Somit wird im Juli unser Tisch gedeckt sein?
geheuere Befruchtung des deutschen Geistes in der Hagen, Bolter und Dietrich von Bern sind ebenso Eiten Hälfte der Hohenstaufenzeit stammte. Ohne lebendige, mit einer starken und doch beherrschten . ri .ff r ... crß aAma Ma /YA>tajs flD/Mflörhn.nh ß^offiflifion niio fFtPokfirf 1ttlh
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Von Oberregierungsrat Or. Wolfgang (Llauß.
Der SptiKeramZahntzof
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Geschichten aus aller Welt
Meisterhand gezeichnete Gestalten, wie Ekkehart und Uta, wie Hermann und Reglindis, wie die Witwe
Ausdruck kommt.
Diese Lebenskreise, die ihre Bewegungskräfte aus der politischen Aktivität der Gegenwart gewinnen und sie in einprägsamen Bildern des Wortes und des Tones schildern, wurden durch Werke ergänzt, die den Arbeitswillen und den Arbeitsvorgang verschiedener Berufe schildern. Es ist einleuchtend, daß hier die Wahl des Textes die Grundlage bilden kann und muß, auf der die Phantasie des Komponisten frei schaltet. Zugleich aber ist es nur natürlich, daß jene Berufe verherrlicht wurden, deren Tätigkeit in einer idealistischen Beziehung zu den volkswichtigen Aufgaben unserer Zeit stehen.. Das Bauerntum stand im Mittelpunkt der chorischen Feier ,Lob des Bauernstandes". Walter Neins „Erntefeier" erreicht vor allem in den besinnlichen Teilen eine schöne, man möchte sagen herzliche Gefühlstiefe, die bereits wesentlich in absolute Bezirke der Kunst vorstößt. Ein ungemein aktives und hoch interessantes Werk ist Karl Schäfers Kantate „Die Kelter". Das Lob des Weinbaues wird hier gesungen, mehr noch aber kommt es in den prägnanten instrumentalen Zwischenspielen zum Ausdruck, die die außerordentliche Phantasie des Komponisten, die er vor Jahren schon mit einem Klavierkonzert beim Weimarer Tonkünstlerfest bewiesen hat, zu großartigen Bewegungsbildern der Arbeit ohne jede aufdringliche Ueberdeutlichkeit
In den kommenden Wochen wird die Gemüse- versorgung, dem Fortschreiten der Jahreszeit entsprechend, von anderen Gemüsearten beherrscht werden wie im Juni. Während in den letzten Wochen Kopfsalat Kohlrabi, Frühwirsing und Spargel im Vordergrund standen, werden im Juli in erster Linie Blumenkohl, Tomaten, Bohnen und Karotten reichlich vorhanden sein und sich zum bevorzugten Verbrauch empfehlen. Daneben wird die Hausftau selbstverständlich auch noch andere Gemüsearten am Markt finden, jedoch dürften die Anlieferungen bei den genannten Gemüsearten besonders umfangreich werden. Jedenfalls sind im Juli wiederum reiche Möglichkeiten gegeben, um dem Gemüse in unserem Küchenzettel den bevorzugten Platz einzuräumen, den es aus volkswirtschaftlichen und gleichzeitig auch gesundheitlichen Gründen verdient. Diese Tatsache sollte um so mehr beachtet werden, als grundsätzlich .erneut darauf hingewiesen werden muß, daß der Fleischverbrauch in Deutschland ganz allgemein nicht weiter erhöht werden sollte. Besonders wäre es erwünscht, wenn in den körperlich nicht schwer arbeitenden Schichten der Bevölkerung allgemein die Ueberlegung angestellt würde, daß zuviel Fleisch für ihre Gesundheit nicht nur nicht erforderlich, sondern sogar schädlich ist. Es ist zweifellos richtig, wie kürzlich von einem maßgebenden Mann der Gesundheitsführung festgestellt wurde, daß heute so viel "Fleisch in Deutschland verbraucht wird, daß es oft nicht mehr Nahrungsmittel, sondern Genußmittel ist. Gerade der Geistesarbeiter sollte aber zur Erhaltung seiner unentbehrlichen Leistungsfähigkeit auf Fleisch als Genußmittel verzichten und sich auf die wirklich für die Ernährung erforderliche Fleisch-
führt.
Die beiden abendfüllenden Werke, das uraufgeführte Oratorium Paul Höffers „Der reiche Tag" und das schon in Düsseldorf bei den Reichs- musiktagen gehörte Werk „Saat und Ernte" von Kurt Thomas bewegen sich in recht gegensätzlicher Weise um den im Grunde gleichen Gedanken: wie jeder Tag für sich, so ist auch der Kreislauf eines ganzen Jahres (in Thomas' Werk am Jahreslauf des bäuerlichen Wirkens geschildert) dem Rhythmus von Arbeit und Ruhe unterworfen. Höffer, der bei den Reichsmusiktagen 1939 mit einem Kompositionsauftrag ausgezeichnet wurde, erreicht eine ausgesprochen oratorische Breite: die Chöre besitzen Schwung, ohne je das Niveau einer künstlerischen Prägung zu verlassen, die Homophonie herrscht vor, und man möchte in unserer von der polyphfien übermüdeten Zeit ausrufen:
Lieferant auch
Ihrer Kranken Kasse
nicht in besonders großem Umfange, auf den Markt kommen wird.
Im übrigen hat die Hitze Anfang und Mitts Juni die Obsternteaussichten zweifellos besinn trächtigt. Mit einer Rekordobsternte dürfte also wohl nicht mehr zu rechnen sein. Für die Möglichkeit, den Fleischverbrauch zu vermindern, dürfte deshalb vor allem wichtig sein, daß die Fischversorgung in den nächsten Wochen nicht nur reichlich, sondern auch besonders vielseitig sein wird. Zu dem Kabeljau, Rot- bars und Seelachs, der schon in den letzten Wochen reichlich zur Verfügung stand und auch im Juli nicht fehlen wird, kommen nunmehr für einen bevorzugten Verbrauch auch noch Salzheringe, Bücklinge und Marinaden in Frage.
Selbstverständlich kommen zur Deckung des Eiweißbedarfs als Ersatz für das Eiweiß von Fleisch auch weiterhin Buttermilch, entrahmte Frischmilch, auch in Form von Trockenmilchpulver, Harzer, Mainzer, Schimmelkäse und Quarg in Frage. aei züglich der Vollmilch ist darauf aufmerksam zu machen, daß hier ein verstärkter Verbrauch, zul dem 'das Sommerwetter meist Veranlassung gibt, volkswirtschaftlich nicht erwünscht ist; denn
Graz, Ende Juni.
Die „Stadt der Erhebung", das schöne Graz in der grünen Steiermark, die vergangene Zeiten des Deutschen Reiches Zaun" genannt haben, hat vier Tage hindurch neue deutsche Chormusik gehört. In allen Sälen der Stadt, voran im berühmten Landhaus, einem prachtvollen Renaissancebau im Herzen der Stadt, in den schönen mittelalterlichen Höfen, oben auf dem Burgberg, draußen in den benachbarten Dörfern und schließlich in den großen Fabriken sangen nahezu vierzig Chöre aus dem ganzen Reich: Graz war zur klingenden Stadt geworden. Das Fest der deutschen Chormusik, das der Reichsverband der gemischten Chöre Deutschlands, nach Bremen und Augsburg als drittes Reichstreffen in Graz veranstaltete, brachte ein Programm, das in allen Formen neuer deutscher Chormusik die lebendigen Impulse der Zeit auffing. Die Konzerte, die man allerdings eher als Zusammenkünfte musikbegeisterter Menschen zu gemeinsamem Musizieren nennen möchte, hatten besttmmte Titel, Gedanken, die sich mit wenigen Ausnahmen auf die Grundideen unserer Zeit beziehen lassen: die Werke besangen die Schönheit deutscher Landschaft, sie sprachen vom Ethos der Arbeit, das die tättge Kraft aller Deutschen und aller Berufe auszeichnet, sie verherrlichten den großdeut- | eben Gedanken. Als Ergebnis der Grazer Tage muh daher über der rein künstlerischen Wertung die Feststellung stehen: Hier in der Chormusikübung der Gegenwart treffen sich kunstbereite Menschen in großer Zahl; keine andere Musikform ist imstande, die Grundlage, auf der dann auch zur hohen Kunst erzogen werden kann, wirklich so breit ins singende Volk hineinzubauen.
Aus der Ueberfülle der Musiken seien nur einige „Richtlinien" erwähnt, die unsere Komponisten sich gestellt haben. Von der Schönheit deutscher Landschaft sprachen K. F. Noetels im Auftrage der gemischen Chöre geschriebene Kantate „Unser Land und H. Sp ittas Kantate „Land, mein Land" nach Worten von Karl Bröger; beide Werke sind aus dem politischen Lied der Gegenwart entstanden. Sehr viele neue Werke stellen in einer meist symbolisch-hymnischen Weise das große Ziel unserer Zeit in den Mittelpunkt. Armin Kn ab faßt Hölderlin-Hymnen (auch HansWedigin feinem „Hymnus" der Liebe") unter dem Titel „Das heilige Ziel zusammen; der hohe künstlerische Geschmack Knabs schaffte ein Kunstwerk schönster Eindringlichkeit. Unter dem Titel „Volk im Lied" waren a capella-Sätze zu hören: neben Rein, Simon, Brust, Jörns und Spitta fiel wieder Armin Knab auf, dessen „Deut- scher^Morgen"-Chor zu den schönsten Ergebnissen der Grazer Tage zu zählen ist. Eine Sud eten- deutsche Chorstunde, deren Werke den Weg
Frohmut herrscht, instrumentale „Zwischenspiele", Serenaden und manches andere waren willkommene Besetzungsoariationen.
Alle die Tätigen zu nennen, ist unmöglich. AuS allen Teilen des Reiches kamen Städtische Chöre in großer Zahl und Madrigaloereinigungen. Sie haben, das zeigten die Tage in Graz, durchweg ein hohes Niveau, und schon die Beschäftigung mit den satztechnisch und chorisch meist schwierigen Werken beweist sa zur Genüge, welcher Unternehmungsgeist unsere Chöre beherrscht und was sie können müssem Hans Rutz.
Das Fest der deutschen Chormusik
Heimat und Arbeit als Themen neuer Chormusik.
Von unserem Sonderberichterstatter.
quicklebendig wurde und schleunigst das Zimmer verließ. Inzwischen kam der Arzt, aber das vergiftete Kind war verschwunden. Nur ein winziger Raum der großen Wohnung war verschlossen, und alles Trommeln an die Tür war vergeblich. Der Arzt hatte sich unterdessen die Flasche mit den Resten des tödlichen Giftes angesehen und begann sogleich herzhaft zu lachen. Die Eltern sahen ihn entgeistert an, bis er sie aufklarte, daß ein harmloses Abführmittel der Inhalt der Flasche war. Mit Rizinus hatte der Apotheker dafür gesorgt, daß Selbstmordlust nebst Liebeskummer abgefuhrt wurden und die drohende Tragödie zu einem happy end wurde.
Füchse mit Diamanten und Perlen.
Ndz. Oslo.
Die Pelztierzucht in Skandinavien entwickelt sich in jüngster Zeit sozusagen zu einem Zweig des Juweliergewerbes. Nachdem die Norweger aus dem bekannten Silberfuchs als veredelte Form den Platinafuchs herangezüchtet haben, liey e- Den schwedischen Pelztierzüchtern keine Ruhe. Sie zeigen seit einigen Wochen ein Zuchtergebnis das sie wegen der hellglänzenden Stellen auf dem Pelz „Diamantenfuchs" getauft haben Aber die norwegischen Konkurrenten nahmen das Rennen aus. Sie kommen als neueste Leistung mit dem „Perlfuchs" Der Silberfuchsfarmer Garthus in Begna- dalen wartet jetzt mit Tieren auf, die im allgemein nen den Platinafiichsen «pichen aber dazu em Bauchfell von ganz besonderer Art besitzen. Es schillert perlmutterartig vom Hellen Grau zum Blau und Violett. — Daher der Name „Perlfuchs .
Schwimmenlernen wäre das Beste!
AS. Stockholm.
In den skandinavischen Ländern, die ja besonders reich an Seen und Flüssen sind und noch dazu aus- qedehnte Meeresküsten haben, sind in der Sommersaison die Todessalle durch Ertrinken uechalMlS- mäßig zahlreich. Alle Menschen baden, leider kon- mn aber nicht alle Menschen schwimmen - nur
Polyphoniker, auch die homophone Satzweise kann, ohne einer betonten Romantik zu verfallen, „heute noch" schöne Ausdrucks- und Bewegungstiefen er» reichen.
Am Rande der großen Themen der Grazer Tage gab es natürlich vieles, worüber man sich herzlich freuen sollte: Cesar Bresgens „Bauernhochzeit ist ein großartiger Wurf, nur die zimperlichen werden etwas dabei finden, wenn man einer natur» lieben Degeberchett, wie es eine Bauernhochzeit fit, auch ebenso naturhafte Rhythmen und Melodien gibt. Eine luftige Chorstunde bewies ebenfalls, daß unter den Sängern noch aller Zeiten herzlicher
Löwen unmittelbar bei seinem Hause brüllen und sah aus dem Fenster das Tier, wie es ein von ihm niedergeschlagenes Kalb verzehrte. Er gab einen Schuß ab und traf den Löwen an der Schulter, der darauf in großen Sätzen davonsprang. Auf seine Meldung durch den Fernsprecher versammelte sich morgens eine Anzahl Männer bei seinem häufe, die die Spur verfolgten und den Löwen auf einem Felde etwa 2 Kilometer entfernt auffanden. Als die Jäger näherkamen, sprang der Löwe auf und stürzte ihnen entgegen, gerade auf den Führer der Treibjagd, Redmond zu, der aber sofort schoß: die Kugel ging dem Tier durch den Kopf, so daß er tot zusammenbrach. Der Löwe war noch jung und in der Gefangenschaft geboren und aufgewachsen.
Unglück in der Liebe... und im Spiel.
Ndz. Paris.
Der Rechtsanwalt in Vienne an der Jfere ist über Nacht zum schwärzesten Pechvogel des kleinen französischen Städtchens geworden. In einer Konditorei sah er endlich die Dame sitzen, die er schon längst auf der Straße von fern angfichmachtet hatte. Er faßte Mut, faßte dann in die Brieftasche unö riß schnell einen Zettel heraus, auf den er eine Einladung zum Stelldichein schrieb, die er Der Schönen überbringen ließ. Sie verließ daraufhin die Konditorei, erschien aber abends nicht zum Rendezvous. Der Enttäuschte schlich betrübt in seine Junggesellenbude und lauschte dem Rundfunk Das wurde eine aufregende Sache: Unglück in der Liebe, Glück im Spiel! Sein Lotterielos war mit einem Gewinn von einer Million Franken herausgekommen. Meder faßte er in die Brieftasche, aber das Los war verschwunden. Da dämmerte ihm die Erkenntnis, daß er in der Hast das jetzt so kostbar gewordene Los für sein Billet doux verwandt hatte. Am nächsten Tage suchte er wieder Die Konditorei auf und traf auch die gesuchte Dame an. Diesmal heischte er nicht Liebe, sondern einen Zettel. Tert vor Erschütterung bebender Stimme erklärte Die Schöne, sie habe auf der Straße Den Zettel mit der unverschämten CinlaDung in tausend Fetzen zerrissen und fortgeworfen. — Womit angesichts Der strengen Bestimmungen der französischen Sottem für den Rechts anwalt ein Vermögen verloren ist. das er beinahe besessen hätte.
schaffen.
Die große Bewegung umfaßte viel mehr als nur das Gebiet der bildenden Kunst. Die Männer und Frauen, die im Dom von Naumburg stehen, haben auf ihren Schlössern das Nibelungenlied gehört, als es noch eine neue Kunde war. Weder als Kunstwerk noch als zeitgeschichtliches Kulturdokument ist es anders denkbar als auf dem Hintergrund Der Musischen Epoche. Wir hören den Mißmut des Dichters in jenem Verse durch, wo er Darauf anspielt, im modernen kirchlichen Zeitalter sei es nicht mehr erlaubt, alle Geschichten von Siegfried zu erzählen, und wir können es beklagen, daß uns darüber die deutsche Fassung der Heldensage, Dort wo sie sich mit dem Göttermythus berührt, unbekannt geblieben ist. Der Dichter aber sah sich dadurch zu der mächtigen Straffheit Der Handlung und zu der menschlichen Vertiefung der Charaktere gezwungen, durch die sich das Nibelungenepos selbst über die Homerischen Gedichte erhebt. Diese Charakter sch We- rung ist höchste Kunst. Siegfried und Kriemhild,
etwa 50 v. H. in Schweden —, und die Folge fit, daß viele hundert Peifionen jährlich das Leben durch Ertrinken verlieren. Nun hat man in Dänemark eine energische Aktion gegen dieses Hebel ergriffen. Der dänische Rettungsbund und das Rote Kreuz haben zusammen eine Kommission gebildet, die die Badeplätze genau kontrollieren und eine große Anzahl an Rettungsmannschaften heranbilden wird. Wie der Sekretär des schwedischen Lebensrettungsbundes, Hauptmann Möller, mittsilt, denkt man auch m Schweden daran, ähnliche Maßnahmen zu ergreifen.
Ein starker Mann.
Ndz. Kopenhagen.
Durch eine erstaunliche Kraftleistung hat Der nord- jütische Bauerngutsbesitzer Alfted Olsen einem jun« qen Müllerburschen das Leben gerettet. Der junge Mann war Der rotierenDen Mittelachse Der Windmühle so nahe gekommen, daß sein Rock in Das Getriebe geriet. Auf seine Hilferufe eilten Olsen und ein Nachbarsohn Axel Nielsen herbei. Die Abstellvorrichtung funktionierte nicht, und Die Lage Des eingeklemmten Müllerburschen wurde immer kritischer. Der baumstarke Olsen brachte es aber fertig, mit Aufbietung aller seiner Kraft einen Wmd- mühlenflügel mitten im Lauf festzuhalten. Fast eine Viertelstunde lang hielt er auf diese Weise d,e Drehung auf. Inzwischen hatte Nielsen mit dem Messer den Rock abgetrennt, der in Die Achse geraten war und Den unglücklichen Müller zu stran- gutieren drohte.
Löwenjagd in Irland.
C.L. Belfast.
Eine dramatische Löwenjagd fand in einer der letzten Nächte in der Umgebung von Wexford in Irland statt. Der Löwe war aus der Menagerie eines Wanderzirkus entwichen, während er von einem Käfig zum anderen gebracht werden sollte, glücklicherweise, ohne daß die 2000 Zuschauer Den Vorgang bemerkten. Sofort wurde in dem ganzen Gebiet Alarm gegeben, und aus Den verschiedenen Ortschaften eilten zahlreiche Gendarmen, Waldhüter und Bürger herbei, die eine Treibjagd begannen, während die Einwohner Der Dörfer stH.angsterfiillt in ihren Häusern verbarrikadierten. Die Nachfor- chungen blieben zunächst erfolglos. 2Iber um drei Uhr morgens hörte Der Farmer Wynters Den
jede Zunahme des Verbrauchs von Vollmilch führt zu einem Rück gang Der Buttererzeu« gung. Diese Tatsache sollte man sich auch besonders im Zusammenhang mit der nun einsetzenden Frühobsternte vor Augen halten. Warum nicht zum Beispiel Erdbeeren mit Quarg statt Erdbeeren mit Vollmilch? Selbstverständlich bleibt auch für Den Juli die alte Parole bestehen, Fett nach Möglichkeit durch verstärkten 2S er « zehr von Kohlehydraten, wie Kartoffeln, Kartoffelmehl, Sago, Deutschem Puddingmehl, Haferflocken, Graupen. Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Rübensaft zu ersetzen.
Die Aussichten für die kommende Versorgung mit pflanzlichen Nahrungsmitteln sind er* freulicherweise nicht ungünstig. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts war der Stand des Getreides Anfang Juni im Deutschen Reich größtenteils recht gut. Der Winterroggen zeigte allgemein eine sehr gute Entwicklung, der Winter- weizen, Der allerdings beträchtliche Auswinterungen zu verzeichnen hatte, hat sich im letzten Monat in seinem Stand etwas verbessert. Lediglich die Wintergerste steht weniger gut als in normalen Jahren. Der Stand des Sommergetreides ist ebenfalls als recht gut anzusprechen. Trotz der teilweise stark verzögerten Bestellung liegen die Begutachtungs, Ziffern im Reichsdurchschnitt bei allen Sommergetreidearten über mittel, zum Teil sogar höhe« als im Vorjahr. Die Entwicklung Der Hackfrüchte ist durch Die kühle Witterung im April und Mai etwas aufgehalten worden. Bei allen Hackfrüchten, von den sehr wichtigen Spätkartoffeln abgesehen, ist der Stand jedoch besser als zup gleichen Zeit des Vorjahres. Die Futterpflanzen stehen mit Ausnahme des Klees ebenfalls besser als in Durchschnittsjahren. Auch Der Stand des Gemüses wird in den Hauptanbaugebieten nach den bisherigen Ermittlungen des Statistischen Reichsamts bei fast sämtlichen Gemüsekulturen besser bewertet als int Vorjahr.
menge beschränken.
Wenn Diese Forderung hier mit aller Offenheit ausgesprochen wird, so fit dabei zu betonen. Daß hierfür nicht etwa eine in nächster Zeit zu erwartende Zuspitzung der Versorgungslage mit Fleisch maßgebend ist (zumal die Schwemeanlie- erungen in Den nächsten Monaten zunehmen wer- jen), sondern lediglich Die allgemeine Entwicklung des Fleischverbrauchs in den letzten Jahren und Monaten. Es sind schon wiederholt Zahlen über die Steigerung des Fleischverbrauchs seit 1932 genannt worden. In der Regel waren dies jedoch Die Angaben über den Fleischverbrauch je Kopf Der Bevölkerung. Von sachverständiger Seite ist nun, um das enorme Ansteigen des Fleischverbrauchs in Deutschland einmal ganz klar vor Augen zu führen, berechnet worden, daß das deutsche Volk im Jahre 1938 einen Mehrverzehr an Fleisch gegenüber 1932 hatte, der insgesamt fast 8 Millionen Schweinen entspricht. Der Mehrverzehr an Schweinefleisch allein, also ohne den in Der eben genannten Zahl eingerechneten Mehrverzehr von Rind-, Kalb- und Hammelfleisch, betiug im Jahre 1938 gegenüber 1932 nämlich 4,2 Millionen Schweine. Diese Zahlen zeigen, wie unerhört Die Derbrauchszunahme ist. Es dürfte demnach jedermann einleuchten, daß eine Fortsetzung dieser Entwicklung zwangsläufig zu Spannungen m der Fleischversorgung führe« muß. Einer derartigen Derbrauchssteigerung vermag weder Die. Jnlands- erzeugung trotz größter Anstrengungen, die Produktion zu erhöhen, zu folgen, noch fit es möglich, die Einfuhr in dem erforderlichen Umfange zu steigern, weil derart große überschüssige Fleischmengen am Weltmarkt gar nicht zur Verfügung stehen. Die darum notwendige Parole einer Verminderung des Fleischverbrauchs dürfte im gegenwärtigen Zeitpunkt um so williger ausgenommen werden, als nicht nur reichli ch G e m ü s e zur Verfügung steht, sondern nun auch Frühobst allmählich mehr und mehr, wenn auch zunächst noch
den stauffichen Welthorizont und ohne Die geistige Beweglichkeit, Die jene Epoche in Deutschland erweckte, sind Die Skulpturen in Naumburg ebenso wenig zu denken, wie ihre Vorstufen in Bamberg und Straßburg und wie die Goldene Pforte in Freiberg, das schönste Kirchenportal, Das je ge-
Verantwortung (eitet: mit Heinrich Sirnbrtger, dessen Chöre nach Gedichten aus Georges „Der Stern des Bundes" hohes Können und eine eigenartige, starke Klangphantasie auszeichnen, und mit Felix Petyrek, Diesem geschmackvollen Komponisten, Der nun als Nachfolger ©rabners in Leivzig amtiert. Auch Karl Höllers Hymnischer Gesang (nach Worten aus Dem Indischen!), Eberhard Wenzels „Daß Dein Herz fest sei" und ©rabners „Weg ins Wunder" zählen zu den größeren Musik- formen Der Tage, deren gleichnishafte Symbolkraft auch in Der breiten Anlage Der Musikform zum
Tas ist die Liebe der Matrosen.
Ndz. Paris.
Der H8A.-Kreuzer „Omaha" hat nach zweijährigem Aufenthalt im Mittelmeer feine Anker gelichtet und Villesranche verlassen. In den Blattern wird aus diesem Anlaß mitgeteilt, daß sich in dieser Zeit 70 Besatzungsmitglieder mit französischen Mädchen verheiratet haben. Auch den anderen siel aber der Abschied nicht leicht, denn sie hatten in den Jahren das Leben an der Riviera liebgewonnen. Die vielen Mädchen, die sich auch noch Hoffnungen gemacht hatten, aber unverheiratet geblieben, fino, werden jetzt mit der Neuigkeit getröstet, daß ein anderer 08A.-Kreuzer, „Trenton", in Kürze den Platz der „Omaha" im Mittelmeer übernehmen wird. In den Zeitungen wird scherzhaft bemerkt, daß Die Seeleute mit ihrer Heirat einen recht ansehnlichen Beitrag zur französisch-amerikanischen Freundschaft im Verhältnis zu manchen Diplomaten geleistet hätten.
Rizinus gegen Liebeskummer.
Ndz. Buenos Aires.
Der kluge Blick eines Apothekers hat in einem Vorort der argentinischen Bundeshauptstadt einem Mädchen das Leben gerettet. Dorita hatte wie jedes hübsche Mädchen ihren Schatz. Eines Tages wich das Idyll dem Liebeskummer,, und Dorita war plötzlich überzeugt davon, daß sie aus dem Leben scheiden müsse. In einer Apotheke verlangte sie Cyankali, damit sie die Ameisen im väterlichen Garten ausrotten könne. Der Apotheker sah Tranenspuren, schloß auf Liebeskummer und gab dem Mädchen ein Fläschchen mit einem .schwarzen Toten- topf uni) der dicken Aufschrift „Gift!". Dorita ging nach Hause, schloß sich in ihr Zimmer em und trank die Flasche leer, um dann den Eltern mtt- zuteilen, daß sie sich soeben vergiftet habe Das Haus geriet in größte Aufregung, Arzt und Polizei wurden schnell benachrichtigt, und unterdessen lag Dorita stumm auf ihrem Bett, den süßen ~oo erwartend. Der schlich nun zunächst in Den Magen und setzte ihr bald so. ernsthaft zu, daß sie wieder
unD ©ruf Dietmar, Der Erschlagene, im Naumburger Domchor. Weil Das Leben selbst in so freien und hohen Wellen ging, Darum vermochte Damals auch Die Kunst Den Steinen und Den Versen solch ein Leben zu geben.
Es war Die große Politik des staufischen Geschlechts, feine ungeheure Künheit und fein Streben nach Dem Höchsten, wodurch sich Der Deutsche Horizont jener Zeit so ins Weite Dehnte. Mochten Die Wissenschaften und Die ritterlich höfische Kultur Des Mittelalters ihren ersten Aufschwung auch in Frankreich erlebt haben — es war Doch etwas anderes, wenn Die Idee Des Imperiums einen 70- jährigen Helden, wie Barbarossa, unter dem Kreuz sterben ließ, oder wenn sein Sohn Dem byzantinischen Kaiser entbieten ließ, er wolle Die Grenze des Abendländischen Reiches nach Thessalonich setzen! Diese stauische Politik hat Deütschlands erste hohe Kulturblüte heraufgeführt. Als die Staufen Dahinsanken, verlor Das Deutsche Leben, erst äußerlich, und Dann auch innerlich, Das großartige Format, zu Dem es gelangt war, und Das ihm ein Kurfürstenkollegium ebenso wenig wiedergeben konnte, wie Der Tuchhandel und Die Heringsflotte Der Hanseaten.


