Ausgabe 
2.12.1939
 
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am Mitt«

Aus der Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes

Uhr: Hafenkonzert auf dem DampferWadai*

*)U& ÜMid wächst - uud u»it ihu* wächst eu* ftofritat!

der Weihnachtsmarkt in diesem Jahre nicht in der üblichen Form stattfinden kann. Den ortsansässigen ambulanten Gewerbetreibenden wird die Möglichkeit gegeben, auf dem Wochenmarkt ihre Stände auszu- schlagen.

** Eine Fünfundsiebzigjährige. Am morgigen Sonntag, 3. Dezember, kann Frau Theo« dore DogelWwe., Schützenstraße 5, ihren 75. Ge­burtstag feiern. Wir beglückwünschen herzlich.

Strafkammer Gießen.

Rundfunkprogramm

Sonntag, 3. Dezember:

Weihnachtsausstellung des Oberhefsischen Kunstvereins

Straße und stieß mit einem ihm entgegenkommen. den Motorradfahrer zusammen, wodurch dieser töd­lich, die Mitfahrerin leicht verletzt wurde.

Der Anklagevertreter beantragte eine Gefängnis­strafe von sechs Monaten. Der Verteidiger führte aus, die Schuld des Angeklagten an dem Zusammen­stoß sei nicht so groß, daß das Straffreiheitsgesetz nicht Platz greifen könnte

Der Angeklagte wurde der fahrlässigen Lotung in Tateinheit mit einer Uebertretung der Reichsstraßen, verkehrsordnung schuldig erkannt und zu^iner Ge, fängnisstrafe von vier MonSten ver- urteilt. Strafmildernd wurde berücksichtigt daß den Motorradfahrer ein Mitverschulden trifft, straf­erschwerend dagegen, daß der Angeklagte ®egen oerkehrswidrigem Fahren bereits mehrmals bestraft wurde.

Amtsgericht Gießen

Der E. T. in Henriettenhof wurde beschuldigt, in der Nacht vom 4./5. April in Birklar aus einem offenen Schuppen eine zum Trockenen ausgehängte Hofe und eine Strickweste entwendet zu haben. Der Angeklagte ist ein rückfälliger Dieb. Er bestritt den Diebstahl, wurde aber in der Hauptverhandlung überführt. Dem Antrag des Ankagevertreters ent­sprechend wurde er unter nochmaliger Annahme mildernder Umstände zu einer Gefängnis- träfe von 9 .Monaten verurteilt.

Der gestiefelte Kater": 19 bis 22 UhrGasparone". Gloria-Palast, Seltersweg: Dill88"; vormittags 11 UhrMit der Hapag rund um die Welt". Lichtspiechaus, Bahnhofstraße:Königswalzer" -- Oberhessischer Kunstverem: 11 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr Weihnachtsausstellung oberhessischer Künstler im Turmhaus am Brand.

Sladtthealer Gießen.

Arn Sonntag, 3. Dezember, findet die 4. Morgen­veranstaltung statt. In dieser Veranstaltung kommt der Humor der großen Klassiker in weniger be- kannten Dichtungen dieser Meister zu Wort. Kam- mermusik und Lieder umrahmen die Rezitationen. Leitung: Franz Schneider-Facius. Musikalische Lei­tung Richard Boeck. Am Flügel: Richard Boeck.

Am Sonntagnachmittag wird zum erstenmal das MärchenDer gestiefelte Kater" aufgeführt Die Spielleitung dieses lustigen Spieles, das von Arthur Wagner mit der Musik von Josef Dorsmann nach Grimms Märchen bearbeitet ist, hat Karl Dolck. Die musikalische Leitung hat Richard Boeck die der Tanzgruppe Thea Maaß. Anfang 14.30 Uhr. Ende ^Am Sonntagabend gelangt die Operette von Karl MillöckerGasparone" zur Aufführung. Musikalische Leitung: Heinz Markwardt; Spielleitung Harry Grüneke. Anfang 19 Uhr, Ende 22 Uhr. Außer Miete.

Gießener Wochenmarktpreife.

Gießen, 2. Dez. Aus dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., Käse, das Stück 5 bis 10, Wirsing, H kg 6 bis 10 Rpf., 50 kg 6 RM., Weißkraut, XA kg 5 bis 7 Rpf., 50 kg 4 bis 5 RM., Rotkraut, % kg 8 bis 10 Rpf., 50 kg 7 RM., aelbe Ruben, % kg 7 bis 9 Rpf., rote Rüben 9 bis 10, Spinat 25, Unterkohlrabi 5 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosen- kohl 25 bis 45, Feldsalat,/io 10 bis 12, Zwiebeln, % kg 10, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, A kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,15 bis 3,45 RM., Aepfel, kg 15 bis 25 Rpf., Birnen 15 bis 20, Nüsse 50, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60, Salat 5 bis 8, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 15 Rpf.

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**WeihnachtsmarktaufdemWochen- markt. Der Oberbürgermeister gibt bekannt, daß

Prüfung beiwohnende Vertreter der DRK.-Kreis- stelle Gießen, DRK.-Feldführer Dr. Gros, tonnte seiner Freude über dieses Ausbildungsergebrns Ausdruck geben und allen für die große und er­sprießliche Arbeit danken. Kurze Worte der Be­grüßung und des Glückwunsches sprach die DRK.- Oberwachtführerin Haase aus Gießen, die als Vertreterin der Bereitschastsdienstleiterin zusammen mit der Bereitschaftsführerin, DRK.-Haupthelferm Annemarie Honig aus Großen-Buseck erschienen war, aus. Zum Schluß sprach der Bürgermeister Kloos, der mit dem Ortsgruppenleiter der NSDAP. D ö II als Gast erschi-nen war, anerken­nende Worte für die große und dankenswert ge- leistete Arbeit. Ein kameradschaftliches Beisammen­sein vereinigte die Anwärterinnen (9 aus Alten- Buseck, 8 aus Trohe und 4 aus Rödaen) und die an der Prüfung Beteiligten, wobei des Führers in Dankbarkeit und Treue gedacht wurde.

Großen-Linden.

Am 28. November wurde in Großen»Lin- d e n ein vom dortigen Arzt Dr. Speck geleiteter GrundausbiDungskursus des Deutschen Roten Kreu­zes mit der- Abschlußprüfung zu Ende geführt. Im Beisein des Abgeordneten Volk, der Ortsfrauen­schaftsleiterin Watz, der stellvertretenden Bereit- schastsdienstleiterin DRK.-Oberwachtführerin Sofie Wolf aus Gießen und der Bereitschaftsführerm, DRK.-Oberhelferin Weisel aus Watzenborn-Stein­berg, sowie der DRK.-Helfer und -Helferinnen der Einheiten aus Leihaestern nahm der Leiter der Führungsabteilung der DRK.-Kreisftelle Gießen, DRK.-Hauptführer Dr. Trautmann, die Prü­fung ab, nach deren Beendigung er allen 21 Teil­nehmerinnen die mit Erfolg bestandene Prüfung mitteilen konnte. Er sprach sodann den um die Durchführung des Kursus bemühten und den Er­folg gewährleistenden Lehrkräften, Dr. Speck aus Großen-Linden, DRK.-Haupthelfer Zöller, DRK.- Vorhelfer Lang und den L-ang-Gönser DRK.- An­wärterinnen seinen Dank aus. Die zukünftigen Auf­gaben einer DRK.-Helferin wurde den Prüflingen . noch kurz bekanntgegeben. Mit dem Gruß an den . Schirmherrn des Deutschen Roten Kreuzes, den Führer Adolf Hitler, wurde di« Veranstaltung be- : endet.

Tagung des Neichskriegerbundes.

LPD. Don der Gaukriegerführung Fulda-Werra des NS.-Reichskriegerbundes ist für den 13. und 14. Januar 1940 eine große Tagung der Kreiskrieger- führer, der stellvertretenden Kreiskriegerführer, der Kreispropagandaobmänner und anderer nach Eise­nach einberufen worden. Auch die Reichskriegersüh- rung wird auf dieser Tagung vertreten sein.

Sießen-Klein-Linden.

Die nun der Stadt Gießen unterstellte Volks- und Schülerbücherei konnte infolge finanzieller Un­terstützungen durch die Stadt und die Sparkasse Mein-Linden ihren Bücherbestand auf fast 600 Bände erhöhen. Für Jugendliche wurden Bücher von Tolten, Zedtwitz, Ferry und Kipp neu anae- schafft. Den Erwachsenen dienen neu angeschaffte Bücher von Beumelburg, Führing, Rothacker, Bert­ram, Bechthold und Lerch. Die Bücherei wird von einem Lehrer geleitet und steht unter der Auflicht der staatlichen Landesstelle für das Büchereiwesen in Hessen. Die Bücherei wird zur Zeit stark benutzt, die Ausgabestunden sind Donnerstagvormittag zwi­schen 11 und 12 Uhr. Die Benutzungsgebühren find so niedrig gehalten, daß es jedem Volksgenossen möglich ist, die Bücherei zu benutzen.

Heuchelheim.

In Heuchelheim fand die Abschlußprüfung der DRK.-Anwärter und Anwärterinnen im kleinen Saal der Turnhalle statt. Sie wurde durchgefuhrt vom Leiter der FührungsabteilungderDRK.-Kreis- stelle Gießen, DRK.-Hauptführer Dr. Traut­mann aus Gießen, in Gegenwart des DRK.- Hauptführers und Adjutanten R ö h r als Vertreter der Kreisstelle Gießen und der Dereitschaftssuhre- rin DRK.-Oberwachtführerin Charlotte Haase aus Gießen. Als Gäste wohnten der Prüfung bei der Ortsgruppenleiter der NSDAP., W o b k e r, Bür­germeister Rinn und die Ortsfrauenschaftsleiterin, deren gemeinsamem Mitbemühen es zu danken war, daß der Ausbildungskursus in dieser Stärke zu­stande kam. Der leitende Arzt Dr. Trautmann konnte sich von der guten Ausbildung und dem recht guten Wissen aller Prüflinge überzeugen und zu deren Freude feststellen, daß alle 7 Anwärter und 13 Anwärterinnen die Prüfung bestanden hatten. Den Ausbildungskursus hatte bis zu seiner Embe- rufung Dr. Keller aus Heuchelheim geleitet, dessen Vorarbeit von DRK.-Haupthelfer Schom- burg und DRK.-Hauptführer Dr. Trautmann weiter geführt wurde. DRK.-Hauptführer und Adju­tant Röhr dankte den Gästen für ihre Unter- stützung und forderte die DRK.-Anwärter und An- roärtertnnen zu reger Mitarbeit'und restlosem Ein­satz im Dienste des Deutschen Roten Kreuzes auf. In seinen Abschlußworten konnte Dr. Traut- mann den Ausbildern und Prüflingen den Dank für die geleistete Arbeit aussprechen. Mit dem Treugruß an den Führer schloß der offizielle Teil. In kameradschaftlicher Weise blieben die Teilnehmer noch lange zusammen.

Rödgen.

Auch in diesem Jahre erfüllt der Oberhessische Kunstverein die schon traditionell gewordene Aus­gabe, die Werke unserer heimischen Künstler mög­lichst vielen Volksgenossen nahe^ubringen. Der Kreis der Aussteller umfaßt alle in Oberhessen ansässigen Künstler. Es lassen sich etwa 25 Namen verzeichnen. Da ist es erklärlich, daß diesmal im Ausftellungs- saal im Turmhaus am Brandplatz vielerlei ver­einigt ist. In lebhaften Kontrasten stehen sich die Temperamente gegenüber. Stark drängen fid) me Gegensätze der subjektiven kunstlen chen Persönlich­keiten auf. Unterschiedlich sind die Arbeiten im Hinblick auf Technik und Farbenbehandlung, Korn- Sosition und angestrebten Stimmungswerten, in lotiv und Format. ..

Es ist natürlich nicht möglich, jede der ausgeftell- ten Arbeiten einer besonderen Bettachtung zu unter- ziehen. Nur ein gedrängter Ueberblick sei hier ge­geben. Felix Klipstein (Laubach) zeiat einige seiner hervorragenden älteren graphischen Arbeiten, vor allem ein lebensvolles Selbstbildnis aus jünge­ren Jahren. Lotte Droese (Gießen) zeigt Frauen- gestalten in lebendiger Bewegung und außerdem innige Stilleben, lockende Kirschen sowie Rosen von unendlicher Zartheit der Farbe. Durch Muller- Leute rt lernt man die Künstlerin außerdem in einem guten Porträt kennen. Einige raumige Land- schäften vom Mehr und von den Dünen, wie auch ein Apfel-Stilleben lassen erkennen, daß Muller- Leutert seiner Art künstlerischen Ausdrucks un­wandelbar treu bleibt. Walter Kröll zeigt einen in großen Linien gesehen Ikarus und eimae Haff- landschaften von feinem Stimmungsgehalt. Auch dasAufziehende Gewitter" verdient Beachtung. Don Hage naue r fallen einige in sicher geführ­ten Strichen gezeichnete Bauernköpfe angenehm auf. Eine stark naturalistische Nvte tragen Ine Ar­beiten von Levin (Merlau), dessenDorf tm

Vogelsberg" nicht nur durch die starke malerische Auffassung, sondern auch durch die exakte Oeltechmk besticht. Von Geil fuß (Gießen) losen einige im Thema sehr originelle, humoristische bunte Zeich- nun gen vergnügliches Schmunzeln aus. Ein Kavi- nettstück von besonderem Reiz stellt eine barocke Reiter- und Kampfszene in kleinem Format dar, die von Professor Schlarb stammt. Emern hoff­nungsvollen Talent begegnet man in Wol finger (Harheim), der mit einer stark impressionistischen Waldlandschaft angenehm überrascht. Außerdem fällt von ihm ein nahezu lebensgroßes Bud des Kreisleiters Backhaus auf. Margret Kranz be­weist mit ihren charakteristischen Blumenstücken ihre künstlerische Eigenart. Mit veichältmsmäßig vielen Arbeiten sind Großhaus und Di ey mann (Lützellinden) vertreten. Ferner sieht man ArbeücN von Limpert, List, Rohrbach, Stephan und Fromman (Gießen), von .Dorring (Pfordt), Klingelhöfer (Großen-Lmden) und Schmidt (Friedberg). Eine Bereicherung erfahrt die Ausstellung durch eine kleine Schau des in sorg­fältiger kunsthandwerklicher Technik hergestellten Silberschmuckes von Küchel (Gießen), durch die farbenprächtigen volkstümlichen Töpferwaren von Seitz (Homberg) und durch die plastischen Akte von Schmulb ach (Mainzlar).

Die Ausstellung ergab sich aus den Zusendungen der Künstler, die einsenden tonnten, was sie für gut und der Ausstellung für würdig hielten. Die Ausstellungsleitung sah von einer ,Hury' ab und gab den Künstlern ohne Einschränkung Raum. So darf die Ausstellung immerhin als ein Querschnitt künstlerischen Schaffens in unserer Heimat gelten, auch wenn sie ohne Ausrichtung nach bestimmten Gesichtspunkten zustande kam.

Heinrich Ludwig Neuner.

In Rödgen wurde am 27. November die Ab­schlußprüfung des dort beendeten Grundausbil- oungskursus des Deuflchen Roten Kreuzes durch­geführt. Dabei konnte festgestellt werden, mit mel- cher Freude und Begeisterung die DRK.-Anwärterin- nen den Vorträgen des ausbildenden Arztes, Mili­tär-Assistenzarztes Dr. Lezius, gefolgt waren. Der vortreffliche Stand ihres theoretischen und praktischen Könnens gab hiervon Zeugnis. Der der

Llchlbildervortrag des Fliegerdichlers Dr. Supf in Sichen.

Der nächste Vortragsabend, den der Goethe- Bund, Kaufmännische Verein und die angeschlossene Gesellschaft für Erd« und Völkerkunde in Arbeits- gemeinschaft mit der Volksbildunasstätte Gießen der NS -GemeinschaftKraft durch Freude" am Mitt- woch, 6. Dezember, veranstalten, vermittelt ein be­sonderes Dorttagsereignis. Der bekannte Flieger- dichter Dr. Peter Supf wird zum erstenmal seinen LichtbildervortragWerdezeit der deutschen Fliege- rer halten und damit in Gießen zur Uraufführung bringen. Dr. Supf, dessen ausgezeichneter Licht­bildervortragFlieger sehen die Welt" in unserer Stadt noch in bester Erinnerung steht, ist der Ver­fasser der ersten grundlegenden deutschen Flug- geschichte, die als ein Heldenepos deutschen Erfinder- geistes und vergessener Flugpioniere bezeichnet wurde. Der kommende Vortrag, der mit vielen, zum größten Teil unbekannten und erstmalig in einem Vortrag gezeigten Lichtbildern den schweren und opfervollen Weg bis in die fliegerische Gegenwart aufzeichnen wird, verdient besondere Beachtung.

6 Uhr: Hafenkonzert auf dem DampferWadai der Deutschen Afrika-Linien. 7 bis 7.15: Nachrich« ten. 8: Wir fingen den Sonntag ein! Ausführung: Der Chor des Reichssenders Frankfurt. 8.40: Dich' ter unserer Zeit: Paul Alverdes:Brief an einen jungen französischen Offizier." 9: Wie schön ist fi ein Feiertag. 9.30: Gläubiges deutsches Herz. Em< Stunde der Besinnung am Feiertag.Die Tat ist- alles." 10.25: Funkstille. 10.30: Die Schöpfung. Ora­torium für Soli, Chor und Orchester, von Josef Haydn. 12: Das Tier und mir. Unterhaltsames um Belehrendes aus dem Frankfurter Ziergarten 12.30: Nachrichten. 12.40: Mittagskonzert. 14: Nach­richten. 14.15: Uns gehört der Sonntag! Gin Reigen sorgloser Melodien. 14.45: Für unsere Kinder: Das Weihnachtspreisrätsel für unsere Kinder. 15.25: Volkstum und Heimat: Spinnen und Weben. (& schichten um die Svinnstube. 16: Großes Wunsch­konzert für die Wehrmacht. 17 bis 17.10: Nachrich­ten 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: lieber- tragung vom Deutschlandsender: Dazwischen: 22 bis 22.15: DD-Nachrichten. 24 bis 24.15: DD-Nach-

Aus der engeren Heimat.

Tödlicher Motorradunfall.

Steinbach, 2. Dezember. Gestern, gegen 18.50 Uhr, ereignete sich in der großen Kurve am Ortsausgang nach Gießen ein schwerer Unglücks- fall, dem leider ein Menschenleben zum Opfer fiel. Der 27jährige Heinrich Weh rum von hierüber sich mit seinem Motorrad auf der Fahrt von seiner Gießener Arbeitsstätte nach Hause befand, wurde, soweit die bisherigen Ermittlungen ergaben, aus der Kurve getragen und stürzte so schwer, daß seine sofortige Ueberfuhrung in ärztliche Behandlung nach Gießen notwendig wurde. Er wurde in das evaw gelische Schwesternhaus aebracht, wo er heute mor­gen den erlittenen Verletzungen erlag.

Landkreis Gietzen.

Leihgestern, 2. Dez. Seinen 83. Ge­ll u rt s t a g kann am nächsten Montaa, 4. Dezem­ber, der Landwirt Johannes Heß XXL, Hinden- burgstraße dahier wohnhaft, in guter Gesundheit be­gehen. Dem alten Herrn unseren herzlichen Glück­wunsch.

wg Großen. Bus-ck, r. Dez. Am s-ltrigen Freitag feierte der frühere Zimmermann und Land­wirt Heinrich Dort, wohnhaft Schloßsttaße, fei­nen 8 3. Geburtstag. Der Jubilar erfreut sich noch aller körperlichen und geistigen Frische und verfolgt mit regem Anteil die Geschehnisse unserer Zeit. Frau Margarethe Wagner Wwe., geb. Münch, Alten-Busecker Straße, feierte dieser Tage, ebenfalls bei guter Gesundheit, ihren 8 7. Ge- burtstag. Beiden Jubilaren nachträglich unsere herzlichen Glückwünsche.

kreis Alsfeld.

Homberg, 2. Dez. Am gestrigen Freitag feierte der ehemalige Weißbindermeister Peter Fi­scher seinen 8 2. und am heutigen Samstaa be- geht der ehemalige Spenglermeister und ßanbroirt Heinrich Weitzel seinen 73. Geburtstag. Beide hochbetagte Männer erfreuen sich guter Ge­sundheit. Wir beglückwünschen herzlich.

kreis Vehlar.

(D Krofdorf, 2. Dezember. Frau Witwe Wil- belntine Schmidt, geb. Bender, von hier, Haupt­straße 260, vollendet am kommenden Montag, ihr 8 0. Lebensjahr. Ausgerüstet mit guter Ge- Mund geistiger Frische erfüllt die Jubilarin se ihrer Angehörigen noch häusliche Pflich­ten. Das tiefen ohne Brille macht ihr noch keine Mühe. An der Seite chres im vorigen Jahre ver­storbenen Gatten erzog sie in einem arbeitsreichen ' Leben sechs Kinder, von denen zwei Söhne im 1 Weltkrieg 1914/18 ihr Leben für Volk und Vater- 1 land Hingaben. Der Jubilarin unseren herzlichen ' Glückwunsch.

Der W. K. in Offenbach a. M. war angeklagt, am 14. Juli in Grebenhain durch Fahrlässigkeit den Tod eines Menschen und die Körperverletzung eines an­deren verursacht zu haben. K. überholte in einer Kurve mit seinem Personenkraftwagen einen Hand­wagen, kam dabei unter Außerachtlassung der er- forderlichen Sorgfalt, zu der er traft seines Berufs besonders verpflichtet war, zu weit in die Mitte der richten.

Rechtzeitige Auflieferung der Pakete und Päckchen zu Weihnachten.

Die Deutsche Reichspost fordert in diesem Jahr mit Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse der Kriegszeit die Bevölkerung auf, ihre Pakete und Päckchen auch Feldpostpäckchen, die rechtzeitig zum Fest vorliegen sollen, spätestens bis zum 15. De­zember "ufzuliefern. Nur bann kann erwartet wer­den, bc* die Sendungen die Empfänger noch zum Fest erreichen. Alle, die mit Gaben eine Weih­nachtsfreude bereiten wollen, mögen daran denken und ihre Sendungen möglichst bald der Post über­geben. ,

Grüße an btt Seimar.

Vier Soldaten von der Westfront schickten uns eine Karte mit der Ditte, die besten Front grüße an die hessische Heimat zu übermitteln. Dieser Bitte der feldgrauen Kämpfer der Gefreiten Heinrich Weißmüller aus Gießen, Otto Röhrsheim aus Krofdorf, Konrad Klein aus Salzböden und des Soldaten Heinrich A l l e n d o r f als Alsfeld kommen wir hiermit gerne nach. Den Kame^den am Westwall entbieten wir zugleich die herzlichsten Grüße und besten Wünsche der Heimat für eine gesunde und siegreiche Heimkehr.

tiin stünfhunderter in der Kriegs-WSW.-Lotterie.

Am gestrigen Freitagabend zog ein Feldwebel, der in Polen mitgekämpft und sich dort das Eiserne Kreuz erworben hatte, bei einer Erholungsstunde in einem hiesigen Caf6 ein Los der Kriegs-WHW.- ßotterie mit dem schönen Gewinn von RM. 500.. Seit Beginn der Lotterie, den 15. November, ist dies der zweite Fünfhunderter, der in Gießen in der Kriegs-WHW.-tiotterie gezogen wurde. Die Los- kästen bergen aber Immer noch eine große Anzahl Gewinne, darunter auch noch manchen Fünf- hunderter.

Ein Kapital, das einst Ihrem Kind den Eintritt ins Leben, in den Beruf, in die Ehe erleichtern solll Ein Kapital dessen Auszahlung durch einen Versicherungs­vertrag garantiert wird, das auch dann zur Auszahlung gelangt wenn durch das Ableben des Vaters die Beiträge nicht mehr gezahlt werden können. -Welch eine verantwortungsbewußte Tai der Eltern, die Zukunft des Kindes zu sichern - durch den Abschluß einer Kinderversorgungsversicherung, einer Berufsausbildungs- bzw. Aussteuerversicherungl