Ausgabe 
2.6.1939
 
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Punkten große

Dieses mit Olivenöl herge­stellte Haarpflegemittel ist für jede Haarfarbe geeig­net und frei von Soda. Es erfordert darüber hinaus keinerlei Nachbehandlung.

Eine kluge Mutter pflegt die zarte Haut ihres Kin­des regelmäßig mit der reinen, milden Palmolive- Seife, die mit Palmen- und Olivenöl hergestellt wird.

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2BEUTEL 2 HAARWÄSCHEN

1 STÜCK 304 5 STÜCK 65-8

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1 STÜCK 304 3 STUCK 854

pariser Hoffnungen auf den Ruffenpakt

Die yiotteniifte vezeicyner oen , *

,Pattouillen-Typ" für den ailge-1 Mannschaften sprachen.

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Japanischer Vorstoß am Han-Fluß.

Hongrong, 2. Juni. (Europapreß.) Ein yroß- cmgelegter japanischer Gegenvorstoß ist zur Zeit i n i er Provinz H opei, den Han-Fluß entlang, im Gange. Die Japaner sollen am Donnerstag an

Aus diesem Grunde, heißt es weiter in müsse man jegliche Vorsicht bei den diplomatischen Verhandlungen mit der Sowjetunion walten lassen.

Verdacht auf Ursula" dreht. Abends fand Autoklub ein Empfang der Bavaria statt.

DieThetis" gehört der Triton-Klasse an und wurde als zweites Boot dieser Klasse 1938 vom Stapel gelassen. Als Wasserverdrängung werden in der neuesten englischen Flottenlifte 1090 bzw. 1575 Tonnen angegeben. Die Bestückung besteht aus einem 10-Zentimeter-Geschütz und sechs Tor­pedorohren. Die Geschwindigkeit soll sich auf 19 Knoten belaufen. Die Flottenliste bezeichnet den

bis zu 40 Mill. Fm k. übernommen, um Ausgaben des Organisationskomitees zu decken.

Jungens müßen so sein.

Der Reichsjugendführer befaßt sich der ,Lungen Welt" mit Briefen, in denen sich

London. 2.3ttaL (Europapreß.) Die Admira- litäf befürchtet, daß die englische Kriegsflotte von einem Unterseebootsungtück heimgesucht worden ist. Sie teilte am Donnerstagabend mit, das ÜnterseebootThetis" feiein paar Stun­den überfällig". Das Unterseeboot hatte vor Birken­head Probe-Uebungen durchgeführt, nach deren Av- chluß es von der Leitung der Werft der Admirali­tät zur Indienststellung übergeben werden sollte. Das Doot war nach Unterwasser-Uebung getaucht und kam nicht zu der vorgesehenen Zeit an die Oberfläche zurück. Auf Befehl des Ersten Seelords und Lhefs des Flottensiabes, Sir Roger Back­haus, sind mehrere Einheiten der englischen Kriegsflotte ausgelaufen, um sich an der Suche nach derThetis" zu beteiligen. Alle Einheiten find mit den neuesten Untersee-Boot-Suchgeräten ausgerüstet, von denen es heißt, daß diese Apparate bis zur Stunde noch nie in einem Ernstfall eingesetzt wur­den. Ihre Arbeitsweise wurde bisher von der Ad­miralität geheimgehalten. In Portland und Wey­mouth mußten die Mannschaften der auslaufenden FlotteneinheUen zum Teil aus den Kinos geholt werden. Rach den letzten Angaben sollen sich 63 Menschen a n Bord befinden, darunter 42 Mannschaften, ein Lotse und zwanzig Unterseeboot- Experten. Aus der hohen Anzahl von Unterseeboot- Experten schließen hiesige Flottensachverständige, daß es sich bei dem U-Boot um einen bisher noch nicht ausprobierten Typ handelt.

her keine Anzeichen dafür vorliegen, die gegen das Wohlbefinden der eingeschlossenen Offiziere und

riskieren wir eine Lage, in der wir wegen der Schweine_Settlanbs in den Kampf ziehen." 'der Zeitung,

werden.

*

Zu Ehren der über 200 finn ischen Jager undFreirorpskämpfer,die unter Führung des Generals Valve in Berlin eintrafen, gab der Präsident der Vereinigten deutschen Frontkämpfer- verbände, Herzog von Coburg, einen Emp. fangsabenb im Haus der Flieger.

GrößteZurückhaltung in Bukarest

B u t a r.e ft, 1. Juni. (Europapteß.) Hebei» die Einstellung Rumäniens zu dem im Entstehen be­griffenen englisch-ftanzösisch-sowjettussischen Pakt wurde an amtlicher rumänischer Stelle folgendes mitgeteilt: Rumänien will nichts als den Frieden. Es hat zu sehr unter dem Krieg ge­litten, als daß es einen neuen wünschen könnte. Rumänien ist grundsätzlich allen Abkommen freund­lich gesinnt, die auf die Erhaltung und Sta­bilisierung des Friedens gerichtet find und distanziert sich ebenso von allen Verträ­gen, die zum Kriege fuhren können. Es wünscht als kleines Land außerhalb aller Kontroversen und Konflikte der Groß­mächte zu bleiben. Weiter verlautet, Rumänien könne einen internationalen Vertrag dieser Art nur befürworten, wenn er weder direkt noch in­direkt gegen Deutschland gerichtet sei. Auch wünsche Rumänien auf keinen Fall auf Grund der englitoen Garantie im Falle eines englisch­französisch-sowjetrussischen Paktes in ein Garantie­bündnis oder ein Derttagsverhältnis zu Sowfet- rußland hmemgezvgen zu werden.

Auf Einladung des Reichsministeriums Dolksaufklärung und Propaganda werden deutsche Dichter eine Fahrt durch das Sudetenland nach Prag, in das deutsche Volkstumgebiet I g l a u und nach Wien unter­nehmen, wo die Dichter von Reichsminister Dr. Goebbels auf der Reichstheaterfestwoche empfangen

Volksfront errichten. Daraus ergebe sich die" ganze Gefahr des neuen Paktes mit Moskau.

Wegen derSchweineLettlands"

Englische Pressestimmen gegen Chamberlains Garantie-Politik.

London, 2.Juni (Europapreß). Mit scharfen Worten drückt die größte Londoner Morgenzeitung, derDaily Expreß", feine Unzufriedenheit mit der Garantiepolitti Chamberlains aus. Sie schreibt: Richt nur verlangt man von uns, daß wir die baltischen Staaten verteidigen, falls sie verteidigt zu werden wünschen. Es scheint vielmehr, wir sollen für sie kämpfen, auch wenn sie s e l b st nicht kämpfen wollen. Das ist wahrhaftig 3 u ü i e l verlangt!" Es wäre besser, wenn Eng­land sich nicht auf osteuropäische Verpflichtungen eingelassen hätte.Im vergangenen Kriege kämpf­ten wir im Interesse der Schweine Serbiens und des Marktes für diese Schweine in Wien. Jetzt

sei ihnen gelungen, den Pangtse zu über­schreiten. Ihr Angriffsziel soll der 193 Kilometer yangtseaufwärts liegende Vertragshafen I t s ch a n g sein. Dieser Hafen gilt als chinesische Schlüsselstellung. Durch seinen Fall müßten die Chinesen alle zwischen Jtschang und Hankau gelegenen Städte räumen.

Nieiialienischen Legionäre verlaßen Eadiz.

Cadiz, 2.Juni. (Europapreß.) Bei der Einschif- fung der 22 000 italienischen Legionäre im Hafen von Cadiz hielten u. a. General Oueipo d e Llano und Innenminister S e r a n o S u n e r Ansprachen, in denen die Dankbarkeit Spaniens für die Mitwirkung der italienischen Legionäre bei der Rettung der spanischen Zivilisation vor den roten

geführt werden können ober mit einem Verlust ab­schließen, hat der finnische Staat eine Garantie - - - ... die

bracht wurde. General Queipo de Llano, der ipi Namen des Generalissimus Franco sprach, erklärte: Spanien sage den Legionären nicht Lebewohl, son­dern: Auf Wiedersehen? Die beiden Völker, die sich schon mehrfach im Lause der Geschichte be­gegnet seien, würden sich auch künftig wieder vereint finden im Kampfe für die allgemeine Zivilisation. Die Spanier werden den Italienern immer treu sein. Wir werden immer zur Zusammenarbeit be­reit sein und, wenn es nötig ist, werden wir a n eurer Seite kämpfen. Zum Schluß der Feier ertönten die* Nationalhymnen beider Länder. Die Sirenen der Schiffe dröhnten; im gleichen Augenblick gingen die Schiffe mit den Legionären an Bord in See.

Staatsgarantie für die Olympischen Spiele 1940.

Für den Fall, daß die O l y m p i s ch e n S p i e l e in fioffinfi aus iraendeinem Grunde nicht durch-

Englisches Ll-BootThetis" gesunken

Vermutlich 63 Mann im Boot. Bis jetztalles wohlauf".

2 Offiziere bereits gerettet.

Die Landfrau muß entlastet werden.

Das ,J)a us der Landfrau" wird einen be­sonderen Anziehungspunkt auf der vom 4. bis 11. Juni in Leipzia stattfindenden 5. Reichs- näbrftanbsausftellung bilden. Die der Landfrau gewidmete Sonderfchau steht unter dem Leitwort:Vom 16-Stunden- zum 12-Stunden-Arbeitstag". Die Landftau hatte ftüher in der Hauptsache nur die ihr wesensgemäßen Aufgaben zu erfüllen, die mit ihren Pflichten als Mutter und Erzieherin ihrer Kinder zusammenhmgen. Der heute auf dem Lande herrschende Mangel an Arbeitskräften hat aber dazu geführt, daß die Landfrau nicht nur für Haus und Stall, sondern auch für H o f und Feld sor­gen muß. Zweifellos muß heute die Landfrau in den klein- und mittelbäuerlichen Betrieben die größte Leistung von allen Frauen vollbringen. Der kleinbäuerliche Betrieb wird heute fast zu Dreivierteln, der groß- und mittelbäuerliche Betrieb fast zur Hälfte von der weiblichen Arbettskrast ge­tragen. Auch auf den größeren Höfen muß heute infolge der starken Abwanderung weiblicher Ar­beitskräfte vom Lande die Frau stärker als bisher eingesetzt werden. Der Arbeitstag der Land­frau wird in den Sommermonaten mit durchschnitt­lich 16 Stunden errechnet. Nur allzu verständ­lich ist es, daß eine derartige Ueberbeanspruchung der Landftau körperliche Schäden und Krankheiten zur Folge haben mutz. Hierüber in einigen Ge­bieten angestellte Untersuchungen zeigen ein stän­diges Absinken des Gesundheitszustandes der weib­lichen Landbevölkerung. Den Kampf gegen diese Erscheinung zeigt die der Landfrau aeroibmete Sonderfchau praktische Anregungen für Arbeits­erleichterung und Arbeitserfparnis. Es wird auf die Bedeutung der elektrischen Kraft hingewiesen. Die zentrale Wasserversorgung wird behandelt. Kurz, die Lehrschau zeigt alles, was für die Arbeitsentlastung der Landfrau und für eine moderne Haushaltsführung in den letzten Jahren entwickelt wurde.

Kleine politische Nachrichten.

In Hamburg hält der Reichsverb anb beut - scher Verwaltungsakabemien.an besten Spitze ber Reichsminister unb Chef ber Reichskanzlei Dr. Lammers steht, vom 1. bis 4. Juni feine Jahrestagung ab. Im Mittelpunkt steht ber Fest- Dortrag des Reichsministers bes Innern Dr. Frick überEntwicklung und Aufbau ber öffentlichen Ver­waltung in ber Ostmark und in den subetenbeutschen Gebieten".

Der Reichsprotektor in Böhmen unb Mähren, Reichsminister Freiherr von Neurath, wurde vom Führer zu einer längeren Bespre- chung empfangen.

In Prag trafen 21 Kunstschriftleiter der großen Zeitungen des Altteichs ein. Sie besuchten die Film­ateliers am Barranbov, wo die Bavaria den Film

meinen Dienst. Die Baukosten betrugen 350 000 Pfund (etwa über vier Millionen Mark).

Ueber die Ursache des Unglücks liegen noch keine positiven Feststellungen vor. Die Admiralität vermutet, daß bas U-Boot beim Tauchen auf eines ber an dieser Stelle zahlreich auf dem Meeresboben liegenden Wracks gestoßen ist und baß hierbei bie gesamten elektrischen Einrichtungen bes Schiffes zer­stört worben sind. Die Nachricht von dem Unter­gang bes soeben fertiggestellten U-Bootes, besten technische Bebeutung schon aus ber Teilnahme von 20 Ingenieuren an ber Probefahrt hervorgeht, hat in Lonbon Bestürzung hervorgerufen, zumal erst ganz kürzlich ein amerikanisches U-Boot neu­esten Typs von demselben Schicksal betroffen wurde. Die Mitteilung, daß man wenigstens bie Lage bes Schiffes festgestellt habe, rief bei ben Angehörigen der Vermißten, die bis spät in bie Nacht bas Direkttonsgebäude ber Werft umlagerten, eine ge­wisse Erleichterung hervor. Die Morgenpresse, bie bie ersten Seiten mit riesigen Schlagzeilen über bie Katastrophe unb mit Bilbern bes U-Bootes bringt, weist mit Bedauern daraus hin, daß Rettungs- g l o ck e n , wie sie bei dem verunglückten amerika­nischen U-Boot benutzt wurden, nicht vorhan­den sind.

Amtlich wirb, ben letzten Funkberichten zufolge, mitgeteilt, baß an Vorb berThetis" altes wohlauf ist. Ein Kapitän unb ein Leutnant haben bas U-Voot bereits verlassen können unb befinben sich an Bord bes ZerstörersBrazen", ber bie genaue Lage bes gesunkenen Schiffes fest- gestellt hatte. Nach einer Verlautbarung ber Abmi- ralifäf von 8.30 Uhr (Freitagmorgen) liegt bas U-Boot 14 Meilen von bem Leuchtschiff Great Ormes fjeab (Liverpool-Bucht) auf Grund. Das Heck ragt etwa sechs Meter aus bem Wasser. In ber Erklärung ber Admiralität heißt es weiter, baß bis-

sȊifchen Friedens.

Das RegierungsorganPolitika" sagt, die politischen Beziehungen seien korrekt, vollkommen loyal und im Geiste bes gegenseitigen Verständnisses gehalten. Das Deutsche Reich führe eine Polittk des absoluten Verständnisses für die jugoslawische Neu­tralität. Der Staatsbesuch bedeute eine Kundgebung ber gegenseitigen Achtung und der gutnachbarlichen Freundschaft sowie eine Hervorhebung des Willens Mr Erhaltung guter internationaler Beziehungen. DieBreme " schreibt, Jugoslawien fasse vollkom- nen richtig den Nutzen und die Vorteile der kultu- irllen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Deutsch­land auf. Es sei sich auch der politischen Rolle bes ben Reiches in der Welt und besonders seines über- mgenben Gewichtes in Mitteleuropa bewußt. Die ceographifche Lage weise die beiden Länder auf- tinänber an. Die Freunbschaft zwischen Deutschland unb Jugoslawien müsse auch in Zukunft ohne Rück- ,cht auf bie politische und ideologische Konstellation n Europa, bestehen bleiben. Auch dieVreme" be- bnt wie sehr Deutschland Verständnis für die jugo­slawische Neutralitätspolitik an ben Tag gelegt habe. Diese Politik werde übrigens allseitig verstanden innb gebilligt.

Prinzregent Paul ehrt die deutschen Gefallenen.

Berlin, 2.Juni (DNB. Funkspruch). Prinz- regent Paul von Jugoslawien legte am Freitag- romittag um 9.30 Uhr am Ehrenmal Unter ben Linden in Berlin einen Kranz nieder. Frtnz Paul wurde vom Oberbesehlshalber der Heeresgruppe I., Generaloberst von Bock, vom Schloß Bellevue abgeholt. Im Gefolge befand sich ine gesamte militärische Begleitung des Prinz- lEegenten.

Bei seiner Ankunft am Zeughaus wurde er vom Kommandanten von Berlin, Generalleutnant S e i f- icrt, begrüßt. Nachdem der Prinzregent die Front $5 Ehrenbataillons abgeschritten hatte, begab er ich in das Innere bes Ehrenmals, um cnen Kranz zum ehrenden Gedenken ber deutschen Befallenen niederzuleaen. Hier verweilte Prinz Saul einige Zett in andächtigem Schweigen. Danach nahm der jugoslawische Prinzregent mit General- Herst von Bock und Generalleutnant Seiffert den Vorbeimarsch ber Truppe ab.

Eine unübersehbare Menschenmenge imfäumte ben weit abgesperrten Platz vor dem Zeughaus, die entblößten Hauptts mit erhobenen Rechten in Stillschweigen verharrte. Das Ehren- hitmtton bestand aus je einer Kompanie bes Regi­mentesGroßdeutschland", der Luftwaffe und der riegsmarine. Der große Lorbeerkranz ttägt Schlei- jm in den jugoslawischen Farben und mit bem Samen Paul.

E. F. Paris, 2. Juni.

Die Auseinandersetzungen in ber französischen Oeffentlichkeit über den Wert oder Unwert des von Frankreich und England angesttebten Paktes mit Sowjetrußland gehen weiter. Die Schärfe, mit der sich berTemps" gegen die in der Rede Molotows vom Mittwoch zum Ausdruck gebrachten sowjet­russischen Pakrsorderungen gewandt hat, hat große Beachtung gesunden. Trotzdem wird an maßgeben­den Stellen der Eindruck aufrechtzuerhalten ver­sucht, daß man sich auch über die Frage ber von Moskau geforderten Garantie für bie bal­tischen Staaten unter Umständen doch noch werde einigen können. Zunächst will man jedoch eine schriftliche Antwort M oskaus auf bie vor Pfingsten überreichten englisch-französischen Paktvorschläge abwarten, da man die Rede Molo­tows nicht als Antwort betrachtet.

Inzwischen führt Paris selbst die Verhand­lungen über die mit bem Ost-Problem sonst noch zusammenhängenden Fragen fort. Außenminister Bonnet hat am Donnerstagnachmittag den hie­sigen polnischen Botschafter Lukasiewicz emp­fangen. Er dürfte mit ihm die gegenwärtige Stel­lung Polens zu der viel erörterten Frage einer etwaigen militärischen Hilfe Sowjettußlands für Polen besprochen haben. Anderseits hat der ftan- zösische Botschafter in Ankara, Mas sigli, am Donnerstag eine neue Besprechung mitdemtür­kischen Außenminister gehabt, unb man versichert in Paris, den französisch-türkischen Pakt jetzt bestimmt in etwa drei Tagen unter Dach zu bringen.

Diejenigen Blätter der Rechten, die schon bisher dem neuen Pakt ablehnend gegenüberstanden, fah­ren in ihren Warnungen gegen die Moskauer Poli­tik fort. So sagtPetit Journal", das Organ der Französischen Sozialpartei des Obersten de la Ro­que, die Kameraden vom Kreml steuerten jetzt aus ein bedingungsloses Bündnis zu, um die Möglich- feit zu haben, im geeigneten Augenblick einen allgemeinen Konflikt mit dem End­ziel der Weltreoolution anzuzetteln. Die Verhandlungen wiesen keinen offensichtlichen Bruch auf, aber immer wieder könnten die Sowjets neue Bedingungen stellen, nachdem Lord Halifax einmal den Anfang mit ben Zugeständnissen ge­macht habe. Im übrigen dürfe man nicht vergessen, daß es in Frankreich in Gestalt der 73 kommuni­stischen Abgeordneten ebensoviele Vertreter Stalins gebe, und daß vor kurzem Manuilski von ber Ko­mintern die Forderung aufgestellt habe, man müsse in Frankreich so rasch wie möglich wieder die

legentlich Elfem über irgend einen Unsinn bekla­gen, den eine kleine Einheit der Hitler-Jugend be­gangen hat. Grundsätzlich erklärt dazu der Reichs- jugendsührer, er müsse wohl als verantwortlicher Er­zieher der Jugend darauf achten, daß das Gesetz der Ordnung und Disziplin, das es früher nicht gab, von ber Heranwachsenden Gene­ration eingehalten werde, aber mit derselben Ver­antwortlichkeit müsse er auch dafür Sorge tragen, daß jede echte Jungenhaftigkeit, Fröh­lichkeit, Humor und auch manche Streiche erhal­ten blieben und nicht etwa durch Ordnungs­übungen gewaltsam erdrückt würden. Da er oft mit Eltern spreche, wisse er, wie dankbar sie sind, daß die nationalsozialistische Jugenderziehung bas eine und bas andere miteinander ver­eint, baß weder ein sturer Drill ben Jun­gen und Mädeln auferlegt, noch Zügellosigkeit und Verwahrlosung geduldet werden. In eigener Ver­antwortung bilde die Jugend heute durch ihre Er­ziehung beim Sport und am Heimabend Charak­terfestigkeit und Leistungswillen aus und schaffe durch die natürliche Auslese eine gesunde national­sozialistische Rangordnung im Leben. Heute ist in ber HJ.-Schar an di e Stelle der Kli qne di e große Kameradschaft gefreten. Man konnte, ein Buch schreiben über das, so sagt der Reichs­jugendführer, was einst bas fieben eines jungen, Menschen ausmachte und was heute Heranwach­sende Jungens und Mädels erfüllt. Sollen sie aus­gelassen sein? Ich glaube, so lange sie es sind und solange sie, wenn es gefordert wird, sich ein- und unterordnen, wird das nativnalsozia^ listische Reich einh gesunde, harte Jugend heran- ziehen.

Maschinen aller Art, Fabrikanlagen und gewerbliche Fertigwaren sind bie bedeutsamsten Wirtschafts- güter, die Deutschland nach Jugoslawien liefert. Nicht zu unterschätzen ist seine Rolle bei der Fi­nanzierung ber Industrialisierung Jugosla­wiens. Während England, Frankreich unb bie Schweiz sich in der Hauptsache durch Anleihebe­gebungen an ben reichen Bodenschätzen und In­dustrien des Landes, vor allem im Kupferbergbau >beteiligten, und hohe Zinssätze zugunsten bieser Geldgeber herausgearbeitet werden müssen, zeigt sich im deutsch-jugoslawischen Handelsverkehr deutlich, daß man auch ohne Gold den Wohlstand des Lan­des heben kann, einfach dadurch, daß das Land in- ftandgesetzt wird, seine Ausfuhren zu stei­gern unb seine inländischen Produktionen zu ver­mehren. Wie ausgezeichnet das Gegenseitigkeitsab­kommen zwischen Deutschland und Jugoslawien ge­arbeitet hat, beweist die Tatsache, daß sich der bei­derseitige Warenaustausch 1938 gegenüber 1933 b e - Ireits verdreifacht hat. Berücksichtigt man den

Warenverkehr mit der Ostmark, ben Sudetenländern unb dem Protektorat Böhmen und Mähren, so er­gibt sich eine noch bedeutend größere Steigerung, ^ür bie wirtschaftspolitische Orientierung des Lan­des spricht nichts deutlicher als die Tatsache, daß die Achsenmächte 7 0 v. H. der jugoslawischen Ausfuhren aufnehmen.

Die Freundschaft zwischen Deutschland unb Jugo- ilamien zeigt sich weiterhin auch in dem in den !etzten Jahren nicht unerheblich gestiegenen Reise- »e r k e h r. Bereits 1937 hatte sich die Zahl der deutschen Besucher Jugoslawiens mit 68 545 gegen­über 1933 verdreifacht, 1938 stiegen bie Zif- crn weiter an, und mir dürfen ohne Uebertreibung ogen, daß im laufenden Jahre sich die Steigerung »eiter fortsetzen wirb. Die politische Freundschaft Dird auf diese Weise mehr und mehr auch zu einer vertieften Freundschaft der Völker.

Das Scho in Belgrad.

Belgrad, 2. Juni (DNB. Funkspruch). Die Selgraber Blätter stehen im Zeichen der ausfichr- Ichen und begeisterten Berichterstattung über ben östlichen Empfang des Prinzreaentenpaares in ber ^eichShauptstadt. In ihren Schlagzeilen heben sie ins dem Trinkspruch bes Führers die Stelle hervor, die von den für immer fest- belegten gemeinsamen Grenzen spricht. 'Samouprava" erklärt, Deutschland begrüße den firinzregenten Jugoslawiens ckls den Botenbes Friedens und ber Freundschaft. Durch !en begeisterten Empfang beweise Deutschland vor ^er ganzen Welt die Herzlichkeit seiner Beziehungen u Jugoslawien. Jugoslawien sei nur von bem einen rufrichtigen Wunsche erfüllt, mit Deutschland in wiger Freundschaft zu leben, wie auch mit allen ihrigen Nachbarn. Jugoslawien bleibe neutral in illen ideologischen Auseinandersetzungen und sei in dieser Hinsicht Mit den übrigen Balkanstaaten voll­kommen einig. Gute deutsch-jugoslawische Bezie­hungen seien ein Erfordernis bes allgemeinen eurv-

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