Ausgabe 
2.5.1939
 
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sollen, überhaupt gar nicht In Marokko sind, sondern daß sie jetzt in Liberia gelandet wären. (Wieder stürmische Heiterkeit.) Damals sollten diese Deutschen zum Teil durch Flugzeuge gelandet werden. Offen­bar haben diese sich bis jetzt die ganze Zeit in der Luft herumgetrieben und find soeben endgültig ist Liberia niedergegangen. (Erneute Heiterkeit.) Nach acht Tagen wird natürlich kein Deutscher in Liberia fein, dann werden sie sagen: Es war nicht Liberia, sondern M a d a g a s k a r , wo sie hinwollten! (Stür­mische Heiterkeitsausbrüche.) Und wenn es das nicht ist, dann ist es ja, ich habe ja neulich aufgezählt, was alles bedroht ist. Sie haben das im Reichstag gehört. (Tosende Heiterkeit.)

Diese Kriegshetzer, die nichts leisten und in keinem Falle vor die well treten und sagen können:Ich habe das und das geschaffen" die sind es, die die Völker wieder in das Ver­derben hineinpeitschen wollen. Und Sie wer­den verstehen, wenn ich mich da nicht auf irgendwelche Erklärungen oder Zusicherungen von Leuten verlasse, die selber im Dienst dieser Kriegshetzer stehen, sondern ausschließlich auf mein deutsches Volk, auf Luch! (Minutenlange Kundgebungen der Massen.) Und sicher ist sicher! Line Völkerbundserklärung in allen Ehren, aber die deutsche westbefesti- g u ng ist für mich doch noch ein etwas zuver­lässiger Garant unsere Freiheit. (Wieder brau­sende Heilrufe.) Und das ist das Ergebnis des Schaffensderdeutschen Arbeit, genau so wie die innere Haltung unseres Vol­kes das Ergebnis des Fleißes und der Arbeit Millionen seiner tätigen Menschen ist! Das ist der deutsche Bauer, der treu und brav, ehrlich und fleißig seinen Acker bebaut und damit das Brot gibt. Und das ist der deutsche Arbeiter, der treu und brav, redlich und fleißig in seinem Betrieb seiner Ar­beit nachgeht und uns damit die anderen Le­bensgüter sichert. Das ist die Grundlage unseres Daseins!

Und wenn wir nun auf eine so gewaltige Arbeit in diesen sechs Jahren zurückblicken können, dann, glaube ich, haben wir ein Recht, einen Tag im Jahr zu bestimmen, an dem wir diese Arbeit und unsere Volksgemeinschaft feiern. Denn das ist der Sinn des 1. Mai: Der Feiertag zu sein der deut­schen Arbeit in Stadt und Land, der Feier­tag all der schaffenden Menschen und das Fest der deutschen Volksgemeinschaft. Ge­rade an einem solchen Tage sehe ich mit einer un­bändigen Zuversicht in die deutsche Zukunft! Dafür, daß unser Volk richtig erzogen wird, bürgt meine Bewegung!

Dafür, daß es tapfer verteidigt wird, bürgt mir die deutsche Wehrmacht!

Dafür, daß es niemals mehr im Innern zerfällt, find mir Garant die deutsche Volksgemeinschaft und in ihr alle die Mil­lionen deutscher Menschen in Stadt und Land, die ich in diesem Augenblick begrüße! Unser Großdeut- sches Reich und unser Volk von Ost und West und Nord und Süd Sieg Heil!

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Als der Führer endet, schlägt ihm ein Orkan von Jubel und Begeisterung entgegen. Die Massen feiern mit immer erneuten Heilrufen und brausen­den Kundgebungen den Führer. Hunderttausende von Händen strecken sich ihm entgegen. Die Jubel­rufe wiederholten sich, als der stellvertretende Gau­leiter von Berlin, Görlitz er, das Sieg-Heil auf den Führer ausbrachte und die Lieder der Nation die Kundgebung abschloffen. Erneut umfing den Führer der Jubel der Massen, als er durch den Mittelweg den Lustgarten verließ, um durch ein dichtes Spalier festlich gestimmter Menschen zum Wilhelmplatz zurückkehren.

(Sin Denkmal der Arbeitskameradschast am Westwall.

Koblenz, 1. Mai. (DNB.) Mit allen ihren Arbeitskameraden im Großdeutschen Reich haben auch die am Defestigungsgürtel im Westen schaffenden Volksgenossen den Nationalen Feiertag festlich und freudig begangen. Als ein fdwnes Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem Führet und dem deutschen Volk haben sie, die an einem so großen Werk zur Sicherung des Rei­ches arbeiten, an Adolf Hitler folgendes T e l e g r am m gesandt:6000 Westwallarbeiter aus allen Gauen des Reiches grüßen ihren Führer von dem Dolksfest am Westwall in Pronsfeld, Gau Koblenz-Trier und geloben treue Gefolg­schaft und stärkste Einsatzbereitschaft. Aus Dankbarkeit bietet dieSchicksalsgemein- schäft vom Westwall dem Führer den Grund st ock für einen Bunker an. Zu die­sem Grundstock stellt jeder Arbeitskamerad den Lohn von zwei Arbeitsstunden zur Ver­fügung. Dieser Bunker soll ein lebendiges Denkmal der Arbeitskameradschaft vom Westwall sein."

Großkreuz des Ordens vom deutschen Adler in Gold."

Berlin, 30. April (DNB.) Der Führer hat die Bestimmungen über den zur Verleihung an Ausländer vorgesehenen Verdienstorden vom deutschen Adler erweitert. Neben dem Groß- kreuz des Ordens vom deutschen iAdler wurde als Sonder stufe dasGroßkreuz des Ordens vom deutschen Adler in Gold" geschaffen, das i n besonderen Fällen verliehen werden und auf die Zahl von jeweils sechzehn Inhabern 'beschränkt bleiben soll.

Es unterscheidet sich von dem bisherigen Groß» Ikreuz dadurch, daß sowohl das Kreuz am Ordens- Iband als auch der Bruststern größer und in den Metallteilen in echtem Gold ausgeführt ist. Das Band des neuen Großkreuzes ist dunkler als das ggewöhnliche Ordensband, der schwarze Randstreifen aetroas breiter. Der Reichsminister des Auswärtigen und der Reichsprotektor in Böhmen und Mähren tragen bei besonderen Anlässen die Sonderstufe des Ordens.

Zugleich hat der Führer angeordnet, daß für militärische (Kampf)-Verdienste der Verdienstorden vom deutschen Adler in Zukunft mit Schwertern verliehen werden kann.

Generalkonsul Marschall von Bieberstein und seine Gattin tödlich verunglückt.

Der deutsche Generalkonsul in Tunis, Mar- chall von Bieberstein und seine Gattin wurden das Opfer eines schweren Autounfalls, )»em beide schon wenige Stunden später erlagen. Der Kraftwagen, in dem der Generalkonsul, seine Frau und ein Begleiter Platz genommen hatten,

stieß etwa zehn Kilometer von Tunis entfernt mit einem anderen Kraftwagen zusammen, in dem zwei Reservisten saßen. Der Generalkonsul und seine Gattin wurden in schwerverletztem Zustand ins Krankenhaus übergeführt, wo sie bald darauf ihren Verletzungen erlagen. Der Begleiter hat nur un- wesentliche Verletzungen daoongetragen. Ebenso haben die anderen Insassen nur einige Hautabschür­fungen erlitten. Ein Vertreter der Generalresidenz in Tunis begab sich sofort nach Bekanntwerden des Unfalls in das Krankenhaus, wo er sich vor den sterblichen Hüllen der Verschiedenen verneigte. Der Chef des Militärkabinetts des Generalresidenten, Major Allais, sprach dem Kanzler des deutschen Generalkonsulats das Beileid des französischen Ge- neralresidenten in Tunis, Laboune, aus.

Amerika und die Kührerrede.

Wachsende Opposition gegen Roosevelt.

Neuyork, 1. Mai. (Europapreß.) Nach den ersten hastigen Kommentaren über die Rede des Führers veröffentlichen die amerikanischen Blätter Leitartikel und Kommentare, die klar zeigen, daß die Rede des Führers für die Entwicklung der öffent­lichen Meinung in den Vereinigten Staaten von erheblicher Wirkung war. DieNew Port Sun" erklärt, es könne kein Zweifel bestehen, daß Roosevelt eine schwere Niederla ge er- litten habe.Dor einer Woche noch", so fährt das Blatt fort,haben Republikaner und Demokraten Roosevelts Botschaft begrüßt, heute aber sind s o - aar begeifterte Demo traten der Auffas­sung, daß Roosevelt dem stärkeren und ge- chickteren Gegner unterlegen ist. Hitler hat Roosevelt in überragender Weise ab- gefertigt und dabei einen den Washingtoner Kreisen überraschend kommenden sarkastischen Hu­mor entwickelt." Abschließend weist das Blatt au die äußerst geschickte und sarkastische Bemerkung Hitlers hin, daß Roosevelt anscheinend alle in* n e r p o l i t i s ch e n Probleme gelöst habe, weil er Zeit finde, sich um das Schicksal der Welt zu kümmern. Hierdurch sei die Aufmerk­samkeit der amerikanischen öffentlichen Meinung auf innerpolitische Fragen, wie die Arbeitslosig- keit und das fiskalische Chaos gelenkt worden. Diese Fragen aber seien für die amerika­nische Oeffentlichkeit von viel größerer Bedeutung, als das Schicksal Danzigs ober des polnischen Kor» ridors.

DieNew Port Post" fordert die Abkehr Roose­velts von feiner bisherigen Jnterventionspolitik. Das Hinfälligwerden des polnischen Vertrages habe Hitler völlig plausibel begründet, schreibt dieNew Parker Staatszeitung". Wenn Roosevelt weiter au der Friedensstifter-Rolle beharre, möge er dem von Hitler angedeuteten Plan auf dem Gebiet der Roh - stoffversorgung praktische Gestalt geben.

Zunehmende Kriegspsychose in Polen.

Warschau, 1. Mai. (DNB.) Polen wird in immer stärkerem Maße von einer nervösen Kriegs­psychose erfaßt. Hat das MilitärblattPolska Z b r o j n a" bereits zu verstehen gegeben, daß es an keine friedliche Regelung der offenen Fragen zwischen Polen und Deutschland glaube, so hat nun Landwirtschastsminister Poniatowski auf einer Bauernoersammlung erklärt, man wisse nicht, wann Polen mit dem Schwerte die Ge­samtheit seines Gebietes und seiner Rechte werde verteidigen müssen. Polen müsse jedenfalls i n ständiger Kriegsbereitschaft leben und Polen sei bereit!

Auch der Vorsitzende der Nationalpartei, Ko­walski, äußerte auf einer Parteioersammlung in Warschau, heute sei klar, daß man unaufhalt­sam einem Kriege zutreibe. Die Hoffnung, ihn aushalten zu können, werde immer geringer. Kowalski sprach weiter davon, daß es zu einer Auseinandersetzung mit der Waffe in der Hand" kommen müsse, da Kompromisse zu nichts führen würden. Derartige Kompromisse habe die Welt und auch Polen mit Deutschland bereits in zu großer Anzahl abgeschlossen! Auf einer Flug- Veranstaltung in Warschau wurden Luftkämpfe und die Abwehr von Flugzeugangriffen gezeigt, um zur Zeichnung der Luftabwehr-Anleihe zu er­muntern.

London prüft

Moskaus Vorschläge.

L o n do n, 1. Mai. (Europapreß.) Die Moskauer Vorschläge, die der Sowjetboffchaster Maiski am Samstag dem englischen Außenminister Lord Hali- f a x unterbreitete, waren am Montagvormittag Gegenstand von Erörterungen des englischen Kabi­netts. Nach demDaily Telegraph" tragen die Moskauer Vorschläge den Charakter eines militä­rischen Bündnisses zwischen England, Frank- reich und der Sowjetunion. Sowjetrußland würde ich zu militärischer Hilfeleistung gegenüber einer Reihe von Staaten verpflichten, auf die die gemein­samen Garantteerklärungen ausgedehnt werden sol­len. Die Morgenpresse am Montag beschäftigte sich mit den Schwierigkeiten und Widerständen, denen die englisch-französischen Pakt- und Einkreisungs­oerhandlungen begegnen. DerDaily Telegraph" vermißt in dem Wirrwarr derGarantteberatun» gen" die notwendige Klarheit und stellt die Frage, ob England in gewissen Fällen seinen Gm-antte- oersprechungen nachkommen könne. Daily Ex- ?reß meldet aus Genf, daß am 15. Mai zwi - chen Litwinow, Bonnet und Halifax wichtige Besprechungen stattfinden würden, die sich hauptsächlich um die Mitarbeit Sowjet rußlands in der neuen Einkreisungsliga drehen werden.

Moskauer Kriegshetze am 1. Mi

Moskau, 1. Mai (DNB.) Am 1. Mai fand in Moskau auf dem Roten Platz die Übliche Militär- parade vor Kriegskommissar Woroschilow statt. Don der Tribüne des Lenin-Mausoleums aus wohnten die meisten Regierungsmitglieder und Par- teigewalttaen mit Stalin an der Spitze der Parade bei. Dor Beginn der Parade hielt Woroschilow die übliche Ansprache, die diesmal vollkommen im Zei­chen der Kriegsdrohungen an die Welt t a n d. Woroschilow erklärte, das Land, das den Kommunismus aufbaue, fürchte sich vor keinem ausländischen Angriff unb fei bereit,bis zuletzt für den Frieden in der ganzen Welt (!) zu kämpfen". Dec zweite imperialistische Weltkrieg ei im Gange. Im Westen und im Osten habe sich die Lage verschlechtert. Die Rote Armee könne nicht nur, nein, s i e liebe auch das K r i e g f ü h r e n. Sie sei unbesiegbar und werde

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Siebentens: Die bevorzugten Prove­nienzen Mazedoniens erkennt der Fachmann an der gleichmäßig gold­braunen Fermentations - Färbung. Tabakblätter anderer Klassen werden durch eine unregelmäßige, teilweise fleckige Tönung gekennzeichnet.

Auch der Kenner vermag die Gute der verwandten Tabaksorten an der gleichmäßigen warmen Tönung des Schniitfadens festzustellen,

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