Aus der engeren Heimat.
Offenbachs Haushaltsplan nach zehn Jahren erstmals wieder ausgeglichen.
Lpd. Offenbach, 30. Juni. Sn der Ratsherrensitzung der Stadt Offenbach am Donnerstag konnte Oberbürgermeister Dr. Schranz die Mitteilung machen, daß es 1939 erstmals nach zehn Jahren wieder gelungen fei, einen ausgeglichenen Haushaltsplan vorzulegen. Dieses Ergebnis muß als ein einzigartiger Erfolg nationalsozialistischer Gemeindeverwaltung gewertet werden, wurde doch noch im Rechnungsjahr 1932 ein Fehlbetrag von über 8 Mill. Mark ausgewiesen. Die Haushaltssatzung für 1939 setzt die Einnahmen und Ausgaben für den ordentlichen Haushalt auf 15 843 300 Mark und für den außerordentlichen Haushalt auf 2 418 650 Mark fest. Das Ist-Aufkommen der reinen Gemeindesteuern beträgt nach dem Haushaltsplan 1939 8 444 000 Mark gegenüber der Rechnung 1937 mit 5 542 000 Mark. Diese Mehreinnahmen aus Gemeindesteuern sind allein durch den natürlichen Steuerzuwachs entstanden. Die Aufwendungen für das Mrsorgewesen sind im abgelaufenen Rechnungsjahr erneut bedeutend zurückgegangen. Das Rohvermögen der Stadt Offenbach beträgt rund 65 Millionen Mark. Die Schulden beliefen sich am 1. April d. I. auf 36,3 Mill. Mark, das bedeutet eine Verminderung der Schulden um 2,092 Mill. Mark. Der Oberbürgermeister teilte in der Sitzung mit, daß der Reichsstatthalter in Hessen die Stiftung zur Errichtung eines Kun st Hauses in Offenbach genehmigt habe. Das Stiftungskapital wurde aus einer Zuweisung aus nicht selbständigen städtischen Stiftungen in Höhe von 52 000 Mark und aus den von der Konzertgesellschaft Offenbach verwalteten Barbeträgen und Wertpapieren aus der Kunsthauslotterie mit rund 41 400 Mark gebildet.
Landkreis Gießen.
△ Großen-Linden, 30. Juni. Gestern wurde der infolge eines Unfalles verstorbene Ortsbauernführer und Beigeordnete Wilhelm Wenzel zu Grabe getragen. Ein Trauergeleite, wie es unser Ort nur selten sieht, folgte dem Sarge des so jäh in den besten Jahren aus dem Leben gerissenen Mannes. An der Spitze marschierten die politischen Leiter der Gemeinde, die Kriegerkameradschaft, der Gesangverein „Germania", dessen 1. Vorsitzender der Verstorbene war und die Freiwillige Feuerwehr. Rach der Gedächtnisrede des Ortsgeistlichen
sprach Bürgermeister Michel zu der großen Traueroersammlung und hob die großen Verdienste des Verstorbenen um die Gemeinde und besonders um den Bauernstand hervor. Nachdem die Kriegerkameraden eine dreifache Ehrensalve über dem Grabe abgefeuert hatten, fanden zahlreiche Kranzniederlegungen statt, und zwar im Auftrage der Gemeinde, des Gemeinderats, der Gemeindeangestellten, des Gesangvereins, der Kriegerkameradschaft, des Kreissängerbundes, der Altersgenossen und der Schulklasse seiner Tochter. Umrahmt war die Trauerfeier von zwei Chören des Gesangvereins „Germania" unter Leitung des Lehrers Blaß.
Großen-Linden, 1. Juli. Am heutigen Samstag, 1. Juli, kann unsere Mitbürgerin, die Witwe Christine Menges, geb. Menges, ihren 8 3. Geburtstag feiern. Die hochbetagte Frau nimmt an den Geschehnisse unserer Zeit noch regen Anteil. (Wir beglückwünschen zum Geburtstag!)
Kreis Büdingen.
g. Schotten, 30. Juni. Dieser Tage wurde der alte, Gemeindeschäfer Karl Funk zu Grabe getragen, der bald ,6 0 Jahre im Dienst der Stadt und der Schäferei stand. — Das altehrwürdige Rathaus, ein sehenswerter gotischer Fachwerkbau, erhält eben einen neuen Anstrich. Die dicken, massiven Eichenbalken kommen besonders schön zum Vorschein. — In der Hauptdurchfahrtsstraße am alten Krankenhaus ist ein Parkplatz eingerichtet worden.
c. Schotten, 20. Juni. Der neu in den Gemeinderat berufene Ratsherr Pg. Wilhelm Hoffman wurde in der gestrigen Ratsherrntagung in sein Amt durch den Bürgermeister eingeführt und vereidigt. Die Rechnung des städtischen Wasserwerks, die in Einnahme mit 19 010 Mark und in Ausgabe mit 17 603 Mark abschließt, wurde vorgetragen und angenommen. Grundstücksbesitzer, die ihre Gärten an die städtische Wasserleitung anschließen wollen, müssen, so wurde beschlossen, die Zuleitung auf ihre Kosten legen lassen. Heber die neue Siedlung am Schleifenweg und ein weiteres Bauprojekt wurde verhandelt. Im Beisein des Chefarztes Dr. W a l - t e r wurde eine Reihe von Fragen des städtischen Krankenhauses besprochen.
Sprechstunden der Reduktion.
11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschloffen.
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„Rund um Schotten" vorzüglich vorbereiiei.
Wo sieht der Zuschauer am besten?
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Neue Fahrstrasse zur Rennstrecke =- Lugangsweg f. Fußgänger Strasse vom Rennbüro (S) bis Strecho für jeden Verkehr gesperrt
Wer am 9. Juli 1939 das traditionelle Rennen „Rund um Schotten" miterleben will, der muß sich heute schon dafür interessieren, von welchem Platz aus er dieses große Motorsportgeschehen am günstigsten beobachten und verfolgen kann.
Wenn man durch das schöne oberhessrsche Landstädtchen Schotten kommt, so stößt man an dessen Ortsausgang auf die Rennstrecke. Sie teilt sich nach Nord und Süd und führt hinaus zur Poppenstruth. Dieser Punkt liegt 330 Meter höher als Start und Ziel, so daß die Rennfahrer auf vielen Kurven einen ganz gewaltigen Höhenunterschied zu überwinden haben.
Größere Parkplätze befinden sich unmittelbar an diesen Zuschauerplätzen, auf denen man, neben einer
herrlichen Rund sicht über den schönen Vogelsberg, einen guten Ueberblick über große Streckenteile hat.
Auf der Südstrecke ist ein besonders bevorzugter Platz an der großen Kehre zwischen Kilometer 10 und 11. Dort steht allerdings nur ein kleiner Parkplatz zur Verfügung, aber für diejenigen, die ihr Fahrzeug dort nicht mehr abstellen können, wird ein kurzer Fußmarsch von den nächstgelegenen Parkplätzen durch den schönen Laubwald nach der Anfahrt sehr willkommen sein.
Im übrigen sind an allen wesentlichen Zuschauerplätzen riesige Lautsprecher aufgestellt, die dem Zuschauer den Stand des Rennens fortlaufend vermitteln, so daß jeder Besucher von „Rund um Schotten" überall auf seine Kosten kommen wird.
Henner Henkel unter den letzten Acht
Englische Tennismeisterschaften in Wimbledon.
Der deutsche Meister Heinrich Henkel eröffnete am Freitag bei den englischen Tennismeisterschaften in Wimbledon den Reigen der Spiele auf dem Hauptplatz. Im Kampf um den Eintritt ins Viertel- final war der Franzose Jacques B r u g n o n sein Gegner, der am Vortag überraschend den Italiener des Stefam ausgeschaltet hatte. Brugnon war dem Deutschen in keiner Weise gewachsen. Henkel spielte sehr konzentriert und arbeitete besonders am Netz recht erfolgreich. Jngesamt gab Henkel nur vier Spiele ab und siegte sicher mit 6:1, 6:3, 6:0 über feinen 44 Jahre alten Gegner. Im zweiten Satz ließ Henkel den Franzosen auf 3:0 davonziehen, aber dann buchte Henkel eine Serie von 12 Spielen (!) hintereinander, womit der Kampf entschieden war.
Außer Henkel kamen noch der Jugoslawe P u n ° cec, der Amerikaner E. Smith und der Inder Ghaus Mohammed unter die „letzten Acht". Bei den Frauen erreichten u.a. Frau Sperling
(Dänemark), Frau Mathieu (Frankreich), Frau Halst (Frankreich), Frau Fabyan (USA.) und die Engländerinnen Scott und Stammers das Achtelfinal.
Im Männer-Doppel blieb das deutsch-dänische Paar Gulcz-Plougrnan nach einem harten Kampf mit den Neuseeländern Malfroy-Coombe auf der Strecke. '
Weitere zehn Segelflieger in Stettin.
Zielstreckenflug vor dem Abschluß.
Mit Recht kann man den vorletzten Tag des Ziel- strecken-Segelflugwettbewerbs als einen Großkampf- lac; bezeichnen. Nachdem der Donnerstag infolge des schlechten Wetters keine größeren Leistungen zugelassen hatte, herrschte am Freitag sehr gutes Flugwetter, so daß sich die Teilnehmer schon zu früher Stunde in Magdeburg, Brandenburg und Rangsdorf auf die Reise machen konnten. Als Erster erreichte NSFK.-Sturmführer Huth bereits um 10.55 Uhr den Zielflughafen Stettin; dann folgten Obersturmführer Reu kauf, der von Rangsdorf kam, Segelfluglehrer- Ritter, Sturmführer Hof
mann, Hauptsturmfuhrer Peters, Flugkapitän Hanna Reitsch, Truppführer Kracht, Sturmführer Krafft, Obersturmführer Beck und Oberleutnant Flatowfki. Nur noch ein Tag steht für die zurückgebliebenen Segelflieger zur Verfügung; bann ist dieser Zielstreckenflug zu Ende, der an alle Teilnehmer, Flieger und Bodenpersonal, große Anforderungen stellte. Insgesamt haben jetzt von 22 Teilnehmern vierzehn das Ziel erreicht.
Hedwig Haß wieder Meisterin!
Deutsche Fechtmeisterschaften in Wuppertal.
Es ist der deutschen Florettmeisterin Hedwig Hast (FC- Ofenbach) bei den Deutschen Fechtmeisterschaften in Wuppertal geglückt, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen, obwohl sie erst nach Stichkampf in die Endkämpfe gekommen war. In der Schlußrunde wurde die Meisterin von der Offenbacherin Lilo Deutzer mit 4:2 bezwungen, siegte dann aber gegen ihre gefährlichste Widersacherin, die Wienerin Ellen Preiß, mit 4:2. Beide Fechterinnen blieben später jedoch ohne Niederlage, erfochten sechs Siege und mußten zum Stichkampf antreten. Hier lag die Titelverteidigerin zuerst 2:0 zurück, siegte dann aber doch noch über 3:2 mit 4:3.
Bei den Männern nahmen 80 Florettfechter den Kampf um die Deutsche Meisterschaft auf, die der Wiener Rudi Fischer nicht verteidigt.
Rennfahrer Seaman im Londoner Vorort putney beigeseht.
Der englische Rennfahrer Seaman wurde am Freita-gnachmittag in dem Londoner Vorort Putney beigesetzt. Im Auftrag des Führers legte ein Ver
treter der deutschen Botschaft am Grabe des bet dem Rennen von Spa mit einem deutschen Wagen tödlich Verunglückten einen Kranz nieder. Korpsführer Hühnlein hatte ebenfalls einen Kranz geschickt.
lleber 1OOO Wettkämpfer beim Keldbergfeff.
Das Feldbergfest, das älteste deutsche Bergfest, erlebt am kommenden Sonntag auf dem Gipfel des Feldbergs im Taunus feine 85. Wiederholung. Die Beteiligung bei diesem reichsoffenen Fest ist auch diesmal ganz ausgezeichnet; 135 Vereine aus den Gauen Südwest, Baden, Hessen, Mittelrhein, Niederrhein und Sudetenland haben für die verschiedenen Mehr-, Mannschafts- und Staffelkämpfe über 1000 Meldungen abgegeben. Am volkstümlichen Dreikampf der Männer (Oberstufe), der aus 100- Meter-Lauf, Kugelstoßen und Weitsprung besteht, werden sich 125 Athleten beteiligen, während zum gleichen Kampf der Unterstufe 360 Meldungen abgegeben wurden. Bei den Frauen (75-Meter-Laus, Hochsprung, Kugelstoßen bzw. 75-Meter-Lauf, Weitsprung, Dollballwurf) wurden 50 bzw. 185 Meldungen abgegeben. Der wichtigste Mannschaftskampf ist der um das Dölfungenhorn, der im Vorjahr vom Polizei-SD. Frankfurt gewonnen wurde. Neben dem Preisverteidiger find diesmal H Frankfurt, JG.-Farben Höchst, Tv. 1871 Mainz, Tv. Neu-Isenburg, Tbd. Wiesbaden, Tv. Weilmünster, Jahn- Gem. Oberursel und Tv. Mannheim-Seckenheim be* teiltgt. Ein Faustballturnier und Mannschaftskämpfe im Fechten stehen ebenfalls auf dem Programm.
Der Veranstaltung wird u. a. auch Reichsdietwart Kurt Münch (Berlin) beiwohnen.
Rundfunkprogramm.
Sonntag, 2.3uH:
6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Wir fingen den Sonntag ein! 8.45: Dichter im Dritten Reich: Gerhard Schumann: „Schau und Tat". 9: Deutsche Meister. Max Reger. 10: „Gläubiges deutsches Herz". Eine Stunde der Besinnung am Feiertag. 10.50: Zauber der Melodie. Frederic Delius. 11.15: „Brüder über dem Meer". Schicksale und Begegnungen. Hörfolge. 12: Musik am Mittag. 13: Die SA.-Gruppe Kurpfalz im Wettkampf. Bericht vom großen Wehrmannschaftskampf und von der großen Ausstellung in Darmstadt. 13.15: Musik am Mittag. 14: Kind erstünde für groß und klein: „Wir fahren ins Weltmeer, und fehlt auch das Geld sehr, wir bleiben doch munter und frisch". Mit der Kameradschaft Frieder nach Norwegens Fjorden. 14.30: Volkstum und Heimat: Uf’m Bergli bin i gfeffe... Alemannische Volkslieder aus der Schweiz. 15.15: Platzkonzert. Es spielt der Musikzug der SA.-Gruppe Kurpfalz. Dazwischen: Berichte von den Sportwettkämpfen der SA.-Gruppe Kurpfalz in Darmstadt. 16: Nachmittagskonzert. Tanz- und Unterhaltungsmusik. Einlage: 1000 Jahre Heilbad Salzig. 18: Rund um das Tanzparkett. Er und Sie beim Walzertakt. Erlauscht von Werner Brinkau. 19: Die Kuban-Kosaken singen. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. 19.50: Die Sportwettkämpfe der SA.- Gruppe Kurpfalz in Darmstadt: Die Sieger. 20: Nachrichten. 20.15: Aus dem Kurhaus Bad-Nau- heim: Abendkonzert. Einlage: Jugoslawische Novellen. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtkonzert.
Montag, 3. 3uli:
5 Uhr: Frühmustk. Es spielt das Musikkorps eines Flakregimentes. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Morgenlied, Morgenfpruch — Nachrichten. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für den Garten. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt das Orchester des Oberschlesischen Landestheaters. 10: Schulfunk. Kinderliedersingen, Blatt 4. 11.40: Ruf ins Land. 12: Schloßkonzert. Es spielt das Niedersachsen-Orchester. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Wir blättern in unserem Aufnahme-Album (Eigen
aufnahmen des Reichssenders Frankfurt). 16: Nachmittagskonzert. Ausführung: Das Sinfonie- und Kurorchester Badenweiler. Einlage 17 bis 17.10: Neues für den Bücherfreund. 18: Am Rande der Dorfstraße. Häuser, Höfe und Aecker erzählen... 18.30: „Visier 250". Unsere Infanterie im Gefechtsdienst. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher (Jndustrie-Schallplatten und Eigenauf- nahmen). 20: Nachrichten. 20.15: Sonne über Schwarzwald gipfeln. Landschaft, Brauchtum und Geschichte längs der alten Höhenstraße Pforzheim- Basel. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kürze. 22.35: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 3: Nachtkonzert.
Dienstag, 4.3uti.
5 Uhr: Frühmusik. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Morgenspruch. Nachrichten. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Ausführung: das kleine Orchester des Reichssenders Frankfurt. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. 10: Schulfunk: Was Amerika den Deutsche verdankt. Eine Hörfolge. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. Ausführung: das Rhein-Mainische Landesorchester. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Klein — aber fein! (Eigenaufnahmen des Deutschen Rundfunks.) 16: Aus Bad Ems: Nachmittagskonzert. Ausführende: das Staatliche Kurorchester Bad Ems. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Volk und Wirtschaft. Die Reichsbahn — das größte Unternehmen der Welt. 18.15: Wunder des Möwenflugs. 18.30: Platzkonzert. Ausgeführt vom Musikkorps der 2. Schiffstamm-Abteilung Wilhelmshaven. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Dom Niederwald zum Deutschen Eck: Unsere Jungen und Mädel auf froher Rheinfahrt. 20: Nachrichten des drahtlosen Dienstes. Anschließend: ,Hier spricht die Reichsgartenschau". 20.15: Konzert zum 85. Geburtstage von Heinrich Zöllner. 21: „Steputat & Co." Eine Kleinstadtkomödie von Helmut Lang. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kürze. 22.20: Politische Zeitungsschau. 22.40: Großer Tanzabend 24 bis 3: Nachtkonzert.
Wirtschaft.
Mein-Mainische Börse.
Mittagsbörfe uneinheitlich.
Frankfurt a. M., 30. Juni. Die Börse hatte am Aktienmarkt kein besonderes Geschäft. Es fehlte an Kundschaftsbeteiligung. Die Kursentwicklung blieb weiterhin uneinheitlich, es überwogen aber erneut Rückgänge. Von den zunächst nur wenig notierten Werten notierten IG. Farben mit 142 bis 141,75 (141,90), Metallgesellschaft mit 110,50 (111), Aschaffenburger Zellstoff mit 82,65 (83,65), Berger Tiefbau mit 140 (141), Verein. Deutsche Metall mit 165 (167) und Deutsche Linoleum mit 143 (150,50) bei 7,2 Prozent Dividendenabgang. Leicht erhöht waren Reichsbank auf 185 (184,75), Mannesmann mit 102,25 (102) und Rheinmetall bei 63 Prozent Dividendenabfchlag auf 113,50 (119,50). Hoesch mit 105 und AEG. mit 108 lagen unverändert. .
Am Renten markt waren Steuergutscheine angeboten. Serie I. die vorbörslich noch mit 103,45 umgingen, ließen bis auf 102,60 nach, Serie II Juni auf. 97,40 (97,50) und per Juli etwa 97,05 (97,35). Das zunächst wenig lebhafte Geschäft war später etwas reger. Am Pfandbriefmarkt hat das Angebot wesentlich nachgelassen, ebenso in den Konsolidierungsanleihen des Reiches. Liquidationspfandbriefe und Stadtanleihen behauptet, Industrie- Obligationen bis 0,25 v. H. nach beiden Seiten abweichend. Reichsaltbesitz unverändert 131,65, Reichsbahn-DA. 121,90 (121,75), Dekosama I 137,25 (136,75).
Im Verlaufe blieb das Geschäft ohne Belebung, die zum Teil bekannt gewordenen Ausführungen des Reichsbankpräsidenten auf der Reichsbank-HV. blieben ohne Einfluß. Weitere Notierungen ergaben sich kaum. Die erst später festgestellten Kurse wichen etwa 0,50 bis 1 v. H. ab Motorenwerte waren etwas erholt, BMW. 126 bis 126,25 (125,50), Daimler 117,50 (117). Fester Südd. Zucker mit 218 (216,50).
Der Freiverkehr war ruhig, etwas höher Verein. Fränk. Schuh mit 75 bis 77 (74 bis 76). Tagesgeld zog auf den Bedarf zum Halbjahres- Ultimo auf 3,25 (2,75) v. H. an.
Abendbörfe gut behauptet.
Das Abendbörfengefchäft verlief träge, zumal wegen des bevorstehenden Wochenendes. Die größtenteils nominellen Kurse wiesen kaum Abweichungen auf, wie auch sonst die Gesamthaltung gut behauptet war. IG. Farben 0,25 v. H. ab
bröckelnd auf 141,75. Knapp gehalten waren außerdem von Elektropapieren Gesfürel mit 122,50 (123), Schuckert mit 172 (172,50) und AEG. mit 107,50 (108) und am Montanmarkt Mannesmann mit 102 (102,25). Dagegen etwas höher gefragt Verein. Stahl mit 97,75 (97,50), Rheinstahl mit 131 (130,75). Adlerwerke mit 96,50 (96). MAN. mit 136,50 (136) und Berger Tiefbau mit 140,25 (140). Scheideanstalt und Metallgesellschaft lagen u. a. behauptet mit 205,50 bzw. 110,50. Von Renten brök- feiten Reichsaltbefitz 0,13 v. H. ab auf 131,50, Reichsbahn-VA. unverändert 121,90. Steuergutscheine Serie II etwas lebhafter und höher, Juni 97,35, Juli 97,20; Serie I still und mit 102,70 unverändert.
Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.
Frankfurt a. M., 30. Juni. Obwohl am Ob st markt die Zufuhren an Erdbeeren und Kirschen sehr groß sind, reichten sie für die starke Nachfrage nur knapp aus. Stachelbeeren und Johannisbeeren hatten gutes Angebot und wurden ebenfalls flott abgefetzt. In Heidelbeeren lagen geringe Mengen aus Schlesien vor. Die Preise wurden allgemein weiter ermäßigt. Aus dem Ausland lagen geringe Zufuhren an Pfirsichen und Aprikosen vor, Apfelsinen fanden kaum Interesse. — Am Gemüsemarkt herrschte weiterhin starkes Angebot, insbesondere an Salat und Kohlrabi. Bei mittleren bis schleppendem Geschäft und teilweise rückläufigen Preisen verblieben starke Ueberftiinbe.
Frankfurter Eier- und Vutter-Grohmarkt.
Frankfurt a. M., 30. Juni. Die geringere Legetätigkeit der Hühner ließ keine Steigerung der Eier anlieferungen an die Kennzeichnungsstellen zu. Für die Versorgung der städtischen Verbraucher kommen daher vornehmlich Auslandseier in Betracht, die' im wesentlichen aus den Nordländern und zum Teil aus Holland stammten. Vorläufig wird man kaum mit einer Besserung der Eierversorgung rechnen können.
Im Gegensatz zu der sonstigen Entwicklung im Reich ist in der Milchwirtschaft Hessen-Nassaus der sommerliche Höchststand noch nicht erreicht. Bei noch leicht gestiegener Milchanlieferung konnte daher die Butter erzeugung etwas ausgedehnt werden. Für die Versorgung des Rhein-Main-Gebietes waren allerdings trotzdem die üblichen Au^ucheli^erun- qen durch die Reichsstelle nötig, zumal auch die Fremdenverkehrsgebiete neben den Großverbrauchern zusätzlich beliefert werden mußten,


