Ausgabe 
2.8.1939
 
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Aus aller Wett

Am 1. August 1914 ging der zu einem Hilfsminenleaer umgebaute deutsche SeebäderdampferKönigin Luise" nach Erfüllung einer wichtigen militärischen Aufgabe vor der Themsemündung im schweren Feuer des englischen Ki--------- o<.....t!* " " /='" ~'

Vor 25 Lahre«: Heldenfahrt des BäderschiffsKönigin Luise"

Der Arzt lernt von der Leinwand.

Unterrichtsfilm und Zortbildungsfilm. Operationsbilder prägen sich ein. Trickfilm zeigt Behandlung innerer Krankheiten.

Neue Grundsähe für den Wohnungsbau

Oie Deutsche Arbeitsfront als Wegweiser.

Lungsaschisten und Hitler-Jugend Seite an Seite.

Oie große Radfernfahrt Rom-Berlin-Rom.

schulen, ferner Nationalsozialistische Musterbetriebe sowie Baudenkmäler und andere Stätten deutschen Kunstlebens kennenzulernen.

Hitlerjungen und Jungfaschisten waren am Bren­ner mit ihren Rädern angetreten. Nach dem Ab­schreiten der Front nahm Baldur von Schirach das Wort und sagte u.a.:Das deutsch-italienische Bündnis ist durch die Begeisterung der Jugend in beiden Staaten millionenfach bekräftigt. Die Achse besitzt in der Jugend die unermüdlichsten Bekenner und Verteidiger. Ihr kommt nicht als Gäste in ein fremdes Land, sondern als Freunde zu euren Freun­den." Nachdem die deutschen Hymnen verklungen waren, gab der Reichsjugendführer den Befehl zum Beginn der Fahrt

Auf ihrer Freundschaftsfahrt trafen 220 Jung­faschisten und acht höhere MilizoffiLiere mit ihren 220 deutschen Kameraden abends in Scharnitz, der Grenze des Traditiönsgaues München-Oberbayern ein. In Garmisch-Partenkirchen gab Gauleiter Reichsstatthalter Adolf Wagner den Milizoffizie­ren und den Führern der Abordnungen - Empfang.

Berlin, 1. Aug. (DNB.) In einem Festakt wurde am Dienstagnachmittag durch Reichsorgani- fationsleiter Dr. Ley, den Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt, Staatsrat Speer, und Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lip­pert die feierliche Grundsteinlegung für die große Wohnsiedlung Eharlottenburg-Nord vollzogen. Sie wird ein nach neuzeitlichsten Gesichtspunkten durch weite Grünanlagen aufgelockertes neues Stadt­viertel für sich darstellen und mit insgesamt 11 500 vorbildlich angelegten Wohnungen rund 4 0 000 Menschen aufnehmen.

Neichsorganisationsleiter 0r. Ley

hiell dabei eine Ansprache, in der er u.a. sagte: Der Nationalsozialismus hat noch nie vor einem Problem und wenn es noch so unüberwindlich erschien kapituliert. Wenn mit den heutigen Baumethoden und dem heutigen Bauverfahren das Wohnungsbauproblem nicht gelöst wer- den rann, so ziehen wir Nationalsozialisten den einzig möglichen Schluß: Die jetzigen Baumethoden rächen nicht aus, sie müssen vervollkommnet i werden.

®rft dadurch, daß man beim Volkswagen die »größtmögliche Rationalisierung aller »vorhandenen Mittel und Arbeitskräfte einsührte, er­reichte man das erstaunliche Ziel. Das gleiche Prinzip werden wir nun beim Wohnungs- Lau anwenden.

Seif Jahren Hal die Deutsche Arbeitsfront eine erstaunliche Vorarbeit geleistet. Die Deut- sche Arbeitsfront stellte sich hierbei drei Ziele: Einmal muhte erreicht werden, den Rohbau durch eine rationalisierte Bauweise zu verbilligen, ohne dabei die Güte der Hauser leiden zu lassen. Zweitens muhte durch eine weitestgehende Normung des Fertigbaues Normung der Türen, Fenster, Decken, Fuhböden eine weitere Verbilligung erstrebt werden. Diese Normung der Einzelteile bedeutet selbst­verständlich keine Uniformierung der architekto- Nischen Gestaltung. Drittens stellte sich die Deut­sche Arbeitsfront das Ziel, eine neue Dohnkul- tur durch praktische, billige und schöne Möbel herbeizuführen. Unser Ziel ist und muh fein, schöne, geräumige, gesunde und billige TB ot) nun gen für die schaffenden deutschen Menschen zu erstellen.

So kann ich heute bei der Grundsteinlegung die- i5r ersten Berliner Großsiedlung mit ehrlicher Ge­nugtuung mitteilen, daß' wenn der Führer den Lrefehl zum Großangriff des Wohnungsbaues und ^edlungsproblems erteilen wird alle technischen inb organisatorischen Voraussetzungen gegeben sein werden, das Wohnungsproblem in Deutschland für immer zu lösen.

heute wird im Auftrage des Führers der erste

Brenner, l.Aug. (DNB.) Der Grenzpaß der befreundeten Staaten Deutschland und Italien am Brenner prangte am Dienstag in reichem Flaggen­schmuck, als sich auf deutschem Boden die Teilneh­mer der Radfernfahrt RomBerlin- Rom, etwa 200 Jungfaschisten und 200 h i t l e r j u n g e n , zusammenfanden. Die Fahrt führt symbolisch die Verbundenheit der italienischen und der deutschen Jugend vor Augen. Sie geht am ersten Tag nach Garmisch, dann weiter nach Lands­berg am Lech, Augsburg, Nürnberg, Weimar, Co­burg, Leipzig, Dessau, in die Reichshauptstadt, von da über Lübeck und Kiel nach Hamburg. In Ham­burg ist der deutsche Teil der Radfernfahrt beendet. Mit dem Zug geht die Fahrt wieder zum Brenner. Dort werden die Räder erneut bestiegen zur Weiter­fahrt nach Rom. In Rom werden die Hitlerjungen, die aus allen Gebieten Deutschlands stammen, län­gere Zeit mit den italienischen Kameraden ein La­gerleben führen.

Der Aufenthalt der Jungfaschisten in Deutschland wird vier Wochen dauern. Sie werden dabei Ge­legenheit haben, zahlreiche Einrichtungen wie Reichs- arbeitsdieustlager, Jugendherbergen und HJ.-Flieger-

Der große Spielfilm, der zur Zeit vom Leben und Wirken Robert Kochs gedreht wird, unter­nimmt es, wissenschaftliche Forschung und ärztliches Handeln in packender Anschaulichkeit auf der Lein­wand zu zeigen. Während sich hier Künstler in die Haltung und Arbeit bedeutender Wissenschaftler ein­fühlen Emil Iannings hat sich im Robert- Koch-Jnstitut selbst von einigen Schülern Robert Kochs einführen lassen, und Operationen bekannter Chirurgen angesehen nützt die Wissenschaft selbst schon seit längerem als wertvolles Hilfs- und Dar- stellungsmittel: Es ist ein besonderes Verdienst der deutschen Gesundheitsführung, daß seit einigen Jah­ren wichtige Fragen der ärztlichen Krankheits­erkennung und der Behandlung in besonderen Fil­men behandelt werden, so daß auf diesem Gebiet bis heute bereits eine große Erfahrung gesammelt werden konnte, über die Dr. E. K i t t l e r (Berlin) in einer Sitzung der Berliner Medizinischen Ge­sellschaft eingehend berichtete.

Oer Fortbildungsfilm.

Der Arzt bleibt immer ein Lernender, auch wenn er seit Jahren in der Praxis steht; denn die Natur offenbart sich den Forschern ständig neu. Diesem Gedanken trägt die ärztliche Fortbildung in Deutschland und in vielen anderen Ländern mit ihren regelmäßigen Kursen Rechnung. Selbstver­ständlich sieht ein Film, der bei einem ärztlichen Fortbilvungskursus gezeigt werden soll, anders aus als ein Lehrfilm, den der Universitätsprofessor im Kolleg seinen Studenten vorführt. Dem Medizin­studenten muß ein Thema filmisch bis zu den geringfügigsten Einzelheiten aufgeschlossen werden, während es für den praktisch tätigen Arzt im Fort­bildungskursus genügt, wenn er über das Neuartige an einer Untersuä^ingsmethode oder eine neue Operationstechnik für einen an sich bekannten Krankheitszustand orientiert wird.

Wissenschaftliche Dramaturgie.

Film verlangt Handlung. Das ist nicht nur im Spielfilm eine künstlerische Regel, das ist ein aus der Eigenart des Filmes selbst stammendes Gesetz. Wirklich dramatische Handlung, wie sie sich in Bil­der fassen läßt, gibt es in der ärztlichen Arbeit hauptsächlich in der Chirurgie. Aber die ärzt­lichen Fortbildungskurse dienen in erster Linie doch dem Allgemeinpraktiker.. Daher hat es sich als das Wichtigste herausgestellt, die sogenannteKleine Chirurgie", wie sie auch der Arzt in der Sprech­stunde oft ausüben muß, in den Filmen der ärzt­lichen Fortbildung zu zeigen und in ihnen einzelne seltener benutzte Techniken ins Gedächtnis zurückzu­

ichtlgen militärischen Aufgabe vor der Themsemündung im schweren v , 'reuzersAmphion" unter. Die Besatzung derKönigin Luise", die von derAm­phion" an Bord genommen wurde, fand wenige Zeit später den Heldentod, als der englische Kreuzer auf eine der von dem deutschen Bäderschiff gelegten Minen anslief und sank, deren Lage die tapferen Männer von derKönigin Luise" trotz schärfster Verhöre auf derAmphion" nicht preisgegeben hatten. Dieses Bilddokument zeigt dieKönigin Luise" zwei Tage vor ihrem Untergang auf der Marinewerft in Wilhelmshaven, wo das Schiff als Hilfsminenleger ausgerüstet wurde. (Scherl-Bilderdienft-M.)

rufen oder neue zu vermitteln. Esi st bei der ganz und gar auf das Auge gerichteten Einstellung des modernen Menschen viel klarer und eindeutiger, so etwas im Filmbild zu zeigen, als es nur zu erläutern. DieGroße Chirurgie" wird daneben nicht vernachlässigt. Aber es kommt sellbstverständ- lich weniger darauf an, dem Beschauer eines solchen Filmes durch den Film das Operieren beizubringen: Das ist gar nicht möglich, denn dazu gehört immer die eigene Praxis! Aber der Arzt, der im Fortbildungskursus einen solchen Film gesehen hat, verbindet nur mit dem Fachausdruck, der z. B. in seiner Fachzeitschrift gebraucht wird, eine ganz be­stimmte Vorstellung. Er ist sich über die Wirkungs­weise des Eingriffs klar und kann feine Patienten beraten, er kann auch auf Grund des Filmes die Erfolgsaussichten besser übersehen.

Trickbilder von inneren Krankheiten.

Der Trickfilm gilt meist als eine amüsante Unter­haltung im Vorprogramm eines Kinoabends, als optische Taschenspielerei". Trickstlm ist aber eigent­lich nichts anderes als eine Folge geschickt ver­bundener Zeichnungen und Bilder, die oas lebendig zeigen, was die Kamera nicht einfanaen kann. Des­halb ist der Trickfilm auch der unentbehrliche Helfer des zu Lehrzwecken filmenden Arztes geworden, 3. B. bei allen Fragen innerer Krankheiten. Er ist yier, wie Dr. K i t t l e r meinte, nurd i e mo­derne Form der Wandtafelzeichnung". Ganz besonders wichtig wird der Film für die ärztliche Fortbildung aber dort, wo er scheinbar gar nicht ärztliche Probleme behandelt: Der Arzt will nicht nur helfen und heilen, er will auch vor­beugen. Für Heilen wie Vorbeugen aber ist es wichtig, daß es außer dem vor ihm zur Unter­suchung stehenden Menschen auch dessen Leben und dessen Arbeit kennt. Der Beruf, der da auf dem Krankenschein angegeben ist, muß für den Arzt mehr als eine schemenhafte Bezeichnung fein. Um den Aerzten eine lebensnahe eigene Vorstellung von den Beanspruchungen zu geben, denen ihre Patien­ten im Berus genügen müssen, ist es nicht not­wendig, ganze Bildreportagen vom Werdegang der einzelnen Jndustrieerzeugmsse zu geben. Aber die wichtigsten Arbeitsvorgänge, die Arbeitsphasen, in denen die Beanspruchung des Arbeiters har zutage tritt, die muß der Arzt in Filmen miterleben können, wenn er wirklich Gesundheitsführer fein soll. In einer Reihe von Ausschnitten aus fertigen Filmen der ärztlichen Fortbildung gab Dr. K i t t - l e r einen anschaulichen Ueberblick über die Ent­wicklung dieses eigenartigen wichtigen Filmzweiges und über die großen Erfahrungen, die gemacht werden konnten. Dr. J. Sch.

kannter Ursache ein Schadenfeuer aus, das sich rasch auf das Kohlen- und Kolkslager ausdehnte. Aus drei Dutzend Schlauchleitungen versuchten die Wehren, das Feuer von den übrigen Gebäudeteilen fernzuhalten. In der Oelhalle explodierte ein eiser­nes Oelfaß, wobei eine Frau durch umherfliegende Eisensplitter verletzt wurde.

44 Menschen bei einem Fährunglück auf den Philippinen ertrunken.

Zwischen den Philippinen-Inseln Samar und Leyte kenterte bei schwerer See eine Motor­fähre, die 80 Personen an Bord hatte. 36 konnten sich mit Hilfe von Rettungsgürteln so lange über Wasser halten, bis sie von herbeieilenden Schiffen aufgefischt wurden; 44 ertranken.

Jüdische Devisenschieber abgeurteilt.

Lpd. Frankfurt a. M., 1. August. Die Große Strafkammer befaßte sich mit Devisenschie« b u n g e n, die von einer Bande verübt wurden, deren Mitglieder sich heute in Belgien aufhalten. Im Mittelpunkt stand der früher in Frankfurt am Main ansässige Rechtsanwalt Alex Israel I e s s e l, der sich vor einiger Zeit heimlich ins Ausland be­gab. Das Anwaltsbüro war von feinem Verwandten Israel Groß weiteroeführt worden. Jessel besaß Wertpapiere und Guthaben. Das Vermögen wurde auf ein Postscheckkonto überwiesen und 21 000 RM. abgehoben. Ein Teil des Geldes ging zunächst an einen Verwandten in Nürnberg, wurde später dort abaeholt und dann nach Belgien geschafft. Auch Jessel versuchte einen Betrag von 8000 RM. ins Ausland zu bringen. Er gab das Geld zunächst einer Frau, die es nur gegen ein bestimmtes Stich­wort dem Abholer auShändigen sollte. Das Gericht verurteilte Jessel wegen versuchten und vollendeten Devisenvergehens zu 1 Jahr und 9 Monaten Ge­fängnis und 50 000 RM. Geldstrafe, den Mitbe- schuldigten, ebenfalls ins Ausland geflüchteten Groß zu 15 Monaten Gefängnis und 32 000 RM. Geld­strafe.

Wetterbericht

Die Luftdruckverteilung über Europa zeigt eine Aenderung. lieber dem Festland herrscht weiterhin eine verhältnismäßia frische Westströmung, die der Witterung ein wechselhaftes Gepräge gibt. Neben Aufheiterung ist weiterhin mit zeitweiligen kürzeren Regenfällen zu rechnen.

Vorhersage für Donnerstag: Wech­selnd bertiöltt mit Aufheiterung, aber auch kurzen Schauerniederschlägen. Temperaturen wenig ge­ändert. Südwestliche bis westliche Winde.

Lufttemperaturen am 1. August: mittags 20 Grad Celsius, abends 16,5 Grad; am 2. August: morgens 15,2 Grad. Maximum 20,4 Grad, Minimum heute nacht 12,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. August: abends 20,9 Grad; am 2. August: morgens 17,7 Grad. Niederschläge 0 mm. Sonnenscheindauer 4 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i. 23.: Ernst Blum­schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlsck-e Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkauss- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illu­strierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Spatenstich zum Beginn des ersten großen Wohn- bauwerkes in Deutschland vollzogen und damit zum Ausdruck gebracht, daß es der Wille des Führers ist, der Wohnungsnot schon jetzt tatsächlich zu be­gegnen.

Die Schassenden Deutschlands danken dem Führer auch für dieses Werk. Sie sind überzeugt, daß in einigen Jahren der deutsche Arbeiter überall in allen deutschen Gauen gesunde Wohnungen besitzen wird, die auch genügend Platz haben werden, um einer glücklichen Familie mit Frau und Kindern Lebens­raum zu gewährleisten.

So erfüllt sich planmäßig des Führers Werk. Der Führer zeigt den Weg, er gibt die Befehle, er faßt überall und alles selbst mit an. Das deutsche Volk folgt dem Führer von Station zu Station, bis es. jene Kraft und jene Energien erworben hat, die es befähigen, feine Aufgabe als Volk von Weltgeltung und Weltbedeutung bis zum letzten zu erfüllen.

Oberbürgermeister Dr. Lippert, Reichsorgani- fationsleiter Dr. Ley und Generalbauinspektor Pro­fessor Speer vollzogen dann die feierliche Grund­steinlegung.

Kunst und Wissenschaft.

Eröffnung der Salzburger Festspiele

Mit einer künstlerisch hochstehenden Aufführung desR os e n k a v a l i e r" von Richard Strauß wurden die Salzburger Festspiele 193 9 in Gegenwart von Reichsminister Dr. Goebbels eröffnet. In der Ehrenloge des baulich umgestalte­ten Festspielhauses sah man ferner Reicysminister Dr. Seyß-Jnquart, Staatsminister Dr. Meiß­ner und Minister von Glaise-Horstenau, Gauleiter Dr. Rainer sowie den Reichsdrama­turgen, Ministerialdirigenten Dr. Rainer S ch l ö s - s e r. Unter der musikalischen Leitung von Karl Boehm und der Regie Erich von Wymetals, die sich noch auf die Bühnenbilder des verstorbenen Alfred Roller stützen konnte, war ein erlesenes Ensemble von Solisten vereinigt, von denen sich in den Hauptrollen Hilde Konetzni (Marschallin), Martha R o h t (Rosenkavalier), Fritz Srenn (Ochs von Lerchenau), Esther Rethy (Softe) und Her­mann Wiedemann (Faninal) besonders auszeich­neten.

Mit der Aufführung desRosenkavalier" hat die zweite Festspielzeit Salzburgs im Großdeutschen Reich ihren Anfang genommen. Die Stadt Mozarts ist für die repräsentative Aufgabe würdig geschmückt worden. Die Straßen haben einen einheitlichen und auf den historischen Charakter der Stadt abgestimm­ten Schmuck angelegt.

Die Bayreuther Künstler beim Führer.

Am Dienstag empfing der Führer im Haus Wahnfried im Beisein von Frau Winifred Wag­ner die an den Bayreuther Fest spie len beteiligten Künstler und Künstlerinnen und verbrachte mit ihnen einen Abend geselliger Unterhaltung.

Schwere Unwetterkatastrophe im Böhmerwald.

Aus Linz wird gemeldet: Montagabend ging über dem Böhmerwald ein furchtbares Unwetter mit Hagelschlag nieder, wie man es seit Jahrzehnten in dieser Heftigkeit nicht mehr erlebte. Nach vor­läufigen Schätzungen sind etwa 3000 Hektar Felder und Wiesen vollkommen verwüstet worden. Die auf den Feldern stehende Getreideernte ist stellenweise restlos zerstört. In zahlreichen Ortschaften sind Straßen und Plätze unpassierbar, Fernleitungen wurden unterbrochen. Die Hagelschloßen erreichten stellenweise dis Größe von Taubeneiern. In zahl­reichen Fällen wurden Kinder, die damit beschäftigt waren, das weidende Vieh nach Hause zu treiben, von den Hagelschloßen verletzt. Zahlreiche frei­willige Helfer sind sofort zu den Aufräumungs­arbeiten in das von der Unwetterkatastrophe heim- aesuchte Gebiet angegangen. Außerdem wurden erste Hilfsmaßnahmen für die so schwer betroffene Be­völkerung eingeleitet. Das gleiche Unwetter hat auch in anderen Gegenden des Oberdonaugebietes großen Schaden angerichtet. So wurde unweit von Wels in Traunleiten ein großes Bauerngut durch einen Blitzschlag in Brand gesetzt. Das Feuer vernichtete nicht nur das Haus, sondern auch die gesamte be­reits eingebrachte Ernte.

Neunköpfige Diebesbande in Kassel fesigenommen.

In Kassel konnte die Kriminalpolizei eine neun­köpfige Diebesbande festnehmen. Es handelt ich um etwa 20jährige Burschen, die sich ohne feste Wohnung in Kassel umhertrieben und geregelter Arbeit aus dem Wege gingen. Ein Gaunerstreich, den sich die Bande vorgenommen hatte, die Ent­wendung von 7000 RM., die ein Geschäftsmann leichtfertigerweise in seiner Wohnung aufbewahrte, konnte durch das Eingreifen der Kriminalpolizei verhindert werden.

Der Alkohol war schuld!

Das schwere Verkehrsunglück, das sich un­weit des Kettrichhofes bei Pirmasens ereignete, ist insoweit geklärt, daß von einem klaren Verschul­den des Fahrers gesprochen werden kann. Er hatte in der Sonnenhitze die Fahrt mit den 15 Ar­beitern unterbrochen und in einer Wirtschaft vier Mas Bier getrunken. Zweifellos ist der Unfall darauf zurückzuführen, daß der selbst schwerverletzte Lenker des Wagens infolge des Alkoholeinflusses die Herrschaft über sein Fahrzeug verloren hatte. Außer den zwei Toten, die aus Mittel­deutschland stammen, liegen noch 9 Schwerver­letzt e im Krankenhaus.

Londoner Volkshochschüler in der Reichshauplsladl.

Seit Sonntag weilt eine größere Gruppe von Volkshochschülern aus London in der Reichshaupt- tabt, die wie alljährlich im Rahmen des Schüleraustauschs der Stadt Berlin sich auf einer mehrwöchigen Deutschlandreise befinden. Es handelt ich bereits um die dritte derartige Reife- und Stu- üengesellschaft. Eine andere Gruppe ist unlängst in München empfangen worden, und eine weitere Gruppe befindet sich derzeit in der Ostmark.

Hervorragende Leistung einer Alpini-Ableilung.

Eine bemerkenswerte bergsteigerische Lei­tung vollbrachte eine Gebirgsartillerie-Abteilung eines Alpini-Bataillons von Udine. Unter großen Anstrengungen gelang es den Soldaten, zwei 7,5-cm- Geschütze nach sechsstündiger schwieriger Kletterarbeit auf den Gipfel des 2500 m hohen Monte (Tanin zu chaffen. Jeder Mann hatte eine Last von etwa 100 kg ßU befördern.

Feuer in einem Aluminium-Walzwerk.

Im Oelraum der Aluminium-Walzwerke in Sin­gen am Hohentwiel (Bodensee) brach aus unbe«