Ausgabe 
2.1.1939
 
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und eines einzigartigen Erfolges. Auch Ihr, meine Kameraden, habt durch Eure Zähigkeit und Euren unerschütterlichen Glauben Euren Anteil daran. Ist es nicht wunderbar und einmalig, in dieser Zeit leben und einem Manne wie unserem Führer in Treue dienen zu können? Wir danken dem Schicksal für dieses Glück, und wir bitten den Himmel, daß er uns den Führer auch im neuen Jahre gesund und stark erhalten möge! Es lebe der Führer! Es lebe unser herrliches Volk!

Es kommt auf jeden einzelnen an."

Generalfeldmarschall Görings Parole für 1939»

Berlin, 31. Dez. (DRB.) Generalfeldmarschall Göring hat zum Jahreswechsel folgenden Aufruf erlassen:

An der Jahreswende schaul das deutsche Volk mit Stolz auf das vergangene Jahr zurück. 80 Millio­nen deutsche Menschen danken aufrichtigen herzens dem Führer, der im sechsten Jahr der nationalsozia­listischen Staatsführung mit schöpferischer Tat und mit kühnem Einsatz das Großdeulsche Reich errichtet hat. 3m gläubigen Vertrauen hat sich das ganze Volk hinter ihn gestellt. Als ein granite­ner Obelisk ragt das Jahr 1938 aus Jahrhunderten hervor, wie eine gewaltige Eiche überschattet es alle Geschehnisse der deutschen Geschichte. Fest st e h t Grohdeutfchland gegründet, und aus dem gläubigen Vertrauen zum Führer wurde neu dgs deutsche Selbstbewußtsein geboren.

Dieses deutsche Selbstbewußtsein ist die Wur­zel unserer völkischen Kraft. Aus ihm schöpfen wir das unbegrenzte Vertrauen an die ewige Zukunft des Reiches, das unter der Führung Adolf Hitlers unsere Generation aufzurichten hat. Auch 1939 wird wieder ein Jahr harter Arbeit fein. Das dritte Jahr des Vierjahres­planes erfordert den Einsatz der gesamten Volks- kraft, denn die Stärke der Ration beruht allezeit auf dem Leistungswillen und der Opferbe - reitfchaft jedes einzelnen. Es soll niemand glauben, daß er viel zu weit unten stünde, daß fein Amt oder seine Berufung nicht ausschlaggebend sei. Es kommt auf jeden einzelnen an, das ist die Parole für 1939. Hermann Göring. Rationelle Wirtschaftsordnung.

Die Aufgabe der Wirtschaftspolitik des Jahres 1939.

Berlin, 31. Dez. (DNB.) Reichswirtschasts- Ininister Funk hat einen Aufruf zum Jahres­wechsel erlaffiy, in dem er die im kommenden Jahre vordringlichen Arbeiten der deutschen Wirtschafts- politik aufzeigt.

Im vergangenen Jahre", so heißt es in dem Aufruf, ,chatte die deutsche Wirtschaftspolitik, be- ,herrscht von dem politischen Geschehen, alle Kräfte und Energien bis zum letzten zur Durchsetzung der politischen Ziele des Führers bereitzustellen. Dies geschah mit einer gewaltigen Kraftanstrengung unter der zentralen Leitung der im Dierjahresplan zusammengefaßten Wirtschafts­führung unter dem Generalkommando des General­feldmarschalls Hermann Göring, hier münden olle Einzelkommandos von Wirtschaft und Arbeit, Ernährung und Rüstung, Finanzen, Verkehr und Verwaltung ein. Die zentrale Aufgabe des Vierjahresplanes erfaßt heute nicht nur dos wirtschaftliche Tun und Denken, sondern sie geht weit darüber hinaus in die Breite und Tiefe aller Lebensäußerungen des deutschen Volkes nach Innen und nach Außen.

Unsertz Wirtschaft läuft auf hohen, zum Teil auf höchsten Touren; unsere Arbeitskraft ist im allgemeinen auf das stärkste angespannt. Aber dieser volle Einsatz von Menschen und Ma­terial darf nicht das Endziel, darf nicht Stftlstand in einer grandiosen Aufwärtsentwicklung sein, weil dies schließlich Rückgang bedeuten müßte. Etz kommt jetzt nicht mehr allein darauf an, daß Arbeitskraft und Material bis zum letzten eingesetzt werden, sondern wie sie eingesetzt werden. Ueberanspannung der Arbeitskräfte führt zum Rück­gang der Leistungen, einseitige Forcierung des ein­zelnen Bedarfs geht auf Kosten der volksivirt- fck>aftlichen Ordnung und damit auf Kosten der wirt­schaftlichen Gesamtleistung. Die naturgegebe­nen und gesunden wirtschaftlichen Proportionen, die sich in sich selbst ergänzen und erhalten, müssen gewahrt bleiben. Aus dem Stadium der Vollbeschäftigung erwächst gebie­terisch die neue Aufgabe: Rationelle Wirt­schaftsordnung. Diese herbeizuführen, d. h. durch Verbesserung der Betriebsanlagen, Produk­tionsmittel und Produktionsmethoden und durch eine rationellere Ausnutzung der Arbeitskraft eine Steigerung der Leistung zu erreichen, ist Zweck und Ziel des am Ende des Jahres von Ge­neralfeldmarschall Göring mir erteilten Auftrages.

Dieser Auftrag bedingt einen gewissen Tota­litätsanspruch. Er erfaßt nicht nur die Be­triebsordnung und die Betriebstechnik, den Arbeits­vorgang und Maschinengebrauch, die Berufsaus- bildung und -lenkuna, den geregelten Menschen­einsatz im großen und die Umschulung im beson­deren, sondern auch die Materialzuteilung, die Jn- vestitionslenkung, die Kapitalmarktaufticht, bie rich­tige Abgrenzung des öffentlichen und privaten Finanzbedarfs, die Beseitigung überflüssiger Ver­waltungsstellen und unnötiger Reglementierungen in der Wirtschaft, die Herstellung gesunder Rela­tionen zwischen der Erzeugung von Produktions- und Konsumgütern und den notwendigen Anteil des Exports und Imports. Bei alledem muß diese rationelle Wirtschaftsordnung soweit als irgend möglich eine freie Entwicklung der gesunden, un­entbehrlichen Jnitiativkräfte in.der Wirtschaft und der Selbstverantwortung und Selbstverwaltung der wirtschaftlich schaffenden Menschen zulassen."

Der Führer am Jahreswechsel auf dem Obersalzberg.

Berchtesgaden, 1. Januar. (DNB.) Die Berchtesgadener Weihnachtsschützen veranstalteten zu Ehren des Führers in der Sil- v e st e r n a ch t vor dem Berghof auf dem Obersalz­berg wieder ihr traditionelles Böllerschießen- Sie überbrachten damit dem Führer als erste An­gehörige des Großdeutschen Reiches ihre Wünsche zum neuen Jahr. Heber eine halbe Stunde lang ließen sie im Schneegestöber das Salven- und Schnellfeuer der Böller über das Berchtesgadener

Land erdröhnen. Mit einer krachenden Salve und den Liedern der Ration grüßten die wackeren Schützen um Punkt Mitternacht den Führer, der anschließend jedem einzelnen mit einem Händedruck dankte und ihnen alles Gute zum neuen Jahre wünschte.

An den AE.-Reichsknegerbund.

Berlin, 31. Dez. (DNB.) Dem Führer und Reichskanzler hat der Reichskriegerführer, ^-Gruppenführet Generalmajor a. D. Reinhard, zum Jahreswechsel die treukameradschaftlichen Wünsche aller im NS.-Reichskriegerbund vereinig­ten ehemaligen Soldaten der früheren und der heutigen Wehrmacht übermittelt. In einer Neu­jahrskundgebung des Reichskriegerführers an die Mitglieder des NS.-Reichskriegerbundes heißt es: Im vergangenen Jahre wurde durch die Tat­kraft des Führers Großdeutschland Wirklichkeit. Zum

Berlin, 31. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels sprach am Silvesterabend über alle deutschen Sender zum Jahresabschluß:

Wir stehen nun am Abschluß des erfolgreichsten Jahres des nationalsozialistischen Regimes. Und sonderbar: Trotzdem fällt es fast schwer, für die historischen Vorgänge dieses Jahres die richtigen Worte zu finden. Unsere Alltagssprache reicht mcht hin, alles das zum Ausdruck zu bringen, was wir in dieser festlich-wehmütigen Stunde fühlen und was uns alle so tief bewegt. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß das Jahr 1938 unvergäng­lich in die deutsche Geschichte eingehen wird. Denn in ihm erfüllte sich ein Jahrtausende alter Traum der deutschen Nation. Das Großdeutsche Reich ist Wirklichkeit geworden. Vor dieser historischen Tatsache verblassen alle übrigen politischen Vorgänge dieses Jahres. So wichtig sie im einzelnen auch sein mögen, gegenüber der Größe dieses Ereignisses sind sie doch zumeist nur zeit­bedingt. Die Heimkehr von über zehn Millionen Deutschen ins Reich aber ist in der Tat ein wahr­haft geschichtlicher Vorgang, der weit über die Be­deutung eines Jahres reicht und m die fernste Zu­kunft hineinwirken wird.

Wir leben in' dieser bewegten Zeit alle viel zu chnell. Die Jahre sind angefüllt mit dramatischen Spannungsstoffen. Sie wirken auf uns manchmal o erregend und intensiv, daß wir sie im einzelnen gar nicht voll auszuleben und zu durchkosten vermö­gen. Kaum ist eine geschichtliche Aufgabe gelöst, gleich wartet auf uns schon eine andere. Und darum gerade werden wir auch vielfach undankbar gegen unsere Zeit und auch gegen uns s e l b st. Angesichts der manchmal geradezu abrupten Schnelligkeit, mit der sich die geschichtlichen Vorgänge um uns abspielen und einander ablösen, ind wir oft geneigt, allzu leicht die Schwierigkeiten zu vergessen, die mit ihnen verbunden waren. Wir nehmen dann die Erfolge des Regimes fast als 1 elbstverftändlich hin und meinen gar, das müßte alles so sein. Bringt das Reich im Laufe eines Jahres eine geschichtliche Ernte von ungeahn­ten Ausmaßen in die deutschen Scheuern ein, dann ertappen wir uns dabei, zu glauben, das sei nur das Ergebnis von politischem Glück oder so eine Art von geschichtlichem Wunder.

Es kann nun zwar keinem Zweifel unterliegen, daß selbstverständlich auch Glück dazu gehört, um geschichtliche Erfolge zu erreichen, und in seiner Ge- amtheit muß das Werk des Führers auch wie ein Wunder auf die Mitwelt wirken. Aber hier handelt es sich um jene Art von Glück, von der Moltke einmal sagte, daß es auf die Dauer nur d i e Tüchtigen haben; und das geschichtliche Wunder, das wir erleben, gehört zu den Wundern, die in ihrer Gesamtheit zwar geheimnisvoll und fast unverständlich, in ihren einzelnen Zügen aber durchaus klar und einleuchtend er­scheinen.

Und wenn dabei nun schon einmal von Wundern die Rede sein soll, so lohnt es sich doch; die Frage aufzuwerfen, warum denn gerade das national- sozialistische Regime so mit Wundern ge­segnet wird und warum seine Vorgänger solche Wunder in keiner Weise zu verzeichnen hatten. In den Regierungen, die dem Regime des National­sozialismus oorangingen, saß doch meistens eine Partei, die nicht müde wurde, zu behaupten, daß sie besonders enge Beziehungen zu Gott besitze. Aber trotzdem blieb auch ihnen das Wunder ver­sagt. Sie warteten zwar auf ein Wunder, aber es ereignete sich nichts.

Das ist nämlich das eigentlich Wunderbare am Wunder, daß es immer dann kommt, wenn man nicht nur darauf wartet, sondern wenn man dafür auch arbeitet und kämpft. Und so ist es hier. Der Führer hat im Jahre 1938, an dessen glücklichem Ende wir jetzt stehen, nicht auf das geschichtliche Wunder gewartet. Er hat die Kraft der Ration ge­sammelt, organisiert und sie bei den großen historischen Entscheidungen dieses Jahres mutig eingesetzt. Und der Einsatz hat sich gelohnt. Gewiß war damit auch immer ein Risiko ver­bunden. Aber ohne großes Risiko gibt es in der Geschichte keinen großen Erfolg, hier bewahr­heitet sich wieder einmal die Richtigkeit des Sprichwortes, daß dem Wütigen die Welt gehört.

Es tft nun ein charakteristischer Wesenszug auch des geschichtlichen Wunders, daß es fast unerfüll­bar erscheint, bevor es Wirklichkeit geworden ist, und daß, wenn es Wirklichkeit ist, es manchmal geradezu kinderleicht anmutet. Deshalb ist es auch kein Verdienst ein vollzogenes, geschichtliches Wun- dex lediglich anzuerkennen. Es ist nur ein Verdienst an em kommendes geschichtliches Wunder zu glauben. Und gerade darum ist es auch in der Hauptsache bei den großen historischen Entscheidun­gen des eben abgelaufenen Jahres gegangen. Das öolf hat bei den schweren Spannungszuständen, die damit unvermeidlich verbunden waren und ver­bunden sein mußten, nicht versagl. Denn das Volk in seinen breiten Massen besitzt noch jene primitive, unverdorbene Glaubensfähiqkeit die alles für möglich und erreichbar hält, dem man sich mit voller Seele hingibt und worum man mit starkem und mutigem Herzen kämpft.

Leider ist diese Glaubensfähigkeit in gewissen Kreisen manchmal etwas abgestumpft vor allem bei jenen Menschen von Besitz und Bildung", die sich mehr den Kräften des reinen und kalten Verstandes als den Kräften

ersten Male stehen damit die Kameraden aus der O st mark und dem Sudetenland in unsren Reihen, mit denen uns die alte Frontkameradschaft des Weltkrieges verbindet. Zum ersten Male traten auch die ehemaligen Soldaten der neuen Wehrmacht im November 1938 in unse­ren Bund ein. Z u einerEinheitverschmol- z e n, marschieren Schulter an Schulter die Front­soldaten des Weltkrieges zusammen mit den jungen Soldaten von heute, ein lebendiger Beweis für die Kraft und Stärke des NS.-Reichskriegerbundes. Das Jahr 1939 soll durch den Reichskriegertag in Kassel die innere Geschlossenheit des NS..- Reichskriegerbundes nach außen unter Beweis stel­len. Kameraden! Unsere alte Parole:Soldatentum und Nationalsozialismus" 'gilt auch für das neue Jahr. Unter dieser Parole und im Zeichen der Ein­heit zwischen jungen und alten Soldaten wollen wir im kommenden Jahr unsere Pflicht für Führer, Volk und Reich tun.

eines glühenden und idealistischen Herzens an­vertrauen. Das wollen zwar unsere sog. Intellek­tuellen nicht gerne wahrhaben; aber trotzdem ist dem so. Sie wissen so viel, daß sie am Ende vor lauter Wissen nichts Rechtes mehr mit ihrem Wis- scm anzufangen wissen. Sie sehen meistens nur bie Vergangenheit, weniger die Gegenwart und fast gar nichts von der Zukunft. Ihre Phantasie reicht nicht aus, sich ein großes Ziel, das noch in der Ferne liegt, so plastisch vorzustellen, daß sie es im Geiste schon als verwirklicht erkennen. Sie konnten deshalb auch in den Zeiten, als die natio­nalsozialistische Bewegung noch um die Macht kämpfte, nicht an den Sieg des Nationalsozialismus glauben. Ebensowenig aber bringen sie heute selbstverständlich die Kraft auf, an die Größe un- erer nationalen deutschen Zukunft zu glauben. Sie erkennen nur das an, was ist, sehen aber nicht das, was wird, und das, was kommt. Und hier liegt auch der Grund, warum sie sich in ihrer mäkeln­den Kritiksucht meistens selbst an den lächerlichsten Kleinigkeiten stoßen. Treten irgendwo im öffent­lichen Leben einmal unvermeidliche und immer wieder auftauchende Schwierigkeiten auf, so sind sie gleich geneigt, an allem zu zweifeln und die Flinte ins Korn zu werfen. Schwierigkeiten sind für sie nicht dazu da, daß man sie überwindet, sondern vielmehr, daß man vor ihnen kapituliert. Mit sol­chen wankelmütigen Elementen kann man aller­dings keine Geschichte machen. Sie sind nur Spreu vor dem Atem Gottes. Glücklicher­weise aber stellen sie in jedem und vor allem im deutschen Volke nur eine hauchdünne i n - tellektuelle oder gesellschaftliche Oberschicht dar. Sie sind auch nicht etwa eine Oberschicht in dem Sinne, daß sie die Nation führ­ten; sie haben sie nie geführt und sie werden sie nie führen. Sie sind Oberschicht nur in dem Sinne, alsxfie nach einem Naturgesetz gleich wie die Fett­bläschen immer an der Oberfläche der Dinge schwimmen.

Heute versuchen sie, dem nationalsozialistischen Deutschland vom Auslande her gute Rat­schläge zu erteilen. Ungefragt üben sie an uns ihre Kritik. Sie klammern sich mit allen Kräften an kleine, immer wieder auftauchende Schwierigkeiten, bauschen sie über Gebühr auf und glauben aus ihnen auf kommende Krisen oder unvermeidlich ge­wordene Spannungen schließen zu können. Es sind jene demokratischen Kritikaster, die nicht müde werden, bas nationalsozialistische Deutsch­land vor den Richterstuhl des sog. We 11gewis - s e n s zu ziehen. Früher fanden sie auch bei uns immer willfährige und bankbare Nachbeter. Heute allerdings werfen sie mit ihrer Kritik nur noch ein paar zurückgebliebenen intellektuellen Spießern im Lande bie Stichworte zu. Das Volk hat da­mit gar nichts z u tun. Jene Spießer stellen nur den 0,8 Prozentsatz der deutschen Nation bar, ber immer Nein gesagt hat, immer nein sagt immer nein sagen wird. Er ist für uns nicht zu ge­winnen, und wir wollen ihn auch gar nicht ge­winnen. Er sagt Nein, wen,n bas beutsche Oester­reich dem Reich angeschlossen wird; er sagt Nein, wenn das Sudetenland zu Deutschland zurückkehrt. Er sagt überhaupt und immer Nein, und zwar aus Grundsatz. Aber man braucht das nicht allzu ernst zu nehmen. Es handelt sich dabei um jene Elemente, die nicht nur uns, sondern die sich auch sewst nicht leiden mögen. Warum soll man noch viele Worte an sie verschwenden? Es sind dieEwig-Gestri- g e n, bie an ben Erfolg erst glauben können, wenn er Wirklichkeit geworben ist und dann allerdings keine Minute zögern, ihn auf ihrem eigenen Konto zu verbuchen.

Das Volk will von diesen intellektuellen Rörglern nichts wissen. Es hat das eben ab­gelaufene Jahr 1938 zwar in einer großen und manchmal auch fast entnervenden Spannung durchlebt. Aber es freut sich jetzt am Ende die­ses Jahres auch der überragenden geschichtlichen Erfolge, die der Führer in ihm erreicht hat. Dieses Volk ist seines Lebens wieder froh ge­worden. Roch niemals hat es ein so glückliches Weihnachten verlebt wie vor einer Woche» und noch niemals hat es einem anbrechenden Jahr so mutig und so vertrauensvoll entgegengeschaut wie dem Jahre 1939.

Es fällt immer schwer, von einem abgelaufenen Jahr Abschied zu nehmen. Denn jedes Jahr birgt in sich eine Unsumme von Freuden und eine Unsumme von Leiden. In ihm sind eingeschlossen unsere Sor­gen und unsere Erhebungen, und deshalb möchten wir kein Jahr in unserem Leben missen. Niemals aber ist uns der Abschied von einem Jahr so schwer gefallen wie ber vom Jahre 1938. Es war ein herr­liches Jahr, siegbekränzt und erfolggekrönt wie kei­nes zuvor. Das empfinden in biejer Stunbe vor allem wohl die zehn Millionen Deut­sch e n , bie im Verlaufe dieses Jahres zum Reich zurückgekehrt sind und nun zum ersten Male zusammen mit uns allen in einem einigen Groß- beutschband den 'Jahreswechsel erleben. Vor einem Jahr noch versammelten sie sich in dunklen Kellern und abgeblendeten Hinterstuben und drehten die Rundfunkapparate an, wenn vom Reiche aus der politische Schlußbericht des Jahres gegeben wurde, wenn die Stimme der Nation über den Aetherwel- Icn auch bis zu ihnen drang; ober sie saßen in den Anhalte- unb Konzentrationslagern, bie ber öster­reichische Klerikalismus aus purer christlicher Näch­stenliebe für sie errichtet hatte, und es blieb ihnen nichts anderes übrig, als nur ihre Sehnsucht ins Reich zu schicken. Jetzt sind sie alle mit uns i n unserem gemeinsamen großen deut-

An ff und Polizei.

Berlin, 31. Dez. (DNB.) Der Reichsführer ff und Chef ber deutschen Polizei im Reichsministe­rium des Innern richtete- folgenden Neujahrsaufruf an alle ff-Männer unb Angehörigen ber beutschen Polizei: Ein Jahr großer Erfolge ist beendet. Durch seine Tatkraft unb seinen Willen hat ber Führer in diesem Jahr 10 Millionen Deutschen die Heimat gegeben. Wir Männer der ff unb Polizei bürsten zu unserem bescheibenen Teil an biefen geschichtlichen Taten mithelfen. Ich erwarte, daß Ihr Euren Dank an ben Führer durch nimmermübe Pflichterfüllung, burch einen niemals zu brechenden Mut und durch tatenfrohe, der ewigen Zukunft unseres Volkes be­wußte Einsatzbereitschaft an jedem Tag des neuen Jahres abstattet. In diesem Sinne wünsche ich allen Männern der ff und Polizei und ihren Familien ein gutes Jahr 1939.

schen Vaterhause vereint. In ihren Stu­ben und Wohnungen sitzen sie um diese Stunde ver­sammelt. Die wohlige Wärme der häuslichen Gemüt­lichkeit umgibt sie, und überall verbreitet sich reinste und hellste Freude. Sie sind nun alle mit uns vereint.

80 Millionen Deutsche im großen deutschen Mut­terlande erleben zum erstenMale in ihrer Geschichte einen gemeinsamen Jahreswechsel. Es ist darum für mich ein ergreifendes Gefühl, in dieser festlichen Stunde den letzten Gruß des scheidenden Jahres an alle Deutschen in Stadt und Land richten, meine Stimme über die Aetherwellen senden zu dürfen, so daß sie vernehmbar wird von Flensburg bis Klagenfurt und von Aachen bis Tilsit. In diesem großen Reich der europäischen Mitte wohnen wir nun, wir 80 Millionen Deutsche, sind wir vereint in einem gemeinsamen Daterlande und dienen einer gemeinsamen großen nationalen Aufgabe.

So möchte ich denn in dieser letzten Stunde des ablaufenden Jahres noch einmal alle Deut­schen in Staadt und Land grüßen. 3d) grüße die Deutschen im Reich. Ich grüße die Deutschen in aller Welt, in fremden Ländern und auf fernen Kontinenten, ich grüße die Deutschen auf hoher See. And im Ha­men all der ungezählten Millionen Deutschen richte ich unseren gemeinsamen Gruß an ben Führer. Riemals waren unsere Wünsche für ihn herzlicher und inniger als In dieser Stunde. Ihm verdanken wir das Großdeutsche Reich, das nun Wirklichkeit geworden ist. Rur sein Mut, seine Beständigkeit, seine Tatkraft und seine Rervensiärke haben das große Wunder möglich gemacht.

Es ist jetzt gerade sechs Jahre her, da standen mir am Silvesterabend des Jahres 1932 in ber schwer­sten Zeit des nationalsozialistischen Kampfes um die Macht auf dem Obersalzberg um ihn versammelt. Die Bewegung hatte eine deprimierende Wahlnie­derlage erlebt, unb viele begannen schon an ihrem endgültigen Sieg zu zweifeln. Damals beeilten sich die ewiggestrigen Spießer zu erklären, baß Hitlers Stern im Sinken sei. Gerade aber in biefer Zeit haben wir an ihn und an die geschichtliche Größe seines Werkes geglaubt. Und weil wir mit ihm so fest unb unerschütterlich daran glaubten, deshalb ist bas nationalsozialistische Großdeutsche Reich Wirklichkeit geworden.

heute wiederum vereinigen wir uns um ihn und mit ihm in diesem festen und unbeirrbaren Gauben an die Große des Reiches und an die historische Zukunft der deutschen Ration. Treu und unerschütterlich vertrauen wir auf diesen Rlann und auf seine geschichtliche Sendung und wollen dafür sorgen, daß die Größe seiner Auf­gabe auch immer ein dafür bereites und ent­schlossenes Volk finden wird. Und so richten wir denn in dieser letzten Stunde des ablaufenden Jahres, da wir Deutsche uns alle zum ersten Male in einer großen nationalen Gemeinsamkeit vereinigen, unseren heißen und demütigen Dank an den Allmächtigen, der unser Land auch im vergangenen Iahre so sichtbar gesegnet hat. Wir bitten ihn um Kraft und Gesundheit für den Führer. Möge er ihn immerdar in seinen gnä­digen Schuh nehmen. Dem Führer aber ver­sprechen wir, auch in Zukunft seine gehorsamsten und getreuesten Gefolgsleute zu sein.

So soll denn bas Jahr 1938 als bas glücklichste aller deutschen Jahre abgeschlossen werden. Möge es nun von einem neuen abgelöst werden, und möge auch diesem Erfolg und Sieg beschert sein! Möge es unserem Lande und unserem Volke Segen und reichstes Glück bringen! Ich grüße alle Deutschen im Lande, vor allem bie, die auch im vergangenen Jahre wiederum am meisten an Last, Entbehrung, Sorge unb Verantwortung zu tragen hatten. Ihnen ist der Dank des Vaterlandes gewiß. Möge Gott auch in Zukunft feine segnende Hand über Deutsch­land halten. Und so vereinigen wir uns beim Ab­schluß dieses Jahres in einer einzigen großen Bitte aller Deutschen an den Allmächtigen: Unser Volk und Reich sollen unvergänglich sein und lange lebe der Führer!"

Das Bauprogramm der Reichshauptffadi.

Berlin, 31. Dez. (DNB.) Die ©eneralbauin- spektion für die Reichshauptstadt gibt in ber NSK. einen Ueberblick über bie baulichen Maßnahmen, die im Jahre 1939 abgeschlossen, fortgeführt und begonnen werden sollen. Der Erweiterungs­bau der Reichskanzlei ist nach der kurzen Zeit von neun Monaten fertiggestellt und kann bereits anläßlich der Neujahrsempfänge des Diplomatischen Korps benutzt werden. Im großen Umfange wird weiter an der Ost - W e st - A ch s e gearbeitet. Die Siegessäule hat am Großen Stern Aufstellung gefunden. Das ntue diplo­matische Viertel wird sich am südwestlichen Rand des Tiergartens in neuer Form erheben. Dos Verwaltungsgebäude und die Institute ber deutschen V e r k e h r s l u f t s a h r t am Zentral­flughafen werden ebenfalls 1939 fertiggestellt. Die Bebauung des Schöneberger Südgelän­des, wo 2 4 0 0 Wohnungen in fünfgeschos­sigen Baublöcken entstehen und große Wohnungs­anlagen in den Bezirken Prenzlauer Berg, Tem- pelhof, Köpenicks Reinickendorf und Pankow werden

Das glücklichste aller deutschen Fahre."

Oie Gilvester-Rundfunkansprache des Reichspropagandaministers Nr. Goebbels.