Ausgabe 
2.3.1939
 
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nierendes Programm durchzufüyren, dos für 1938 und 1939 allein fast 340 000 Tonnen und 13 0 neue Schiffe enthält, womit man bis 1942 auf 700000 Tonnen zu kommen hofft Dar­unter befinden sich 4 Schlachtschiffe. 2 Flugzeug­träger, 3 Kreuzer 18 Zerstörer und Torpedoboote. 5 große und 15 kleine U-Boote usw. Nicht ohne Beoenken wird dabei auf die Leistungsfähigkeit der Industrie und Werke geblickt, bei denen bisher über schleppende Arbeit und fehlendes Fachpersonal viel zu klagen war, ferner auf die noch steigenden Bau­kosten, die für ein Schlachtschiff bereits 120 Mil­lionen RM. betragen Die Streitkräfte sind auf Atlantik und Mittelmeer verteilt, mit zunehmendem Uebsrgewicht der schweren Kampfschifte im Atlantik- geschwader. Große Aufmerksamkeit wird auch dem Aufbau der Stützpunkte zugewandt: dazu

gehört der Hafen von Beirut (epr-cn), der See' sliegerhorst Ajaccio auf Korsika, ferner Algier, Mers el Kebir (bet Oran), Casablanca, Dakar (Sene- gambten) u. a. Auch Hintermdten mit dem Flotten, stützpunkt Camranh-Bucht (von der aus die russische Flotte 1905 unter Rojestwenski ihre Todesfahrt nach Tsuschima antrat) ist nicht vergessen

Im ganzen steht fest, daß Frankreich kinen Rang als zweite Seemacht Europas und vierte Seemacht der Welt zu verteidigen beabsichtigt, seine Stellung jedoch besonders seit Francos Siegen in Katalonien als zusehends beengt empfindet und daher wohl eines Tages reif sein wird für Verhandlungen über das was Chamberlaindie Befriedigung vernünf­tiger Aspirationen" nannte und dienicht still­stehende Entwicklung" bezeichnete.

Steigende Ausgaben auch für das britische Landheer.

London, 1. März. (Europapreß.) Der Haus­haltsvoranschlag des Heeres zeigt eine Gesamt­summe von 161 133 000 Pfund (rund zwei Milliar­den Reichsmark). Davon entfallen nach Abzug von Anleihezinsen, Pensionen usw. auf reine Heeres- ausaaben 148 000 000 Pfund, was gegenüber dem Doriahr eine Steigerung um 4 6 7 1 4 00 0 Pfund bedeutet. Auf dem Anlethewege sollen 'M kommenden Jahr 66 Millionen Pfund (1938/39 21 Millionen) aufgebracht werden.

Aus der begleitenden Denkschrift des Kriegsmini- sters ergibt sich, daß der neue Voranschlaa die Sollstärke des stehenden Heeres Mit Ausschluß der in Indien und Burma stationierten Truppen auf 185 700 Mann festsetzt, was einer Vermeh­rung um 1 5 700 Mann gegenüber dem lau­fenden Jahr gleichkommt. Allerdings wird gleich­zeitig festgestellt, daß voraussichtlich am 31. Marz bes Jahres die I st - S t ä r k e um 900 Offiziere und 16 000 Mann hinter der Sollstärke Zurück­bleiben wird. Trotzdem glaubt der Minister, daß die Rekrutierungsergebnisse im ablaufenden Jahr befriedigend gewesen seien, denn am 31. Marz 1931 habe der Unterschied zwischen Soll- und Ist-Bestand noch 1200 Offiziere und 24 000 Mann betragen. Die Gesamtzahl der im ablaufenden Jahr neu ein« gestellten Rekruten wird auf 40000 ge­schätzt gegenüber 29 000 im Rechnungsjahr 1937/38.

Die Stärke der Territorialarmee betrug am 1. Januar dieses Jahres 10 800 Offiziere und 193 000 Mann, sie hat also im Laufe des Jahres 1938 um 1750 Offiziere und 43 000 Mann z u - genommen. Der Zustrom an Zeitfreiwilligen zur Territorialarmee betrug 77 000 Mann im Jahre 1938 gegenüber 45 000 im Vorjahre

lieber die Herstellung von Kriegs- matsrial enthält die Denkschrift des Krieas- Ministers keine Einzelangaben, doch läßt sich die Steigerung der Erzeugung aus den

Haushaltsposten für Kriegsmaterial erkennen. Für die letzten vier Jahre ergeben sich folgende Beträge: 1936 9 Millionen Pfund; 1937 25 Millionen Pfund; 1938 38 Millionen Pfund und 1939 55,5 Millionen Pfund. Die Mechanisierung des Heeres bat weitere Fortschritte gemacht. Diese Tatsache findet auch darin ihren Ausdruck, daß die Zahl der Pferde im Heer von 5200 weiter zurückgegangen ist auf 4450.

DieTime s" schreibt, zum erstenmal in einer Generation gebe England für bas Landheer mehr aus als für die Flotte. Darin liege eine Art von Warnung für diejenigen, die auf Ein­führung der Wehrpflicht drängten bzw. die Schaf­fung eines großen Heeres für eine mögliche Inter­vention auf dem Festlande. Man könne aber fest­stellen, daß die Summen des Haushaltes gewisse, auch im Auslande gehegte Ansichten, wie klein das britische Landheer sei, zerstören müßten. England habe jetzt annähernd 6 0 0 0 00 Mann aU3° gebildeteTruppenin ständigem Heer oder in den Hilfsdiensten. Dazu kämen die kolonialen Truppen, die Inder und die verschiedenen ande­ren Eingeborenen-Streitkräfte. Darüber hinaus habe England eine Reserve in den ausgesuchten Männern der sog. Territorialarmee sowie der ehe­maligen Kriegsteilnehmer. Für ein Land, das die stärkste Flotte der Welt habe und eine der stärksten Luftwaffen hat, sei das keine kleine Anstrengung und auch kein geringes Abschreckungsmittel vor einem Angriff.

Englands LMchnHmoßnahmen.

London, 1. März. (DNB.) Der Minister für zivile Verteidigung, Sir John A n d e r s o n , gab im Unterhaus einen Ueberblick über das bisher auf dem Gebiete der zivilen Verteidiguna Geleistete. Sir John Anderson versicherte, daß alle Vorbereitungen jetzt äußerst beschleunigt würden. Was die

Evakuierung der Zivilbevölkerung anlange, so bleibe es nach wie vor wünschenswert, alle nicht für wichtige Arbeiten benötigten Zivilisten aus Gebieten herauszubringen, die als Angriffs­ziele gelten könnten. Die Unterbringung »n Hausern werde man durch die Anlage v o n L a g e r n unterstützen. Aber man werde im Ernstfälle doch zum Mittel der Einquartierung greifen. Man verfüge jetzt über 50 Millionen Gasmas­ken. Außerdem seien 12 7 Millionen Sand- säcke erzeugt. Im Laufe einer Woche konnten drei bis vier Millionen Sandsäcke geliefert werden Ein Auftrag für 200 Millionen Sandsäcke sei nach Indien gegeben. 1,4 Millionen Gasmasken für Säuglinge stünden zur Verfügung und 1,3 Millionen für Klein­kinder. Die jetzt zur Verteilung gelangenden Stahlunter st ände stellten einen wertvollen Schutz gegen Splitter dar. Weiter prüfe die Regie- rung die Möglichkeit einer Verstärkung der Keller in Privathäusern.

Mit Nachdruck verwahrte sich Anderson dagegen, daß die Appelle an die Bevölkerung, sich für den nationalen Hilfsdienst zur Verfügung zu stellen, sich als Fehlschlag herausgestellt hätten In einigen Fällen seien Untergruppen bereits voll be­setzt, in anderen hätten sich mehr Freiwillige ge­

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meldet, als man brauchen könne. Für die zivile Ver­teidigung verfüge man mindestens über 1,25 Mil­lionen Freiwillige.

Daily Mail" hält die Lieferung von Stahl- qeh'äusen für keinen Ersatz gegenüber dem tiefen, bombensicheren Gewölbe.Daily C x P r eh wirft der Regierung Kopflosigkeit und Unbeständig­keit in ihren Luftschutzmaßnahmen vor. Einmal hätte es geheißen:Macht eure Häuser gasdicht und klebt braunes Papier über die Fenster!" Ein anderes Mal seien Stahlhütten geliefert worden; bald werde wieder etwas anderes kommen.News Chro- nicle" schreibt, es fei kein Argument zu sagen, daß Fliegerbomben abgeworfen werden könnten, die schwerer als 500 Pfund seien. Dann müßten eben unterirdische Zufluchtsräume geschaffen werden in einer Tiefe, die eine 500-Pfund-Bombe nicht erreichen könnte. Die Frage des ausreichenden Luftschutzes dürfte noch zu heftigen innerpolitischen Auseinandersetzungen führen.

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Ohne das scharfe Schwert zerbricht der Friede."

Generalfeldmarschall Gorina spricht in der Feierstunde am Tage der Luftwaffe.

Berlin, 1. März. (DNB.) Feierliche Flaggen- paraden verbunden mit Appellen, leiteten in den Standorten diesen ersten Tag der Luftwaffe im Großdeutschen Reich ein. Auch die Bevölkerung der Reichshauptstadt zeigte ihre enge Verbundenheit mit unseren Fliegern. Ein prächtiges Bild boten die zur Parade angetretenen Ehrenformationen mit Front zum Luftfahrtministerium. Das Musikkorps des Regiments General Göring bildete den rechten Flügel an der Ecke Leipziger Straße / Wilhelmstraße, an den sich die Fahnenabordnung, zwei Kompanien des Regiments General Göring, eine Kompanie der Luftkriegsschule Gatow, zwei Fliegerkompanien, zwei Flakbatterien, zwei Nachrichtenkompanien und eine Kompanie des Wachbataillons der Luftwaffe an» schloffen. Unter den Klängen des Präsentiermarsches der Flieger schritt Generalfeldmarschall Göring, gefolgt von den Generalen Stumpfs, Kesselring und Weise, die Front ab und begab sich sodann durch den Ehrenhof des Luftfahrtministeriums zum Ehren­saal. ,

Mit den Vertretern aller Wehrmachtsteile waren hier zahlreiche Reichsminister und Staatssekretäre, die Führer der Formationen der Bewegung und zahlreiche andere Ehrengäste zur Feierstunde ver­sammelt. Man sah den Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel, General­admiral Dr. h. c. Raeder, und den Befehlshaber der Heeresgruppe I, Generaloberst von Bock, die R e i ch s m i n i st e r Gürtnsr, Rust, Graf Schwerin-Krosigk, Dr. Dorpmüller und Ohnesorge, ferner Öle Reichsleiter Dr. Ley, Reichsführer ff Himmler, Bormann, Douhler, den Stabschef der SA. Lutze, NSKK.-Korpsführer Hühnlein, Reichs- fugendführer von Schirach und vom NS.-Flieger- korps Gruppenführer Saucke, die Chefs der Luft- flottenkommandos, die Kommandieren Generale der Luftwaffenkommandos, die Kommandeure der Flie­gerdivisionen und der Luftwaffenlehrdivision, die Luftgaukommandeure, die Abteilungschefs im Reichs­luftfahrtministerium sowie je einen Offizier der höhe­ren Stäbe der Geschwaderregimenter, Fliegerersatz- übteilungen Und Schulen der gesamten Luftwaffe.

Der Chef der Zentralabteilung im Reichslust- sahrtministerium, General der Flieger von Wit­ze n d o r f, meldete dem Generalfeldmarschall, der, begleitet von dem Ches der Luftwehr, General der Flieger Stumpfs, dem Ches des Generalstabes der Luftwaffe, Oberst Jefchonnek, dem Chef der Luftflotte I, General der Flieger Keffel- ring, und Generalmajor Bodenschatz den Festsaal betrat. Klänge des Musikkorps des Flieger- Horstes Staaken leiteten die Feier ein. Dann nahm Generalfeldmarschall Göring das Wort.

Göring spricht.

In seiner Ansprache führte Generalfeldmarschall Göring aus:

Wir feiern heute erneut den Tag der deutschen Luftwaffe. Dieser Tag soll nicht nur ein Festtag für uns allein fein, sondern auch für das ganze Volk und das ganze Reich Denn er ist ein Tag großer Tradition, ein Tag aber auch des Gedenkens und eine Paroleausgabe für die Zukunft. Es ist unsere Pflicht, am heutigen Tage uns vor allem öerqx zu erinnern, die in' den vergangenen Jahren jur Führer und Reich ihr Leben gelassen haben in freudiger Hingabe. In allen Gauen des Deutschen Reiches aber auch fern der Heimat haben blutjunge deutsche Flieger ihr Leben eingesetzt ver- loren und zum Opfer gebracht, auf daß die Luft­

waffe dieses Reiches größer und stärker und das Reich selbst herrlicher werde.

An einem solchen Gedenktage müssen wir uns einmal vor Augn führen, wie ungeheuerlich stark sich die Welt draußen und drinnen geändert hat. Kein Tag wäre dazu besser geeignet als der heutige, der so viel Glanz, strahlenden Glanz, verbreitet. Da vergißt man leicht, daß es einmal um Deutschland finstere Nacht war. Wenn Sie sich an die Zeit vor 20 Jahren zurückerinnern, ein zerrissenes, ohnmäch­tiges, ausgeblutetes Deutschland, ein Deutschland in Fieberzuckungen, von dem damals am 1. März 19)9 niemand wußte, ob es überhaupt bestehen blieb oder ob deutsch nicht wieder nur ein Begriff werden würde, wie einst In früheren Jahrhunderten. Wir muhten damals die deutsche Luftwaffe 3 e r ft ö r e n , und es beteiligten sich viele Hände ehr fleißig an diesem Zerstörungswerk in dem alschen Wahn, dadurch für sich selbst bessere Aus- ichten schaffen zu können. So versank die deutsche Luftwaffe in allem, was materiell war. Nur den Gei st, den konnten sie nicht töten! Und dieser Geist wurde gehütet von nicht wenigen. Es waren tapfere und kühne Männer, die noch an Deutschland und seine Zukunft glaubten. Sie fühlten und wußten, daß dies nicht das Ende der deutschen Luftwaffe sein dürfte und fein konnte. Die Dor- ehung des Allmächtigen war für Deutschland. Und

so kam die Machtergreifung und damit ein Aufstieg, wie er wohl in der Geschichte niemals seinesgleichen finden wird. Nun erwies sich die Kraft und Geniali­tät unseres Führers, der ein neues Deutsch­land schuf. Wir in der Luftwaffe bekamen g e - maltlge Aufgaben gestellt, die für jeden von uns die schönsten und größten seines Lebens waren. Wir durften eine neue deutsche Luftwaffe aufbauen. Dann kam der Tag, an dem wir auch nicht mehr zu schweigen brauchten, und das war der 1. März 1935. Und wir können es wirklich sagen: Wie aus der Asche einst der Vogel Phönix emporstieg, so stieg die neue deutsche Luftwaffe empor. Wenn auch da­mals noch in bescheidenen Grenzen, war sie doch schon stark genug, um als Risikoflotte den weiteren Aufbau zu sichern und die Verkündung der allge­meinen Wehrpflicht durch den Führer norjubeteUen.

heule nun feiern wir wieder den lag der Luftwaffe. Ganz, ganz anders stehl es fehl in Deutschland aus: (Ein freies Volk stehl auf freiem Grund. Dieses Land gehört wirklich uns. Die Ströme sind wieder unser geworden. Die deutsche Ehre ist wiederhergeslellt. Und das Gewaltigste ist, der Traum der Deutschen ist erfüllt: Großdeutschland ist gegründett 80 Millionen eines einheitlich geschlossenen Volkes füllen heute den deutschen Raum.

Generalfeldmarschall Göring betritt, begleitet vom Ches des Ministeramts, Generalmajor Bodenschatz, den Ehrensaal des Ministeriums. In der Reihe der Ehrengäste (von rechts) Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk, Generaloberst Keitel, General­admiral Dr h. c. Roeder, Generaloberst von Bock, Reichsjustizminister Dr. Gärtner, Reichsoerkehrsminister Dr. Dorpmüller (halb verdeckt), Reichsleiter Dr. Ley und Stabschef Lutze. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Das deutsche Volk ist, daran wird die Welt wohl nicht zweifeln, eine der hervorragendsten Nationen, die jemals die Erde bevölkert haben. Wenn auch chließlich durch Umstände besonderer Art besiegt, zeigte dieses deutsche Volk im Weltkrieg eine Wider- tandskrast wie kein Volk der Erde. Abgeschnitten von allen Rohstoffgrundlagen kämpfte Deutschland über vier Jahre lang den heroischsten und gewaltia- ften aller Kämpfe. Wenn es schließlich erlag, so nicht der Waffengewalt der Gegner. Das ist heute zur geschichtlichen Tatsache geworden. Ich war im­mer überzeugt, daß wir durch Waffengewalt unbe­siegbar sind. Wenn dann unser Volk durch die richtige Führungdie notwendige Kon­zentration aller Kräfte erhält, dann ist es überhaupt unüberwindlich. Das hat dieses letzte Jahr 1938 wieder herrlicher denn je ge­zeigt! 80 Millionen eines einigen Vol­kes! Daß hier nicht verschiedene Rassen durchein­andergewürfelt sind, ist allein schon ein ungeheurer Quell der Kraft. Durch die Maßnahmen der Partei mit allen ihren Gliederungen, durch unermüdliche Arbeit auf allen Gebieten der Dolkserziehung und der Dolksschaffung, durch Hygiene und Dvlksgesund- heitspflege, durch die Betreuung von Mutter und Kind wird aber dieses Volk noch stärker und ft ä r t e r werden, es wird von Jahr zu Jahr wachsen. Wir werden mit ganzer Kraft dafür sorgen, daß der Gesundheitszustand des deutschen Volkes die Bürgschaft für zweierlei ist: Erstens: Daß aus diesen 80 Millionen 100 Millionen werden und zweitens, daß die körperliche Widerstandskraft des deutschen Menschen jeder Anstrengung und Strapaze ge­wachsen ist. Dafür ist die Partei vom Führer eingesetzt. Meine Herren! Sie können nicht bestrei­ten, daß die Partei alle ihre Aufgaben, für die sie eingesetzt war, gelöst hat. Ich bin überzeugt, sie wird auch diese Ziele erreichen und uns damit in jedem Jahrgang, den wir zum Wehrdienst einziehen, gesunde und gestählte Menschen geben. Und wir wissen, daß nach den schwächeren Jahrgängen der Kriegszeit wieder Jahrgänge von doppelter und dreifacher Stärke in unsere Kasernen, strömen wer­den. Aber: Mögen die Jahrgänge der jungen Mann­schaft später einmal auch noch so stark sein, dienen will jeder junge Deutsche, dieser Ehre will jeder teilhaftig fein.

wir können heule schon erkennen, wie groß der Rahmen zu spannen Ist, um Deutschlands Wehrkraft in Zukunft bis zum letzten auszuschöpfen. Und es ist die Wehrkraft des deutschen Menschen! hier liegt ja das unendliche Uebergewichl, das wir gegen­über unseren sogenannten Gegnern besitzen. Den deutschen Menschen können sie nicht nachmachen. 3n Charakter und Fähigkeiten des deutschen Menschen müssen wir die entscheidende Kraft sehen. Wir müssen davon abkommen, nur zahlenmäßige Betrachtungen anzustellen. Ich weigere mich, einen deutschen Soldaten einem Soldaten dieser oder jener Rasse gleichzusehen: denn es gibt Rassen, die in ihrer militärischen Veranlagung so unterlegen sind, dah hier ein Deutscher ein Vielfaches aufwiegt, wir müssen in Betracht ziehen: 3m einzelnen deutschen Menschen, in seiner Ausbildung, in seiner Ge­sinnung und in seiner Elnsahkrast liegt die Quelle für eine gewaltige Stärkung unserer militärischen Macht. Selbstverständlich muh man ihn auch mit dem erforderlichen Material und den besten Waffen ausrüsten.

Das vergangene Jahr war auch für uns ein Jahr der Bewährung. Als der Füh­rer zur Befreiung der Ostmark rief, waren es die Geschwader unserer Luftflotte, die zuerst Hoffnung, Zuversicht und Glauben in die Ostmark getragen haben. Sie kündeten: Der Führer kommt, und mit ihm kommen die deutschen Soldaten, kommt die deutsche Wehrmacht! Die Stunde der Befreiung schlägt. Und dann kamen schwere Tage, kam die Sorge, ob Krieg oder Frieden. Und hier hat sich wieder die Erkenntnis bestätigt: Der Friede wird nur durch ein scharses Schwert gesichert! Ohne das scharfe Schwert zerbricht der Friede! Wenn in jenen Septembertagen der Friede gewahrt wurde und Deutschland sein Recht erhielt, bann nicht etwa deshalb, weil das gesamte Ausland Deutschlands Recht anerkennen wollte das hätte es ja schon früher gekonnt, sondern weil es wußte: Wenn die Frage nicht auf friedlichem Wege S wird, dann wird der Befehl an die deutsche macht gegeben, die Frage mit anderen Mitteln zu lösen. Und man wußte im Auslande, daß wir hier nicht blufften! Ihr Kameraden wißt es am besten: In jenen Tagen ftanben mir bereit. Ein Befehl: Und eine Hölle, ein Inferno wäre dem Gegner bereitet worden, ein kurzer Schlag, aber feine Vernichtung wäre vollständig gewesen. Wir danken heute mit dem ganzen Volke dem Allmächtigen, daß er Europa vor den Schrecken des Krieges bewahrt hat. Der Friede blieb erhalten, weil in Deutschland ein eiserner Wille herrschte und hinter diesem eisernen Willen Ge­schwader, Divisionen und Schiffe bereit standen.

Was in den wenigen 3ahren seit dem denk­würdigen 1. März 1935, dem Befehl des Füh­rers gemäß, auf dem Gebiet der Luftverteidi­gung geschaffen wurde, ist nicht zuletzt auch der freiwilligen Mitarbeit des ganzen Volkes zu danken. Wir wollen es nie vergessen, daß dieses Volk ungeheure Opfer an Gut und Arbeitskraft gebracht hat und wei­ter bringen muh, um eine so herrliche und schlagkräftige Waffe aufbauen zu können, sie stets auf dem neuesten Stand zu halten und weiter zu entwickeln. Am heutigen Tage und in dieser Stunde bewegt mich ein Gefühl heißen und tiefen Dankes für alle, die mich bei bei Lösung der vielseitigen und gewaltigen Aufgabe tatkräftig unterstützen.

Jeder Soldat der Luftwaffe und namentlich jeder Offizier soll die Mitarbeit auch des einfachsten Volks- genossen nicht gering achten. Sein Stolz sei es, Sohn dieses großen und opferberei­ten Volkes zu sein. Auch der ärmste Volks­genosse hat sein gerüttelt Maß an Opfern für diesen Aufbau gebracht. Wir alle wollen stets eingedenk fein, daß wir ein Teil dieser Volk sge- m e i n s ch a f t sind und bleiben wollen. Die Offi­ziere sind dafür verantwortlich, daß die Truppe stets von nationalsozialistischem Geist erfüllt ist. Das bedeutet vor allem unbedingte Treue und heiße Liebe zum Führer, dem wir alles verdanken, und blinden Gehorsam seinen Befehlen! Ferner Opfer­bereitschaft, Pflichterfüllung und Kameradschaft das sind uns selbstver­ständliche Tugenden. Nur auf dem Boden der na­tionalsozialistischen Weltanschauung ist es auch mög«