es ewig bleiben. Sie sei die Kriegsmacht des Inter» nationalen Proletariats.
An der Truppenparade nahmen alle Waffengattungen der Roten Armee teil sowie einzelne Abteilungen der Kriegsmarine und der GPU- Truppen. Während des zweistündigen Vorbeimarsches wurden auch schwere Geschütze fast aller Kaliber und Bombenflugzeuge in großer Zahl gezeigt. Darunter jedoch keine neuen Modelle. An die Militärparade schloß sich die übliche Volksdemon- st r a t i o n an. Die Moskauer Presse ist am 1. Mai überschwemmt von den geschwollenen Phrasen der bolschewistischen Agitation. Die „Prawda" enthält einen langen Artikel des Kominternhäuptlings D i m i t r o f f, der wiederum nur ein einziges wütendes Pamphlet gegen die autoritären Staaten darstellt. Er rühmt sich im besonderen der Erfolge der Dolksftontpolifik in den „demokratischen" Staaten. Don selbst werde der „Faschismus" nicht fallen. Es sei vielmehr erforderlich, daß in allen Ländern eine neue Welle der a n ti s a s ch i sti s ch e n Agitation einsetze.
Das englische Wehrpslichtgesetz.
Um die Dienstpflicht Nordirlands.
London, 2. Mai. (DNB.) Das Gesetz über die Einführung der Wehrpflicht in England sowie das Gesetz über die Reserve- und Hilfsstreitkräfte wurde am Montagab-erck veröffentlicht, nachdem die beiden Gesetze im Unterhaus von der Regierung formell eingebracht worden waren.
Das Wehrpflichtgesetz sieht vor, daß jeder männliche britische Untertan im Alter von 20 Jahren für den Militärdienst registriert wird, sofern er nicht untauglich oder aus „Gewissensgründen gegen den Wehrdienst ist". Der letztere Grund ist vor „einem Tribunal zu erhärten". In diesem Falle tritt an die Stelle des Wehrdienstes eine im nationalen Interesse liegende Arbeitsleistung. Die Dienstzeit beläuft sich auf sechs Monate. Anschließend werden die Ausgebildeten auf die Dauer von dreieinhalb Jah- r e n dem Reservekorps der Hilfsstreitträfte oder der Territorialarmee zugeteilt.
Dsr König kann durch Kabinettorder das Gesetz auf Rordirland und die Insel Man ausdehnen. Man rechnet m ch t damit, daß eine Ausdehnung des Gesetzes auf Nordirland vor Eintritt eines Kriegsfalles vorgenommen werden wird. Dagegen werden vermutlich alle in England lebenden Iren, auch Süd-Iren, von dem Gesetz erfaßt. Befreiung erfolgt nur dann, wenn ein Süd-Ire in die Armee von Eire eintritt. Die nordirischen römisch-katholischen Bischöfe haben der Presse erklärt, daß jeder Versuch, das britische Wehrpflichtgesetz auf Nordirl»nd auszudehnen, katastrophale Folgen haben würde. Unser Volk, so heißt es in der Erklärung, hat bereits schwerstes Unrecht erdulden müssen, indem es von einer der ältesten Nationen Europas losgerissen und seines fundamentalsten Rechtes, Bürger im eigenen Land zu sein, beraubt worden ist. Unter diesen Umständen würde jeder Versuch, es zum Kampf für den Unterdrücker zu zwingen, Entrüstung und Widerstand hervorgerufen. Ein solcher Versuch würde von allen Iren und der ganzen Welt als ein Verbrechen
Kleine politische Nachrichten.
Der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop feierte am Sonntag feinen 46. G e - b u r t s t a g. Am Nachmittag überbrachte der Reichsführer fi Himmler die Glückwünsche der Schutzstaffel. Weiter suchten der italienische Botschafter Attolico und Frau den Reicksminister in seinem Heim auf, um ihre Glückwünsche auszusprechen. Am (Sonntag empfing der Reichsminister seine engsten Mitarbeiter. Telegraphisch haben ihre Glückwünsche übermittelt: Generalfeldmarschall Göring, der Stellvertreter des Führers und zahlreiche Reichsminister, Gauleiter sowie weitere Persönlichkeiten aus Staat, Partei, Wehrmacht und Wirtschaft.
Staatsminister Dr. Wacker widmet sich auf seinen Wunsch nach über 2jähriger kommissarischer Tätigkeit als Leiter des Amtes Wissenschaft im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung wieder ganz seinem Amt als K u l - tusminister in Baden. Reichserziehungsminister Rust hat ihm aus diesem Anlaß seinen besonderen Dank für seinen erfolgreichen Einsatz ausgesprochen und mit der Leitung des Amtes Wissenschaft den bereits seit 6 Jahren in seinem Ministerium und seit längerem als Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Geschäftsführer des Reichsforschungsrates tätigen Professor Mentzel beauftragt.
Durch das im Zuge der organisatorischen Gestaltung des Landes Oesterreich erlassene Gesetz über den Ausbau der Verwaltung in der Ostmark hat das Amt des Reichsstatthalters in Oesterreich seine Erledigung gefunden. Der Führer hat Dr. Seyß- I n q u a r t, vorbehaltlich der Zuweisung eines besonderen Aufgabenkreises, zum Reichsmini st er ernannt und ihm für die als Reichsstatthalter geleisteten Dienste seinen Dank ausgesprochen.
am Nationalempfinden und als ein Angriff auf ihre nationalen Rechte angesehen werden.
Aus oller Welt.
Ministerialdirektor Kunz tödlich verunglückt.
Auf der Staatsstraße Dresden—Klotzsche ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall. Infolge unsichtigen und nebligen Wetters stießen zwei Personenkraftwagen zusammen. Dabei wurde der Ministerialdirektor im sächsischen Ministerium des Innern Gauamtsleiter Erich Kunz sowie seine neben ihm sitzende Schwägerin schwer verletzt. .Sie starben noch während des Transportes ins Krankenhaus. Kunz, der vor wenigen Tagen vom Führer zum Ministerialdirektor befördert worben war, war eine der bekanntesten politischen Persönlichkeiten in Sachsen.
13 Tote bei Boolsunfällen in Schweden.
Ein schweres Bootsunglück, das zehn Todesopfer forderte, ereignete sich bei Oskarshamn (an der Südoftküste von Schweden). Eine Barkasse mit vierzehn vom Urlaub heimkehrenden Matrosen des Torpedokreuzers „Jakob Bagge" kenterte etwa
Durch das Gesetz über den Aufbau der Verwaltung im Reichsgau Sudetenland ist der Reichsgau Sudetenland ein staatlicher Verwaltungsbezirk und eine Selbstoerwallungskörperschaft geworden. An der Spitze steht ein Reichs statthalt er, der seinen Dienstsitz in Reichenberg hat. Der Führer hat den bisherigen Reichskommissar, Gauleiter Konrad H e n l e i n , zum Reichsstatthalter ernannt und ihm für die bisher geleisteten Dienste seinen Dank ausgesprochen.
Generaloberst von Brauchitsch, der Oberbefehlshaber des deutschen Heeres, hat am Sonntagmittag im Haufe von Staatssekretär General P a - r i a n i, dem Oberbefehlshaber des itulienischen Heeres, an einem Frühstück in kleinem Kreise teil- genommen. Montagoormittag wird er sich zu einer fünftägigen Besichtigung der militärischen Einrichtungen in Lybien im Flugzeug nach Tripolis begebrtn.
3u Ehren des in Rom weilenden Reichsarbeitsministers Seldte veranstaltete der italienische Minister für öffentliche Arbeiten Cobelli-Gigli ein Essen im Wehrmachtsklub, zu dem außer zahlreichen italienischen Persönlichkeiten von Staat und Partei Mitglieder der deutschen Botschaft geladen waren. *
Der ehemalige französische Generalstabschef, General W e y g a n d , der an den Empfangsfeierlichen für das neuverwählte iranische Kronprinzenpaar in Teheran teilgenommen hatte, traf am Montag auf der Rückreise in Ankara ein. Wahrscheinlich wird eine Begegnung mit dem gegen- roartig in Ankara weilenden stellvertretenden sow- jetrusstschen Außenkommissar P o t e m k i n stattfinden.
vierhundert Meter vom Ufer entfernt. Nur vier Matrosen konnten gerettet werden. — Ein weiteres Bootsunglück ereignete sich auf einem Fluß in der Nähe von Lindesberg in Mittelschweden, westlich des Mälar-Sees. Drei Personen fanden dabei den Tod.
Zwei Kinder fanden den Flammentod.
In dem Dorf Breselenz (Kreis Dannenberg) brach in dem Wohnhaus des Zimmermanns Schulz Feuer aus, als der Besitzer sich auf seiner auswärtigen Arbeitsstätte befand und seine Ehefrau das Haus gleichfalls verlassen hatte. Das Feuer griff rasch um sich und legte das Gebäude in kurzer Zeit in Asche. Dabei kamen die beiden Kinder, ein zwei- unb ein vierjähriges Mäbchen, indenFlammen um. Bei ben Aufräumungsarbeiten fand man die verkohlten Leichen.
Sowjetfpanifcher Massenmörder dingfest gemacht.
Die Polizei in Barcelona konnte einen gewissen Manuel S u a r e z verhaften, der sich unter der roten Herrschaft zum Chef der Marinestation Ma- hon auf ben Balearen gemocht hatte, indem er den
rechtmäßigen Chef und Admiral nebst allen Offi-1
zieren, die national gesinnt waren, ermorden ließ. Insgesamt ließ der Unmensch auf Mahon 936 Personen umbringen. Er flüchtete dann nach Frankreich und kehrte später unter falschem Namen nach Barcelona zurück, wo die Polizei seine Spur den- noch fand. Die Madrider Zeitung „ABC" veröffent- licht eine Lifte, aus der hervorgeht, daß 17 ihrer Schriftleiter und Angestellten von den Roten ermordet wurden.
Unglaubliche Leichtsinn.
Ein schwerer Unfall ereignete sich in der Koblenzer Altstadt. Eine Frau benutzte zum Waschen ihrer Haare Benzin und zündete sich dabei noch unglaublicherweise eine Zigarette an. In wenigen Augenblicken entzündeten sich die Benzindämpfe, so daß die Frau in Hellen Flammen stand. Ihr Mann, der ihr zur Hilfe kommen wollte, ergriff zum Unglück auch noch das Handtuch, mit dem die Frau ihr Haar abgetrocknet hatte, nm die Flamme zu ersticken. Das benzingetränkte Tuch entzündete sich sofort, wobei ber Mann schwere Brandwunden an den Händen und am Arm erlitt. Die Frau mußte mit schweren Gesichts- und Kopfverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
32 Todesopfer einer Feuersbrunst in Aegypten.
Wie Reuter meldet, brachen in zwei benachbarten Dörfern in der Nähe von Mahallet-el-Kebir (Unterägypten) Großfeuer aus. Bisher sind 3 2 Tote und 30 0 Verletztezu beklagen.
iBetferbmrht
! Während am Montag noch in Nord- und Mitteldeutschland neue Wetterverschlechterung einsetzte, brachte das sich von Süddeutschland nordostwärts verlagernde flache Hoch unserem Bezirk zunehmende Aufheiterung. Diese gab wiederum in der Nacht zum Dienstag Anlaß zu kräftiger Abkühlung, die stellenweise bis zu leichtem Frost führte. Die Entwicklung der Gesamtlagen läßt noch keineswegs beständiges oder wesentlich wärmeres Wetter erwarten.
Vorhersage für Mittwoch: Wolkig, zeitweise bedeckt und Neigung zu Regenfällen, ausge- gllchener, aber immer für die Jahreszeit zu kühle Temperatur, veränderliche, meist nördliche und östliche Winde.
Lufttemperaturen am 1. Mai: mittags 9,3 Grad Celsius, abends 7,9 Grad: am 2. Mai. morgens 5 Grad. Maximum 9,5 Grad, Minimum heute nacht 3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Mai: abends 9,5 Grad: am 2. Mai: morgens 8 Grad. — Sonnenscheindauer 0,2 Stunden.
Hauptschrtftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot- für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein: für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. III. 39: 10200. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts- brutferei R. Lange, K »G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. ' Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., 1 mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
Nach kurzer, schwerer Krankheit verschied heute im Alter von 5 Jahren unser liebes Töchterchen, Schwesterchen und Enkelchen
Elfriede.
In tiefer Trauen
Familie Ludwig Forbach.
Gjeßen-Wieseck, den 1. Mai 1939.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 3. Mai, nachm.
3 30 Uhr, vom Trauerhaus, Gießen. Str. 33 aus statt
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Am 30. April entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere liebe, herzensgute Mutter
Luise Reeh
im 55. Lebensjahre.
In tiefer Trauer:
Rudolf Reeh
Emilie Kreiling, geb. Reeh Otto Kreiling.
Rodheim (Bieber). Heuchelheim, den 2. Mai 1939.
Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem > 3. Mai. nachmittags 3 Uhr.
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