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Fige erfolge zu erzielen, die innenpoH* l s ch ausgewertet werden können. Erinnert fei in dieser Hinsicht an das erstaunlich weit­gehende Gewährenlassen Washingtons gegenüber den Waffenlieseranten für Rotspanien die Partei­nahme für China im fernöstlichen Konflikt und die Reaktionen auf politische Vorgänge m Europa. Bezeichnend ist dabei aber auch das ständige Be­mühen, sich jede Festlegung und Verpflichtung so weit als möglich vom Leibe zu halten. Das Aus­handeln des englisch-nordamerikanischen Handels­vertrages liefert hier ein überzeugendes Beispiel.

Das einzige Gebiet, auf dem man sich über­haupt dazu entschließen könnte, sich festzuleaen, scheint das panamerikanische zu sein. Hier wünscht man nicht nur sich selbst, sondern vor allen Dingen die anderen festzulegen. Aber weder vor einigen Wochen aus Ottawa, noch jetzt aus Lima kommen Botschaften, aus denen man schließen könnte, daß Washington in dieser Hinsicht begeisterte Gegenliebe fände. In der kanadischen Hauptstadt ist man über den englisch-nordamerika­nischen Handelsvertrag keineswegs beglückt. In Lima stand eine mächtige Gruppe den nordamen- kanischen Versuchen, zu einem Schutzbündnis zu gelangen, das nur zu leicht zu einer Schutzherr­schaft werden könnte, äußerst skeptisch gegenüber.

Nichts war für das Jahr 1938 bezeichnender in den USA. als jene Panik, die das Rundfunk- spiel vom Einbruch der Marsbewoh­ner in der Oeffentlichkeit auslöste. Die maßlose Uebertreibung, die wilde Verzerrung, die Steuer- losigkeit der öffentlichen Meinung, unterstützt durch die wachsende politische Denkunsähigkeit der breiten Massen, haben es zu verantworten, daß ein solcher Vorgang möglich war, und sie bestimmten das Ge­sicht der politischen Ereignisse des vergangenen Jahres.

Die Achse hat 1938 ihre probe bestanden.

oieujahrsgrutzwechjel zwischen Führer und Duce.

B e r l i n, 2. Jan. (DNB.) Anläßlich des Jahres­wechsels hat der Führer und Reichskanz­ler dem italienischen Regierungschef, Benito Mussolini, in einem Telegramm mit herzlichen Worten seine besten Wünsche für ihn und sein gro­ßes Werk ausgesprochen und darin der engen Zu­sammenarbeit im vergangenen Jahre, ebenso der Freundschaft beider Völker gedacht. In gleicher Weise hat der Duce seinen Glückwünschen für den Führer und das deutsche Volk Ausdruck gegeben und die Verbundenheit beider Staaten wie folgt gekennzeichnet:Die Zusammenarbeit zwischen un­seren beiden Regierungen und Völkern hat 19 3 8 ihre Probe bestanden und der Welt offen­bart, daß die beiden Revolutionen gemeinsam marschieren und dies auch fernerhin tun wer­den."

Oer deutsche Langstreckenrekordflug.

TÜRKEI

OELHr?

RACH

ARABIEN

AFRIKA

SCH ANG HAI

CHINA

KANTON

Der 6450 Kilometer lange Weg von Bengasi nach Gaja, den das Arado - Flugzeug ohne Zwischen­landung zurücklegte. (Scherl - Bilderdienst-M.)

Eine neue Etappe.

DieArado 79" hat nach ihrem Langstrecken- Rekordflug bereits eine weitere große Etappe hinter sich gebracht. Oberleutnant Pulkowsky und Leutnant Jennet starteten am Neujahrs- t a g e zu der 2000 Kilometer entfernten Hauptstadt von Siam, B a n g k ok, und sind dort nach elf» stündigem Nachtflug Montagmorgen einge- troffen. Auch auf dieser Flugstrecke haben sich Flug­zeug und Motor wiederum hervorragend bewährt.

MÜNCHEN^

' 'BOZEN

Die deutschen Flieger, Oberleutnant P u l k o w s k i (links) und Leutnant Jennet (rechts), \ stellten am Jahresende einen neuen Langstrecken-Weltrekord auf. Sie durchflogen mit ihrem zweisitzigen Kabinen-ReiseflugzeugArado 7 9" die vierte Etappe ihrer Australienreise von Bengasi (Nordafrika) nach Gaja (Britisch-Jndien) ohne Zwischenlandung. Diese 6400 Kilometer lange Strecke entspricht der Entfernung BerlinNeuyork. Unser rechtes Bild ver­anschaulicht die Vorrichtungen, die an diesem Flugzeug für den Langstreckenflug angebracht worden waren. Der Sporn war besonders verbreitert worden, um ein Einsinken auf nach­giebigem Boden, z. B. in der Wüste, zu verhindern. Auf dem unteren Bild zeigt der Pfeil den unterhalb des Flugzeugrumpfes angebrachten T a n k, der nach der Entleerung automatisch abgeworfen werden kann. Dadurch erhöht sich die Reichweite der Maschine. (Scherl-M.)

MANILA

BANGK

BENGASI

TRIPOLI

KAIRO

KALKUTTA

BARODA GAJA

BASRA

BOMBAY

IADRA5

M

-'

Neujahrsglückwünsche aus dem Ausland.

Berlin, 2. Jan. (DNB.) Aus Anlaß des Jah­reswechsels hat zwischen dem Führer und Reichskanzler und einer Anzahl Staats­oberhäuptern und Regierungschefs des Auslandes in der üblichen Weise ein Telegrammwechsel zur Uebermittlung der beider­seitigen Neujahrsglückwünsche stattgefunden. So sind dem Führer in herzlichen Worten gehaltene Glück­wunschtelegramme zugegangen von dem König von Italien, Kaiser von Aelhiopien, den Königen von Afghanistan, Albanien, Belgien, Bulgarien, Däne­mark, England, Griechenland, dem Präsidenten von Guatemala, dem Schah von Iran, böm italienischen Regierungschef, dem Prinzregenten von Jugofla- wien, dem Präsidenten von Mexiko, den Königen von Norwegen, Rumänien und Schweden, dem Regentschaftsrat von Siam, dem Staatschef des na­tionalen Spaniens, dem Präsidenten der tschecho­slowakischen Republik, dem Reichsverweser des Königsreiches Ungarn sowie dem ungarischen Mi­nisterpräsidenten.

Neujahrsbeginn der Betriebe.

Feierstunde der Deutschen Arbeitsfront.

NSG. Die Deutsche Arbeitsfront begann das Ar- deitsjahr mit einer Feierstunde im Kameradschafts­haus der Firma Voigt und Haeffner AG. in Frank­furt am Main. Die gesamte Gefolgschaft des Be­triebes war versammelt. In ihrer HJ.-Uniform hatten die Lehrlinge Aufstellung genommen. Die Feiergestaltung wurde von der Werkschar des Be­triebes, dem Werkschor und dem Werksorchester getragen. In Wort und Musik fanden das Leben der Arbeit, seine Gestaltung im vergangenen Jahre und die Aufgaben für 1939 ihren Ausdruck. Der Betriebssührer Parteigenosse S ch n e v o i g t sprach zu seiner Gefolgschaft. Der Gauobmann der Deut­schen Arbeitsfront, Gauamtsleiter Willy Becker wies darauf hin, daß nun sechs Jahre Aufbauarbeit hinter uns liegen. An der Spitze der Bewegung und der Wehrmacht hat der Führer 1938 gewaltiges geleistet. Der deutsche Arbeiter hat hieran gewalti- oen Anteil. Wir stehen inmitten einer sich bekämp­fenden Welt und werden nur bestehen, wenn wir erhöhte Leistungen ausweisen. Die Deutsche Arbeitsfront als Betreuerin der Schaffenden ist be­reit, allen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, fordert aber auch Leistungen. Der Gauobmann ge­dachte besonders der Betriebsobmänner, der Block- und Zellenwalter und der Werkscharen der Be­triebe, die große Aufgaben zu erfüllen haben. An den Anfang des Arbeitsjahres stellte er den Leit- spruch der Werkscharen:Der Führer hat immer Recht." Die Feierstunde, an der auch Gauamtsleiter Lüer, Vertreter der Wehrmacht und die Abtei­lungsleiter der Deutschen Arbeitsfront teilnahmen, schloß mit dem Bekenntnis zum Führer und den Liedern des deutschen Volkes.

Oer (Sauteifer dankt.

Die Glückwünsche, die mir aus dem kreise der Partei- und Volksgenossen zugegangen sind, er­widere ich auf diesem Wege herzlich und danke allen, die meiner gedacht haben.

Frankfurt a.W., den 2.3änuar 1939.

Sprenger

Gauleiter und Reichsslatthalter."

Kampf um die Jesuiten in der Schweiz.

Basel, 3. Jan. (DNB.) In der Schweiz ist plötzlich die Jefuitensrage aktuell geworden. Die Gemeinde Sitten im Kanton Wallis hat dem Canisianum, dem zweitgrößten Schulunternehmen der Jesuiten, Aufenthaltsbewilligung er­teilt, obwohl Artikel 51 der Bundesverfassung den Jesuiten jede Betätigung in der Schweiz untersagt. Weite schweizerische Kreise nehmen gegen diese überraschende und unmotivierte Zulassung energisch Stellung und verlangen Rückgängigmachung. Auf Grund einer parlamentarischen Anfrage hat der Bundesrat das Justiz- und Polizeidepartement auch bereits zur Prüfung des Sachverhaltes und zur Berichterstattung ausgefordert.

DieNeue Zürcher Zeitung" betont, daß geradezu über Nacht das Canisianum in die Schweiz gekommen sei und das in seiner Mehr­heit reformierte Land damit vor eine voll­endete Tatsache g e ft eil t wurde. Es werde in der Schweiz nicht verstandey, daß trotz Artikel 51 der Bundesverfassung durch Ueberrumpelung dem Jesuitenorden Niederlassung gewährt worden sei, daß er Grundbesitz erwerben und sich einrichten konnte. Allerdings, so betont das Blatt, habe der Bundesrat sein letztes Wort noch nicht gesprochen. Der Jesuitenartikel der Bundesverfassung sei eine Bestimmung, die der Erhaltung und Festigung des konfessionellen Friedens dienen soll und gehöre so­mit zu den Grundbestimmungen der Bundesverfas­sung. Durch ihn werde die Betätigung der Jesuiten abgelehnt, die systematisch darauf hinziele, eine Staatsautorität, wenn sie nicht katholisch ist, ein­zuschränken und anzugreifen und durch kirchliche Machtgelüste zu verdrängen. Es handele sich um die Streitfrage der Oberhoheit zwischen Staat und Kirche. Die Verfassung lasse volle Freiheit für die individuelle Pflege der Religion, gewähre aber auch denen Freiheit, die sich dem Drucke geistlicher Zwangsgewalt entziehen wollen. Auch halte sie den Jesuitenorden vom Lande fern, weil er seiner Grün­dung und Bestimmung nach zur Bekämpfung des Protestantismus eingesetzt wurde und daher in einem seiner Mehrheit nach protestantischen Lande Unruhe stifte. Der Jesuitenorden verwerse die Gleichberechtigung der Konfessionen im Staate und suche die Alleinherrschaft der katholischen Kirche im öffentlichen Leben aufzurichten. Nicht Kleinlichkeit habe den Artikel 51 der Bundesverfassung geschaf- fen, sondern der große Gedanke des wirksamen Schutzes der Freiheit zur Pflege und Ausübung der Religion.

FrancosVormarfch in Katalonien

Bilbao, 3. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der nationalspanische Heeresbericht meldet, daß die Truppen General Francos in Katalonien weiter Vordringen. Im Nordabschnitt besetzten die Soldaten des Generals Munoz Grande die Orte Ball de Llebrera und Alentorn sowie Rubio de Abajo, Rubio de Arriba und Rubio de Enmedio. Im Südabschnitt durchbrach General Sol- chagas die feindlichen Stellungen und eroberte Jun- cofa Torre del Espanol. Der Vormarsch dauert auch hier an. Es wurden 2624 Gefangene gemacht und über hundert Maschinengewehre erbeutet. Fer­ner fielen den nationalspanifchen Truppen drei große Waffenlager in die Hände. Die nationalspamsche Luftwaffe bewarf die mili­tärischen Ziele von Barcelona, Tarragona und Cartagena ausgiebig mit Bomben. Drei feindliche Jagdflugzeuge wurden abgeschossen.

Durch die große Katalonienoffensive, die nun schon zehn Tage anbauert, wurden etwa 1750

qkm erobert, davon allein 1000 qkm im Ab­schnitt Lerida. 40 katalanische Ortschaf- t e n sind, teils in der Provinz Lerida, teils in Tarragona, befreit worden. 79 sowjetspa - nische Flieger wurden abgeschossen. Die rote Luftwaffe sieht sich gezwungen, den ßuftraiAn völlig den Nationalen zu überlassen. Die Zahl von 16 200 Gefangenen läßt die ungeheuren roten Verluste deutlich erkennen.

Oer polnische Nationaldemokrat Noinan Dmowski gestorben.

Warschau, 2. Jan. (Europapreß.) Der Füh­rer der polnischen Nationaldemokraten, Roman D m o w s k i, ist in der Nacht zum 2. Januar im Alter von 74 Jahren gestorben. Als Student stand

Dmowski dem Sozialismus Pilsudskis nahe. 1905 führte er die Nationaldemokratische Partei auf den Weg der Aussöhnung mit dem Zarismus und wurde Vorsitzender der polnischen Fraktion in der zweiten und dritten russischen Duma. Im Jahr 1918 reifte er nach Amerika, um Wilson für seine poli­tischen Ideen zu gewinnen. Er vertrat Polen auf der Pariser Friedenskonferenz und unterzeichnete gemeinsam mit Paderewski, dem berühmten pol­nischen Pianisten und ersten Staatspräsidenten Po­lens, den Versailler Vertag. Im Jahre 1923 war Dmowski für kurze Zeit' Minister des Auswärtigen. Nach dem Staatsstreich Pilsudskis im Jahre 1926 und der Niederlage der Nationaldemokraten bei den Wahlen im März 1928 zog er sich von dec Politik zurück.

parlamentarisches ans England.

Gründung einer neuen politischen Gruppe? - Spannungen in der Konservativen Partei.

ab. London, 2. Januar.

Wie derStar" berichtet, haben eine Reihe von führenden Politikern aller Parteien die Absicht, eine neue politische Gruppe zu bilden. Ihr wol­len sich alle diejenigen anschließen, die m^ dem Stand der englischen Rüstungen und den Grund­sätzen der gegenwärtigen englischen A uH e n p o l i - f i k unzufrieden find. Die Bewegung soll die Unter­stützung zahlreicher Unterhausmitglieder, darunter auch Regierungsanhänger, besitzen. Sie wird am Mittwoch eine Art geheimer Gründungsversamm­lung abhalten. Der Zusatz des liberalen Blattes, es handle sich bei dieser beabsichtigten Neugründung nicht um eine gegen Chamberlain gerichtete Bewe­gung, muß zum mindsten als unvollständig bezeich­net werden. Aus konservativer Seite sollen vor allem jüngere Politiker beteiligt sein, unter ihnen vor allem Randolph Churchill und sein Schwager Duncan Sandys, der sich im Zusamenhang mit der Erörterung der Frage der Geheimhaltung militärischer Geheimnisse im Unter­haus im vorigen Jahr einen Namen gemacht hat. Dem Vernehmen nach hält sich W i n st o n Chur­chill vorläufig noch zurück, vermutlich um den Er­folg des Experiments abzuwarten. Auch der Publi­zist Vernon Bartlett, der als Unabhängiger ins Parlament gewählt wurde, zählt zu der neuen Gruppe. Die Aussichten dieser neuen Gruppen­bildung werden in parlamentarischen Kreisen sehr zurückhaltend beurteilt. Man bezeichnet die bisher bekanntgegebenen Namen als nicht sehr erfolgversprechend.

Zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Kon­servativen und Nationalliberalen ist es bei der Nachwahl zum Unterhaus in Ost- Nor­folk gekommen, derEvening Standard" berichtet, das Zentralbüro der Konservativen Partei habe beschlossen, den nationalliberalen Kandidaten Frank Medlicott zu unterstützen. Damit habe sich das Zentralbüro gegen die örtliche Or­ganisation der Konservativen entschieden. Der konservative Kandidat I. F. Wright, der ins­besondere die landwirtschaftlichen Interessen vertritt, muß daher entweder auf die Unterstützung der kon- servatioen Parteiorganisation verzichten ober eine zumindest örtliche Spaltung in der Partei herbei- führen. Besondere Schwierigkeiten entstehen für alle konservativen Unterhausmitglieder, die land­wirtschaftliche Wahlkreise vertreten. Sofern sie, der amtlichen Parteiparole entsprechend, sich jeder Unterstützung für Wright enthalten, er» klären sie sich mit der gegenwärt gen Landwirt­schaftspolitik der Regierung solidarisch. Diese Poli­

tik wird aber in fast allen landwirtschaftlichen Be­zirken auch von den Konservativen scharf kriti­siert. Treten sie jedoch für Wright ein, bann müs­sen sie vom Zentralbüro ihrer Partei zur Rechen­schaft gezogen werden. Das würde zu einer Ver­schärfung der Spannungen innerhalb der Partei führen. Wie derEvening Standard" berichtet, hat Wright bereits von zwei konservativen Unterhaus* mitgliebern Unterstützung zugesagt bekommen.

Diejüngeren Minister".

In der letzten Zeit spielten in Nachrichten aus Englandjüngere Minister" eine erhebliche Rolle. Anlaß war ein Protest dieserjüngeren Minister" gegen angebliche Saumseligkeit älterer Minister in Rüstungsfragen. Was heißt nun der Ausdruckjüngerer Minister"? Die Engländer haben ein wohldurchdachtes System geschaffen, durch das junge Abgeordnete allmählich mit der vom bloßen Reden naturgemäß sehr verschiedenen Regierungs- arb^it in engere Verbindung gesetzt werden. Der erste Schritt eines Abgeordneten auf dem Wege zum Minister, ist seine Ernennung zum parlamenta­rischen Sekretär eines schon fungierenden Ministers. In dieser Eigenschaft leistet er Dienste als Verbin­dungsmann zwischen Amt und Fraktion und lernt auch den eigentlichen Amtsbetrieb kennen. Eine wei­tere Stufe ist seine Berufung in das Ministerium, ohne daß er aber damitKabinettsrang" erwürbe. Er istjüngerer Minister" geworden. Die englische Regierung umfaßt also ein sehr zahlreiches Mini­sterium, und aus diesem M i n i ft e r i u m sondert sich für die eigentlichen politischen Entscheidungen das Kabinett ab, das aber auch noch über 20 Minister zählt. Auch bas ist ein reichlich un­förmlicher Apparat, und darum wird in bewegten Zeitläuften einengeres" ober auch einKriegs­kabinett" gebilbet. Die Zahl der Mitglieder eines solchen engeren Kabinett schwankt je nach den Um­ständen, hält sich aber weit unter der Zahl der Minister mit Kabinettsrang". Wir erwähnen in diesem Zusammenhang noch zwei Fachausdrücke des englischen politischen Sprachgebrauches. Es wird sehr oft von frontbenchers (Vorderbänklern) und hackbenchers (Hinterbänklern) gesprochen. Das Unterhaus sitzt nicht in der Form eines Halbkreises, sondern zu der einen Seite desSprechers" (Präsi­denten) sind die Plätze der Regierungspartei und zur anderen Seite, durch den großen Tisch des Hau­ses getrennt, die der Opposition. Aus den ersten (un­tersten) Bänken sitzen die Vertreter der Regierung bzw. die Führer der Opposition, und in den dahin-