** Dienstjubiläum. Der Maschinist Anton Koch, tätig bei den Universitätskliniken in Gießen, Frankfurter Straße 39, feiert am 3. September sein 25jähriges Dienstjubiläum. Herr Koch erfreut sich bei Vorgesetzten und Gefolgschaftsmitgliedern des besten Ansehens.
** Städtische Bücherei. Im August sind 1472 Bände ausgeliehen worden. Davon kamen auf: Literaturgeschichte 2, Zeitschriften 18, Gedichte und Dramen 10, Erzählende Literatur 919, Jugendschriften 196, Länder- und Völkerkunde 90, Geschichte und Biographien 137, Kunstgeschichte 11, Naturwissenschaft und Technologie 31, Heer- und Seewesen 7, Staatswissenschaft 19, außerdeutsche Literatur in den Originalsprachen 3 Bände.
** Die Bezahlung der Strom- und Gasgelder, vor allem der Zahlungsrückstände vom Juni, macht die Direktion der Stadtwerke zum Gegenstand einer Bekanntmachung, die von den Interessenten sorgsam beachtet werden möge.
** Die Heberolle liegt zur Einsichtnahme offen. Für die Festsetzung der Beiträge für land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft ist die Heberolle nunmehr zur Einsichtnahme durch die Beitragspflichtigen aufgelegt worden.
G. A.-Gpori.
Opferspiele fallen aus.
Wie der Kreisfachwart für Fußball uns mitteilt, fallen die Opferspiele am 3. September aus.
Rennmannfchasten bleiben in Belgrad-
Die gegenwärtig in Belgrad weilenden deutschen Rennmannschasten von Mercedes-Benz und Auto- Union sowie die Mannschaft des NSKK. erhielten «cm Freitag im Gemeinschaftsempfang über den Nundfunk Kenntnis von der politischen Entwicklung. Nach dem spontanen Entschluß, sofort die Heimreise enzutreten, setzte sich NSKK.-Obersturmführer Die ne mann als der vom Korpsführer beauftragte Betreuer der Mannschaft mit der deutschen Gesandtschaft in Verbindung. Es wurde den deutschen Fahrern an geraten, mit Rücksicht auf die Freundschaft mit Jugoslawien sowie auf die wirtschaftliche Bedeutung des Belgrader Rennens, das mit dem Start der deutschen Wagen steht und fällt, rorerst auf ihrem Posten zu bleiben. Dieser Entschluß hat in Belgrad große Befriedigung ausge- kst.
Beim Training konnte Hermann Lang auf Mer- csdes-Benz seinen Rekord vom Vortag noch weiter unterbieten. Er fuhr 1:15,2 Minuten = 131,8 km/st) fjr die 2794 Meter lange Strecke. Sein Marken- führte Manfred v. Brauch itsch kam auf 129,6 im/st, und Hermann Müller (Auto-Union) wurde mit 1:17,0 (= 129,2 km/st) gezeitet.
Die verspätet eingetroffene NSKK.-Mannschaft trainierte mit ihren 2-Liter-BMW.-Sportwagen zum erstenmal. Als schnellster kam Briem auf eine Zeit von 1:29,4 Minuten (= 110,6 km/st). Die übrigen Rutschen Teilnehmer in dieser Klasse sind Wenscher lind Röse, gleichfalls auf BMW.-Spoxt. „
machen, der dem Verlierer entsprechende Auskunft gibt. Kraftfahrer, die auf einer Reichsautobahn einen verlorenen Gegenstand finden, können den Fund, falls die Ablieferug bei der nächsten Polizeibehörde zu umständlich ist, bei einer Straßenmeisterei der Reichsautobahn oder einer 'Rufstelle des NSKK.-Verkehrshilfsdienftes abliefern. Diese Dienststellen geben über die nächste Polizeibehörde dem Zentralfundnachweis beim Polizeipräsidium Berlin entsprechende Nachricht.
Güterverkehr nach Ostpreußen gesperrt.
Die Reichsbahndirektion Frankfurt teilt mit: Die Annahme von Gut aller Art nach allen Bahnhöfen Ostpreußens ist gesperrt. Im Inland aufgelieferte, unterwegs befindliche Güter aller Art für Empfangsbahnhöfe im Bezirk der Reichsbahndirektion Königsberg werden zurück- und zur Verfügung des Absenders gehalten.
Achtung! Landjahr!
Mitteilung für die Ellern von Landjahrpflichtigen.
Für die Landjahrlager des Reiches sind rechtzeitig Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt worden, durch die Unterkunft, Verpflegung und Betreuung aller Landjahrjungen und Landjahrmädel für jeden Fall gewährleistet find. Diese Maßnahmen sind sorgfältig vorbereitet worden. Es besteht demnach für die Eltern und Verwandten von Landjahrpslich- tigen nicht der gerinaste Anlaß zu Besorgnissen irgend welcher Art, falls sie eine Zeitlang keine Nachricht aus den Landjahrlagern erhalten haben. Die Regierungspräsidenten der Bezirke, in benen sich Landjahrlager befinden, werden veranlassen, daß die Eltern der Landjahrpflichtigen zur gegebenen Zeit Mitteilung über den Aufenthalt ihrer Kinder erhalten.
Kurzausbildung beim Roten Kreuz.
Die Kreisstelle Gießen des Deutschen Roten Kreuzes läßt am morgigen Sonntag im Singsaal der Oberschule für Mädchen einen Kurzausbildungskursus i beginnen, bei dem die Teilnehmer in acht Doppelstunden für die Arbeit im Deutschen Roten Kreuz die erforderliche Grundlage erhalten sollen.
Gießen-Wieseck.
Gestern konnte unsere Mitbürgerin Elisabethe O ß w a l d, Wagengasse 12, auf eine 50jährige Tätigkeit als Milchausträgerin zurückblicken. Frau Oß- wold ist heute noch sehr rüstig und erfreut sich guter Gesundheit. Wir gratulieren herzlich.
Gießener Wochenmarklpreise.
* Gießen, 2. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse 8 13, A 12^, B 12, C 11^, D 10%, Wirsing, % kg 6 bis 7, Weißkraut 5, Rotkraut 7 bis 8, gelbe Rüben 7 bis 8, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 8 bis 9, Bohnen, grün 13 bis 20, gelb 13 bis 20, Erbsen 15 bis 20, Feldsalat, Vio 15, Tomaten, % kg 15 bis 20, Zwiebeln 12 bis 15, Kürbis 8, Kartoffeln, % kg 5 Rpf., 5 kg 47 Rpf., 50 kg 3,50 RM., Frühäpfel, % kg 15 bis-30 Rpf., Falläpfel 6 bis 8, Pfirsiche 32 bis 35, Brombeeren 35 bis 40, Preiselbeeren 35, Birnen 15 bis 30, Zwetschen 12 bis 17, Mirabellen 20 bis 25, Renekloden 15 bis 18 Rpf.,, Hähne 1,10 bis 1,20 RM., Suppenhühner 90 Rpf. bis 1 RM., Tauben, das Stück 60 bis 70 Rpf., Blumenkohl 10 bis 40, Salat 5 bis 8, Salatgurken 10 bis 30, Einmachgurken 1 bis 5, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20, Ra- dieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf.
Der gerechte Anteil ist jedem gesichert.
Ausreichende Vorratshaltung beim Handel. — Sinnlose Hamsterei unterbunden.
Die erste Wirkung der Ausgabe der Bezugsscheine für lebenswichtige Versorgungsmittel war, daß freudige Zustimmung durch das ganze Volk ging und daß anderseits unsere Widersacher draußen in der Welt erschrocken waren über den Grad der Vorbereitung und der Präzision, mit der Deutschland ihren Angriff von vornherein abzuwehren in der Lage ist. Wenn den Engländern und Franzosen eine Tatsache den Ernst der Situation hat deutlich werden lassen können, dann die der Ausgabe der Bezugsscheine, die ihnen zeigt, daß das nationalsozialistische deutsche Volk gewillt ist, mit der ganzen Wucht seiner völkischen Kraft sich dem Angreifer entaegenzuwerfen, daß es bereit ist zum totalen Krieg.
Wenn wir 1914 auch nur in ähnlicher Weise gehandelt hätten wie heute, wäre kein Versailler Friedensdiktat das Ende des Ringens zwischen Deutschland und der Entente gewesen. Deutschland hätte sich keine Entbehrungen' aufzuerlegen brauchen, wie in den Jahren 1917 und 1918, und es hätte sich dadurch seine Nerven gesund erhalten können. Nach jenen Erfahrungen hat es daher in Deutschland auch niemand verwundert, daß die Bezugsscheine griffbereit dalegen und die Maßnahme über Nacht durch geführt wurde. Es war für uns alle zwar eine Ueberraschung, als wir die Kunde über die Einführung der Scheine hörten und lasen, es war aber eine freudige Ueberraschung, denn jeder von uns weiß, daß die Versorgungslage und die Bevorratung in Deutschland in allen Waren gut ist und viel besser als 1914, da der Führer wachen Auges seit Jahren den Dernich- tungwillen unserer Widersacher erkannte und darauf seine Maßnahmen aufbaute.
Diese Versorgungslage bleibt uns nun unangetastet erhalten, und jeder von uns hat die Gewißheit, daß auch in Zukunft ein gerechter, auskömmlicher Anteil auf ihn und seine Fami
lie entfällt. Die Maßnahme hat aber auch für den Handel und das Gewerbe insofern eine keineswegs zu unterschätzende Bedeutung, als durch sie die normalen Funktionen des Gewerbes und des Verteilerapparates erhalten bleiben, oder anders und noch deutlicher gesagt: es ist die E x i st e n z s i ch e - rung für Handel undGewerbe. Durch diese Maßnahme ist verhindert worden, daß Handel und Gewerbe durch einen einmaligen großen Ausverkauf in schwerste Mitleidenschaft und Unordnung geraten konnten. Wenn es auch einige Tage mit dem regulären Verkauf in den Geschäften Schwierigkeiten machen wird, weil insbesondere bei Spinnstoffen und Schuhwaren die Bezugsscheine erst den Verbrauchern ausgestellt werden müssen, so wird doch in Kürze diese Stockung im Geschäftsleben überwunden sein, und dann hat jeder Geschäftsmann die Gewähr, daß er auch fernerhin damit rechnen kann, sich seine Stammkundschaft zu erhalten, weil er genau so wie sein Nachbar und Konkurrent in der Lage ist, aus einem gut sortierten und gefüllten Lager weiterzuliefern, so daß für das Publikum keine Veranlassung besteht, sich zu „verlaufen".
Und was bedeutet diese Maßnahme für jeden opn uns in finanzieller Hinsicht? Die Reichsregierung hat dafür gesorgt, daß wir nicht nur die Gewißheit haben, in Zukunft mit allen notwendigen Versorgungsgütern eingedeckt zu sein, sondern sie hat uns auch das Geld in der Tasche erhalten. Sie hat uns davor bewahrt, daß irgendjemand nervös werden und sein Geld durch sinnlose Käufe verschleudern kann. Vorräte haben die Fabriken, der Großhandel und der Einzelhandel zu halten, das ist ihre normale volkswirtschaftliche Funktion, aber nicht die des einzelnen Volksgenossen! Er soll und muß die Möglichkeit haben, sich das zu kaufen, was er jeweils braucht! Und diese Gewißheit hat er heute!
Aus der engeren Heimat
Tod
Wirtschaft
eröff-
zwar in ruhiger Haltung, da von der Kundschaft allgemein Zurückhaltung geübt wurde. Die Tendenz blieb aber fest und die Aktienkurse setzten größtenteils durchschnittlich 1 v. H. höher ein, um aber im Verlaufe eher leicht zurückzufallen. Das Geschäft hatte nur kleinen Umfang, wobei der Monatsbeginn miffprach. Stark befestigt und etwas lebhafter lagen JG.-Farben mit 161 (157,25), gingen allerdings später auf 160 zurück. Scheide- anstatt gewannen 2 v. H. auf 215, von Montan- werten Mannesmann 1,65 v. H. auf 106,65, Klock«
ihrem stofflichen Umfang nach zu den reichhaltigsten derartigen Sammlungen gehören dürfte und im Stadtarchiv verwahrt wird. Ihr Schöpfer war der badische Staatsminister Johann Freiherr v. Türkheim-Altdorf (1778 bis 1847), der als Verwandter der Lilli Schönemann und Gatte einer Freifrau von Günderode mancherlei Beziehungen zu Frankfurt hatte. Zeitlich durch viele Jahrhunderte zurückreichend beginnt sie inhaltlich mit den „Gekrönten Monarchen" ganz Europas, berücksichtigt fast sämtliche deutschen Reichsstände, sowie viele deutsche und außerdeutsche weltliche und geistliche Fürsten, Grafen und Herren, Alt- und Neuadelige, geistliche Korporationen und Klöster, die Republiken Nordamerika und Schweiz, endlich zahlreiche Städte und Verwaltungen. Eine Kaiserin Elisabeth von Rußland etwa ist ebenso vertreten wie die viel weniger bekannte Königin Maria de Gloria oder das Fürstentum Monaco. Unter den etwa 100 Abdrücken von berühmten Orignalen sei als Beispiel angeführt das Siegel Childerichs I. aus dem 5. Jahrhundert. Zwar ist ein sehr beträchtlicher Teil der Sammlung noch ungeordnet, darunter auch die vorhandenen Bürgersiegel. Zusammen mit der unlängst aus dem Stadtgeschichtlichen Museum übernommenen großen Serie von Siegelabgüssen und den von jeher im Archiv befindlichen zahlreichen Originalsiegeln bildet unser Stadtarchiv nun auch in dieser wie in so manch anderer Hinsicht einen neuen Anziehungspunkt für die wissenschaftliche Forschung.
Wertvoller Zeitungsfund in Mainz.
LPD. Mainz, l.Sept. In der seit etwa Jah- resftist dem Mainzer Gutenberg-Museum angeschlossenen Forschungsstelle für Papiergeschichte machte deren Leiter, Dr. Alfred Schulte, bei der Durchsicht alter Akten einen wertvollen Fund. Er stellte sieben Nummern aus dem Jahre 1758 der „Chur-M aynzischen Wöchentlichen Frag- und Anzeigungs-Nachrichten" fest, von denen bisher nur vierundeinehalbe Nummer als erhalten bekannt waren. Die nach einer vom 30. Dezember 1743 datierten Verordnung des Mainzer Kurfürsten Carl Friedrich von Ostein begründete Zeitung erschien zweimal wöchentlich, Dienstags und Samstags, erstmals Januar 1744. Die neuaufgefundenen Nummern, die von Februar bis November 1758 reichen, gehören also dem 15. Jahrgang der Zeitung an. Sie wurde gedruckt im Mainzer 'Rochushospital, das auch neben der Post die Zustellung besorgte, und enthielt neben landesherrlichen, gerichtlichen und wirtschaftlichen Nachrichten auch private Anzeigen. Dagegen vermißt man in den vorgefundenen Nummern politische und örtliche Meldungen, von der Ankündigung musikalischer Veranstaltungen abgesehen, so daß die Zeitung lediglich den Charakter eines Anzeigenblattes trägt
Benzin gehört nickt in Kinderhände!
Lpd. Pfungstadt, 1. Sept. In einem Hause in der Adolf-Hitler-Straße kam einem bei einer Familie zu Besuch weilenden elfjährigen Knaben eine Benzin flasche in die Hand, die zum Reinigen von Kleidern bereitgestellt war. Der Junge kam dabei mit der offenen Flasche dem Herdfeuer in der Küche so nahe, daß dos Benzin explodierte. Der Junoe erlitt schwere Brandwunden an der Hand. Außerdem sprangen die Flammen sofort auf die Vorhänge, auf Tisch und Stühle über, doch konnte der Brandherd noch im Keime erstickt werden.
Regierungsveterinärrot Or. Zürn f.
♦ Wetzlar, 1. Sept. Im hiesigen Landratsamt sprach heute nachmittag der Regierungsveterinärrat i. R. Dr. Zürn, der erst am 31. Juli wegen Krankheit in den Ruhestand getreten war, vor mit dem Wunsche, in dieser Zeit, da jede Kraft gebraucht wird, der Volksgemeinschaft wieder dienen zu dürfen. Während der Rücksprache wurde der verdiente und tatfreudige Beamte von
Oampfsägewerk Lollar B. 7!uhn AG. Lollar-Gießen.
Fwd. Die mit 155 000 RM. arbeitende Gesellschaft erzielte in 1938 einen Rohertrag von 395 000 RM., dem u. a. 227 000 RM. Personalaufwendungen, 62 000 RM. Steuern, 8000 RM. Zinsen und 24 000 RM. Abschreibungen auf Anlagen gegenüberstehen. Nach Zuweisung von 48 000 RM. zu den freien Rücklagen verbleibt einschl. 4950 RM. Vortrag ein Jahresreingewinn von 29170 RM., über dessen Verwendung keine Angaben gemacht werden. In der Bilanz betragen Vorräte 129 000 RM., Warenforderungen 105 000 RM., eigene Aktien nom. 50 000 RM., flüssige Mittel 12 000 RM. Anderseits bei 155 000 RM. Grundkapital Rücklagen 143 500 RM., Rückstellungen 60 000 RM., WarenschuDen 22 000 RM., Wechselschulden 15 000
RM. und sonstige Schulden 19 500 RM. Anlagen stehen mit 129 000 RM. zu Buch.
Vhein-Mainiscke Börse.
THiffagsbörfe ruhig, aber fest.
einem Herzschlag ereilt, der seinen sofortigen T > d zur Folge hatte.
Frankfurt a. M., l.Sept. Die Börse nete unter dem Eindruck des politischen Geschehens
Unfall beim Abschleppen eines Lastkraftwagens.
Am Donnerstag zwischen 20 und 21 Uhr ereignete sich auf der Reichsautobahnftrecke Gießen— Alsfeld in der Gemarkung Lumda ein Verkehrsunfall, der zum Glück noch glimpflich verlief. Dort fuhr ein Lastkraftwagen in Richtung Alsfeld, der ein anderes Lastauto an einem Seil abschleppte. An einer abschüssigen Stelle rollte der Hintere Wagen nach vorne, so daß die Straffung des Abschleppseils nachließ und das Seil sich zwischen die Achse des abschleppenden Wagens verfing. Dadurch stürzte der Hintere Lastkraftwagen um, glücklicherweise blieb er aber auf der Autobahnstrecke liegen. Die Mitfahrer des umstürzenden Wagens kamen erfreulicherweise mit leichten Verletzungen davon, an dem Wagen entstand jedoch allerlei Sachschaden.
Gemeinderat in Schotten.
* Schotten, 1. Sept. In feiner gestrigen Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Voranschlag für das städtische Krankenhaus, der in Einnahme und Ausgabe mit je 113 000 RM. abschließt. Der Voranschlag wurde angenommen. Mit einer freiwilligen Versteigerung der der Stadt gehörigen alten Herberge ist der Gemeinderat einverstanden. Der Waldwirtschaftsplan für den Stadtwald für 1940 wurde besprochen und diesem zugestimmt.
Landkreis Gießen.
<£ Leihgestern, 2. Sept. Seinen 83. Geburtstag kann am Montag, 4. September, der schon über 6 Jahrzehnte auf dem Neuhof dahier bedienstete Heinrich Winter in guter Rüstigkeit begehen. Dem Jubilar unseren herzlichen Glückwunsch.
Kreis Büdingen.
* Büdingen, 1. Sept. Auf der Landstraße nach Rinderbügen ereignete sich am heutigen vormittag ein A u t o u n f a l l. Dabei wurden der 29 Jahre alte Maurer Karl Schlegel aus Kefenrod und der 18 Jahre alte Armin Hartmann aus Büdingen verletzt und alsbald nach Gießen in die Klinik verbracht. Dort liegt Schlegel mit einer Gehirnerschütterung darnieder, während Hartmann nach Versorgung seiner leichteren Verletzungen nach Hause entlassen werden konnte.
Frankfurt a. M. erwarb eine Siegelsammlung.
Lpd. Frankfurt a. M., 1. Sept. Der Stadt Frankfurt gelang kürzlich der Erwerb _ einer Sammlung von rund 20 000 Original- si egeln, die nicht nur zahlenmäßig, sondern auch
Abzeichen der Erntehilfe.
Jeder Student, der am Ehrendienst in der Erntehilfe teilnimmt, erhält die vom Reichsstudentenführer geschaffene Plakette. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
ner und Buderus je 1 v. H., während Stahlverein 0,25 v. H. abbröckelten auf 99,75. Im übrigen kamen zunächst u. a. zur Notiz: AEG. 118 (unv.), Betula 166 (165,50), Gesfürel 132,50 (132), Daimler 119,50 (119,75), Zellstoff Waldhof 114,75 (114,50), Hapag 51,50 (50,50), Westdeutsche Kaufhof unv. 96,25. Verein. Deutsche Metall blieben von der Kapitalerhöhung unberührt und lagen mit 174,50 unverändert.
Am Rentenmarkt war das Geschäft äußerst klein. In Pfandbriefen bestand stellenweise größeres Angebot als in den letzten Tagen, es fanden bei unveränderten Kursen schlank Aufnahme. Industrie-Obligationen schwächten sich dagegen meist 0,25 bis 0,50 v. H. und 5 v. H. Eisenbahn-Renten- Bank sogar 1 v. H. auf 84,50 ab. Staats- und Stadtanleihen notierten unverändert, Reichsaltbesitz eine Tönung fester mit 131,90 (131,80). Steuergutscheine I bewegten sich bei 97,45.
Im weiteren Verlauf war das Geschäft sehr klein, die Haltung blieb unter leichten Schwankungen fest. Höher waren u. a. AEG. mit 118,75 nach 118, Goldschmidt mit 139,50 nach 138,50, Verein. Stahl
Vcc tzplikec am JBatjnhof j
mit 100 noch 99,75 und Pheinstahl mit 133 nach 132,50 (131), nur Waldhof 0,50 v. H. rückläufig auf 114,25. Auch bei den erst später zustandege- kommenen Kursen überwogen Befestigungen von etwa 1 v. H.
Der Freiverkehr lag geschäftslos; Dingler Maschinen waren mit 100 v. H. angeboten (zuletzt 102,50). Tagesgeld unverändert 3 v. H.
Abendbörse uneinheitlich.
Die Abendbörse blieb im ganzen gesehen auf einen festen und zuversichtlichen Ton gestimmt, hatte aber keine einheitliche Entwicklung. Während JG.-Farben gefragt wurden und 1,25 v. H. an- zogen auf 161,25 und Siemens um 1 v. H. auf 195, lagen in einigen anderen Papieren einige Bestens-Verkäuse vor. So ermäßigten sich Mannesmann um 1,40 v. H. auf 105,25, Verein. Stahl um 0,75 v. H. auf 99,25, Adlerwerke auf 96 (96,75), Bemberg auf 132 (132,75), Gesfürel auf 131 (132,50) und AG. für Verkehr auf 110 (110,50). Rheinstahl gewannen 0,25 v. H. auf 133,25, Metall- gesellschaft 0,50 v. H. auf 110,50, Rbeinmetall 0,25 v. H. auf 121 und BMW. 0,25 v. H. auf 137,25. Daimler mit 119,50, Licht & Kraft mit 132,50 und Reichsbank mit 179,50 blieben behauptet. Renten waren sehr still, 6 v. H. JG.-Farben 120,40, Reichs- bahn-VA. ebenfalls unv. 122,50. Steuergutscheine I gingen eine Nuance fester mit 97,55 bis 97,60 (97,45 bis 97,50) um.
SchulleistungundLebensleistuna
Eine zuverlässige Frage, ob Schulleistung und Lebensleistung einander entsprechen, erhält man nicht durch die lieber prüfung von Lebenserinnerungen berühmter Männer, die immer Ausnahmen darstellen, sondern nur durch praktische Untersuchungen. Dr. Lottmann hat solche Untersuchungen an- gestellt, über die er jetzt im amtlichen Organ des Jugendführers des Deutschen Reichs berichtet. Seine Untersuchungen erstrecken sich auf zwei humanistische Gymnasien im Norden und Westen des Reiches, von denen das eine in einer Großstadt, das andere in einer mittleren Kreisstadt mit viel Schülerzugang vom Lande liegt. Insgesamt waren 927 Abiturienten aus dem Abschlußfahrgängen 1885 bis 1914 Gegenstand des Veraleichs von Schul- leistuna und Lebensleistung. Die Schulleistungen dieser Abiturienten wurden für alle drei Schul- stufen (VI bis IV: Unterstufe, U III bis U II: Mittelstufe, O II bis O I: Oberstufe) und das Reifezeugnis gesondert feftgefteöt. Es wurden also für fast alle Abiturienten die Schulleistungen von der ersten Klasse bis zum Abschluß erfaßt. Die nahezu 2 5 0 0 0 Zeugnisse, die dieser Betrachtung zugrunde liegen, wurden eraänzt durch die Charakteristiken, welche die Lebrer über die Schüler beim Abitur abgegeben haben, und die beantworteten Fragebooen, die an die Abiturienten versandt worden sind. Es ist klar, daß die Ergebnisse, die für den Durchschnitt gewonnen sind, nicht aüf jeden einzelnen Vertreter der Berufsgrupve bezogen werden können, da innerhalb der Berufsgriippe neben dem festgestellten Durchschnitt auch die Extreme nach beiden Seiten auf treten. Es ist nicht von ungefähr, daß die Studienräte sich während der ganzen Schulzeit als oute Schüler behaupten, ihnen liegt der Schulbetrieb, was fa auch in ihrer Berufswahl zum Ausdruck kommt. Ihr Beruf fordert von ihnen neben der pädagogischen Befähigung eine ganz besondere (Planung und Neigung zur theoretischen Arbeit. Sehr interessant ist die Betrachtung der verschiedenen Gruppen von Rechtswabrern. Von diesen wurden als nute Schüler die Kammergerichtsräte ermittelt, also Juristen, die im Revisionsverfahren eine größere Bereitschaft für die Bearbeitung grundsätzlicher Fragen des Rechtes auf- weisen müssen als die übrigen Juristen. Mit überdurchschnittlichen schulischen Leistunaen findet man weiter die Rechtsanwälte und die Juristen in freien Berufen, die theoretische und praktische Intelligenz in gesunder Mischung zu vereinen haben. Als Zwischengruppen zwischen theoretischer


