Aufgaben des Fleischers im ~
Arbeitstagung der Kreisfachschast
Die Kreisfachschast Fleischer in der Deutschen Arbeitsfront hielt am Sonntnagnachmittag im Saale des Gesellschaftsoereins eine Arbeitstagung ab. M^isfachschaftswalter und Innunasobermeister Pirr hieß Meister. Gesellen und Lehrlinge herzlich willkommen, begrüßte insbesondere die Redner der Tagung und gab dann das Arbeitsprogramm bekannt. Als erster Referent sprach der Gaufach- schaftswalter Beetz (Frankfurt a. M.) über das Thema
„Betriebstechnische Beratung .*
Er ging von den Notwendigkeiten aus, die im Rahmen des Vierjahresplanes für das Fleischerhandwerk gegeben sind und die in erster Linie die o o l l- kommene Ausnützung allen an die Hand gegebenen Materials erfordern. So gelte es vor allem, die Eiweißreste im Blute (über das Hilfsmittel der Zentrifugierung) der Dolksernährung zu erhalten und dienstbar zu machen. Das Fleischerhandwerk müsse sich heute, so führte der Redner u. a. aus, aller technischer Hilfsmittel bedienen, die dazu beitragen können, jegliches Schlachtgut bis zum letzten auszuwerten. Es gehe heute nicht mehr an, eine Arbeitsweise zu pflegen, die noch der des Großvaters entspricht. Im Interesse der Devisenersparnis gelte es, genaue Gewürzdasierungen vorzunehmen, mit deren Hilfe die Qualität der Wurst auf einer gleichbleibenden Höhe gehalten werden könne. Der Knochenentfettung mit Hilfe der „Autoenklave" müsse nähergetreten werden, denn auch hier könne der Volkswirtschaft und der Volksernährung ein wertvoller Dienst geleistet werden. Mit welchem Ernte die Arbeit um die Erhaltung aller Werte betrieben werde, gehe schon daraus hervor, daß durch den Reichsstand des deutschen Handwerks ein Forschungsinstitut für Fleischverwertung geschaffen worden sei.
Kreisamtswalter Stein (Gießen) sprach anschließend über die Notwendigkeit der
Leistungssteigerung im Handwerk.
Er sprach von den verschiedenen Maßnahmen, durch die eine Leistungssteigerung erreichbar sei. Das Gesellenwandern solle dem jungen Gehilfen den Gesichtskreis erweitern, der gewerbliche Nachwuchs solle zur Sparsamkeit angehalten werden, damit er eines Taaes kreditwürdig sei. Die Jugend müsse sich darüber hinaus der Aufgaben bewußt sein, die ihr für die Zukunft gestellt sind. Handwerksarbeit sei nicht nur eine Arbeit der Faust, sondern des ganzen
inneren Menschen! Die Lehre im Handwerk müsse hart und gesund sein, wenn das Handwerk auch in Zukunft gute und tüchtige Meister haben wolle. Der Geselle seinerseits müsse seinen Arbeitsplatz im Betrieb so ansehen, als sei es der eigene Betrieb. Wahre Arbeitsgemeinschaft im Betrieb sei die Voraussetzung für jegliche Aufwärtsentwicklung. Pflichlbewußtsein müsse jeder, als selbstverständliches Gesetz in sich tragen.
Im weiteren Verlauf der Arbeitstagung sprach Kreisamtswalter H e ß (Gießen) über
„Weltanschauliche Ausrichtung/'
Er sprach zunächst von der großen Freude, den diesjährigen 1. Mai im Großdeutschen Reich feiern zu können. In unserem Vaterlande habe sich, so fuhr er fort, eine tiefgreifende Aenderung vollzogen. Ein Volk, das sich auseinandergelebt hatte, habe sich wieder in einer großen Gemeinschaft gefunden. Viel Trennendes sei vergessen und innere Stärke und damit Recht auf dieser Welt gewonnen worden. Bei oll dem dürfe aber nicht vergessen werden, wie es zu Zeiten des Niederganges in Deutschland aus- aesehen habe. Das deutsche Volk, das leistungsfähigste Volk der Erde, habe aber auch ein Recht auf einen gehobenen Lebensstandard, der seiner Leistungsfähigkeit entspreche. Daß die Ansprüche in dieser Hinsicht noch nicht in vollem Umfange erfüllt werden könnten, liege daran, daß unserem 80-Mil- lionen-Dolk nur ein viel zu kleiner Roum zur Verfügung stehe. In seinen weiteren Darlegungen wies der Redner auf unsere unlösliche Schicksalsverbun- denheit hin, er sprach von den Pflichten eines jeden einzelnen Volksgenossen, die jeder zu erfüllen habe, wenn er Rechte für sich in Anspruch nehmen wolle. Die Gemeinschaft könne, so betonte er, nicht geben, was der Einzelne zu geben sich nicht bereitfinde. Jeder müsse sich in Beruf und Betrieb bewähren, weil jeder Betrieb die Aufgabe habe, der Volksgemeinschaft zu dienen. Das bedeute aber auch, daß jeher an dem Platz stehen solle, den er aus eigenen Kräften heraus am besten aus fülle. Die deutsche Wirtschaft fei nicht ,Ding an sich", sondern sie stehe ausschließlich im Dienste der Gemeinschaft. Das deutsche Volk in seiner Gesamtheit habe die Notwendigkeit der Gemeinschaft verstanden. So stehe auch der 1. Mai 1939 im Zeichen des Geistes der Gemeinschaft und der Freude, deren Glanz über das ganze Jahr hinweg Kraft hoben solle. Kreis- fachschaftswalter Pirr' (Gießen) dankte den Rednern, deren Vorträge mit herzlichem Beifall auf
genommen wurden. Er forderte dazu auf, sich stets dessen eingedenk zu sein, was ihnen durch die Redner vor das geistige Auge gestellt worden war.
Festlicher Abeno.
Aus Anlaß der Arbeitstagung und gleichzeitig als Maifeier für die Fleischer innerhalb der Kreisfachschaft fand im Anschluß an die Vorträge ein festlicher Abend statt, der ganz im Zeichen der Ka- merafchaft stand und einige sehr unterhaltsame Stunden brachte. Die Kapelle Ärengel unterhielt mit guter Musik aus besten deutschen Opern und Operetten. Frau A s s i o n und Herr E. A. Waltz (Stabtheater Gießen) trugen durch ausgezeichnete gesangliche Vorträge zur Verschönerung des Abends und zur Erhöhung der festlichen Stimmung erheblich und mit viel Geschick bei Das Ballett des Gießener Stadttheaters unter der Leitung von Frl. Thea Maaß forderte durch eine Walzerfantasie und den „Radetzkymarsch" zu lebhaftem Beifall heraus. Schließlich trugen noch die Herren Kehrmann (Flöte) und Schwarzlofe (Trompete) mit virtuosen Solovorträgen zur allgemeinen Freude bei. Jnungsobermeister Pirr sprach in kurzer Rede von dem tieferen Sinn dieses festlichen Abends, Kreisamtswalter Heß überbrachte die Grüße des Kreisleiters und Bezirksinnungsmeisters Zobel (Mainz) sprach in längeren Darlegungen und aus reicher praktischer Kenntnis heraus über mancherlei fragen, bie bas Fleischerhanbwerk in der Gegenwart bewegen. Herzliche Worte des Dankes widmete er dem Jnnungs- obermeifter Pirr für feine unermüdliche und wertvolle Arbeit, die er im Dienste des Handwerks leistet. Dank wurde auch Frau Pirr gesagt für das Verständnis, bas sie ber vielseitigen Beanspruchung bes Obermeisters entgegenbringt, Obermeister Pirr übertrug ben Dank für feine Frau an alle Gattinnen ber Kameraden im Handwerk. Schlachthofbirektor Dr. Keller fanb herzliche Worte ber Ver- bunbenheit mit bem Fleischerhanbwerk. Zu mitternächtlicher Stunde hielt Kreishandwerksmeister S t ü h l e r eine Ansprache, in ber er in begeifternben Worten von ben Leistungen unseres Führers Abolf Hitler sprach, ber es bem beutschen Volke ermöglichte, ben Nationalen Feiertag, ben 1. Mai, in Ruhe Frie- ben unb Sicherheit unter dem Schutze ber beutschen Wehrmacht zu feiern. Im Verlauf bes Abends wurde noch manches gemeinsame Lied gesungen.
Nicht zu vertrauensselig!
Ndz. Angesichts der bevorstehenden Reisezeit sind Hinweise über die Sicherheit in den Zügen von Interesse, die in der Reichsbahn-Beamten-Zeitung gegeben werden. Um die Reisenden während der Fahrt, besonders nachts, vor Belästigungen ober
Beraubungen zu schützen, hat die Deutsche Reichs« .bahn seinerzeit umfassende Sicherheitsmaßnahmen angeorbnet, bie auch heute noch in Kraft sind unb streng burchgeführt werden. So haben bie Zug« beamten in ben O-Zügen nach ber Fahrkartenpru« fung wieberholt Revisionsgänge burch bie einzelnen Wagen zu machen und alle Abteile zu berücksichti. gen. In ben Personen- unb Eilzügen, die nur aus Abteilwagen bestehen, haben sich die Schaffner wäh. renb der Fahrt möglichst oft besonders in den schwach besetzten Abteilen aufzuhalten und ihr be. sonderes Augenmerk Einzelreisenden zuzuwenden. Die Zugbegleitbeamten haben alle freie Zeit- zur Ausübung dieses Sicherheitsdienstes zu verwenden.
Die Kinberlanbverfchickung braucht pflegefteUen für unsere Jugend!
In dieser Ueberwachungstätigkeit werden sie durch die Bahnschutzpolizei und den Fahndungsdienst so, wie durch Reoisioren und Kontrolleure wirksam un« terstützt. Die Bestrebungen der Reichsbahn werden aber nur Erfolg haben können, wenn auch die Rei» senden selbst sich weniger vertrauensselig als bisher ihren Mitreisenden gegenüber verhalten unb vor allem nicht jebern Unbekannten ihr Gepäck im Ab« teil zur Aufsicht anoertrauen. Wahrnehmungen über verbächtige Fahrgäste nehmen jederzeit die Zugbe» gleitbeamten entgegen.
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 2. Mai. Auf dem heutigen Wochen» markt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 Mark, Matte 25 bis 50 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Weißkraut, % kg 15 Pf., Rotkraut 18, gelbe Rüben 15 bis 16, Spinat 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, To, maten 45 bis 50, Zwiebeln 12 bis 18, Meerrettich 40 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 50, Rhabarber 20, Kartoffeln, alte, kg 5 bis 8 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, Blumenkohl, bas Stuck 30 bis 35, Salat 25 bis 30, Salatgurken 60 bis 80, Lauch 5 bis 15, Rettich, neue, bas Bünbel 30, Ra» bieschen 15, Sellerie, bas Stück 20 bis 60 Pf.
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* * Golbene Hochzeit. Am morgigen Mitt» woch, 3. Mai, feiern bie Eheleute Wilhelm Kett» n e r unb Frau Barbara, geb. Lemmer, Stein» straße 48 III, bas Fest ber golbenen Hochzeit. Herr Kellner hat über 40 Jahre lang im Dienst der Eisenbahn gestanden und trat im Jahre 1925 als Lokomotivführer in den Ruhestand. Er ist jetzt 76, seine Ehefrau 74 Jahre alt. Beide erfreuen sich noch guter Gesundheit. Das Jubelpaar zählt auch seit seiner Verheiratung zu ben treuen Beziehern bes „Gießener Anzeigers". (Wir beglückwünschen herzlich zur goldenen Hochzeit!)
Mit und ohne Mdstck.
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Serr Lerbert Kettenbeil aus Berlin- Buchholz, Parksiedlung Id, hak sein heutiges Tagewerk beendigt (3.4.39). Die Steigeisen in der Land, sagt er zwischen langsamen Zügen: »Wirklich eine seine Cigarette, die »Astra": aromatisch, leicht und frisch! Das find drei gute Gründe! Schon nach der ersten Schachtel dachte ich mir: Dabei bleibe ich! flnb bei der „Astra" bin ich geblieben."
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Hierfindet der Wunsch des modernen Rauchers Erfüllung: Reiches Aroma und natürlich gewachsene Leichtigkeit in einer Cigarette vereint. Darum greifen täglich mehr und mehr genießerische und überlegende Raucher zur „Astra". Besondere Kenntnis der Mischkunst und der Provenienzen ist das ganze Geheimnis. Sm Lause Kyriazi lebt sie nun, vom Großvater auf den Enkel vererbt, in dritter Geschlechterfolge als die erste und vornehmste Pflicht deS Inhabers. — Rauchen Sie „Astra" eine Woche lang. Dann werden Sie bestätigt finden, daß sie aromatisch und leicht ist. Kaufen Sie noch heute eine Schachtel „Astra".
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Äerr Laos Lübbe, Inhaber des Zigarrengeschäftes Glockengießerwall 25 Ecke Ferdinandstraße in Siamburg, äußerte sich am 4. April 1939: „Ich habe schon früher als langjähriger Filialleiter eines größeren Tabakwa- ren-Einzelhandelsgeschäftes immer be- sonders viele „Astra"- Cigaretten verkaufen können - und heute in meinem eigenen Geschäft ist es genau so. Wenn ich gefragt werde, empfehle ich die „Astra". Wer eine aromatische, leichte und stets frische Cigarette rauchen will, kommt mit ihr^-auf feine Rechnung."
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..... immer unverändert die gleiche!"
^-^Das war ja mal wieder allerhand Betrieb heute", meinte Lerr Wilhelm Klotz, der Inhaber der ältesten Wiesbade- ner Bierstube, der „Bayrischen Bierhalle" in der Adolf- straße 3, als er am 8. März 1939 Feierabend geboten hatte. „Jetzt kann ich auch mal an mich selber denken: ein schöneS Glas Baba-Bräu unb dazu die leichte und aromatische Elstra"! Sie ist immer die gleiche, sie hat mich noch nie enttäuscht."
„Wie oft ist man beim Entziffern schwieriger Textstellen aus der alleren Literatur Japans dazu geneigt—wenn sich durchaus lei- neLösuna finden will-„den ganzenKram"hinzuwerfen.Ichfür meinen Teil sammle mich beim Genuß einer leichten Cigarette. Das ist für unch die aromatische und wohlschmeckende ,Astra'l"
Dr. Lrltz Rumpf. OrtrntaHfL Drrllu 71®, SrikfenaUee IN 3apan«3nfhL 11. HptÜSQ.
Tabak- Erfahrung von Kindesbeinen an.
<-Rur 1,8ha groß istdie berühmte Weinbergslage „Bemcaste- ler Doctor" - gegenüber einer Gesamt-Weinanbaufläche von etwa 75000 ha im Altreich. Beim Tabak ist es das Gleiche: Unzählige Ballen edelster Iaka- und Djebel-Tabake werden in den berühmten S>öhenlagen Smyrna und Samsun geerntet Und doch sind nur wenige davon für die „Astra" geeignet Um aus 100 oder 150 Provenienzen 5 oder 10 herauszufinden, die den Forderungen der „Astra" - Aroma und Leichtigkeit — entsprechen, dazu gehört ein besonderes Können. Technik der Organisation nnd familiengebundenes Wiffen um den Tabak — beides vereinigt sich im S>ause Kyriazi. Born Großvater auf den Enkel vererbt, ist es Tradition schon seit Jahrzehnten in dritter Geschlechterfolge.


