Ausgabe 
2.4.1939
 
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9Jt.-tfport

Wirtschaft

AEG. 114,75 nach 114,25, West- 105,50 nach 105, stärker erhöht nach 104,75 bis 105,25, anderseits nach 150,40, Verein. Stahl 105

damit auf jene breite, umfassende Grundlage gestellt, die sich die Freunde des Motorsports langst ge­wünscht hatten. Eine Tatsache aber darf man dabei nicht vergessen: die Untertürkheimer sind nun in ein Gebiet eingedrungen, das bisher ausschließlich den vielfach bewährten italienischen (Maserati) und englischen (ERA.) Wagen gehörte. Viel Energie und Fleiß wird notwendig sein, um hier den ausländi­schen Vorsprung aufzuholen.

Den Anstoß zum Bau des neuen Rennwagens gab für die Untertürkheimer in erster Linie die Tat­sache, daß der Große Preis von Tripolis (7. Mai) in diesem Jahre nur für die 1,5-Liter-Wagen aus­geschrieben wurde. Tripolis wird auch der erste Prüfstein der deutschen Neuschöpfung sein, da sich die Mercedes-Benz-Werke entschlossen haben, zwei Wagen für den Großen Preis von Tripolis zu mel­den. Europameister Rudolf Caracciola und Hermann Lang werden die neuen Konstruktionen im ersten harten Kampf mit den erfahrenen Ita­lienern und Engländern führen.

Caracciola Schnellster im Training für Pau.

Auf der Stadtrundstrecke von Pau, wo am kom­menden Sonntag derGroße Autopreis von Pau" als erste große Prüfung der neuen automobilsport­lichen Kampfzeit entschieden wird, wurde am Freitag erstmals trainiert. Die erste Trainingsstunde stand klar im Zeichen der deutschen Mercedes - Benz - Wagen.. Europameister Rudolf Caracciola war wieder allen weit voraus. Mit 1:45,2 Minuten (94,5) für die 2,769 Kilometer lange Strecke fuhr er eine neue Rundenbestzeit.

nach 105,25, Mannesmann 112 nach 112,25, Demag 145,50 nach 146. Von später notierten Werten sind anzuführen: Akkumulatoren 218 (214), Licht und Kraft 131,50 (127,75), Siemens 190 (185), Deutsche Linoleum 158,25 (153,50), Südd. Zucker 216 (212,50), Beraer Tiefbau 144,50 (140,50), Salzdetfurth 131 (128). Zellstoffpapiere lagen bis 2 v. H. höher. Der Einheitsmarkt war ebenfalls z. T. stark befestigt, wo­bei die Marktenge den Auftrieb begünstigte.

Tagesgeld war gefragt und wurde auf 3 (2,50) vom Hundert erhöht.

Abendbörse etwas uneinheitlich.

Die Abendbörse nahm nach den Steigerungen im Mittagsverkehr einen ruhigeren Verlauf und die Kursoeränderungen hielten sich in normalen Gren­zen, wobei die Entwicklung etwas uneinheitlich war. Auch die Geschäftstätigkeit hatte mangels größerer Kundschaftsbeteiligung nur kleinen Üm- sang, doch herrschte durchaus ein fester Grundton vor. Mit mäßigen Erhöhungen sind u. a. Rhein­stahl mit 137,50 (136,50), Ilse Genuß mit 134 (133,50), Adlerwerke mit 110,50 (110), Bemberg mit 135,50 (134,65), Licht & Kraft mit 132 (131,50), Rheinmetall mit 131 (130,50) und AG. für Verkehr mit 120 (119,50) anzuführen. Anderer­seits stellten sich u. a. Mannesmann auf 111,65 (112,25), Verein. Stahl auf 105 (105,25), AEG. auf 115,50 (116), Conti Gummi auf 220 (220,75), Gesfürel auf 134,50 (135,50), RWE. auf 116 (116,50) und Junghans auf 95 (95,65). JG.-Far- ben lagen still und mit 150 unverändert, ebenso Buderus mit 107, Hoesch mit 108,50, Deutsche Erd­öl mit 127, Holzmann mit 151, Metallgesellschaft mit 117,75 und Westdeutsche Kaufhof mit 105,25. Von Renten notierten 6 v. H. JG.-Farben mit 122,25, Reichsbahn-VA. mit 123,65 (123,50), 5v. H. Mittelstahl von 1937 mit 100,25 (100) und 4,50 v. H. Meininger Goldpfdbr. mit 99,50. Kommunal- Umschuldung lagen ebenfalls unverändert mit 93,55.

Frankfurter Eier- und Vutter-Grotzmarkt.

Frankfurt a. M., 31. März. In der Versor­gung des Rhein-Main-Gebietes mit Eiern ergab sich in der vergangenen Woche keine wesentliche

Vorentscheidung um die Bannmeisterschast im Fußball.

1900 Ia-3ugenb SB. Lollar I. Jugend.

Dieses Spiel kann man mit Recht als Vorent­scheidung um die Bannmeisterschaft nennen, denn d'e Gruppe I, in der sich beide Mannschaften 6e= finden, ist die stärkste Gruppe überhaupt. Leide Mannschaften stehen in aussichtsreichster Stellung. Lollar besiegte 1900 lb-Jugend', und 1900 la-Jugend erzwang auf dem sehr schweren Platze in Garben­teich ein Unentschieden.

Die Ha-Jugend trägt ein Freundschaftsspiel gegen die HJ.-Kampfgemeinschaft Vetzberg aus. Diese Jugendmannschaft hat sich eine Form erworben, so daß es dem starken Gegner aus Vetzberg nicht leicht fallen wird, zu einem Siege zu gelangen.

Ein deutscher Liter->iennwagen!

Das Gerücht, daß Mercedes-Benz in aller Stille einen neuen 1,5-Liter-Rennwagen entwickelt habe, ist Wahrheit geworden. Deutschlands Automobil­rennsport, der seit den Jahren seiner tatkräftigen Wiederbelebung einen unaufhaltsamen -Siegeszug angetreten hat und in der großen Rennwagenklasse heute unbestritten die Vorherrschaft besitzt, wurde

135,50 nach 135, deutsche Kaufhof Buderus auf 107 JG.-Farben 150

Rhein-Mainische Börse.

Mittagsbörse: Aktien sehr fest.

Frankfurt a. M., 31. März. Unter dem Ein­fluß der Ausführungen des Reichsbankpräsidenten Funk über die neuen Wege der Wirtschaftspolitik, insbesondere die Auswirkungen der verschiedenen Maßnahmen für die Börse, wie Nichtverlängerung des Anleihestockgesetzes und Fallenlassen der Spe- kulationssteuer, erhielten die Aktienmärkte einen starken Auftrieb. Bei lebhafterer Beteiligung der Kundschaft ergaben sich erneut durchschnittliche Steigerungen von 1 bis 2 v. H. Die Umsätze waren teilweise lebhaft, einer stärkeren Ausweitung stand der Mangel an entsprechendem Angebot gegenüber. Nach den ersten Kursen wurde es erheblich ruhiger, auch konnten die höchsten Kyrse infolge kleiner Ge­winnmitnahmen nicht überall aufrecht erhalten wer­den, ohne daß aber die feste Grundtendenz eine Beeinträchtigung erfuhr. Einen gewaltigen Kurs- sprung machten von Anleihestockwerten Conti Gummi auf 220,75 (210). Von stärker gestiegenen Papieren sind u. a. Scheideanstalt mit 205 (201), Rheinbraun mit 217,25 (213), Bemberg mit 134,65 (130), Deutsche Erdöl mit 127,50 (124) und Demag mit 146 (142,50) zu erwähnen. Montanwerke lagen durchweg 1,50 bis 2 v. H., Mannesmann 2,25 v. H. und Rheinstahl 2,75 v. H. fester. JG.-Farben stiegen auf 150,40 (149), ferner AEG. auf 114,25 (112,50), RWE. auf 116,25 114,25), Gesfürel auf 135,50 (133,50), Rheinmetall auf 130,50 (128) und u. a. Daimler auf 135 (133). Unverändert blieben Reichs- bank mit 178.

Am Renten m a r k t setzten sich mäßige An­lagekäufe fort, die Kurse zeigten jedoch nur wenig Veränderung. Reichsaltbesitz 130,30 (130,25), Reichs- bahn-VA. 123,50 (123,40), 5 v. H. Gelsenberg 100,40 (100,13) und Kommunal-Umschuldung halbamtlich etwa 93,65 (93,50). Pfandbriefe lagen ruhig und unverändert, auch Liquidationswerte. Stadtanleihen zogen vielfach 0,13 bis 0,25 v. H. an, im gleichen Ausmaß notierten Industrie-Obligationen höher; 6 v. H JG.-Farben 122,25 (121,50), anderseits 5 v. H. Mittelstahl 100 (100,50).

In der zweiten Börsenstunde blieb die Haltung fest, die Kurse entwickelten sich etwas uneinheitlich, insgesamt überwogen aber neue Erhöhungen bis 1 o. H. Rheinstahl 136,50 nach 135,50, Daimler1

Oie Gießener Ruderer wieder auf der Lahn.

Ruderer opfern für das WhM.

Ueberall im Reich wird am kommenden Sonntag vor allen Bootshäusern der Wassersportoereine die Rudersportzeit 1939 eröffnet. Diese Eröffnung der Rudersportzeit findet, wie in den vergangenen drei Jahren, wieder in einer einzigen großen Gemein­schaft aller Rudersportler statt. Zu gleicher Zeit fin­den sie sich alle an ihren Bootshäusern ein, treten zur Flaggenhissung an, zu der das Kommando durch den Rundfunk gegeben werden wird. Eine Feier­stunde wird das Sportjahr einleiten und die große Rudersportgemeinde in gleichem Geiste vereinigen. Dann wird das Kommando zu einer Ruderauffahrt gegeben, die Boote werden zu Wasser gebracht, und die Ruderer werden auf vertrauter Strecke ihre Kräfte und ihr technisches Können überprüfen. Gleich­zeitig werden die Rudersportler an diesem Tag auch dem Winterhilfswerk ihren Beitrag leisten, der durch eine Eintopfspende aufgebracht werden wird.

Auch unsere hiesigen Vereine, die Gießener Ru­dergesellschaft, wie auch der Ruderklub Hassia 1906 werden Mitglieder und Mannschaften an ihren Bootshäusern zu Flaggenhissung und Feier vereini­gen. Dann wird man auch auf der Lahn nach langer Pause wieder einmal die schnittigen Ruderboote sehen, und wenn das Wetter einigermaßen günstig ist, wird dem Tag der festliche Charakter nicht feh­len. Der Nachmittag wird dann die Mitglieder und die Gäste der Rudervereine kameradschaftlich beisam­men sehen.

LfB.-ReichSbahn Gießen.

VfB.-R. I Frohnhausen I.

Nach dem Sieg über den Meister geht es diesmal im letzten Spiel der Pokalrunde des Bezirks gegen die Dränier aus Frohnhausen. Die Gäste brachten es fertig, die starke Elf des Wetzlarer Sportvereins aus dem Rennen zu werfen und muß nun auf dem Waldsportplatz ihr Können unter Beweis stellen. Die Gäste schlagen eine harte Klinge. Besonders hervorzuheben ist die stabile Hintermannschaft, die wohl zu den besten des Bezirks gehört. Eine starke Läuferreihe unterstützt den sehr schnellen und schuß- gewaltigen Sturm.

Die Grünweißen, die in ihren letzten Spielen durch gute Leistungen angenehm auffielen, treten in der Besetzung: Gottschalk, Leutheuser I, Lutz, Krä­mer, Kramer, Mattern, Berlenbach, Fischer, Heß, Godglück, Schlitz an. Die Aufstellung sollte stark ge­nug sein, den Gästen alles abzuverlangen. Im Falle eines Sieges der Grünweißen dürfte sich dann beim nächsten Gang ein Gauligist hier vorstellen.

Fußball der Kreisklaffen.

SA.-Kampfspielgemeinfchafl Garbenteich, SA. II Staufenberg.

Nur zwei Spiele gelangen zum Austrag. Die SA. erwartet Garbenteich zum Rückspiel und hat einen starken Gegner vor sich. Da aber die SA.-Männer am Sonntag hervorragend abschnitten, dürfte dieses Spiel als durchaus offen zu bezeichnen fein. Stau­fenberg muß gegen die zweite Mannschaft antreten. Hier ist mit einem Siege der Gäste zu rechnen.

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Großen-Buseck I VfB.-R. Gießen II.

Am kommenden Sonntag treffen sich in Großen- Buseck VfB.-R. Gießen II und Großen-Buseck I zu dem fälligen Rückspiel. In Gießen konnte Großen- Buseck das Vorspiel, wenn auch knapp, für sich ent­scheiden. Ob es Gießen gelingen wird, die erlittene Scharte auszuwetzen, ist fraglich. Großen-Buseck tritt mit folgender Mannschaft an: Wagner; Brück, Eisenacher; Gans, Saborowski, Boller; Harbach I, Hochstein, Harbach II, Dambmann, Melior.

Veränderung. Obwohl die heimische Erzeugungj durch den letzten Kälterückschlag gehemmt worden war, ging die Verteilung infolge der straffen Er- fassuna im bisherigen Rahmen vor sich, wozu meist südosteuropäische Ware als Ausgleich diente. Aus den bayerischen und kurhessischen sowie olden« burgischen Ueberschußgebieten lag in dieser Woche kein Angebot vor, da die anfallenden Mengen für den erhöhten Verbrauch an den Dfterfeiertagen dort benötigt werden. Ebenso kam und kommt zur Zeit nur wenig Angebot aus Holland und den Nordländern. Für den bevorstehenden Bedarf an Eiern zu den Feiertagen werden die Verteller ausreichend beliefert, wobei bekanntlich die er« mäßigten Preise in Anwendung kommen.

Die B u t t e r erzeugung erfuhr in den Hessen« nassauischen Gebieten infolge der steigenden Ättlch« anlieferungen bei einem geringen FnschmMoer« brauch eine Erhöhung, so daß die Versorgung mit Hilfe der Ausgleichsmengen seitens der Reichsstelle im bisherigen' Rahmen' geschehen konnte. Außer­dem standen einige Mengen kurhessischer Butter zur Verfügung

Amtsgericht Gietzen.

Der I. M. aus Gießen erhielt einen Strafbefehl über drei Wochen Haft wegen Uebertretung der Straßenverkehrszulassungsordnung.

Er hat am 7. November 1938 gegen 18 Uhr den Lastwagen einer Brauerei gefahren, obwohl er der­art unter dem Einfluck von Alkohol stand, daß er sich im Verkehr nicht sicher bewegen konnte. Auch hatte er keine Vorsorge getroffen, daß er andere nicht gefährden konnte. Es handelte sich darum, daß er damals den H. Schr. in Gießen, der mit feinem Fahrrad aus der Krofdorfer Straße kam, zu Fall brachte, wodurch der Radfahrer tödlich verletzt wurde. Das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung ist bereits mangels ausreichender Schuld des An­

Bec Optiker am Bahnhof

geklagten eingestellt worden. Gegen den Strafbefehl legte er Einspruch ein. In der Hauptverhandlung wurde er durch den Sachverständigen überführt, daß er übermäßig Alkohol genossen hatte. Der Sach­verständige vertrat den Standpunkt, daß der An­geklagte in diesem Zustande ein Kraftfahrzeug nicht mehr fahren durfte. Es blieb bei der im Strafbefehl ausgesprochenen Strafe, dem Angeklagten wurde aber die erlittene Untersuchungshaft mit elf Tagen auf die Strafe angerechnet.

Große Strafkammer Gießen.

Der H. M. aus Bad Hornburg wurde beschuldigt, in der Nacht vorn 10./11. Februar 1938 durch Fahr­lässigkeit den Tod eines Menschen verursacht zu haben. Er fuhr mit seinem Personenkraftwagen auf dem erhöhten Bürgersteig der Bahnhofstraße in Ober-Eschbach in schnellem Tempo und hat den ihm entgegenkommenden I. B. aus Ober-Eschbach in einen derartigen Schrecken versetzt, daß dieser etwa zehn bis zwölf Minuten später an einer diesen Schreck ausgelösten Herzlähmung oder Hirn­blutung tot zusammenbrach. (Vergehen nach § 222 StGB.) Die Beweisaufnahme ergab nichts Be­lastendes für den Angeklagten. Die Sachverständigen bekundeten übereinstimmend, daß eine Wahrschein­lichkeit, daß der Tod des I. B. mit dem durch den Angeklagten verursachten Schreck in ursächlichem Zu­sammenhang stehe, nicht anzunehmen sei.

Der Vertreter der Anklage war der Ansicht, daß die Anklage nicht mehr aufrechterhalten werden könne und beantragte Freisprechung. Der Verteidi­ger beantragte ebenfalls Freisprechung und Be­lastung der Reichskasse auch mit den dem Ange­klagten erwachsenen notwendigen Auslagen, insbe­sondere den Kosten der Verteidigung. Das Urteil lautete auf Freispruch und Uebernahme der Kosten auf die Reichskasse.

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Gaugruppenkämpfe in

Wenn das Reichsfachamt die Gauaruppenmeister- schaften der Gaue Mittelrhein, Niederrhein, West­falen, Südwest und Hessen dem Kreis 8 übertragen hat, so bedeutet dies eine Auszeichnung, die im Hinblick auf die im Gießener Bezirk geleistete Pionierarbeit, auch vollauf verdient ist.

Wenn der Gauobmann als Austragungsort Heu­chelheim wählte, so war wohl, rein äußerlich be­trachtet, die Hallenfrage maßgebend, da Gießen ge-

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rode in dieser Beziehung keine Möglichkeit bietet. Im Grunde genommen aber war bestimmend der Dank an den dortigen Turnverein, der eine der lebendig st en Gemeinschaften des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen im Gau Hes­sen darstellt. Mit großer Rührigkeit haben die Heu­chelheimer das Spiel aufgegriffen, in kaum einem Vierteljahr die Halle mit Geräten ausgeftattet, eine Basketballabteilung gegründet und mit Erfolg an den Rund-enfpielen teilgenommen.

Die Veranstaltung am 1. und 2. April wird dem Basketball in unserer Gegend neuen Schwung und Auftrieb geben und dem Spiel, das wie kaum ein anderes, Einsatz und blitzschnelles Handeln verlangt, neue Anhänger gewinnen. Wer der Meinung ist, Basketball sei kein Kampfspiel, den werden die Kämpfe am Samstag und Sonntag eines Besseren belehren. Sie bringen die Entscheidung darüber, wer von den beteiligten Mannschaften an den End­spielen um die 1. Deutsche Basketball- meisterschaft teilnehmen darf.

Größte Aussichten hat ohne Zweifel Kreuz­nach, wenn man die bisherigen Erfolge des Ver­eins betrachtet, doch muß man berücksichtigen, daß die Svielstärke der anderen Vereine sich stark an­geglichen hat. Aus diesem Grunde sind dem Meister unseres Heimatgaues, Mtv. Gießen, ebenfalls Chancen eingeräumt, vorausgesetzt, daß das Spiel gegen Mainz, und das hoffen wir, gewonnen wird. Hüttenverein Dortmund muß sich wohl im ersten Spiel dem größeren Können der Kreuznacher beu­gen. (Es ist zu hoffen, daß das Turnier nicht nur ein spielerisches, sondern auch ein Zuschauererfolg wird, vorausgesetzt, daß die heimischen Sportfreunde dieses Ereignis zu würdigen verstehen.

Oer Epielplan.

Der Spielplan ist vom Reichsfachamt wie folgt festgelegt:

Samstag: 20.15 Tv. 48 Bad Kreuznach gegen Hüttenuerein Dortmund; 21.15: Mtv. Gießen gegen RTSV. Mainz.

Sonntag: 15 Uhr Verlierer aus Spiel 1 gegen Verlierer aus Spiel 2; 16 Uhr Sieger aus Spiel 1 gegen Sieger aus Spiel 2.

Die Gesamtorganisation liegt in Händen von Gau- obmann Mohr. Als Schiedsrichter sind tätig Reichs­bundlehrer Clausen, (Sauobmann Mohr, Dr. Pfeffer, Gießen. Dem übrigen Kampfgericht ge­hören an: Polizeileutnant Fischer, Dr. Luh, Moll, Leutheuser VfB.-R. Gießen, Bep­pe r l i n g, Spielvg. 1900, und Stahlhut, To. Heuchelheim.

MTV. Gießen im Wettbewerb.

Der Gau Hessen stützt sich auf die Meistermann­schaft des Mtv. Gießen. Zum ersten Male werden diese Meisterschaften ausgetragen, und schon ist von den 203 Mannschaften, die sich um den stolzen Titel

eines Deutschen Meisters bewarben, eine Gießener Mannschaft unter den letzten 16.

Seit Herbst 1937 wird im Männerturnoerein Gießen Basketball gespielt. Infolge der tatkräftigen Förderung durch Gauobmann Mohr konnte sich die Mannschaft einem regelmäßigen Training unter­ziehen. Es fei an dieser Stelle auch erwähnt, daß alle Spieler ihrem litauischen Sportskameraden Vokieteitis, der in Marburg studierte, viel in tech­nischer und taktischer Hinsicht verdanken. Heute abend werden nun folgende Spieler den Gau Hessen vertreten: A. Berkenhoff, K. H. Krausch, R. Krausch, E. Möckel, O. Rau, P. Pfeifer, E. Winter, E. Haas, K. Brenner, K. Strack. Von diesen zehn Spielern, die durchweg auch Handballer sind, stehen die fünf ersten feit Aufnahme des Basketballspiels im Spiel­betrieb des Mtv. in der Mannschaft, Pfeifer uyd Winter feit Breslau; die anderen kamen später hinzu.

Betrachtet man einmal die bisher erzielten Er­gebnisse, dann kann die junge Mannschaft auf eine Reihe schöner Erfolge zurückschauen. Folgende Zah­len mögen den Sportfreunden die Erfolge ihres Gießener Gaumeisters vor Augen führen. Von den bisher ausgetragenen 20 Spielen konnten allein 14 gewonnen werden, nur vier gingen verloren, und zwei endeten unentschieden.

Es ist nun zu wünschen, daß unsere Vertretung in Heuchelheim ehrenvoll abschneidet; hoffentlich gibt ihr die heimische Sportgemeinde recht zahlreich das Geleit.

Oie Mannschast des Gaues Westfalen

Der Gau IX Westfalen, vertreten durch den BSG. Hüttenverein Dortmund, wird mit folgender Mann­schaftsaufstellung antreten: Zarnikau, Friederich, Willeke, Rochel, Frieling, Ohlendorf, Kontoreitis, Romlin, Weight, Menz. Die Mitglieder der Mann­schaft Waben eine längere leichtathletische Grund- schulung hinter sich. Bei der Auswahl der Mann­schaft wurde Wert darauf gelegt, nur solche Kame­raden zu berücksichtigen, die sich ganz dem Basket­ballspiel verschreiben wollen und sich verpflichten, wöchentlich zweimal zu trainieren. Die Mannschaft nahm regelmäßig an den Reihenspielen des Kreises Dortmund teil und zeigte schon hier gutes Können hinsichtlich Spielauffassung und Taktik.

Rundfunkprogramm

Sonntag, 2. April.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Die Religion unserer Zeit. 8.20: Deutsche Meister. Johannes Brahms. 9: Morgenfeier der Hitler-Jugend.Wo die Ehr­furcht fehlt, fehlt alles". 9.30: Bekenntnisse zur Zeit: Bruno Brehm:lieber die Tapferkeit". 9.45: Chorgesang. 10.15: Wie schon ist so ein Feiertag! Frohsinn auf Schallplatten (Jndustrie-Schallplat- ten und Eigenaufnahmen). 11.15:Herzschlag der Ostmark": Salzburger Land. Hörfolge. 12: Musik am Mittag. 13: Das Mikrofon unterwegs. 1315: Musik am Mittag (Fortsetzung).. 14: Für unsere Kinder:Die Wurzelprinzessin". Ein'Märchensviel. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorg­loser Melodien (Jnduftrie-Schallplatten und Eigen­aufnahmen). 15.15: Volkstum und Heimat. ,,O wie wunderbar ist das Wandern an der Ahr". Ein fröhlicher ^treifzug. 16: Musik zur Unterhaltung. Einlage 17 bis 17.10: Sportereignisse, des Sonn­tags. 18: Aus Altweilnau i. Ts.: Dorfsonntag der Jugend. Froh zu sein, bedarf es wenig, und wer froh ist, ist ein König. Unsere Jungen und Mädel in froher Runde mit der Dorfgemeinschaft. 19: Hört mal zu: Sagen wirDu". Neue Schall- platten werben um Ihre Freundschaft. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. 20: Nachrichten. 20.10: Richard-Wagner-Konzert. In der Pause von 21.05 bis 21.20: Richard Wagner:Bekenntnisse".

Montag, 3. April.

5.50 Uhr: Bauer, merk auf! 6. Morgenlied Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für den Garten. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt der Gaumusikzug des RAD. Gau 10, Görlitz. 10.30: NSDStB. und die deutsche Hochschule. 11.40: Ruf ins Land. 12: Schloßkonzert I. Es spielt das Niedersachsen-Or­chester. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch (Jndustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen). 16: Nachmittagskonzert. Ausführende: Koblenzer Un­terhaltungsorchester unter Leitung von Kapell­meister Hans Schuster. Neues für den Bücher- reund. 18: Hier spricht der Jurist:Was kostet ein Prozeß?" 18.10: Kleines Kapitel vom Lebern 18.20: Bunter Fenster warmer Schein. 18.30: Der Tag der Pferde. Hörbericht um des Bauers treue» te Helfer. 19.15: Tagesspiegel. 19.30. Der fröh­liche Lautsprecher (Jnduftrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen). 20: Nachrichten Grenzechn. 20.15: Stuttgart spielt auf. Heitere Feierabend» mufik. 22: Nachrichten. 22.15: Kamerad, wo bist du? 22.30 bis 24: Nachtmusik und Tanz.