Ausgabe 
2.6.1939
 
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Die Mendtafel im Hause des Führers

Der Führer schreitet mit Prinz Paul die Front des Ehrenbataillons ab. (Scherl-M.)

Der Tnntspruch des Führers.

Bei der Abendtafel richtete der Führer folgenden Trinkspruch an seine hohen Gäste:

Ew. Königliche Hoheit! Es ist mir eine große Ehre und Freude, Ew. Königliche Hoheit, den Prinz­regenten des Königreiches Jugoslawien, und Ihre Königliche Hoheit, die Frau Prinzessin Olga, in der Hauptstadt des Deutschen Reiches willkommen heißen zu können. Ich begrüße Sie aber auch im Namen des ganzen deutschen Volkes. Denn dieses ist von Gefühlen herzlicher Freundschaft für seine Majestät König Peter II., für Ihr Vaterland und das jugo­slawische Volk erfüllt.

Die deutsch-jugoslawische Freundschaft ein Element der Veruhigung.

entwickeln und immer enger gestalten möge.

In Ihrer Anwesenheit, Königliche Hoheit, sehen wir aber auch eine freudige Gelegenheit zu einem offenen und freundschaftlichen Mei­nungsaustausch, der davon bin ich über­zeugt für unsere beiden Völker und Staaten in diesem Sinne nur nutzbringend fein kann.

Ich glaube daran um so mehr, als ein fest be­gründetes vertrauensvolles Verhältnis Deutsch­lands zu Jugoslawien nun da wir durch die geschichtlichen Ereignisse Nachbarn mit für immer fest gelegten gemeinsamen Grenzen geworden sind nicht nur einen dauernden Frieden zwischen un­seren beiden Völkern und Ländern sichern wird, sondern darüber hinaus auch e i n Element der Beruhigung für un­seren nervös erregten Kontinent darstellen kann. Dieser Friede aber ist das Ziel all jener, die wirklich aufbauende Ar­beit zu leisten gewillt sind.

Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß Lw. Königliche Hoheit während Ihres kurzen Aufenthaltes in Deutschland ein anschauliches Bild von dem Aufbauwerk, dem Ar- beits- und Friedenswillen des deut­schen Volkes erhalten, das kein anderes Ziel hat, als unter Wahrung der Grundlagen seiner Existenz und seiner natürlichen Rechte durch unermüdliche Arbeit einer gesicherten Zukunft in einem befriedeten Europa entgegenzugehen.

sorge das Frauenkreuz des Ehrenzei­chens des Deutschen Roten Kreuzes in besonderer Ausführung.

Das Großkreuz des Karadjordje- Ordens für Göring

B e r l i n, 1. Juni. (DNB.) Donnerstag abend be- suchte der jugoslawische Außenminister Cincar- Ma r kovi t sch den Ministerpräsidenten Generalfeld- marschall Göring und überreichte ihm im Namen und Auftrag Seiner Königlichen Hoheit des Prinz­regenten Paul das Großkreuz des Kar ad - jordje-Ordens, die höchste Auszeichnung, die Jugoslawien zu vergeben hat.

Unter dem Jubel der Zehntausende fuhren der Führer und sein hoher Gast durch die Reichshauptstadt zum Schloß Bellevue. Auf dem Vordersitz Obergruppenführer Bruckner.

' (Scherl-Bilderdienst-M.)

Um 16.30 Uhr wird der Doppelposten auf der Empore vor dem Mittelportal des Schlosses Bellevue abgelöst. Kurze Zeit darauf fahren wieder die Wagen ___ der Freitreppe auf. Der Ches des Protokolls, Ge­sandter Freiherr von Doernberg, erscheint mit dem Chef des Ministeramtes des Generalfeldmarschalls Göring, Generalmajor Bodenschatz. Dann werden PrinzregentPaul, der jugoslawische Außen­minister und ihre Begleitung sichtbar. Brausende Heilrufe schallen ihnen entgegen, die sie auch auf der ganzen Fahrt zur Neuen Reichskanzlei begleiten, in der sie dem Führer ihren offiziellen Be­such abstatten. Eine ^-Ehrenkompanie mit Fahne und Musik erwies dem Prinzregenten im Ehrenhof der Neuen Reichskanzlei die Ehrenbezeigungen. Beim Betreten des Gebäudes wurde der Prinzregent vom

Die deutsche Freundschaft zum jugoslawischen Volk ist nicht nur eine spontane. Sie hat ihre Tiefe und Dauerhaftigkeit erhalten inmitten der tragischen Wirren des Weltkrieges. Der deutsche Soldat hat damals feinen so überaus tapferen Gegner sch ä tz e n und achten gelernt. Ich glaube, daß dies auch umgekehrt der Fall war. Diese gegenseitige Achtung findet ihre Erhärtung in gemeinsamen politischen, kulturellen und wirt­schaftlichen Interessen. So sehen wir auch in Ihrem jetzigen Besuch, Königliche Hoheit, nur einen lebendigen Beweis für die Richtigkeit dieser unserer Auffassung, und wir schöpfen deshalb dar­aus zugleich die Hoffnung, daß sich die deutsch-jugo­slawische Freundschaft auch in Zukunft weiter

Reichsminister des Auswärtigen von Ribben­trop und Staatsminister und Chef der Präsidial­kanzlei Dr. M e i ß n e r empfangen und zum Führer geleitet, der seinem hohen Gast in den Mosaiksaal entgegengegangen war, um sich dann mit ihm in das Arbeitszimmer zu einer längeren Aussprache zu be­geben. Nach zwanzig Minuten rollte die Wagen­

weges aufgestellten Kapellen, ihre Musik begleitet das Prinzregentenpaar bis zum Gästehaus.

Ankunst im Schloß Bellevue.

Noch einmal schlägt den königlichen Gästen eine Welle des Jubels entgegen, als sie auf dem künst­lerisch ausgestalteten und mit kostbarem Blattgrün und Blumenschmuck versehenen Vorplatz des Schlos­ses Bellevue einfahren. Die Wache des Regiments Großdeutschland" steht unter präsentiertem Gewehr. Der Trommler schlägt den Marsch, langsam gleitet der erste Wagen mit dem Prinzregenten und dem Führer auf die Empore, dicht gefolgt von dem zweiten Wagen, in dem die Prinzessin Olga und Frau Göring sitzen. Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei Dr. Meißner heißt die Gaste des Führers herzlich willkommen und geleitet sie m den Empfangsraum. Der Führer verabschiedet sich von seinen Gästen und verläßt unter dem Jubel der harrenden Menge das Schloß Bellevue. Langsam steigt die Fahr Jugoslawiens am Sims über dem Hauptportal hoch. Statsminister Dr. Meißner und seine Gattin geleiten die Gäste dann in ihre Räume. Danach stellte der Chef des Protokolls Prinzessin Olga die Damen des ihr zugeteilten deutschen Ehren­dienstes: Freifrau von Weizsäcker, Frau Lorenz und Frau von Heeren vor.

Der prinzregent in der Neuen Reichskanzlei.

Gegenbesuch des Führers.

kolonne wieder aus dem großen Portal der Reichs­kanzlei heraus und biegt in die Wilhelmstraße in Richtung Unter den Linden ein. Der Besuch beim Führer ist beendet.

Um 16.40 Uhr ertönt Trommelwirbel: die Wache tritt ins Gewehr. Von brausenden Heilrufen emp­fangen, verläßt nun der Führer die Reichs­kanzlei, um, begleitet von Staatsminister Dr.Meiß­ner und dem Chefadjutanten, Obergruppenführer Brückner, im Schloß Bellevue dem Pvinzregen- ten und der Prinzessin seinen Besuch zu machen. Bei dieser Gelegenheit überreichte der Führer der Prinzessin Olga als Zeichen seiner Hoch­achtung für ihre vielseitige segensreiche Tätigkeit im Dienste der Wohlfahrt und menschlichen Für-

Seren Sie versichert, daß Deutschland und seine Regierung den Weg des Aufstieges, den das jugo- slawische Volk, getreu dem Vermächtnis des Königs A l e r a n d e r m gleicher Weise und so erfolgreich eingeschlagen hat, mit aufrichtiger Sympathie be­gleiten. Dieser Ihrer Arbeit gelten meine und des deutschen Volkes beste Wünsche.

In diesem Sinne erhebe ich mein Glas auf die Gesundheit Seiner Majestät des Königs Pe- ter II., auf das persönliche Glück Ew. König- lichen Hoheit und Ihrer Königlichen Hoheit, der Frau Prinzessin Olga, auf das Wohl der hohen Regentschaft und auf das Gedeihen des jugoslawischen Volkes."

Die Antwort des Prinzregenten.

P^'lrzregent Paul erwiderte wie folgt: Herr Reichskanzler, die sehr herzlichen ©orte, bie Ew. Exzellenz an die Prinzessin und an mich ZU richten geruhten, haben uns tief gerührt und wir sind ihnen für dieselben sehr dankbar, wie auch für alle jene Beweise aufrichtiger und sehr liebenswürdiger Gastfreundschaft, die uns anläßlich dieses unseres Besuches im großen Deutschen Reich dargebracht werden. Ich bin davon überzeugt daß die Aufmerksamkeit, welche Ew. Exzellenz wie' auch dre Rerchsregierung und das deutsche Volk in diesen Tagen der Prinzessin und mir bezeugen, o o n d e m ganzen jugoslawischen Volke mit der probten Freude begrüßt sein wird, und sie als ein Beweis mehr von der tiefen Sympathie und der Freundschaft zwischen unseren beiden Nach­barländern dienen wird. Es ist mir ebenso sehr angenehm, die offene Herzlichkeit und das Ent- aegenfommen festzustellen, denen ich in meinem Kontakt mit Ew. Exzellenz - unter deren ent- schlossenen Führung und ständigen Direktiven das deutsche Volk in der heutigen Zeit eine der qlän. zendsten Epochen seiner Geschichte verwirklicht sowie bei der Berührung mit den wichtigen Staats, männern des Reiches begegnete.

Das jugoslawische Volk hat es auch in der Der- gangenheit verstanden alle jene schätzenswerten Eigenschaften des deutschen Volkes zu würdigen, die

wenige Minuten später ergossen sich die Menschen auf den weiten Wilhelrnplatz.

An der Abendtafel beim Führer zu Ehren des Prtnzregentenpaares nahmen teil: der jugoslawische Außenminister Cincar-Markovitsch, der Hof­minister Antic, der Königlich-Jugoslawische Ge­sandte Dr. A n d r i c, der Generaladjutant H r i - st i c, die Hofdame Frau L o z a n i c, die Beglei­tung und der Ehrendienst des Prinzregenten und der Prinzessin, die Mitglieder der Königlich Jugo­slawischen Gesandtschaft und Vertreter der jugo­slawischen Presse. Von deutscher Seite waren u. a. mit ihren Damen anwesend: Ministerpräsident Ge­neralfeldmarschall Göring, der Reichsprotektor Freiherr von Neurath, der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, die Mit­glieder der Reichsregierung und die Ober­befehlshaber der Wehrmachtsteile, die in Berlin anwesenden Reichsleiter, sämtliche Staatssekretäre sowie Vertreter der Partei, der Wehrmacht, der Wirtschaft, der Kunst und des Auswärtigen Amtes.

es zu (einer Einigung und zu der kräftigen Entwick­lung seines Geistes und seiner Kultur geführt haben. Das jugoslawische Volk hat nicht nur dies zu schätzen gewußt, sondern es hat in seinem eigenen Kampfe für die Vereinigung und in seiner Bemühung um den Aufbau seiner Kultur bei dem deutschen Volke ein herrliches Beispiel der nationalen Selbstzucht, der Ordnung, der Arbeit und der Schaffensfreude gefunden und findet es auch heutzutage. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Jugoslawien, wie auch der freund« schaftliche Kontakt derselben sind dank einer richtigen Auffassung der Lebensinteressen der beiden Nach­barvölker schon feit Jahren endgültig festgesetzt. Die glückliche Ergänzung der Wirtschaft beider Länder hat zweifelsohne zu der Erstar­kung ihrer Freundschaft wesentlich beigetragen.

Dieser mein Besuch ist ebenfalls e i n e Kund- gedung des entschlossenen Willens des jugoflawifchen Volkes, mit dem deutschen Volke in einer Atmosphäre des Frie­dens und der Freundschaft zu leben und zusammen zu arbeiten. Deshalb freut es mich sehr, daß sich in den Worten Ew. Exzel­lenz die noch einmal ausgedrückten feierlichen Versicherungen befinden, daß auch das große Deutsche Reich ebenso die Errichtung und Be­festigung der freundschaftlichen Zusammenarbeit mit Iugoslawien wünscht, indem es dessen Freiheit und Unabhängigkeit, wie auch dieselben Grenzen, die uns seit dem vorigen Iahre durch dauernde Nachbarschaft ver­binden, anzuerkennen gedenkt. In diesen Fest­stellungen sehe ich nicht nur verwirklichte Be­dingungen zu der günstigen Entwickelung noch engerer Bande zwischen Deutschland und Jugo­slawien, sondern auch einen schätzbaren Beitrag zur Konsolidierung des Friedens in diesem Teil Europas. Mit sol­chen Gefühlen erhebe ich mein Glas auf das persönliche Glück Lw. Exzellenz und auf das Wohlergehen des freundschaftlichen und großen deutschen Volkes.

Auffahrt zur Abendtafel.

Im Jubel der Berliner, die auch am Abend zu vielen Taufenden auf der ganzen Strecke vom Schloß Bellevue bis zum Wilhelrnplatz hin Auf­stellung genommen hatten, vollzog sich zwischen 20 und 20.30 Uhr die Auffahrt der zur Abendtafel des Führer geladenen Gäste. Wagen um Wagen fuhr über den Vorhof der Alten Reichskanzlei in den Ehrenhof der Neuen Reichskanzlei ein. Ein farben­prächtiges Bild, das die Schaulustigen mit regstem Interesse verfolgten, bot hierbei insbesondere die Anfahrt der Diplomaten, die zur Feier des Tages ihre Galauniform trugen. Gegen 20.30 Uhr kündete ein mit der gelben Flagge vorausfahrendes Motor­rad das Nahen der königlichen Hohei­ten an. Unter dem stürmischen Rufen der Massen bog der Jugoslawiens Flagge führende Wagen in den Vorgarten ein', die Ehrenwache der Flieger präsentierte unter Trommelwirbel das Gewehr. Nun wurde die Absperrung aufgehoben, und schon

Oer jugoslawische Wirischafispariuer.

Der Staatsbesuch des Prinzregenten Paul in der Reichshauptstadt ist nicht nur eine Angelegenheit .wischen zwei befreundeten Regierungen oder zwi- chen zwei befreundeten Staatsmännern, sondern eine Angelegenheit der beiden Vol­ker. Unter allen für uns in Betracht kommenden Welthandelsräumen", so erklärte der jugoslawisch^ Minister für Volkswirtschaft und Bergbau bet sei­nem Besuch in der Reichshauptstadt,nimmt das Deutsche Reich einen besonderen Platz ein, da es immer schon ein Maximum von Verständnis und gutem Willen für den Güteraustausch mit unserem Zaterlande aufgebracht hat." Seit dem 1. Mai 1934 t Deutschland mit Jugoslawien durch ein Wirt­schaftsabkommen verbunden.

Jugoslawien ist seiner Struktur nach überwiegend Agrarland. Von einem Gebiete, das flächenmäßig fast der Hälfte des Großdeutschen Reiches entspricht, auf dem aber nur 15,4 Millionen Einwohner, d. h. 62 auf einen Quadratkilometer gegen 140 in Deutsch­land, leben, werden 45 Prozent landwirt­schaftlich genutzt. 80 Prozent der Bevölkerung ist auch heute noch in der Landwirtschaft tätig. Die wichtigsten Anbauerzeugnisse waren bis vor wenigen Jahren Weizen und Mais. Aber seit dem Handelsabschluß mit Deutschland hat sich das Antlitz der jugoslawischen Agrarwirtschaft ebenso wie das seiner Industrie grundsätzlich geändert. Das Ziel der jugoslawischen Wirtschaftspolitik ist die Intensivie­rung sowohl der Landwirtschaft als die der Jndu- str-ie. Zunächst wurden neben dem Weizen- und Maisanbau, der durch die Einführung einer Reihe moderner landwirtschaftlicher Maschinen noch vor wenigen Jahren war der weitaus größte Teil des Agrarbodens des Landes durch Holzpflüge bearbeitet worden in feinen Hektarerträgen erheblich ge­steigert wurde, neue Jndustriepflanzen ein­geführt und anaebaut. Wir brauchen nur an den Anbau der Sojabohnen £u erinnern. Stark ver­größert wurde auch der Anbau von Zuckerrüben, Hanf, Flachs, Tabak und Hopfen. Ausschlaggebend für den Aufstieg der jugoslawischen Landwirtschaft aber war die Tatsache der festen Auftrags­erteilungen für den weitaus größten Teil der Anbauerzeugnisse durch Deutschland.

Don großer Bedeutung ist übrigens in der jugo­slawischen Landwirtschaft der Ob st - undWein- b au. Die G e m ü se k u l tur e n haben ebenfalls in den letzten Jahren zugenommen und Weiden und Wiesen bieten der Viehhaltung (Schafe, Schweine) günstige Grundlagen. In der ausgiebigen Geflügelhaltung fallen Eier und Federn in großem Maße an, die ebenfalls einen bedeutsamen Ausfuhrartikel darstellen. Der ausgedehnte Wald- b e st a n d des Landes, der überwiegend aus Laub- bäumen beft^t, zum Teil sehr wertvollen Holz­arten, dürste sich gerade in unserer Zeit mehr und mehr noch als Exportgut bewähren.

Trotz dieses vorherrschend landwirtschaftlichen i Charakters kommt auch der Industrie heute schon erhebliches Gewicht zu. In der Hauptsache l wird hier mit Rücksicht auf die reichen Bodenschätze i (®rae, Kupfer) dem Ausbau der Schwerindu- ' strre, der Förderung und Verarbeitung der eige- ' nen Erzvorkommen höchste Beachtung ge« t schenkt. Die Inbetriebnahme des Walzwerkes Se- nitza, durch die Friedrich KruppAG. in Serajewo sowie die Errichtung eines Siemens-Martin-Hoch- ofens und die Vergrößerung des Kraftwerks in Senitza zeigen, in welcher Richtung hier der Weg geht. In erster Linie ist es das Bestreben des jugo­slawischen Staates, durch den Aufbau dieser In­dustrien eine gewisse Unabhängigkeit vom Ausland zu gewinnen. In den letzten Jahren haben auch die Textil- und Lebensmittelindustrien, die chemische Industrie, die pharmazeutische Farben- und Lack­industrie, die Leder- und Gummiindustrie, Papier- sariken und Holzindustrie erhebliche Fortschritte ge­macht. Die reichen Bauxitoorkommen waren der Anlaß zur Errichtung eigener Aluminiumwerke und heute ist Jugoslawien bereits als Alumi - niumaussuhrland anzusprechen. Die Fort­schritte der Textilindustrie des Landes sind so groß, daß der Bedarf des Landes an Baum­wollwaren zu 90 v. H. und an Wollwaren zu 80 vom Hundert bereits aus der heimischen Erzeugung gedeckt werden kann.

Für den Aufbau der jugoslawischen Industrien kommt Deutschland als dem größten Industrie­land Europas eine bedeutsame Lieferrolle zu.