Ausgabe 
1.6.1939
 
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Aus der engeren Heimat.

PL.-Gefolgschast 8/116 Watzenborn-Steinberg.

Garbenteich. Am kommenden Freitag, 2. Juni, hat der Standort Garbenteich geländesportliche Schulung. Die Jgg. treten hierzu 20.30 Uhr beim Heim an. Mitzubringen ist außer Schreibzeug noch Schulungsmaterial für Geländesport, soweit vor­handen.

Hausen. Der Standort Hausen hat am kom­menden Freitag, 2. Juni, geländesportlichen Unter­richt. Zu diesem Dienst treten sämtliche Jgg. mit Schreibzeug und Schulungsmaterial für Gelände­sport, z. B. Karte, Kompaß. Meldeblock, um 21 Uhr an.

Großfeuer in Tlidda.

8 Nidda, 31. Mai. Heute gegen 11 Uhr ent­stand in der vor den Toren der Stadt gelegenen Holzschneiderei der Firma August Pfaff & Söhne innerhalb weniger Minuten ein ge­waltiges Feuer, das sich bei dem starken Sturmwind mit rasender Schnelligkeit ausbreitete. Die Flammen zerstörten dieWerk statt, den Maschinenraumund den Motoren­raum samt allen Maschinen voll st ä n - d i g. Der rasch hevbeigeeilten Feuerwehr gelang es nur noch, die in der Nähe des Brandherdes lagern­den H o l z v o r r ä t e , die zum Teil ebenfalls schon brannten, zu retten. Die Löscharbeiten wurden durch starken Nordwind sehr erschwert, ferner hatte die Feuerwehr reichlich viel Arbeit durch die Not­wendigkeit langer Schlauchleitungen zu der ziem­lich weit entfernten Nidda bzw. dem Eis- und Fisch­weiher. Bis gegen 14 Uhr hatte die Feuerwehr angestrengt zu tun, um des Brandes Herr zu wer­den. Der Schaden wird auf 12 000 R M. be­ziffert.

Ueber die Brandursache hören wir von unterrichteter Seite, daß das Feuer durch Fun­kenflug beim Anlassen des Oelmotors entstanden ist. Die Tür zum Motorenraum war durch den Wind in dem Augenblick aufgeflvgen, als der Oelmotor augelasseu werden sollte. Durch den Funkenflug entstand an der offenen Erwärmelampe des Oelmotors eine Flamme, die zu Boden schoß und dabei in die Sägespäne kam, die bei dem starken Luftzug sofort Feuer fingen, das sich bei dem Sturmwind in wenigen Augenblicken zum verheerenden und unaufhaltsamen Brand ausbreitete.

Veteranen des Schulamtes.

-Friedberg, 31. Mai. Ein Wiedersehens- trsfsen führte gestern in unserer alten oberhessischen Seminarstadt die hessischen Lehrer zusam­men, die 189 3 das hiesige Lehrerseminar verlassen haben und ins Schulamt eintraten. Bon den 38 Abiturienten des Jahres 1893 sind 14 schon ver­storben. Die andern stehen 46 Jahre ununterbro­chen im Schulamt und werden, soweit es nicht schon geschehen, nun in den wohlverdienten Ruhestand treten, da sie in diesem Jahre die gesetzliche Alters­grenze erreichen.

Mit dem Motorrad gegen ein Auto.

* Atzbach (Kreis Wetzlar), 1. Ium. Am gestrigen Mittwochabend fuhr auf der Landstraße bei Atzbach in einer scharfen Kurve der Drogistenlehrling Willy Keller aus Atzbach mit einem Motorrad, über das er die Herrschaft verloren hatte, gegen ein Auto. Dabei stürzte der junge Mann so un­glücklich, daß er einen Oberschenkelbruch er- likk und von der Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes nach Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht werden mußte. Bei dem heftigen Anprall wurde der vordere Teil des Motorrades zertrümmert.

Auf Urlaub 1000 Mark gewonnen.

Lpd. M a r b u r g, 31. Mai. Ein bei einem Frank­furter Truppenteil dienender Soldat aus W a l l a u, der gelegentlich seines Pfingsturlaubes in einem hie­sigen Kaffeehaus einkehrte, hatte dort das Glück, bei einem Loeoerkäufer der Arbeitsbeschaffungslotterie einen 1000-Mark-Gewinn zu ziehen.

Raubüberfall im Taunus.

Einen 74jahrigen Mann niedergeschlagen und seiner Barschaft beraubt.

LPD. Frankfurt a. M., 31. Mai. Am Diens­tagnachmittag wurde auf dem Fußweg, der von der Saalburg zum Herzberg - Sandplacken führt, von einem Unbekannten auf einen 74 jährigen Mann aus Frankfurt ein R a u b ü b e r f a l l verübt. Auf der Saalburg hatte der alte Mann den ihn Unbekannten angesprochen und um Aus­kunft über die einzuschlagende Wegrichtung nach Oberstedten gebeten. Der Unbekannte erklärte sich bereit, dem alten Mann den Weg zu zeigen und ging mit. Eine halbe Wegstunde von der Saalburg entfernt erreichten beide einen Tannenschlag. Hier versetzte der Unbekannte dem alten Mann plötzlich einen Stoß gegen den Oberkörper, daß er in das dichte Unterholz fiel, würgte den Ueberfallenen und schleifte ihn in das Unterholz hinein. Dort bear­beitete er sein Opfer so lange mit Faustschlägen und Fußtritten ins Gesicht, bis der alte Mann das Be­wußtsein verlor. Blutüberströmt wurde der Ueber- fallene später von Spaziergängern aufgefunden: glücklicherweise sind die Verletzungen nicht lebens­gefährlicher Natur. Der Täter, es handelt sich um einen etwa 30jährigen Mann, hatte seinem Opfer die Geldtasche mit etwa 30 Mark In­halt geraubt. Der Täter ist etwa 1,70 Meter groß un£) spricht schwäbischen Dialekt. Auffallend an ihm ist die starke natürliche Gesichtsbräune. Er hat dunkles, wahrscheinlich schwarzes, gescheiteltes Haar, schmales längliches Gesicht, spitze Nase und spitzes Kinn Bekleidet war er mit dunklem Jakett und dunkler Hose. Sachdienliche Mitteilungen nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Spinale Kinderlähmung.

Lpd. Biblis, 31. Mai. In Biblis wurde bei einigen Kindern spinale Kinderlähmung festgestellt. Aus diesem Grunde bleibt der Kinder­garten für die nächsten vierzehn Tage geschlossen. Ebenso fällt die Säuglingsberatungsstunde bis auf weiteres aus.

Landkreis Gießen.

Leihgestern, 1. Juni. Ihre silberne Hochzeit können am Donnerstag, 1. Juni, der Schuhmachermeister Karl Binz und Ehefrau Ma­rie, geb. Dern, Bahnhofstraße 57 dahier wohnhaft, begehen. Dem Jubelpaar herzlichen Glückwunsch.

Willingen, 1. Juni. Am heutigen Tage feiern die Eheleute Otto Zimmer IV. und Frau Marie, geb. Schneider, das Fest der silbernen Hochzeit. Unseren herzlichen Glückwunsch.

Kreis Büdingen.

$ Nidda, 31. Mai. Dem Herkommen gemäß gaben sich am Pfingstmontag die Fünfzigjäh­rigen des Kirchspiels Nidda, wozu außer Nidda noch die Orte Bad Salzhausen, Michelnau, Kohden und Unter-Schmitten gehören, hier ein Stelldich­ein. Nach dem Kirchgang besuchte man die Grab­stätten von Kameraden und einstigen Lehrern, deren Andenken man durch Kranzniederlegung ehrte, und machte einen Rundgang durch das Heimatstädtchen, woran sich ein gemeinsames Mittagsmahl schloß. Die offizielle Feier mit Angehörigen und geladenen Gästen wurde durch Ansprachen, Gesänge und Un­terhaltungsvorträge unter Austausch von heiteren Erlebnissen aus der Jugendzeit bis in weit vorge­rückte Stunde ausgedehnt.

CRunbfunfprogramtn

Freitag, 2. Juni:

5 Uhr: Frühmusik. Ausführung: Musitkorps des Jnf.-Regts. 36, Friedberg. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Nachrichten. 6.05: Morgenlied Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt das Musik­korps der leichten Flak-Abt. 71. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Frau Schwalbe ist 'ne Schwätzerin. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Es spielt Leo Eysoldt mit seinem Orchester. 9.30: Nur Freiburg: Nach­richten. 10: Schulfunk. Bollwerk in der Mark. Hör­bilder aus der Geschichte der Jugendburg Storkow. 10.30: Jugend im Kamps. Der Reichssportwettkampf der Hitler-Jugend 1939. 11.40: Ruf ms Land. 12: Mittagskonzert. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Saarbrücken. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stünd­chen nach Tisch ... (Eigenaufnahmen des deutschen Rundfunks). 16: Vom Landessender Danzig: Nach-

Der Stand arten-Sporttag, der am kommenden Samstag und Sonntag stattfindet, bringt ein reich­haltiges Programm. Nach der Vereidigungsfeier am Samstagabend ist der Sonntagoormittag den Wett­kämpfen gewidmet. Bereits um 5 Uhr werden die Wettkämpfer, die geschloffen in der Bergkaserne un­tergebracht werden (sämtliche Sturmführer der Standarte 116 verbringen ebenfalls die Nacht in der Kaserne) geweckt. Die Bergkaserne wurde als Standquartier für die teilnehmenden aktiven Wett­kämpfer deshalb gewählt, weil von der Kaserne aus in ganz kurzer Zeit die verschiedenen Wettkampfstät­ten erreicht werden können. Die Verpflegung wird ebenfalls in der Kaserne stattfinden.

Die Wettkämpfe des Gonntagvormittags.

Den Auftakt der Wettkämpfe bildet um 6.15 Uhr er Start der Mannschaften zum 20-Kilometer- Gepäckmarsch und zur 25-Kilometer- R a d f a h r st r e i f e. Die Mannschaften starten vom Hof der Standarte, bzw. von der Bergkaserne aus.

Der Gepäckmarsch wie auch die Radfahrstreife werden an alle Teilnehmer höchste Anforderungen stellen. Für beide Wettbewerbe ist es vordringliche Aufgabe, nach der Beroältigung der Strecken im­mer noch e i n s a tz f ä h i g und in guter Verfassung anzukommen. Die Strecken selbst sind durchsetzt mit einer Reihe natürlicher Hindernisse. Arn Schlüsse des 20-Kilometer-Gepäckrnarsches haben die Mann­schaften, die mit einem Führer und 36 Mann teil­nehmen, noch einen drei Meter breiten Wassergra­ben, ein 80 Zentimeter hohes Drahthindernis, ein 8 Meter langes und 60 Zentimeter hohes Kriech­hindernis zu überwinden: außerdem sollen sie noch eine sichere Hand im Schießen auf Kopftallscheiben und eine gute Leistung im Handgranatenwurf be­weisen können. Für die 25-Kilometer-Radfahrstreise ist eine schwierige Aufgabe insofern gegeben, als 10 Kilometer als Orientierungsfahrt zurückzulegen find, bei der verschiedene Kontrollstellen angefahren werden müsien. Außerdem muß ein einen Meter hohes Hindernis mitsamt den Rädern überwunden werden. Äm Schluß wird noch ein Handgranaten­wurf verlangt.

Für die leichtathletischen Wettkämpfe sind fol­gende Disziplinen vorgesehen: 100-, 200-, 400-, 1500-, 3000- und 10 000-Meterlauf, ferner Weit- und Hoch­sprung, Kugel- und Steinstoßen, sowie Speer- und Diskuswerfen.

Um 8 Uhr beginnen dann die einzelnen Wett­kämpfe für den Mannschafts-Fünfkampf. Der Mannschafts-Fünfkampf stellt ebenfalls hohe Anforderungen. Es wird ein 400-Meter-Hindernis-

Es kann heute kein Zweifel mehr darüber be­stehen, daß die internationale Großdeutschland- Radrundfahrt als das wirksamste Propagandamittel des deutschen Radsports angesehen werden muß. In der kurzen Anlaufzeit seit ihrer Wiederbelebung brach sich diese Prüfung allen Zweifeln zum Trotz in einer so stürmischen Art Bahn, daß selbst die Fachleute ins Staunen gerieten. Nicht nur die An­teilnahme des deutschen Radsportpublikums wuchs in den letzten Jahren ständig, auch das Ausland erkannte die Bedeutung dieser Fahitt immer mehr. Und in diesem Jahre, wenn in den Tagen vom 1. bis 24. Juni zum ersten Male auch die Gebiete des Sudetenlandes in den Streckenplan einbezogen sind, rückt das Ausland schon mit einer so starken Streitmacht an, daß man für 1939 eine Voraus­sage auf einen neuen deutschen Sieg keineswegs so vertrauensvoll treffen kann wie bisher.

24 Ausländer streiten sich mit den 44 besten deut­schen Berufsstraßenfahrern, die den schweren Kampf über die 5000 Kilometer in 20 Etappen (bei vier Ruhetagen in Reichenberg, Wien, Stutt­gart und Bielefeld) wohlvorbereitet aufnehmen und gerade ifi diesem Jahre den Ehrgeiz haben wer­den, sich der sehr starken ausländischen Gegnerschaft überlegen zu zeigen. So erscheint aus Belgien mit Frans Bonduel ein bewährter Mann. Ihm zur Seite stehen als tüchtigste Gefährten Wierinckx und

mittagskonzert. CMage 17 bis 17.10: Mein Weg zur Bühne:Käthe Dorsch". 18: Zwischen Enkel und Ahn. 18.15: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.30: Ernste und heitere Chorgesänge. Der Chor des Reichssenders Frankfurt. 19.15: Ta­gesspiegel. 19.25:Maximilian Harden der ewige Isidor". Es spricht Professor Walter Frank, Präsident des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands. 19.45: Der fröhliche Laut­sprecher (Jndustrie-Schallplatten und Eigenaufnah­men). 20: Nachrichten des drahtlosen Dienstes. An­schließend: Hier spricht die Reichsgartenschau.. 20.15: Aus Wiesbaden: Internationale Konzerte Sommer 1939. Rumänien Jugoslawien. 22: Nachrichten. 22.15: Bilderbuch der Woche. 22.30 bis 24: Unter­haltungskonzert.

Samstag, 3. Juni:

5 Uhr: Frühmusik. Es spielt das Rundfunk­orchester des Reichssenders Breslau. 5.50: Bauer, merk auf! 6: Nachrichten. 6.05: Posttudium von Eric H. Thiman Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt die Kapelle Hanns Kallies. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Deutschland Kinderland: Dein Kind braucht Spielgefährten. Ein Zwiegespräch für die Mütter. 8.40: Froher Klang zur Werkpause. Ausgeführt vom Musikkorps der Schutzpolizei der Freien Stadt Danzig. 9.30: Gaunachrichten. 10: Schulfunk. Wiesbaden brennt Zum Todestag von Gorch Fock am 31.5. Ein Hörspiel. 11.40: Ruf ins Land. 12: Werkskonzert in Verbindung Mit der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude". 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. Ausführung: Das kleine Orchester des Reichssenders Men. 14: Nachrichten. 14.10: Sommer-Modenschau. Vorführung leichtgeschürzter Juni-Schallplatten. 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Am Rande des all­täglichen Geschehens. 15.30: Dagebuchblätter unserer Jungmädel. Wir singen und erzählen. 16. Ueber- tragung nach Berlin und Wien: Unterhaltungs­konzert. 18:Als sie 1914 hinauszogen..." Er­innerungsklänge an große Tage. Ein Militärkonzert zum Großdeutschen Reichskriegertag 1939. 19.15: Tagesspiegel. 19.30 Bühne und Film im Rundfunk. 20: Nachrichten. 20.15: Die Wett ist schön! Der Himmel blau! Wir spielen auf der Reichsgarten- schau! 22: Nachrichten. 22.30 bis 24: Wir tanzen in den Sonntag.

Meter-Lauf, ein Handgranaten-Weitwurs, eine SHwirnmstaffel und Kleinkaliberschießen verlangt.

Auf dem Schießstand an der Hardt wird eben­falls um 8 Uhr mit dem Klein-Kaliber- und dem Pistolenschießen begonnen. Um 8.30 Uhr werden die Vorkämpfe für die Leichtathletik-Wettbewerbe auf dem Universitätssportplatz ausgenommen. Mit einer interessanten Hebung werden die Pionier» ftürme au smarten. Um 10 Uhr werden sie am Schwanenteich an der Schlageter-Allee antreten und die Verschiedensten Einsatzübungen zeigen. U. a. wird auch ein Steg über den Teich gebaut werden. Um 10.40 Uhr wird eine 6X100-Meter- Staffel für Pioniere, Nachrichten-, Marine- und Reiter-SA. auf dem Universttätssportplatz gestartet. Anschließend treten die Mannschaften der Reserve­stürme zum Tauziehen an.

Schauvorführungen am Sonntagnachmittag.

Der Sonntagnachmittag, für den ein besonders anregendes sportliches Programm vorgesehen ist, wird vor allem die Endkämpfe in den Läu­sen und in den Staffeln bringen. Um 14.15 Uhr wird zum Handgranatenweitwurf im Kampf um die Entscheidung angetreten. 10 Minuten später wird der 100-Meter-End- 1 au f gestartet, anschließend der 1500-Meter- Lauf. Mit besonderem Interesse darf man einem Fußb allspiel entgegensetzen, das eine Aus­wahlmannschaft der <Ml.-Standarte 116 und eine Mannschaft des Standortes der Wehrmacht be- ftreiten. Rach dem Endlauf über 400 Meter (15.30 Uhr) und einer Hindernis st affel, die über 20XV- Runde führt, folgt ein besonderer Wettbewerb, der vor allem dazu angetan sein wird, die Kameradschaft der -Gliederungen der NSDAP, unter Beweis zu stellen. Es wird eine Einla - dungs-Hindernis st affel gelaufen, an der Mannschaften der SA., des NSFK., des NSKK., des NS.-Studentenbundes. der Wehrmacht und der Poli­zei teilnehmen werden. Der siegreichen Mannschaft wird ein schöner Wanderpreis des Führers der Stan­darte 116 zuteil. Diese Einladungs-Hindernisstaffel wird in Zukunft bei allen kommenden Standarten- Sportfesten gelaufen werden. Nach der Entscheidung der 4X100-Meter-Staffel wird die zweite Halbzeit des Fußballspieles ausgetragen.

Zur Sieger-Ehrung und Abschluß- Kundgebung werden sämttiche Einheiten der SA. des Standorts Gießen antreten.

Spießens. Ein glanzvolles Aufgebot stellt die Schweiz. Leo Amberg, der Held so mancher Schwei­zer Rundfahrt, führt die schweizerische Kolonne, aus der noch der Olympiadritte Nievergelt und Robert Zimmermann herausragen, an. Von den französi­schen Fahrern sind Lachat, Level und Le Calvez in Deutschland am bekanntesten. Große Qualitäten soll Oubron besitzen, der zweimalige Weltmeister im Querfeldeinrennen. In der gemischten Mannschaft stehen zwei Dänen (Jacobsen und Petersen), zwei Holländer (Schulte und Middelkamp) sowie zwei Spanier (Trueba und Canardo). Petersen empfiehlt sich durch seinen famosen 6. Platz vom Vorjahre, Schutte durch seinen SchweinfurterJublläums- sieg". Zu dem engeren Kreis der deutschen Sieges­anwärter zählen wir den im Großen Preis der Weinstraße so erfolgreichen Fritz Scheller (Schwein­furt), Bautz (Dortmund), Meister Arents (Köln), den Rundfahrtsieger 1937, Otto Weckerling (Magde­burg), Kijewski (Dortmund) und Roth (Frankfurt). Wie sich unsere jüngeren Kräfte in einem so zer­mürbenden Etappenrennen schlagen werden, kann noch nicht abgeschätzt werden.

Die 5000-Kilometer-Strecke führt in 20 Etappen von Berlin über Stettin, Kottbus, Breslau, Rei­chenberg (1. Ruhetag), Chemnitz, Nürnberg, Passau, Wien (2. Ruhetag), Graz, Salzburg, Augsburg, Singen, Stuttgart (3. Ruhetag), Saarbrücken,

DieWettkampssvlgefürdenSlandarlM-Sporilag

lauf (über Graben, Spanische Reiter, Wand, Zaun, Holzstoß und Kriechhindernis), ferner ein 3000-

Großdeutschland-Radrimdsahrt vom 1.- 24. Juni

Frankfurt, Köln, Bielefeld (letzter Ruhetag), Han* nover und Leipzig zum Startplatz zurück. Sollte die Entscheidung in Hannover wider Erwarten noch nicht gefallen fein, dann wird sich in den Bergen des erstmalseingebauten" Harzes die Frage nach dem Sieger klären. Im übrigen werden u. E. ge­rade in diesem Jahre die Bergfahrer der Groß­deutschlandfahrt Charakter und Gestalt verleihen.

Kreisfest in Schotten.

Der NSRL.-Kreis Friedberg (politische Kreise Friedberg, Büdingen-Schotten, Obertaunus, Ufin­gen) hält am 22. und 23. Juli zu feinem Kreis- fest in Schotten Einkehr. Der Turn- und Gesang­verein verbindet damit feine 80-Jahrseier und die Weihe eines Jahngedenksteins. Als Festplatz ist derBockzahl", eine altgermanische Kultstätte, vor­gesehen. Am gleichen Tage kommen in Anlehnung an das Kreisfest in Nidda die Schwimmwettkämpfe und in Bad Salzhausen die Tennis-Meister- schäften des Kreises zum Austtaa, da Schotten über die Platzanlagen für diese Veranstaltungen zur Seit noch nicht verfügt. Das Kreisfachamt Radsport führt am Tage des Kreisfestes eine Sternfahrt nach der Feststadt durch.

Oie akademischen Wettspiele in Wien.

Ndz. Nach dem Deutschen Studententag stellen die Studentenweltspiele vom 20. bis 27. August 1939 in Wien wohl das bedeutsamste studentische Ereignis überhaupt dar. Don der ReichsstUdenten- sühruna wird dazu mitgeteilt, daß gerade Wien seit jeher ein weltstudentischer Mittelpunkt war. Gleichzeitig war Wien schon immer eine traditionelle Hochburg des deutschen Sports. In Zusammen­arbeit mit dem NS.-Reichsbund für Leibesübungen ist ein großes sportliches Programm der Spiele aufgestellt worden. Der deutsche Studentensport ist auch ohne die Bindung an eine weltstudentische Organisation in der Lage, ein Sportfest von inter­nationalen Ausmaßen durchzuführen, wie es bis­her noch von keiner Universitätsstadt Europas ge­stattet werden konnte. Wenn auch durch eine einzig und allein durch das Verschulden derConfederation Internationale des Etudiants (CIE.) geschaffene Situation die vom deutschen Studententum bereits übernommene Durchführung der diesjährigen Wett­spiele in Frage gestellt wurde, so ist doch der 23er- lauf der Spiele auch ohne die CIE. einwand­frei sicher gestellt. Die Reichsstudentenführung hofft, wie dies in einem Schreiben an die CIE. üusge- drückt ist, mit der Durchführung der Spiele in Wien dem von ihr stets verfolgten Ziel des Aufbaues einer wirklich umfassenden internationalen Sport­gemeinschaft der Studenten der Welt zu dienen.

333,7 km/st

mit dem 4400-ccm-MG.

Neue Rekorde Major Gardners bei Dessau.

Auf der Autobahn bei Dessau begann man am Mittwochmorgen mit Rekordversuchen. Diesmal sind es aber nicht die deutschenSilberpfeile", sondern ausländische Fahrzeuge, die sich in das Rekordbuch eintragen wollen. Der englische Major Gardner fft mit seinem 1100 - ccm - MG. zur Stelle, und der Italiener Graf Lurani fährt einen Nibbio, eine Eigenkonstruktton, die mit einem 500 - ccm« Guzzi - Zweizylindermotor ausgestattet ist. Prachtvolles Wetter ließ die Rekordversuche von Major Gardner auf Anhieb gelingen. Als Spitzengeschwindigkeit er­reichte der kleine Wagen, der mit einer schnittigen Stromlinienkarosserie versehen ist, über eine Meile 333,7 km/st. Drei neue Rekorde, mit fliegendem Start über 1 und 5 Kilometer sowie eine Meile, waren die Ausbeute des ersten Morgens. Dabei wurde der 5-km-Rekord gleich um 86 km/st ver­bessert. Anschließend ging auch Gräf Lurani mit seinem NibSio auf Rekordjagd. Obwohl aufkommen­der Seitenwind die Zeiten auf der Rückfahrt beein­trächtigte, war auch das Vorhaben Graf Luranis von Erfolg gekrönt. Er schuf mit dem 500-ccm- Motor über die gleichen Strecken wie Major Gard­ner drei neue Klassenrekorde.

Zusammenstoß dreier Rennwagen.

Neuer Maserali-Formelwagen siegt in Indianapolis.

Amerikas größtes Automobilrennen, die500 Meilen von Indianapolis", brachten leider auch in diesem Jahre wieder einige schwere Unfälle. Der Vorjahrssieger Floyd Roberts konnte den gestürz­ten und brennenden Wagen von Swanson nicht mehr vermeiden und gleichzeitig wurde der dichtauf folgende Fahrer Miller noch in den Sturz verwickelt. Die Fahrer konnten noch rechtzeitig aus dem Knäuel der Wagen befreit werden, aber Roberts hatte fo schwere Verletzungen davongetragen, daß er schon auf dem Wege zum Krankenhaus verstarb. Sieger wurde der Amerikaner Wilbur Shaw, der mit sei­nem Drei-Liter-Maserati als einziger einen euro­päischen Formelwagen fuhr und damit den größten­teils amerikanischen Eigenkonstruktionen überlegen war. Shaw gewann in 4:20:47,4 und erreichte ein Stundenmittel von 185,9 Kilometer. Er konnte da­mit seinen Sieg aus dem Jahre 1937 wiederholen.

Rhein-Mainischer Garantieverband Frankfurt.

In dem Bericht dieses gemeinnützigen Unter­nehmens über das 5. Geschäftsjahr 1938 wird u. a. aus geführt, daß der Verband, wie in den ver­gangenen Jahren, für die Ausführung von Liefe- rungs- und sonstigen Aufträgen, für Instandsetzung von Gebäuden, An- und Umbauten, mit Zwiscken- kredit auch für Neubauten, sowie zur Bezahlung von Handwerkerrechnungen zur Verfügung stand und stark in Anspruch genommen wurde. Auch beim Wiederaufbau ober Erweiterung ihres Betriebes, sowie bei Neugründung einer Existenz, konnte wie­der einer Anzahl von Kreditsuchern geholfen werden. Der Antragseingang hat sich mit 783 Gesuchen auf der ungefähren Höhe des Vorjahres gehalten, die beantragte Kreditsumme von RM. 2 900 000 über­traf sogar die bisherige Höchstziffer des Jahres 1937 von RM. 2 760 000. Insgesamt sind seit Bestehen des Verbandes 3526 Anträge über RM. 11 250 000 ein gereicht worden, wovon 23 v. H. auf Haus­besitzer, 23 v. H. Handwerker, 16 v. H. Fabrikattons­betriebe, 16 v. H. Handel einschließlich Laden­geschäfte, 12 v. H. Bauunternehmungen, Verkehrs­gewerbe, ©aftftätten, Druckereien, 8 v. H. Vertre­tungen, Schiffer, sonstige Gewerbe, freie Berufe und 2 v. H. auf Landwirte entfielen. Die Zahl der Ablehnungen blieb wieder in bescheidenem Rah­men (nur rund 4 v. H. der eingereichten Kredit­gesuche). Die Höchstgrenze für Kredite beträgt RM. 5000, in Ausnahme fällen bis zu RM. 20 000, für den einzelnen Kreditnehmer, die Laufzeit läng­stens 4 Jahre.