Ausgabe 
3.4.1939
 
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Der polnische Außenminister heute in London

Wien umfaßt, wurde die Wiederaufnahme seiner

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Tätigkeit in Slowenien, die seit praktisch unterbunden war, wieder

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Die Vereinigten Staaten von Nordame­rika haben nach einer Erklärung des Außenmini­sters Hüll die nationale Regierung General Fran­co s in Burgos bedingungslos anerkannt.

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Stadt und Kreis Eupen

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Die nach dem französischen Kriegshafen Biserta in Tunis geflohenerotspanische" Flotte hat am Sonntag von dort aus nach ihrer Uebergabe an die nationalspanischen Behörden die Rückfahrtnach Spanien angetreten. Admiral Morena, dem vom Generalissimus Franco der Oberbefehl über die Kriegsschiffe übertragen wurde, dankte den fran-

Bei den Wahlergebnissen ist zu berücksichtigen, daß rund 2 00 0 Wähler seit dem Versailler Diktat in das Gebiet Eupen-Malmedy aus Altbelgien zugewandert sind. Die Sozialdemokraten, Kom­munisten und Rexisten haben in Eupen-Malmedy sehr erhebliche Verluste erlitten. Die Katholiken haben sich auf Kosten der Sozialdemokraten und Rexisten verbessert, und auch die Liberalen zeigen einige Gewinne.

einer längeren Gefängnishaft entlassen, um sich am Wahlfeldzug beteiligen zu können. Frenssen wurde zum ersten Male bei den Gemeindewahlen im Oktober 1938 bekannt, in denen er einen großen Erfolg in Antwerpen erzielte. Er will die Welt auf technischer Grundlage reorganisieren. Von der Polizei war er seinerzeit wegen geistiger Verwir­rung verhaftet worden. Der Rexistenführer D e - grelle war bisher nicht im Parlament, obwohl seine Partei dort über 20 Sitze verfügte. Sie hat, wohl durch die einseitig wallonische Einstellung ihres Führers, einen erheblichen Rückschlag erlitten. Von den dreihistorischen" Parteien, die jahrzehntelang die Regierung gestellt haben, haben Katholiken und Liberale beachtlichen Zuwachs erzielt, sie werden in der neuen Kammer auch oh.ne Sozialdemokraten

Mit dem 1. April 1939 ist das deu zösische Handelsabkommen um ein Jahr verlängert.

Dem Schwäbisch-de-utschen b u n d, der alle Volksdeutschen i n

Der Reichsminister des Auswärtigen, von Rib­bentrop, empfing den von Berlin scheidenden ehemaligen tschecho - slowakischen Gesandten Dr. M a st n y zu einem Abschiedsbesuch und überreichte ihm im Auftrag des Führers das Großkreuz des Ordens vom Deutschen Adler.

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Reichsminister Dr. G o e b b e l s wurde von Kö­nig Georg empfangen. Ferner stattete Dr. Goeb­bels dem Ministerpräsidenten Metaxas einen Besuch ab,, der zu seinen Ehren ein Frühstück gab. Am Samstag startete der Minister nach Rho­dos, wo er sich einige Tage aufhalten wird.

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polnischen Pressestimmen, die sich mit der Bedeutung und dem voraussichtlichen Ergebnis der Londoner Reise des Obersten Beck befassen, breitesten Raum. Das Blatt des Obersten de la Rocque, derP e t i t Journal", erklärt, dem polnischen Außenminister gehe es wohl in erster Linie darum, wirtschaft­liche Zugeständnisse zu erlangen. Hierauf sei auch die ungewöhnlich große Zahl der von Beck nach London mitgenommenen Sachverständigen zu­rückzuführen. Eine wirtschaftliche Unterstützung sei die Art des Beistandes, die Polen am mei- sten zu helfen vermöge. Das Blatt verweist in diesem Zusammenhang auf die polnische Kolo­nialforderung. Auch die Bemühungen ein­flußreicher polnischer Kreise, bei der englischen und französischen Finanzwelt das nötige Vertrauen für eine finanzielle, Unterstützung der pol­nischen Nationalwirtschaft zu gewinnen,, lägen in dieser Richtung.

Zu der politisch-militärischen Seite der englisch-polnischen Verhandlungen bemerkt das Petit Journal", England sei immer geschickt da­rin gewesen, europäische Koalitionen gegen jede Macht zu organisieren, die nach englischer Ansicht eine Vorherrschaft auf dem europäischen Fe st land zu gewinnen scheine.Welche Freundschaft wir auch für die Engländer haben mögen und welche Anerkennung wir Neville Chamberlain schulden", so fährt das Blatt fort,so bleibt uns trotzdem nichts anderes übrig, als zu erkennen, daß es sich gegenwärtig vor allem um die Verfolgung britischer In­teressen handelt". Als einen sehr schwierigen Punkt bezeichnet das Blatt weiter die Frage einer sowjetrussischen Intervention zugun­sten Polens ober Rumäniens. Sowohl Warschau wie auch Bukarest hätten bisher den Gedanken weit von sich gewiesen, jemals einen sow-

zosischen Militär- und Zivilbehorden vor dem Aus­laufen der Flotte für ihre Hilfeleistung.

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Papst Pius XII. feierte am Sonntag sein vierzigjährigesPriesterjubiläum. Der Papst hat an General Franco ein Glück­wunschtelegramm aus Anlaß der Beendigung des Krieges gerichtet, auf das ihm General Franco mit herzlichen Worten dankte.

Der Chef des englischen Generalstabes, Lord Gort, kehrte mit seinem Stabe am Sonntagnach­mittag von seiner Besichtigungsreise in Frankreich auf dem Luftwege nach London zurück. Er wird dem Ministerpräsidenten und dem Kriegs­minister am Montag über seine Eindrücke von der Maginotlinie und über seine Besprechungen mit dem französischen Generalstabschef, General G a m e l i n, Bericht erstatten.

jetrussischen Soldaten aus ihr eigenes Gebiet zu lassen. Die Bemühungen der britischen Diplomatie gingen deshalb dahin, die Sowjetregierung zur Unterzeichnung eines Abkommens zu bewegen, durch das die sowjetrussische Hilfe für Polen oder Rumänien auf Lieferung von Kriegs­material und L e b e n s mi tt e l n be­schränkt werde.

einfache Mehrheit besitzen.

Sie Wahl-Ergebnisse in Supen Mlmedy.

Aus aller Welt.

Zwei griechische Dampfer im Schwarzen Meer gesunken.

Dem in den letzten Tagen über dem Schwarzen Meer wütenden Sturm sind mehrere Schiffe zum Opfer gefallen. So ging der griechische DampferTricsos", der vor drei Tagen dOä-Rufe ausgesandt hatte, unter. Der einzige Ueber­leb e n d e war der Kapitän, der sich drei Tage lang, auf einer Holzplanke treibend, über Wasser gehalten hatte. Untergegangen ist ferner der griechische DampferEite de Athenes, der mit einer Petro­leumladung von Constanza nach Athen unterwegs war.

Ein merkwürdiger Verkehrsunfall.

Ein eigenartiger Unfall ereignete sich in dem Städtchen Pulawy in Mittelpolen. Auf eine Pferde­droschke, in der sich fünf Personen befanden, stürzte ein vom Sturm umgriffener Baum. Er erschlug zwei Fahrgäste und verletzte die drei übrigen In­sassen lebensgefährlich.

2Nit Artillerie einen Zweitausender bestiegen.

Soldaten der italienischen GebirgsdivisionPuste- ria" haben in den letzten Tagen eine Reihe von Win- terexpeditionen mit kühnen Bergbesteigungen durch­geführt. Besonders bemerkenswert war eine Be­zwingung des 2337 Meter hohen Forcella Million durch die 24. Gebirgsbatterie mit zwei 7,5-cm-Ge- fchützen, die 20 Stunden dauerte. Das Bataillon Belluno" bewältigte in zwölfstündigem Marsch den Uebergang von Sexten im Pustertal zur 2320 Meter hoch gelegenen Humberthütte in ausgezeichneter Form.

Die fünf Eigenschaften, die die Güte einer Zigarette bestimmen, sind in der Eckstein No.5 vereint.

Das Ergebnis der parlameniswahlen in Belgien

Katholiken und Liberalen haben die Mehrheit in der neuen Kammer.

Derständigungsversuch der jugo­slawischen Regierung mit den Kroaten.

Belgrad, 2. April (Europapreß). Der jugo­slawische Ministerpräsident Z w e t k o w i t s ch ist nach Agram abgereist, um Verhandlungen mit dem Führer der Kroatischen Bauernpartei, Matschet, aufzunehmen. Am Sonntagabend hatte der Mini­sterpräsident eine erste Besprechung mit Dr. Mat­schet; die Derh-andlungen werden sich über die nächsten Tage erstrecken. Es ist dies das erste Mal, daß ein jugoslawischer Ministerpräsident zu Be­sprechungen mit den Kroaten nach Agram gekom­men ist. Die früheren Besprechungen waren stets in Belgrad geführt worden. Heber das wahrschein­liche Ergebnis der Besprechungen in Agram äußert man sich in Belgrad sehr zurückhaltend.

Sowjetisch-japanische

Iischereikonvention bis 19ZS verlängert

Moskau, 3. April. (DNB.) Von japanischer Seite erfährt man, -daß am Sonntag die seit 1929 bestehende und erst mit Beginn d. I. unterbrochene Fischereikonvention nunmehr bis Ende 1939 verlängert worden ist. Der weit über­wiegende Teil der bisher in japanischer Ausbeutung befindlichen Fanggründe bleibt in der Hand der Japaner. Die jetzt von den Japanern zu ersteigernden Fanggründe sollen ihnen aus fünf Jahre zugesprochen werden. Die nach über fünf­monatigen Verhandlungen zustande gekommene Eini­gung muß als Erfolg Japans betrachtet werden. Noch am Sonntagnachmittag hatte Litwinow-Fin- felftem mit dem Abbruch der Verhandlungen ge­droht, um dann nach wenigen Stunden den japa­nischen Botschafter wieder ins Außenkommissariat zu bitten und sich schließlich doch grundsätzlich mit den japanischen Forderungen einverstanden zu er­klären.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat den Kommandanten der Be­festigungen bei Aachen, Generalmajor Blech- schmidt, zum Kommandeur der 15. Division in Frankfurt a. M. ernannt.

London, 3. April. (Europapreß.) Der polnische Außenminister B e ck trifft am heutigen Montag um 16. 20 Uhr in London ein. Zur gleichen Stunde fin­det im Unterhaus eine außenpolitische Aussprache statt. Die Blätter sind sich darüber einig, daß Beck in London im Laufe seiner Verhandlungen mit den britischen Ministern überredet werden soll, die bis­herige einseitige englische Garantie für Polen auf einegegenseitige britisch-polnische Garantie" auszudehnen. Dabei machen die Zeitun­gen den ungeschickten Versuch, auch Rumänien in den Kreis der britisch-imperialistischen Absichten einzubeziehen. Die Meinungsverschiedenheiten über die außenpolitische Haltung Englands spiegeln sich auch in der Presse wider. Die linksliberaleNews Chronicle" hatte in den letzten Tagen ebenso wie dieDaily Mail" die Kehrtwendung ver­spottet, die der bisher für die Jsolierungspolitik ein­tretendeDaily Expreß" gemacht hat. Der Leit­artikler dieses Blattes antwortet nun am Montag auf diese Angriffe, indem er erklärt, die Regie­rung habe eine Frontänderung vorgenom­men und folge nun den Drehorgeltönen derNews Chronicle". Der Besitzer dieses Blattes, Sir Walter Layton, sei der Leierkastenmann und sein Außen- politiker der Affe. Aus dem Kommentar der Daily Mail" spricht ein Unterton von Skepsis, wenn das Blatt zur Begrüßung Pecks schreibt: Noch kein Staatsmann ist an den englischen Küsten mit einem Blankoscheck in der Tasche gelandet, und noch keiner hat England mit einem solchen verlas­sen." Im übrigen meint das Blatt:England hat die üblichen Wege seiner traditionellen Außenpolitik mit einem ungewissen Ziel verlassen."

pariser Zedenten.

Paris, 3. April. (Europapreß.) Die Pariser Blätter geben am Montagmorgen englischen und

Am Samstagabend wurde über die nationalspa­nischen Sender die letzte amtliche Verlaut­barung des nationalen Hauptquar­tiers bekanntgegeben; es lautete:Heute, nachdem die rote Armee gefangen und entwaffnet ist, haben die nationalen Truppen ihre letzten militärischen Ziele erreicht. Der Krieg ist zu End e."

Wetterbericht

Das ostatlantische Tiefdrucksystem, an dessen Vor­derseite Westdeutschland während des Wochenendes zunächst heiteres und klares Wetter hatte, hat feinen Einfluß auf das Festland weiter ausgedehnt und erstmalig in der Nacht zum Montag zu anhaltenden Niederschlägen geführt. Die Zufuhr feuchter Meeres­luftmassen wird weiterhin zu zeitweiligen Nieder­schlägen führen. Doch ist zwischendurch immer wieder mit kürzeren Aufheiterungen zu rechnen.

Vorhersage für Dienstag: Stärker be­wölkt mit Niederschlägen, mit zeitweilig aufheitern den Tagestemperaturen, südwestliche Winde.

Lufttemperaturen am 2. April: mittags 13,6 Grad Celsius, abends 9,1 Grad; am 3. April: morgens 7,5 Grad. Maximum 14,3 Grad. Manimum heute nacht 3,0 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. April: abends 9,5 Grad; am 3. April: morgens 8,7 Grad. Niederschläge 12,2 Grad. Sonnen­scheindauer 2,1 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Or. Fr. W. Lange; für Feuilleton: vr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 39: 10 631. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts- brucferei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis­liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Brüssel, 2. April. (DNB.) In ganz Belgien wurden heute die Neuwahlen für das Parlament durchgeführt. Die Wahlen gingen überall ruhig vor sich. Bisher sind keinerlei Zwischenfälle gemeldet. Bereits um 13 Uhr wurden die Wahllokale ge­schlossen. Sofort nach Beendigung der Wahlen wurde bekanntgegeben, daß der flämische Arzt Martens seine Demission als Mitglied der Flämischen Akademie für Heilkunde eingereicht hat. Die Auflösung des Parlaments war unmittelbar durch den Streit veranlaßt worden, der um die Er­nennung von Dr. Martens entbrannt war und die Regierung Spaak zum Rücktritt veranlaßt hatte. Die Abendblätter stellen fest, daß Belgien noch nie s o ftille Parlamentswahlen erlebt habe. Die Wähler feien mit größter Ruhe und teil­weise mit Gleichgültigkeit zur Wahlurne gegangen. Selbst die üblichen Kundgebungen des Wahlvor­abends im Zentrum von Brüssel seien vollkommen ausgeblieben

Das amtliche Endergebnis der Wahlen ergibt folgende Zusammensetzung dex. Kammer: Katholiken 73 Sitze (plus 10), Sozialdemokraten 64 (minus 6), Liberale 33 (plus 10), Flämische Natio­nalisten 17 (plus 1), Kommunisten 9 (wie bisher), Rexisten 4 (minus 16), ein Unabhängiger (der Ant­werpenerTechnokrat" Frenssen), ein Frontkämp­fer. Zusammen 202 Abgeordnete.

Für den Senat lautet das Ergebnis: Katholiken 38 (plus 4), Sozialdemokraten 35 (minus 4), Libe­rale 16 (plus 5), Flämische Nationalisten 8 (plus 3), Kommunisten 3 (minus 1), Rexisten 1 (minus 7). Zusammen 101 Senatoren. Von den übrigen 66 Senatoren werden 44 durch die Provlnzialräte und 22 durch den Senat selbst durch Zuwahl gestellt werden. Diese Ergebnisse werden erst am 12, April bekannt werden.

Die drei bemerkenswertestenNeuankömmlinge" in der Kammer sind der flämischeSchilderstürmer" unb Präsident desRats der Tat" ©rammens, ferner herTechnokrat" Frenssen unb der Rexistenführer Degrelle. Gramme ns ist be- sonders dadurch bekannt geworben, baß er mit feinen Anhängern die französischen Aufschriften in Flan- bern übermalt ober zerstört hat. Er wurde deshalb des öfteren verhaftet und zu Gefängnisstrafen ver­urteilt. Erst kurz vor den Wahlen wurde er aus

Die Deutschen stellen die stärkste Partei.

Brüssel, 2. April. (DNB.) Von dem Gebiet Eupen-Malmedy liegen1 am Sonntagabend bereits die endgültigen Wahlergebnisse vor. Sie zeigen, daß dieHeimattreue Front (deutsche Liste) überall, auch im französischsprechenden Mal­medy die st ä r f ft e Partei ist. Die Ergebnisse sind wie folgt: