zum SD b e r ft befördert.
In Berlin starb der Herausgeber des „Fridericus", Friedrich Carl Holtz, nach kurzem Kranken- lager bald nach der Vollendung seines 57. Lebensjahres.
Der neue englische Botschafter am Ouirinal, Sir Percy Sordine, ist in Begleitung seiner Gattin am Dienstagnachmittag inRomeingetrofsen. Er tritt an die Stelle des wegen Erreichung der Altersgrenze aus dem Amt geschiedenen bisherigen Botschafters Lord Perth.
General E st i g a r r i b i a, der ehemalige Oberbefehlshaber der Militärstreitkräfte Paraguays während des Chaco-Krieges mit Bolivien, ist zum PräsidentenderRepublik gewählt worden. Estigarribia war bisher Gesandter Paraguays in Washington.
löetterbericbt
Im Zusammenhang mit der steigenden Wirbeltätigkeit im Mittelmeergebiet hat sich nördlich der Alpen ein Tief entwickelt, das seit Mittwoch auch bei uns zu verbreiteten Aufgleitregen Ansaß gibt. Gleichzeitig ist ein kräftiger Atlantikwirbel in den Raum Jsland/Jrland vorgestoßen, der eine Umgestaltung der Großwetterlage andeutet. Länger dauernde Besserung wird mit dieser Entwicklung voraussichtlich aber noch nicht verbunden sein.
Vorhersage für Donnerstag: Noch immer unbeständig und zu Regenfällen geneigt, doch zeitweilig auch wieder aufheiternd, Temperaturen wenig geändert, veränderliche Winde.
Lufttemperaturen am 2. Mai: mittags 14,6 Grad Celsius, abends 8,5 Grad; am 3. Mai: morgens 8 Grad. Maximum 14,6 Grad, Minimum heute nacht 7,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. Mai: abends 10,7 Grad; am 3. Mai: morgens 9,8 Grad. — Sonnenscheindauer 2,5 Stunden.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. III. 39: 10 200. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitäts- druckerei R. Lange, K-G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis- liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
Prof. Dr. med. Hans Koeppe.
Auguste Vorbach, geb. Bender
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Eberstadt, den 2. Mai 1939.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 4. Mai, nachm. 3 Uhr statt
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Statt Karten.
Wilhelm Euler und Kinder.
Gießen, den 3. Mal 1939.
3234v
Heute
sucht.
3243D
Gießen-Klein-Linden, den 2. Mai 1939.
02232
Stadttheater
Am Montagabend entschlief sanft nach schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Tochter
Die Beeidigung findet am Donnerstag, 4. Mai. nachm.
3 Uhr, vom Trauerhause Brandweg 9 aus statt.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 6 Uhr meine innigstgeliebte, herzensgute Frau, unsere treusorgende Mutter, unsere liebe Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin, Enkelin, Tante und Nichte
Für die aufrichtigen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank.
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