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Nr. 28 Erstes Blatt
189. Jahrgang
Donnerstag, 2.8ebruar 1939
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Die „weißen Sklaven" in USA.
Die hungernde Armee der „Sortner ohne Land".
Von unserem Sonderberichterstatter Phil. A. Gilbert.
(Nachdruck verboten!) Washington, im Januar.
„Las gigantische Rüstungsprogramm der USA." — „Stop für die Diktaturstaaten" — „Wallstreet prophezeit neue Prosperity" — „Roosevelts Wirtschaftsprogramm vor der großen Probe" — das find ein paar Headlines aus der U S A. = Presse, die sich mit anderen Worten fast täglich wiederholen. Aber c i n Thema wird peinlichst vermieden, ein Thema, um das keiner, der die große politische und wirtschaftliche ftrifc der USA. verstehen und heilen will, in Wirklichkeit herumkommen kann: es handelt sich um jene Armee von rund 9 Millionen Menschen, die im freien Amerika von heute, im Jahre 1939, ein Leben fristen, das einer „Leibeigenschaft" völlig gleichkommt. Das sind die Millionen von Farmern, die ihr Land verkaufen mußten, jene Bewohner der Südstaaten, die zu „weißen Sklaven" geworden sind ...
Die Vereinigten Staaten von Nordamerika sind zwar ein geeinter Bundesstaat — aber in Wirklichkeit sind sie auch heute noch nicht vereinigt. Quer über das Land hinweg, südlich von Washington beginnend beim. Atlantischen Ozean und endend in Texas am Golf von Mexiko, zieht sich — symbolisch — ein weißer Baumwollfaden, der den Süden vom Norden scheidet. Dieser Baumwollfaden ist eine unzerreißbare Trennungslinie-, jeder Versuch, sie hinwegzudiskutieren, ist vergeblich. Der „Pankee", der Amerikaner der Nordstaaten, ist vom Bewohner der Südstaaten verschieden wie Feuer und Wasser. Das Aussehen ist anders — die Mentalität verschieden. Hier in den Südstaaten, in Georgia und den beiden Carolina, in Tennessee, Arkansas usw. herrscht eine Macht, die stärker als das Weiße Haus ist: die Baumwolle. Hier entstand Amerikas erste Rassenfrage, hier wurden der erste Neger als Arbeiter verwandt. Um diese schwarzen Sklaven kam es zum Krieg zwischen den Nord- und den Südstaaten. Hier ist der erste amerikanische Roman entstanden, der eine Welt erschütterte: der Sklavenroman „Onkel Toms Hütte", der nicht nur die neue, sondern auch die alte Welt revolutionierte, obwohl er die Dinge primitiv und einseitig tendenziös darstellte.
„Nun, diese „armen" schwarzen Sklaven von damals sind heute von „weißen Sklaven" ab- gelöst worden, nur mit dem einen Unterschied, daß es den Negersklaven zur Zeit der Harriet Beecher? Stowe noch bedeutend besser ging als den „weißen Sklaven" von heute. Diese weißen Sklaven sind ein brennendes Problem der Aera Roosevelt, — aber sie wurden zu „Sklaven" durch die Aufhebung der Negersklaoerei. Die Schwarzen, die auch heute noch zu niedrigsten Lohnsätzen auf den Plantagen arbeiten, haben das Lohnniveau der weißen Plantagenarbeiter so gedrückt, feaß deren Dasein einer „Leibeigenschaft" des Mittelalters völlig gleichkommt. Börsenkatastrophen, r,schwarze Freitage" in Wallstreet verschärften die Entwicklung. Sobald eine wirtschaftliche Baisse ein- Hetzte, waren Tausende von kleinen Farmern gezwungen, die verschuldeten Farmen aufzugeben und glatt Arbeitgeber — Arbeitnehmer oder — noch ffchlimmer — Par zellen-Pächter zu werden. 1 Was dieses Wort in den Südstaaten bedeutet, (weiß nur der, der sie besucht hat. Die offiziellen /Lohnstatistiken prunken mit den guten Tarifen in (jben Terpentin-Fabriken, den Holzsägewerken oder feer aufblühenden Papierindustrie — aber von den Löhnen, die die Baumwollplantagenbesitzer zahlen, spricht man nicht gerne — das sind Neger- fTarife! Man fragt sich, warum diese „Farmer )ohne Land" dann nicht lieber in die Fabriken Uehen. Einfach darum, weil diese Menschen, die ihr Keben lang, und seit Generationen, nichts anderes -getan haben als Baumwolle zu pflanzen, sich auf »andere Arbeit nicht umstellen können oder -'wollen. t r r
\ Die Farmer, die nach einem der diversen Borsen- jKrache ihre verschuldete Farm den unerbittlichen Kreditoren überlassen mußten und ohne Betriebskapital dastanden, sahen den einzigen Ausweg dann, daß sie eine winzig kleine Parzelle von einem der großen Latifundienbesitzer pachteten. Auf dieser Parzelle sieht man eine baufällige Bretterhütte, die von Schmutz starrt, früher hat.hier einmal eine Negerfamilie gewohnt. Die Hütte besteht uus einem einzigen Raum, in dem sich alles abspielt. Hier wohnt die kinderreiche Familie so primitiv, wie man in Deutschland kaum das Vieh unterbringen würde. Auf dem Stückchen Land wird Baumwolle angebaut, nach der Ernte wird die Baumwolle dem Großgrundbesitzer abgeliefert und der kleine Anteil ausbezahlt.
Ausbezahlt? Bis zur Ernte mußte der Pächter mit seiner Familie ja ltzben — er konnte es nur a u f K r e d i t. Er hat Barschulden beim Verpächter, Warenschulden beim Kaufmann, beim Apotheker usw. Die Schulden wachsen zur Lawine: wenn der Ernteanteil abgerechnet worden ist, bleibt als Ergebnis noch ein großer Rest Schulden zurück. Es ist diesen Menschen faktisch unmöglich, aus diesem Schuldenberg herauszukommen. Das will der Verpächter auch gar nicht, denn durch dieses System hat er im Sinne des Wortes „Leibeigene", die nur durch ihre Schuldenlast an die Scholle gefesselt sind.
Die Armee der „Farmer ohne Land" ist unheimlich gewachsen. 1920 schätzte man nur 200 000 Menschen, 1930 schon über eine Million, 1938 rechnet man die Zahl dieser ausgehungerten, beinahe vertierten „weißen Sklaven" auf über 9 Millionen. Wie ein drohendes Gespenst reckt sich diese Zahl im Weißen Hans, m Washington bei dexl
Finanzdebatte empor. Aber diese Menschen sind ja keine Arbeitslosen — sie fallen nicht unter die Arbeitslosen-Gesetze. Im Gegenteil, die schuften Tag und Nacht — aber das Ergebnis ihrer Arbeit ist ein kläglicheres Leben als es die bedauernswerten Sklaven in „Onkel Toms Hütte" führten. Bei ihnen hatte der Besitzer selbst Interesse daran, daß sie wenigstens nicht verhungerten. Die „weißen «klaven" haben keinerlei Schutz, sie können als „freie Menschen" — krepieren. Eine zerfallene Bretterhütte ist ihre Wohnung, Lumpen, die man sich irgendwo aus Abfalleimern zusammensammelte, die Kleidung. Das Kochgeschirr sind zerbeulte Benzinkannen und alte Konservendosen.. In diesen „Töpfen" brodelt Tag für Tag eine muffige Maisgrütze. Keinerlei Gemüse, kein Obst, vielleicht, wenn es hoch hergeht, mal Büchsenfleisch und Büchsenfisch. Die meisten Kinder haben aufgetriebene Bäuche und von der englischen Krankheit verkrümmte Gliedmaßen.
Paris, 1. $ebr. (Europapreß) Der Kampf um die Ernennung eines Botschafters Frankreichs bei der nationalfpanifchen Regierung in Burgos scheint jetzt auf der ganzen Linie zu entbrennen. Man erwartet schon für die nächsten Tage, unter Umständen schon in der am Miltwochnachmittag stattfindenden Sitzung des außenpolitischen Ausschusses der Kammer, einen Vorstoß der am Dienstag gebildeten französisch-spanischen Vereinigung in der Kammer, deren Vorsitzender der frühere Ministerpräsident Flandin ist. Dieser hat beim Ministerpräsidenten D a t a d i e r vorgesprochen. „Ordre" berichtet, daß Daladier erklärt haben soll, „die Angelegenheit mache Fortschritte", die Regierung werde über die Frage einer Botschaft bei der Franco-Regierung „zur gegebenen Stunde" eine Entscheidung fällen. Das Blatt schließt daraus, daß die Idee der Entsendung eines diplomatischen Vertreters nach Burgos beim französischen Ministerpräsidenten Anklang gefunden habe. Ls sei nur noch die Frage, ob es zweckmäßig sei, gleich einen Botschafter oder zunächst für einige Zeit einen Vertreter mit besonderer Mission zu Franco zu schicken.
Reu york, 1. Februar. (DRB.) Roosevelt, der Präsident der vereinigten Staaten von Amerika, hat gestern in einer vertraulichen Sitzung des Militärausschusses des Senats Ausführungen gemacht, die selbst in Amerika höchst sensationell empfunden werden. Es ging in dieser Aussprache vor dem Militärausschuß um die Kritik, die in weitesten Kreisen der amerikanischen Oeffentlichkeit an der Regierung wegen der Preisgabe militärischer Geheimnisse an Frankreich durch Lieferung amerikanischer Militärflugzeuge an Frankreich geübt wird. Roosevelts Erklärungen gehen über die Zurückweisungen dieser Kritik weit hinaus, wenn das, was in den amerikanischen Zeitungen über die Beratungen vor dem Militärausschuß veröffentlicht wird, den Tatsachen entspricht. Rach der Darstellung der heutigen Morgenblätter entwickelte Roosevelt vor dem Ausschuß in großen Zügen die Grundsätze der amerikanischen Außenpolitik. Dabei soll er erklärt haben, die Vereinigten Staaten von Amerika sollten bereit sein, England und Frankreich im Falle eines Krieges jede nur mögliche Unterstützung zu gewähren. Rach dem Bericht der republikanischen „Herald Tribüne" gewannen die Mitglieder des Ausschusses den Eindruck, daß nicht nur eine endgültige ver- ständigung zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und den europäischen Demokratien erfolgt sei, sondern bereits positive Verpflichtungen Amerikas vorliegen. Roosevelts einzige Einschränkung zur Bereitwilligkeit, gegen die Verlin-Rom-Tokio-Achse Kriegsdienste zu leisten, sei der Hinweis auf die Tatsache gewesen, daß für diese Hilfe bezahlt werden müsse.
Auf die verständliche Frage eines Senators, wie sich ein solches Versprechen zur Kriegshilfe mit der Reutralitätspolitik der Vereinigten Staaten vereinbaren lasse, erwiderte Präsident Roosevelt: „Wir werden die Brücke überschreiten, sobald sie erreicht wird". Roosevelt malte in dieser Aussprache vor dem Ausschuß die augenblickliche internationale Lage in den düstersten Farben und Verflieg sich schließlich zu der Behauptung, daß
Sie gehen nicht in die Schule — die Not ist stärker als Amerikas Schulpflichtgesetz. Hier gibt es noch heute die meisten Analphabeten der USA., hier — nicht etwa im Neger- oder Chinesenviertel Neuyorks!
Aus dieser Millionenarmee der „Farmer ohne Land" findet die amerikanische Unterwelt auch im besonderen Maße ihren Nachwuchs, nicht nur in den Death-End-Ltraßen der Weltstädte. Die Kinder dieser Farmer, die nichts gelernt haben, die nur Elend und Mundraub kennen, werden schnell gelehrige Schüler der Unterwelt, wenn sie in die Großstadt kommen. Diese neun Millionen Menschen sind ein Geschwür am Körper der USA., eine drohende Gefahr, die man nicht verschweigen kann, so ungern man auch darüber redet. Reformmaßnahmen Roosevelts haben auch hier völlig versagt. Hier nützen feine kleinen Notstandsaktionen — hier müßte das System von Grund auf geändert werden. Spricht man zu einem der großen Plantagenbesitzer über die „weißen Sklaven", so antwortet er erstaunt und beleidigt: „Sklaven? — Aber ich bitte Sie, es sind doch völlig freie Menschen ..." — Ja, Millionen völlig freie weiße Menschen, die durch ihre unverschuldete Schuldenlast zu „Leibeigenen" wurden.
Die gewöhnlich gut unterrichtete rechtsstehende Epogue sagt, da an die Ernennung eines Botschafters erst für spätere Zeit gedacht werde — man nenne hierfür die Ramey des Abgeordneten Mal- v y, des ehemaligen Ministers F r o f f a r d und des Senators Fourcate (Departement Bas Pyre- nees) —, fei zunächst an eine „zeitlich begrenzte Mission" bei der nationalspanischen Regierung gedacht, die dem General L a t r o u x anoertraut werden soll. General Latroux ist Kommandant des XIX. Armeekorps in Algier und war früher Kommandant in Marokko, wo er seinerzeit ausgezeichnete Beziehungen mit General Franco, der damals Gouverneur von Spanisch- Marokko war, unterhielt. Reben zahlreichen Wirtschaftsvertretungen — wie u. a. der Handelskammer von Marseille — soll besonders lebhaft der zum rechten Flügel der Radikalsozialisten gehörende Abgeordnete M a l v y für die Schaffung eines Botschafterpostens in Burgos cintreten. Man sagt, daß Malvy, der seit seinem früheren langjährigen Aufenthalt in Spanien engere Verbindungen mit zahlreichen Persönlichkeiten in Rationalspanien unterhält, selbst be n Wunsch hätte, B o l s cha f- ter in Burgos zu werden.
Südamerika und Rordamerika die nächsten Angriffsziele der autoritären Länder fein würden, wenn es ihnen gelungen fei, die europäischen Demokratien militärisch niederzuzwingen. Diese höchst ungewöhnliche Ausschuhberatung im Weißen Haus dauerte V/< Stunde. Ein Konferenzteilnehmer meinte, Roosevelt habe offenbar versucht, die Mitglieder des Ausschusses mit dem vermeintlichen Ernst der internationalen Lage zu beschwichtigen, um sie davon abzuhalten, sich mit „kleinlichen Fragen", wie der Erlaubnis für französische Luflfahrl- verlreler, in modernen amerikanischen Bombern mitzufliegen, zu befassen.
Präsident Roosevelt hat die Mitglieder des Militärausschusses des Senats zusammengerufen, um ihnen „Aufklärungen" über die Preisgabe militärischer Geheimnisse an Frankreich zu geben. Es sollen nach amerikanischen Meldungen bereits 1 000 Heeres f l ugzeuge an das Ausland zu bisher unbekannten Zahlungsbedingungen verkauft worden fein. Darum ist es sehr verständlich, wenn die amerikanische Oeffentlichkeit, die amerikanischen Militärs und die amerikanischen Parlamentarier in dieser Handlungsweise Roosevelts nicht nur ein Vergehen gegen die militärische Sicherheit des Landes erblicken, sondern eine geradezu ungeheuerliche Umgehung der Kontrollinstanzen des Parlaments und der Militärbehörden. Der Flugzeugskandal ist dadurch herausgekommen, daß sich beim Unfall eines Bombers der Douglaswerke in Los Angeles ein Vertreter des französischen Luftfahrtministeriums, Paul Chemidlin, allein zu retten vermochte.
Es rourtie dabei festgestellt: 1. Generalstab und Admiralität der USA. hatten sich gegen einen Plan Roosevelt-Morgenthau-Bullitt (Bullitt ist Botschafter Roosevelts in Paris) ausgesprochen, amerikanische Flugzeuge, die für das Heer bestimmt find, an Frankreich zu verkaufen. Das ist bisher gesetzlich verboten. 2. Trotzdem hat die Regierung Roosevelt ohne Befragung der betreffenden Instanzen, entgegen den klaren Bestimmungen des Gesetzes und ohne das amerikanische Kriegsministerium in Kenntnis zu setzen, geheime Konstruktionen der Flugzeugindustrie dem Vertrauensmann des französischen Kriegsministeriums bekanntgegeben. Das hat der Chef des Luftkorps der USA., Generalmajor
Einnahme von Vich.
Poris, 2. Febr. (Europapreß.) Die national- spanischen Truppen haben am Mittwochabend dis wichtige Stadt V i ch in Katalonien besetzt. Sie sind jetzt nur noch wenige Kilometer von der Mündung des Gurru-Flusses in den Ter-Fluß entfernt und vermögen nunmehr auf der Straß«' Barcelona— Gerona gegen Gero na vorzudringen und auch in das Tal des Ter-Flusses vorzustoßen, in dem Gerona liegt. Mittwochnachmittag wurde auch das ganze Gebiet von Seo de Urgel durch dio
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nationalen Divisionen besetzt. Das Maestrazgo * Korps, das von Manresa aus auf die Stadt Berga, am Oberlauf des Llobregat-Flusses, vor-- rückt, erreichte das Dorf Gironella, das nur! noch neun Kilometer von Berga entfernt ist. Bei Granges, einem Dorf sechs Kilometer von Berga, wartet eine starke Abteilung des Maestrazgo-Korps auf das Anrücken der von Gironella vorstoßenden Einheiten. Auf der Küsten st raße setzten dis Legionärtruppen, die am Dienstagabend mit der Besetzung von Gualba in die Provinz Geronck eingedrungen sind, ihren Vormarsch zwölf Kilometer tief fort.
Der Frontberichterstatter des DNB. hebt die Be-i deutung der Eroberung der Stadt V i ch durch das Armeekorps Maestrazgo besonders hervor. Vich zählt 15 000 Einwohner und besitzt eine bedeutende Textil- und Eisenindustrie. Nördlich von Vich erstreckt sich eine fruchtbare Ebene. Bekannt ist die aus dem 13. Jahrhundert stammende« Kathedrale von Vich mit berühmten Fresken, die wie so viele unersetzliche Kunstschätze Spaniens von den Bolschewisten zerstört worden sind. Vich hat jahrelang unter der wildesten Terrorherrschaft der Anarchisten gestanden, die Untaten aller Art verübt haben. Die Stadt liegt an der Hauptstraße und Eisenbahnstrecke von Barcelona über Puigcerda nach Frankreich. Die Entfernung zur französischen Grenze beträgt 55 Kilometer. Die Front von Benave bis Vich verläuft etwa auf 70 Kilometer Länge geradlinig parallel der französischen grenze.
Arnod, vor dem Militärausschuß des Senats in einem Kreuzverhör bestätigt. Außerdem ist es erwiesen, daß Chemidlin ohne Wissen der Offiziere der amerikanischen Armee oder des Kriegsministeriums oder der Admiralität die Erlaubnis erteilt wurde, mit dem Bomber zu fliegen, der mit den neue ft en technischen Geheüm» nissen ausgerüstet ist.
Hierdurch ist die Angelegenheit spruchreif geroort den. Nicht ob Roosevelt gegen die Schutzgesetze seines Staates gehandelt hat — das mögen die Nordamerikaner unter sich selbst ausmachen —, sondern ob die berühmte und viel umstrittene N e u t r a l i tätsgesetzgebung der Vereinigten Staaten überhaupt noch b e st e h t, ist für uns von Interesse. Ja, die Beantwortung dieser Frage ist unzweifelhaft von geradezu internationaler Bedeutung. Kurz vor Ausbruch des abessinischen Krieges wurde am 31. August 1935 das erste Neutralitätsgesetz verabschiedet, durch das die Waffenausfuhr verboten wurde. Ferner wurde den Bürgern der USA. eröffnet, daß die Benutzung von Schiffen kriegführender Nationen auf eigene Gefahr erfolge. Am 29. Februar 1936 wurde dieses Gesetz dahin ergänzt, daß Kriegführenden keine Anleihen gewährt werden könnten, ausgenonv men den Staaten des amerikanischen Festlandes. Am 9. Januar 1937 wurde dieses Neutralitätsgesetz auf den spanischen Bürgerkrieg ausgedehnt, nachdem am 1. Januar des gleichen Jahres die in beiden Häusern angenommenen Gesetze von Roosevelt selbst unterzeichnet worden und damit rechtskräftig geworden waxen. Mit dem Verbot der Reisen auf Schiffen der kriegführenden Staaten wurde übrigens eine amerikanische Untat wieder gut gemacht, denn während des Weltkrieges wurde der Umstand, daß amerikanische Bürger auf der „Lusita- nia", der „Sussex" und anderen Munitionsschifsen der Entente ums Leben kamen, an den Haaren herbeigezogen, um Wilsons Kriegswillen gegen Deutschland zur Tat werden zu lassen und das amerikanische Volk gegen Deutschland zu entflammen, obgleich sich die reisenden Bürger wissentlich selbst in die Gefahr begeben hatten. Im Jahre 1937 wurden die Neutralitätsgesetze auch von den Isolationisten in den USA. deshalb besonders begrüßt, weil sie die Washingtoner Regierung aus den Händeln der Welt herauszuhalten geeignet waren.
Aber gerade diese Rooseoeltregierunq hak immer wieder g eg endie eigenen Ges eße verstoßen. Roosevelt hielt in Chikagy im Herbst 1937 {eine be-
Nimmt Frankreich Beziehungen zu Franco aus?
Bereits Kandidaten für den Botschafterposten in Burgos genannt.
Roosevelt an der Spitze der Kriegshetzer in USA.
Ist die amerikanische Regierung bereits bestimmte Verpflichtungen eingegangen?


