Ausgabe 
2.4.1939
 
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Italien und Frankreich

ist

wakei mobilisiert habe, . eine Falschmeldung,

ruitl ^oe. . eine ^asichmelvunq, aus stören. Dieser V

b, Ü*.?ann, di- «»echifch- wie zeichnet merben.

vui-ix uic muKuji me iDie we englische Politik nicht mehr zu befreien ver­

jüng, die ängstlichen Gemütern in Paris und Lon

Bäl­de s

Von unserer Berliner Sckmffleiiuna.

Ev. Berlin, 31. März.

Mit seltener Verschlagenheit und Spitzfindigkeit wurde am Donnerstag und Freitag in England ein Lügenfeldzug gestartet, der die öffentliche Meinung Englands außerordentlich erregt hat und der auch unter dem Gesichtswinkel der internationalen Be-

Bestrebungen genommen habe, den Mitglie­dern der Genfer Liga Freiheit für die Anerkennung der italienischen Souveränität in Abessinien zu ge­ben, seinen guten Willen gegenüber Italien bewie-

un-d der heutigen Haltung Italiens darzutun.

Vierte Behauptung: Frankreich wolle durch den Anteil, den es im Mai 1938 an den Genfer

mochte und aus der schließlich die Katastrophe des Benesch-Staates sich entwickelt hat. Es ist also ein recht gefährliches Spiel, das die britische Politik augenblicklich wieder treibt, und man muß sich nur wundern, in wie geringem Maße das füh­rende England die Lehren der Geschichte zu be­herzigen versteht.

Eine unverstä'nksiche Erklärung

Zehntausende und aber Zehntausende eurer Sin = der die absolute Gewißheit, daß unser Vaterland in den Jahrhunderten fortbestehen wird. Das mögen sich jene gesagt sein lassen, die unter dem ver­heerenden Einfluß exotischer Methoden und Theo­rien, die sich in der Praxis als absolut idiotisch er-

ker den Kampf nicht fürchtet und Sieges sicher ist.

kraftlos werden lassen, bis es schließlich erlischt. StarksindnurdiefruchtbarenVölker, die unfruchtbaren dagegen sind schwach. Wenn diese Völker zu einem elenden Haufen alter Schrecklinge herabgesunken worden sind, werden sie kraftlos zusammensinken.

. --------------- in Mitteleuropa nicht

sioren. Dieser Versuch kann nur als lächerlich, be-

Es ist einigermaßen unverständlich, wie der bri­tische Premierminister zu einer solchen Erklärung aus heiterem Himmel kommt. Im übrigen bietet sie sachlich nichts Neues: denn alle Welt weiß, daß seit vielen Jahren England und Frank­reich aufgrund ihres Bündnissystems verpflichtet find, Polen im Falle eines be­waffneten Angriffs zur Seite zu stehen. Man kann

daß er ermächtigt fei zu sagen, daß die f r a n - Zösische Regierung die gleiche Hal­tung wie die britische einnehme.

Korsika und Tunis höchstpersönlich an die Spitze einer äußerst lebhaften und aufgeregten Agitation, öie öie Verteidigung jedes Zoll breit französischen ooöens und aller französischen Souveränitätsrechte Frankreich zur patriotischen Pflicht machte. Und ob­wohl man in den spärlichen Auslassungen der ita­lienischen Regierung eine Präzision ihrer Forderun­gen immer wieder vermißte, steigerte man sich doch m Paris in eine immer entschiedenere Ablehnung ber noch gar nicht bekannten Forderungen hinein. Mussolini hatte es abgelehnt, vor Beendigung des spanischen Krieges in eine Unterhaltung mit ' Frankreich einzutreten. Am 20. Jahrestag der

England versucht Unruhe zu stiften.

London, 31. März. (DNB) Der englische

Fr. W. Lange.

Oie Präsidentenwahl in Frankreich.

Die Marxisten gegen eine Wiederwahl Lebruns.

Paris, 1. April. (DNB. Funkspr.) Aus der Hal­tung, die die französische Parteipresse zu der bevor­stehenden Staatspräsidentenwahl einnimmt, fann man ersehen, daß diesmal nicht wie sonst nur vorwiegend nersönliche, sondern auch v o l i t i s ch e Beweggründe ihr Wort mitzusprechen haben. Im Mittelpunkt dieses Durcheinander steht die Person des bisherigen Präsidenten Lebrun. Während sich der Senat am Donnerstag fast einmütig für eine Wie derwahl Lebruns ausgesprochen hatte, ist die Haltung der Kam­mer am gestrigen Freitag sehr viel unklarer und auf jeden Fall nicht einstimmig gewesen. Be­sonders die Manöver, die die Sozialdemokro^n hierbei unternehmen, erregen fast allgemein Miß­fallen. Nachdem Blum zunächst angebeutet hatte, daß seine Kammergruppe zumindestens im er­ste n Mahlgang einen eigenen sozialdemokra- sifchen Kandidaten auffteüen werde, verlautet jetzt, daß die marxistischen Parlamentarier die Order erhalten hab-en. bereits im ersten Wablgang f ü r einen r a d i k a l s o z i a l e n Kandidaten zu stimmen, falls ein solcher ausgestellt werden sollte. Jedenfalls wollen die Sozialdemokraten von einer Wiederwahl Lebruns nichts wissen.

Die Haltung der meisten übrigen Kammerqrup- pen ist durchaus unklar. Die Radikaljozia- len werden erst kommenden Mittwoch ihre end- oultigen Stellungen beziehen, doch sollen- dreiviertel aegen eine Wiederwahl Lebruns einaefteUt sein. Sie Unabhängigen Sozialisten vermeiden ebenso wie verschiedene Kruppen der Rechten und der Mitte bisher peinlich jede Stellungnahme. Die bis- berigen Kandidaten Q n e u i l l e, B o u i f f o n und (Bo bart scheinen nicht zurücktreten zu wollen, in rechtsgerichteten Kreisen werden die Namen des früheren Marineministers Piötri und des kürz­lich nach Burgos entsandten Sonderbotschafters Se­nator Berard vorstchtia vorgeschoben. Die .,Evo- aue" behauptet, daß Ministerpräsident Da lädier am Sonntag eine Rede halten werde, in der er sich vielleicht für eine Wiederwahl Lebruns aussprechen würde. Präsident Lebrun wird ebenfalls am Sonntag in der Brovinz eine Rede halten, von der man eine Klarstellung seiner Absichten erwartet.

Japan nimmt de

Spratlp- Inseln in Besitz.

Tokio, 31. März. (Ostasiendienst des DNB) Das Außenamt erklärte, daß die Regierung die Spratly -Inseln östlich der Küste'von Fran- zosisch-Jndochina unter die Verwaltungsoberhoheit des japanischen Generalgouvernements von Formosa gestellt habe. Der französische Botschafter sei in me em Sinne unterrichtet. Die herrenlosen Spratly- Inseln seien seit 1917 von japanischen Staatsangehörigen wirt sch aftlich e n t= roirfelt worden. Die japanische Regierung habe wiederholt durch Entsendung von Kriegsschiffen d i e japanischen Interessen anerkannt. ?as Fehlen einer Verwaltungsoberhoheit zum Schutze des Lebens und Eigentums der Japaner sowie die Vermeidung unnötiger Auseinandersetzun­gen mit Frankreich habe die japanische Regierung zu diesem Schritte veranlaßt.

In Paris wird erklärt, daß sich der Minister­rat mit der japanischen Mitteilung über die Be­legung der Spratly-Inseln befassen werde Der ..Temps" meint, obwohl die Inseln wirtschaft­lich vollkommen wertlos seien stellten sie eine wichtige strategische Position

Gayda zieht folgende Schlußfolgerung:Die französische Note vom 28. Dezember war kein schlüssiger Gegenbeweis gegen die von Italien in seiner Note vom 17. Dezember vorge- brachten Gründe. Die französische Regierung hat juristisch Unrecht. Ihre politische Haltung unaufrichtig und feindlich."

Neues englisches Lügenmanöver

Deuischenhehe im Dienst der EinNeiinngspolitik.

Forderungen Italiens gegenüber Frankreich als koloniale Probleme bezeichnet und bei Namen genannt: Tunis, Dschibuti, der Suez-Kanal. Wel- . chen Charakter sie im einzelnen haben, haben mir i bereits früher nach der geschichtlichen und wirtschafts- , politischen Seite hin ausführlich dargelegt. Weder Korsika noch Nizza hat der Duce genannt? es ist da­chst also der Kreis der italienischen Ansprüche, die die französische Phantasie bereits ins Unermeßliche auszuspinnen begonnen hatte, erheblich enger ge= ^ogen worden und auch die Art dieser Ansprüche ist nicht genauer umschrieben worden. Trotzdem hat Frankreichs Ministerpräsident Dalad ier in feiner großen Rundfunkrede keine andere Antwort ge­wußt als das alteNein, niemals!" Er klammert sicki nach wie vor an das Laval-Abkommen, in des- fen Geist und Rahmen er bei allen künftigen Ver­handlungen mit Italien .beharren will, ohne über* Ijaupt 3ur Kenntnis zu nehmen, daß für Italien öies Abkommen als Verhandlungsbasis aus trifti­gen Gründen überholt ist.

Mussolini sprach in feiner Rede von der langen Friedenszeit, die er für notwendig halte, um die Entwicklung der europäischen Kultur zu retten. Es scheint, als ob diese Worte des Duce die Franzosen ermutigt hätten, ihren Widerstand gegen die Ein­leitung eines Gesprächs mit Rom zu versteifen. Sie sollten nicht überhören, daß Mussolini in gleichem Atemzuge von Italiens heiligen Rechten sprach und des weiteren erklärte, man dürfe sich in Paris nicht beklagen, wenn bei dem immer wieder kategorisch wiederholtenNiemals" der Graben zwischen bei­den Nationen so tief werde, daß niemand ihn aus* füllen vermöge. Daladier hat darauf nicht einmal eine Geste des Entgegenkommens gefunden. Frank­reich läuft seit einem halben Jahrzehnt, aus den Versailler Schlaraffenträumen unliebsam aufge- sthreckt, atemlos hinter den europäischen Ereignissen her. Seine formalem Denken entstammende sture Beharrung hindert es, die Zeichen der Zeit zu er­kennen und im rechten Augenblick von sich aus das stm, was not ist, statt durch sein intransigentes Nein, niemals!" feine Gesprächspartner auf den Weg der Selbsthilfe 'zu verweisen. Sv hat es dem neuen Deutschland gegenüber keine andere Einstel- lung finden können wie heute gegenüber dem faschi­stischen Italien. Und wie Deutschland bei der Wie­dererlangung feiner Wehrfreiheit und seiner Ge­bietshoheit im Westen und bei der Schollung hes Großdeutschen Reiches über das französischeNie­mals" zur Tagesordnung überging, so läuft Frank­reich heute Gefahr, wiederum eine ©eteoenheit zu versäumen, durch eine Geste großzügigen Entgegen­kommens den andern großen Nachbarn, an dessen Freundschaft ihm gelegen fein muß, zu befriebiaen. Daß die von Mussolini angebeuteten Probleme Le­bensinteressen des italienischen Volkes bedeuten, darüber hat der Duce keinen Zweifel gelassen. Ita­lien kann warten, vielleicht besinnen sich die Fran­zosen auf die Lehre, die ihnen das letzte Jahrfünft so eindeutig erteilt hat.

Volt und Regime find eins.

Mussolini sprach in Reggio.

Mailand, 31. März. (DNB.) Mussolini traf, von Cosenza kommend, an der Meerenge von Messina ein. In Reggio di Calabria wurde er von der Bevölkerung mit großem Jubel empfangen. In einer Aussprache sagte er: In diesen zwei Tagen habe ich Art und Wesen dieses Volkes von neuem kennengelernt. Es ist aus jenem Metall, aus dem man Staaten und Wehr, Pflug und Gewehr an­fertigt. Wer hierher kommt, erhält beim Anblick der

3n 5ranfreid) haben sich die maßgebenden Kreise von der Oeffentlichkeit lebhaft applaudiert, in die Vorstellung verrannt, Italien überhaupt nichts schuldig zu fein. Seitdem vor Monaten in der römi- men Abgeordnetenkammer Rufe laut wurden roie- .Korsika. Tunis, Dschibuti, Suez-Kanal!" hat man

Unaufrichtig und feindlich."

Gayda entkräftet französische Behauptungen.

Rom, 31. März (Europapreß). ImGiornale d'Jtalia" beantwortet Gayda die Behauptungen der französischen Regierung in ihrer Antwortnote vom 28. Dezember 1938.

Erste Behauptung: Das französische Parlament habe fast einmütig die Lavalverträge gebilligt: sie seien daher als gültig anzusehen. Antwort? Das internationale Recht verlange für das Inkrafttre­ten von Verträgen Austausch von Ratifi­kationen. Ein solcher Austausch liege in diesem Falle seitens Italien nicht vor.

Zweite Behauptung: In der Abtretung der 2 5 0 0 Aktien der Dschidutibahn habe Frankreich die Durchführung der Verträge begon­nen, und zrckar zugunsten Italiens. Antwort: Die Aktien seien nicht abgetreten, sondern von Italien teuer gekauft worden; den Vorteil hätten die französischen Aktionäre gehabt.

ihnen noch irgendwelche Bedingunaen für die lieber* gäbe Madrids vorschreiben zu lassen.

Spanien ist frei und unter nationaler Führung im Begriff, wieder ein Machtfaktor erster Ordnung im Mittelmeer zu werden. Wenn auch vorerst die ungeheuren innerpolitischen Aufgaben des Aufbaus einer neuen sozialen Ordnung, die allen Ständen ihr Recht werden läßt, einer neuen poli­tischen Einheit, die, ohne die kulturellen Eigen­arten der historischen Landschaften zu vernichten, der Nation als Ganzes wieder ein gemeinsames Lebens- Ziel steckt, und schließlich einer nationalen Wirtschaft, die so viele im Bürgerkrieg verschüt­tete Quellen neu erschließt und auch dem Ackerbau durch eine vernünftige Agrarreform neue Jmpul e gibt wenn also vorerst auch diese gewaltigen innerpolitischen Aufaaben die ganze Kraft des spa­nischen Volkes beanspruchen, so wird der Tag nicht fern sein, an dem auch ein neues Spanien, befreit von den Schlacken einer an schweren Versäumnissen imb Mißgriffen reichen Vergangenheit, wieder sein volles Gewicht in die Waagschale der großen Poli­tik werfen wird. Ein starkes, kampferprobtes und modern ausgerüstetes Heer macht Spanien heute schon zu einem nicht leicht übersehbaren Faktor in jeder außenpolitischen Rechnung. Solchen lieber* legungen haben sich auch die Westmächte nicht ver­schließen können, als sie gerade noch vor Toresschluß die Anerkennung der Regierung Franco ausspra­chen, um vielleicht in letzter Stunde eine politische Position zurückzuerobern, die Frankreich sowohl wie England durch ihre jahrelange mehr oder weniger offene Unterstützung der spanischen Bolschewisten einst mutwillig preisgegeben haben. Wie einst beide Nationen die Haupterben der zerfallenden spanischen Weltmacht diesseits und jenseits der Meere gewesen waren und Frankreich, nachdem auch in Spanien die Bourbonen zur Herrschaft gekommen waren, dieses immer nur als seinen natürlichen Sekundan­ten in jedem europäischen Konflikt betrachtet hat, so haben beide auch in den folgenden beiden Jahr­hunderten immer nur darauf hingearbeitet, Spa­nien durch inneren Hader politisch ohnmächtig und abhängig zu erhalten und die spanische Wirtschaft mit ihren reichen Bodenschätzen als willkommenes Ausbeutungsobjekt betrachtet.

Der Sturz der Monarchie, die im Weltkrieg allen Lockungen aus Paris und London zum Trotz Spa­niens Neutralität bewahrt und nach dem Kriege in der Aera Primo de Riveras sogar eine Annähe­rung an Italien vollzogen hatte, war in gewissen englischen und französischen Kreisen nicht ungern gesehen worden, und die Erwartungen, die man auf die Willfährigkeit der parlamentarisch-demo­kratischen Republik gesetzt hafte, sind ja auch nicht enttäuscht worden. Dem damaligen französischen Ministerpräsidenten Herriok^war es gelungen, mit feinen spanischen Volksfrontfreunden, die nach dem ^turz der Monarchie in Madrid ans Ruder gekom- , inen waren, Vereinbarungen über den Durchmarsch französischer Truppen aus Afrika im Falle eines europäischen Konsliks zu treffen, womit Spanien also von vornherein Stellung neben Frankreich bezogen hätte. Es ist gut, an diese Vorgänge zu erinnern, denn auch der Versuch, durch die bolsche­wistische Revolution Katalonien, und wenn möglich ganz Spanien, zu einer westlichen Filiale Moskaus zu machen, ist von der französischen Volksfront und ihrer Regierung Blum lebhaft unterstützt worden. Nur die energische Haltung der beiden autoritären suchte Deutschland und Italien, die es mit ihren Interessen unvereinbar erklärten, daß sich der Bol­schewismus hier in Westeuropa eine neue Angriffs- bafis schaffe und daher dem Kamps Francos um die Freiheit und Unabhängigkeit seines Landes vol­les Verständnis entgegenbrachten, hat es verhindert, daß das Frankreich der Volksfront von verschleierter Einmischung zum offenen Krieg an der Seite des Bol Chemismus überging. Daß es dabei selber dem Bolschewismus zum Opfer gefallen wäre, wie es ja un Plan Moskaus lag, versteht sich am Rande. Wie sich allerdings das britische Weltreich mit einem bolschewistischen Westeuropa abgefunden hätte, das durch seine Verbindung mit Moskau das Mittelmeer und Nordafrika beherrscht hätte, steht auf einem anderen Blatt. Nichtsdestoweniger ist es nicht Englands Schuld, daß das Empire von bielem Alpdruck bewahrt blieb, vielmehr haben ein­flußreiche politische Kreise Englands bis weit in das konservative Lager hinein die ganzen Jahre hindurch aus engitirnigem Doktrinarismus ober fturer Ab­lehnung der autoritären Staaten alles getan, um Dur* einseitige Parteinahme für den spanischen Bolschewismus einen Sieg Francos zu verhindern.

Es ist selbstverständlich, daß diese erheblichen Di- vergenzen in den Auffassungen über den spanischen xrieg auf bas Verhältnis zwischen ben autoritären Staaten und ben Demokratien nicht ohne Einfluß 9e8?elen.!?L2?enn ""ch England burch ben Oster- afforb 1938 seine durch die englischen Intrigen der Eben-Aera während des abessinischen Feldzuges erhebNch getrübten Beziehungen zu Italien wieder in normale Bahnen zu lenken vermocht hat, wobei die Anerkennung der Unabhängigkeit und Jntegri- ..atr 6^rlnienfr und die Zurückziehung von 10 0C0 italienischen Freiwilligen eine Rolle gespielt haben, siand der spanische Bürgerkrieg doch nach wie vor nach einem Wort Mussolinis wie eine Barri­kade Zwischen Frankreich und Italien. Diese Barri­kade ist nun durch den Sieg Francos beseitigt und damit nach italienischer Auffassung auch das letzte Hindernis das einer freimütigen Aussprache zwi- $cn Italien und Frankreich über die Bedingungen Ar Herstellung gutnachbarlicher Beziehungen zwi- chen beiden Nationen im Wege stand. Seit langem ist bekannt daß das faschistische Italien die Art, wie Frankreich sich um bie Durchführung der in dem Lon- öoner abfommen von 1915 vor Eintritt Italiens in ^^' "neg gemachten Zusicherungen herumzu- drucken versucht hat, mit feiner nationalen Würbe und mit der Anerkennung des Mittelmeeres als Lebens­raum des italienischen Volkes für unvereinbar hält ^n dem berühmten Vertrag vom 7. Januar 1935 hatte ?ucrr ^nzostlche Außenminister Laval bei seinem -öe|u* m Rom einen Anlauf genommen, bie Diffe-

3fU die Ratifikationsurkunben

über diesen Vertrag sind niemals ausgetauscht wor­den, und die in ihm vorgesehene Sonberabmachung über em Statut der m dem französischen Protektorat -bums lebenden Italiener, fast 100 000 an der Zahl ist niemals zustande gekommen. Frankreich beruft M.«»ar darauf, daß es durch Uebergabe von 2500 ZIEtien der m französischem Besitz befindlichen und den einzigen Schienenstrang von der Küste ins 3n= nere Abessiniens bildenden Dschibuti-Bahn an Jta- hen an die Durchführung des Vertrages heran- gegangen sei, aber in Rom lehnt man es mit Recht ab, burd) em Trmkgelb abgefunben zu werben. Italien steht vielmehr auf bem Stanbpunkt, baß das Laval-Abkommen, bas von ber Anerkennung Abes­siniens als italienische Interessensphäre ausgeganqen war, durch die dem völlig widersprechende Haltung Frankreichs während des Abessinienfeldzuges, namentlich durch seine Teilnahme an den Völker- bundssanktionen. hinfällig geworden ist. Italien hat diese Auffassung in einer soeben in Paris oeröfsent-

Sln-171 Dezember vorigen Jahres der sranzolllchen . egterung zur Kenntnis gebracht und darauf hlngcwiefen, daß bas ostafrikanische Impe- rium Italiens ben Ausgangspunkt für Verhanb- lungen mit Frankreich verschoben habe unb Italien Daher neue Vorschläge als Grundlage für eine Ver- ftanbiqung erwarte.

Dritte Behauptung: Indem bie italienische Re­gierung bei gewissen Verhandlungen 1937 Iind im Mai 1938 auf die Laval-Verträge selbst ______ _ ... ____6._

Bezug genommen habe, hätte sie erkennen1 wiesen haben, das Vaterland zunächst blut- und lassen, daß sie mindestens bis zu diesem Zeitpunkt *- " ' ........

bie Laval-Verträge nicht als verfallen betrachtet habe. Antwort: Der gute Wille, ben Italien bamals bewiesen habe, könne heute nicht bazu Her- Halten, einen Wiberspruch zwischen Der damaligen

m n t einer «?*

nifterpräfibent Daladier auf feinPr Si uvL,btß ängstlichen Gemütern in Paris unb Lvn- i fuuiwenr ^aiaoier auf seiner Reift nochldon einen Stein vom Herzen fallen ließ, hat er die

Wir vergessen nichts! Wir bereiten uns vor! Wir denken in Jahrzehnten unb sinb baher immer bereit, mit ber Sicherheit eines Volkes zu warten, bas starke Waffen unb stahlharte Herzen hat. Kaum sind vier Jahre ins Land gegangen, feit . .. - - ------ bie in Sizilien stehenbe Division mobilisiert würbe,

en haben. Antwort: Frankreich vergesse aber die Vier Jahre Kämpfe unb schwerer Opfer, bie jedoch Haltung, bie es wahrenb der gaiVzen ' zur Eroberung Des Imperiums geführt panischen Krise hinsichtlich Italiens aufrecht^- haben, Des Volksimperiums. Ein Volksimpe- erhalten habe. Außerdem könne Italien unmöglich -- ----- m-,e - v .....

vergessen, Daß Frankreich 1. sich i n Genf Dem Spruch zugesellt habe, Der Italien als Angrei - f e r hinstellte unD Diese Auffassung sogar in einem heftigen Gutachten in Genf vertreten habe; 2. daß es von Anfang an den Sanktionen zuge- t i m m t und sie sogar ganz besonders streng durch- gesührt habe; 3. daß es nur deshalb von einer

Ziehungen als ernst und schwerwiegend bezeichnet werden muß. Diese Lügenattacke richtete sich, wie aus Der fast vollkommenen Einhelligkeit der Presse­berichte zu erkennen war, auf ein ganz bestimmtes Zi-l d-r brMchen Diplomatie, ein Ziel, das mit ------------ en|mE

dem Wort E l n k r e r f u n g s p o l i t i k genügend Premierminister hat es in der Unterhaussitzunq Umrissen ist. Es fehlte und fehlt in dem anti- am Freitag für notwendig gehalten, zu erklären deutschen Urnzingelungssystern Der Briten noch im- daß die britische Regierung sich ver- wer die polnische Republik, deren maß- pflichtet fühlen würde, der polnischen gebende Manner bis zum letzten Augenblick erklärt Regierung alle ihr zur Verfügung stehende ha^n, daß sie der von Marschall PilsuDski vorge- Hilfe zu gewähren für ben Fall, daß die pol- zeichneten Politik der Unabhängigkeit von n i j ch e Unabhängigkeit in einer Form b"- aUen LlockbilDungen treu bleiben würden. l droht sei, bei ber bie polnische Regierung es für Diesen Grunbsatz ber Warschauer Außenpolitik j notwenbig erachte, mit ihren Streitkräften Wi- glaubte man wohl in Lonbon DaDurch beseitigen zu d erstand zu leisten. Chamberlain fügte hinzu können, Daß man in Der gesamten englischen Presse r-: ... c----- < <-

von rechts bis links in größter sensationeller Auf­machung Gerüchte über Deutsche Trup­penbewegungen an Der polnischen Grenze verbreitete. Gerüchte allerdings. Die dann von den einzelnen Zeitungen am Schlüsse wieder Halbwegs dementiert wurden, Gerüchte, Denen Die britische Regierung keinen Glauben geschenkt hat. Das erhellt bie gestrige Unterhausaussprache, in ber >ch ein bezeichnenbes Frage- und Antwortspiel zwi- sääiäsws Hrssn,«'«"-s ä".ä «ÄS w"i,£: IS"*;?« ÄV'ä eine Erklärung abzugeben.Was die Gerüchte", fo M j ft r a u e n a e a e n r n b

i n er li- durchs e N Cbamberlain hat sich damit entgegen (einer

amtliche In sormat> anen b e | eigenen Behauptung, daß nicht der geringste Ber- *1 sitch Tn nietnen fanden beftnben. Es dacht für einen bewaffneten Angriff vonseiten dies? w7br"bM" Renert,o>?e die Regierung ! Deutschlands oorlieae, bemüßigt gefühlt, die' oön Ministerpräschent^^en?^ffl rii*" meine iib 1 taenX

LttÄÄ POnh beugen ' nA der' gering Grund

n Tro^bem aber bat das Londoner Kabi- vor, zur Zeit irgendwelche Befürchtungen nir den °uaenscheinli»°m»n''!>r°^ 3 Lugenoffenswe, die Bestand Polens zu hegen Wozu dann also diele n8»t ^nf n Wnr^^M be' s- IErklärung? Die ganze Aktion hat durchaus den mTfi {bat, eine Dip lo- Anschein, als ob England Überhaupt nur die Klei- ä äsiS'.t-v1'?'F'"»'»/«"? w,'s« »» sr&Äts Maa SS ÄS.T SÄS

r i u m, das vorn Volk gegen jedermann verteidigt werden wirD! Einige Schwachkopfe von jenseits der Alpen (langanhaltendes Zisch- unb Pfeifkonzert), die die Wirklichkeit mit ihrem Wunsch verwechseln, haben von einer Entfremdung des italienischen Vol­kes vom Regime gefaselt. Euer Pfeifkonzert beweist ihnen das Gegenteil. Volk u n d R e g i m e ist ein

<. x ~ - - - Y r - "/ ^uziges, geschlossenes Ganzes. Wehrmacht unb

Ausbehnung der Sperre auf Petroleum abgesehen : Volk sind ein einziges Ganzes (laute Ja-Rufe) unb bade, weil sich nicht Die ganze Mitglieberliste dieses italienische Volk ist bereit, ben Torni - Der Genfer Liga in der Lage gefühlt habe, einer ist er zu schultern, da es wie alle jungen Maßregel zuzustimmen, welche den europäischen r - -.....

Krieg beDeutet hätte.