Erfolgreiches erstes Zahnradrennen 1039.
Wieder einmal trat die Gießener Radfahrer-Vereinigung mit einer großen Radsportveranstaltun^n die OefserMchkeit. Las erste Rennen dieser Saison bildete das am Sonntag gestartete Eröffnungs-Bahnradrennen auf der Aschenbahn des Waldsportplatzes. Es wurde wieder zu einem schönen Erfolg. Trotz der unfreundlichen Witterung hatten sich etwa 1000 Zuschauer eingefunden, um Zeuge herrlicher Kämpfe zu werden. Das Programm des Tages hielt sich in der Form der seitherigen Rennen. Man muß es dem Veranstalter, der Gießener Radfahrer-Vereinigung, zugute halten, daß sie keine Unkosten scheut, erstklassige Fahrer zu verpflichten. U. a. waren als Vertreter der deutschen Nationalmannschaft der deutsche Meister Jean Schorn (Köln) und der Bonner Matthias Kneller am Start. Aber auch die anderen Fahrer stellten beste deutsche Amateurklaffe dar.
Die Startliste verzeichnete folgende Fahrer: Schorn, Weiler, Kleinsorg, Schneider, Paduscheck, Huppertz, Schweitzer, Mandelartz, Franosch, Dünne- bei (alle Köln), Kneller (Bonn), Schwiers (Dülken), Matthies, Schröder (beide Solingen), Ho mann, Krimme (beide Ludwigshafen), Beckel, Ruhland, Noll, Rehmer (alle Frankfurt a. M.), Gassenmeyer und Speckhardt (beide Offenbach).
Den Austakt der Veranstaltung bildete die Auffahrt sämtlicher beteiligter Fahrer, der die Begrüßung des deutschen Meisters Jean Schorn (Köln) durch den sportlichen Leiter der Veranstaltung, August Derbei, verbunden mit der Ueberreichung eines Blumengebindes, folgte. Deibel betonte in feiner Ansprache, daß man Schorn nicht mit Unrecht als Gießener Fahrer bezeichnen könne, da er hier seine ersten Rennen fuhr, und damit der Anfang seiner Laufbahn mit Gießen aufs engste verknüpft ist.
Als erstes Rennen wurden die vier Dorläufe für das
Flieger-Hauptfahren
gestartet, in denen sich die Fahrer Schwiers, Kneller, Matthies, Mandelartz, Schneider, Schröder, Kleinsorg und Schorn für die Zwischenläufe qualifizierten, in denen sich wiederum die beiden Natto- nalfahrer Schorn und Kneller für die Entscheidung um den ersten und zweiten Platz sowie Schwiers und Schneider für den dritten und vierten Platz durchsetzten. Ueberraschenderweise wurde hier der deutsche Meister Schorn mit etwa 20 Zentimeter Abstand von dem wähl ebenso guten Rivalen Kneller geschlagen. Den dritten Platz holte sich Schneider mit einer halben Radlänge vor Schwiers.
Ais Einlage wurde ein Jugend-Fliegerrennen ausgetragen, das den zur Zeit besten deutschen Jugendfahrer Kurt Kleinhaus (Dül
ken) vor Becker (Gießen) und L ö b e r (Frankfurt) als Sieger sah.
Das Omnium,
das erstmals in Gießen ausgefahren wurde, bestand aus drei verschiedenen Arten von Rennen: dem Runden-Zeitfahren, dem Punktefahren und dem Fliegerlauf. Als schnellster Fahrer des Runden-Zeitfahrens erwies sich Schorn, der eine Bahnrunde (400 Meter) in 34,5 Sekunden bei fliegendem Start zurücklegte, vor Kneller (35,3), Null (35,4) und Krimme (36,0 Sekunden). Das Punktefahren, das über 10 Runden mit 5 Wertungen führte, sah Schorn wiederum als den Besten mit 18 Punkten vor Kneller (15 P.), Noll (12 P.) und Krimme (10 P.). Trotzdem der Vierer lauf von Kneller vor Krimme, Schorn und Noll gewonnen wurde, stellte Schorn den Gesamtsieger mit 12 Punkten in diesem überaus interessanten Rennen vor Kneller (11 P.), Krimme und Noll mit je 5 Punkten.
Zum Vorgaberennen starteten alle Fahrer, außer den vier am Omnium Beteiligten. Dieses Rennen sah den Solinger Matthies als Sieger, der in der am weitesten zurückgesetzten Gruppe startete und sich allmählich in famoser Technik nach vorne arbeitete. An zweiter Stelle kam Schneider (Köln) vor Rehmer (Frankfurt) ein.
Den Höhepunkt des Rennens bildete wieder das
40 - km-Mannschaftsfahren.
In Anbetracht dessen, daß der deutsche Meister Jean Schorn am kommenden Wochenende die deutschen Farben in Kopenhagen vertreten muß, sah er von einem Start in diesem Rennen, das infolge der schlechten Witterung besonders große Anforderungen an die Fahrer stellte, ab. Obwohl dies allgemein bedauert wurde, billigte das Publikum diese sportliche Einstellung. Nichts destoweniger wurde dieses Rennen durch die Gleichwertigkeit fast aller Mannschaften sehr interessant. Das Paar Schneider- Kl e i n s o r g (Köln) landete einen hart umkämpften Sieg. Don sieben Wertungen konnten sie drei gewinnen und je zweimal den zweiten bzw. den dritten Platz belegen. Sie errangen dadurch eine Gesamtpunktzahl von 25 Punkten. Am streitigsten machte ihnen den Sieg die Mannschaft Kneller (Bonn)-Sw i e r s (Dülken), die 19 Punkte erreichten. Auf dem dritten Platz folgte das Paar H o - mann (Ludwigshasen)-K r i mme (z. Z. 10./JR. 118), das ebenfalls sehr gut führ. Gut gefallen konnten außerdem die Mannschaften Matthies- Schröder (Solingen), Gassenmeyer-Speck- Hardt (Offenbach) und Rehmer-Noll (Frankfurt). Gegen Ende des Rennens werden die Fahrer .Matthies und Speckhardt in einen bösen
Sturz verwickelt, der infolge Kettenbruches entstand und der die beiden Fahrer zur Aufgabe des Rennens zwang. Durch die Ausgeglichenheit der Mannschaften gab es bei den Wertungsspurts immer erbitterte Kämpfe, die oft nur durch Dorüerradbreite entschieden wurden. Zu einer Ueberrunbung des Gesamtfeldes kam es nicht, obwohl während des Rennens von der Mannschaft Gassenmeyer-Speck- hardt wiederholt der Versuch gemacht wurde. Außer den Wertungsspurts wurde noch eine Prämienwertung ausgefahren, die von Schneider-Kleinsorg gewonnen wurde.
Die Organisation des Rennens sowie die Beschaffenheit der Bahn ließen einen reibungslosen Ablauf der Rennen zu.
Die Ergebnisse.
Fliegerhauptfahren: 1. Kneller (Bonn), 2. Schorn (Köln). 3. Schneider (Köln), 4. Schwiers (Dülken).
Omnium. 1. Schorn (Köln), 12 P.; 2. Kneller (Bonn), 11 P., 3. Krimme (10./IR. 118), 5 P., 4. Noll (Frankfurt), 5 Punkte.
Vorgaberennen: 1. Matthies. (Solingen), 2. Schneider (Köln), 3. Rehmer (Frankfurt), 4. Kleinsorg (Köln).
40-km-Mannschaftsrennen: 1. Klem- sorg - Schneider (Köln), 2-5 P.; 2. Kneller - Schwiers (Bonn-Dülken), 19 P.; 3. Homann - Krimme (Ludwigshafen), 11 P.; 4. Gassenmeyer - Speckhart (Of- fenbach), 7 P.: 5. Rehmer-Noll (Frankfurt), 7 P.
Mische Turner im Mnnschafiskamps.
In der alten Turnerstadt Lauterbach, dem Geburtsorte von Adolf Spieß, trafen sich am Sonntag die in den Dorkämpfen ermittelten besten Turner-Mannschaften der Gau- und der Kreisklasse des NSRL.-Gaues Hessen zur Entscheidung im Dereins- Mannschaftskampfe.
In der Gauklasse waren vier, in der Kreisklasse zwei Mannschaften zugelassen. Unter Leitung des Gauobmanns für Männerturnen, Richard Becker (Kassel), wickelten sich die spannenden Kämpfe reibungslos ab. In der Gau klasse wurde die Mannschaft des ACT. Kassel Gaumeister. Als gaubeste Mannschaft der Kreisklasse wurde Tv. Erbach (Westerwald) ermittelt. Sehr gut schlug sich in der Gauklasse die W i e s e ck e r Mannschaft (Kurt -Lepper, Hans M a n k, Karl B e 11 i n und Emst Schöffmann), die für den eigentlich zum Start berechtigten Turnverein Sinn angetreten war. Obwohl Wiesecks Turner am Samstagabend noch in Hungen geturnt hatten und im Sonntag in aller Frühe die lange Autofahrt nach Lauterbach antreten mußten, erwiesen sie sich im ganzen Kampfverlaus der Kasseler Mannschaft ebenbürtig. Erst das Ausscheiden Schöffmanns, der sich eine Hand Verletzung bei der letzten Hebung (Reck) zugezogen hatte, brachte Wieseck um wertvolle Punkte, . blieb aber immer noch auf dem zweiten Platz.
Bei den Schlußkämpfen am Nachmittag konnte Gaufachwart Hermann Schäfer (Kassel) Kreisleiter Zürtz (Lauterbach), Bürgermeister Thiele (Lauterbach) und zahlreiche Vertreter der Parteigliederungen begrüßen, auch im Namen des Gau- führers Brigadeführer Schmidt (Kassel).
Die Ergebnisse.
G a u k l a s s e: 1. ACT. Kassel 567,5 ; 2. To. Wieseck 540,5; 3. Tv. Kirdorf-Bad Homburg 537; 4. Turnerschast Fulda 512 Punkte.
Beste Einzelturner waren: 1. Krack, Tv. Kirdorf,
157,5; 2. Etzel, ACT. Kassel, 154,5; 3. Lettin, Tv.
Wieseck, 151,5 Punkte.
Kreis klasse: 1. To. Erbach (Westerwald) 460,5; 2. Tuspo, Henschelwerke Kassel 440 Punkte.
Beste Einzelturner waren: 1. Schöneich, Tv. Erbach, 121; 2. Anthes, Henschelwerke, und Henpel, Tv. Erbach, 118; 3. Kläcken, Henschelwerke, 111,5 P.
Rundfunkprogramm
Mittwoch, 3. Mai.
5 Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk aus! 6: Morgenlied — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.30: Von Breslau: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt der Gaumusikzug Schlesien. 9.30: Gaunachrichten. 10: Schulfunk: Die Kantate. Ein Hörspiel. 11.40: Ruf ins Land. 12: Werkskonzert in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. Es spielt das kleine Rundfunkorchester des Reichssenders Stuttgart. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... 16: Nachmittagskonzert. Einlage: Das Mikrophon unterwegs. 18: Hier spricht der Jurist: „Betrachten Sie sich als geohrfeigt." 18.15: Auf gut deutsch ... 18.30: Frauen der Vergangenheit. Johanna von Puttkammer, Bismarcks Frau. 19: Fliegendes Deutschland: „Flieger — Funker." 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. In» dustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen. 20: Nachrichten. 20.15: Meister deutscher Unterhaltungs- musik: Nico Dostal. 22: Nachrichten. 22.15: Kammermusik. 23: Musik aus Wien.
Sprechstunden der Redaktion.
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