Der zusammenklappbare Weihnachlsbaum.
Oder: prosaischer angelsächsischer Weihnachtsbericht.
Äon unserem ständigen Berichterstatter.
Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! H. C. London.
„So, jetzt will ich einmal gehen und den Weih- nuchtsbaum holen." Mit diesen Worten verschwand nach Schilderung einer Bekannten die englische Hausfrau, um den Weihnachtsbaum zu holen, nachdem sie vorher noch triumphierend hinzugefügt hatte: „Sie dachten wohl, wir hätten keinen Weihnachtsbaum?" Und mit strahlendem Lächeln auf den Lippen kehrte sie mit einer Art zusammenklappbarem Besen zurück. Nachdem man aus dessen Stiel einige vorher kaum sicktbare Seitenäste herausgeklappt hatte, entstand so etwas ähnliches wie ein entnadeltes kleines Holzgerippe, das man mit einiger Phantasie für ein futuristisches Weihnachtsbaumgebilde hätte halten können. Das nur als Einleitung, um zu zeigen, daß man bei unseren angelsächsischen Vettern mit ihrer weltbekannten Nüchternheit um das kommt, was eigentlich den Haupt- reiz unserer deutschen Weihnacht ausmacht: die Freude der geheimen Weihnachtsoorbereitungen. Man muß sich die größte Mühe geben, um, isoliert und allein zwischen anders empfindenden Menschen, wenigstens den Kindern einen Eindruck der deutschen Weihnachtsvorfreude zu geben. Denn die Kinder entbehren ja eines, daß sie sich nämlich gegenseittg schon durch ihre Unterhaltungen in Weihnachtsspannung bringen. Da muß dann der arme Vater einspringen, darf nicht nur mit Grausen an die kommenden Rechnungen denken, muß vergessen, daß am 1. Januar rund die Hälfte des Gehalts an Einkommensteuer drauf geht, sondern muß selbst Spannung und Vorfreude heucheln, obwohl er seit Wochen weiß, daß der Weihnachtsmann ihm Bücher aus Deutschland bringt, muß die Mutti sich mit vor Neugierde verzehren, obwohl' sie längst den Weihnachtsstaubsauger benutzt, den der Weihnachtsmann (sprich „Vati") auf „Stottern" unter den Weihnachtsbaum legen wird. Denn der Staubsauger mußte vorher in Betrieb gesetzt werden, um die Folgen des so gemütlichen Kamins aus den Zimmern zu bannen, um daran mitzuhelfen, daß man sich wenigstens nur alle Stunde die Hände zu waschen braucht.
Es ist schon nicht so ganz einfach, seine Weihnachtsvorbereitungen in London zu treffen. In der Küche, wo die „züchtige Hausfrau" waltet, dampfen nicht bloß die Töpfe, sondern auch die Köpfe. Nicht etwa wegen der vielen Arbeit, sondern in England hat die deutsche Hausfrau wirkliche „Kopfarbeit" zu leisten. Ich habe es einmal vor Weihnachten gewagt, in die Küche zu gehen, um mich von dem Fortschritt der Pfefferkuchenbäckerei zu überzeugen. Ich tue es nie wieder! Statt eine emsig bewegte Küche vorzufinden, fand ich Frau und Mädchen brütend über Papiere gebeugt, mit einem Bleistift in der Hand. Die ganze Atmosphäre war eher die eines Kalkulationsbüros einer großen Firma denn einer deutschen Küche beim Pfefferkuchenbacken. Man rechnete nämlich vom deutschen Rezept ausgehend in englische Gewichtsmaße um, um danach bestellen und backen zu können. Der konservative Engländer hat bekanntlich seine eigenen Privatmaße und -gewichte, die mit den allgemein üblichen Maß- und Gewichtssystemen in der übrigen Welt auch nicht den Schatten einer Ähnlichkeit besitzen. Nachdem der Küchenstab — er ist nicht so aroß, wie es hiernach klingen mag — immer zu verschiedenen Ergebnissen gekommen war, wurde ich mit in die Arbeit eingespannt, mit dem Ergebnis, daß die Liste der anderslautenden Ergebnisse um ein weiteres falsches bereichert wurde. Es ist keine leichte Zeit, die Zeit der Weihnachtsvorbereitungen in England. Denn die Hausfrau muß hier denken und disponieren können, eine Fähigkeit, die übelwollende Männer so gern ihren Frauen absprechen. Denn
Wochen vor Weihnachten bereits kommen die eigenartigsten Warenproben aus Deutschland mit — Gewürzen für die Weihnachtsbäckerei. Und ist dann eines vergessen worden, dann stehen plötzlich „alle Räder still", weil ein Gewürz für einen schon fertt- gen Teig fehlt. Dann muß schleunigst umdisponiert werden. Aus dem vorgesehenen Pfefferkuchen wird dann etwas ganz anderes, was allerdings nicht hindert, daß anschließend die Hausfrau behauptet, daß nie etwas anderes daraus hätte werden sollen.
Und wie die deutsche Hausfrau, so hat auch der „Haushaltungsoorstand" sein Päckchen in der Vorweihnachtszeit zu tragen. Er sieht sich einem höchst wichtigen nationalökonomischen Problem gegenüber, das man vielleicht als „Preisgefälle" zwischen England und Deutschland bezeichnen könnte. Denn dieses „Gefälle" ähnelt peinlich einem riesigen Wasserfall in den Alpen. Womit gesagt sein soll, daß die meisten englischen Preise für Geschenke im Vergleich zu deutschen Preisen astronomisch hoch sind. Wenn man dann brütend und sinnend vor Schaufenstern gestanden hat, durch Geschäfte und Warenhäuser geirrt ist, versucht hat, den Inhalt der Brieftasche mit den Wünschen der Familie in Einklang zu bringen, stellt man mit einem recht unweihnachtlichen Fluch diese Versuche ein. Jetzt bleibt noch ein Rettungsanker: der CaledoniawMarkt, der größte Trödelmarkt der Welt, wo man von schon g-etrage= nen Gebissen bis zum schönsten alten Silber oder Zinn, vom jungen Hund bis zu einem alten wertvollen Möbelstück, vom getragenen Hemd bis zum Diamanten alles bekommt.
Nach einer Stunde Fahrt ist man in einem der ärmsten Viertel Nord-Londons, in dessen Mitte der weltberühmte Caledonian-Markt liegt. Er ist das Ziel der Sammler, er ist aber auch der Platz, wo die Aermsten ihre Lebensrnittel kaufen. Von irgendwelcher Romantik der Weihnachtsbesorgungen ist hier allerdings wenig oder nichts zu verspüren. Der Weg führt einen vorbei an riesigen Bergen getragener Sachen, an Haufen alter Autoreifen: an einem Zaun hängen, lustig im Winde flatternd, vier denkbar schmutzige alte Frackhemden. Möbel stehen da, von denen man glauben möchte, daß sie beim nächsten Windstoß zusammenbrechen oder von ihren vermutlich lebenden Jnsekten-Jnsassen fortge- ttagen werden können. Daneben findet man die schönsten alten Stilmöbel aus einem hochkultivierten Haus. Dann wieder findet man altes Silber, Zinn und Kupfer in denkbar größter Auswahl oder ein Meißener Service, handgemalt, mit den Wappen alter deutscher Adelsfamilien. Kenner wühlen unter alten Sticken oder prüfen sachkundig Jahrhunderte alte persische Buchdeckel. Sammler finden immer etwas auf dem Caledonian-Markt, was unter Umständen bei kleinem Preis einen großen Wert darstellen kann. Und wenn man für sich selbst für Weihnachten nichts anderes finden sollte, so nimmt man doch einen Weihnachtsbaum mit, keinen auf- getakelten grünen Besen, sondern eine richtige grüne Tanne. Denn man hat sich ja langsam Erfahrung gekauft. Wir wollten einen Adventskranz kaufen. Daß wir keinen Adventskranz bekommen würden, war klar. Infolgedessen suchten wir, einen einfachen einseitig geflochtenen Tannenkranz zu kaufen, wie er — für den Friedhof — gekauft wird. Ein einfacher winziger Kranz aus Tannengrün, vielleicht 30 Zentimeter im Durchmesser, sollte 15 Schilling kosten! (In deutschem Geld heute etwa 9,30 Mark.)
Wenn es so auch schwierig ist, so wird man langsam doch mit den Weihnachtsoorbereitungen fertig. Und wenn dann am Heiligen Abend allein in den deutschen Häusern der Weihnachtsbaum brennt — die Engländer feiern erst den ersten Feiertag —> dann ist trotz alledem doch deutsche Weihnacht!
OJ.-fpori
Oeuisch-amenkanische
Sportverlländigung.
Startverbot für amerikanische Leichtathleten aufgehoben.
Der Vorstand der Amerikanischen Athlettc Union beschloß, das von feinem früheren Präsidenten, dem Deutschenhetzer Jeremiah Mahoney, in diesem Sommer für die amerikanischen Leichtathleten gegen Deutschland ausgesprochene Startverbot aüf- z u h e b e n. Dieser Antrag des Generalsekretärs Dan Ferris wurde von dem bekannten deutsch- amerikanischen Sportführer Dietrich W 0 r t m a n n, dem an Stelle von Mahoney getretenen AAU.° Präsidenten Hoyt und dem Vorstandsmitglied Patrick Walsh mit allen Kräften unterstützt und der Antrag mit überwältigender Stimmenmehrheit angenommen. Damit sind die'sportlichen Beziehungen zwischen den deutschen und amerikanischen Leichtathleten wiederhergestellt.
Handball der Giehener Studenten.
Um die Hochschulmeisterschaft. Sieg in Weilburg.
Die Gießener Studenten-Handball-Mannschaft betrat zchn Vorspiel um die Gruppenmeisterschaft den Platz in Weilburg mit wenig Hoffnung. Die ,Elf" 10 Mann an. Die Gastgeber legten sich sofort mächtig ins Zeug und belagerten anhaltend das Gießener Tor. Allerdings zunächst mit wenig Erfolg. Entweder verfing sich der Sturm in der Ausgezeichneten Gießener Verteidigung, oder Mayer dessen Paraden verschiedentlich lebhaften Beifall fanden, rettete. Die Gießener Mannschaft kam demgegenüber durch einige Durchbrüche zu Er- ® 9T ^te Weilburger zeigten zwar eine schöne Kombinationsarbelt, waren aber vor dem Tor nickt entschlossen genug. Das Spiel der Gäste war ein- ftcher und erfolgreicher. Die Elf der Universität Gießen ging mit zwei Toren Vorsprung in die
, D" erste Halste der zweiten Halbzeit verlief torlos Weilburgs Tormann zeigte gute Leistungen, anderseits war aber auch die Gießener Verteidigung Krausch-Iager nicht zu schlagen. Auch Sturm und Grumg in der Läuferreihe zeigten ein überlegenes Spiel. — Noch einmal sank die Hoffnung der Gießener Studenten, als der Schiedsrichter einen Mann Dom Platz stellte Aber selbst mit 9 Mann hieltdi! Mannschaft den Angriffen der Platzbesitzer stand. Mayer verschuldete zwar ein Tor, machte es aber sofort durch zwei glänzende Paraden wieder gut Winter gelang kurz vor Schluß der 6. Treffer 'der den Sieg sicherstellte. Mit 5:6 Toren für Gießen endete der interessante Kampf.
1900 Tischiennis-Gaunieister im Einzel und Doppel.
Am vergangenen Sonntag beteiligte sich die Tisch- Tennis-Abteilung der Spvgg. 1900 Gießen an den Gaueinzelmeisterschaften des Gaues 12 (Hessen) in Hanau. Die Gießener konnten alle Konkurrenten aus Hanau, Bad Homburg und Bad-Nauheim aus dem Felde schlagen und machten die Gaumeister- schaft unter sich aus.' Zu erwähnen ist das gute Spiel von Jung, der dem Hanauer Spitzenspieler Hagel mit 3:1 Sätzen das Nachsehen gab. Im Endspiel um die Gaumeisterschaft standen sich Beil ued Reichel gegenüber, in dem Beil knapp mit 3:2 Sätzen gewann. Ebenso wie im Eintel standen sich auch im Doppel zwei Gießener Mannschaften im Endspiel gegenüber, wo Oelemann-Schmittdiehl über Jung-Günther ebenfalls knapp mit 3:2 Sätzen die Oberhand behielten.
Ein schöner Erfolg der Gießener Tisch-Tennis- Spieler, wenn man bedenkt, daß in jeder Konkurrenz sich sämtliche Gießener Spieler durchsetzen konnten.
Kußball 6er Iugendniannschasten.
Die Spiele des Sonntags.
VfB.-Reichsbahn — Rodheim: Garbenteich gegen Butzbach: Lich — Mufchenheim: Leihgestern — 1900 Gießen; Stein back — Großen-Linden: Watzenborn- Steinberg — Krofdorf; Grünberg — Wieseck; Alten- Bufeck — Lollar: VfB.-Reichsbahn 2. — VfB- Reichsbahn 4.; Klein-Linden — Großen-Linden 2.
In der Gruppe 1 und 3 neigen sich die Pflichtspiele dem Ende zu. In der Gruppe 1 steht schon der Meister fest. Die Meistermannschaft des VfB.- Reichsbahn hat nochmals Rodheim als Gegner und sollte aus Grund der besseren Spielerfahrung den Sieger stellen. In Garbenteich wird sich Butzbach sehr anstrengen müssen, um erfolgreich zu bestehen. Die Licher, die mit viel Ersatz das Spiel bestreiten, haben auch auf eigenem Platze wenig Aussicht auf Sieg. Die Gießener Blauweißen werden die Leih- gefterner zur Hergabe ihres ganzen Könnens zwingen. In Steinbach erwartet man die Gäste als Sieger. Der Spielausgang in Steinberg ist offen, da beide Mannschaften gleich spielstark sind. In ®runberg fällt die Entscheidung der Gruppe 3. Die Wiesecker, die das Vorspiel mit 5:0 für sich ent« )d)eiöen konnten, werden alles daransetzen, um die Tabellenfuhrung zu behaupten. Wenn die Grün- weißen wieder als Sieger den Platz verlassen, ist ihnen die Meisterschaft ihrer Gruppe nicht mehr zu nehmen In Alten-Buseck sind die Platzbesitzer
„Lin Volk in Leibesiwnngen."
Ein Aufruf von Gauleiter und Reichsstatthatter <5pu ger.
NSG. Im Punkt 21 des Parteiprogramms, in feinem Buche „Mein Kampf", sowie in zahlreichen Reden hat der Führer die Wichtigkeit und Notwendigkeit der körperlichen Ertüchttgung und Erziehung herausgestellt.
ßeibe5Übung ist heute nicht mehr Sache eines Einzelnen, eines Vereines oder Verbandes, sondern eine Angelegenheit des ganzen deutschen Volkes und Staates; sie ist die Schlüsselstellung der Jugenderziehung und einer der wesentlichsten Faktoren zur Erziehung und Züchtung eines neuen deutschen Menschen.
Erst vor wenigen Wochen hat der Führer die Durchführung des großen deutschen Turn- und Sportfestes 1938 in Breslau befohlen und die Mitwirkung aller Stellen der Partei und des Staates angeordnet. Träger dieser großen Heerschau ist der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen, der nach
dem Willen des Führers hohe volkspolitische Aufgaben zu erfüllen hat.
Ich erwarte daher von allen politischen Hoheitsträgern sowie den Gliederungen der Partei und den angeschlossenen Verbänden des Gaues Hessen- Nassau,' daß sie die Arbeit des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen in jeder Beziehung tatkräftig unterstützen und vor allen Dingen selbst mithelfen, daß der Gedanke der nattonalsozialisti- schen „politischen Leibeserziehung" immer weitere Kreise der Bevölkerung erfaßt, damit wir nachdem Willen des Führers „Ein Volk in Leibesübungen" werden, wobei erste Voraussetzung ist die „Einigkeit" der sporttreibenden Kräfte.
Heil Hitler!
Gez.: Sprenger,
Gauleiter Hessen-Nassau, Reichsstatthalter in Hessen.
Wirtschaft.
Rhein-Mainische Börse.
rNillagsbörse freundlich.
Frankfurt a. M., 15. Dez. Im Anschluß an die gestrige Abendbörse verstärkte sich die etwas freundlichere Haltung. Die Abgaben der letzten Tage haben wieder nachgelassen, während anderseits sowohl seitens der Berufskreise, als auch vom Publikum kleine Käufe vorgenommen wurden. Die Umsatztätigkeit hat allerdings kaum eine Belebung erfahren, nur in einzelnen Werten war sie etwas größer.
Der Aktienmarkt verzeichnete durchschnittliche Erhöhungen vgn 0,50 bis 1,50 v. H., die sich gleichmäßig auf alle Marktgebiete verteilten. Darüber hinaus sttegen Bemberg aus 139 big 140,50 (138,50) und Holzmann auf 150,25 (148,50). Nachfrage fanden vor allem Montanwerte, die durchweg 1 v. H. höher zur Notiz kamen. Auch Maschinen- und Elektroaktien lagen im gleichen Ausmaß höher, Gesfürel plus 1,25 v. H. auf 142,50. Von Zellstoff- werten gewannen Aschaffenburger 1,50 v. H. auf 138. IG.-Färben bei etwas größeren Umsätzen 153,75 bis 154,50 (153,50). Im einzelnen kamen u. a. Reichsbank mit 205,50 (204,50), Westdeutsche Kaufhof mit 57 (56,50), AG. für Verkehr und Scheideanstalt mit unv. 129 bzw. 252 zur Notiz.
Am Rentenmarkt erfolgten in einigen Werten kleine Abgaben. Reichsaltbesitz 129,65 (129,75), Reichst)ahn-DÄ. 130,25 (130,65) und im Freiverkehr Kommunal-Umschuldung 94,80 bis 94,75 (94,85). In Pfandbriefen erhielt sich dagegen weitere Nachfrage. Bei unveränderten Kursen wurde vielfach repartiert und einzelne Serien gestrichen. Liquidationspfandbriefe lagen überwiegend unverändert, etwas leichter jedoch Frankfurter Hyp. mit 101,90 (102,05) und Meininger mit 102 (102,13). Stadtanleihen kamen unverändert zur Notiz, ebenso wiesen Industrie-Obligationen und Staatsanleihen kaum Veränderungen auf. Anleihe-Altbesitz waren im Verlaufe 0,13 v. H. niedriger zu 129,50 gefragt.
In der zweiten Börfenstunde war die Kursgestaltung für A k t i e n nicht ganz einheitlich, überwiegend aber freundlich. Buderus 119 nach 118,50, Mannesmann 115,25 nach 114,40, Verein. Stahl 113 nach 112,25, AG. für Verkehr 129,75 nach 129, Rheinstahl 140,25 bis 139,50 bis 140 nach 139,75, ander- feits RWE. 128 nach 128,25, Bemberg 140 nach 140,50.
Abendbörse freundlich.
An der Abendbörse erhielt sich die freundliche Haltung, so daß gegen den Mittagsverkehr weitere Besserungen von etwa 0,25 bis 0,50 o. H. zu verzeichnen waren. Das Geschäft war aber nicht be
sonders umfangreich, da der Ordereingang bescheiden war und auch die Unternehmungslust noch ziemlich klein blieb. Am Montanmarkt notierten u. a. Buderus mit 119,25 (119), Harpener mit 171 (170,25), Hoesch mit 114,25 (114), Deutsche Erdöl mit 141,50 (141), während Rheinstahl mit 139,75 (140) und Mannesmann mit 115,13 (115,25) nicht ganz behauptet blieben. Von Maschinenaktien erhöhten sich MAN. auf 125,75 (125), Demag auf 141 (140,50), Eßlinger auf 115 (114,75), Junghans auf 125 (124,50); Rheinmetall mit 141,50, Moenus mit 118,75 lagen unverändert. Gut behauptet waren ferner IG. Farben mit 154,50, Bemberg mit 140 und Scheideanstalt mit 252. Ferner notierten u. a.: Westdeutsche Kaufhof 57,50 (57), RWE. 128,25 (128), Gesfürel 142,75 (142,50), Elektr. Lieferungen 129,25 (129), Licht & Kraft 140 (139,50), Conti Gummi 190 (189), BMW. 144,50 (144), von Bank- aftien Deutsche Bank 122,75 (122,50). Etwas niedriger lagen Holzmann zum Einheitskurs mit 149,50 (150,25). Am Rentenmarkt war das Geschäft unbedeutend. Reiä)sbahn-DA. notierten wie mittags mit 130,25 bis 130,40, ebenso 6 v. H. IG. Farben mit 129,90, ferner Franks. Hyp.-Bank Gold
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 12. Dez. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 209, W16 212, W 19 216, W 20 218; Roggen R 12 193, R 15 196, R18 200, R19 202, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste und Futterhafer nicht notiert. Weizenmehl Type 812 W13 29,20, W 16 29,30, W 19 29,30, W 20 29,65; Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50, plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Wei- zenfuttermehl 13,60; Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W19 11,10, W20 11,20; Roggenkleie R12 9,95, R 15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50, Mühlen- festpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot, Palm- tuchen, Erdnußkuchen nicht noHert; Treber, getr. 14,00, Höchstpreis ab Erzeugerstation: Trocken- schnitzel, Heu, Weizen- und Roggtnstroh, drahtgepreßt und gebündelt.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 16. Dez. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Varaustrieb: 2047 Rinder (241 Ochsen, 243 Bullen, 1171 Kühe, 392 Färsen), 937 Kälber, 69 Hämmel, 31 Schafe, 142 Schweiße. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 18 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hämmel 30 bis 45,Schafe 20 bis 37, Schweine 50 bis 54 Mark. Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende art Reichsbankdiskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
>
Frankfurt a. M.
Berlin
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Schluß!. Abend- börje
Schluß» kurs
Schluß!. Mittagbörse
Schluß- kurs
Schluß!. Abend- börse
Schluß, kurs
Schluß!. Mittagbörse
Datum
14.12.
15.12-
14 12.
15.12.
Datum
14-12.
15-12
1 14.12. I 15.12.
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927
4% Deutsche Relchsanl. von 1934 *y2% Deutsche Reichsschatzanwei« sungen von 1935 ............
*y2% Deutsche Reichsschatzanweisungen von 1985, II. Folge ...
4y,% Deutsche Retchsschatzanwet- sungen von 1936, III. Folge ..
6yt% Doung Anleihe von 1930 ..
4y2% Hessische Bolksstaal von 1929 4%% Deutsche Retchspostschatz von
1934 I......................
<y2% Deutsche Reichsbahnschah von 1936 I..................
Reichsanleihe-Altbesitz..........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten..............
4%% Hess. LandeSbk. Darmstad!
Goldpfe. R. 12..............
6y2% Hess. Landes-Hyp.-Bank Ltqu. Goldpfe...............
<y2% Preuß. Landespfdbr.-Anst.
Goldpfe. R. 19..............
4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20
4y2% Darmstädter Komm.-Lan- desbank R. 6................
Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe
Auslos.-Rechte 1..............
<y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15
4y2% Franks. Hyp. Gold-Komm.
Obl. 2 8..................
6y2% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe.....................
6y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe.....................
Steuergutschetn-Berrechnungskurö
8.®. fftt Verkehrswesen .... 6 ft Haniburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0
Norddeutscher Lloyd..........0
Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7
RetchSbank................. 12
Berliner Handelsgesellschaft . 6%
Commerz- und Prival-Bank ... 6
Deutsche Diskonto............6
Dresdner Bank..............i
101,8
99,25
99
105,75
100,4
99,75
129,75
138,75
99,75
101,75
100
99
99
135
99,75
99
102,05
102
111,35
129
78,5
80,5
130,65
204,5
117,75
122,25
113,13
101,75
99,25
99
105,9
100,45
99,75 129,65
138,75
99,75
101,6
100
99
99
134,95
99,75
99
101,9
102
111,35
129,75
77,5
80,25
130,4
205,5
117,9
122,75
113,13
Devise
101,7 99,25
99,5
99 106,25
100,6
99,75
129,9
100
99
135,2
100
102
111,5
129,25
78 80,13 130,75
204,25 134,13
117,75
122,25
113,13
»markt
101,65 99,25
99,5
99
106 100,25
100,5
99,75
129,7
139
100
99
135,25
99,75
102
111,5
130
129
78
80,13
130,5
205,5
134,25
117,9
122,5
113,13
Berlin
Aceumulatoren-Fabrik.......14
Aschaffenburg Zellstoff........6
Bemberg...................0
Bekula.....................8
Buderus Eisen...............6
Gement Heidelberg...........7
Gement Karlstadt............6
Conti Gummi.............. 18
Daimler Motoren..........6y,
Dessauer Gas...............4
Deutsche Erdöl..............6
Deutsche Gold- und Silber .... 9
Deutsche Linoleum'..........10
Elettrische Lieferungen........6
Elektrische Licht und Kraft.....7
3. G. Färben-Industrie.......7
Felten & Guilleaume.........6
GeSfürel.................... 7
Th. Goldschmidt.............6
Grihner Maschinen...........0
Harpener................. 8'/.
Hoesch Eisen...............8/2
Philipp Holz mann...........8
Ilse Bergbau................6
Ilse Genüsse................6
Kali Aschersleben............ 4
Klöcknerwerke ............. 4y2
Kokswerke und Chemische Fabrik 7
Lahmeyer.................. 6
Mainkraft................... 4
Mannesmann.............4y2
Manöselder Bergbau......... 7
Metallgesellschaft.............6
Orenstein & Koppel..........0
Rheinische Braunkohle.......18
Rheinische Elektro............6
Rhetnstahlwerke..............6
Rheinisch-Destfälische Elektro .. 6
Rütgerswerke ...............7
Salzdetfurth Kalt.......... 6
Schuckert & Co...............7
Schultheis Pahenhofer........4
Siemens & Halske...........9
Süddeutsche Zucker.......... 10
Bereinigte Stahlwerke...... 4%
Westdeutsche Kaufhof.........0
Welleregeln Alkali............4
Zellstoff Waldhof............ 6
Olavi Minen...............0,6
— Frankfurt a. BL
136,5
138,5
168
117,5
167
186,9
131
139,5
252
161,5
129,5
139,5
153,5
127,5
141,25
137,5
47
168
113
148,5
117,75
116
126,75
95,75
113,5
146
231,25
138,75
127,5
145
177,5
169
209
111,25
56,5
117,5
146,5
221,5 138 140
168
119,25 167
190
132,25
141,5
252
161,5
129,25
140
154,5 128 142,75
138,25
171
114,25
149,5
132,25 117
118
126,9
95,75
115,13
159,5
145,5
231
139,75
128,25
145
177,5
169,9
200,25 209
113
57,5 117 147
221
127,25 138
168,75
118
186,75
130,75
118,25
140
161,5
129
139,5
153,5
127,25
141,25
137,75
47,25
113
148,75 160 132
117
116,5 150
127
113,75
159,75
146
105,5
231,5
126,75
139
127,9
143,75
177,5
169,25
94
198,4
208,5
111,5
56,5
117
145,25
29 i
222,25 138 140
168,5 118,75
190 133
118,5 141,5
161,25
128,5 140
154,4 128,5
142,75 138,5
46,5 171
114,75 150 160 133 117 118 152 127
115,13 159,75 145,75
106,5 231,4 125,5
139,75 128,25 144.25
177,5 170
94,5 200,65
209,5
112,9
57,5 117
147
29,25
14 Dezember
15.Dezember
14-Dezember
15-Dezember
AmmcheNvuelung tieir 1 Hin,
Amtliche Notierung (»r (■ Br"-
Amll-ch.- G.-'s
Dotierung Brie
AmHich-lottern ng Gelt | Bn.->
Buenos Aires.............
Brüssel...................
Rio de Janeiro............
Polen....................
Kopenhagen...............
Danzig...................
London ..................
HelsingforS................
Parts ...................
Holland..................
Italien —tTirtr-rrt,tT-n
0,728
42,18
0,136
47,00
55,34
47,00
12,395
5,48
8,422
137,95
13,09
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47,10 55,46
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0,726 42,18
0,136
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55,34
47,00
12,395
5,48 8,417
137,97
13,09
0,730 42,26 0,138 47,10 55,46
47,10 12,425
5,49 3,433 138,25 13,11
Japan....................
Jugoslawien..............
Oslo ...................
Wien.....................
Lissabon..................
Stockholm................
Schweiz..................
Spanien..................
Prag.....................
Vudapell.................
Weuvcrt.... ......
0,722 5,694
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0,724 5,706
62,41
49,05 11,28
64,01
57,49 14,51
8,724
2,-kch
2» 464
2,480
2,484


