Ausgabe 
3.5.1939
 
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Erziehung durch Erleben!

Deutsches Volk, hilf mit Jugendherbergen zu bauen \*

^iefe hübschen Abzeichen, Symbole der deutschen Bauhandwerker, werden am Samstag und Sonntag bei der Sammlung des Werbe- und Opfertages für die deutschen Jugendherbergen zum Verkauf gelangen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Zur diesjährigen Werbewoche für das deutsche Jugendherbergswerk, die am 6. und 7. Mai mit einer Haus- und Straßensamm­lung der Hitler-Jugend ihren Höhepunkt findet, haben die Reichsminister Dr. Frick, Dr. Goebbels, Funk, Freiherr von Neurath, Dr. Lam­mers, Darre. Dr. Frank, Ruft, Kerrl, Dr. Gürtner, Graf Schwerin o. Krosigk, Seldte, Dr. Dorpmüller, Dr. Ohnesorge und der Jugend führe r des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, folgenden Aufruf erlassen:

Die Zukunft jedes Volkes liegt in seiner Ju­gend. Deshalb gilt es, der Jugend die gewal­tigen Leistungen der Nation auf poli­tischem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet zu vermitteln und sie das Volk und seine herr­liche Heimat erleben zu lassen. Diese Erziehung durch das Erlebnis ist eine der wesentlichsten Vor­aussetzungen für die Entwicklung des jungen deut­schen Menschen, deren höchstes Ziel der letzte Einsatz der Kraft, *öer Leistung und schließlich des Lebens für das Vaterland ist. Das deutsche Jugend­herbergswerk leistet wertvollste Arbeit für diese Aufgabe. Immer mehr soll es jedem deutschen Jungen und jedem deutschen Mädel möglich werden, sein Volk und seine Heimat in allen Lebensgebieten, kennen zu lernen. Aus dieser Kenntnis erwächst der Glaube an die Größe unseres Volkes und Reiches, der Jahrhunderte und Jahrtausende überdauern wird. Deutsches Volk, hilf mit, Jugend­herbergen. zu bauen. Jeder Pfennig des einzelnen Volksgenossen ist ein Baustein für das deutsche Jugendherbergswerk. Op f ert am 6. und

7. M a i in die Sammelbüchsen der deutschen Jugend!

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Es ist bereits zu einer schönen Tradition gewor­den, daß in jedem Frühjahr die Jugend für ihr großes und schönes Herbergswerk wirbt. Der sozia­listischen Gesinnung des ganzen Volkes ver­dankt dieses Werk seine Entstehung, dem Volke selber kommt es wieder zugute. Die Fahrt ist ein Teil der nationalsozialistischen Jugenderziehung geworden. Unermeßlich sind die Werte, die dem deutschen Menschen aus dem Erlebnis und seiner Heimat erwachsen. Die Jugend, die ihr Vater­land kennen und lieben gelernt hat, wird es auch jederzeit zu verteidigen wissen. Deshalb darf es in Zukunft keiften jungen Deutschen mehr geben, der nicht das deutsche Land in seiner ganzen Größe gesehen hat. Millionen von Jungen und Mädeln haben in den vergangenen Jahren die Segnungen dieser Einrichtung kennengelernt. Doch reicht das bestehende Herbergsnetz längst nicht mehr aus. Deshalb ergeht wieder der Aufruf: -Deut­sches Volk, hilf mit, Jugendherbergen zu bauen!" Die Erhaltung und der Ausbau des gan­zen großen Herbergsnetzes ist nur möglich, wenn das ganze Volk seine jährliche Spende dazu beiträgt. Die Zwergziegelsteine und Kleinhandwerks­zeuge, die die Hitler-Jugend am 6. und 7. Mai auf den Straßen und Plätzen und in den Häusern ver­kauft, sollen jedem einzelnen Volksgenossen die Pa­role dieser Wevbewoche zum Bewußtsein bringen: A u ch d e i n O p fe r ist ein Baustein

Oie Gaukuliurwoche Hessen-Nassau.

Leistungsschau des Nhein-Main-Sebietes in mehr als 400 Veranstaltungen vom 6. bis 14. Mai.

NSG. Nach langer, sorgfältiger Vorbereitung wird am kommenden Samstag die Gaukultur- woche Hessen-Nassau eröffnet, die mit über 400 einzelnen Veranstaltungen nicht nur eine große kulturelle Leistungsschau der rhein-mainischen Kul­turlandschaft, sondern gleichzeitig in ollen Städten und Dörfern unseres Gaues ein lebendiges Bekennt­nis zur deutschen Kultur sein wird. Die national­sozialistische Bewegung hat die Kunst wieder mitten in das Volk gestellt: ihr neue Kreise zu erschließen, wird mit eine Aufgabe der Gaukulturwoche fein. In großem Umfange sind erstmalig fachkundige Redner eingesetzt, die über die Grundfragen unseres kulturellen Lebens sprechen. Sie haben die Aufgabe,

die innere Bereitschaft unserer Volksgenossen für die Aufnahme kultureller Güter zu steigern.

Alle kulturellen Einrichtungen im Gau Hessen- Nassau stehen vom 6. bis 14. Mai im Dienste der Gaukulturmoche. Die Partei als der geistige Träger aller Wiedergeburt hat der Woche den großen Leit­gedankenRasse und Kultur" gegeben, dem jede Kultureinrichtung auf dem Gebiet, das sie be­sonders pflegt, Ausdruck verleiht. Die Theater bringen in diesen Tagen Werke von Autoren un­seres Gaues. Das chein - mainische Lanüestheater tritt mit der Uraufführung des Schauspiels b c im Blut" hervor. Das Gießener Sta'dt- theater bringt die Uraufführung des Spieles

Der Prinz Eugen" von E. W. Möller sowie die Uraufführung eines oberhessischen Bauern- stuckesDer Alte geht u m " von Karl R u k» k e l s h a u s e n.

In den Konzertsälen sammeln sich die musik» freudigen Menschen um die Meisterwerke deutscher Musik; aber auch den auffaebenben Künstlern un­serer engeren Heimat ist Gelegenheit gegeben, an die Öffentlichkeit zu treten. Zahllose Ausstellungen, unter denen die Gauausstellung für bil­dende Künste in Frankfurt und die Aus­stellungLebendiges Theater im Gau Hessen-Nassau" in Wiesbaden besonderer Er­wähnung bedürfen, öffnen ihre Pforten, um alle teilhaben zu lassen an den ewigen Werken unserer Kultur und die gewaltige Aufwärtsentwicklung der letzten Jahre darzutun.

Das Deutsche Volksbildungswerk weckt den Sippengedanken und die Sippenpflege mit seinen örtlichen AusstellungenA h n e n e r b e", die in zahlreichen Dörfern zusammengestellt wur­den. Das Rassenpolitische Amt zeigt in Mainz seine große GauausstellungDeutschland muß lebe n", und weiter finden noch viele andere Aus­stellungen statt. Die Museen sind während der ©au» kullturwoche kostenfrei bis in die Abendstunden geöffnet. Feierstunden Mitteln neue und alte Mei­ster, Vorträge umreißen die gegenwärtige kultur­politische Situation und legen die rassische Bedingt­heit jeder großen, eigenschöpferischen Kultur dar.

Aus den vielen Veranstaltungen, die in allen Kreisen stattfinden, ragen verschiedene große Gau­veranstaltungen hervor, von denen jede einen Höhe­punkt darstellt. Am Eröffnungstage der Gaukultur­woche findet die Gründungsfeier der Gauarbeits­gemeinschaft für Fest- und Feiergestaltung statt, auf der der Gauleiter, sowie Reichsamtsleiter Kaiser (München) und Gaukulturwart Conrad sprechen.

Abends findet dann eine Festliche Kundgebung zur Eröffnung der Gaukulturwoche statt. Hier wird neben Gauleiter Sprenger Gaupropagandaleiter und Landeskulturwalter S t ö h r das Wort ergrei» fen. Außerdem spricht Reichshauptamtsleiter Prof. Dr. Groß über das Leitthema der gesamten ©au» kulturwoche: Rasse und Kultur. Gleichzeitig wird der Gauleiter den diesjährigen Träger des G a u kulturpreises verkünden.

Am Sonntag folgt im Kurhaus von Wiesbaden das große M a i f e st, das einen weiteren Schritt in der Neugestaltung des geselligen Lebens im Gau Hessen-Nassau bedeutet, wo unter der stärksten Ini­tiative des Gauleiters schon seit vielen Jahren neue Wege beschritten werden. Am Dienstag findet eine Festsitzung der Gaukulturrates statt. In dieser Festsitzung, auf der der Gauleiter und Wilhelm Müller-Scheld sprechen, und in der Großen Kulturkundgebung am Mittwoch mit dem Präsidenten der deutschen'Filmakademie Müller- Scheld und der Kulturkundgebung am Sonntag, 14. Mai, mit ^-Oberführer Hinkel, Abteilungs­leiter im Reichsministerium für Dolksaufklärung und Propaganda, werden die Kulturschaffenden aus berufenem Munde die große Ausrichtung für ihr Schaffen erhalten. Arn Freitag findet im Kurshaus in Wiesbaden ein großes Festkonzert, das der Präsident der Reichsmusikkammer, Professor Dr. Raabe, leitet, statt. Die Woche schließt mit dem Dorffest in Holzhausen, das am 14. Mai von Gau­leiter und Reichsstatthalter Sprenger feierlich zum Gaumusterdorf erklärt wird. Damit findet die zweite Gaukulturwoche in Hessen-Nassau ihren Schluß, die, planmäßig auf den Erfolgen der ersten ©aukulturwoche im Jahre 1937 aufbauend, erneut die großen kulturellen Leistungen der rhein-maini­schen Kulturlandschaft manifestiert.

Medaille zur Erinnerung an die Heimkehr des Memellandes. Der Führer hat zur Erinnerung an die Heim­kehr des Memellandes eine Erinnerungsmedaille ge­stiftet. Die Vorderseite der dunkelbronzefarben ge­tönten Medaille gleicht der der Erinnerungsmedaillen an den 13. März 1938 (Oesterreich) und an den 1. Oktober 1938 (Sudetenland). Die Rückseite trägt die AufschriftMedaille zur Erinnerung an die Heimkehr des Memellandes 22. März 1939". Die Medaille wird an einem Bande in den Farben grünweißrot (die Farben des Memellandes) getragen. Der Führer hat ferner be­stimmt, daß die Erinnerungsmedaille an den 1. Ok­tober 1938 (Sudetenland) auch an diejenigen verliehen werden soll, die anläßlich der lieber» nähme des Schutzes über Böhmen und Mähren sich Verdienste erworben haben, ins­besondere am Einmarsch beteiligt waren. Sofern diesen bereits die Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 verliehen ist, erhalten sie zusätz­lich eine Spange, die an dem Band der Medaille getragen wird: die Spange gibt eine relief­artige Darstellung des Bildes der Prager Burg wieder.

Teilstrecke PragJglau der West-Ost-Ierustraße.

Prag, 2. Mai. (Europapreß.) Der ©eneraldirek- tor für den Fernstraßenbau, N o s e k, tat am Diens­tagvormittag den e r st e n S p a t e n st i ch für den Bau der Fernstraße PragJglau. Die Autobahn PragJglau ist die erste zur Durchführung ge­langende Teilstrecke der durch das Prote'kto- r a t 5 g e b i e t gehenden West-Ost-Fernstraße, die von der Protekoratsregierung selbst in Arbeit ge­nommen wird. Bei dem Teilstreckenbau will man

in Kürze tausend Arbeiter einsetzen. Auf einer Feier aus Anlaß des Baubeginns hob Nofek das Beispiel hervor, das Deutschland der Welt durch den Bau eines mustergültigen Autobahnnetzes ge­geben habe.

Iugger-Haus in der Obhut der Neichsgruppe Handel

Bei einem Empfang von Vertretern des Handels in Augsburg gaben Gauleiter Wahl und Ober­bürgermeister Mayr bekannt, daß sie mit Billigung des Führers die historischen Stätten des Handels in Augsburg, insbesondere die weltbekannten Fug­ger-Häuser, in die Obhut der Reichs- gruppe Handel geben. Der Leiter der Reichs­gruppe ^-Standartenführer Dr. Hayler hob her­vor, daß der deutsche Handel mit Stolz die Aufgabe übernehme, die großen Denkmäler nationaler und europäischer Geltung des deutschen Kaufmannstums nach dem Willen des Führers zu pflegen und aus­zubauen. Die alte Handelsstadt Augsburg werde damit zu einem Mittelpunkt der Kaufleute im na­tionalsozialistischen Reich.

Umgestaltung des Ehrenzeichens des Noten Kreuzes.

Der Führer hat das bisherige Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes zu einem staat­lichenEhrenzeichen für deutsche Volkspflege" erweitert und umgestaltet. Während die Auszeichnung des Deutschen Roten Kreuzes für Verdienste auf den Arbeitsgebieten des Roten Kreuzes und für charitatioe Arbeit verliehen wurde, soll dasEhrenzeichen für deutsche Volks­pflege" künftig Verdienste auf dem Gebiet der Volkswohlfahrt, des Winterhilfswerkes, der Pflege der Kranken und Verwundeten im Frieden wie im Kriege, des Rettungswesens, der Pflege des deut»

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_ Zwölf

Overstolz

ift eigentlich flüffiges Aroma, das die Sonne den Blüten entlockt. Wie man an feinem Duft erkennen kann, ob er aus der Heiöe stammt, ob aus einer blumenreichen oder einer waldigen Lanöfchaft, fo verrät auch der Tabak durch feinen Gehalt an Aroma untrüglich feine Herkunft. Da die Sonne wohl nirgends mit solcher Kraft auf die Felöer brennt wie auf die Südhänge der mazeöonifchen Berge, gedeiht hier ein Tabak, der in der ganzen Welt feineogleichen lucht. Gerade Ihm verdankt die OVERSTOLZ ihren eigen­artigen Duft und ihren befonderenWohlgeschmack.

3Vas Ovevjtoh. |o fölilicf) mach tz das ist ine,Sonne aufMazedonien