Ausgabe 
3.3.1939
 
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und Propaganda oom

Wie muß ein Fachbuch aussehen?

Staatssekretär Hanke

Ruf der Jugend:

Oie Zehnjährigen zu uns.

vornherein mit Vorsicht aufzunehmen. Der Verfas­ser von Fachbüchern muß den Mut zur Ein­fachheit aufbringen.

Ich habe in meiner Vorbereitung zur Gesellen­prüfung und später zur Meisterprüfung eine große Anzahl von Fachbüchern zu Hilfe genommen, ich stehe nicht an zu erklären, daß ich damals trotz Be­suchs eines Gymnasiums bei weitem nicht alles ver­stand, was in diesen Büchern zusammengetragen war und nach Meinung des Verfassers für dre Ab­legung von Gesellen- und Meisterprüfungen unbe­dingt zu wissen notwendig erschien. Ich habe trotz­dem beide Prüfungen glatt bestanden und auch in

genossen erfüllen.

Reichshauptstellenleiter Gierga betonte: Eine besondere Aufgabe sei es, das volkstümliche Fach­buch mehr als bisher in den Mittelpunkt der Wei­terbildung zu rücken. Durch Bebilderung volks­tümlichen Stil usw. müsse eine inhaltliche Steige­rung des Fachbuches erreicht werden. Die DAF. habe es sich zu einer Verpflichtung gemacht, diese Aufgabe zu erfüllen.

Der Leiter de« Reichsberufswett- lampfe«, O^erqebietstübrer Axmann stellte heraus, hast -s schon Tradition fei, die Werbe- aktion in enger Verbindung mit dem Rerchsberuss-

der Partei, des Staates, der Wirtschaft und der Wehrmacht sowie die mehrere tausend Mann starke Belegschaft des IG.-Hochhauses teil.

schließlich erschossen worden ist. Landeinwärts, im­mer von Gebirgszügen begleitet, geht es weiter nach Südwesten über das durch feinen, in Europa einzig­artigen, Palmenwald bekannte Elche und über die Bischofsstadt Orihuela in das Paradies von Murcia, dem der Kriegshafen Cartagena vorgelagert ist. Don hier ab drängen die Randge­birge näher und steiler an die Küste, um schließlich in Almeria sich wieder zu einem fast subtropischen Kessel zu öffnen, dessen Reichtümer über den Hafen dieser 50 000 Einwohner zählenden Stadt den Weg ins Ausland finden, so insbesondere das Spartgras zur Papierfabrikation nach England, ferner Eisen­erze und Früchte. Westlich von Almeria stehen die nationalspanischen Vorposten.

Aus der von Nordosten nach Südwesten verlaufen­den Küstenlinie ValenciaAlmeria heraus, über die Gebirgsketten senkrecht dazu nach Nordwesten vor- stoßend, trifft man im rechten Abschnitt in die M a n ch a , im linken in den Bergwerksraum der Sierra Moren a. Die weite unendliche Manchs zeichnet sich vor allem durch ihren Weinbau aus sowie durch ihre übrigen landwirtschaftlichen Pro- butte. Alcazar d e San Juan als wichtiger Eisenbahnknotenpunkt mit bedeutendem Meinhandel-, Manzanares: Valdepenas mit den weltbekannten großen Weinkellereien; Ciudad Real; PuertoLano

Nach Nordwesten sich verengend, dringt das rot­panische Gebiet, Cuenca mit derverzauberten Stadt" und die alte Universitätsstadt A l c a l a de Henares, die Vaterstadt des Cervantes, rechts, und die in der grünen Vega des Tajo liegende Sommerresidenz Aransuez, im Süden von Madrid liegenlassend, über die Hauptstadt nach Nordwesten vor, um unmittelbar am Fuß des von Francos Truppen beherrschten Guadarramagebirges im ehrwürdigen Escorial, der granitnen S^op- ung Philipps II., der großartigsten Bcnmnlage Spa­nens überhaupt. Halt zu machen lieber diesem mar­mornen Grab der spanischen Könige weht heute noch die bolschewistische Fahne, der im Escorial lebende Geist aber wird lie in kürzester Zeit wegfegen wie Spreu vor dem Wind

(Sine englische Handelsabordnung acht nacb BuraoS

London, 3.März. (Europapreß.) Eine eng­lische Handelsmissiön wird in aller Kürze in Na­tionalspanien eintreffen, um Wirtschafts, und Fi­nanzlagen zu besprechen. In englischen Wirtschaft^ kreisen ist man der Auffassung, Spanien stelle nach wie vor ein ausgezeichnetes Export! an d bar. England könne hauptsächlich seine Textilien, Maschinen. Lokomotiven, Kraftwagen, Kohle, Eisen und eine Reihe von Fertigwaren dorthin verkaufen. Als schwerstes Hindernis werden die spanischen Währungsvorschriften angesehen. Das erste Ziel der englischen Abordnung dürfte lein, von den national- spanischen Behörden eine Auflockerung des Ein- und Ausfuhr-Kontrollsystems zu erlangen.

Hudson« ffiirffd)off«reiie.

London, 2. März. (Europapreß.) Das Pro­gramm der wirtschaftlichen Verhandlungsreise des Se­kretärs im Handelsamt, Hudson, wurde bekannt­gegeben. Danach steht fest, daß Hudson am 17. März inBerlin, vom 18. bis 22. März in Warschau, oom 23. bis 28. März in Moskau, vom 29. bis 31. März in Helsinki und vom 1. bis 3. April in Stockholm fein wird. Die Mitteilung bestätigt.

Gausieger sei der Sohn eines Arbeiters und jeber achte Sieger der Sohn eines Hilfsarbeiters. Der ärmste Sohn des Volkes sei nicht nur der treueste, andern auch der leistungsfähigste. Im vergangenen Jahr hätten etwa 60 000 Menschen gute Leistungen gezeigt. Diese seien durch Besuch von Fachschulen und Lehrgängen, durch Studienfahrten und Reisen

daß Hudson von seinem Mitarbeiter in der Abtei­lung für Ueberseehandel, Quentin Hill, dem Vorstand der Wirtschaftsabteilung des Außenamtes, Ashton-Gwatkin, und einem Sekretär be­gleitet sein wird. Es wird ferner bekanntgegeben, daß Hudson etwas später eine gleichartige Reise durch Südosteuropa antreten dürfte.

Auch Englands Lustrüstung wird verstärkt.

Rund 2,5 Milliarden Reichsmark im neuen Haushalt vorgesehen.

ins Ausland weiter gefördert worden. Eine große Zahl sei auch mit guten Fachbuch ern a u s gezeichnet worden. An die Betriebssichrer rich­tete Obergebietsführer Axmann die Bitte, auch von sich aus dafür zu sorgen, daß das Fachbuch mehr als bisher bei den arbeitenden Volksgenossen Cm= gang findet. Auch die besondere Ausgabe der HI. sei es, sich für die Werbung einzusetzen. Obergebiets­führer Axmann betonte abschließend, daß die Wer­bung nicht allein durch die Arbeit der Drgamfation von Erfolg sein kann, sondern daß dieser auch vom Wert des Fachbuches -abhängig sei. Er begrüße es deshalb, daß in Zukunft eine strenge Auslese Der besten Fachbücher getroffen wird.

Gauleiter Sprenger

erinnerte an die Neujahrsbotschaft des Führers, worin er als besondere Aufgabe die Losung des Problems des Arbeitermangels gestellt habe. Eine Möglichkeit, den Mangel an Arbeitskräften zu beheben, fei durch fachliche Fortbild u n g und Steigerung der Leistung gegeben. Der Gauleiter einnerte daran, daß es noch nicht lange her sei, daß nur wenige Betriebe darauf eingestellt waren, Nachwuchs heranzubllden. In Vorausschau der daraus sich ergebenden Lage hätte die DAF. in Zusammenarbeit mit den Han­delskammern die Vorlehr Werkstätten ein­gerichtet, die sich bei dem später eintretenden Ar­beitermangel günstig ausgewirkt hatten. Diele Be­triebe hätten sich diese Vorlehrwerkstatten zum Vor­bild genommen. Heute stehe aber die Wirtschaft vor der Frage der erweiterten Berufserzie- hunq. Im Rahmen dieser Aufgabe erhielt das Fachbuch eine große Bedeutung. Es muffe das Mittel zu einer noch größeren Leistungssteigerung fein. Es ergäbe sich aber die Forderung, daß der Autor eines Fachbuches der beste Sachverständige und Meister auf dem jeweiligen Gebiet sein muh. Der Gau Hessen-Nassau mit seiner großen expor­tierenden Industrie müsse auf hoch qualifizierte Ar­beiter größten Wert legen. Er richte daher an alle Betriebsführer und Leiter von Lehrllngsroerkstatten den eindringlichen Appell, den Wert des Fachbuches den Schaffenden immer näher zu bringen Das Fachbuch gehöre in die Hand eines jeden arbeiten­den Volksgenossen. Um dieses Ziel zu erreichen, müßten in den Betrieben mehr Fachbücher m Die Werkbüchereien ausgenommen werden. Bei EMzet- anschaffungen von Fachbüchern könnten die Betriebe finanzielle'Beiträge zahlen. Ferner bilde das Fach­buch ein geeignetes Geschenk für besondere Leistun- aen im Betriebssport, Berufswettkampf usw. Die Steigerung des Könnens bringe auch den persön­lichen Erfolg. Diese Erkenntnis muffe alle Volks-

Das gute Kochbuch

gehört zum Handwerkszeug des Schaffenden

Eröffnung der Kochbuch-Werbeaktion in Frankfurt am Main

mit feinen Kohlenlagern; Albacete, das Haupt- quartier der fowjetrufsischen Militarkomrnißion wah­rend des Bürgerkrieges (sonst durch die Mes erindu- trie bekannt) und das nicht weit davon liegende Chinchilla mit seinen Höhlenwohnungen, sind die Hauptpunkte dieser Landschaft.

Im linken Abschnitt dagegen beherrschen die Städte Linares, Iaen und Penarroya das Bild. Kohlen-, Eisen-, Blei- und Kupfer­bergwerke bilden das Charakteristikum dieser Gegend und ihren wirtschaftlichen Wert. Südwestlich von Ciudad Real, in Richtung auf Merida liegt Almaden, der Mittelpunkt eines der reichsten Quecksilber Vorkommen der Erde, das schon von den Griechen, Römern und Mauren ausgebeutet wurde und von 1525 bis 1645 an die Fugger in Augsburg verpachtet war. Almaden beherrschte vor dem Bürgerkriege, zusammen mit den italienischen Vorkommen, den Weltmarkt.

London, 2. März. (Europapreß.) Nunmehr liegt auch der Haushaltsvoranschlag für 1939/40 des englischen L u f t f a h r t m i n i st e r i u m s oon Die Gesamthaushaltssumme beträgt 220 626 000 Pfund (rund 2,5 Milliarden Mark). Dies bedeutet gegen­über dem Vorjahr eine Erhöhung um 26 223 000 Pfund. Von der Gesamtsumme sollen 142 Millionen auf d e m Anleihe weg aufgebracht werden. Nach Abzug der für Zinsen­dienst und dergleichen erforderlichen Beträge stehen für die Luftwaffe rund 206 Millionen Pfund gegen 125 Millionen im Vorjahre, 82,5 Millionen im Rechnungsjahre 1937/38 und nur 17,5 Millionen im Jahre 1934/35, dem letzten Jahr vor Beginn der englischen Luftaufrüstung, zur Verfügung.

Aus der begleitenden Denkschrift des Luftfahrt­ministers Sir Kingsley Wood aeht Hervor, daß die M a n n s ch a f t s st ä r k e der Luftwasfe für das kommende Haushaltsjahr auf 118 000 Mann ver- anschlagt wird, was einer Erhöhung um 2 2 00 0 Mann gegenüber dem ablaufenden Jahr gleichkommt. Mit Beendigung des laufenden Finanz- jahres wird die in England stationierte Luftwaffe gemäß dem Programm von 1936 eineFrontftärtevonl750Flugzeugen erreicht haben. Der Minister äußert sich optimistisch über die Leistungsfähigkeit der englischen Flugzeug­industrie und die Erfolge in der Rekrutierung, er beziffert die Stärke der Reserve an Freiwilligen Flugzeugführern auf 2500 Mann.

Unter den verschiedenen Haushaltsposten steht an der Spitze die Summe für technische Aus- r ü st u n g und Kriegsmaterialien mit 124 Millionen Pfund (im Vorjahr 78 Millionen Pfund). Davon entfallen auf Flugzeuge und Ballonsperrmaterial 93 Millionen Pfund gegenüber 51 Millionen im Vorjahr. Für Löhnungsgelder sind 15,75 Millionen, für Unterbringung und Verpflegung der Truppe elf Millionen Pfund vorgesehen. Die Zuschüsse an die Zivilluftfahrt sind von rund drei Millionen im abgelaufenen Jahr auf fünf Millionen Pfund er­höht worden. Die Schaffung folgender neuer über­seeischer Flugverbindungen wird ange­kündigt: Zweimal wöchentlich regelmäßiger Flug­dienst zwischen Australien und Neusee­land; regelmäßiger Flugdienst zwischen Burma und China; Ausbau der Flugverbin­dungen in O st - und Südafrika. Ferner ist vorgesehen, im Laufe des Sommers 1939 versuchs­weise eine regelmäßige Post-Flugverbindung über

Reis, Del und Rosinen. . i

Rings um Valencia herum und sich weit jiad) . Südwesten erstreckend liegt d i eHuerta" , das oft besungene fruchtbare Gartenland, dessen Produktivität auf die Intelligenz seiner Bewohner wrückzuführen ist, die es mit bewundernswürdiger Geschicklichkeit und Zähigkeit verstanden haben, ihre spärlichen Wasservorräte auszunutzen. Dieses Land verfügt schon von der Zeit der Mauren her über ein wunderbares Bewässerungssystem, das von ihren Nachfolgern ohne Unterbrechung, Jahrhunderte hin­durch, weiter gepflegt und weiter entwickelt worden ist Eine besondere Merkwürdigkeit ist hierbei das Tribunal de las Aguas" das Wasser- gericht, eine Körperschaft mit Gerichts- und Derwaltungsbefugnissen, auf der das ganze Be- wäßerungswesen ruht. Jeden Donnerstag tagt das Tribunal, feit ewigen Zeiten, vor dem Avofteltor der Kathedrale von Valencia unter freiem Himmel, zu- sammengefetzt aus sieben Syndicis, den Vertretern der Nutznießer der sieben Hauptkanäle der Huerta, die alle selbst arbeitende Bauern sind und von ihres­gleichen gewählt werden. Das Tribunal genjeßt un­bedingte Autorität; wer sich seinem Spruch, der die Streitiakeiten schlichten soll, nicht füflt der bleibt ohne Wasser. So haben soziales Empfinden und Traditionsgebundenheit die Lebensvoraussetzungen in der Huerta bis auf den heutigen Tag erhalten.

Von Valencia führt der Weg nach Südwesten über Alcira und Carcagente durch Reis- und Getreide­felder, durch reiche Dbftbaumbeftätibe mit Iohan- nisbrotbäumen und allen anderen südlichen Sorten, durch Drangenhaine und Palmenbestände, unter die sich die zur Seidenraupenzucht benötigten Maul­beerbäume mischen, durch eine wahrhaft paradie­sische Landschaft bis in das hügelige Gebiet der Stadt Iativa, der Alfonso Borja entstammt, der Begründer des Geschlechtes der berühmten Bor- gias. lieber Alcoy, einer Stadt mit 40000 Ein­wohnern, mit Papierfabriken und Webereien, gehl es über das Gebirge nach Alicante weiter. Der Küstenweg von Valencia dorthin führt über Gan - dia, das inmitten der reichsten und bevölkertsten Huerta liegt, und über den kleinen, reizvollen Hafen D e n i a. Im dritten Jahrhundert v. Chr. von Hamilcar Barcas gegründet, ist Alicante heute mit seinen 75 000 Einwohnern einer der wichtigsten Hälen des Mittelmeerspaniens. Rosinen. Mandeln, Del, Süßholz, Spartgras und Frühgemüse verlaßen das Land über diese Stadt, in der während des jetzigen Bürgerkrieges der Gründer der spanischen Falange, Antonio P r i m o de Ri­vera, von den Roten gefangengehalten und

Schutzwall Andalusiens, hin ausholt. Sein Drang zum Mittelmeer wird im Osten und Süden gehemmt von gewaltigen Gebirgsbarrieren, die zer­rissen, ragend und kahl den Zugang zu den para­diesischen Gefilden des Küstengebietes versperren.

Der Mannigfaltigkeit der Landschaften entspre­chend sind auch ihre Bewohner verschieden. Neu- kastilien und die Mancha beherrscht der Geist den Der größte spanische Dichter, Cervantes, für alle Zeiten charakterisiert hat und der als Der Geist Spaniens schlechthin bezeichnet wer- Den kann. Ihm ist auch Der Aragonier untertan. Ur­wüchsig und primitiv neigt er nicht selten zu extre­men Ansichten. Er ist allerdings mehr intuitiv als bewußt denkend, dazu unnachgiebig und zah Um abhängig, stolz und ausgesprochen individualistisch tritt er uns, von der Meisterhand Goyas gezeich­net entgegen. Ganz anders ist die im Raume des alten Königreiches von Valencia lebende Be­völkerung. Leidenschaftlich, spontan, ausdrucksvoll und farbenfroh lebt sie leichtsinnig und lebensbeja- , hend im Diesseits, ohne sich viel Sorgen um das Morgen zu machen. Der tief innerlichen Religiosität des Kastiliers gegenüber wirkt ihre religiöse Betäti­gung ehtzr wie spielerischer Aberglauben. Der Maler S o r o l l a und der Dichter Blasco Ibanez, der durch seinen propagandistischen Einsatz zu Gunsten der Entente während des Weltkrieges unrühmlich bekannt geworden ist, sind als die besten Porträti­sten des Valencianers anzusprechen. Der heitere, an­mutige Andalusier endlich, der untrennbar oon seinen Blumen und seinen Liedern ist, vervollstän­digt das Bild der Vielheit, das im roten Pestspanlen noch eingespannt ist. _ .

Nach Madrid die wichtigste Stadt im heutigen Rotspanien ist Valencia, das mit 400 000 Ein­wohnern den dritten Platz unter den spanischen Städten überhaupt einnimmt. In den leuchtenden Strahlen einer lebenspendenden Sonne blau, golben und weiß blinkend, eingebettet in trächtige Frucht­barkeit, die der Stadt einen angenehmen ländlichen Charakter bewahrt hat, mit Blumen geschmückt, und mit fröhlichem Jubel in dem Gewirr ihrer engen Gasten lebt Valencia, von dem das Sprichwort nicht mit Unrecht sagt, es wäreein Stück Himmel, Das auf die Erde gefallen ist". In der Geschichte er­scheint die Stadt zum ersten Male im Jahre 138 v. Chr. als römischer Besitz. 500 Jahre später wird sie von den Westgoten erobert, um schließlich im Jahre 714 unter die Herrschaft der Mauren zu kom­men. 1094 wird die Stadt am Turia vorübergehend uom Cid erobert, nach dessen Tod von Den Mauren zurückgewonnen und endgültig erst 1238 von Jaime I. für das christliche Spanien eingenommen. Während Der spanischen Befreiungskriege hausten Dort Die Franzosen von 1812 bis 1813.

Valencias Universität beherbergt in seiner Biblio­thek über 60 000 BänDe mit zahlreichen Inkunabeln und Handschriften, während DasArchivo General Del Reino De Valencia" 19 000 UrfunDen Der Nach­welt erhalten hat. Aber auch auf Dem Gebiete Der Malerei unD BilDhauerei, ebenso wie auf Dem Der Architektur birgt Valencia wertvolle Schätze. Im HanDel spielt Die StaDt mit ihrem Hafen El Grao eine bebeutfame Rolle. Sie ist Der Hvuptaussuhr- hafen Der spanischen Levante für Apfelsinen, Wein,

Den NorDatlantik mit Hilfe von Flugbooten einzurichten, Die in Der Luft mit Treibstoff versehen roerDen sollen.

Oie Lustaufrüstung der Vereinigten Staaten.

Washington, 2. März. (Europapreß.) Der Haushaltsausschuß Des Repräsentantenhauses hat den für das Kriegsministerium bestimmten Kredit im Rahmen des am l.Juli beginnenden Haushalts­jahres 1939/40 in Höhe von 499 Millionen Dollar (1200 Millionen Mark) genehmigt. Das ist der größte Jahreshaushalt des Kriegsmini- steriums feit dem Weltkrieg U. a. wird das Kriegsministerium zur sofortigen Ausgabe von 50 Millionen ermächtigt, Die zur Beschaff uin g von 551 Kampfflugzeugen bestimmt sind. Zusammen mit dem schon früher bewilligten Betrag erhält die Armee dadurch Mittel zur Be» f dwif f ung von 1690 Militärflug­zeugen innerhalb von 18 Monaten. Von Den 6000 Flugzeugen, Die Die amerikanische Armee künf­tig zählen wird, sind damit bis fetzt sur 3 2 0 0 Flugzeuge die Mittel bewilligt.

Australiens stehendes Heer.

C o n b e r r a, 3. März. (Europapreß.) Das austra­lische Bundeskabinett hat sich für ein stehendes Heer in Stärke von 10 000 Maun entschlossen. Ein der­artiger Vorschlag war kürzlich von Generalleutnant E K. Squires, dem Generalinspekteur des australischen Bundesheeres, gemacht worden. Von 1911 bis 1929 beruhte die australische Militärpolitik auf dem Grundsatz einer allgemeinen Ausbildung in Form eines Dolksheeres. Seit 1929 wurde Der Sta­tus Der ZwangsausbilDung fallen gelaßen. EnDe 1938 betrug Die Stärke Des stehenDen Heeres etwa 2500 Mann, währenD Die seit 1929 eingeführte Miliz 35 000 Mann stark war.

Oie Kosten de« CbinakriegeS

Tokio, 2. März. (DNB.)Tokyo Asahi Shim­bun" berechnet nach Der Bekanntgabe Des zusätz­lichen Wehrmachtsetats in Höhe von 5,270 MilliarDen Yen Die bisherigenGesamtaus- gaben für Den Chinakonflikt auf 11,990 MilliarDen. Das entspräche einer Belastung von 1 2 0 Penauf Den Kopf Der japanischen Bevölkerung. So­mit roürDen Die Kosten für Den japanisch-russischen Krieg um ein Siebenfaches Überboten. Durch Diese Zahlen werDe aber auch, so meint Das Blatt. einDeutig Das Ausmaß Des Chinakonfliktes oerstänDlich. für Dessen UeberroinDung das gesamte : japanische Volk entschlossen zusammenstehen müsse.

Besuch Chamberlains in der Sowietbotschast.

LonDon, 2. März. (DNB.) Der sowjetrufsische ( Botschafter Maisky veranstaltete am Mittwoch- ; abend in der sowjetrussischen Botschaft in London - einen Empfang, Dem auch Ministerpräsident Cham-

vom Reichsministerium.für Volksaufkläruna und Propaganda nahm dann das Wort. Es entspricht, führte er u. a. aus, dem Charakter des Deutschen, das, was er tut, gründlich und aut zu tun. Es gibt nirgendwo in der Welt einen Arbeiter, der sich wie der deutsche gewissenhaft und lernbegierig seiner Aufgabe widmet. Eine wichtige Hilfe hierbei sind FachzeitungundFachbuch. Das Reichs­ministerium für Volksaufklärung und Propaganda hatte es sich von feinem Bestehen an zur Aufgabe gemacht, auch das Fachbuch mit allen Mitteln zu fördern. In der Abteilung Schrifttum unseres Mini­steriums wird zunächst das gesamte Fachschrifttum erfaßt und in Lektoraten gesichtet. Als Ergebnis dieser Sichtung werden von den jährlich 5000 neu erscheinenden Fachbüchern die zu einer Fach b u ch - H ft e zusammengestellt, die deutschen werktätigen Volksgenossen für ihre berufliche Aus- und Fort­bildung besonders empfohlen werden können. , s

Ich habe in der Zeit meiner praktischen hand­werklichen Tätigkeit, während des mehrsemestrigen Besuches einer Fachschule und später bei meiner Aus­bildung und mehrjährigen Tätigkeit als Fachlehrer Fachbücher verschiedenster Art und der verschieden­sten Berufe zur Genüge kennengelernt. Wenn auch in den letzten Jahren die Zahl Der wirklich ver- roenD baren Fachbücher erfreulicherweise zuge­nommen hat, ist Der Prozentsatz Der Fachbücher Doch noch sehr hoch, Die für Den praktischen Gebrauch keinen Wert haben. Seiber verfällt Der Autor von Fachbüchern zu leicht in Den Fehler, bei Dem Leser zu viel Vorkenntnisse vorauszusetzen. In den meisten Fällen ist es wichtig und notwendig, bei dem Lernenden ein Minimum an Wissen an- zimehmen. Je einfacher und ausführlicher die ein­zelnen Fragen im Fachbuch behandelt werden, desto schneller werden sie in den Wissensschatz des Ler­nenden übergehen. Der Verfasser von Fachbüchern für reine Berufsausbildung sollte nur das zu Pa­pier bringen, was er selbst wirklich einwandfrei be­herrscht und was er selbst zu der praktischen Be­rufsausbildung des Nachwuchses pädagogisch er­probt hat. Er sollte aber nicht einen dicken Walzer zusammenschreiben, dessen Inhalt er für sich selbst noch nicht ganz verarbeitet hat. Fachbücher nut langem Verzeichnis der Quellenangaben sind von

meiner späteren praktischen Berufsausbildung ist mir nur wenig von dem wiederbegegnet, was einen breiten Raum des Fachbuches einnahm. Die meisten Fachbücher setzen zu viel voraus, sind zu umfang­reich und werden von den Lernenden nie ganz durch- qearbeitet. Sie bleiben dann unbenutzt liegen, den Käufer reut sehr bald das ausgegebene Geld, und für Den Kauf von neuen Fachbüchern ist ihnen die Luft vergangen. Auch das äußere Format eines Fachbuches sollte nach Möglichkeit so gehalten fein, daß es vom Lernenden in die Rocktasche ge­steckt werden kann und so zum ständigen Begleiter und Berater wird. Auch das beste Fachbuch mutz immer wieder von neuem zur Hand genommen unö Durchgearbeitet roerDen. Wenn auch in Fachbüchern nicht ausgesprochen politische Fragen bekanDelt roer­Den, ist es Doch unerläßlich. Daß das Fachbuch i n her Gesamthaltung unseren Auffas­sungen entspricht. Es ist undenkbar, heute ein Fachbuch zu schreiben, das z. B. der Bedeutung Der Arbeiten des Vierjahresplanes nicht ausreichend ge­recht wird. Ich bin überzeugt davon, Daß Die Fach- buchroerbung Das ihre Dazu beitragen wird die es große Ziel zu erreichen. Das wird um so leichter und sicherer der Fall sein, je mehr wir uns bei Der Arbeit von Dem GrunDsatz leiten lassen:Ans der Praxis für Die Praxi s".