Ausgabe 
1.11.1939
 
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Beifügung eines selbstverfaßten Lebenslaufes und zweier Paßbilder bei jeder Polizei- und ^-Dienst­stelle abgegeben werden.

Konzert im lies.-Lazarett I (Gtanftorttazorett) Gießen.

Eine angenehme Abwechselung in das Lazarett­leben brachte am Sonntagmittag der Gesangverein Eintracht" Watzenborn-Steinberg für die verwun­deten und kranken Soldaten. Unter der Stab­führung von Ehrenchormeister G. Harnisch trug der Chor eine Anzahl Lieder so wundervoll und klangrein vor, daß die Zuhörer in dem dichtbesetzten Saal sich durch ihren lebhaften Beifall immer wieder Zugaben erzwangen. Durch die Lavtsprecher- anlagen war es auch den bettlägerigen Patienren möglich, den ausgezeichneten Gesangsvorträgen zu folgen. Zum Schluffe dankte in Vertretung des Chefarztes Oberfeldwebel W a ck w i tz dem Diri­genten und den Sängern mit dem Wunsche, noch oft solche schönen Konzerte zu geben.

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** Sterbefälle in Gießen. Es verstorben in Gießen in der Zeit vom 15. bis 31. Oktober: 15.10. Hans Amling, Arzt, 26 Jahre, Frankfurter Straße 83; 17. 10. Friedrich Freitag, Ingenieur, 64 Jahre, Wetzlarer Weg 43; 20.10. Otto Schmidt, Reichsbahnsekretär a. D., 65 Jahre, Welckerstr. 10; 20.10. Wilhelm Schuchardt, Hilfsarbeiter, 54 Jahre, Sonnenstraße 11; 20.10. Elisabeth Schwarz, geb. Hengst, o. B., 61 Jahre, Döringstraße 3; 20.10. Wolfgang Schmidt, 1 Monat und 23 Tage, Hinter der Westanlage 11; 21.10. Georg Klein, 3 Monate, An der Kläranlage 92; 21.10. Anna Röhrig, geb. Görlach, o. B., 84 Jahre, Marburger Straße 100; 22.10. Katharine Müller, geb. Leyerer, 68 Jahre, Mittelweg 14; 24.10. Marie Behm, geb. Guntrum, o. B., 60 Jahre, Friedhofs-Alle 43; 25.10. Ottilie Kraus, o. B., 43 Jahre, Stephanstraße 49; 26.10. Johann Brühl, Reichsbahn-Oberinspektor, 55 Jahre, Liebigstraße 71; 27.10. Karoline Nagel, geb. Rössel, o. B.,'78 Jahre, Mittelweg 4; 29.10. Philipp Knoch, o. B., 72 Jahre, Sonnenstraße 29; 30.10. Eduard Herth, Oberpostsekretär a. D., 73 Jahre, Marburger Straße 108; 30.10. Edith Bernhardt, Verkäuferin, 18 Jahre, Schottstraße 27; 31.10. Elise Meckel, geb. Eißfeller, o. B., 75 Jahre, Großer Steinweg 5.

Strafkammer Gießen.

Der A. F. in Friedberg war beschuldigt, in den Jahren 1935 bis 1939 in Friedberg mit Knaben unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen vorgenom- men zu haben. Der Angeklagte bestritt die ihm zur Last gelegten Handlungen, er wurde aber über­führt. Nach dem Gutachten des Sachverständigen leidet der Angeklagte an angeborenem Schwach­sinn und ist zurechnungsunfähig im Sinne des § 51 StrGB. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde die Unterbringung des Ange­klagten in einer Heil- oder Pflegeanstalt ange­ordnet.

F. K. in W. hatte sich wegen Untreue und Be­trug zu verantworten. Er hat in den Jahren 1936 bis 1939 als Vormund eines Kriegsinoaliden von dessen Konto Beträge von insgesamt annähernd 600, RM. abgehoben und für sich verwandt. Weiterhin wurde er beschuldigt, er habe sich ein Darlehen von 600, RM. unter dem Versprechen baldiger Rückgabe geben lassen, obgleich er mittel­los und nicht in der Lage gewesen wäre, das Dar­lehen am vereinbarten Tage zurückzuzahlen. Der Angeklagte war hinsichtlich der veruntreuten Mün­delgelder geständig, bestritt aber, sich eines weiteren Betrugs schuldig gemacht zu haben. Der Anklage­vertreter beantragte wegen Unterschlagung'und Un­treue eine Gefängnisstrafe von fünf Monaten und eine Geldstrafe von 100, RM., ferner dem An­geklagten die Untersuchungshaft anzurechnen. We­gen des dem Angeklagten zur Last gelegten Be­trugs stellte der Anklagevertreter die Entscheidung in das Ermessen des Gerichts. Der Angeklagte wurde der Untreue in Tateinheit mit Unterschla­gung schuldig erkannt und unter Freisprechung im übrigen zu einer Gefängnisstrafe von fünf Monaten, abzüglich eines Monats Unter­suchungshaft, sowie zu einer Geldstrafe von 100, RM. verurteilt. Strafmildernd wurde das Geständnis, sowie der Umstand, daß ein Schaden nicht entstanden ist, berücksichtigt.

Sitzung der Ratsherren in Grünberg.

4- Grünberg, 31. Okt. Bürgermeister König wies zu Beginn der Ratsherrensitzung dar­auf hin, daß dies feit seiner Amtseinführung die erste öffentliche Sitzung sei, die er abhalte. Zunächst fand die Auslosung von 5 Stück Auslosungsrechten oer Anlecheablösungsschuld der Stadt Grllnberg für 1. Oktober 1939 statt. Ausgelost wurden 3 Stück Buchstabe A zu je 25 RM. (die Nummern 2, 69, 71) und 2 Stück Buchstabe B zu je 12,50 RM. (die Nummern 2 und 24).

Für die Besetzung der durch die Ruhestandsver­setzung des Lehrers Wenzel freigewordene Leh­rerstelle hat das Kreisschulamt eine Bewerberliste mit 6 Meldungen übersandt und um Stellung­nahme gebeten. Die Besprechung ergab, daß man ohne Kenntnis der Personalakten keine Wahl tref­fen könne. Bürgermeister König will daher um

deren Zusendung nachsuchen, um nach Durchsicht Wünsche äußern zu können.

Bürgermeister König machte dann Ausführun­gen über demnächst zu entscheidende Fragen bau­licher Natur. Zunächst handelt es sich um die Wei­terführung der Bismarckstraße bis zur Adolf-Hitler- Straße. Diese würde nur 2 bis 3 Bauplätze schaf­fen, dafür aber die Stadt mit etwa 8000 RM. Straßenbau kosten belasten, was zur Zeit kaum trag­bar sei. Man werde daher die Straße zwar vor­sehen, aber ihre Ausführung auf spätere Zeit ver­schieben müssen. Das Hochbauamt wird demnächst

einen Plan über ihren Verlauf vorlegen, ebenso auch über ihre Weiterführung, die über die Adolf- Hitler-Straße hinaus in einem Bogen bis auf die Hauptstraße (Neu-Chaussee) führen soll, Ferner gilt es, die Baufluchtlinie in der Bahnhofstraße an der linken Seite (vom Bahnhof aus gesehen) festzulegen.

Zum Schüsse wies Bürgermeister König noch aus die das Büropersonal stark in Anspruch neh­mende Arbeit mit den Bezugscheinen hin. Er dankte hier den freiwilligen Helfern und bat zugleich auf­klärend bei der Bevölkerung zu wirken.

plejaden und Hyaden steigen auf.

Oer gestirnte Himmel im November.

23on Or. Erwin Koffinna.

An den immer länger dauernden Abenden des letzten Herbstmonats hat der Sternfreund Gelegen­heit, den Uebergang vom Sommer- zum Winter- Himmel zu verfolgen. Bei Beginn der schon bald nach 17 Uhr einsetzenden Dunkelheit steht das von den Hellen Sternen Deneb, Wega und Atair gebil­dete Sommerdreieck noch nahe dem Zenit. Im Westen finden wir den Herkules, die Nördliche Krone und schon dicht am Horizont den gelben Rie- scnstern Arkturus, während der Osthimmel gleich­zeitig von den Herbststernbildern Wassermann, Fische, Pegasus, Andromeda und Widder eingenom­men wird. Im Verlaufe von fünf Stunden ver­schwinden die Sommersternbilder, während im Osten die für den Winter charakteristischen Gruppen auf­steigen, allen voran der Stier mit den beiden Sternhaufen der Plejaden und Hyaden.

Als ein lockerer Schwarm von weißen Licht­punkten umgeben die Hyaden scheinbar den rötlich gefärbten Aldebaran, den Hauptstern im Stier, der aber von uns kaum halb so weit entfernt ist und physisch nicht zu der Gruppe gehört. Bis zum Aldebaran sind es 55, bis zu den Hyaden jedoch 130 Lichtjahre zu je 9% Billionen Kilometer. Alle Mitglieder dieser Sterngesellschaft wandern parallel durch den Raum, sie bilden einen sogenannten Sternstrom, der sich von der Erde mit einer Ge­schwindigkeit von 45 Kilometer in der Sekunde ent­fernt.

Viel gedrängter als' die Hyaden erscheinen uns die Plejaden, auch Henne mit Küchlein oder Sieben­gestirn genannt. Ein normales Auge erkennt jedoch nur sechs Sterne, ein besonders scharfes ater neun ober zehn. Im Feldstecher gewähren sowohl die Hyaden wie die Plejaden einen wunderbaren An­blick. Wir erkennen 30 bis 40 Sterne, sämtlich Licht­riesen im Vergleich zu unserer Sonne. Auch die Plejaden bilden einen Sternstrom, der aber wenig­stens viermal so weit entfernt ist wie die Hyaden und rund 200 Sterne umfaßt. Infolge dieser grö­ßeren Entfernung bilden die Plejaden einen schein­

bar viel geschlosseneren Sternhaufen als die Hyaden. Die sechs mit bloßem Auge sichtbaren Son­nen der Plejaden sind wahre Giganten von höch­ster Leuchtkraft und 200- bis 600mal so hell wie unsere Sonne.

Gegen 22 Uhr sind im Osten auch die Zwillinge Kastor und Pollux, sowie das prächtige Bild des Orion über dem Horizont erschienen, in dem links oben die rote Beteigeuze, rechts unten der blau- weiße Rigel als Sterne erster Größe funkeln. Von den Zwillingen steigt steil die Milchstraße empor durch die Sternbilder des Fuhrmann mit ter hellen Capella und Perseus zur W=formt gen Kassiopeia im Zenit und senkt sich über Kepheus und Schwan zum Adler im Westen. An ihrem Südrande be­merken wir die Andromeda mit dem großen Spi­ralnebel, rechts anschließend die aus einem Quadrat, demGroßen Tisch", und einem Sechseck zusam­mengesetzte Figur des Pegasus. Den südlichen Teil des Himmels erfüllen die vorwiegend aus schwä­cheren Sternen bestehende Bilder Eridanus, Wal­fisch, Fische und Wassermann. Der helle Fixstern Fomalhaut im Südlichen Fisch ist am besten um 20 Uhr zu beobachten.

Am Nordhimmel befindet sich der große Wagen in feinen tiefsten Stellung, in der er besonders groß erscheint, lieber ihm sehen wir die gewundene Sternreihe des Drachen und den kleinen Wagen mit dem Polarstern.

Von den Planeten strahlt Jupiter als weitaus hellster Stern hoch am Südhimmel; er geht Anfang November um 3, Ende des Monats um 1 Uhr unter. Links von Jupiter steht Saturn im Stern­bild der Fische, während ter rötliche Mars sich rechtläufig im Wassermann nahe dem südwestlichen Horizont bewegt. Für kurze Zeit erscheint Venus nach Sonnenuntergang tief im Südwesten.

Der Mond zeigt folgende Lichtgestalten: letztes Viertel am 4., Neumond am 11., erstes Viertel am 19. und Vollmond am 26. November.

O.A.-'Sport

Bannmeisterschast im Fußball 1939/40.

Die Rundenspiele um die Bannmeisterschaft 1939/40 im Fußball werden durchgeführt. Die Spiele beginnen Ende November. Gespielt wird in zwei Hauptgruppen: Gruppe I Kreis Gießen, Gruppe II Kreis Friedberg. Die näheren Einzelheiten werden noch rechtzeitig bekanntgegeben.

Der K.-Leiter der Hauptstelle II. a. B. Fiedler.

Keine

Leichtarhletik-Dereinsmeister 1939.

Nach einer Entscheidung des Fachamtes Leicht­athletik wird es in diesem Jahre keine Deutschen Leichtathletik-Vereinsmeister geben, da die vor­gesehenen Endkämpfe nicht stattfinden konnten. Von einer Bestimmung der Meister amgrünen Tisch" wurde aus sportlichen Gründen abgesehen. In der Rangliste hatte bei den Männern St. Georg Hamburg mit 30 979,80 Punkten die Führung vor München 1860, ASV. Köln, Berliner SC. und DSC. Berlin, während bei den Frauen der SC. Charlotten bürg mit 550,75 Punk­ten vor dem Dresdner SC. und dem MTV. 79 München an der Spitze stand.

Dos Winterprogramm der hessischen Schiläufer.

Die Schiläufer des NSRL.-Gaues Hessen haben bereits ihren Winter-Arbeitsplan zusammengestellt. Man ist gewillt, das volle Wettkampfprogramm mit ganz geringfügigen Einschränkungen und bei Ver­teilung auf mehrere Sonntage durchzuführen. Den Auftakt bilden die Meisterschaften *n den Kreisen. Zum 14. Januar sind die Gaumeisterschaften im Lang- und Sprunglauf in Gersfeld (Rhön) oder auf dem Meißner angesetzt, am 21. Januar folgt die 40-Kilometer-Staffelmeisterschaft in Willingen (Up-

land), der 28. Januar bringt den 30-Kilometer- Dauerlauf am gleichen Ort, und zum 4. Februar sind die G aumeisterschaften im Ab fahrts- und Tor­lauf nach Gersfeld vorgesehen. Zu diesen amt­lichen Veranstaltungen tritt noch eine Reihe von kreis- und gauoffenen bzw. Wettkämpfe mit Ver­einen der angrenzenden Gaue. Ein besonderes Augenmerk wird das Fachamt dem Lehrgangsbe­trieb in den verschiedenen Wintersportplätzen schen­ken, für den genügend geprüfte Lehrkräfte zur Ver­fügung stehen.

Zugendfußball der Sp.-Bg. 1900.

Die 1. Jugend der Spieloereinigung hatte sich in Ober-Widdersheim zu Gast geladen. Die Blau- Weißen bestürmten sofort das gegnerische Tor, ohne aber zunächst zu Erfolgen zu kommen. Gefährliche Angriffe der Gastgeber wurden von der Hintermann­schaft abgeroiefen." Erst nad) 15 Minuten Spielzeit fiel das Führungstor. Bis zur Pause waren die 1900er noch dreimal erfolgreich. Nach dem Wechsel gelang es den Gastgebern unter energischen Vor­stößen, das Ehrentor zu schießen. Dann ergriffen wieder die Blau-Weißen die Initiative und kamen noch dreimal zu Torerfolgen. Die Mannschaft ge­wann verdient. Das Vorspiel hatte damals mit 5:3 für Ober-Widdersheim geendet.

Die 2. Jugend mußte ersatzgeschwächt gegen die 2. Jugend des Lokalgegners antreten. Die Grün- Weißen bestimmten während der erste», Spielhälfte den Kampf und sicherten sich bereits eine 3:0-Füh­rung. Nach der Pause spielten die Blau-Weißen zu­sehends besser, errangen auch den Ehrentreffer, weitere Erfolge blieben ihnen aber versagt. Das Spiel endete mit 6:1 Toren für VfB.-R.

Die deutsche Tenuis-Nangliste.

Die amtliche deutsche Tennis-Rangliste, heraus­gegeben vom Reichsfachamt Tennis, sieht bei den Männern Heinrich Henkel und Roderich Menzel gemeinsam an der Spitze, wäh­rend bei den Frauen die deutsche Meisterin Anne­liese U l l st e i n (Leipzig) an die erste Stelle gesetzt

wurde. Im einzelnen hat die Rangliste folgendes Aussehen: .

Männer : 12. Heinrich Henkel (Berlin) und Roderich Menzel (Berlin); 3. Rolf ©opfert (Berlin): 4. Hans Redl (Hanau a. M.); 5. Engelbert Koch (Münster); 6. Helmut Gulcz (Köln); 7. Georg von Metaxa (Wien); 8. Werner Beuthner (Berlin).

Frauen: 1. Anneliese Ullstein (Leipzig); 2. Mimi Müller-Hein (Karlsbad); 3. M. Käppel (Ser- (in); 4. Tilde Dietz-Hamel (Hamburg); 5. Inge Schumann (Berlin).

Kurze (Sportnotizen.

Schi-Weltmeister Bradl ist wieder für längere Zeit außer Gefecht gesetzt. Beim Aufstteg zum Schitraining am Hochkönig stürzte er schwer und zog sich einen Unterschenkelbruch zu.

*

Hellas Magdeburg stellte in der 4X200« Meter-Bruststaffel mit einer Zeit von 11:17,3 Mi­nuten einen neuen deutschen Schwimmrekord auf. Die alte Bestleistung hielten die Magdeburger mit 11:28,4 Minuten.

Wirtschaft.

Gießener (Schlachtviehmarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt Schlachtoiehverteilungsmarkt in der Diehver» steigerungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 4 Ochsen, 3 Bullen, 29 Kühe, 25 Färsen, 57 Kälber, 154 Schweine und 35 Schafe ausgetrieben. Preise: Ochsen 36 bis 45 Rpf., Bullen 41 bis 42, Kühe 26 bis 43,5, Färsen 34 bis 44,5, Kälber 40 bis 63, Schafe 25 bis 48 Rpf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendge­wicht folgende Preise bezahlt: Klasse's) (150 Kilo­gramm und mehr) 1,10 RM. bl) (135 bis 149,3 Kilogramm) 1,10 RM. b2) (120 bis 134,5 Kilo­gramm) 1,10 RM. c) (100 bis 119,5 Kilogramm) 1,08 RM. d) (unter 100 Kilogramm) 1,02 RM. e bis f) (unter 80 Kilogramm) 0,98 RM. gl) (fette Specksauen) 1,10 RM. i) (Altschneider) 1,10 RM. g2) (andere Sauen) l,iO RM. und h) (Eber) 1,06 RM.

Marktverlauf: Alles ausuertauft.

Rhein-Mainijche Börse.

Tendenz: ruhig.

Frankfurt a. M., 31. Okt. Die Börse empfing aus Publikums krei sen kei nerle i Belebung, es herrschte weiterhin etwas Zurückhaltung, doch war die Grundstimmung nach wie vor freundlich. Die zunächst in nur kleinem Umfange notierten Aktien- kurse lagen zwar wiederum uneinheitlich, im gro­ßen und ganzen wiesen sie aber nur wenig Ab­weichung auf. Etwas fester lagen u. a. AG. für Verkehr mit 103,75 (102,40), DDM. mit 145 (144), AEG. mit 114,50 (114), Metallgesellschaft mit 110,50 (110) und Verein. Stahl mit 91,25 (91,13), wobei in allen Werten nur Mindestbeträge gehantelt wur­den. JG>Farben zunächst ohne Notiz und oa. 158 (158,50), Mannesmann 0>25 v. H. ermäßigt auf 100,75. Unverändert blieben u. a. Gesfürel mit 131,50, Hvesch mit 107, Scheiteanstalt mit 205, Westdeutsche Kaufhof mit 75,25 und Adlerwerke mit 87,50.

Auch das Rentengeschäft bewegte sich in engen Grenzen. Das Interesse richtet sich maßgeb­lich auf die Zeichnung der Reichsbahn-Anleihe, die Nachfrage sei außerordentlich gut, so daß mit einem vollen Erfolg gerechnet wird. Steuergutscheine I gingen nach vorbörslich etwas höheren Kursen wie­der auf den Stand von gestern zurück. Don Aus- losungswerten Reichsaltbefitz 134,75 (134,65),

Dekofama I 139,75 (140), do. II 158,50 (158,25). Pfandbriefe lagen stiller, auch die übrigen Renten­gebiete waren wenig verändert. Von Industrie-An­leihen 5 v. H. Eisenbahn-Bank 87 (86). Liqui- Pfandbriefe waren überwiegend 0,13 bis 0,40 v. H. höher, während Stadtanleihen behauptet blieben, 4,50 v. H. Wiesbaden jedoch 94 (94,50). Reichsbahn- DA. 0,40 v. H. rückläufig auf 123,65.

Auch späterhin war das Geschäft sehr klein und die Kursentwicklung zufällig und daher uneinheit­lich. Rheinstahl gaben nach 127,90 wieder auf den Vortagsstand von 126,50 nach, dagegen Daimler weiter erhöht auf 111,75 nach 111,40 (110,75). IG.« Farben kamen schließlich mit 158,13 (158,50) zur Notiz, im übrigen wichen die später festgestellten Kurse bis 1 v. H. ab.

Unnotierte Werte still und behauptet. Tagesgeld 2,50 (2) v. H.

Frankfurter Schtachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 31. Oktober. Auftrieb: Kol« ber 537 (gegen 441 am 25. 10.), Hümmel und Schafe 291 (214), Schweine 1994 (1104). Notiert wurden je 50 Kilo Lebendgewicht in RM.: Kälber 63 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 46 bis 50 (46 bis 50), d) 32 bis 40 (33 bis 40). Hämmel a2) 49 bis 50 (49 bis 50), b2)44 bis 47 (44 bis 48), c) 30 bis 42 (30 bis 42). Schafe a) 40 bis 42 (42), b) 37 bis 39 (36 bis 38), d) 20 bis 32 (25 bis 32). Schweine a) 56 (56), bl) 56 (56), b2) 56(56), c) 55 (55), d) 52(52), e) 50 (50), Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Kälber, Schafe und Schweine zu gete ilt.

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Vierte Klosse

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