Ausgabe 
1.8.1939
 
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vom 31. Juli bis einschl. 12. August 1939

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Mein lieber Mann, mein guter Vater, Schwiegersomi und Schwager

Gießen (Gnauthstraße 10), den 1. August 1939.

Die Beerdigung findet in der Stille statt.

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Gießen, den 31. 3uti 1939

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In vielen Teilen des Reiches ist als Folge des Abgehens von der Anerbensitte und der Anwendung des Rechtes der freien Teilbarkeit eine starke Zer­splitterung der Feldflur anzutreffen. Wenn man durch diese weniger im Norden und Osten, mehr im Süden und Westen anzutreffenden Gebiete mit den vielen kleinen Feldstücken fährt, dann soll man nicht glauben, daß hier kleinster Bauernbesitz zu Hause wäre. Die Höfe, zu denen diese kleinen Flur­stücke gehören, haben oft eine ganz ansehnliche Größe, nur ihr Grundbesitz ist ungeheuer zer­splittert und über die ganze Feldmark des Dorfes verteilt, hier gibt es Betrieb von 60 Morgen, die über 150 einzelne Parzellen besitzen. Immer wieder wurden bei Erbauseinandersetzungen die ehemals vernünftig groß geschnittenen Felder geteilt so daß diese Parzellen heute oft nicht breiter sind als 3 bis 5 Meter!

Was das für die Bewirtschaftung bedeutet, kann auch der, der nicht viel von Landwirtschaft versteht, schnell begreifen. Man spricht sowieso schon davon, daß die Landwirtschaft einTransportgewerbe wider Willen" ist, weil bald die Hälfte aller Arbeit im landwirtschaftlichen Betrieb Transportleiftungen sind Was im normalen Betrieb schon lästig ist, wird in diesen Betrieben mit vielen Einzelparzellen unerträglich. Um an seine 150 Parzellen zu kom­men muß der Bauer kilometerlange Wege zurucr- leaen. Man hat errechnet, daß sich, durch Sum­mierung der Einzelwege bei dem oben heran- aezoaenen Beispiel ein Gesamtweg von 186 Kilo­meter ergibt! Es ist klar, daß durch diese Wege

Don sämtlichen Gemeinden sind nun für die Pla. nunasarbeiten Luftbilder ausgenommen, die lieber. sichtsbilder bringen und die Möglichkeit bieten, durch das Stereoskop die Gemarkung auch räum, lich zu sehen. Das bedeutet für den Sachlandmesser eine große Hilfe beim Wege- und Planprojekt. Die Eintragung von Höhenschichtlinien macht ihn in seinen Entwurfsarbeiten unabhängig vom Wetter, aber auch vom Stand der Früchte auf dem Felde. Wenn der Landmesser bisher in den Monaten Juni, Juli und die Hälfte August, sowie im Dezember, Januar und Februar draußen nicht arbeiten konnte, so kann er jetzt zu 80 v. h. sein Projekt zu Hause bearbeiten.

Das Kulturamt Simmern hat aber nicht nur Pionierarbeit bei der Beschleunigung der Umlegung durch Anwendung modernster Arbeitsverfahren ge­leistet, hier wird auch die Reichsumlegungsordnung so angewandt, wie sie künftig überall als Grund­lage für die Umlegungsarbeiten dienen soll. Z. B. wurde der Grundsatz aufgestellt, daß nur 3 Acker-, und 2 Wiesenobfindungen gegeben werden, da es schr wohl möglich ist, in dieser Zahl nahen, mitt­leren und weiten, guten, mittelguten und schlechten Besitz, sowie leichten, mittleren und schweren Boden im Wiesenbesitz, Tal- und Hangwiese auszugleichen, hier im Hunsrück sind übrigens auch interessante Ergebnisse der sogenannten Dorfauflockerung zu sehen, aus den zu eng gewordenen Dörfern sind Betriebe herausgenommen und außerhalb des Dorfes neu aufgebaut worden, wobei sie im Um­legungsverfahren statt ihres früheren Teilbesitzes 1 bis höchstens 2 zusammenhängende Flurstücke er. halten haben. Die im Dorfe freigewordenen hof- stellen wurden an die Nachbarn aufgeteilt. Mit der Umlegung ist im Kreise Simmern auch die Durch­führung aller wasserwirtschaftlichen Arbeiten eng. stens verbunden.

Keine Zeugnisse in Urschrift

iouDem nuz Zeugnis, abicfiriften Dem Be- werbungSjchreiben bei­legen l Lichtbilder undBewerbungsunter. 'tgen müfien zur Ver- meibung von Verlusten auf Der Rückseite Ra- men und Anschrift des Bewerbers trauen l

Gießen, den 30. Juli 1939.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 2. August, nachmittags 2 Uhr, in Rodheim/Bieber, vom Biebertalbahnhof aus statt Abfahrt der Biebertalbahn in Gießen 13.20 Uhr.

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auch sehr viel wertvolles Land verloren geht An jedes Stück einen Weg heranzufuhren, war über­haupt nicht möglich, so daß die meisten Parzellen nur im sogenannten Flurzwang bewirtschaftet wer­den können, d. h. im Dorfe wird vereinbart, daß hier Sommerfrucht und da Winterfrucht gebaut wird und daß, wenn die Zeit zur Ernte reif ist, der erste anfangen muß, damit die anderen über die abgeerntete Parzelle auch zu ihren Stucken kommen können. Diese Schwierigkeit verhindert eine alle Erzeugungsmöglichkeiten ausnutzende zeitgemäße Bewirtschaftungsweise. Auch durch die verständliche Neigung z. B. nur den eigenen Acker düngen zu wollen, 'wird dort, wo die Parzellen Zusammen­stößen, viel Land nicht richtig gedüngt Es liegen also hier Erzeugungsreserven von erheblichem Aus­maße verborgen.

Der Beseitigung dieser unmöglichen Zustande dient die Umlegung. Obgleich Flurbereinigungen schon seit Jahrzehnten möglich waren, hat man doch nur in bescheidenem Maße davon Gebrauch ge­macht, so daß im Reich heute noch rund 5 Millionen Hektar Land umlegungsbedürftig sind. Der Grund lag sowohl darin, daß unter den Nachbarn häufig keine Einigung zu erzielen war, als auch dann, daß das Umlegungsverfahren bisher recht kompli­ziert gehandhabt werden mußte. Beide Schwierig­keiten hat die am 16. Juli 1937 erlassene Reichs­umlegungsordnung beseitigt. Zur Umlegung bedarf es heute nicht mehr der Zustimmung aller Be­teiligten, und auch sonst ist im Interesse der dringend notwendigen Flurbereinigung manche Er-

Flugzeuge Helsen bei tandeslullurarbeilen.

Einsatz modernster Hilfsmittel zur Beschleunigung der Umlegungsverfahren.

leichtenmg für die Umlegungsarbeiten gegeben wo?den. Trotzdem bleibt eine schwierige Aufgabe übrig. Bis in einem Landkreis alle Kleinparzellen beseitigt sind, ein neues öegenefc geplant unö die neuen wenigen großen Flurstücke ols Abfindung für die zahlreichen kleinen im Grundbuch em getragen worden sind, vergehen Jahre, fast Jahr- ^Woran liegt es, daß die Umlegung fo lange dauert? Man mutz sich klar mvchen. daß mcht nur der Kataster in vielen tausend Einzelsallen berich­tigt d. h. ein ganz neuer aufgestellt werden muß, sondern daß diese Berichtigung ja nur die büro­kratische erhebliche Zeit und Kräfte fordernde Aus­führung' eines Planes ist, der vielerlei berücksichtigen muß. Jeder will nicht schlechter gestellt werden als sein Nachbar, ebensoviel guten Boden bekommen, nicht viel weitere Weae haben oder ein sehr viel chwerer zu bewirtschaftendes Stück eich alten. Dies und die besonderen Wünsche muß der Plan berück­sichtigen. Und das alles muß er vereinigen, nicht nur mit einem Wegeprojekt, sondern überhaupt mit den vorhandenen Möglichkeiten des Geländes. Die Entwurfsarbeiten für das Wege- und Plan­projekt muß der Sachlandmesser draußen im Freien machen, er ist also auch von der Jahreszeit ab­hängig, was die ohnehin schwierige und zeitraubende Arbeit abermals verlängert.

In einem Kreis der Rheinprovinz, dem Kreis Simmern, in dem mit ganz besonderer Energie und nach den neuzeitlichsten Methoden die Um­legungsarbeiten vorangetrieben werden, hat man neue Wege beschritten. Durch den Einsatz des Flug­zeuges konnte die Zeit, die für die Arbeiten im Kreise vorgesehen war, um die Hälfte verkürzt, d. h. auf 10 Jahre herabgesetzt werden. Man hatte schon eine erhebliche Zeitverkürzung durch eine Umorga­nisation in der Aufteilung der Arbeiten erreicht.

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