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8reitag,l. Dezember 1939
189. Jahrgang
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japanische Regierung im Falle ablehnender Antworten Englands und Frankreichs auf den japanischen Protest Gegenmaßnahmen antündi- gen werde. „Tokio Nitschi Nitschi" schreibt: Die Regierung erwäge Beschlagnahme britischer Frachten in japanischen Gewässern, als Vergeltung für die Schäden der japanischen Handelsflotte in Europa. Am 24. November hätten die japanischen Botschafter in London und Paris protestiert, worauf am 28. November den no ch die verschärfte Blockade durch Frankreich und England ausgesprochen wor-
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Landenge beim Dorfe Termolowo einen Angriff, wurde jedoch von Sorojdtruppen mit 2Na- schinengewehrfeuer zurückgelrieben.
3n Anbetracht dieser neuen Provokationen mit bewaffnetem Ueberfall der finnischen Truppen erteilte das Oberkommando der Roten Armee den Truppen den Befehl, am 30. November um 8 Uhr morgens die fowjetifch-finnifche Grenze zu überschreiten. Abteilungen der Roten Armee rückten sofort an mehreren Punkten der Grenze vor, und zwar auf der karelischen Lanüenge um 10 bis 15 Kilometer westlich der Grenze und von Petrosawodsk aus bis zum See Suojarwy. Auf der karelischen Landenge wurden non den Sowjetkruppen mehrere Dörfer und Eisenbahnstationen beseht; die Stadt Talioki ist bereits erreicht worden. Beim Vormarsch wurden von den Sowjettruppen einige Dutzend Gefangene gemacht.
Gleichzeitig unternahm die sowjetische Luftwaffe trotz ungünstiger Witterung L r k n n - dungsflüge über das Territorium Finnlands
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den fei Wie die Zeitung weiter erfährt, hält japanische Regierung an ihrer Ansicht fest, daß verstärkte englische Blockade eine Verletzung internationalen Rechts darstellt.
Britanniens aufzubringen.
» erlaubte man zwar 1 bis 3 v. H.
lilnliche Scheinräte in fünf Provinzen war alles, ms 30 Jahre lang zur Durchführung des könig- ~ ' geschah. 1892 wurde das Ver
sprechen, Inder zur Verwaltung ihrer eigenen An-
piiifter, und man hat nie wieder etwas von kn Versprechen gehört. Aus drei Konferenzen mit Mischer Beteiligung, die in jenen Jahren in Lon- »U abgehalten wurden, und den Berichten verschie- kr-er Kommissionen kristallisierten sich schließlich Uermols. Freiheitsversp.re chen für
Moskau, 1. Dez. (DRV.) Um 0.45 Uhr Mos- fauer Zeit (22.45 Uhr MEZ.) wurde über sämtliche sowjetischen Sender eine amtliche Mitteilung verbreitet, worin nunmehr auch von Sow- jetseike der Beginn der Kampfhandlungen gegen Finnland bekanntgegeben wird.
In der Rächt vom 29. auf den 30. Rovember haben sich an der sowjetisch-finnischen Grenze mehrere neue Zwischenfälle ereignet. Um
2 Uhr nachts, so heißt es in der amtlichen Mitteilung, überschritt beim Dorfe Kowaine nördlich des Ladoga-Sees eine Gruppe finnischer Soldaten die Grenze und griff die sowjetische Grenzwache an. Die finnischen Abteilungen wurden mit starken Verlusten zurückgeschla- aen. Um 3.15 Uhr eröffnete eine weitere starke Abteilung finnischer Truppen beim Dorfe Raasuli auf der karelischen Landenge Maschinengewehrfeuer auf die Sowjettruppen. Die Angreifer wurden gleichfalls zurückgeschla- g e n. Dabei wurden von den Sowjettruppen in der Rähe des Dorfes Kormianki zehn finnische Soldaten und ein Unteroffizier gefangen genommen. Um 4 Uhr morgens versuchte eine weitere Abteilung finnischer Truppen auf der karelischen
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gllögenheit hinzuziehen und die öffentliche Meinung 3: biens zu berücksichtigen, erneuert. Curzon ver- jp'ach den Indern eigene Abgeordnete. Das Gesetz, dcs daraufhin erging, tat aber nichts weiter, als bi: Zahl jener erwähnten machtlosen Vertreter etivas zu erhöhen.
Der englische König feTbft erklärte 1908: „Das Astern von Abgeordnetenkammern wird in weiser Bit ausgedehnt werden!" Endlich, so hofften die 3rber damals, würde man ihnen Autonomie
Japan hat kein Verständnis für den britischen Bölkerrechtsbruch
Britischer Beschwichtigungsversuch in Tokio fehlgeschlagen.
Gegenmaßnahmen angekündigt.
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und bombardierte d i e Flugplätze Viborg und Helsinki.
Zwischen Halbinsel Kola und Ladoga-See.
Jldien während des Krieges Kolonie bleibt, lieber den Wert der für die Nachkriegszeit ge-
Englands Verrat an Indien.
Eine ununterbrochene Kette von Wortbrüchen.—Indien im Aufruhr gegen seine Unterdrücker
schon alt. Millionen Flüche steigen auf gegen die erbarmungslosen Unterdrücker fremder Völker in der ganzen Welt, die in der Londoner City sitzen und sich an dem Elend mästen. Sie werden nicht verstummen, bis die englische Weltherrschaft fällt, die eine einzige Schande für die Zivilisation ist.
England verstärkt indische Garnisonen.
Berlin, 1. Dez. (DNB.) Mit welcher Besorgnis England die Entwicklung in Indien betrachtet, geht aus der Tatsache hervor, daß Großbritannien von einem Abkommen mitNepal Gebrauch macht und Gurkhatruppen aus diesem Lande angefordert hat. Wie in London mitgeteilt wird, werden insgesamt 8 Bataillone eingeborene Truppen aus dem Lande Nepal nach Indien transportiert werden, um hier Dienst zu tun.
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holt die Idee erörtert worden ist, durch diesen schmalen finnischen Korridor an das nördliche Eismeer eine Straße oder sogar Eisenbahnverbindung zu bauen, um der finnischen Ausfuhr nach. England nach der Beherrschung der Ostsee durch Deutschland eine zusätzliche Möglichkeit zu geben. Der La do ga- Se e ist der größte Binnensee Europas und dadurch bekannt, daß die Newa seinen Abfluß bildet. Leningrad, das frühere St. Petersburg, ist von Peter dem Großen auf dem Sumpfgebiet der Newa vor fast 240 Jahren erbaut worden. Die russisch-finnische Grenze zieht sich quer durch den Ladoga-See. hier handelt es sich um die fogenannte karelische Landenge oder — wie die Sowjetrussen sagen — um die karelische Nase zwischen Ladoga-See und finnischem Meerbusen. Sie ist an ihrer breitesten Stelle knapp 100 Kilometer breit und vielfach von großen und kleinen Binnenseen durchsetzt.
Die Moskauer presse zur Verschärfung des Konflikts.
M o s k a u , 30. Nov. (DNB.) Die Moskauer Blätter bringen zahlreiche neue Resolutionen und Kundgebungen von Massendemonstrationen. Die Resolutionen sind durchweg noch erheblich schärfer gehalten als bisher. In einem Berich der „T a ß" aus Helsinki wird die starke Polemik gegen das Verhalten der finnischen Regierung fortgesetzt, wobei insonderheit die neuen Truppenkonzentrationen in Finnland erwähnt sind. Die „I s w e st i j a" bringt neue heftige Angriffe gegen die finnischen Regierungsparteien. Jetzt hätten die finnischen Chauvinisten endgültig ihre Maske fallen lassen und bereiteten endgültig den Krieg gegen die Sowjetunion vor. Am 26. sei das erste Blut der Sowjetsoldaten geflossen, die einem räuberischen Ueberfall ausgesetzt waren. Die finnische Regierung habe die gerechten Forderungen der Sowjetunion abgelehnt und die Spannung bis ins Extreme gesteigert. Die Tausende von Versammlungen, die in der ganzen Sowjetunion stattfinden, würden davon. Zeugnis ablegen, daß die Geduld des Sowjetvolkes erschöpft sei.
Neue finnische Note in Moskau überreicht.
H e l s i n k i, 30. Nov. (DNB.) Die staatlich« Infor- mationszentrale veröffentlich eine Meldung, wonach der finnische Ge sandte in Moskau nach Abbruch der diplomatischen Beziehungen dem sowjetrussischen Außenkommijsariat eine neue Note zugestellt habe.
Schweden und der Konflikt.
Stockholm, 30. Nov. (DNB.) Ueber die Haltung Schwedens zum finnisch-russischen Konflikt liegen bisher noch keine Mitteilungen vor. „Afton- bladet" meldet, daß bis auf weiteres keine schwedischen Maßnahmen erfolgen würden; gleichzeitig betont das Blatt jedoch, daß die Lage sich sehr schnell ändern könne. Das fahrplanmäßige Flugzeug S t o ck h o l m — H e ls i n k i ist heute morgen von Stockholm planmäßig abgeflogen. Es mußte jedoch in A b ö landen, wo es bis auf weiteres bleiben wird. Die Flugverbindungen von
- indischen Bevölkerung P r o v i n z i a l p a r l a - ttinte zu wählen, denen man die nebensächlichsten Kigierungsfunktionen übertrug, aber gleichzeitig j virden die indischen Nationalisten durch eine Straf- !i terjtsform mit gemeinen Verbrechern auf eine Stufe i stellt und wie Hunde gejagt, Gandhi und feine F'sunde ins Zuchthaus geworfen, die Salzsteuer, die
Aerrnsten betraf, verdoppelt, und, damit nicht tnfebem noch Freiheitsillusionen in Indien lebendig Hieben, hat General Dyer im Pundschab, wo die i SfDÖtterung durch Zwangsrekrutierungen und skan- iaöses Kriegsgewinnlerturn aufs äußerste erschöpft fcr, so lange auf eine eingeschlossene betende indische ^rfammlung schießen lassen, bis 3 7 9 Tote und 1208 Verwund ete in ihrem Blut lagen.
5m Juli 1928 erklärte Ramsay Macdonald, ianals Führer der Opposition, er hoffe, daß in tilgen Monaten schon ein neues Dominion *; also ein souveräner Bundesstaat — dem Briti- wn Reich hinzu gefügt werden würde, nämlich Jn- lie-i. Im Juni 1929 wurde Macdonald Premier-
di'chen Freiheitskampfes kennt. Sie ist gekennzeich- mt durch eine Kette gebrochener briti- jO e r Versprechen. Als Königin Victoria selbst bie Regierung Indiens in die Hand nahm, erklärte fu, die indischen Untertanen würden, welchen Glau- bms und welcher Religion sie auch angehörten, frei chd unvoreingenommen zu Aemtern zugelassen wer- bm. In Ausführung dieses Versprechens wurden otn 300 Millionen Indern ganze fünf Personen zi Mitgliedern eines Ratss ernannt mit der Be- ftgnis, den Vizekönig unverbindlich und auf dessen Lunsch bei der Gesetzgebung zu beraten. Das und
Kriegslasten.
Der englische Schatzkanzler, Sir John (Simon, hat kürzlich die bisherigen Kriegskosten Englands auf täglich 6 Millionen Pfund angegeben. Das würde also für den Zeitraum eines Jahres eine Summe von 2,2 Milliarden Pfund oder 22 Milliarden RM., rund gerechnet, ergeben. Nun sind englische Angaben, gerade wenn sie von amtlicher Seite gemacht werden, auf Grund der besonderen Erfahrungen aus diesem Kriege als überwiegend unwahr, d. h. als zu günstig frisiert, anzusehen. Tatsächlich werden denn auch die bisherigen Kriegskosten Englands von gut unterrichteter neutraler Seite nicht auf täglich 6, sondern auf 20 bis 30 Millionen Pfund oder 2—300 Millionen RM. pro Tag veranschlagt. Nach diesen Schätzungen würden also die englischen Kriegskosten auf jährlich 73 bis 109 Milliarden RM. zu veranschlagen sein.
Der Leitartikler des Pariser „Jour" erinnert nun gerade jetzt daran, daß einer der Vorgänger des jetzigen französischen Finanzministers die Kriegskosten Frankreichs in einem etwaigen Kriege mit 330 Milliarden Franks jährlich oder rund 18 Milliarden RM. veranschlagt habe. Diese Schätzung liegt aber schon mehrere Jahre zurück, die tatsächlichen Kosten müssen sich also wesentlich erhöht haben.
Erfahrungsgemäß sind sämtliche Ausgaben parlamentarisch-demokratischer Staaten ungleich höher als in autoritär regierten Staaten, zumal dann, wenn ein Krieg aus rein imperialistischen Beweggründen geführt wird. Die Schilderungen aus den Mängeln der gesamten Kriegsbewirtschaftung einschließlich der Heeresverordnung, die aus den Feindländern bekannt geworden find, lassen ferner darauf schließen, daß die wirklichen Ausgaben weit oberhalb der von offiziellen Kreisen Englands und Frankreichs genannten Zahlen liegen.
Wir führen als Vergleich an, daß die eigentlichen Konten für den Weltkrieg sich auf englischer Seite aus 1,6 Milliarden Pfund im Jahre beliefen. Die beiden Westmächte haben naturgemäß stärktes Interesse daran, dem Steuerzahler die wirklichen Kosten für einen Krieg vorläufig um so mehr ge-
Die ersten Kämpfe an -er russisch-finnischen Grenze. Finnische Abteilungen zurückgetrieben. — Truppen der Noten Armee die Grenze überschritten. - Die Flugplätze von Wiborg und Helsinki bombardiert.
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Indien heraus. Das Ergebnis war die berühmte indische Verfassung von 1935. In England nannte man sie „eines der größten Gesetzgebungswerke aller Zeiten", in Indien nannte man sie „ein verfluchtes Stück britischer Schurkerei". Wer in Indien noch Zweifel daran gehabt hat, daß diese Verfassung ein bloßes Täuschungs- und Aufschubrnanöver war, dem werden die Augen durch die autokratische Verordnung aufgegangen sein, die den Kriegs ein- tritt Indiens befahl.
So sieht die Kette britischer Wortbrüche aus. An ihr klebt Blut, das Blut des indischen Volkes. Die Versprechen Englands an Indien sind ein bloßer Schein. Grausame Wirklichkeit aber bleiben die Armut, das Elend, die Krankheit, die Ungewißheit der indischen Millionen. Tag für Tag sterben Tausende von jungen Hindus und Hindufrauen, von der Not erschöpft, von Krankheit zerfressen, jung und doch
rtnjr Ebenen Versprechungen wird sich aber niemand etüti eher Illusion hingeben, der die Geschichte des in-
Der Zufall will es, daß das Konfliktsgebiet der Kola-Halbinsel im äußersten Norden und das Kcmfliktsgebiet am Ladoga-See, im äußersten Süd-Osten Finnlands liegt. Die Halbinsel Kola gehört zu dem weitaus größten Teil zu Sowjetrußland. Sie trennt das Weiße Meer mit der Hafenstadt Archangelsk von dem nördlichen Eismeer. Die Halbinsel Kola selbst ist bekannt geworden durch die Ende 1916 eröffnete Murmansk-Bahn, die den sehr nördlichen, aber unter dem Einfluß des Golf-Stromes noch immer eisfreien Hafen von Murmansk mit Leningrad und damit auch mit ganz Rußland verbindet. Im russisch-finnischen Frieden von Dorpat trat Rußland am 7. Oktober 1920 einen schmalen Landstreifen im äußersten Nordwesten der Halbinsel Kola an Finnland ab. Damit gewann Finnland ebenfalls einen eisfreien Hafen in Petsamo (auch Petschenga genannt) am nördlichen Eismeer. Dieser finnische Korridor zum nördlichen Eismeer ist an seiner schmälsten Stelle nur fünfzig Kilometer breit Westlich von ihm beginnt bereits das norwegische Gebiet um den -------- ~ ..
Varanger-Fjord. Im Vorbeigehen sei noch | Helsinki nach Stockholm sind et n g e ft e 111 erwähnt, daß gerade in den letzten Wochen wieder* »
Berlin, 30. Nov. (DNB.) Der Deutsche I i e n ft meldet: Wie aus zahllosen Meldungen der tzten Wochen hervorgeht, sind die Kämpfe in D a z i r i st a n im Nordwesten Indiens wieder auf« «flammt; die von der indischen Kongreßpartei ge- hldeten Regierungen der Provinzen find zurück- }treten, der heilige Führer der indischen Massen, a n d h i, hat erklärt, die Forderungen des Volks würden nicht eher befriedigt sein, als bis der britische Imperialismus aus Indien gewichen fei. Aach einem Bericht des „Manchester Guardian" aus Aeu-Delhi hat Gandhi sogar gedroht, daß Nicht- annahme des Vorschlages der indischen Kongreßpartei, eine Verfassunggebende Versammlung einzu- birufen, die über Indiens künftige Verfassung Beschluß zu fassen habe, eine sofortige Aktion der Inder unvermeidlich mache. Schließlich hat der Kongreß den Beschluß gefaßt, nicht mehr mit England zusammenzuarbeiten, bis Indien seine Freiheit erhalten hat. Indien befindet sich im Aufruhr gegen seine britischen Herren und Unterdrücker. 2e britische Regierung hat aber den Kriegseintritt Indiens gegen den ausdrücklichen Willi n des indischen Volkes verordnet, so wie jan Kolonialvölker, so wie man von jeher Sklaven gizwungen hat, im Dienst ihrer Herren zu bluten Md zu bezahlen. In einem Weißbuch hat die dri- Üche Regierung versprochen, nach dem Kriege mit tun Indern in Beratungen über etwaige Aende- nngen in der indischen Bundesverfassung einzutre- tm. Nach dem Kriege — damit ist klar gesagt, daß
Tokio, 30. November (DNB.) Der britische Botschafter C r a i g i e übermittelte dem Außenminister Nomura die Antwort der englischen Reg>ie- rung auf den japanischen Protest vom 24. November wegen der englischen Blockade deutscher Exportgüter. Cräigie ersuchte die japanische Regierung „um Verständnis" für die Blockade und erklärte „die englische Regierung habe Maßnahmen getroffen, um Schädigungen Neutraler möglichst zu vermeiden." Demgegenüber betonte Nomura nachdrücklich, daß Japan — wie bereits im Protest angeführt fei — der englischen Blockade nicht zu stimmen könne, da lebenswichtige Interessen Japans berührt würden.
Halbamtlich wird in Tokio mitgeteilt, daß die
Mähren. Statt dessen ergingen unter eifrigem Achren der britischen Propagandatrommel die Ao rley-Minto- Re formen. Wiederum blieb ts dabei, daß die sogenannten Abgeordneten keine Bischlüsse fassen durften, die Regierung in keiner Reise binden konnten und nicht einmal Antwort Aif chre Fragen erwarten dursten. Die Inder berechneten diesen Bruch des zweiten königlichen B<rsprechens, 50 Jahre nach dem Bruch des ersten, d? „eine wohlerwogene und zynische Schaum- ItMägerei". John Morley selbst erklärte: „Wenn fragt werden könnte, daß diese Reformen direkt tter indirekt zur Einrichtung eines parlamentari- jdjen Systems in Indien führten, so möchte ich tifjts, aber auch nichts damit zu tun haben!" Der Weltkrieg bestätigte die Lüge dieser Reformen. ‘ dien wurde hineingezwungen, lieber 621 000 Jn- wurden fern der Heimat zu Kriegsdiensten für glaub, weitere 475 000 indische Zivilisten zu an- n Diensten im Ausland gepreßt. Ueberbies g England die seit Hunderten von Jahren von ausgeplünderten Inder, Kriegskontribu- Jio n e n von zweieinhalb Milliarden Goldmark
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