Ausgabe 
1.11.1939
 
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Immer noch das Infanterie-Gewehr

schnitt aus, ging in verwegene Kurven, um besser photographieren zu können. Darauf kam es ihm [

an: Er mar ein Beobachter. Einem daher-

P. C. Ettighoffer.

Infanteristen als Gefechtsvorposten am Feind

Im Weltkrieg zeichnete er sich bei der Führung von

Generalstabschef der italienischen Luftwaffe.

I

ter

Verluste.

I

Berlin, 31. Ott. (DNB.) Bereits im Septem

Der Mnister für öffentliche Arbeiten A d e l ch i - Serena wurde 1895 in Aguila geboren. Im Weltkrieg zeichnete er sich als Kriegsfreiwilliger derart aus, daß er im Laufe von drei Jahren zum Maior avancierte. Er gründete in feiner Heimatstadt die ersten faschistischen Kampsbünde und wurde 1933 stellvertretender Parteisekretär.

kommenden Geländewagen legte der Franzose einen MG.-Feuerstoh vor den Kühler, ohne weiteren Schaden anzurichten.

Aber nun waren die I n f a n t e r i st e n vom

Derkehrsminister Giovanni Host-Venturi wurde 1894 in Fiume geboren, kämpfte im Welt- krige auf italienischer Seite und nahm mit d'An- nunzio am Marsch auf Fiume teil.

heftig und raste dann gegen einen Hügel. Splittern, Krachen und Bersten ... dann Buhe. Die Schützen setzten sich in Trafo, rannten hügelan. Zer­fetzte Bäume zeigten ihnen den Weg. und die Stelle, an der die Maschine auf den Wald gefallen war. Sie fanden den Piloten tot im Sitz feiner völlig zertrümmerten Maschine, den Beobachter durch meh-

Der neue Staatssekretär im Kriegsministerium General Ubaldu Soddu wurde 1883 in Sa­lerno geboren. Während des Weltkrieges zeichnete er sich als Brigadegeneral aus und leitete später­hin verschiedene Kriegsschulen. Dann war er Kabi- nettschef im Krieasministerium und zuletzt stellver­tretender Generalstabschef des Heeres.

F o r st e r am Dienstagnachmittag in fein Amt als Reichs st atthalter desReichsgaues Danzig ein. Dabei gedachte Dr. Frick der Män- ner, die mit dem Einsatz ihres Lebens die Stadt von den Polen befreit haben, und der Opfer aus ihren Reihen, die dieser Kampf gekostet hat. Diese Opfer blieben für alle Zeiten eilte Mahnung für

Der neue Generalstabschef und Ünterstaats- fefretär der italienischen Luftwaffe, P r i c o l o , wurde 1891 in Grumsnto bei Potenza geboren.

Der jüngsten Generation gehören Sergio Ran- nini und Giuseppe Lombrassa an, 1 \

Die Bedienungsmannschaft eines schweren MG. erzählt in ihrem MG.-Gefechts- stand von ihrem letzten Einsatz. Jeden Tag saßen wir auf einer Höhe, die Trti't Buschwerk bewachsen und gegen Artilleriesicht geschützt war. Schon am ersten Tage erlebten sie das Vordringen eines fran­zösischen Stoßtrupps. In der nächsten Nacht wurde dieser Schlag durch einen deutschen Stoßtrupp wie­der wettgemacht. Während des Tages war größ­tenteils Ruhe. Die s.MG. waren inzwischen auf er­kannte Ziele eingerichtet. In der dritten Nacht er­folgte wieder ein Vorstoß der Franzosen. Hier gab es keine Ruhe. Doch der deutsche Widerstand er­laubte auch diesmal bem* Gegner keinen Erfolg.

Ich wollte mir gerade die Pfeife anzünden, als plötzlich MG.-Feuer uns entgegen schlug. Doch schon ehe die feindlichen Kugeln uns um die Ohren pfif­fen, hatte unser MG>Schütze die Abwehr auf die am Mündungsfeuer erkannten MGs. eröffnet. Nur kurz war der Kampf, der Feind ward zum Schwel-

deutschen Verluste sich in ' sech'r geringen ber führen England und Frankreich sehr weit- Grenzen halten. Es muß, wie beretts amtlich»gehende Befchrankungsmaßnahmen auf dem Ge­

gen gebracht. Einen Treffer hatte das eigene MG- Nest erhalten, der Schuß war in den Munitions­kasten gegangen, hatte zwei Patronen zur Deto­nation gebracht, ohne jedoch weiteren.Schaden an­zurichten." Zwei eingebeulte Ge'schoßh Ülsen konnten als Beweismittel gefunden werden, stumme Zeugen, daß unsere Soldaten Glück gehabt haben. Ein an­derer Schütze merkte beim Abendessen, daß in sei­nem Brotbeutel etwas nicht in Ordnung war, auch ihm war eine Kugel zugedacht, jedoch afogeprallt am Gewehrreinigungsgerät, ohne daß er es ge­merkt hätte.

Diese Pioniere" erzählte uns ein Infan­terist, der in der vergangenen Nacht ein Stoßtrupp- unternehmen mitgemacht hattediese Pioniere, toll einfach. Wir hatten den Auftrag, eine feindliche 8-Stelle unschädlich zu machen. Vorsichttg pirschten wir uns durch die Minenfelder, ein Unteroffizier er­klomm einen Baum und erkundete den weiteren Vor­marsch. Noch war der Gegner völlig ruhig. Bald mußten die ersten MG.-Nester zu sehen sein. Da! Wir erstorben vor Freude, der M G.» S t a n d war verlassen, zwei Gewehre und eine Gas­maske lagen umher. Wir nahmen die Beute gern mit, darüber freut sich die Division."

Dann hätte man so meint unser Infanterist die P i o n i e r c sehen sollen.Mit erfahrungsreicher Gerissenheit begannen sie den MG.-Stand zu ver­minen. Das war unser ,2)ant< für die so billig überlassene Beute. Doch nicht genug damit. Ein Schütze rannte 50 Meter nach der Seite, erkannte zwei Franzosen, schoß. Der eine fiel um, wirbelte die Arme durch die Lust tot. Jetzt aber begann eine wilde Schießerei. Doch gleichzeitig waren die Pioniere wieder am Werk, 150 Meter waren sie in­zwischen vorgedrungen, da entdeckten sie einen teeren Graben. Flink, wie Windhunde, drangen sie ein und legten ihre Minen. Sie riskierten alles dabei. In Sekundenschnelle war dies geschehen. Noch zwei Handqranatenladungen wurden in die vorher erkannte 8-Stelle geschleudert, die dürften ge­nügt haben." Trotz aller ^Kühnheit kamen sämtliche Spähtruppteilnebmer unverletzt zurück.

Ich bin mit Stolz Infanterist" so schloß unser Kamerad seinen Bericht,aber hier auf Vorposten lernt man auch die anderen kennen. Und die Pioniere sind Teufelskerle!" Kurt Günther.

biete des Nachrichtenverkehrs durch, die sich den übrigen Staaten gegenüber außerordentlich nach­teilig auswirkten. Deutschland hat von der Durch­führung gleicher Maßnahmen bisher abgesehen. Nachdem sich herausgestellt hat, daß der feind­liche Nachrichtendienst den ungehinderten Nachrichtenverkehr zwischen Deutschland und den neutralen Staaten für seine Spionage­zwecke weitgehend ausnutzte, sah sich auch Deutschland veranlaßt, in den letzten Tagen Be­schränkungsmaßnahmen auf dem Gebiet des Nach­richtenverkehrs durchzuführen. Durch diese Maß­nahmen werden sämtliche neutralen Staaten gleichmäßig getroffen. Im Ausland verbreitete Gerüchte über Einschränkung des bisher im Kriege durchgeführten deutschen Eisenbahnverkehrs ins Ausland ent­behren jeder Grundlage.

Trotz Krieg regelmäßiger Luftverkehr nach allen neutralen Ländern Europas

Berlin, 31. Oktober. (DNB.) Am Mittwoch tritt der Winterflugplan der Deutschen Lufthansa in Kraft. Er ermöglicht es, wieder in einem Tage von Deutschland aus Dänemark, Schweden, Nor­wegen, Italien, Ungarn, Jugoslawien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und die Türkei zu errei­chen. Im Norden wird Kopenhagen, Malmö, Stock­holm, Gotenburg und Oslo angeflogen. Im Süden Venedig und Rom, im Südosten Budapest, Arad, Bukarest, Sofia, Saloniki, Athen und Istanbul. In zwei Tagen kann der Luftreifende über München und ab Rom unter Benutzung des italienischen

Dolksschädlinge bei versuchtem tätlichen Widerstand erschossen.

Berlin, 31. Oktober. (DNB.) Der Reichs­führer ff und Chef der deutschen Polizei teilt mit: Wegen Versuches eines tätlichen Widerstan­des nach ihrer Festnahme wurden am 30. Oktober erschossen: der wiederholt vorbestrafte 52 Jahre alte Bruno Witte aus Berlin. Er hatte trotz Er­mahnungen den Versuch unternommen, seine Ar- beitskameraden zum eigenmächtigen Verlassen ihrer kriegswichtigen Arbeitsstelle aufzuwiegeln; der 37 Jahre alte Paul Spressert aus Hamm, ein wiederholt vorbestraftes asoziales Subjekt. Er hatte

Troß aufmerksam geworden. Sie griffen zum Gewehr. Unter dem Befehl eines Feldwebels wurde ein planmäßiges Feuer auf den in etwa 120 Meter Höhe dahinfliegenden Franzosen eröffnet. Es mögen 25 Gewehre gewesen sein, die schossen. Plötzlich ging ein Zittern durch den großen Metall­vogel da oben. Der Motor setzte aus, stuckerte,

Der Reichsminister des Innern hat mit der Wahrnehmung der Dienstgeschäfte des Regie- rungs Vizepräsidenten in Danzig den Regierungsoizepräsidenten Kühn aus Marien­werder, in Marienwerder den Präsidenten der Hessischen Gemeinde-Rechnungskammer und des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes Peters aus Darmstadt, in Hohensalza den Regierungs­direktor Dr. Pickel aus Düsseldorf, in Posen den Landrat Dr. R i e d i g e r aus Sangerhausen, in Bromberg den Landrat Dr. Mohr aus Oldenburg, in Kattowitz den Landrat Dr. Keßler aus Wandsbek beauftragt.

Aus aller Wett.

Erweiterung des Reichsforschungsrats.

Der Reichsforschungsrat, der 1937 geschaffen wurde, um den planmäßigen und geschloffenen Einsatz der wifsenschaftlichen Forschung zu sichern, ist auf Vor­schlag seines Präsidenten General der Artillerie Professor Dr. Becker erweitert worden. In das Präsidium des Reichsforschungsrats wurden berufen: der Generalinspektor für das deutsch« Straßenwesen Professor Dr. Todt, der General­bevollmächtigte des Ministerpräsidenten General« feldmarschall Goring für Sonderfragen der chemi­schen Erzeugung Professor Dr. Krauch, der Reichsgesundheitsführer und Staatssekretär im Reichsinnenministerium Dr. Conti und der Leiter der Wissenschaftsabteilung im, Oberkommando der Wehrmacht Ministerialdirigent Professor Dr. S ch u- mann. Ministerialdirektor im Reichserziehungs- Ministerium Professor Dr. Mentzel wurde zum Stellvertreter des Präsidenten unter Führung der Geschäfte des Reichsforschungsrats berufen. Im Reichsforfchungsrat sind neue Fachfparten gebildet, von denen eine der stellvertretende Reichs- gesundheitssührer Dr. B l o m e , eine andere der Heidelberger Institutsdirektor Professor Dr. Richard Kuhn leitet. Die bestehenden Fachsparten führen unter ihren Leitern ihre Arbeit weiter.

Reue Germanengräber bei Gotenhafen gefunden.

Es ist bekannt, daß die Polen in einer Reihe von Fällen die Auffindung germanischer Gräber oder Siedlungsanzeichen, die auf den völkischen Charak­ter dieser Gebiete eindeutig hingewiesen, einfach ver­heimlichten. Bei einer Besichtigung des Klei­nen Museums in Gotenhafen stieß man auf Gegenstände eines in den letzten Jahren ausgegra­benen burgundischen Gräberfeldes. Ne­ben zahlreichen Urnen bildeten auch Waffen und Schmucksachen die Ausbeute jenes bur­gundisch-gotischen Friedhofes in Oxhöft und vieler anderer Fundplätze in Krockof, Bohlschau und Qua- schin. Die wertvollen Funde befanden sich leider in einem sehr beklagenswerten Zustand. Außerdem

Luftverkehrsnetzes nach Spanien und Portugal gelangen; außerdem auch nach Afrika. Hefter bas nordeuropäische Luftverkehrsnetz gelangt man wei- nach Lettland, Sowjetrußland und Finnland.

Ebenso verhält es sich mit den englischen Mel­dungen über Verluste der deutschen Kriegsmarine. Reuter hat bereits am 17. Ok­tober die läch-rkiche Behauptung verbreitet, daß etwa ein Drittel der deutschen U- Boote versenkt oder doch zum mindesten ernstlich beschädigt worden sei. Inzwischen sind von englischer und französischer Seite mehrfach einzelne Verluste deutscher U-Boote gemeldet worden. Dem­gegenüber ist die Tatsache festzustellen, daß die

rere Schüsse schwer verwundet. Die Infanterie- Kugeln hatten gut getroffen und das Flugzeug durchsiebt, ein Zeichen, wie gut unsere Truppe schietztechnisch ausgebildet ist.

Den Verwundeten brachte man sofort zum näch­sten Feldlazarett, wo er jede Hilfe bekam, die einem ehrlichen Kämpfer zusteht. Leider vermochte ärzt­liche Kunst nichts gegen die Auswirkungen feiner schweren Verletzungen, denen er nunmehr erlegen ist Zusammen mit seinem Kamerden erhielt er ein Soldatenbegräbnis, und jene Gewehre, die so gut

Der neue Forst- und Landwirtschaftsminister Giuseppe T a s s i n a r i wurde 1891 in Perugia geboren, nahm am Weltkrieg wie am Marsch auf Rom teil und ist ordentlicher Professor für Land- und Forstwissenschaft an der Universität Bologna. Als Unterstaatssekretär im Landwirtschaftsmini- fterium zeichnete er sich besonders bei dem großen Siedlungswerk in den Ponttnischen Sümpfen und anderen großen kolonisatorischen Aufgaben in Apu­lien und Sizilien aus.

befanntgegefoen worden ist, mit dem Verlust von drei U-Booten aufgrund ihres langen Ausbleibens gerechnet werden. Alles andere ist Lüge.

Die britischen Gisigas- lieferanten erneut bloß bestellt. Eine Klarstellung des Baseler Professors

Dr. R. Staehelin.

Basel, 31. Oft. (Europapreß.) Der Baseler Professor Dr. R. Staehelin, dessen Giftgas­untersuchung in Polen zu irreführenden Auslegun­gen in ber englischen Presse Anlaß gegeben hat, hat der Baseler Presse eine Erklärung zur Verfügung gestellt, die folgende Klarstellung ent­hält:

Als mir die Anfrage des Deutschen Auswärtigen Amtes übermittelt wurde, Verletzungen durch Kampfgase in Polen festzustellen, hielt ich mich nicht für berechtigt, ablehnend zu antworten. Ich betrachte es als Pflicht des Bürgers eines neutralen Staates, bei der Fest­stellung der Wahrheit mitz uh elfen, wenn er von einer kriegführenden Partei in feiner Eigenschaft als Sachverständiger aufgefordert wird. Ich habe deshalb, nachdem ich die nötige Erlaub­nis von den zuständigen Stellen erhalten hatte, den Auftrag angenommen und am 20. Septem­ber in Jaslo bei neun deutschen Soldaten die sicheren Anzeichen von Erkrankung durch Einwirkung eines ©iftes aus d e r Gelbkreuzgruppe fest gestellt. Die mir in Jaslo gemachten Angaben, daß alle Erkrank­ten und noch einige andere Soldaten zwölf Tage vorher durch die Explosion der gleichen Gasbombe vergiftet wurden, was ich natürlich nicht festgestellt hafte, paßte zur Diagnose der Vergiftung durch Gelbkreuzstoffe im engeren Sinne und zur Dia­gnose des Alters der Veränderungen an der Haut. Meine Feststellungen sind rein medizinischer Art und ich wurde auch nur damit beauftragt. Weitere Aeußerungen, die ich Presseverttetern gegenüber ge­tan haben soll, find unrichtig."

Beschränkungsmaßnatzmen, im Nachricktenverkehr.

geboren wurden. Beide sind alte Kämpfer, die nach ihrem Hnioersitätsstudium verschiedene hohe Posten in der Partei bekleideten. Der Unterstaatssekretär für Siedlungswesen Nannini unterstand als Kom­missar für innere Kolonisation und Binnenwande­rung direkt dem Duce, während sich Lombrassa vor allein auch als Kriegsfreiwilliger m Afrika und Spanien auszeichnete.

Das Echo der »reffe.

Keine Aenderung des politischen Kurses.

Rom, 1. Nov. (Europapreß.) Die römische Abendpresse beschäftigt sich eingehend mit der Wache-Ablösung". So schreibt das halbamtliche Giornale d'Jtalia", die neuen Männer, die zu Be­ginn eines neuen faschistischen Jahres, in dem Ita­lien einen weiteren Schritt in der Richtung auf das vom Duce vorgezeichnete Ziel machen werde, an die Stelle der ausscheidenden Regierungsmitglieder träten, seien durchweg alte Kämpfer der faschistischen Bewegung und hätten Aufgaben durchzuführen, die ' Begeisterung, Festigkeit und Entschlossenheit erfor­derten. Auf jedem Posten befänden sich heute die besten Soldaten der Revolution.

Die RegierungSinnbildung entspricht, wie im üb­rigen in Rom unterstrichen wird, einem alten Brauch des faschistischen Regimes, von Zett zu Zeit eine Neubesetzung der leitenden Aemter vorzuneh­men, um auf diese Weise alle geeigneten und be­fähigten Kräfte der Bewegung zu Mitarbeitern heranzuziehen und den Nachwuchs zu schulen. Im Gegensatz zu den Demokratien habe in einem tota­litären Staat wie Italien, in dem die Richtlinien auf allen Gebieten vom Duce ausgehen, eine Regie­rungsumbildung keine große politische Bedeutung. Es fei selbstverständlich, daß der Wechsel in gewis­sen Aemtern keine Aenderung der bisher befolgten Linie mit sich bringe, eine Tatsache, die, soweit das Gebiet der Außenpolitik in Frage komme, schon rein äußerlich durch bas Verbleiben des Außenministers Graf (Eian o im Palazzo Chigi bekräftigt werde.

(PK.) Das Wetter hatte sich verschlechtert. Diese Wolken segelten über die Landschaft hinweg, irgend­wo im westdeutschen Grenzfoezirk. Die Spitzen ber bewaldeten Hohen steckten im Regendunst und habet war es schon 18 Uhr geworden. Ein Jnfanterie- troß wollte gerade seinen Dienst beenden. Da schnurrte und surrte der Flieger heran. Ganz deutlich konnte man die blau-weiß-roten Ringe unter feinen Tragflächen und am Schwänzende sehen: ein Franzose. Der Gegner flog mit Ge­schick und großem Können, nützte jeden Gelände-

Zwecklügen!

Die deutschen Verluste können nicht verfälscht werden.

Berlin, 31. Ott. (DNB.) Die an sich bekannte Unzuverlässigkeit der von London und Paris aus­gehenden Nachrichten ist durch die widerspre­chenden Meldungen über d i e militä­rischen Ereignisse im Westen in letzter Zeit besonders auffällig in Erscheinung getreten. Diese Falschmeldungen sollten den Schock ausglei» chen, den die französische Oeftentlichkeit durch die im Gegensatz zu früheren prahlerischen Hinweisen erfolgte Zurücknahme der französischen Truppen er­halten hat.

Diesem Zweck dienen vor allem die Behauptun- Fen über angeblich große deutsche Ver- uste. Der französische Heeresbericht versteift sich zu der Schätzung, daß die deutschen Verluste an Toten und Verwundeten allein während des In. und 17. Oktober 2000 bis 3000 Mann betragen hätten. Das Oberkommando der Wehr­macht hat in feinem zusammenfassenden Bericht über die Kampfhandlungen an der Westfront fest­gestellt, daß die deutschenGesamtverluste durch kindliche Einwirkungen an der Westfront seit Krieasbeginn bis zum 17. Oktober 196 Tote, 356 Verwundete, 114 Vermißte sowie insgesamt elf Flugzeuge betrugen. Diese Zahlen haben seit der Veröffentlichung des zusammen- fassenden Berichtes keine nennenswerte Veränderung erfahren. Die , Schätzung" Oes französischen Heeresberichtes ist also reine Phantasie, die der gegnerischen Lügenpropa- ganba den Boden bereitet. Dasselbe gilt für die von der feindlichen Propaganda vorgenommene mehrfache Multtplikatton der deutschen Flugzeug-

Finanzverwaltung mit Rücksicht auf die Schwere der Ausgaben, die in diesen Gebieten zur Lösung ftünben, für die Hebergangszeit des Aufbaues gleichfalls in die Behörde des Reichs- ftatty alters eingegliedert werden, so daß es hier neben dem Reichsstatthalter keine gleichgeordnete Behörde geben werde. Der Reichs- gau Danzig werde in die Regierungsbezirke Dan­zig, Marienwerder und Bromberg eingeteilt. Auch für die Landräte fei angeordnet, daß ihnen alle Behörden derselben Stufe unterstellt feien.

Hlinka-Zeier in Nosenberg.

Rosenberg, 31. Oft. (DNB.) Die Slowakei stand im Zeichen der mit großen Feierlichkeiten verbundenen endgültigen Beisetzung des großen Slowakenführers Hlinka im neuerbauten Mauso­leum in Rosenberg. Zehntausende waren in die Hlinka-Stadt geeilt, um persönlich dem Vorkämp­fer der slowakischen Freiheit die letzte Ehre zu er­weisen. Auch die Mitglieder des Diplomatischen Korps hatten sich eingefunden. Die Beisetzungs­feier begann mit einem Requiem in Anwesenheit des Staatspräsidenten Dr. Ti so in der Rosen­berger Kirche. Slowakische Bauern und Arbeiter trugen dann den Sarg 3um Mausoleum, während im ganzen Lande die Glocken läuteten. 21 Salut­schüsse verkündeten, daß Hlinka seine letzte Ruhe­stätte gefunden hat.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsminister Dr. Goebbels traf in Lodz ein. In feiner Begleitung befand sich Ministerial­direktor Gutterer, Ministerialrat Fritsche, Mini­sterialrat G. W. Müller und Kapitänleutnant Hahn. Auf dem Flughafen wurde Reichsminister Dr. Goebbels von Reichsminister Seyß-Jnquart be­grübt. Nach einer Unterrebung mit Reichsminister Dr. Frank nahm Reichsminister Dr. Goebbels eine Besichtigung der Stadt vor. Daran schlossen sich Besprechungen mit den in den besetzten Ge­bieten tätigen Dienststellen des Reichsministeriums für Volks aus klärung und Propaganda.

unter der Vorgabe, Beamter der Geheimen Staats­polizei zu fein, an der Familie eines an der Front stehenden Soldaten in schamloser Weise Erpressun­gen verübt.

Oer Reichsgau Oanzig.

Einweisung des Reichsstatthalters Forster.

Danzig, 31. Oft. (DNB.) In einer Feierstunde wies Reichsminister Dr. F r i ck den Gauleiter

und treffsicher bellten, als es galt, einen Gegner aus der Luft zu holen, um deutsches Hoheitsgebiet zu schützen, schossen den beiden tapferen französi- .. v ,

scheu Offizieren eine letzte Ehrensalve überm offe- ganz Deutschland, dafür zu sorgen, daß nie wieder neu Grab. Hier wurde ritterlich angegriffen, ritter», ein fremdes Dolf feine Hand auf diese deutsche lich abgewehrt. Hub über den Tod hinaus, den Stadt legen könne.

zwei Männer für ihr Land starben, peitscht die I Der Reichsgau Danzig sei nach dem Muster des Ehrensalve wie ein Tor des Vergessens, das zu- Sudetengaues und der Reichsgaue der Ostmark schlägt. auf geb aut. Schon das Sudetengau-Gesetz fei davon

Ich stand nachdenklich vor den blutbespritzten,' ausgegangen, daß alle Autorität beim durchlöcherten und vorn Sturz abenteuerlich oer- Reichs st atthalter liegen müsse. In diesem bogenen Flugzeugtrümmern, da draußen irgendwo Gebiet, das neu aufgebaut werden müsse, das von im Grenzwald und überschlug die Belohnung einem fremden Volk heruntergewirtschaftet sei, fei dieses Kampfes: Jnfanteriegewehre die Tatkraft eines Mannes besonders erforderlich, brummte dann wieder an. Die Maschine schwankte gegen ein Flugzeug! Man hat das Ge- Deshalb sei hier die Autorität des Reichsstatt- " " " wehr fast schon für überflüssig erklärt in diesen, Halters noch stärker verankert als in dem

Zeiten der Maschine. Unb siehe, bas Infanterie-1 Subetengau-Gesetz. Danzig werde Reichsgau, das gewehr hat wieder einmal bewiesen, daß es die heißt dieser Gau werde nicht einem Lande zu- erste, die wichtigste und ritterlichste geteilt, sondern dem Reich und dem Waffe ist, eine Waffe, die sogar dem Adler die Führer unmittelbar unter ft eilt. Die Flügel brach. ~ .Verwaltungsbehörden würden Reichsbehör-

" den, die Beamten unmittelbare Reichs­beamte. An der Spitze dieses Reichsgaues stehe der Reichsstatthalter als Repräsentant des Führers und Beauftragter der Reichsregierung. Als Be­sonderheit für die beiden neuen Gaue Danzig und Posen sei vom Führer angeordnet, daß auch alle Sonderverwaltungen wie die Justtz- und

Luftfahrtministerium, wo er durch einen Flug RomTobruk und zurück auf einem Touren­apparat von sich reden machte. Kürzlich war er zum Präsidenten ber neuen italienischen Irans- ozean-Fluggesellschaft ernannt worden.

NDB. ... (PK.)Im Westen schwache Artille- m.» N .rietätigteit keine Kampfhandlungen", so meldete

Luftschiften aus. 1932 wurde er stellvertretender der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht ' ' ' " . schon an vielen Tagen be,r letzten Wochen. Nur von

örtlichen Spähtrupps ist dann die Rede, aiv Man. Wenn auch diese Kampfhandlungen für die Gesamt- di? 1QQ6 führung feine entscheidende Bedeutung haben, so ' - stellen sie doch an jene Truppen, die im Vor­

feld liegen und Träger dieser Auseinandersetzungen sind, autzergewöhnliche Anforderungen, die mit den Leistungen unserer Soldaten im Listen sehr wohl verglichen werden können. Zwar ist der Kampf hier anders. Regenschauer haben seit Wochen den Boden durchnäßt, die Wege sind aufgeweicht, fuß- tief sinken die (Stiefel in dem lehmigen Matsch, eintönig grau ist der Tag.

Die gegenseitigen Stellungen sind genau bekannt, überall dort, wo der Feind das eigene Gelände ein- sehen kann, muß peinlich auf Deckung und kriegs­mäßiges Verhalten geachtet werden; denn stets beob- ächtet der Gegner und feuert, je nach Laune, in kurzen Feuerüberfällen oder einigen Dutzend Arttllerie- gruppen. Aber der Kampfesmut ist unerschütter­lich, das beweisen die vielen Spähtruppunterneh­mungen, die ein hohes Lied der Tapferkeit unserer Soldaten im Westen barfteilen.