Ausgabe 
2.8.1939
 
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3n Gießen vor 25 Jahren

Trauungen im schönen alten Rathaussaal

Ausmarsch 1914 in Gießen (Aufnahme: Archiv.)

Der Trausaal im Blumenschmuck. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Gießen-Wieseck, Herborn, den 1. August 1939.

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Gießen, den 2. August 1939.

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Die Trauerfeier findet Freitag, 4. August, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt.

Heute morgen entschlief nach langem, schwerem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser lieber Schwieger­sohn, Bruder, Schwager und Onkel

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Eine schöne Neuerung wurde für die standes­amtlichen Trauungen im Alten Rathaus zu Gießen eingeführt. Der Trausaal, der sich in einer schönen Gestaltung zeigt und durch das schwere Balkenwerk, durch die Ausstattung mit schweren Tischen und Stühlen besonders ge­eignet ist, würdiger Rah­men für die Feiern der Trauung zu sein, wird in Zukunft auf besondere Weise mit Blumen und frischem Grün geschmückt werden. Im Blickpunkt des Brautpaares sind ein Bildnis des Führers und die Fahne des Groß­deutschen Reiches ange­bracht ^vorden. Außer­dem schmückt ein Bildnis des Reichsinnenministers Dr. Frick den Raum. Schöne, blühende Blu­menstöcke stehen auf den

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Die Veranstaltungen aus Anlaß des Kriegs- ausbruches vor 25 Jahren lenken den Blick zurück in eine bewegte Zeit und legen es nahe, sich noch einmal zu gegenwärtigen, wie sich vor einem Bierteljahrhundert das große Geschehen in unserer Stadt im Bilde der Heimatzeitung spiegelte. Wenn wir den Band des Gießener Anzei­gers vom Sommer 1914 aufschlagen, so finden wir im Text und Anzeigenteil allerlei Bemerkens­wertes, das heute wohl der Vergessenheit entr-ssen zu werden verdient.

Bereits am Samstag, 1. August 1914, erschien auf der ersten Seite und an der Spitze des Blattes eine Bekanntmachung des Kommandierenden Gene­rals von Schenck über die Erklärung des Kriegszustandes für den Bezirk des XvilL Armeekorps. Auf der gleichen Seite befindet sich ein Aufruf des Kommandierenden Generals an die Bevölkerung, worin der Erwartung Ausdruck ge­geben wird, daß jedermannalle Militär- und Zioilbehörden freudig und rückhaltlos unterstützen und uns damit die Erfüllung unserer hohen vater­ländischen Pflichten erleichtern wird." Unmittelbar darunter befindet sich eine Bekanntmachung des Ziviloorsitzenden der Ersatzkommission des Kreises Gießen über den freiwilligen Eintritt ins Heer im Kriegsfälle:1. Nach ausgesprochener

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wendung bei vorderer Linie gebeten. Möge das gute Beispiel viel Nacheiferung finden! ... Im Anzeigenteil erscheinen neben dem Wortlaut der Mobilmachungsordre und dem Aufruf des Landsturmes besonders bemerkenswert u. a. eine behördliche Warnung vor dem Genuß unge­kochten Wassers sowie genaue Anweisungen über das Brieftaubenwesen und die auf diesem kriegswich­tigen Gebiete erwartete tätige Mitwirkung der ge­samten Bevölkerung. Der k. und k. Vizekonsul in Frankfurt a. M. hat einen großen Aufruf an alle Wehrpflichtigen Oesterreich-Ungarns erlassen.

Am 3. August wird ferner über eine tags zuvor, also am Sonntag, abgehaltene Stadtverord­netensitzung berichtet, in welcher Maßnahmen aus Anlaß des Kriegsausbruches beschlossen wur­den; u. a. wurde hier durch den Oberbürgermeister Keller vor sog. Vorratskäufen, ungerechtfertigten Preiserhöhungen und unbegründeten Abhebungen von Einlagen bei der Bezir'kssparkafse nachdrücklich gewarnt. Einstimmig wurde beschlossen, dem Gieße­ner Regiment als Liebesgabe eine erste Rate von 3000 Mark zu überreichen, die an minderbemit­telte Unteroffiziere und Mannschaften verteilt wer­den sollen.

In der gleichen Ausgabe des Gießener Anzeigers vom Montag, 3. August, findet sich ein ganzseitiger

Aufruf des Roten Kreuzes, in welchem die Bevölkerung um reichliche Geldspenden gebeten wird. In der Nummer vom Dienstag, 4. August, lesen wir u. a. einen Aufruf des Großherzogs von Hessen, in dem von der alten Hessentreue die Rede ist, die sich in schwerer Zeit stets bewahrt habe...

414 Meldungen

für die Hessische Heimatfahrt.

Die hessische Heimat fahrt, die das nw- torsportliche Programm der NSKK. - M 0 t 0 r - gruppe Hessen um eine sehr wertvolle Veran­staltung bereichert hat, erfreut sich eines lebhaften Zuspruchs aus Fahrerkreisen. Nicht weniger als 4 1 4 Meldungen wurden für die Fahrt am 5. und 6 August abgegeben. Den Hauptanteil stellt das NSKK. mit 293 Fahrern, die HI rückt mit 37 Fah­rern an. Die # ist mit 33 und die Wehrmacht mit 40 Fahrzeugen vertreten. DDAC., Polizei und NSFK schicken die restlichen Teilnehmer. An Mann­schaften sind bei den Krafträdern 29 und bei den Personenkraftwagen 24 beteiligt. PKW. und Kraft­räder fahren übrigens auf getrennten Strecken im nördlichen Taunus.

im 61. Lebensjahre.

Die trauernden Hinterbliebenen: 1. d. N.: Kätchen Moutarde.

löffel Klosterfrau-Melissengeist mit einem Eßlöffel Wasser verdünnt trinken. Das gilt besonders für ältere Leute, derdn. schwächerer Gesamt-Organismus der Hitze weniger Widerstand leistet. Meist hilft das gut well Klosterfrau-Melissengeist eine beruhigende und regulierende Wirkung auf grundlegende Funktionen des menschlichen Organismus ausübt, besonders auf Herz- und Nerventätigkeit.

Lesen Sie bitte, wie feine Verbraucher urteilen! So schreibt Herr Karl Elbers- Kirch Schwerkriegsbeschädigter. Bad-Ems. Kavcllenstr. 3 am 24.5.39: ,2m letz­ten Lahr litt ich sehr oft unter nervösen Herzbeschwerden. Da diese nicht besser wurden, machte ich einen Versuch mit Klosterfrau-Melissengeist und nahm ich 3 mal täglich einen Teelöffel voll mit einem Eßlöffel Wasser verdünnt. Bereits nach einigen Tagen stellte ich eine überraschende Besserung fest. Diese hat sich bis heute gehalten. 3d) nehme daher Klosterfrau-Melissengeist weiter und kann die­sen jedem der an ähnlichen Beschwerden leidet, empfehlen."

Mobilmachung können von allen Ersatztruppenteilen Freiwillige jederzeit angenommen und eingestellt werden..."

Der 2. August, als der erste Mobi l ma chu n as- tag, fiel auf einen Sonntag. Die Nummer des Gießener Anzeigers vom Montag, 3. August, erschien unter der klassischen UeberschriftDas Volk steht auf, der Sturm bricht los!" und brachte dann bereits Meldungen über die ersten Kriegshand­lungen, Grenzüberfälle der Russen und ein Bombardement des Kriegshafens von Libau durch unseren kleinen KreuzerAugsburg". Im Anzeigen­teil der gleichen Nummer richtet der Verlaa des Gie­ßener Anzeigers einen Aufruf an die Leserschaft, daß die Mobilisierung und die damit verbundene Einstellung von Angestellten und Arbeitern zu einer vorläufigen Einschränkung des Zeitungsum­fanges zwinge, und daß der Mobilmachungsfahr­plan während der nächsten Tage die regelmäßige Zustellung der Zeitungspakete für die Leser auf dem Lande mit der Bahn wahrscheinlich nicht zulassen werde. In der gleichen Nummer findet sich im Text­teil u. a. die folgende Notiz:Eine größere Anzahl Kriegsfreiwilliger hat sich bereits gemeldet, darunter Herren von 64, 62, 42 Jahren. Auch der im Dienst­grad Höchststehende der hiesigen Stadt, General­leutnant z. D. K l i n g e l h ö f f e r, hat um Ver-

Gerade im Sommer treten unter dem Einfluß der Hitze Herz- und Nervende, fdiroerben stärker auf als zu anderen Jahreszeiten; häufig ist Schlaflosigkeit da­mit verbunden. Bei solchen Beschwerden sollte man 13 mal täglich einen Tee-

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Weiter Herr Loses Barth (Bild nebenstehend). Heeresarbeiter, Änif 59 bei Salzburg, am 25.5.39: ,3d) gebraudie schon seit längerer Zeit Klosterfrau-Melissengeist bei nervösen Herzbeschwerden mit gutem Erfolg.

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Heute verschied unser lieber Arbeitskamerad, der

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Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 3. August, nachmittags

4 Uhr, vom Sterbehaus, Alicestraße 27, aus statt

nachdem er 31 Jahre zu den Unseren gezählt hat. Wir

betrauern in dem Heimgegangenen einen tüchtigen

Fachmann aus unserem alten Gefolgschaftsstamm,

einen treuen Mitarbeiter von guter Gesinnung.

Gießen, den 2. August 1939.

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Am 30. Juli verschied nach langer, schwerer Krankheit

unser innigstgeliebter Sohn und Enkel

Hugo Müller

im 25. Lebensjahr.

In tiefer Trauer:

Robert Pinkert und Frau Marie, verw. Müller. geb.Weber

Anton Krd. Müller und Frau, die Großeltern

nebst allen Angehörigen.

Frankfurt a. M., Lang-Göns, den 1. August 1939.

Die Beerdigung findet Donnerstag, den 3. August, vor­mittags 81/» Uhr, in Frankfurt a. M. statt.

Todes-Anzeige.

Heute entschlief sanft unsere liebe Mutter und Großmutter

Marie Rohrbach Wwe., geb. Rein

im 70. Lebensjahre.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Familie Otto Rohrbach

Familie Robert Will

Familie Karl Rohrbach Familie August Rohrbach.

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