Ausgabe 
1.9.1939
 
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greitogj. September 1959

189. Jahrgang

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Danzig heimgekehri ins F^eich.

Gauleiter Forster meldet dem Führer die Wiedervereinigung der Freien Stadt Danzig mit dem Reich.

Danzigs Befreiung. Das Staatsgrundgesetz in Kraft getreten.

Ein großer Tag in der deutschen Geschichte! Danzig ist heirngekchrt ins Reich. Eine uralte deutsche Stadt darf heute einen Schlußstrich ziehen unter eine Epoche schwerster politischer und wirt­schaftlicher Bedrängnis. Denn der NameFreie Stadt" war ein trügerisches Aushängeschild demo­kratischer Ideologen, hinter dem die Fratze von Versailles sich nur mühsam verbarg. Denn diese Freiheit" der Stadt Danzig sollte ja lediglich dazu dienen, den Polen hier eine beherrschende Macht­stellung einzuräumen, die sie in einer mit dem Reich verbundenen Stadt nie hätten erhalten kön­nen. Den Vätern von Versailles war aber selber angst vor polnischer Herrschsucht und polnischem Größenwahn. Sie vertrauten daher demVölker­bund" den Schutz ihrer Neugründung an. Wie die Genfer Liga auch auf diesem ihrem eigensten Ge­biet versagt hat, haben die Danziger in zwanzig Jähren erbitterten Kampfes um ihre natürlichen Lebensrechte am eigenen Leibe erfahren müssen. Nichts haben die Polen unversucht gelassen, die herrliche alte Hansestadt, deren Handel wichtigste Ver­mittlung zwischen dem Hinterland der Ostsee bis weit nach Rußland hinein und dem Norden und Westen war, politisch zu entrechten und wirtschaft­lich zu ruinieren. Der beste Beweis für die Halt­losigkeit der von den Alliierten unterstützten pol­nischen Doktrin, daß der Besitz Danzigs als Zugang zum Meer, zum mindesten aber polnische Sonder­rechte in der Freien Stadt für die polnische Wirt­schaft lebensnotwendig seien, ist die Gründung des polnischen Hafens Gdingen und das Bemühen Polens, diesem Hafen die handelspolitische Stel­lung zu verschaffen, die dank einer Tradition von Jahrhunderten und aus Grund der von Polen in Versailles vertraglich übernommenen Verpflichtun­gen Danzig zukam. So ging Polen systematisch darauf aus. Danzigs Handel und Schiffahrt lahm­zulegen, Gdingen dagegen in geradezu amerika­nischem Tempo hochzupäppeln. Die deutsche Stadt sollte verkümmern, vielleicht hofften die Polen, die deutsche Bevölkerung Danzigs durch ihre zynische Drosselungspolitik mürbe zu machen für einen pol­nischen Handstreich, der der ohnehin nur höchst fragwürdigenFreiheit" Danzigs ein Ende bereitet hätte. Aber an der Hinterhältigkeit Polens ent­zündete sich Danzigs Wille zur Erhaltung feines Deutschtums. Im Kampf mit den polnischen Schi­kanen wuchs nationalsozialistische Kraft, alles ein­zusetzen, um dem unwürdigen Zustand dieses Son­derdaseins, das eine einst blühende deutsche Stadt zu langsamem Verkümmern verurteilte, ein Ende zu machen und die Rückkehr Danzigs zum Reich vorzubereiten.

Die Polen selbst haben in ihrem blinden Ehau- vinismus alles getan, die Entwicklung zu beschleu­nigen. In einer ihnen selbst wohl bei nachträglicher Betrachtung unbegreiflichen Sturheit haben sie nicht nur die Frist ungenützt verstreichen lassen, die ihnen der deutsch-polnische Pakt des Jahres 1934 gab, um mit dem wiedererstarkten deutschen Nachbarn zu einem modus vivendi zu kommen. Sie haben zwar in falscher Selbstgerechtigkeit die Wohltaten dieses Vertrages für sich voll in Anspruch genom­men, aber gemeint, keine Gegenleistung schuldig zu sein. Ja, man fühlte sich in Warschau im Hinblick auf die weltpolitische Lage und die vielfachen Sor­gen des zu neuer Größe sich emporringenden natio­nalsozialistischen Reiches der deutschen Freundschaft so sicher, daß die schwächlichen Epigonen des Mar­schalls Pilsudski diese Freundschaft geradezu als Freibrief für die völlige Entrechtung und wirtschaft­liche Vernichtung des deutschen Volkstums in Polen auffaßten. So wie in den vom Reich losgerissenen polnischen Westprooinzen Ausständischenverbände und Haller-Legionäre unter wohlwollender Duldung der Zentralregierung und ihrer Behörden zu neuen unfaßbaren Drangsalierungen gegen die Deutschen in Polen schritten, so nahm auch der wirtschaftliche Vernichtungskampf gegen Danzig unerträgliche For­men an. Um hier volle Klarheit zu schaffen und dem deutsch-polnischen Pakt von 1934 einen kon­kreten Inhalt zu geben, der seinem Sinn und dem Willen seiner Schöpfer entsprach, machte der Füh­rer der polnischen Regierung jenen großzügigen Vorschlag, der geeignet war, bas, deutsch-polnische Verhältnis auf gesunde Grundlagen zu stellen, weil er den Lebensnotwendigkeiten beider Völker ent­sprach und die große nationale Empfindlichkeit der Polen schonte. Aber in Warschau fand sich nicht der Mann, der hinreichend politischen Weitblick für die hier den Poien gebotene einmalige Chance, eine Garantie ihrer höchst problematischen Westgrenze zu erhalten, mit dem Mut der Verantwortung für eine vielleicht im Augenblick nicht populäre Politik verband. Herr Beck fuhr statt nach Berlin nach L o nd o n , um dopt Hilfe und Rat zu erbitten, wie Polen sich um die von dem Führer angebotene Verständigung mit dem Reich herumdrücken könne.

Damit begann das üble Spiel der englischen Einmischung, die die Möglichkeit sachlich-nüch­terner direkter Verhandlung zwischen Deutschland und Polen abschnitt und das Danzig-Korridor-Problem in das Fahrwasser verlogenster Agitation schob, es zu einer europäischen Frage machte und sich an ihm jene gefährliche Spannung entstehen ließ, die die nun schon seit Wochen den Weltfrieden bedroht. Das englische Garantieversprechen, das die Regie­rung Chamberlain, wider ihr beHerss. Wcheu von

Berlin, 1. Sept (DNB. Funkspruch.) (Bauleiter 3 o r ff e t in Danzig richtete an den Führer folgendes Telegramm.

Mein Führer!

Ich habe soeben folgende Verordnung erlassen:

Zur Behebung der dringenden Not von Volk und Staat der Freien Stadt Danzig erlasse ich folgendes Staatsgrundgeseh:

Artikel 1.

Die verfassung der Freien Stadt Danzig ist mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Artikel II.

Alle gesetzgebende und vollziehende Gewalt wird ausschließlich vom Staats­oberhaupt ausgeübt

Artikel III.

Die Freie Stadt Danzig bildet mit sofortiger Wirkung mit ihrem Gebiet und ihrem Volk einen Bestandteil des Deutschen Reiches.

Artikel IV.

Bis zur endgültigen Bestimmung über die Einführung des deutschen Reichs­rechts durch den Führer bleiben die gesamten gesetzlichen Bestimmungen, außer der Verfassung, wie sie im Augenblick des Erlasses dieses Staatsgrundgesehes gelten, in Kraft

Danzig, 1. September 1939. _ ,

Gez.: Albert Forster, (Bauleiter.

Ich bitte Sie, mein Führer, im Kamen Danzigs und feiner Bevölkerung diesem Staatsgrundgeseh Ihre Zustimmung zu geben und durch Reichsgeseh die wieder» eingliederung in das DeutscheReichzu vollziehen.

3n Ergebenheit gelobt Ihnen, mein Führer, Danzig unvergängliche Dankbar» (eil unb eroige Irene.

heil Ihnen, mein Führer!

Gez.: AlberlForsier, (Bauleiter.

Danzigs Befreiungsstunde schlug.

Ein Aufruf Forsters an die Danziger.

\ Danzig, 1. Sept. (DRV. Funkfpruch.) (Bauleiter Forster hat an die Manner und Frauen von Danzig die nachstehende Proklamation erlassen:

Männer und Frauen von Danzig!

Die Stunde, die Ihr seit 20 Fahren h e r b e i g e s e h n t habt, ist angebrochen. Danzig ist mit dem heutigen Tage heimgekehrt in das Gro ßdeutsche Reich. Unser Führer Adolf Hitler hat uns befreit. Auf den öffentlichen Gebäuden in Danzig weht heute zum erstenmal die Hakenkreuzfahne, die Flagge des Deutschen Reiches. Sie weht aber auch von den ehemaligen polnischen Gebäuden und überall im Hafen. Von den Türmen des alten Rathauses und der ehrwürdigen Marienkirche läuten dieGtocken die Befreiungsstunde Danzigs ein. Wir danken unfern Herrgott, daß er dem Führer die Kraft und die Möglichkeit gegeben hat, auch uns von dem Hebel des Versailler Diktats zu befreien. / , _ , _

Wir Danziger sind überglücklich, nun auch Bürger des Reiches fein zu dürfen. Danziger und Danzigerinnen! Wir wollen in biefer feierlichen Stunde zufammenstehen, uns gegenseitig die Hände reichen und dem Führer das heilige versprechen geben, alles zu tun, was in unsren Kräften steht für unser herrliches Großdeutschland.

Es lebe das befreite, wieder ins Reich heimgekehrte deutsche Danzig, es lebe unser groß- deutsches Vaterland, es lebe unser geliebter Führer Adolf Hitler!

Danziq. 1. September 1939. ,, , , ..

19 v Albert Forster, (Bauleiter.

der Unhaltbarkeit des in Versailles geschaffenen Zustandes und der Dringlichkeit einer Aenderung den Polen gab, hat in Warschau und den pol­nischen Westmarken allen chauvinistischen Elemen­ten Oberwasser gegeben. Was wir seitdem an er­schütterndem Elend der deutschen Volksgenossen in Polen, an geradezu sadistischem Terror zücht- loser Polenhorden, an hemmungslosem Größen­wahn polnischer Zeitungen und Agitatoren haben er­leben müssen, geht zu einem sehr wesentlichen Teil auf das Schuldkonto jener britischen Blankovoll­macht, die Chamberlain und Halifax durch den förmlichen Abschluß eines Beistandspaktes trotz all der, warnenden Anzeichen dafür, daß Polen es auf einen Krieg ankommen lassen will, noch erweitert

scheu Regierung und ihr Vabanquespiel, zu dem sie durch Englands und Frankreichs Blankovollmacht ermutigt wibd, in aller Schärfe bloßgelegt. Polen will keine Verständigung mit Deutschland, das muh nun endlich auch den Beschützern und Fürsprechern Polens in London und Paris eindeutig klar gewor­den sein. Werden sie daraus die selbstverständlichen Folgerungen ziehen? Oder soll die polnische Groß­mannssucht sich rühmen dürfen, für ihre Kata­strophenpolitik das britische und französische Volk in einen Krieg zu führen, der zwar so oder so das Ende des heutigen polnischen Staates bedeuten wurde, aber auch für England und Frankreich unge­heure Gefahren für den Bestand ihrer Reiche herauf­beschwören müßte.

Danzig i st frei! Das ist das erste Ergebnis der klaren, folgerichtigen Politik des Führers in entscheidungsschwangeren Stunden. Danzigs Dank an den Führer ist das Gelöbnis unwandelbarer Treue zu Führer, Polk und Reich. Nicht anders empfindet ganz Deutschland diese^Augenblicke großen Ge­schehens. In einer einzigen großen Schwurgemein­schaft steht das deutsche Volk zusammen, bereit zu höchster Kraftentfaltung und Pflichterfüllung, wo auch immer der Führer jedes einzelnen Einsatz for­dert im Dienst der Größe und Unvergänglichkeit unseres Reiches. Fr. w. Lange.

Danziger Banken stellen Ankauf von Zloty gegen Gulden ein.

Fwd. Danzig, 31. August. Sämtliche Danziger Banken haben den Ankauf von Zloty gegen Danziger Gulden mit sofortiger Wirkung einge­stellt. Diese Maßnahme ist auf die unsicheren Währungs- und Wirtschaftsverhältnisse in Polen zurückzuführen. Der Verkauf von Zloty gegen Gul­den, soweit er zur Abwicklung von Handelsgeschäften noch notwendig ist, erfolgt ausschließlich gegen Ge­nehmigung der Ueberwachungsstelle für den Zah-

haben. r ,

Es ist ein Beweis für die geradezu. erstaunliche

Langmut, mit der der Führer das Treiben der ' Polen und ihrer für die Verschärfung der Span­nung verantwortlichen Hintermänner in England angesehen hat, und ein Beweis-für seine Friedens­liebe, daß er trotz allem, was tagtäglich an der pol­nischen Grenze geschah und im Reich ein Echo leb- haftetesten Unwillens fand, sich zu einem Gespräch mit London über die noch vorhandenen Möglich­keiten zu einer Verständigung und ihre Grund­lagen bereit fand. Er hat einen neuen Plan aus­gearbeitet für die Regelung des Danzig-Korridor- Problems und die Behandlung der beiderseitigen Minderheiten, der an großzügigem Wurf und loyaler Fairneß seinesgleichen sucht. Polen hat auch diese zweite Chance, die sich ihm bot, aus einer schiefen und für den polnischen Staat lebensbedro­henden Situation ohne eigenes Verdienst noch ein­mal wieder herauszukommen, in unbegreiflicher Verblendung wiederum nicht ergriffen. Man wür­digte das Deutsche Reich zwei Tage lang keiner Ant­wort, wenn nicht in dieser Stunde von Warschau ausgesprochene allgemeine Mobilmachung diese Antwort Polens sein soll. Das deutsche Memo- , _ rundum hat die politische Intransigenz der polni-1 lungsverkehr.

Der Führer übermittelt Danzig Großdeutschlands Gruß.

Berlin, 1. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der Führer richtete an den Danziger (Bauleiter For» fter folgendes Telegramm:

Ich nehme die Proklamation der Freien Stadt Danzig über die Rückkehr zum Deutfchey Reich entgegen. Ich danke Ihnen, (Bauleiter Forster, und allen Danziger Männern und Frauen für die unentwegte Treue, die sie durch so lange Iahre gehalten haben.

Grohdeutschland begrüßt sie aus übervollem Her­zen. Das Gesetz über die Wiedervereinigung wird sofort vollzogen.

Ich ernenne Sie zum Ehef der Zivilver­waltung für das Gebiet Danzig.

Berlin, 1. September 1939.

gez. Adolf Hitler.

Sinzig eine jubelnde, glückliche Sindl.

Danzig, 1. September. (DNB.-Funkspruch.) In den späten Abendstunden des gestrigen Tages hat der Rundfunk über die neuen weitgehen­den Vorschläge des Führers an Polen zur Regelung des Danzig- und Korridor-Problems und die ablehnende Haltung der Polen berichtet. Danach haben Unzählige in fieberhafter Erwar­tung an den Lautsprechern ausgeharrt, bis in den frühen Morgenstunden der Rundfunk das Staatsgrundgesetz des Gauleiters mit dem ehernen Satz:Die Freie Stadt Danzig bildet mit sofortiger Wirkung mit ihrem Gebiet und ihrem Volk einen Bestandteil des Deutschen Reiches" und die Proklamation des Gauleiters an die Beoöl- kerung verkündete. Und schon klebten an allen Säulen und den Hausecken der Text der Proklama­tion und des Staatsgrundgesetzes. Im Umsehen bil­deten sich Menschenansammlungen, die die Ankün- digungen unter Jubelkundgebungen lasen:Wir gehören Wieder zu Deutschland". Da brauste aus begeisterten Kehlen das Heil auf den Führer. Singend marschierte ein Zug j--Heim- wehr Danzigs durch die Straßen. Männer und Frauen schlossen sich ihm an und sangen mit. Im­mer belebter wurden die Straßen. Arbeiter gingen zu ihren Arbeitsstätten, aber ihre Frauen beglei­teten sie, und wieder blieben sie stehen an den An­schlägen, um immer wieder das zu lesen, was in früher Morgenstunde der Rundfunk sagte. Dann waren schnell alle Straßen voll. Auf diesen Tag hat Danzig gewartet. Für diesen Tag hat es sich geschmückt. Eine jubelnde, glückliche Stadt ist er­wacht. Danzig ist ein Bestandteil des Reiches ge­worden. Dafür haben treue deutsche Menschen 20 Jahre hindurch gelitten und gerungen. Noch in den letzten Tagen im Angesicht des heroischen End­sieges mußten Danziger Männer, die die Wacht bezogen hatten, für Volk und Vaterland ihr junges Leben Hingaben. Ihr Opfer wird unvergessen bleiben.

Vorläufige Regelung des Zoll- und Reiseverkehrs in Danzig

Danzig, 1. Sept. (DNB. Funkspruch.) Mit Wirkung vom 1. September 1939 ist über die vor­läufige Regelung des Zoll- und Reiseverkehrs auf dem Danziger Staatsgebiet eine Verordnung er­lassen, auf Grund der die bisherigen Vorschrif­ten über Zoll, Ein- und Ausfuhrverbote und Be­schränkungen vorläufig Anwendung finden. Die Ausfuhr von Waren aus dem Dan­ziger Staatsgebiet ist verboten. Der Reiseverkehr zwischen dem Danziger Staats­gebiet und dem Zollauslande wird für alle Per­sonen gesperrt. Ausnahmen sind nur für Per­sonen der Militärbehörden und für Heeresgut und NSB.-Transporte zulässig. Für die Mitnahme von gekauften Gegenständen durch ausländische Per­sonen, die aus Danzig abreisen, sind strenge Vor­schriften erlassen. Es dürfen nicht mehr Gebrauchs- gegenftände ausgeführt werden, als solche, die im Einzelwert nicht mehr als zwei Gulden betragen. Strenge Strafen sind bei Übertretung angedroht. Die Wareneinfuhr aus Polen und die Warenaus­fuhr nach Polen bedarf der besonderen Bewilligung der Abteilung Wirtschaft des Senats.

polensKriegsflotte" aus der Ostsee geflüchtet.

Danzig, 31. August. (DNB.) Nach einwand­freien Beobachtungen deutscher See- und Luftstreit­kräfte haben drei polnische Zerstörer im Laufe des gestrigen Tages die Ostsee beschleunigt verlassen. Sie wurden zuletzt bei S k a g e n mit westlichem Kurs gesichtet. Damit hat der Hauptteil der polnischen Flotte, insbesondere die kampfkrästigsten Fahrzeuge, jede Verbindung mit Gdingen ausgegeche