Ausgabe 
2.2.1939
 
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Pressefreiheit ihren Lesern unterschlägt. Es ist aber nichtsdestoweniger Tatsache, daß die Worte Adolf Hitlers auch im Washingtoner Staatsdepartement ihre Wirkung ausgeübt haben und wohl nicht die

Neutralitätsnöte erleichtern werden, in denen sich Roosevelt dank der hellhörig gewordenen Bürger­schaft seines Landes befindet. E. Schröder.

Sind Vir ans dem Wege zum Kriege?^

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Senatoren fordern volle Oeffentlichkeit. Hoover warnt vor den Folgen der Kriegspolitik Roosevelts.

ruchtigte Quarantäne-Rede, in der er olledemo­kratischen" Staaten aufforderte, die autoritären, volksregierten Staaten zu bekämpfen. Die erfolglose Neun-Mächte-Konferenz in Brüssel Ende 1937 zeigte den ersten Schritt zur Loslösung Roosevelts von den Neutralitätsgesetzen. Der amerikanische Bot­schafter in London, Kennedy, erklärte am 19. März 1938, Amerika würde selbst bestimmen, ob es in einen Krieg eintreten und ob es, ohne angegriffen zu fein, einer Macht oder einer Mächtegruppe gegen die andere zu Hilfe kommen werde. Die Rooseoelt- politik befürwortet nun also auch, abgesehen von der Haltung des Staatssekretärs Hüll, der auf der Konferenz in Lima Südamerika vergeblich in einen Gegensatz au den autoritären Staaten zu bringen versuchte, daß Frankreich und England Luftfahr­zeuge erhalten könnten, um sich gegen Deutschland und Italien zu bewaffnen. Damit würde direkt das Neutralitätsgesetz gebrochen.

In seiner Rede am 30. Januar 1939 hat nun der Führer programmatisch erklärt, unser Handel mit Südamerika unterliege lediglich der Beurteilung durch uns und durch die südamerikanischen Staats­männer.Die Völker", so sagte er,werden in kur­zer Zeit erkennen, daß das nationalsozialistische Deutschland keine Feindschaft mit ande­ren Völkern will, daß alle die Behauptun- aen über Angriffsabsichten unseres Volkes auf fremde Völker entweder aus krankhafter Hysterie geborene oder aus der persönlichen Selbfterhaltungs- fucht einzelner Politiker entstandene Lügen sind, daß diese Lügen aber in gewissen Staaten gewissen­losen Geschäftemachern zur Rettung ihrer Finanzen dienen sollen. Daß vor allem das internationale Ju­dentum damit eine Befriedigung seiner Rachsucht und Profitgier erreichen zu hoffen mag, daß sie ober die ungeheuerlichste Verleumdung darstellen, die man einem großen und friedliebenden Volk antun kann. Denn immerhin haben z. B. niemals deutsche Soldaten auf amerikanischem Boden gekämpft, außer im Dienste amerikanischer Selbständisskeits- und Freiheitsbestrebungen, wohl aber hat man amerikanische Soldaten nach Europa geholt, um eine große, um ihre Freiheit ringende Nation mit a b w ü r g e n zu helfen. Nicht Deutsch­land hat Amerika angegriffen, sondern Amerika Deutschland, und wie die Untersuchungskommission des amerikanischen Repräsentantenhauses festgestellt hat: ohne jede zwingende Veranlas­sung, nur aus kapitalistischen Gründen."

Es ist bezeichnend, daß die jüdisch geleitete ame­rikanische Presse diese Aeußerungen im Namen der

Washington, 2. Febr. (DNB. Funkspruch) Die durch Indiskretionen bekannt gewordenen Ausführungen Roosevelts vor dem Mi­litärausschuß haben in Senatskreisen und in der Oeffentlichkeit sehr geteilte Aufnahme ge­funden. Zahlreiche Teilnehmer an der Konferenz machten aus ihrem Unmut über die ihnen aufer­legte Schweigepflicht in einer für die Vereinigten Staaten lebenswichtigen Frage keinen Hehl. Ins­besondere die republikanischen Senatoren verlan­gen Veröffentlichung der Begründung Roo­sevelts für die amtlicherseits ostentativ geförderten Kriegslieferungen. Mehrere Bundessena­toren, die dem Militärausschuß nicht angehören, verhehlen nicht ihre Besorgnis über die gefähr­lichen Folgen einer Politik nach den Wünschen Roosevelts. Der republikanische Senator I o h n - s o n fragte:Sind wir auf dem Wege zum Kriege?" Das amerikanische Volk stabe ein Recht zu wissen, ob Feindseligkeiten aus den Kriegslieferungen an Frankreich entstehen könn­ten. Einem Senatsausschuß unter Auferlegung der Schweigepflicht etwas mitzuteilen, was nicht nur den Senat, sondern das gesamte Volk angehe, komme einem Versuch zur Entstellung von Tat­sachen gleich.

In der Senatsdebatte über die Waffenlieferung wies Senator Reynolds auf das verderbliche Treiben der Kommunisten in den Vereinigten Staaten hin. Sie täten ihr Möglichstes, Amerika in einen Krieg hineinzutreiben. Senator Walsh er­klärte, die Regierung solle sich um innerameri­kanische Dinge bekümmern, ehe sie sich als Weltrichter über Gut und Böse einsetze. Senator L o d g e verlangte, sämtliche Akten und die Korre­spondenz über sie vermutete geheime Verwendung des Stabilisierungsfonds für Waffenlieferungen an Frankreich zu veröffentlichen. Gleichzeitig stellte Senator Austin die Forderung, die Verhöre vor dem Militärausschuß künftig in aller Oef-

f e n t l i ch k e i t abzuhalten. Senator N y e erklärte, er werde an den Verhören nicht mehr teilnehmen, solange sie geheim seien und nicht sämtliche Akten über die Waffenlieferungen veröffentlicht mürben.

Der frühere Präsident der Vereinigten Staaten, Hoover, beschuldigt in einer Rundfunkrede sei­nen Amtsnachfolger Roosevelt, eine Außenpolitik zu betreiben, die Amerika unweigerlich in den Krieg hineinziehe. Jede vernünftige lieber* legung, jede Erfahrung der Geschichte lasse klar er­kennen, daß die Anwendung, von Gewalt, von Drohungen, von wirtschaftlichen Sanktionen^oder gar Krieg Unrecht niemals gutmachen und fremden Nationen niemals einen dauerhaften Frie­den bringen könne. Die Außenpolitik, die Roosevelt jetzt anstrebe, müsse bei der Schwere ihrer Folgen vom amerikanischen V o l k und vom Kongreß bestimmt werden und nicht allein vom Präsidenten. Schließlich sei es das Volk der Vereinigten Staaten, das in einem Krieg arm werde und fein Leben opfern müsse. Hoover wirst Roosevelt vor, daß er sich anmaßt, festzustellen, wer die sogenannten Angreifernationen sind. Er sagt:Sollen wir über jahrhundertalte Streitigkei­ten zu Gericht sitzen, begannen lange bevor un­sere Nation überhaupt geboren wurde? Ein großer Teil der Vereinigten Staaten von Amerika i st das Ergebnis von Angriffskriegen ebenso wie Teile des britischen oder französischen Welt­reiches. Durch eine solche Politik machten sich die Vereinigten Staaten von Amerika in der ganzen Welt verdächtig und ihre Folge wäre unzweifelhaft die, daß sich Mächtekombinationen ge­gen ein solches Land bilden, ganz gleich wie schön die Phrasen vonguter Nachbarpolitik" er­klängen. Hoover schloß seine Ansprache mit der Frage an die Rundfunkhörer:Sollen wir uns zu einem Angriffskrieg rüsten? Sollen wir die Poli­zisten der Welt sein?"

3tolien feiert den 16. Jahrestag der Faschistischen Miliz.

Stabschef Lutze als Ehrengast des Duce bei der großen Parade.

Rom, 1. Febr. (DNB.) Die italienische Haupt­stadt steht im Zeichen des 16. Jahrestages der Gründung der Faschistischen Miliz. Alle Straßen prangen im Flaagenschmuck. Vor dem National­denkmol, demAltar des Vaterlandes", hatten etwa 20 000 Mann der Miliz Aufftellung genommen. Der große Platz bildete ein einziges Meer von grau­grünen und schwarzen Stahlhelmen. Zu beiden Sei­ten der mächtigen Denkmals-Treppe standen Abtei­lungen« der Miliz, die an dem Feldzug in Abessinien oder als Legionäre am spanischen Krieg teilgenom- men haben. Auf den Plattformen des Denkmals hatten die Regierung, die Marschälle, Senat, Kam­mer, Partei und Behörden sowie das Diplomatische Korps, darunter der deutsche Botschafter v. Macken­sen, Platz gefunden. Deutschland war außerdem durch d-n Stabschef der SA., Lutze, und seine Be­gleitung vertreten.

Trompetenstöße, Kanonendonner und Maschinen­gewehrsalven, die von der das Denkmal krönenden Säulenhalle abgefeuert wurden, kündeten die An­kunft des Duce an, der auf der Freitreppe den Stabschef Lutze herzlich begrüßte und ihn ein­lud, während der Feier an seiner Seite zu bleiben. Mussolini legte zunächst einen Kranz am Grabmal des Unbekannten Soldaten nieder Dann über­reichte er den Angehörigen von etwa 60 in Abes­sinien und Spanien gefallenen Miliz-Freiwilligen die Tapferkeitsmedaillen, die de n(Befallenen ver­liehen worden sind.

An die Feier schloß sich' eine eindrucksvolle P a - rode der 20 000 Milizsoldaten an. Dor dem Ge­bäude der Kunstausstellung waren Tribünen für die Ehrengäste errichtet worden. Mussolini stand auf einem vorspringenden Podium, umgeben von den Marschällen Italiens. An seiner Seite hatte er wieder Stabschef Lutze, mit dem er sich während des Vorbeimarsches der Truppen in herzlicher Weise unterhielt. Zunächst marschierten die Schüler der Sport-Akademie der Faschistischen Jugend-Organisation in ihren verschiedenfarbigen Uniformen im strammen römischen Schritt vorüber. Mit lautem Beifall begrüßte die Menge dann meh­rere Abteilungen der unlängst aus Spanien zurück- gekehrten Legionäre in Khaki-Uniform, in deren ersten Reihe zahlreiche Verwundete marschierten. Die Legionäre, deren Brust das Pfeilbündel der spanischen Falange und zahlreiche Krieasauszeich- nungen schmückte, führten riesige Feldzeichen nach römischen Vorbildern mit sich, auf deren Feldern die Schlachten verzeichnet standen, an denen sie in Abes­sinien und Spanien siegreich teilgenommen haben.

Besonders stürmischen Jubel löste das Erscheinen einer Abteilung von Mädchen aller Altersklassen in Khaki-Uniformen aus. Es waren die Waisen der Gefallenen der Miliz. Ihnen folgten die Knaben, ebenfalls in Khaki-Uniform, aber in voller Kriegsausrüstung und in musterhaftem römi­schen Schritt. Dann zog die Leibgarde des Duce in ihren schwarzen mit silbernen Schnüren verzierten Uniformen vorüber. Mehrere Stunden lang dauerte dann der Vorbeimarsch der Miliz n Stahlhelmen und feldgrüner Uniform. Die Menge zollte den Abteilungen, die sich durch einen besam bers guten Passo Romano auszeichneten, lebhaften

Erfolge der ©Weiter.

Hervorragende Erfolge der SA.-Reiter in Rom. Mussolini und Stabschef Lutze bei den deutsch-italienischen Wettkämpfen.

Eine weitere Veranstaltung am 16. Jahrestag der faschistischen Miliz bildeten die militärischen Wettkämpfe in der großen Reitbahn her Villa Borghese, wo sich in den Meister- idjaften für Offiziersreiterordonnanzen der faschi­stischen Miliz einige der besten italienischen Reiter­offiziere und eine Reiterabordnung der S A. in sportlichem Wettbewerb gegenüberftanben.

Punkt 15 Uhr erschien der Duce, zusammen mit Stabschef Lutze und dem Parteisekretär, Mi­nister S t a r a c e. Im Mittelpunkt der Wettkämpfe

stand die dritte M e i st e r s ch a f t für Reiter- ordonnanzen, die dank ausgezeichneter Lei­stungen der 19 Offizierspatrouillen besonderen An­klang fand. Den Doppeloffiziersordonnanzen war die Aufgabe gestellt, unter erschwerter Bedingung einen wichtigen Befehl zu überbringen. Während des Ritts wurde die Patrouille angegriffen, wobei einer der Reiter abfteigen und das Feuer erwidern mußte, bevor der über eine Hindernisstrecke von insgesamt 500 Meter führende Ritt zu Ende ge­bracht werden konnte. Bewertet wurden fehlerfreies Springen, die Zahl der Treffer bei fünf Schuß und schließlich die Gesamtzahl der Zweierpatrouillen.

Die SA.-Reiter, die Pferde der römischen Carabinieri ritten, schnitten bei der Meisterschaft ausgezeichnet ab. Die einzige rein deutsche Mann­schaft SA.-Obertruppführer Boldt und SA.- Scharführer Brennecke erreichte die Höch st - Punktzahl von 5 07 Punkten, auf die auch die deutsche-italienische Vertretung der Zone VI der Schwarzhemden (Triest) mit Sturm­führer v. Kottwitz-Brunetti kam, die bei vollkommener Gleichheit: als beste Schützen (fünf

Treffer) und schnellste Reiter (1:45 Minuten) ge­meinsam auf den ersten Platz gelangten. Zum Schluß der Wettkämpfe, die bei den vielen Tausen­den größten Beifall auslösten, verabschiedete sich Mussolini überaus herzlich von Stabschef Lutze und kehrte unter dem Jubel der Masten wieder in den Palast Venezia zurück..

Die Tagung der Gauleiter der faschistischen Par­tei hat einen Tagesbefehl zum 6. Jahrestag der Machtergreifung durch Adolf Hitler angenommen. In dem Befehl wird den Braunhemden, der starken und entschlossenen Führung des neuerstandenen deu/hen Volkes, der aufrichtige und begeisterte Gruß entboten. Ferner wird betont, daßd i e tiefe und bewußte Freundschaft der beiden großen Natione n", überreich an Ruhmestaten aus der Vergangenheit und in der Gegenwart, stark in den Waffen und im Geistes­leben und solidarisch in der Kraft der Achse Rom Berlin, eine unfehlbare Sicherheit für den Triumph des von den beiden Führern gewollten neuen Eu­ropas bildet.

Der Führer beimKanonenspringen" auf dem Berliner Reitturnier.

Ein festlicher Abend zu Gunsten des Winterhilfswerks in der Oeutfchlandhalle.

Berlin, 2. Febr. (DNB.) Auf dem Internatio­nalen Reit- und Fahrturnier in der Deutschlandhalle fand in Gegenwart des Führers das außer­ordentlich schwierige Kanonenspnngen statt, ein Jagdspringen um den Preis des Generalfeld­marschalls Göring. Tausende grüßten den Führer, als er gegen 9 Uhr in der Deutschlandhalle eintraf. Neben Adolf Hitler hatten der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, und Reichsernährungsminister D ä r r 6 Platz genom­men. In der Loge des Führers sah man weiterhin die Reichsminister Dr. Frick und Dr. Goebbels, Generaloberst Keitel, die Reichsleiter Bouh- l e r und Bormann, Generaloberst von Bock, ferner als Vertreter des Winterhilfswerkes Haupt­amtsleiter Hilgenfeldt.

Zu dem Kanonenspringen waren 68 Bewerber erschienen. Erst im zweiten Stechen fiel die Ent­scheidung:Nordland" unter - Hauptsturm­führer Temme gewann mit 0 Fehlern den Preis des Generalfeldmarschalls Göring. Zweiter wurde Rittmeister Brinkmann aufErle", Dritter Oblt. Huck aufArtur" und Vierter Kpt. G o n z e (Belgien) aufBimbus". Die anderen Plätze waren im ersten Stechen entschieden worden. In der Dressurprüfung Klasse S errang der schwedische Oberstleutnant C o l l i a n d e r auf ,Kal" den Preis des Oberbefehlshabers des Heeres. Major P o d h a j f k y (Deutschland) auf ,Mero" wurde Zweiter.

In atemloser Spannung waren die Tausende den einzelnen Ritten dieser schwersten Prüfung gefolgt, die im Rahmen dieser an hohen Anforderungen eichen Tage die höchste Leistung von Mann und Roß verlangt. Stürmischer Beifall erfüllte die Halle, wenn die einzelnen Reiter der neun Nationen mit gesammelter Energie und vollendeter Schönheit die Hürden meisterten. Adolf Hitler empfing ^-Haupt- sturmführer Temme anschließend in seiner Loge und sprach ihm persönlich seine Glückwünsche für seine außerordentliche sportliche Leistung aus. Der Füh­rer begrüßte ferner den Gewinner der großen Dres­sur um den Preis des Oberbefehlshabers des Hee­res, den schwedischen Oberstleutnant Collian- d e r ferner Frau Friedel Schumann, der er für ihren selbstlosen Einsatz im Dienste des Winter- hilfswerkes durch ihre Ritte durch die deutschen Gaue feinen besonderen Dank aussprach. Anschlie­ßend überreichte Generalmajor Bodenschatz ' Hauptsturmführer Temme im Auftrage des Gene­ralfeldmarschalls Göring den vom Ministerpräsi­

denten gestifteten Ehrenpreis mit herzlichen anerkennenden Worten.

Den zweiten Teil des.Abends füllten Schau­bilder aus. Den Anfang bildete eine schöne Vor­führung der französischen Reitschule Saumur. In historischen Trachten gaben die französischen Reiter einen ausgezeichneten Einblick in die hohe Schule ihrer Reitkunst von bester Tra­dition. In einer weiteren Folge von Darbietungen ließ die junge deutsche Wehrmacht vor den Zuschauern erkennen, wieweit das Pferd auch heute noch in dem Zeitalter der Motorisierung bei der Truppe Verwendung findet. Immer wieder bran­deten Iubelstürme durch die Halle, wenn unsere Soldaten hoch zu Roß oder vielspännig vor den Fahrzeugen iyre Kreise ritten. Als der Führer, um­jubelt von den vielen Tausenden, die Veranstaltung verließ, durfte man gewiß fein, daß der Abend wohl die interessanteste Veranstaltung des diesjährigen Internationalen Reit- und Fahrturniers gebracht hat.

Frühjahrsstellenbesehungen in der Kriegsmarine.

Berlin, 1. Febr. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat den Kon­teradmiral Großmann zum Amtschef im Ober­kommando der Kriegsmarine ernannt. Außerdem sind ernannt: die Kapitäne z. S. von der Mar­witz zum Marineattachä in Ankara, zugleich Athen, Bukarest und Sofia, Nordmann zum Komman­danten des KreuzersLeipzig", Lange zum Kom­mandanten des KreuzersEmden", L ö w i f ch zum Marineattachä im Rom, Kieferitzky zum Chef des Stabes der Nachrichteninfpektion, L i n d e n a u zum Kommandeur der Torpedoschule, U t k e zum Kommandanten des LinienschiffesSchlesien", Leißner zur Verfügung des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, K l e i k a m p zum Kommandan­ten des LinienschiffesSchleswig-Holstein", Plath 3um Abteilungschef im Oberkommando der Kriegs­marine, die Fregattenkapitäne Henning zum Marineattachä in Paris, Heye zum Kommandan­ten des KreuzersAdmiral Hipper".

Das zeitlose Ziel."

Was wir sind, ist nichts. Was wir suchen, ist alles. ' Hölderlin.

Wieder sind Millionen und aber Millionen Deut­sche nach einer großen Führerrede zurück an ihre Werkbänke und Arbeitspulte gegangen, von neuer Zuversicht und Arbeitsfreude erfüllt, getragen von dem Stolz, Deutsche zu sein, und gehoben von dem Bewußtsein, Zeugen und Mitgestalter feiner Epoche der deutschen Geschichte zu werden, die zu den ruhmvollsten im tausendjährigen Werdegang der deutschen Nation gehören wird.

Sie alle haben am Lautsprecher gesessen, Bauern und Arbeiter, Gelehrte und Künstler, Soldaten und Männer im braunen Rock, Frauen nicht zuletzt, und haben diese Stimme auf sich wirken lassen, die jeder von ihnen aus Hunderten von Stimmen so­fort herauskennen würde. Diese Stimme hat ihnen, wie so oft schon mit unbestechlicher Klarheit Rechenschaft abgelegt von dem politischen Ablauf eines großartigen Jahres, sie ließ in knappen, lebendigen Bildern das Geschehen abrollen, das die Welt 1938 in Atem hielt, und sie zog die Schluß­folgerungen aus diesem Geschehen mit der Uner­bittlichkeit, die das Geheimnis des Erfol­ges Adolf Hitlers ist.

Und während sie alle dasaßen, felbftnergeffen und dem Strom der Worte hingegeben, trat ihnen nicht hinter dem dramatischen Bild der politischen Geschehnisse, der Tatsachen, die diese Worte schilder­ten, plötzlich etwas Größeres, Weiteres, Gewaltige­res hervor und schlug sie in Bann? Oder wie war es sonst möglich, daß jeder, auch der politisch Un­erfahrene, im Innersten ergriffen und mitgeriffen dieser Rede lauschte? Wie kam es, daß alle, waren sie auch nicht unmittelbar beteiligt, s i ch ganz per­sönlich angerufen fühlten, als würden sie heute und wieder von dieser Stimme verpflichtet und auf unbedingte Gefolgschaft vereidigt?

Im Ausland werden die großen Reden des Füh­rers ausschließlich auf ihren politischen Ge­halt hin gewertet. Man hört den Staatsmann Adolf Hitler und fürchtet oder achtet ihn, je nach­dem. In Großdeutschland spricht für den überwie­genden Teil aller Hörer der Mensch Adolf Hit­ler, der zuerst die Herzen bezwang und bann, als Millionen Herzen ihm entgegenschlugen, das Steuer in- die Faust nahm. Jeder einzelne hört ihn auf seine Art; aber wie auch seine Einstellung sein mag, hier spricht das Deutsche schlechthin zu ihm, hier wird eine Lebens- und Weltauffassung wieder und wieder verkündet, wie sie sich seit Jahr­hunderten nur in den besten Söhnen unseres Vater­landes verkörpert hat. Man kann nur als Deutscher fassen, wie deutsch der Führer ist, wenn er von demzeitlosen Ziel" spricht, das der Natio­nalsozialismus in der Idee der Volksgemein­schaft aufgerichtet hat. Die Lebensgeschichte des deutschen Volkes ist von Urbeginn ein Wandern und Suchen nach einem zeitlosen Ziel, nach einer, fernen Idee gewesen, und Hitler, als sein Künder, reiht sich ein nicht nur in die Reihe der größten Staats­männer unserer Geschichte sondern unter die Größten unserer Denker.

Immer in Zeiten des Aufbruchs zu großen deut­schen Entwicklungen sind Künder dieses Zieles auf- gestanden, es schimmerte am Horizont, erkennbar nur für Begnadete, erahnt von vielen, ersehnt von allen, die deutsches Blut in den Adern hatten. Es war das Ziel, von dem Goethe sagte:... wir müssen nichts sein, sondern alles werden wollen", und es spricht aus Hölderlins Worten:Was wir sind, ist nichts. Was wir suchen, ist alles." Um diese urdeutsche Sehnsucht weiß, auf sie baut der Führer, wenn er von dem fernen, zeitlosen Ziel spricht, das sich ihm in einer idealen Volksge­meinschaft aller Deutscher auf der Welt ver­körpert.

Aber er weiß auch, wie sehr der Deutsche von jeher dazu neigt, dies Ziel über den Wolken zu suchen. Und deshalb zwingt jede seiner Reden auch jeden Zuhörer in die Sachlichkeit unmittel­baren Geschehens zurück. Nicht so wollen wir feine Verheißung eines zeitlosen Zieles verstehen, daß wir genug daran täten, ihm wie einem Traum nach- zuhängen; ein jeder von uns kann das Seine dazu tun, ihm näher zu rücken, sein Gestalt-werden mit zu erwirken. Es mögen Jahr­zehnte und Menschenleben darüber hingehen, wie ein Magnet von übermächtiger Gewalt wird dies Ziel uns anziehen, wenn wir bereit sind, uns un­bedingt dafür einzusetzen.

Und die Kraft, die von dem gemeinsamen Stre­ben aller nach diesem Ziel ausströmt, sehen wir schon heute gewaltig wirken. Die Welt um uns ist geneigt, von einem deutschen Wunder zu sprechen. Der Deut­sche Adolf Hitler weiß es besser: für ihn war Glaube und Gewißheit eins, als er den Kampf begann; denn er hätte keine Patentlösung in der Tasche, er war weder Demagoge noch Zauber­künstler. Er war begnadet mit der Einsicht, daß es in diesem Volk der Deutschen auf eine Gleich­richtung der Weltanschauung in erster Linie ankommt und daß ein deutsches Wunder, wenn ein solches anerkannt werden soll, eben darin besteht, immer von neuem die Gedanken und damit auch den Willen aller deutschen Menschen auf ein Ziel auszurichten, das deutscher Wesensart ent­spricht. Und wenn die anderen Nationen immer wieder staunend stehen vor der Wirkung, die von den Reden des Führers stets von neuem ausgeht, obgleich er mit unermüdlicher Zähigkeit immer bas Gleiche fordert und verheißt, dann haben sie eben noch nicht begriffen, daß die Deutschen in diesem Mann, den sie mit Ueberzeugung ihren Führer nennen, das Beste verkörpert sehen, was in ihnen ist, das Deutsche an jich. B. R.

Forschung

im Dienst der DolkSernährung.

Berlin, 1. Febr. (DNB.) Am Schluß der vom Reichsnährstand veranstalteten Wintertagung machte der Reichsbauernführer grundsätzliche Ausführun­gen über die Aufgaben der Forschung im Dienste der Volksernährung. Er stellte fest, daß sich alle Sonderarbeiten auf den einzelnen Gebieten der Forschung zum Wohle der gesamten Landwirtschaft nur dann auswirken könnten, wenn die gesamte Forfchungstätigkeit auf einheitliche große Ziele ausgerichtet sei. Aus dieser Aufgaben­stellung ergibt sich heute für die Tierzucht eben­so wie für die T e ch n i k eine klare Ausrichtung der Arbeit. Der Reichsbauernführer unterstrich beson­ders die Verdienste der Vererbungswissen­schaft, die es immer verstanden habe, ihre Arbeit auch in den Dien st des Bauernhofes zu stellen. Zum Schluß beschäftigte sich der Reichs* bauernführer mit den Schwierigkeiten des Ar­beitseinsatzes, an deren Lösung auch Wissen- jchaft und Technik mitzuwirken hätten.