ber drek neuen internationalen Geschwindigkeitsbestleistungen durch Ihren serienmäßig hergestellten Bomber ist wieder ein glänzender Beweis des hohen Standes des deutschen Flugzeug -undMotorenbaues. Ich spreche der Besatzung, der Betriebsführung und der gesamten Gefolgschaft zu der außerordentlichen Leistung meine volle Anerkennung verbunden mit den herzlichsten Glückwünschen aus."
Eine tschechische Reqierungsiruppe.
Prag, 31. Juli. (DNB.) Anläßlich der Errich- tung des Protektorats Böhmen und Mähren hat der Führer die Aufstellung einer tschechischen Regierungstruppe für die Zwecke der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Protektorat genehmigt.
Einzelheiten über die Aufstellung und Gliederung dieser Regierungstruppe wird durch eine Verordnung der Protektoratsregierung bekanntgegeben werden, wenn die Vorarbeiten hierfür beendet sein werden. Oberbefehlshaber der tschechischen Regierungstruppe wird der Präsident. Die Verwaltungsangelegenheiten dieser Truppe gehören in den Wirkungskreis des Ministerpräsidenten. Kommandant der Regierungstruppe wird der Generalinspekteur mit dem Sitz in Prag, dem die Inspektorate Prag, Brünn und Königgrätz unterstehen. Den Inspektoren werden gemischte Bataillone in verschiedenen Garnisonen im Gebiet des Protektorats unterstellt. Die Angehörigen der Regierungstruppe, die ausschließlich tschechischer Nationalität sein müssen, sind aus den Reihen der tschechischen Armee auszuwäh- len. Ihre Ergänzung wird durch freiwilligen Eintritt tauglicher Personen aus ollen Volksschichten mit der Verpflichtung zu 25jähriger Dienstzeit er- j folgen. Die Gesamtstärke der Regierungstruppe wird 7000 Mann und 280 Offiziere betragen.
Studentischer Ausgleichsdienst im Lustschutz.
Berlin, 31.Juli. (DNB.) Der Präsident des Reichslustschutzbundes, General der Flakartillerie non S r ö d e r, hat mit dem Reichsstudentenführer Dr. Scheel eine Vereinbarung über den Aus- gleichsdienst der Studenten getroffen. Es sind zwischen dem Präsidenten des Reichsluft- i chutzbundes und dem Reichsstudentenführer Ver- äindungsführer eingesetzt worden, die folgende Aufgaben haben:
Vorbereitung und Durchführung des studentischen Ausgleichsdienstes, Auswahl und Anmeldung der Studenten, weltanschauliche Schulung, disziplinierte und gesundheitliche Betreuung, Bewertung der Leitungen für das Studium, Ueberwachung des meieren Einsatzes beim Reichsluftschutzbund während ner Dauer des Studiums und der Feriendienst- »eistung. Außerdem sollen diese Verbindungssührer "ie Luftschutzausübung des Studenten an den Uni- t «ersitäten, Hoch- und Fachschulen und den Luftschutz- Gedanken beim NS.-Altherrenbund fördern.
Zu dieser Vereinbarung bemerkt der Präsident k '>es ^Reichsluftschutzbundes in einem Aufruf folgen- ' es: Nur ein kleiner Kreis von Studenten konnte isher aus gesundheitlichen Gründen keinen Ehren- ienst an Volk und Vaterland leisten. Es mußte -ber auch für diese eine Möglichkeit geschaffen wer- en, damit ihre wertvolle Einsatzfähigkeit nicht ver- Dren geht. Durch die Einführüng einer besonderen Dienstpflicht, den studentischen Ausgleichs- ! i e n st, ist es gelungen/auch diese Studenten allen anderen gleichzustellen. Auch sie leisten Ehrendienst <m deutschen Volke, wie ihre Kameraden im Ar- teits- und Wehrdienst.
Der Reichsstudentenführer Hauptamtsleiter Dr. v ch e e l bemerkt zu der Vereinbarung u. a.: Diese Krlbst übernommene Leistungspflicht aller arbeits- iaenft- und wehruntauglichen Kameraden ist kein udentifches Vorrecht. Sie ist, wie einst im Arbeits- liienst, davon bin ich fest überzeugt, Vorbild und Lionierarbeit für eine arteigene, allgemeine und lleiche Dienstpflicht aller jungen Deutschen.
Raub an deutschemKolom'alland.
Kapstadt, 1. August (Europapreß). Der so- senannte Caprivi-Zipfel, ein 450 Kilometer onger Landstreifen der deutschen Kolonie Deutsch- Südwestafrika, der dieses Gebiet mit dem Sambesi verbindet, wurde mit Wirkung vom
August ohne Rücksicht darauf, daß er Mandatsgebiet ist, widerrechtlich von der . 'üü d afrikanischen Regierung übernommen und untersteht von diesem Zeitpunkt an der Bundesverwaltung. Als Grund für die Ueberleitung is die Südafrikanische Union wird seine geo- l^ophische Lage und Öre Gewährleistung der Internen der eingeborenen Bevölkerung vorgeschützt.
Der Caprivi-Zipfel wurde im Jahre 1890, als s-iraf Caprivi deutscher Reichskanzler war, von Eng- 1: nö an das Reich abgetreten, womit die deutsche Kolonie Deutsch-Südwestafrika Zugang zum Sam- ' tefi erhielt.
Der Bombenkrieg der Ira.
Weiter Ausweisungen. — Außergewöhnlicher Schutz der Königsfamilie.
London, 1. August. (DNB. Funkspruch.) In k o o t l e, unweit von Liverpool, explodierten in der lischt zum Dienstag zwei Bomben in der c:t r a ß e n k a n a l i s a t i on. Die Anschläge werden alfdieIra zurückgeführt. Der Schaden soll erheblich ' sein. Menschenleben wurden nicht gefährdet. In der Nöhe der Londoner Brücke über die Themse wurde orn Montagabend eine Bombe in einer Tele- p»onzelle gefunden, die jedoch noch rechtzeitig urschädlich gemacht werden konnte.
Die Morgenblätter berichten nähere Einzelheiten üter die Ausweisung von weiteren zehn irr s ch e n N a t i o n a l i st e n. Unter den neu Fest- Wiommenen befinden sich auch zahlreiche Frauen Ad sogar Irinnen unter 20 Jahren. In London mässige Mitglieder der Ira sollen geheime Anwei- lirngen erhalten haben, ihren Wohnsitz in die Provinz zu verlegen, um die Ausweisung zu verhüten. Dem Lews Chronicle" zufolge soll sich der Führer der Sn, Sean Russell, in der Nähe von Cork ' I land) aufhalten.
Auf dem Euston-Bahnhof in London, von dem oii5 bie königliche Familie London verließ, W sich nach Schloß Balmoral zu begeben, waren 8lrsichtsmaßregeln getroffen worden, wie sie in iit'em Umfange bisher noch nicht vorgenommen drrden waren. Sämtliche Zugänge zu dem Bahn- jeD, auf dem der Zug des Königs abfuhr, wurden 6: esperrt, und die Polizei hielt bis zur Abfahrt des $tges Wache.
Rur 75 von 500 Millionen.
Neue Niederlage Roosevelts.
Washington, 1. Aug. (DNB.) Der Bunde s s e n a t bereitete Roosevelt am Montag eine neue Niederlage bei seinem Versuch, die amerikanische Wirtschaft vor den nächstjährigen Wahlen mit neuen Dollarmillionen künstlich anzukurbeln. Nach einer heftigen Aussprache bewilligte der Senat mit 44 gegen 33 Stimmen 7 5 Millionen Dollar von insgesamt 500 Millionen, die Roosevelt innerhalb seines noch schwebenden Darlehnsprogramms als Kredit für ausländische Käufer amerikanischer Waren angefordert hatte. Die bewilligten 75 Millionen Dollar sollen den ausländischen Interessenten durch die Ausfuhrbank zugänglich gemacht werden. Die Opposition beanstandete die Kreditgewährung insbesondere daher weil erfahrungsgemäß die Rückzahlung Schwierigkeiten bereite. Die Präsidentschaftsanwärter Taft und V a n d e n b e r g .hatten ursprünglich sogar eine Beschränkung auf 25 Millionen Dollar verlangt.
Das Musterland der Demokratie.
Stratzenschlacht. — „Meinungsfreiheit."
Cleve land (O h i o), 31. Juli. (DNB.) Vor der Fisher Chassis-Fabrik der General Mo- t o r s - W e r k e kam es zwischen 3000 bewaffneten Streikposten und der Polizei zu einer blutigen Straßenschlacht, wobei eine Person getötet
und 35 Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Wenige Stunden später hatten kommunistische Ge- werkschaftsbonzen die Streikenden aufgehetzt und die Parole ausgegeben, auf die Fisher-Fabrik zu marschieren, weil es in den letzten Tagen Arbeitswilligen mit Hilfe der Polizei gelungen war, den Verrieb wieder teilweise zu eröffnen. Als sich am Montagmorgen mehrere Lastkraftwagen mit Arbeitswilligen und Angestellten den Fabriktoren näherten, versuchten die Streikenden die Kraftwagen in Brand zu stecken und die Tore zu stürmen. Die Werkpolizei erwiderte den Hagel von Steinen und eisernen Wurfgeschossen mit Gasbomben und Wasserstrahlen aus Feuerwehrschläuchen und schließlich mit Gewehrfeuer. Von der Werkbelegschaft streiken 7'0 0 0 Man n bereits seit mehreren Wochen. Die Streikposten sind von der Gewerkschaft auf die wichtigsten Teile der Betriebe verteilt, um den gesamten Herstellungsgang der 1940er Wagenmodelle zu unterbrechen und so die General Motors-Werke möglichst empfindlich zu schädigen.
Der durch seinen mannhaften Kampf gegen das Judentum und dessen zerstörende Kräfte bekannte Radiopriester Coughlin deutete in seiner letzten Rundfunkrede an, daß sein Leben bedroht sei, falls er seinen Kampf nicht aufgebe. Coughlin erklärte, daß chm schon seit 13 Jahren Todesdrohungen zugingen. Kürzlich habe er jedoch drei Drohbriefe erhalten, in denen der 4. September als sein „Todestag" bezeichnet worden sei.(!) Wie man wieder einmal sieht, ist es eine lebensgefährliche Angelegenheit im Musterlande der Demokratie und „freien Meinungsäußerung" irgendetwas zu tun, was der herrschenden jüdischen Clique mißfällt.
Kunst und Wissenschaft.
»Siegfried^ in Anwesenheit des Führers in Bayreuth.
Bayreuth, 31. Juli. (DNB.) Der zweite Tag des Bühnenfestspieles „Der Ring des Nibe- l u n g e n", die „S i e g f r i e d " - Aufführung, gestaltete sich am Montag in Anwesenheit des Führers zu einem von echten Bayreuther Leistungen getragenen Erlebnis. Wieder erfüllte Heinz Tietjens seelische und musikalische Leitung das Werk mit einer heldisch-heiteren gemütvollen Märchenstimmung, die auch von den von Emil Preetorius geschaffenen Bühnenbildern ausging. In der bewährten Besetzung mit Max Lorenz als Siegfried, Erich Zimmermann als Mime, Martha Fuchs als Brünhilde und Rudolf Bockelmann als Wanderer nahm das vollbesetzte Haus die Aufführung mit innerer Anteilnahme dankbar auf.
60 000 sahen die Ausstellung „Entartete Kunst".
NSG. Die Ausstellung „Entartete Kunst und Musik" in Frankfurt hatte einen großartigen Besuch zu verzeichnen. Nachdem der letzte Sonntag nochmals eine Rekordzahl brachte, haben über 6 0 0 0 0 Volksgenossen die Ausstellung beucht.
Carossa erhält den italienischen Schrifttumspreis.
Der italienische Preis von San Remo für Literatur und Kunst, der alle zwei Jahre einem ausländischen Schriftsteller zugeteilt und der besten Veröffentlichung zugesprochen wird, in der die Probleme des Krieges und der Revolution in positivem Sinne behandelt werden, fiel an den deutschen Autor Hans Carossa. Der Jury gehörten u.a. an Minister B o t t a i, Professor Farinelli und andere Mitglieder der italienischen Akademie. Der
Preis gilt nicht einem einzelnen Buch Carossas, sondern seinem dichterischen Gesamtwert. In dem Schiedsspruch heißt es, daß jedes seiner Bücher „eine Quintessenz des Lebens" enthalte. Diese Zuerkennung des Preises an Carossa ist um so bemerkenswerter, als zur Prüfung 125 Arbeiten aus 25 Staaten vorlagen, wobei Deutschland, das mit 26 Arbeiten vertreten war, lediglich von Japan mit 29 Einsendungen übertroffen wurde. — Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, hat dem Dichter ein herzlich gehaltenes Glückwunschtelegramm übersandt.
Professor Dr.-Jng. L'Orange f.
Der Erfinder des kompressorlosen Dieselmotors, Prof. Dr.-Jng. Prosper L'Orange, Ehrendoktor der Universität Karlsruhe, st arb nach kurzer Krankheit in Stuttgart. L'Orange wurde 1876 in Beirut (Syrien) als Sproß einer alten Hugenottenfamilie geboren, die sich 1890 in Ostpreußen ansiedelte. Nach dem Studium an der Technischen Hochschule in Char- lottenburg, wo er bereits mehrere Erfindungen machte, trat L'Orange in die Dienste der Gasmöto- ren-Fabrik Deutz und kam später in die Firma Benz & Co., Mannheim, wo er zum Direktor aufrückte. Später war er Generaldirektor der Motorenwerke Mannheim AG. Seit dem Jahre 1906 befaßte sich der Verstorbene mit dem Problem des kompressorlose »Dieselmotors, das er in hervorragender Weise löste. Seine Erfindungen wurden bald weltbeherrschend. Sie traten ihren Siegeszug von jener Werkstätte aus an, aus der einst auch der Motorwagen von Benz hervorgegangen war. Seit 1926, nach dem Ausscheiden aus der Motorenwerke AG., widmete sich Prof. L'Orange privaten Forschunaen. Mit ihm hat die Technik einen ihrer besten Könner verloren.
Aus aller Wett.
748 Prämien der Arbeitsbeschaffungslotterie gezogen.
München, 31. Juli, (D3l$.) Am Montag sand unter dem Vorsitz des Notars Dr. Reis im Münchener Kunstgewerbehaus die Ziehung der Prämien in de r R e i ch s l o t t e ri e für n a - tionale Arbeit statt. Dabei wurde eine Hauptprämie zu 10000 RM. in Reihe IV auf die Nummer 1 646 120, eine Sonderprämie von 5 0 0 0 R M. in Reihe I auf die Nummer 1 092 792 sowie acht Sonderprämien zu je 1000 R M. gezogen. Diese fielen auf die Losnummern: Reihe I Nummer 530117, Reihe II Nr. 142 982, Reihe IV Nr. 1 754 957, Reihe IV Nr. 327 486, Reihe VI Nr. 1 948 353, Reihe X Nr. 1 162 559, Reihe XIII Nr. 388 409, Reihe XVII Nr. 1019 614. Außerdem wurden 18 Serien weitere Prämien ausgelost. In jeder Serie gewann ein Gewinn zu 500, 20 Gewinne ZU 100 und ebenfalls 20 Gewinne zu 50 RM. Insgesamt wurden 748 Prämien im Gesamtwert von 86 0 0 0 RM. gezogen.
Hingerichtet.
Frankfurt a. M., 1. August. (DNB.) Die Iu- tizpressestelle teilt mit: Am heutigen Dienstag, 1. August, ist der am 24. Mai 1919 geborene Kurt Franke aus Fulda, der durch Urteil des Sondergerichts Kassel vorn 12. Juli 1939 wegen Verbrechens gegen das Autofallengesetz in Tateinheit mit M o r d und schwerem Raub zum Tode und zum dauernden Verlust ber bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt ist, h i n g e r i ch t e t worben. Franke, ein mehrfach vorbestrafter asozialer Mensch, hat in ber Nacht zum 13. Juni auf ber Straße Frankfurt- Dietzenbach ben Reiseoertreter Karl Engelhardt, den er dorthin gelockt hatte, im Auto ermordet und beraubt.
Ml der Seilschwebebahn über den Rhein.
Die Internationale Derkehrsaus- stellung Köln 1940 wird eine Seit« chwebebahn erhalten, die die Stadt mit dem Ausstellungsgelände verbinden wird. Sie wirb am Deutschen Ring hinter ber Bastei ihren Einsteia- bähnhof erhalten, von hier aus, langsam ansteigend, den Rhein überqueren, und auf der anderen Seite ihren höchsten Punkt in einem 60 bis 70 Meter hohen Turm finden, dessen Terrasse den Benutzern der Bahn Gelegenheit geben wird, den schon während der Schwebefahrt gewonnenen schönen Ausblick auf Stadt, Strom und IVA-Anlage aus der Vogelschau in Ruhe zu genießen. Vom Turm der Schwebebahn geht die Führung dann über das Ausstellungsfreigelände hinweg, parallel der Pracht- traße bis zum Haupteingang der IVA, wo mit dem Bahnhof der Liliputbahn auch die zweite Sta-1 tion der Schwebebahn angelegt werden wird.
Zwei schwere Verkehrsunfälle.
Zwischen Erlenbrunn und Kettrichhof (Pfalz) rannte ein Lieferkraftwagen, ber verbotswidrig 15 Arbeiter von einer Baustelle mitgenommen hatte, die keine Sitzgelegenheit hatten, in hoher Fahrt auf der
völlig übersichtlichen Straße in den Straßengraben, kam wieder auf die Fahrbahn, stieß gegen einen Straßenbaum, den er wie drei weitere starke Bäume glatt umlegte, um dann über die Böschung hinabzustürzen. Er blieb völlig zertrümmert liegen. Ein Arbeiter blieb tot am Platze, ein zweiter fi a r b auf dem Transport ins Pirmasenser Krankenhaus, sechs Schwerverletzte mußten glslch- falls eingeliefert werden, während alle übrigen leichter verletzt worden sind. Die näheren Umstände sind noch nicht geklärt, doch farm nach der Lage der Dinge angenommen werden, daß der Wagenlenker, der selbst schwer verletzt wurde, unter Alkohol-Einfluß stand.
*
Beim Kieler Berg in Bad Bramstedt fuhr ein von Neumünster kommender Lastkraftwagen mit 28 Insassen gegen einen Kantstein. Der Wagen stürzte um und begrub die Insassen unter sich. Zwei Personen wurden getötet, 17 weitere mußten mit mehr oder weniger schweren Verletzungen ins Krankenhaus Neumünster gebracht werden.
keine Spur von Watteaus „L'JndMrent".
Das aus dem Pariser Louvre-Museum gestohlene Gemälde „Der Indifferente", ein Meisterwerk Watteaus, hat der französischen Polizei ein Rätsel aufgegeben, das sie bis heute noch nicht zu lösen vermochte. Abgesehen von dem allgemeinen Polizeieinsatz wurden noch drei Spezialinspektoren der französischen Polizei mit der Jagd nach dem entwendeten Kunstwerk beauftragt. Diese drei Beamten haben ihren ersten Bericht erstattet. Sie haben allen Poli- jeien der ganzen Welt einen „Steckbrief" des Gemäldes übermittelt, haben sich durch Riesen-Berge von Briesen und Informationen hindurchgewühlt, viele Hunderte Telephongespräche geführt, aber trotz allen eifrigen Bemühungen bisher noch keine wirkliche Spur von dem gestohlenen Gut oder dem Dieb entdecken können. Es ist von Interesse, aus dem Bericht der drei Kriminalisten zu entnehmen, wie stark auch die Teilnahme des französischen Publikums an der Sache sich bemerkbar macht. So meldete eine Frau ber Polizei, daß sie im Traum den „Indifferenten" in den Vereinigten Staaten gesehen hat, und daß ihre Träume sich bisher noch immer als wahr erwiesen hätten. Ein anonymer Bries beschuldigte einen wegen seines wehenden Haarschopfes und langen Bartes bekannten Maler des „Quartier Latin", den Watteau gestohlen zu haben. Als die Beamten bei diesem Mann erschienen, wies er mit hoheitsooller Gebärde auf die unverkauften Werke aus feiner Hand, die an den Wänden prangten, und erklärte, daß er keinerlei Verdienst in den „Schmierereien eines Watteau" sehe. Die Polizei ist im übrigen der Auffassung, daß noch kein Versuch unternommen wurde, das gestohlene Gemälde zu verkaufen. Dazu ist das Werk bei den in Betracht kommenden Kreisen auch viel zu bekannt. Wahrscheinlich wird es vorläufig noch verborgen gehalten, und wenn die Polizei es nicht finden sollte, kommt es möglicherweise erst nach Jahren wieder irgendwo aus dem Kunstmarkt zum Vorschein.
Riesenstatue König Alberts enthüllt.
sw w w
Am Eingang des Albert-Kanals in Belgien, dessen Inbetriebnahme durch einen Dammbruch um Jahresfrist verschoben werden mußte, wurde jetzt dieses Überlebensgroße Standbild König Alberts, des Vaters des jetzigen Königs der Belgier, feierlich enthüllt. Unser Bild zeigt das Denkmal am Kanaleingang kurz nach der Weihefeier. — (Scherl-M.)
Verheerende Unwetter in Holland und Belgien.
In der Nacht zum Montag ist die holländische Provinz Nord-Brabant durch ein furchtbares U n - wetter heimgesucht worden. In den Städten Hertogssnbusch und Eindhoven wurden ganze Reihen von Häusern durch einen Wirbel st urm ihrer Dächer beraubt. Große Bäume wurden entwurzelt und zahlreiche Wege unpassierbar gemacht. Nach Mitteilungen des niederländischen meteorologischen Instituts handelt es sich um eine Anzahl von Windhosen, die durch das Land gezogen sind. Diese Windhosen traten mit einer solchen Heftigkeit auf, wie man es sonst nur in tropischen Gegenden beobachten kann.
In Oostvleteren mußte die Feuerwehr eingreifen. Ihr Kommandant wurde durch einen herabgerisse- nen Hochspannungsdraht von einem elektrischen
öS**81
ist die große SunlichtNeu- Schöpfung auf dem Gebiete moderner Feinwaschmittel!
Sie zahlt als r. Preis im FEX- Preisausschreiben 8 Jahre lang monatliche Erziehungsbeiträge von ;o Mark! Sie können das Geld auch in bar bekommen. Prospekte beim Kaufmann oder durch die Sunlicht Berlin.
Die Preisfrage lautet: „Was sagen Sie zu FEX?“ kkXnur 2 8 Pf.
^2 alUaiifai
Schlag getroffen, der seinen Tod herbeiführte. In Brüssel wurden viele Schornsteine geknickt und Telephondrähte zerrissen. Eine ganze Anzahl von Per- onen, die während des Orkans nicht rechtzeitig Schutz suchen konnten, wurden verletzt.
Zwölf Tote durch Blitzschlag in Lettland.
Die baltischen Staaten — insbesondere Lettland — wurden in diesem Jahr von schweren Gewittern, die Menschenovfer forderten, heimgesucht. Dieser Tage sind in der Nähe Rigas wieder zwei Landbewohner durch Blitzschlag getötet worden. Die Zahl der Blitzopfer in Lettland beträgt dieses Jahr bereits 12.
Wetterbericht
Mitteleuropa liegt im Bereiche einer lebhaften Weftftrömung, die frische, vom Meer stammende Luftmassen hereinführt. Die Folge ist schnell wech- elndes Wetter mit Aufheiterung aber auch kürzeren leichteren Schauern. Eine Aenderung dieses Witterungscharakters ist zunächst nicht zu erwarten.
Vorhersage süv Mittwoch: Wechselnd bewölkt mit Aufheiterungen, jedoch auch noch örtlich auftretende kurze Schauer, Temperaturen wenig geändert. Westliche Winde.
Vorhersage für Donnerstag: Im ganzen freundlich, vielfach aufsseheitert, aber nicht beständig,
Hauptschriftleiter Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- chein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: )r. Fr. W. Lange (beurlaubt), i. V.: Ernst Blum- chein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für Stadt Ziehen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; ür Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A VI. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezuas- preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufs, preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illu- ’trierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.


