Ausgabe 
1.3.1939
 
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einzuliefern, um einwandfrei die Todesursache fest-

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Am 7. Zuli

wurden 6510 Zentner Dunge 35112 Mark und 1600 Z.

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Die Jagd im März

icr Weidmann nur zu gut kennt, wenn er alljähr- ch an schönen Märzabenden der streichenden

lenen Kätzchen des Haselstrauches schaukeln im

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Llm die Kreismeisterschasten im Saalfahren

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liege Ergebnis aus ungeklärten Gründen von Jahr 511 Jahr bei uns jedenfalls dürftiger ausfallen. So vrd die Schnepfe bei uns zum Kennzeichen der 5rgb hn März.

Daneben ist es die Ringeltaube, die sich, 'oweit sie nicht durch die Bucheckern gehalten über- hcupt im Winter hier geblieben ist. nun wieder

die Gefahren erkennen, die vom Kartoffelkäfer un­serer Volksernährung drohen können.

> Frankenbach, 28. Februar. Am heutigen Dienstag, 28. Februar, kann die älteste Ein­wohnerin unserer Gemeinde, Frau Margarethe Oehler W w e., bei verhältnismäßig guter Ge­sundheit ihren 9 0. Geburtstag feiern. (Wir beglückwünschen!)

Am Sonntag fanden in Friedberg-Fauerbach die Kreismeisterschaften der Radfahrer im Saalfahren statt. Nach der Aufhebung der Bezirke trugen die Kreise des früheren,Bezirks Gießen und zwar Gießen, Friedberg, Limburg und Hanau ihre Meisterschaften gemeinsam aus.

Den Hauptteil des sportlichen Programms des Tages bildeten wieder die Radballkämpfe. Insgesamt 14 Mannschaften waren am Start um den Titel eines Kreismeisters oder Kreissiegers 1939 zu kämp­fen. Durch die Teilnahme des Kreises Hanau, der einen würdigen Vertreter im Reichsbahn-Turn- und Sportverein Hanau gesandt hatte, gab es schöne Kämpfe. Auch die Gießener Radfahrer-Vereinigung war mit der kampferprobten Mannschaft Stommel- Baum erschienen. Außerdem waren Mannschaften aus Krofdorf, Wetzlar, Ansbach, Wölfersheim, Aßlar und Gambach am Start,

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wenn der Waldkauz das Frühjahr wachruft, die Schnepfestreicht". Diese kurze Spanne Zeit im Lnufe des Märztages mag der Jäger in seinem Ja hreslauf nicht missen, mag auch leider das jagd-

k ä f e r s und dessen Bekämpfung. Der Fi gänzte das gesprochene Wort und ließ jedermann

Vom Schiklub Gießen wird uns geschrieben: Als wir am vorigen Wochenende mit viel Stim­mung und Hoffnung in die Rhön fuhren, hatte der Wetterbericht soviel vom herrlichen Schnee erzählt, daß wir bei unserer Ankunft durch den einsetzenden Witterungsumschlag heftig enttäuscht wurden. Am Fuße des Reßberg, dem Austragungsort der Abfahrt nahmen wir bei den freundlichen Bauern Quartier. Als erstes überprüften wir die Abfahrtstrecke, die von der Spitze des 980 Meter hohen Reßberges nach einem verwehten Steilhang durch den Wald führte und schließlich in einen schnellen und schwierigen Hang auslief. Der Schnee war schwer und in der Spur außerordentlich schnell. Die wechselnden Vorbedin­gungen, stundenweise veränderter Schnee, stellten sowohl die Fahr- als auch die Wachskunst auf eine harte Probe. Besonders hatte die vorher abgesteckte 40-Kilometer-Strecke durch das einsetzende Tauwetter gelitten.

Der Gießener Kreismeister im 18-Kilometer-Lang- lauf Kato Zörnsch (Fliegerhorst) vom Schiklub Gießen konnte die auf ihn gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen, da er nicht starten durste, weil er das vom Reichsfachamt vorgeschriebene Mindestalter von 23 Jahren nicht aufweisen konnte. So nahm als einziger Gießener Hans Peters (ff Gießen) für den Schiklub teil. Trotz seines mutigen und unverdrossenen Einsatzes war er den ausgeruhten und vor allen Dingen mit der Strecke gut vertrauten ausgezeich­neten Läufern der Rhön doch nicht gewachsen.

Schon zu Beginn des 4^stündigen Ringens lie­ferten sie sich erbitterte Kämpfe, aus denen schließlich der Rhöner Erbhofbauer Emil Schleiher nut einer Viertelstunde Vorsprung als Sieger hervorging.

Am Sonntagmorgen stellte sich ein halbes Hundert Abfahrtsläufer dem Starter. Tie 1200 Meter lange Strecke war durch die Witterungsumstände noch schwieriger und schneller geworden, so daß selbst die Spitzenklasse nicht sturzfrei über die Strecke kam. Trotzdem man durch einige Pflichttore die größten Gefahrenmomente nehmen wollte, blieben reihen­weise Stürze nicht aus. Besonders zeichneten sich hier­bei zwei Bodenwellen kurz vor dem Ziel aus, denen beinahe sämtliche Läufer und eine allzugroße Anzahl von (Stiern zum Opfer fielen.

Der zweimalige Gaumeister Burgsteiner vom Schiklub Gießen (6. J.R. 116), der trotz des mangeln­den Traiyings einen ausgezeichneten zweiten Platz im Torlauf und Kombination belegte, brachte wieder einmal den Schiklub Gießen in Front. Sieger wurde der ausgezeichnete Villinger Volke. Ebenso ver­standen es Friedel Eidmann und Jtzo Werner sich gegen die starke Konkurrenz durch schneidiges Fahren durchzusetzen. In der Altersklasse I siegte wie erwartet Karl Althaus vom Schiklub Gießen in Abfahrt, Torlauf und Kombination überlegen.

Dasselbe Kunststück, drei Meisterschaften zu errin­gen, vollbrachte Frl. Elsi Kukuczka (vom Schiklub Gießen), die somit einen weiteren hervorragenden Erfolg für den Schiklub Gießen errang.

Interessant ist, daß z. B. die Durchschnittsgeschwin­digkeit der Spitzenfahrer 60-Kllometerftunden betrug, woraus man sich ein Bild von dem Tempo auf den schnellen Hängen und der Wucht der Stürze machen kann. Im großen ganzen waren die Anforderungen in jeder Beziehung sehr groß, besonders noch für Gießener Verhältnisse, so daß wir um so mehr mit unfern Erfolgen zufrieden sein können.

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r bet diese Dinge und viele andere aber nimmt

Hier« l^r Jäger still in sich auf. Denn er weiß, wenn i°'1 nun noch der Wildgänse und der Kraniche Keile

rifenb und trompetend gen Norden ziehen, dann oarst du auch sein Frühjahrsbote, derVogel mit dem

Schnepfe harrt. Dieser Geruch des Waldbodens wird für ihn zum Frühjahrsverkünder wie die kleinen erünen Blättchen des schlingenden Geißblattes oder lie süß duftenden Blüten des Seidelbastes. Die gol-

Mag es auch nachts noch frieren oder bei Tag mit Schnee fahren, so liegt trotzdem schon, wenn icr Abend kommt, ein Erdruch in der Luft, den

Die Vorspiele wurden am Vormittag ausgetragen. Es konnten sich durchweg die Favoriten für die End­spiele am Nachmittag durchsetzen. In der Kreisklasse (früher OKlasse) waren die beiden Wetzlarer Nach­wuchsspieler Roll-Schäfer überlegene Sieger vor Hanau und Krofdorf. Die Wetzlarer Mannschaft sollte sich später auch in den höheren Klassen behaupten können.

In der Gauklasse (früher 6-Klasse) stellten die beiden Hanauer Heinze-Methe den Sieger vor den Anspachern Fleischhauer-Eisert, die in diesem Jahre gut gefallen konnten.

In der Reichsklasse (früher ^-Klasse) standen sich im Entscheidungsspiel Lukan-Becker (Hanau) und die beiden Gießener Stammel-Baum gegenüber. Beide Mannschaften lieferten sich ein prächtiges Spiel. Sowohl die Hanauer als auch die Gießener zeigten hier eine erstklassige Leistung. Es war ein harter, aöel

Saasen , 27. Febr. Die hiesige M i l ch a b - satzgenossenschaft hielt im GasthauseZur Traube" ihre letzte Generalversammlung ab. Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden Münch wur­den der Geschäfts- und der Kassenbericht erstattet. Sodann wurde beschlossen, die Genossenschaft auf­zulösen. Den Mitgliedern wurden ihre Geschäfts­anteile zurückbezahlt. In Zukunft wird der seitherige Rechner der Genossenschaft August B i e d e n k a p p , der als Vertrauensmann der Milchzentrale Gießen gewählt wurde, alle weiteren Geschäfte übernehmen.

B 0 llnbach , 27. Febr. Die älteste Einwoh­nerin unseres Ortes, Frau Elisabethe Wagner feierte am Sonntag in geistiger und körperlicher Frische ihren 8 3. Geburtstag. Die hochbetagte Frau nimmt noch regsten Anteil an den Gescheh­nissen unserer Zeit.

CO E 0 erstadt, 27. Febr. Im GasthausZum deutschen Haus" sand die Generalversammlung der Bezugs - und Absatzgenossenschaft statt. Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats, E. v. D i e m a r, hielt Kontrollassistent L i p s (Lich) einen Dortraa über Milchleistungs- )teigerung. Den Geschäftsbericht erstattete der Rech­ner W. Schneider. Der Gesamtumsatz betrug im Vergangenen Geschäftsjahr 66 390 Mark. An die hiesigen Bauern wurden 6510 Zentner Düngemittel im Werte

Gießener Schiklub bei den Gaurneisterschasten in der Rhön Ausgezeichnete Leistungen der heimischen Schiläufer.

In der zweiten Halbzeit gestaltete sich das Spiel ausgeglichener, wenn auch Großen-Buseck noch ein­mal ein Tor für sich verbuchen konnte. Die letzte Viertelstunde spielte sich, mit wenigen Ausnahmen, fast ganz vor dem Gästetor ab.

Nieder-Ohmen verliert in Harbach 0:1!

Leider mußte Nieder-Ohmen durch die Unent­schlossenheit seines Sturmes in Harbach eine unver­diente Niederlage hinnehmen. Durch Verwandlung eines zweifelhaften Elfmeters konnte der Gastgeber einen febr glücklichen Sieg erringen. War Nieder- Ohmen schon in der ersten Hälfte tonangebend, so mußte sich der Platzbefitzer in der zweiten Halbzeit ganz auf die Verteidigung seines Tores beschränken Wie drückend die Ueberlegenheit der Gäste war, geht daraus hervor, daß ihr Tormann in der zweiten Hälfte nur zwei Bälle zu halten bekam. Mit dieser Niederlage dürften die Meisterschaftshoffnungen end­gültig begraben sein.

OZ. Hallenkämpfe.

Dieser Tage trafen sich die Sportdienstgruppen der Fähnlein 10/116 und 3/116 zu ihrem Hallen- sportfest. Während die Heuchelheimer Pimpfe in den Hand- und Basketballspielen den Sieger stellten, waren den Gießenern große Erfolge in den leicht­athletischen Konkurrenzen vergönnt. Der glänzend veranlagte Pimpf Parr (3/116) gewann den 30- Meter-Lauf in der guten Zeit von 3,8 Sekunden und den Hochsprung mit 1,45 Meter. Der noch stark verbesserungsfahige Pimpf Stimm (3/116) siegte im Weitsprung mit der für einen Pimpfen erstaunlichen Weite von 5,20 Meter.

Die Ergebnisse:

30-Meter-Lauf: 1. Parr (3/116), 3,8 Sek.: 2. Stimm (3/116), 3,9 Sek.; 3. Schmandt (10/116), 3,9 Sekunden.

Weitsprung: 1. Stimm (3/116). 5,20 Meter: 2. Menges (10/116), 5,00 Meter: 3. Parr (3/116), 4,82 Meter.

Medizinball st oßen: 1. Stimm (3/116), 13,93 Meter; 2. Rinn (10/116), 12,20 Meter; 3. Parr (3/116), 11,95 Meter.

Hochsprung: 1. Parr (3/116), 1,45 Meter; 2. Menges (10/110), 1,40 Meter; 3. Rinn, Stimm, Gernandt, je 1,30 Meter.

Vierkampf (30-Meter-Lauf, Weitsprung, Slo. ßen, Hochsprung): 1. Stimm (3/116), 509 Punkte; 2. Parr (3/116), 493 Punkte; 3. Menges (10/116), 481 Punkte.

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zum Teil schlimmsten Folgen gehen auf Nachlässig» feit auf diesem Gebiete zurück! Pirschpfade müssen gerecht werden, die Salzlecken sind zu erneuern.

Nicht vergessen dürfen wir darüber, daß der letzte Monat des Jagdjahres begonnen hat. Am 31. März läuft der Jagd chein ab. Ihn rechtzeitig zu erneuern, ist vor allem Pflicht jedes Jagdausübungsberechtig- ten. Denn ihm macht das Gesetz den Jagdschutz zur Pflicht und stellt ihn nicht in sein Belieben. Er kann ihn aber nur mit Jagdschein ausüben. Hinzu kommt, daß die Jagdhaftpflichtversicherung mit jenem Tage abläuft und erst mit dem Tage des Lösens des neuen Jagdscheines wieder auflebt. Wer also 3. B. einen Hund hat, setzt sich der Gefahr einer Unterbrechung des Versicherungsschutzes aus, wenn er nicht noch im März seinen Jagdschein erneuert. Es hat auch keinen Sinn, damit bis zum letzten Tage zu warten. Denn der Kreisjägermeister hat auch noch andere Dinge zu tun. Daß die Jagd­scheine der Jagdaufseher am 1. April erneuert fein müssen, sollte selbstverständlich sein, weil diese Jagd­schutzorgane sonst ihrer Aufgabe nicht nachgehen können. Hubertus.

Futtermittel im Werte von 14 000 Mark geliefert. An die Genossenschaft wurden 1200 Doppelzentner Weizen und 300 Doppelzentner Kartoffeln zum Absatz abgeliefert. Des weiteren wurde eine Dämpfkolonne angeschafft, die 2360 Mark kostete. CSebämpft wurden damit bisher 5188 Zent­ner Kartoffel. Don dem der Genossenschaft crnge- chlossenen Konsumverein wurden im Einzel­handel Waren im Werte von 19 455 Mark umge- etzt. Die Rechnung schließt mit einem Ueberschuß ab. Dem Rechner wurde Entlastung zuteil. Der Reingewinn wurde dem Reservefonds und der Be- iriebsrücklage zugeschrieben. Der Vorsitzende G. Koch wurde einstimmig wiedergewählt. Für die lusscheidenden Aufsichtsratsmitglieder E. v. Die« n a r und Wilhelm Schmandt wurden Ferdinand Holler und Ph. Herbert gewählt. Die Genof- enschast zählt gegenwärtig 112 Mitglieder. Die- er Tage fand hier eine Block- und Luftschutz- warteschulung statt. Gemeindegruppenführer Meckel (Lich) und Schulungsleiter H i l d (Lich) »ahmen daran teil. Im Verlaufe des Abends wurde c»ie ausgezeichnete Arbeit des Untergruppenführers W e h r u m in den vergangenen fünf Jahren ge­würdigt. Ihm wurde die FestschriftFünf Jahre leichsluftschutzbund" überreicht. Gegenwärtig

Don sonstigem Wild aber gibt das Gesetz dem Seger eigentlich nur noch Sauen, Kaninchen, sfüchs und Iltis frei. Doch bald wird die Bache fct um ihre Frischlinge sorgen müssen, werden im tlisn Mutterbau kleine, blinde Jungfüchse liegen cd r die Jltisfähe für ihren Nachwuchs zu sorgen fa»en. Elend verhungern müßte all dies junge Volk, penn nicht in dieser Zeit auch die Mütter von der logd verschont blieben. Drum beginnt am 16. des Ebnats eine Schonzeit für führende weibliche Stücke la Schwarzwildes, von Fuchs und Iltis.

Wenn man daher auch nicht gerade behaupten mm, daß das Jagen als solches den Weidmann im U:.rz hinauslocken müßte in sein Revier, so ist doch jr. Draußensein gerade jetzt wichtiger als oft sonst m Jahre. Denn vieles gibt es für ihn zu tun. Die Trat- und Satzzeit künden sich an, und von ihrem le: lauf wird ausschlaggebend der Ausfall des Jagd- jch7es bedingt. Leider fehlt unserem Niederwild ge-

zustellen und damit den Umfang der Seuche beurtei­len zu können, weil davon die Frage abhängt, ob die getroffenen Maßnahmen ausreichend sind. Nur wenn alle Jäger ihre Pflicht tun, kann die Gefahr gebannt werden! Füchse sind zu schonen, Hunde können befallene Hasen leicht greifen. Davon sollte man bei Reviergängen Gebrauch machen.

Im Waldrevier gesellt sich zu diesen Maßnahmen des Jägers im Felde die Schalenwildzäh­lung hinzu, die, nur mit Gründlichkeit durchge­führt, eine brauchbare Grundlage für den neuen Abschußplan gibt. Je mehr man sich Zeit nimmt und sich gründlich die Sprünge ansieht, in denen das Rehwild jetzt noch zusammensteht, sie nach Zahl und Geschlecht sich einprägt, am besten zu Papier bringt, um so richtiger wird die Zählung und um so näher kommt sie dem wirklichen Bestände. Diese Zählung kann durchgeführt werden, während andere dringliche Frühjahrsarbeiten den Jäger ins Revier führen. Da gibt es Kanzeln und Leitern nachzusehen und auszubessern. Wieviele Unfälle mit

rabe das, was für das Hochkommen feiner Jugend unentbehrlich ist, die Deckung. Die Folge davon, ist, daß vor allem Krähen und Elstern in erschreckend hohem Maße das Jungwild, die ersten Häschen und die frühen Gelege, 3. B. der Enten, zehnten. Eine einfache Ueberlegung, die sich darauf gründet, daß die Häsin drei- bis viermal im Jahre zwei bis drei, ja vier bis fünf Junge setzt, führt dazu, wie hoch die Verluste fein müssen, wenn wir die mög­lichen Strecken mit den wirklichen vergleichen. Dgran sind aber vor allem die Verluste durch Witterungs- einflüsse und tierische Feinde schuld. Drum ist es nötig, den Schwarzen mit allen Mitteln Aubbruch zu tun. Dabei sei besonders daraus verwiesen, daß die Zahl der Elstern gerade in der Gießener Ge­gend in einer Zunahme begriffen ist, die dringende Abhilfe erfordert. Denn sie ist als Heckenräuber ein Schädling für Jagd und Vogelwelt, der seinesglei­chen sucht. Zu diesen gefieberten Räubern gesellt sich bas Großwiesel, bas gerabe die Deckungen ab­sucht und hier nach Marderart rücksichtslos raubt. Seiner sich mit Hilfe kleiner in Reisighaufen, Durch­lässe und Steinhaufen eingebauter Kastenfallen er­wehren, heißt die Niederjagdstrecken erhöhen. Auch die Katzen beginnen wieder zu feldern, und jagende Hunde gibt es leider immer wieder, mögen auch noch so viele- ihr Räuberdasein durchBleivergif­tung" beendet haben.

Des Nebels Wurzel aber ist der Deckungsmangel. Nur wenn wir ihn beseitigen, so gut dies irgend möglich ist, schaffen wir die Grundlage für eine gute Nieoerjagd. Das ist aber möglich, wenn wir uns bemühen, jedes Stückchen Oedland in Deckung zu verwandeln, sei es durch Anpflanzung oder Aussäen deckungspendender Pflanzen oder durch Pflege und Verbesserung vorhandener Hecken. In diesem Zu­sammenhang sei darauf hingewiesen, daß durch die sog. Naturschutzoerordnung vom 18. März 1936 das Roden, Schneiden oder Ausbrennen von Hecken sowie das Absengen von Rainen und Oedland ab 16. März bei Androhung empfindlicher Strafe ver­boten ist. Durch den Herrn Landrat des Kreises Gießen ist diese Bestimmung erneut in Erinnerung gebracht unö zugleich dem Feldschutzpersonal un- nachsichtliches Einschreiten zur Pflicht gemacht wor­den. Der Jäger hat also eine Handhabe, um sich gegen einen Unfug zu wehren, der niemand nützt, empfindlichen Schaden tun kann und dessen Urheber in vielen Fällen noch nicht einmal die Grundeigen­tümer sind.

Leider hat sich der Kreisjägermeister des Kreises Gießen genötigt gesehen, die Iägerschast darauf hinzuweisen, daß die Nagerseuche (auch Pseudo- tuberkulose genannt) als Folgeerscheinung feuchter Witterung wieber verstärkt auftritt. Diese Seuche, die wohl schon seit Jahren in unseren Revieren herrscht, aber oft stark zurückgeht, gehört zu den aefürchtetsten Erkrankungen des Hasen, weil sie Mas- senoerluste nach sich ziehen kann. Es ist deswegen bringen!) nötig und den Jägern zur Pflicht gemacht, ihre Reviere auf Fallwild zu überwachen. Der Er­reger lebt im Boden, wirb mit der Aefung ausge­nommen, mit ber Losung abgeschieben unb tritt bort natürlich verstärkt auf, wo burch Verlubern eines Stückes Fallwilb ober durch Verschleppen von Fall­wildteilen die Erreger geradezuausqesät" werden. Erste Pflicht muß daher sein, jedes Stück Fallwild, das bereits anbrüchig ist, zu verbrennen oder auch tief zu vergraben. Die Stelle des Vergrabens muß verwittert werden, damit Raubwild oder Hunde sie nicht aufscharren. Auch der Boden muß dort, wo das Fallwild lag, irgendwie desinfiziert und ver­wittert werden, um eine Ansteckung zu vermeiden. Jedes noch frische Fallwild aber ist an das Veteri-

ist Schwester Josephine Englert vom Reichs­mütterdienst.

* Lich, 26. Febr. Gestern abend hielt der hiesige Zweigverein des DHE. imHollän­dischen Hof" seine Hauptversammlung ab. Der stellv. Vereinsführer Pappe gedachte zunächst der im verflossenen Jahre verstorbenen Wanderbrüder, ins­besondere des kürzlich plötzlich dahinaegangenen Ver­einsführers Erb, der bei keiner Wanderung ge­fehlt hat. Der Jahresbericht stellte fest, daß Zahl und Umfang der Wanderungen auf der alten an­sehnlichen Höhe geblieben sind, die Zahl der Wan­derer jedoch leicht zurückgegangen ist. Dreizehn Wanderer konnten ausgezeichnet werben. Rechnungs­führung und Kassenbestand sind erfreulich. Für die Herstellung eines Filmes der Jahreswanderungen konnte ein hinreichender Betrag zur Verfügung ge­stellt werden. Die Dereinsführung wurde dem Wan- oerbruber Schnierle übertragen.

H L i ch, 28. Febr. Dieser Tage konnte unser Mit­bürger, Schreinermeister Heinrich B a r 3, bei ver­hältnismäßig guter Gesundheit seinen 71. Ge­burtstag feiern. Noch heute übt der Meister neben seinem Sohn das Handwerk aus. Schon feit dem Jahre 1885 steht er im Dienst des deutschen Männergesangs. Seit 1892 gehört er der Sänger­oereinigungCäcilia" an. Die NS.-Kriegs­opferversorgung, Kameradschaft Lich, 3U der auch die Kameradschaften Langsdorf, Bettenhausen, Birklar, Muschenheim, Eberstadt, Albach, Steinbach, Nieder- und Ober-Bessingen gehören, hielt imHol­ländischen Hof" eine Mitglieder-Dersammlung ab. Der neuernannte Kameradschaftsführer Jakob Schmidt dankte dem bisherigen Kamerabschafts- führer Heinrich Schmidt für feine eifrige Arbeit im Dienste der NSKOV. Als neuer Rechner wurde der Kamerad S i e j k 0 w s k i an Stelle der bisheri­gen Rechnerin, Frau Fischer, bestimmt. Stell­vertretender K-assenführer wurde Kamerad Lotz, während zum stellvertretenden Kameradschaftsführer Kamerad Steul ernannt wurde. Die weiteren Be­sprechungen galten der Gestaltung des Heldengedenk­tages am 12. März, der Urlaubsfahrt in den Schwarzwald, der Bildung einer Gewehrgruppe, der Anlage eines Wohlfahrtsfonds, der künftigen Ver­sammlungstätigkeit und der Form der Beerdigung verstorbener Kameraden.

Kreis Wetzlar.

# Dutenhofen, 27. Febr. Im Saal der GastwirtschaftZum Adler" fand im Rahmen einer Pflichtoersammlung ein Schulungsoortrag mit einer Filmvorführung statt. Dr. Hahn vom Kartoffelkäfer-Abwehrdienst in Gießen sprach ein­gehend über die Schädlichkeit des Kartoffel-

Hat. Das Andenken an einen auf tragische Weise tödlich verunglückten Sangesbruder, sowie das Ab­leben eines Sängers unb eines Ehrenmitgliebes würbe geehrt. Den Rechnungsbericht verlaß Kassen­wart Lubwig K r i e b. Nach Prüfung unb Genehmi­gung ber Rechnung sprach ber Vereinsführer bem Kassenwart für seine gute Kassenführung ben Dank bes Vereins aus. Im Geschäftsjahre legte ber Diri­gent, Lehrer Schmibt (Kesselbach), auf Anraten bes Arztes ben Dirigentenstab nieber. Der Verein verpflichtete nunmehr Musiklehrer Rubolf Nicolai (Großen-Buseck) als Dirigent. Im Jahre 1939 soll bas Wertungssingen in Weitershain besucht werden.

Rennen »Rund um Schotten".

NSG. Das große motorsportliche Ereignis im Gau Hessen-Nassau, das RennenRund um Schotten" wirb auch in diesem Jahr wieder ausgetragen, den Umfang des vorjährigen Rennens aber noch weit übertreffen. Als Renntag wurde der 7. Juli fest­gesetzt. Diese Jahreszeit ist für das Rennen wesentlich günstiger.

Im Motorrad-Rennen werden feine Meisterschafts­läufe durchgeführt, sondern Nachwuchsfahrer­läufe, die bestimmt sind, den Firmen das Können der Männer zu zeigen, die sie in ihren Nachwuchs einreihen. Das Sportwagenrennen ist ein Rennen um die deutsche Meisterschaft. Es wird voraussichtlich ihr vorletzter Lauf sein.

An der Rennstrecke selbst wird die doppelte Anzahl an Parkplätzen bereit gehalten. Bei den meisten dieser Plätze besteht ununterbrochen die Möglichkeit freier An- und Abfahrt. Waren es im Jahre 1937 bei gutem Wetter 25000, im Jahre 1938 bei schlechtem Wetter 32000 Besucher des RennensRund um Schotten", so werden in diesem Jahr in Anbetracht der Tatsache, daß das Sportwagenrennen Meister­schaftsrennen ist und daß der Tag in wesentlich gün­stigerer Jahreszeit liegt, 45000 bis 60000 Besucher erwartet.

Die Organisation und Durchführung des Nennens liegt Wieder in Händen des NSKK. In der Heran­führung der Besucher arbeitet es dabei engstens mit der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" zusam­men. Der Einsatz beider Organisationen wird auch in diesem Jahr den Erfolg bringen, den das von Gau­leiter Sprenger stärkstens geförderte Rennen ver­dient.

Fußball der Kreisklassen.

Klein-Linden Großen-Buseck 2:6 (1:5).

Klein-Linden trat mit nur zehn Mann an unb konnte, trotzbem es sich anstrengte, in ber ersten Halbzeit nur wenig gegen ben kämpferischen Geist ber Gäste ausrichten. In ber 25. Minute fiel ber erste Treffer für Großen-Buseck, zwei Minuten später ber zweite. Klein-Linben, bas inzwischen seine Mannschaft auf 11 erhöht hatte, erzielte eine Minute später bas erste Tor. Die Elf zeigte jetzt ein schönes Spiel, konnte aber nicht verhinbem, baß bie Gäste noch zwei...al einfenben konnten.

[engen Gesicht", bie Walds chnepfe, nicht mehr PS odel |<riL In ben Fruchtgärten Spaniens, in Portugal )b es da o^er im nörblichen Afrika hat sie ben Winter oer- jt? Seit hx unb nun zieht sie wieder ber Heimat ent- ich iw Ai gen, wo sie erbrütet würbe, um selber zu brüten, er mein r^f biefer Reise nach Deutschlanb, Schweden, Finn- kich nicht lend und Rußland aber suchen unb finden sich schon senamen ij,is Brutpaare, wenn in der stillen Abendstunde, mit ge----sl"-""

e seinen stark du daß dn IngemaN)! bist der!

findet hier ein Kursus für Gesundheitspflege när-Pathologifche Institut der Universität Gießen und häusliche Krankenpflege statt. 25 Frauen und Mädchen nehmen daran teil. Leiterin

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erstellt. Bald wird der Tauber wieder sein Minne- jifjer li& ,£ du, du, du 0, du, du, du..." von hoher in invel' Ifchtenspitze oder dem Eichenüberhälter heulen und in klatschendem Balzflug der Taube zeigen, welch 1 boll ftvner Kerl er ist. Für den Jäger aber, der nicht s otl'i b£5 Glück hat, im Dämmern bes Morgens ben «roßen Hahn anspringen zu können, wird der Kcuber zumHahn des kleinen Mannes", ben er rte l,e, 1, cb nso anspringen ober auch reizen kann.

Iinbe, die silbernen ber Weiben verheißen ben hmetterlingen und Immen bald bie erste Roh- ng. Schlüsselblumen und Arvnsstab, Anemone d Maikraut zeigen unterm Laub das erste Grün, e Schwarzdrossel, deren erste Gelege wir oft schon März finden, grüßt wieder allmorgeMich die fgehende Sonne, geschwätzig plaudert der Stare interes Volk. Der Buchfink übt seinen Schlag, und ld wird ber Rotschwanz wieber auf dem Garten- m knicksen und werden graue Bachstelzen neben 1 gelben am Mühlenwehr nach Mücken und Lar-